Vor 2 ½ Jahren habe ich meine Wohnung und meinen langjährigen Job hinter mir gelassen, um mich voll und ganz meiner Reiseleidenschaft hingeben zu können. Ab diesem Zeitpunkt war ich sozusagen hauptberuflich Reisende und Reisebloggerin zugleich, die mit ihrem Ersparten und dem Erlös aus dem Verkauf ihres Besitzes die ganze Welt erobern wollte. 

Gleichzeitig wollte ich Antworten auf so viele Fragen finden, die mir schon über Jahre auf der Seele lasteten. Was macht mich eigentlich aus? Warum bin ich hier? Wo will ich leben? Was macht mich glücklich? Wie sieht meine perfekte Work-Life-Balance aus? Wie wichtig ist Liebe, Geld, Besitz? Worin liegt der Sinn meines Lebens? Was erfüllt mich?

Mit dem Schritt, sich ohne Wohnung und regelmäßiges Einkommen in ein völlig anderes Dasein zu stürzen, hat sich nicht nur mein Leben komplett verändert, sondern auch mein Denken und meine Einstellung zu vielen Dingen, die bisher teilweise gar nicht im Fokus standen. Die einjährige Weltreise stellte eine willkommene Abwechslung zu meinem vorherigen, stressigen Arbeitsalltag dar und gab mir diese wundervolle Freiheit, von der ich jahrelang geträumt hatte.

Zurück in Deutschland begann dann eine völlig andere Reise, die mich vor einige Herausforderungen stellte: Die Reise nach innen!

Obwohl mir eigentlich noch mehr Zeit als ein Jahr für das Reisen zur Verfügung gestanden hätte, wollte ich nach Deutschland zurück. Ich war satt, gefüllt mit Erlebnissen und Erfahrungen, die verarbeitet werden wollten. Da ich mich gegen den Wiedereinstieg in meinen alten Job entschieden hatte, organisierte ich ein ganz einfaches Leben in Deutschland mit möglichst geringen Ausgaben und ohne eigene Wohnung. In Köln folgten dann fast 1 ½ Jahre Sinnfindung und eine mit Höhen und Tiefen besetzte Umgewöhung, die nun endlich Klarheit gebracht hat, wie es für mich weitergeht:

1. Anders reisen

Nach meiner Weltreise stand fest: Eine Dauerreisende werde ich in diesem Leben nicht mehr werden. Die Highlights unterwegs werden mehr und mehr zu normalen Ereignissen, die Tage verschwimmen irgendwie und ich konnte zudem die Unruhe, ständig weiterzuziehen und noch mehr sehen zu wollen, nicht oder nur schwer abstellen. Eine längere Weltreise ist zwar eine tolle, sehr bereichernde Erfahrung, aber die tiefergehenden Reisen stellen für mich am Ende doch eher die kürzeren dar: 2- bis 3-wöchige Fernreisen mit viel Vorfreude und Planung, mehrwöchige Roadtrips durch Europa oder Kanada mit VW-Bus und Hund oder auch mal das Kennenlernen einer Insel für ein paar Wochen, wo ich mir entspannt eine Wohnung miete und die Umgebung nach und nach kennenlerne.

Back to the roots!

Als Reiseblogger neigt man im Laufe der Zeit dazu, seine Reiseziele und -routen nicht mehr nur nach dem eigenen Geschmack auszuwählen. Dieses oder jenes Highlight müsste man eigentlich auch noch mit in den Artikel reinpacken, hier ein Foto, da noch ein paar Tipps einholen – und schon ist man nicht mehr Herr seiner selbst, sondern reist im Grunde überwiegend für andere. Diese Art zu reisen hat mir des Öfteren an mancher Stelle die Euphorie und Freude geraubt, weshalb ich wieder zu meiner ursprünglichen Intention des Reisens zurückkommen möchte: Als leidenschaftlich Reisende authentisch über meine Erfahrungen berichten. Klassische Reiseführer gibt es schließlich genug.

Love the underdog!

Ein für mich inzwischen kritischer Punkt ist, dass man als Reiseblogger eigentlich seine „Secret Places“ mit der Welt teilen möchte, was allerdings mitunter dazu beiträgt, dass solche Ziele nicht mehr lange die begehrten Geheimtipps bleiben. Ich habe bereits im vergangenen Jahr damit begonnen und werde es auch in diesem Jahr weiter fortsetzen, mich mehr mit weniger bekannten Reisezielen zu beschäftigen. Gleichzeitig möchte ich Leser gerne dazu inspirieren, bei ihren Reiseplanungen auch mal Länder und Ziele mit einzubeziehen, in denen sie noch verhältnismäßig junge Fußstapfen hinterlassen anstatt in die tief eingetretenen Pfade trendiger Massentourismus-Ziele zu treten.

Sonnenuntergang in Estland – Definitiv eine Reise wert!

2. Anders leben

Nachdem ich nun viele Jahre keine Antwort darauf wusste, wo ich wie leben möchte, habe ich immerhin in einer Sache Gewissheit: Meine Homebase wird in Deutschland sein, wahrscheinlich irgendwo südlich von Köln. So langsam begebe mich daher nun auf die Suche nach einem geeigneten, kleinen Wohlfühlort, am liebsten irgendwo in der Natur, wo ich gut kreativ arbeiten kann. Für mich sind die eigenen vier Wände mit meinen eigenen Lieblingssachen, Büchern usw. extrem wichtig geworden und weiß das nach den Erfahrungen der letzten beiden Jahre umso mehr zu schätzen.

Träumen und Ziele setzen

Wenn man wie ich über einen längeren Zeitraum in völliger Freiheit lebt, wird man wahrscheinlich nach einiger Zeit feststellen, dass Ziele im Leben ganz wichtig sind. Sie motivieren zur Arbeit, halten einen am Leben und bewahren einen vor einer Lethargie, die man bei sich aneinanderreihenden, planlosen Tagen möglicherweise des Öfteren verspüren wird. Auch, wenn es zunächst dekadent klingen mag, ist einer meiner Träume, einen zweiten Wohnsitz im Ausland zu haben. Nichts Großes, sondern ein kleines Örtchen sozusagen zum Überwintern.

Wo kann so ein Wohlfühlort im Ausland sein? – habe ich mich lange gefragt. Bestenfalls am Meer, mit gutem Wetter, angenehmem Preis-Leistungsverhältnis und nicht zu langen Flugstrecken. Hier bieten sich meiner Meinung nach die Kanaren mit dem offenbar besten Klima der Welt an, weshalb ich schon sehr bald die beiden Inseln Lanzarote und La Gomera jeweils für ein paar Wochen mit Hund bereisen werde um herauszufinden, ob eine der beiden für mich in Frage kommen könnte.

Neue Wege gehen

Seit fast vier Jahren berichte ich schon über meine Erfahrungen auf Reisen und freue mich sehr, so viele Menschen erreichen zu können, die ebenfalls ungewöhnliche Schritte gehen möchten, um ihrem Leben einen neuen oder anderen Sinn zu verleihen – sei es das Alleinreisen, die Planung einer Auszeit oder das Bereisen eines eher außergewöhnlichen Reiseziels. Meine etwas andere Lebensweise hat mich vieles gelehrt und mich gleichermaßen sehr bereichert, wenngleich die Zeit oft nicht leicht war. Ich habe unzählige Ratgeber gelesen, mich unter anderem auf spirituelle Reise begeben und darf mich heute sogar Reiki Practicioner nennen.

Das Leben an sich hat für mich den höchsten Stellenwert bekommen und zu vielen Fragen habe ich mittlerweile Lösungen gefunden, die das Leben wesentlich einfacher und besser machen – und diese Erkenntnisse und Anleitungen möchte ich gerne weitergeben. Da mein Reiseblog dafür nicht der richtige Ort ist, wird es in Kürze einen weiteren Blog namens CAQTUS geben. Schau‘ doch bald mal rein oder abonniere mich auf Facebook. Auf BRAVEBIRD berichte ich weiterhin über das Reisen in der weiten Welt und bei CAQTUS handelt es sich um Themen der inneren Welt. Ich freue mich, wenn du dich mit auf diese spannende und meines Erachtens sehr wichtige Reise begibst!

3. Anders arbeiten

Mein Ziel nach meinem Ausstieg aus der Arbeitswelt war, zukünftig nicht nur meine Berufung zu finden, sondern auch möglichst viel mit möglichst geringen Mitteln erreichen zu können. Zugegebenermaßen ist letzteres nicht so einfach (dennoch nicht unmöglich), aber immerhin konnte ich mir mit sehr geringem Aufwand eine Auszeit von nunmehr 2 ½ Jahren gönnen und das heißt schon etwas. Nichtsdestotrotz- das Leben mit wenig Geld ist nach meinem heutigen Kenntnisstand nicht etwas, womit es sich dauerhaft genussvoll leben und vor allen Dingen reisen lässt und das bedeutet zwangsläufig die Erfordernis eines regelmäßigen Einkommens.

Mein Blog stellt praktisch eine digitale Visitenkarte für meinen gelernten Beruf als Kommunikationswirtin dar und nach zwei Jahren als Kleingewerbetreibende bin ich jetzt sozusagen normal selbstständig. Mittlerweile habe ich zwei Kunden, für die ich online Social Media-Arbeiten durchführe und dies sichert mir neben der gelegentlichen Webseitengestaltung mein Grundeinkommen. Und nach einem erfolgreichen Crowdfunding-Projekt im vergangenen Jahr mit der Entwicklung zweier Reise-Rucksäcke für Frauen steht nun mein nächstes Crowdfunding-Projekt in den Startlöchern. Diesmal ganz anders, aber auch wieder eine neue und aufregende Erfahrung. Sei gespannt!

 

Das waren die aktuellen News – ich freue mich auf ein hoffentlich aufregendes Jahr!

 

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36 Kommentare

  1. Liebe Ute, in deinem Artikel kommt so viel Authentizität und Schönheit rüber (das eine bedingt für mich ganz arg das andere😏), dass ich mich gerade richtig freue! Freue, weil ich mich so oft schon gefragt habe, wie „langfristig“ Reiseblogger tatsächlich für und von ihre(n) Erlebnissen leben und berichten, und ab wann die Leser und neuen Artikel die eigentlichen Treiber werden. Danke für deine Einblicke und alles Gute für den neuen Blog!
    Beste Grüße aus Canggu (auch ohne Reiseblog😉) sendet Nele

    1. Hallo liebe Nele,
      das geht runter wie Öl – Dankeschön für das tolle Kompliment! Mir ist der Artikel in einigen Punkten tatsächlich sehr schwer gefallen, denn als Reiseblogger möchte man ja eigentlich alles abdecken und über alles berichten, was andere gerne sehen und erleben. Daher freue ich mich sehr über dein schönes Feedback! Liebe Grüße nach Bali, Ute

  2. Liebe Ute,
    ich verfolge Deine Reise nun seitdem Du vor 2 1/2 Jahren aufgebrochen bist um Dich und die Welt noch intensiver zu entdecken. Ich bewunderte Deinen Mut, dass Du Dich getraut hast, das Gewohnte zu verlassen und Dich frei von allem zu machen. Ich finde es sehr spannend, dass wir am Ende doch alle wieder bei uns selbst ankommen und jeder seinen Weg zu sich und seinem „Zuhause“ findet. Oder dem Ort an dem wir leben wollen.
    Mir geht es auch immer wieder so, dass ich es einfach vorziehe mein eigenes Heim mit meinen eigenen Sachen zu haben. Reisen ist wunderbar und es gibt einem so viel. Aber, wenn man mich fragt, ist das nach Hause kommen oft der schönste Part.
    Was viele immer nach Langzeitreisen unterschätzen ist, dass die wirkliche Reise erst danach beginnt. Denn erst dann haben wir die Zeit und Ruhe in der alten Vertrautheit alles zu rekapitulieren und zurückzublicken. Sind wir unterwegs ist alles aufregend und lenkt ab. Mir geht das selbst auch immer so. Und doch brauche ich das Weggehen, um wieder in Deutschland anzukommen.
    Ich bin gespannt auf Dein neues Projekt und drücke Dir alle Daumen!
    Ein Winker von der Ostsee an den Rhein,
    Mandy

    1. Liebe Mandy,
      vielen Dank für diesen schönen Text, in dem viel Wahres steckt! Ich bin wahnsinnig froh, diesen Weg gegangen zu sein, der viele alte Türen geschlossen und neue geöffnet hat. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg, den ich immer mit Freude beobachte :) Viele liebe Grüße, Ute

  3. Hallo liebe Ute,
    danke für deine Einblicke in deinen Fahrplan für 2017
    Ich selbst bin auch seit geraumer Zeit auf der Suche nach Dingen, die mir wirklich Spaß machen und dennoch meine Liebe zum Reisen finanzieren.
    Vor Weihnachten habe ich meinen Job geschmissen und hocke nun daheim mit burnout. Es ist also an der Zeit, die Weichen neu zu legen. Um so mehr bin ich auf deinen neuen Blog gespannt und stehe dir natürlich auch dort als treue Leserin weiter zur Seite 😊
    Danke liebe Ute und ganz viel Glück und Freude mit deinen neuen Herausforderungen 😍
    Ganz liebe Grüße,
    Ulli

    1. Hallo liebe Ulrike,
      tut mir leid wegen deines Burnouts! Andererseits habe ich in den letzten Monaten und Jahren viele Frauen kennengelernt, die nach einem Burnout eine ganz neue Seite an sich kennengelernt und dadurch einen anderen, besseren Lebensweg für sich gefunden haben. Also freu‘ dich auf das, was kommt :) Vielleicht können ja meine Gedanken auf CAQTUS ein wenig dazu beitragen, bald ist es soweit. Bis bald und viel Erfolg auf deinem Weg! LG Ute

  4. Liebe Ute,
    Ich mag es, wie du schreibst, aber ich liebe es, wie du reflektierst. Das unterscheidet dich von so vielen anderen Reisebloggern. Deine Erkenntnisse kann ich in manch einem Bereich nachvollziehen- obwohl ich zB noch nie ohne homebase war, habe ich jetzt erst kapiert, wie wichtig für mich ein fester Ort ist, um das reisen wieder richtig genießen zu können. Yayyy zu Caqtus – ich bin sehr gespannt! Liebe Grüße (das mit dem Rucksack wusste ich noch gar nicht, muss ich mir gleich mal anschauen), Sandra

  5. Hallo Ute,
    ich kann Deine Empfindungen sehr gut nachvollziehen. In vielen Punkten ging und/oder geht es mir ähnlich.
    Ich habe mir mein Refugium in der Sonne schon geschaffen mit meiner Villa Dushi Curaçao.
    Ich erwäge dort weitere Investitionen. Falls das interessant für Dich sein könnte, melde Dich.
    Ich werde Dein Leben und Deine Entwicklung weiter mit Interesse verfolgen und wünsche Dir viel Erfolg und vor allem Spaß und Freude am Leben und an dem was du tust…
    Liebe Grüße vom MIDLIFEREISEnden, Holger

    1. Hallo lieber Holger,
      ich finde das so klasse, dass du dort dein neues Zuhause gefunden hast! Für mich leider zu weit weg aktuell, weil ich hier viele Projekte usw. habe, aber für die etwas weiter entfernte Zukunft behalte ich das im Hinterkopf :) Wünsche dir ebenso weiterhin viel Erfolg und Spaß, den du auf Curacao ganz sicher haben wirst!! Liebe Grüße aus Köln, Ute

  6. Liebe Ute!
    Schön wieder was von Dir zu lesen, ich habe Dich vermisst! 😀 Bin gespannt wo Du landest, was das nächste Projekt wird und was auf Deinem anderen Block passiert. Und auf Gomera lässt sich prima überwintern.
    Lieben Gruß
    Ute

    1. Hallo liebe Ute,
      ja, es ist tatsächlich etwas ruhiger geworden um mich. Es hat sich so vieles innen und außen verändert und brauchte erstmal einer Transformation :) Und ich mag auch nicht mehr so viel arbeiten, weshalb ich heute im Gegensatz zu früher nur etwa die Hälfte von dem am Tag geschafft bekomme – aber es lohnt sich!
      Liebe Grüße und bin gespannt, wie dir der neue Blog gefällt! Ute

  7. Liebe Ute,

    ich habe zwar einen wunderschönen, interessanen Vollzeit-Job, den ich auch noch für zwei Jahre behalten werde, bevor ich mich aus der regelmässigen Arbeitswelt verabschiede, dennoch plane ich den Ausstieg und verfolge deshalb seit einiger Zeit Deine Berichte. Die letzen haben mir ganz besonders gefallen (anders leben, anders arbeiten, anders reisen – in dieser Reihenfolge) – ich bin seit einigen Jahren auf dem guten Weg…

    Neben meinem 110 % Vollzeitjob mache ich derzeit eine Ausbildung als EU-zertifizierte Gäste-Führerin und festige somit meine Freizeitinteressen mit einer Ausbildung, die mir später – egal wo ich wohnen werde – ziemlich nützlich sein wird. Wäre das nicht auch etwas für Dich?

    Ich wünsche Dir bei allen Deinen Vorhaben alles Gute, beste Gesundheit und viel Glück weiterhin.

    Beste Grüße aus Berlin,

    Karin

    1. Liebe Karin,
      Danke für deinen Einblick, das klingt sehr interessant! Wenn man aussteigen und gleichzeitig reisen möchte, muss man auf jeden Fall etwas in der Hinterhand haben, mit dem man Geld verdienen kann – sonst geht’s nicht. Von daher kann ich dich zu deiner Entscheidung beglückwünschen, das passt bestimmt super. Für mich gibt es ja schon den Blog, mit dem ich ortsunabhängig tätig sein kann. Und in nächster Zeit steht auch einiges an Weiter- und Ausbildung an, allerdings mehr im Kommunikationsbereich. Lass‘ doch nochmal von dir hören, wenn du in der weiten Welt unterwegs bist und wie sich alles entwickelt hat – bin gespannt! Viele liebe Grüße und die guten Wünsche gebe ich gerne zurück! Ute

  8. Liebe Ute,
    Wie immer begeistert mich dein Schreibstil, deine Themeb und deine Ehrlichkeit :) Mir ging es während und nach meiner Weltreise in vielen Dingen genauso wie dir und ich entdecke immer viel von mir selbst in deinen Artikeln. Für mich ist dein Blog mit Abstand einer der besten und authentischsten Blogs die es seit Jahren gibt und ich freue mich schon auf deine weiteren Projekte :)
    Viel Erfolg & liebe Grüße aus Bayern :)

    1. Liebste Ruth,
      ooooh was für ein herrlich wunderschöner Kommentar!!! <3 <3 <3 Dafür lohnt es sich zu schreiben, "ehrlich"! :) Bin sehr gespannt, was du von meinem weiteren Blog hältst, bald wird es soweit sein!
      Ganz liebe Grüße und nochmals tausend Dank für das tolle Kompliment!!
      Ute

  9. ein super super mutiger schritt und echt unglaublich was so ein schritt auch mental mit einem macht. in der weihnachts- und neujharszeit werde ich auch immer sehr tiefgründig von den gedanken :) ich denke immer über dinge nach über die ich sonst nicht nachdenke weil sie selbstverständlich sind oder mir angst machen, deshalb find ichs grad so interessant zu sehen, dass sich auch andere menschen mit solchen dingen beschäftigen :) hat wohl irgendwie etwas magisches diese zeit ;)
    urlaubsgrüße aus dem hotel gröden
    Claudia

    1. Hallo Claudia,
      es ist tatsächlich erst so wahnsinnig viel passiert, seitdem ich mich für den Schritt entschieden habe. Vorher – im klassischen Hamsterrad – ist das meiste einfach Gewohnheit und man kommt nicht so recht aus der Komfortzone heraus. Heute ist jeder Tag anders, ungewöhnlich und voller neuer Herausforderungen – ich werde berichten :) Viele Grüße und Danke für deinen Kommentar!! Ute

  10. Hallo Ute,

    Ich bewundere deinen Mut zu diesem Schritt damals. Den hätte ich definitiv nicht, dennoch befinde ich mich gerade in einer ähnlichen Situation, die auf ihre Weise viel Mut braucht. Da ich selbst Reisebloggerin bin, verstehe ich deine Gedankengänge sehr gut. Vor allem das mit dem „für andere reisen“ ist für mich ein grosses Thema. Das wollte ich nie, also zumindest nie NUR für andere Reisen, das macht mein Blog am Ende auch nicht aus. Ich finde es schön, dass es Leute wie dich gibt, die sich Gedanken darüber machen eben nicht nur die 0815 Reiseziele zu zeigen, sondern sich auch die Zeit nehmen für die Orte, die vielleicht auf den ersten Blick sogar unscheinbar wirken.

    Bin gespannt auf weitere Beiträge. :)

    Herzliche Grüsse
    Nicky

    1. Hallo liebe Nicole,
      vielen Dank für deinen Kommentar und das Kompliment! Wenn man sich über Jahre mit dem Reisebloggen befasst, kommen zwangsläufig viele Fragen zu diesem Thema auf… Was kann man überhaupt noch schreiben, was nicht schon zig andere geschrieben haben? Oder will man über seinen Secret Place überhaupt schreiben, damit er es irgendwann nicht mehr ist? Was ich in dem einen Jahr geschrieben habe, kann im nächsten Jahr an Infos schon wieder hinfällig sein. Für mich kommt aber auch noch hinzu, dass ich mich nicht mehr so gerne in Touristen-Strömen aufhalte und lieber die Orte bevorzuge, die Muße und authentische Schönheit präsentieren. Aber ich schweife ab :) Wünsche dir weiterhin frohes Reisen und Bloggen, viele Grüße! Ute

  11. Liebe Ute,
    ein toller Artikel. Die Erfahrung, die du mit deiner beeindruckenden Weltreise gemacht hast, hat mit viel zu denken gegeben. Ich wollte auch immer die Welt entdecken, aber das Schicksal hat es mit mir doch anders gemeint. Nach dem Studium habe ich nämlich meinen Sohn bekommen. Ich bin mit ihm vor seiner Einschulung zwar viel gereist, aber es waren nur Reiseziele, die man einem Baby/Kleinkind zumuten kann – die Mittelmeerinseln und im Winter die Kanaren. Heute ist mein Sohn 10. Längere Reisen und Fernreisen sind nach wie vor nicht möglich. Wir sind auf Schulferien angewiesen und Flugreisen in dieser Zeit sind mir zu teuer. Es ist nicht so schlimm – man kann mit dem Auto viele tolle Ecken Europas erreichen und mein Sohn ist gar nicht so reisesüchtig wie seine Mama.
    Mittlerweile bin ich zum gleichen Schluss wie du gekommen. Ich liebe meine Freiheit genauso wie die Reisen und musste einen Kompromiss finden, um glücklich zu sein. Seit 11 Jahren bin ich selbständig und arbeite im Home-Office. Ich weiß, wie toll es ist, immer wieder nach Teneriffa, Gran Canaria oder Lanzarote im Winter vor Kälte zu flüchten. Heute geht es nicht mehr, weil mein Sohn in die Schule muss und weil ich mit meinem Onlinegeschäft nicht mehr so viel verdiene wie früher. Statt zu jammern, habe ich endlich gelernt, die Möglichkeiten zu nutzen, die ich habe. Ich mache viele Kurzurlaube und Tagestouren, die nicht so viel kosten. Vor ein paar Jahren habe ich endlich mit Sport angefangen, was mir jetzt tolle Berg- und Radtouren mit meinem Freund oder auch alleine ermöglicht. Ich habe meine Komfortzone verlassen und die alte Angst vor der Kälte endlich überwunden, obwohl ich mit dem Raynaud-Syndrom immer noch kämpfe. Jetzt gehen sogar im Winter spannende Sachen – Winterwanderungen und Langlaufen. In letzten Jahr konnte ich wieder etwas mehr reisen, aber das wird in diesem Jahr aus finanziellen Gründen eher nicht gehen. Egal, viel wichtiger ist mir, dass ich jeden schönen Tag für viel Bewegung inmitten der Natur ausnutzen kann und dann arbeite, wann es mit passt und Spaß macht.
    Wie du siehst, versuche ich, ähnlich wie du, möglichst viel mit möglichst wenig finanziellen Mitteln zu erreichen und zu erleben.
    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen neuen Projekten und bin gespannt auf deinen neuen Blog…

    Liebe Grüße
    Ina

    1. Hallo liebe Ina,
      wow, vielen Dank für diesen tollen Einblick! Mit Kind sind diese ganzen Überlegungen natürlich nochmal ganz anders, als wenn man nur für sich alleine planen muss. Für mich ist die Natur auch extrem wichtig und freut mich, dass es dir auch so geht! Ich könnte allerdings noch etwas sportlicher werden, wenn ich deine Zeilen so lese… :) Viele liebe Grüße zurück und bis bald, Ute

  12. Hallo Ute!
    Deine Überlegungen sind natürlich mal wieder korrekt. Leider hört es sich ein wenig enttäuscht an. Für uns ist das ganze, oft zu kurze Leben eine Reise.. Die Freiheit ist uns wichtig, also nicht fremdbestimmt zu leben.
    Es ist auch immer wieder schön nach Hause zu kommen! Allerdings muss es kein Haus sein.
    Ein Haus, speziell in Deutschland hat uns unfrei gemacht, daher sind wir ja losgezogen. Unser ‚Hauptwohnsitz‘ ist unser Segelboot ‚NAIMA‘ . Wir haben inzwischen festen Liegeplatz in Südfrankreich für 400€ mtl mit allem, Segeln aber nur hier an der Cote Azur, weil es hier sowieso am schönsten ist. Hier haben wir unsere Basis und Freunde. Das ist wichtig.
    Vom Boot aus machen wir unsere Wohnmobilreisen durch Europa. Das ist einfacher und preiswerter als mit dem Boot. Der Camper ist unser zweiter ‚Wohnsitz’…und das ist uns wichtig, um keinen Bootskoller zu kriegen!
    Wir brauchen keinen FESTEN Wohnsitz, sondern nur eine Basis, wo man sich zuhause und geborgen fühlt !

    1. Hallo ihr Zwei,
      natürlich ist es ein wenig traurig, wenn man sich seine Reiseleidenschaft und Zukunft in der weiten Welt anders und vor allem erfüllender vorgestellt hat als es am Ende war. Dennoch war es eine extrem wichtige und schöne Erfahrung. Und man darf nicht vergessen – ALLEINE ist dieses ganze Vorhaben etwas völlig anderes als zu zweit! Wenn ihr euch mal vorstellt, ihr würdet das aktuelle Leben über viele Monate alleine verbringen, wäre das alles sicher nicht mehr so berauschend. Dann bekommt Freiheit plötzlich einen anderen Charakter, es gibt keinen permanenten, persönlichen Austausch, man kann seine Ausgaben nicht mehr durch zwei teilen usw. – die Liste ist da lang. Daher sieht man Camper nur extrem selten alleinreisend. Also genießt die Zeit zu zweit in der Sonne und viele Grüße!

  13. Liebe Ute!

    Da sind wir fast im gleichen Moment losgereist :) wunderschön deinen Blog zu lesen! Herzlichen Dank für deine Worte und Bilder!

    Liebste Grüße von einer anderen Weltreisende aus Argentinien :)
    feli

  14. Liebe Ute,
    wegen diesen Artikeln ist dein Blog der einzige Reiseblog, den ich lese. Das Kompliment mit dem Reflektieren oben, das trifft es sehr, sehr gut.
    Ich bin im Verhältnis zu vielen anderen, noch nicht groß gereist und tue das heute, auch aus Gründen der Nachhaltigkeit nicht und würde daher z.B. nicht auf den Kanaren überwintern – das ist nicht als Kritik an dir gemeint, sondern als Erklärung zu meinem Hintergrund. Immer wieder nachdem ich hier gelesen habe, denke ich darüber nach wie notwendig Reisen für eine persönliche Veränderung ist – und ich glaube, es ist v.a. dieser Ausstieg aus dem Alltäglichen. Ich habe im Enteffekt zwei „Reisen“ gemacht, die für mich ziemlich bedeutend waren und die viele dieser Gedanken bewirkt haben, weswegen ich dann gar nicht mehr in die noch weitere Welt hinaus „musste“. Ich habe nach dem Abitur mich dazu entschieden, 500 km von meiner Familie wegzuziehen und neu anzufangen, und bin dann noch nach Polen ins Auslandssemester gegangen. Ganz bewusst nicht in eins der typischen Länder und ganz bewusst wohin, wo ich die Sprache nicht spreche und nie zu vor war. Es war super! Ich glaube, man muss gar nicht unbedingt umhereisen, sondern offen sein für das Innere und manchmal kommt es vielleicht auch darauf an, wie bereit man ist, gewisse Entwicklungen im Inneren anzunehmen und zu sehen. Ich habe in dieser Zeit in Polen über das Internet meinen jetzigen Mann kennen gelernt, und bin heute einfach total in meinem von außen vielleicht spießigen Alltag angekommen und zufrieden. Wir haben mittlerweile ein Kind, demnächst ein Reihenhaus und dann noch ein kleines Sommerhaus im Grünen.
    Für meine jetzige Zufriedenheit ist ganz essenziell gewesen, dass ich zweimal mein Komfortzone so verlassen habe und mich immer gerne mit Fragen „Wie will ich leben?“ und „Was ist mir wichtig?“ beschäftigt habe und ich glaube, das kommt einfach oft im Hamsterrad des Lebens zu kurz.
    Ich freue mich sehr, sehr über deinen neuen Blog und bin sehr gespannt. Wird direkt gespeichert.
    Nadine

    1. Hallo liebe Nadine,
      toll, vielen Dank für diesen schönen Einblick! Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bis vor kurzem Menschen nicht verstehen konnte, die nicht gerne reisen. Und für mich ist es inzwischen genauso wie du sagst – man muss nicht sonderlich viel reisen, sondern einfach offen sein für die innere Reise. Das mit den Kanaren habe ich auch bereits wieder ad acta gelegt, da ich nach einigen Dokumentationen gar nicht mehr so begeistert bin… Das von dir beschriebene „Spießige“ kann ich jetzt auch total nachvollziehen und freue mich, da auch mal hinzukommen :) Wünsche dir und deiner Familie alles Gute weiterhin, viele Grüße! Ute

  15. Zu Punkt 2: Das verstehe ich. Egal wo ich auf der Welt auch bin – ein bisschen freue ich mich auch wieder aufs eigene Nest. Oder anders ausgedrückt: Es ist schön zu wissen, wenn man weiß, dass es ein zu Hause mit eigenem Bett und eigenen Sachen gibt. Allerdings bin ich auch in einer anderen Lebenssituation. Mit zwei kleinen Kindern und Mann an der Seite. :-) Ich mag deinen Blog. Er hat so viel Tiefe!

    Auf deinen anderen Blog schaue ich auch gleich. Allerdings kann ich aus Erfahrung sagen, dass mehrere Blogs auch mehr Stress bringen. Ich führe drei Blogs und einen Youtube Kanal. Das Gefühl alles gleichzeitig zu pflegen bringt mir persönlich oft eine innere Unruhe. Manchmal fällt es mir schwer, am Wochenende mit meinen Kindern Bücher zu lesen, weil ja „Blog Nummer 3 dringend wieder einen Artikel braucht“ … da sind wir beim Thema bloggen für andere :-)

    1. Hallo liebe Elischeba,
      so schön, von dir zu hören und wie du darüber denkst! Mit der Mehrarbeit bei einem zweiten (oder sogar dritten) Blog kann ich dir voll und ganz zustimmen und ist wahrscheinlich der Grund, warum ich das Layout seit mehr als einem halben Jahr komplett fertig habe und noch nicht online gegangen bin… Allerdings habe ich inzwischen eine sehr entspannte Strategie herausgefunden, einen erfolgreichen Blog mit verhältnismäßig geringem Aufwand zu haben und dann geht auch noch der Zweite :) Aber es stimmt auch: Der Druck ist immer da, aber das hat am Ende auch sein Gutes, um sich selbst anzutreiben, was als Selbstständige ja nicht immer so ganz einfach ist. Wünsche dir und deiner Family alles Liebe und bis bald <3 Ute

  16. Liebe Ute,
    ich musste oft schmunzeln, da ich mich in vielen Punkten wiederfinden konnte und andere Gedanken und Gefühle über die Jahre ganz vergessen habe. Zum Beispiel die Sehnsucht nach einem festen Zuhause, wenn man über Jahre unterwegs war. Ich habe es ganz vergessen, dass ich mich damals auch so sehr nach diesem Zuhause mit meinen eigenen Gegenständen, meinem eigenen Wohlfühlort, entgegen gesehnt habe. Jetzt sehne ich mich wieder nach dem dauerhaften Reisen. Es ist schon interessant, wie wir Menschen uns ständig nach etwas sehnen, was wir zur Zeit nicht haben. Die Idee mit dem zweiten Wohnsitz finde ich hört sich sehr gut an!

    Geheime Orte mit der Welt teilen..Darüber habe ich mir auch schon des Öfteren Gedanken gemacht. Wirst du es dennoch weiterhin machen oder wirst du sie für dich behalten?

    Es ist nach wie vor, sehr schön von dir zu lesen. Dein Blog war für mich immer einer der authentischsten. Dass du dich tatsächlich von deinen Artikeln in deinem Reiseverhalten hast beeinflussen lassen, ist mir nie aufgefallen.

    Liebe Grüße
    Jasmin

    1. Liebe Jasmin,
      was für ein schöner Kommentar, dank dir herzlich! Sehnsucht ist meiner Meinung nach etwas sehr Schönes und Wichtiges und ich möchte sie für das Reisen auf jeden Fall erhalten bzw. wiederbekommen. Seit Oktober bin ich nicht verreist und das ist nicht nur einmalig für mich, sondern auch völlig ungewohnt – ich warte also wieder auf das aufkommende Fernweh, irgendetwas Neues zu entdecken.
      Bei den „geheimen Orten“ muss man sich wahrscheinlich heutzutage realistisch eingestehen, dass es davon nicht mehr ganz so viele gibt. Mich persönlich reizen die megatouristischen Orte immer weniger und ich freue mich zunehmend, wenn ich Länder und Orte entdecke, die noch authentisches Leben versprühen. Mal sehen, wo die nächsten Reisen hingehen werden :)
      Dir alles Liebe und Gute weiterhin, liebe Grüße! Ute

  17. Hey, hey Ute,

    das liest sich wunderbar. Wie gut, dass du diese Reise in die Welt und zu dir selbst unternommen hast und unternimmst. Ich bin auch viel gereist und finde mich deswegen in deinen Worten wieder.

    Den zweiten „Winter-Wohnsitz“ plane ich auch, mit Meer, Sonne, Wellen… Reisen zeigt einem, dass wir nicht nur träumen müssen, sondern alles erreichen können, was wir uns vorstellen. Das finde ich die wertvollste Erfahrung. Wenn, stehen wir uns höchstens selbst im Weg.

    Beim Lesen habe ich mich gerade gefragt, was wohl Bücher sind, die du gelesen hast? Und dann sehe ich, dass bald ein neuer Blog bei dir rauskommt. Ich bin gespannt. Gerade bin ich auf Reisen, hast du adhoc ein, zwei Buchtitel, die dich in deiner persönlichen Wegfindung besonders inspiriert haben?

    Kennst du „Nur wer los lässt, hat beide Hände frei“? Das fand ich super.

    Also! Alles Gute weiterhin und schöne Grüße aus Singapur,

    Christin

  18. Liebe Ute,

    mal wieder ein wunderbarer Artikel! Insbesondere den Ansatz, dass man als Reiseblogger irgendwann aufhört „für sich“ zu reisen und dass du hier „back to the roots“ willst, finde ich toll :-)

    Auch das mit der Homebase kann ich total verstehen. Ich könnte mir zum jetzigen Zeitpunkt auch nicht vorstellen, meine aufzugeben. Und das obwohl ich momentan (leider) keinen eigenen Hund habe. Und Kinder auch noch nicht. Ich glaube, bei manchen Menschen ist das auch Typsache. Viel unterwegs sein finde ich super. Aber einen wenigstens kleinen Ort für meine persönlichen Dinge (Bücher etc.) zu haben, auch.

    Manchmal frage ich mich, ob ich deshalb vielleicht gar nicht das „Zeug“ zur Digitalen Nomadin habe? Andrerseits ist das doch ein Lebensgefühl. Eben ortsunabhängig. Egal, ob in Deutschland oder am anderen Ende der Welt?

    Es macht richtig Spaß, deine Berichte zu lesen weil sie immer so authentisch sind!

    Liebe Grüße
    Laura

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