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10 Trips, die du nie vergessen wirst

10 Trips die du nie vergessen wirst

Was lässt eine Reise eigentlich außergewöhnlicher und spezieller werden als andere Reisen? Muss man dafür ein besonders fernes Ziel auswählen oder in exklusiven Hotels wohnen? Brauche ich dafür eine besondere Vorbereitung? Weder noch! Die besten Reisen waren die, bei denen man sich in einer atemberaubenden Umgebung mit geringen Mitteln auf eine ganz bestimmte Art und Weise mit dem Reiseland verbindet. Hier also meine zehn aufregendsten und unvergesslichsten Reisen:

Wenn man mich fragt, welches bisher die schönste Reise war, antworte ich immer mit einer Gegenfrage: »In welcher Hinsicht?« Denn jede Reise ist einzigartig und anders als die vorherige, was sich unter anderem durch das Land, die Kultur und die sozialen Faktoren ergibt. Daher gibt es für mich nicht die eine beste Reise, sondern einige Trips, die sich von den anderen Reisen deutlich abheben und für immer bis ins kleinste Detail im Gedächtnis bleiben.

Oftmals sind es auch genau die Aspekte einer Reise, die jeden Anspruch an den gewohnten Komfort aushebeln: Nachts bei eisiger Kälte in den Anden im Zelt die defekte Luftmatratze ständig neu aufpumpen, im Himalaya-Gebirge auf 5.000 m Höhe atmen und gehen wie eine 90-Jährige oder einfach die zum Teil sehr ungewöhnlichen Lebensweisen fremder Kulturen beobachten. All diese aufregenden Momente kann einem niemand mehr nehmen und waren jeden Cent wert. Meine zehn coolsten Trips:

 

Ladakh.


Indien. Hoch oben im Himalaya-Gebirge im Norden Indiens – an der Grenze zu Tibet und China – befindet sich die Region Ladakh, die auch »Klein-Tibet« bezeichnet wird. Die Hauptstadt Leh ist eine der ständig bewohnten, höchst gelegenen Städte der Welt und liegt auf 3.500 m Höhe. Von hier aus kann man den Khardung-Pass bei 5.350 m Höhe mit dem Auto überqueren. Über diesen höchsten befahrbaren Pass der Welt erreicht man auch einige Stunden später den stahlblauen Pangong See .

Das Besondere: In Leh erwartet einen nicht das klassische, chaotische und wilde Indien. Hier ist es ruhig, ja fast idyllisch. Die Landschaft dort gehört zu den schönsten der Welt. Bei den zum Teil abenteuerlichen Straßen findet man in regelmäßigen Abständen Ermahnungstafeln mit klugen Sprüchen wie »After Whisky Driving Risky« oder wie auf dem Foto oben »Slow Drive Long Life«. Die vielen Klöster mit ihrer tibetisch-buddhistischen Kultur sind zum Teil einzigartig gelegen. Zwischendurch gibt es dann in der Einöde plötzlich die Gelegenheit, auf einem Kamel zu reiten. Es ist einfach ein wunderschönes Fleckchen Erde, ein ganz anderes Indien und Leh ist auch ein sehr schöner Ort, um sich auszuruhen, Yoga- oder Meditations-Kurse zu nehmen oder sogar zu shoppen.

Tipps: Die Hauptreisezeit ist nur von Juni bis August, in den anderen Monate ist es schon zu kalt. Eines der bekanntesten und besten Guesthäuser in Leh ist das Padma (Zimmer ab 7 Euro, im dazu gehörigen Hotel ab 29 Euro). Ab einer Höhe von etwa 2.500 m können sich Symptome einer Höhenkrankheit zeigen. Wer nicht weiß, ob der Körper Probleme zeigt, sollte vielleicht besser mit Zug und Bus als mit dem Flugzeug anreisen (Leh liegt auf 3.500 m Höhe), obwohl der kurze Flug von Delhi eine atemberaubende Aussicht auf das Himalaya-Gebirge preisgibt. Infos für die Fahrt über Land habe ich z. B. hier gefunden.

 

Patagonien.


Argentinien/Chile. Gletscher, Seen, schneebedeckte Berge, einsame Landschaften und eine unendliche Weite sind das, was einen in Patagonien erwartet. Wer glaubt, dass einen starke Winde nicht umhauen können, wird hier eines Besseren belehrt. Der Anblick blattloser, karger Bäume jagt einem besonders bei dunklen Wolken am Himmel so manches Mal einen Schauer über den Rücken. Kurze Zeit später wiederum wird man von grell türkisem Wasser, farbintensiven, wilden Blumen und Wasserfällen überrascht. In Feuerland kann man sich am Ende in Ushuaia (Argentinien) in den südlichsten Zug der Welt setzen und sich in dieser alten Lokomotive in die Kolonialzeit zurückversetzen.

Das Besondere: Wahrscheinlich ist es diese extrem außergewöhnliche und farblich sehr kontrastreiche Landschaft, die gleichzeitig eine unglaubliche Tierwelt beherbergt: Lamas, Strauße und Kondore, um nur einige zu nennen. Mit dem Boot in nur geringer Entfernung eine Gletscherspalte ins Wasser krachen zu sehen oder auf dem Eis des Perito Moreno Gletschers zu trekken (Sept.-April) sind absolut einzigartige Erlebnisse, die sich für immer und ewig in unser Gedächtnis einbrennen.

Tipps: Meine Route war Santiago de Chile – Bariloche – El Calafate – Torres del Paine – Ushuaia – Buenos Aires, die sich als sehr gut herausgestellt hat. Die Distanzen habe ich per Inlandsflug oder Bus zurückgelegt. Bariloche macht seinem Spitznamen, der Schweiz Argentiniens, mit rustikalen Holzhäusern umringt von den Bergen im Hintergrund alle Ehre. Die Seenregion drumherum ist paradiesisch und lädt zum Campen ein. In El Calafate wartet der berühmte Perito Moreno Gletscher (Infos zum Ice Trek). Über die Grenze nach Chile dann zum Torres del Paine Nationalpark, in dem sich auch der beeindruckende Lago Grey befindet. In der verhältnismäßig kleinen Stadt Ushuaia in Feuerland scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Achtung: Reichlich warme Sachen und Funktionskleidung mitnehmen!

 

Transsibirische Eisenbahn.


Mongolei/Russland. Die Mongolen sind ein Volk, zu dem ich bisher am wenigsten durchgedrungen bin. Obwohl auch modernere Dinge wie Fernseher in den Jurten stehen, kann man die Lebensweise dieser zum Teil sehr rauen Menschen dennoch wenig nachvollziehen – aber das ist meines Erachtens gerade das, was die Reise in dieses Land so spannend macht. Mich hat es danach nach Russland verschlagen, wodurch ich mit der Transsibirischen Eisenbahn von der Hauptstadt Ulan Bator nach Irkutsk gefahren bin, um zum Baikalsee zu gelangen – dem tiefsten und ältesten See der Welt.

Das Besondere: Zugegebenermaßen hatte ich mir die sagenumwobene Fahrt mit der Transib irgendwie anders vorgestellt. Es gab an Bord kein Essen, sondern nur heißes Wasser, mit dem man sich eine Suppe hätte warm machen können. Die Abteile sind mit 2 oder 4 einfachen Betten ausgestattet und Frauen/Männer werden willkürlich zusammengewürfelt. Die insgesamt 31-stündige Fahrt führt während der gesamten Zeit durch flache Steppe, die sich nur ab und an durch Dörfer und Nomaden mit ihren Jurten und Pferden abwechselt. Dennoch beinhaltet diese Fahrt etwas, das man nicht in Worte fassen kann. Auch der Ort nahe des Baikalsees Listwjanka, 70 km von Irkutsk entfernt, ist verschlafen wie aufregend zugleich. Vor den Häusern wird Fisch geräuchert, den man für kleines Geld kaufen kann.

Tipps: In Ulan Bator lernt man viele Gleichgesinnte kennen, die sich alle im Khongor Guest House tummeln, das auch Touren anbietet. Ich habe schräg gegenüber in einer Unterkunft übernachtet, die sich kurze Zeit später als inoffizieller Puff herausstellte. Die Hauptstadt der Mongolei ist durchaus sehenswert und hat unerwarteter Weise einige sehr moderne Cafés und Restaurants. In einer Jurte sollte man definitiv einmal übernachtet haben. Für die Strecken- und Zugplanung mit der Transsibirischen Eisenbahn kann ich den Lonely Planet Trans-Siberian Railway empfehlen. Ab Ankunft in Russland wird Lesen und Kommunizieren sehr schwer. In Orten wie z. B. Irkutsk spricht fast niemand Englisch und die kyrillische Schrift ist für uns nicht lesbar, weshalb ich für das nächste Mal ein Bildwörterbuch mitnehmen würde.

 

Great Ocean Road.


Australien. Roadtripping steht auf dem Programm! Ins Auto setzen und für 250 km die Südküste dieser riesigen Insel abfahren klingt zunächst nicht wirklich spektakulär. Dennoch überrascht diese Strecke mit einer beeindruckenden Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, Stränden, Tieren, Orten und Regenwäldern. Fast jeder kennt zum Beispiel die Twelve Apostles, die bis zu 60 m hohen Steinformationen, die es auf dieser Strecke zu sehen gibt.

Das Besondere: Meine Strecke war etwas länger als die der Great Ocean Road. Gestartet bin ich in Adelaide und endete eine Woche später in der Metropole Melbourne. Es war eine Kombination aus fantastischem Wetter, Kängurus, die über die Straßen hüpften, Koalas, die wie Früchte in den Bäumen hingen, beeindruckenden Felsformationen im Meer, traumhaften und menschenleeren Stränden, wahnsinnig netten Menschen, nebligen Regenwäldern und am Ende netten Orten, in denen man sich abends mit fettigen Fish & Chips und Bier vor die Tür seines Motels setzte und mit anderen Reisenden seine Erlebnisse austauschte.

Tipps: Man sollte die Great Ocean Road von der Zeitplanung her nicht unterschätzen und sich auf jeden Fall viel Zeit nehmen. Die Unterkünfte auf der Strecke sind besonders in der Hauptsaison bzw. Ferienzeit der Australier schnell ausgebucht und zudem recht teuer (pro Zimmer kaum etwas unter 90 AUD), weshalb ich einiges (kurz) vorher telefonisch abfragen und buchen würde. Wer gerne campt, sollte die Mitnahme eines Zeltes in Betracht ziehen, wodurch sich viel Geld sparen lässt. Wer von Adelaide kommt oder nach Adelaide fährt, sollte durch den Grampians Nationalpark nördlich von Portland fahren und unbedingt im Ort Halls Gap einen Stopp zum Übernachten im Zelt einlegen – mit Känguru-Garantie.

 

Tibet.


China. Mit »In einem Land vor unserer Zeit« würde wahrscheinlich ein Bericht über diese Reise beginnen. Eisige Kälte, eine ungewöhnliche Kultur, Klöster und Mönche, wohin das Auge reicht. Diese einwöchige oder zehntägige Tour mit dem Bus durch das tibetische Hochland bietet stündlich neue Eindrücke und ist trotz der Ruhe, die Tibet oberflächlich ausstrahlt, irgendwie unglaublich aufregend.

Das Besondere: Mit dem Bus in der Hauptstadt Nepals Kathmandu gestartet, überquert man nach einigen Stunden mit einer mehr oder weniger großen Reisegruppe die Grenze zu Tibet. Ab jetzt passiert man kleine Orte, erblickt zwischendurch mal eben den Mount Everest, trinkt in lokalen Restaurants gruselig schmeckenden Buttertee, übernachtet zu fünft in einfachen Unterkünften ohne Heizung mit einem Satz schwerer Decken, beobachtet große Yak-Herden und betet, dass der Busfahrer im Dunkeln nicht vom Weg abkommt. Es ist eine Challenge, die trotz all dieser Strapazen einen unglaublichen Charme versprüht.

Tipps: Die Standard-Touren dauern 7 bis 10 Tage, bei den längeren Touren ist ein Besuch des Everest Base Camps inklusive (was ich empfehlen würde, wenn man schon mal dort ist). Normaler Weise kann man nur als Gruppe nach Tibet einreisen, Angebote gibt es im Internet oder auch bei den zahlreichen Reiseagenturen in Kathmandu. Nach der Fahrt mit dem Bus in die Hauptstadt Tibets fliegt man nach einem zweitägigen Aufenthalt in Lhasa mit dem Flieger nach Kathmandu zurück. Mehr Informationen gibt es in meinem Reisetipp zu Tibet.

 

Salar de Uyuni.


Bolivien. Der größte Salzsee der Welt nahe der chilenischen Grenze ist ein Geschenk für das Auge. Die Kontraste aus stahlblauem Himmel, weißem Salzboden und den dezent braunen Bergen am Horizont scheinen wie nicht von dieser Welt zu sein. Wenn dann inmitten der Stille noch pinke Flamingos das Bild ergänzen, weiß man, dass man an einem ganz besonderen Ort ist. Ganz zu schweigen von den vielen wilden Kakteen, einer Geisterstadt, Häusern aus Salz und einigen weiteren Highlights.

Das Besondere: Vier Tage lang mit Offroad-Jeeps durch diese Wahnsinns-Wüste zu fahren, unterwegs im Bikini in heißen Quellen baden, tolle lokale Küche genießen und abends mit vielen anderen Reisenden an einem langen Tisch sitzen ist zweifellos ein unvergessliches Erlebnis. Man verbringt die sehr kalten Nächte mit 4-6 Leuten in einem Zimmer, was trotz der kurzen Zeit stark zusammenschweißt.

Tipps: Die meisten starten diesen Trip von La Paz (Bolivien) oder San Pedro de Atacama (Chile) aus. Wer eine Tour über eine Agentur bucht, kann oft auch die Weiterfahrt buchen, d. h. an einem Ort starten und am anderen Ort enden. Im entspannten San Pedro de Atacama unbedingt ein paar Tage verbringen und die nahe gelegene Sternwarte besuchen. Weitere Informationen gibt es in meinem Reisetipp zum Salar de Uyuni.

 

Machu Picchu.


Peru. Startpunkt ist die Stadt Cusco, in der man ein paar Tage verbringen sollte. Von dort aus geht es drei bzw. vier Tage zu Fuß durch die Berge der Anden. Der sogenannte Inka Trail ist der bekannteste Weg zum Machu Picchu und mit 44 km Strecke auch der anspruchsvollste. Zudem ist die Anzahl der zugelassenen Trekking-Reisenden begrenzt, weshalb die Buchung einige Monate vorher empfohlen wird. Alternativ gibt es den Lares Trail, dessen höchster Pass bei 4.400 m liegt und in einem Dorf endet, von dem aus man am 4. Tag mit einem blauen Zug nach Aguas Calientes fährt. Am nächsten Morgen geht es vor Sonnenaufgang mit dem Bus hoch zu Machu Picchu. Beim Inka Trail wandert man ohne Zwischenstopp direkt zum Machu Picchu hoch. Von dort wird man – sofern man eine Tour gebucht haben sollte – mit dem Zug wieder in Cusco abgeliefert.

Das Besondere: Wer nicht trainiert ist, dem steht eine kleine Herausforderung bevor, die man aber nicht scheuen sollte. Man übernachtet in Zelten, die von Portern jeweils auf- und abgebaut werden. Die Träger sorgen gleichzeitig für hervorragendes lokales Essen. Gegen das mögliche Aufkommen einer Höhenkrankheit bekommt man Coca-Blätter, die man entweder kauen oder als Tee trinken kann. Der Anblick von Machu Picchu ist, umgeben von diesen riesigen Bergen, definitiv etwas ganz besonderes und wird immer zu meinen Top 10 Erlebnissen gehören.

Tipps: Beginnen kann man die Reise zum Beispiel in der Hauptstadt Lima. Von dort kann man nach Cusco mit dem Bus fahren (Nachtfahrt ca. 16 Stunden) oder alternativ fliegen (Flüge ab 80 US$). Auch kann man in Peru hervorragend eine aufregende Zeit am Amazonas mitten im Dschungel verbringen, z. B. in Iquitos. Außerdem sollte man sich die Stadt Puno im Süden und den dort liegenden Titicacasee mit seinen schwimmenden Inseln und den dort lebenden Urus-Einwohnern nicht entgehen lassen. Von Cusco nach Puno kann man mit dem Bus oder Zug (Andean-Explorer von PeruRail, ca. 10 Stunden) fahren. Wer noch mehr Zeit zur Verfügung hat, kann sich weiter gen Süden nach Bolivien bewegen und sich ins nächste Abenteuer stürzen: Salar de Uyuni.

 

Route 66


USA. Die 4.000 km lange Mutter aller Straßen beginnt in Chicago und endet in Los Angeles. In den 20er bis 60er Jahren erlebte die Route 66 ihre Hochzeit, bis sie von einem Highway abgelöst wurde, wodurch die meisten Betriebe ausstarben und Geisterstädte entstanden. Ein Highway wie jeder andere auch? Keinesfalls! Alle, die sich für diesen Roadtrip entscheiden, suchen nach dem Mythos dieser legendären Straße: Was hat sie nur, was andere nicht haben? Eine Erinnerung an ein Amerika, wie es nicht mehr existiert.

Das Besondere:  Die einstige Hauptstraße Amerikas bin ich von Albuquerque nach Los Angeles mit einem rassigen, 300 PS starken Chevrolet Camaro runtergebrettert und diese Entscheidung hätte besser nicht sein können. Das Spannendste an diesem Roadtrip war, dass hinter jeder Ecke etwas Neues passiert. Manchmal hört die Straße einfach auf, dann landet man plötzlich an eine alte Tankstelle aus den 50ern und wieder ein paar Minuten später steht man mitten in einer unendlichen erscheinenden Wüste. In alten Motels übernachten, in urigen Diners frühstücken und am Ende in einer der vibrierendsten Metropolen der Welt landen: Los Angeles <3

Tipps: Meines Erachtens lag der coolste Teil der Route 66 zwischen Flagstaff und Ludlow. Allgemein kann man sich bei den Kilometer-Angaben schnell verkalkulieren, denn viele Distanzen ziehen sich lang wie ein Kaugummi. Auf der gesamten Strecke sollte man sich genügend Zeit nehmen für die Nationalparks wie zum Beispiel den Grand Canyon und vielleicht auch den kleinen, aber sehenswerten Joshua National Park und viele weitere.

 

Java.


Indonesien. Mt. Bromo und Krater Ijen sind die beiden Attraktionen, für die es sich absolut lohnt, sich von der Insel Bali wegzubewegen. Wer von den überlaufenen Stränden, dem lauten Kuta und den touristisch festgetrampelten Pfaden der Nachbarinsel genug hat, sollte sich für ein paar Stunden in den Bus oder kurz in den Flieger setzen und der westlich gelegenen Insel Java einen Besuch abstatten. Hier wartet schon eine bombastische Krater-Landschaft und einer der gefährlichsten Arbeitsplätze der Welt!

Das Besondere: Die beiden nur etwa drei Autostunden voneinander entfernten Ziele könnten unterschiedlicher nicht sein und doch haben sie beide eines gemeinsam: Extreme Auf- und Abstiege. Der Krater Ijen wird auch als das größte Säurefass der Erde bezeichnet, denn hier wird Schwefel abgebaut. Kleine, schmächtige Männer tragen altertümlich Körbe mit abgebautem Schwefel von bis zu 80 kg Gewicht über 2-3 Stunden bis zum Parkplatz und das mehrmals am Tag. Bei der Vulkanlandschaft des Bromo-Tengger-Semeru Nationalparks hingegen erwartet einen eine wüstenähnliche Lava-Landschaft, die außerhalb des riesigen Kraterrandes von einer ungewöhnlich grünen Vegetation umgeben ist. Wenn man den Krater des Mount Bromo nach hunderten Treppenstufen erreicht hat, kann man in den rauchenden Schlund schauen. Abenteuer pur!

Tipps: Touren kann man im Internet oder von Bali aus buchen. Die Stadt Surabaya in Java ist der Ausgangspunkt, wenn man mit dem Flugzeug anreist. Die Stadt ist modern, aber kein Highlight (ein längerer Stopp ist meines Erachtens nicht sinnvoll). Immer viele Getränke mitnehmen, das Programm beider Sights ist körperlich recht anspruchsvoll. Mehr Informationen zum Krater Ijen gibt es in diesem Artikel, über Mt. Bromo in diesem Artikel.

 

Serengeti


Tansania. Wer gerne reist und Wildlife liebt, sollte ein Mal im Leben eine Safari gemacht haben und da bietet sich entweder der Krüger in Südafrika oder die Serengeti in Tansania an. Ich habe mich für letzteres Ziel entschieden, weil es mir weniger touristisch erschien. Und so begann eine aufregende Woche Camping in der Wildnis. Wunderschöne Landschaft, tolles 4×4 Offroad-Feeling und der Anblick der großen Big Five aus nächster Nähe.

Das Besondere: Ehrlich gesagt hätte ich nie gedacht, dass ich wirklich und leibhaftig mal in einem Zelt in freier Wildbahn ohne Umzäunung übernachten würde, wo sich gleichzeitig Elefanten, Hyänen und andere nicht ganz ungefährliche Tiere nachts aufhalten. Es fühlte sich ein wenig so an, als würde man eins mit der Natur und Freund mit den wilden Tieren werden. Eine unglaublich tolle Erfahrung, die durch wahnsinnig nette und lustige Afrikaner sowie schöne Einblicke in die Kultur der Massai für immer in Kopf und Herz bleiben wird!

Tipps: Startpunkt für die Tour ist der Ort Arusha, der nächst gelegene Flughafen wäre Kilimandscharo. Eine Woche Safari-Rundtour sind meines Erachtens ausreichend. Zusätzlich könnte man eine sportliche Woche mit der Besteigung des Kilimandscharos oder ein paar Tage am Strand auf der Insel Sansibar verbringen.  Weitere Informationen gibt es in meinem Reisetipp Abenteuer Serengeti.

 

Und sonst?

Es gibt natürlich noch viele weitere schöne und aufregende Trips wie zum Beispiel eine Reise durch die riesigen Reisfelder im Hochland Sapa im Norden Vietnams oder ein Roadtrip durch Jordanien, der mich schwer begeistert hat. Und dann stehen noch viele Routen auf meiner Bucket List wie zum Beispiel eine Trekking-Tour in Nepal (z. B. zum Gokyo Lake), ein Camping-Trip durch Neuseeland und Island, die Überquerung des Pamir-Gebirges und so weiter…

 

 

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36 Kommentare

  • Antworten
    Simon
    22. Juni 2014 um 10:28

    Was für ein Artikel!!! Einfach ein Trip besser als der nächste. Da kommt man ins Träumen, vielen, vielen Dank!
    Leider haben wir davon noch nicht viele gemacht. Vorteil: Es warten noch einige.
    Mir kommt da kaum mehr ein Trip in den Sinn, ausser vielleicht der Pacific Coast Highway.
    Liebe Grüsse,
    Simon

    • Antworten
      Ute
      22. Juni 2014 um 11:16

      Hi Simon,
      vielen Dank!! Während des Schreiben hat’s mir auch direkt wieder in den Buchungs-Fingern gekribbelt, aber da steht ja jetzt erstmal etwas anderes auf dem Programm ;) Pacific Coast Highway hat mir auch supergut gefallen <3 Dann wäre da noch die Westküste Richtung Norden bis nach Vancouver... du hast recht, es wartet noch so einiges!
      Liebe Grüße zurück
      Ute

      • Antworten
        Simon
        22. Juni 2014 um 14:09

        Allerdings, da wartet bei dir jetzt was anderes – noch besseres :)

      • Antworten
        Ute
        22. Juni 2014 um 14:33

        Ui, das wird sich erst noch herausstellen ;)

  • Antworten
    daniela
    22. Juni 2014 um 11:49

    fernweh… ich könnte mich auch nicht für einen lieblingstrip entscheiden. ganz vorn dabei ist aber eine rucksacktour durch die rocky mountains, die ich gerne wiederholen würde, nur diesmal mit camper und mehr zeit. aber zunächst bin ich ein paar tage in andalusien und freue mich auf sonne und meer. die nächste größere reise führt zum 5. mal nach mexico – jedes mal anders und aufregend.
    viele grüße und danke für diesen tollen bericht!
    daniela

    • Antworten
      Ute
      22. Juni 2014 um 13:36

      Hi Daniela,
      oh ja, die Rocky Mountains sind auch ein tolles Ziel! Und Mexiko sowieso. Dann erstmal viel Spaß in Andalusien!!
      Liebe Grüße und Danke für deinen Kommentar
      Ute

  • Antworten
    Tanja
    22. Juni 2014 um 12:08

    Hach, wenn ich das so lese könnte ich direkt zum Flughafen fahren, einsteigen und zur Great Ocean Road oder nach Machu Picchu düsen. Für die nächste Reise im Oktober steht nur das Datum, festlegen kann und will ich mich noch nicht zu viel Auswahl. Dein Beitrag hat die Qual der Wahl erhöht und dennoch war er ein Genuss zu lesen. Gut, dass ich wenigstens die Serengeti und die Raod 66 erleben durfte, so wurde die Bucket Liste nicht gleich um zehn Ziele erhöht :-)

    • Antworten
      Ute
      22. Juni 2014 um 14:25

      Hallo liebe Tanja,
      also mir wäre gerade nach Ladakh zumute. Aber alles andere wäre auch toll, wenn ich morgen in den Flieger steigen könnte. Das mit der Qual der Wahl kenne ich – aber man soll ja nie aufhören, Träume (und Bucket Lists) zu haben ;)
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Aylin
    22. Juni 2014 um 18:19

    Immer wenn große Emotionen im Spiel sind, bleibt etwas haften- egal, ob das Riesenfreude oder Todesangst ist. Das sind dann die intensiven Momente, die eine Reise ganz besonders machen. (Gilt natürlich auch für andere Lebenslagen :-)
    Eine schöne Liste!

    • Antworten
      Ute
      23. Juni 2014 um 4:53

      Hi Aylin,
      ja, die großen Emotionen und intensive Momente sind das, was das Reisen ausmacht! Todesangst hatte ich Gott sei Dank noch nie…
      Dank dir für deinen Kommentar!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Jakob
    23. Juni 2014 um 4:41

    Also die Galapagos Inseln mit ihrer unglaublichen Tierwelt usw. gehören auf jeden Fall zu den Trips, die man nie vergisst…
    Salar de Uyuni und Machu Picchu hab ich schon besucht, die anderen Ziele hören sich definitiv interessant an!
    Liebe Grüße, Jakob

    • Antworten
      Ute
      23. Juni 2014 um 5:00

      Hallo Jakob,
      vielen Dank für deinen Tipp, da gebe ich dir vollkommen recht! Ich hatte Galapagos bereits in meinem Artikel zu den 10 Trauminseln aufgeführt (http://www.bravebird.de/blog/10-trauminseln-mit-suchtfaktor) und wollte es hier nicht nochmals aufführen.
      Dann viel Spaß beim Weiterreisen,
      liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Alex
    23. Juni 2014 um 10:04

    Hallo Ute,
    wow! Wundervolle Reiseberichte und wundervolle Bilder! Ich finde auch, dass es auf jeder Reise Highlights gibt, manchmal sehr spektakulär und manchmal einfach nur schön.
    Ich fliege dieses Jahr moch nach Chile, mal gucken obs nach Norden bis zum Salar de Uyuni oder nach Süden Richtung Patagonien geht … oder ganz woanders hin :)
    Liebe Grüße
    Alex

    • Antworten
      Ute
      23. Juni 2014 um 11:23

      Hi Alex,
      vielen Dank!! Oh, Chile ist einfach wunderschön! Vielleicht geht’s für dich ja auch auf die Osterinsel (da würde ich jedenfalls gern mal hin). Bin gespannt, wohin es dich verschlägt, die Entscheidung – ob Norden oder Süden – ist jedenfalls meines Erachtens nicht einfach ;)
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Alexandra
    23. Juni 2014 um 14:25

    Hallo Ute, da überkommt mich das Fernweh.
    Ich finde deine Site sieht super aus und wenn man deine Reiseberichte liest, ist man nur noch körperlich anwesend. Danke für die Tipps. :-) LG Alex

    • Antworten
      Ute
      23. Juni 2014 um 15:49

      Hallo liebe Alexandra,
      was für ein schönes Kompliment – vielen Dank <3
      Liebe Grüße,
      Ute

  • Antworten
    ekulele
    24. Juni 2014 um 14:33

    Ein ganz wundervoller Post mit genialen und so „anderen“ Reisezielen! Ich bin hin und weg… und würde am liebsten direkt meinen Koffer packen :)

    • Antworten
      Ute
      25. Juni 2014 um 4:09

      Hi Ekulele,
      dann nichts wie los ;)
      Liebe Grüße, schönen Blog hast du übrigens!
      Ute

  • Antworten
    Stefan
    24. Juni 2014 um 23:52

    Tolle Zusammenstellung und besonders toller Indien Tip! Mit dem Pass versuche ich es aufzunehmen :-)

    • Antworten
      Ute
      25. Juni 2014 um 4:11

      Hallo Stefan,
      Ladakh ist wirklich superschön und zudem sehr außergewöhnlich. Habe dort unterwegs viele Motorradfahrer getroffen, auch wenn ich mir das bei den Straßen echt etwas schwierig vorstelle. Dann toi toi toi ;)
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Beatrice
    26. Juni 2014 um 3:20

    Hallo Ute,
    ein sehr inspirierender Artikel, vielen Dank dafür. Bin gerade mitten in der Planung, mich im August auf Reisen zu begeben. Ladakh steht ganz weit vorn auf meiner Wunschliste…
    Herzliche Grüße, Beatrice

    • Antworten
      Ute
      26. Juni 2014 um 23:38

      Hi Beatrice,
      freut mich, dass dir die Ziele gefallen. Ladakh ist toll, würde dort auch gerne nochmals hin mit mehr Zeit. August ist der perfekte Zeitpunkt, dann nichts wie los ;)
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    boris
    5. August 2014 um 11:23

    Was für eine Liste! Na da weiß man doch, wofür es sich zu Sparen lohnt ;) Wie ist es eigentlich mit dem Visa für Russland und der Transsib wenn man kein Hotel/Hostel braucht und bucht? Ich habe gehört, dass man sich innerhalb von 3 Tagen nach Ankunft in einer Postfiliale etc. registrieren muss – wenn ich aber direkt am Ankunftstag in Russland losfahren will (und abgesehen vom Zug nur in Wladiwostok übernachten will)? Kann man bei der Registrierung nicht einfach irgendein Hotel/Hostel angeben – wird das überhaupt überprüft? Und was passiert eigentlich, wenn man sich überhaupt nicht registiert?

    • Antworten
      Ute
      5. August 2014 um 12:56

      Hi Boris,
      ich habe das Visum und die Einladung damals bei der Flugbuchung gleich mit beantragt und das war erfreulich unkompliziert. Soweit ich mich erinnere, musste ich dabei nur ein paar Orte angeben, die ich bereisen wollte und das reichte auch. Die Einreise mit der Transsib von Ulan Bator nach Irkutsk war daher völlig unproblematisch. Die Schaffner sammeln die Pässe und Unterlagen während der Grenzüberschreitung von allen Passagieren ein und dann bekommst du ihn ein bis zwei Stunden später wieder. Das war’s. Aber erkundige dich besser mal bei einem Forum oder aktuell Reisenden nach den neuen, gültigen Bestimmungen. Ich kann mir vorstellen, dass sich das regelmäßig ändert.
      Viele Grüße und viel Spaß!
      Ute

  • Antworten
    Reiseblog
    18. August 2014 um 8:21

    Aber Hallo – das nenn ich Reiseinspiration! :-)
    Da steigt das Fernweh aber gewaltig…
    So zwei oder drei der Tipps reizen mich schon lange, wie etwa die Route 66 oder die Serengeti. Mal sehen wann ich es schaffe.
    Dir drück ich auf jeden Fall weiterhin ganz fest die Daumen für jede Menge spannende Geschichten und sehenswerte Bilder.
    Liebe Grüße aus Bayern!

    • Antworten
      Ute
      19. August 2014 um 13:18

      Hallöchen,
      freut mich, dass dein Fernweh sich gesteigert hat ;)
      Wünsche dir auch viele schöne weitere Reisen!
      Liebe Grüße und Danke für deinen Kommentar,
      Ute

  • Antworten
    Astrid
    1. November 2014 um 23:01

    Lebe Ute, selbst gerade auf Weltreise habe ich mir Deine 10 favorites mal durchgelesen und in ein paar Tagen liegt der Inca Trail vor mir und bin sehr erleichtert, dass es wohl herausfordernd aber schaffbar ist. Du hast mich inspiriert nach Java zu fahren. Mt. Bromo war wirklich einmalig. Ich habe ähnliche Fotos gemacht wie Du und bin sehr dankbar für dieses Erlebnis. Ich komme gerade aus Neuseeland und wenn ich richtig sehe warst Du noch nicht bei den Kiwis? Bisher war das mein absolut größtes Highlight auf der Reise und kann einen Roadtrip empfehlen. Die Natur ist einmalig und stellt vieles bereits Gesehene in den Schatten. Ich wünsche Dir auf deine Reise noch tolle Erlebnisse und komm‘ gesund zurück. lg aus San Jose, Astrid

    • Antworten
      Astrid
      3. November 2014 um 19:10

      …ups, nach dem 2. Mal lesen fallen mir schnell ein paar rechtschreibliche Kinken auf… naja, Du bist ja Gottseidank die Bloggerin und nicht ich… ;-)

  • Antworten
    Ulrike
    8. Februar 2015 um 0:30

    Schöne Liste! Hast du diese Reise alle organisiert gemacht? Schade, dass Europa, das doch so viele tolle und spektakuläre Ziele bietet, nicht dabei ist!
    LG
    Ulrike
    p.s.: Die südamerikanische Variante der Strauße heißt Nandu… ;)

  • Antworten
    Danny
    23. Juni 2014 um 4:25

    Wow. Hast du die Trips wirklich allein durchgezogen? Heftig. Ich würde auch gern mal nach Patagonien …

    • Antworten
      Ute
      23. Juni 2014 um 4:56

      Hey Danny,
      yep, bis auf Java – wo ich mit einer Freundin war – habe ich alle Trips alleine gemacht. Allerdings war ich zum Teil (zwangsläufig) in Gruppen unterwegs mit sehr positiven Erfahrungen. Mit vielen Leuten bin ich heute noch in Kontakt.
      Patagonien ist einfach nur wunderschön und die Region halte ich übrigens auch zum Reisen für sehr sicher. Würde auch gerne nochmals dorthin…
      Liebe Grüße!!
      Ute

  • Antworten
    Jasmin
    23. Juni 2014 um 5:55

    Da hat sich meine Liste der nächsten Reiseziele doch gleich mal wieder verlängert *lach*

    • Antworten
      Ute
      23. Juni 2014 um 6:08

      Hi Jasmin,
      das war mein Ziel ;)
      Liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Selina
    25. Juni 2014 um 16:41

    Hallo Ute,
    Bin grad mit meinen Gedanken auf einem abenteuerlichen Roadtrip, am Fuße des größten Salzsees der Welt oder am Erklimmen des Kilimandscharos…. einfach überall, nur nicht daheim in Österreich!
    Mit deinen Tipps hast du mein geistiges Gedankenrad zum Laufen gebracht, hab im Moment akutes Heimweh und Sehnsucht nach neuen Abenteuern und Erlebnissen! Echt unglaublich was du schon alles erlebt hast, beneidenswert. In Tansania war ich übrigens im Rahmen einer WWF-Reise auch schon, sehr empfehlenswert. Neben der Erkundung des Landes kann man so auch die Arbeit der Naturschutzorganisation hautnah beobachten, was ich ziemlich interessant fand.
    Danke für deine Vorschläge, ich hoffe ich kann einige davon umsetzen!
    Liebe Grüße, Selina

    • Antworten
      Ute
      26. Juni 2014 um 23:35

      Hallo Selina,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Diese WWF-Projekte hören sich interessant an, habe auch schon mal etwas darüber gelesen. Und Tansania ist dafür sicher der perfekte Ort!
      Viel Spaß beim weiteren Pläneschmieden.
      Liebe Grüße
      Ute

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    Kitesurf Urlaub
    10. Dezember 2014 um 18:23

    Top 10 Sehenswürdigkeiten sind spektakulär! Ich muss sagen, dass in Argentinien, können auch die Iguaçu-Wasserfälle und gehen Sie auf der brasilianischen Seite, um den Blick von beiden zu schätzen wissen. Aber ich stimme Ihnen zu, mit der Auswahl, die Sie, spektakuläre gemacht haben!

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