Auszeit

8 gute Gründe für eine Auszeit

Etwas mehr als ein Jahr ist es nun her, dass ich in Deutschland alle Zelte abgebrochen habe, um mich nur noch dem Reisen hingeben zu können. Freiheit in Reinform erleben und einfach nur noch das tun, wonach mir der Sinn steht – das war mein lang ersehnter Traum!

Und wenn mich jetzt jemand fragt, wie dieses Jahr rückblickend war, kann ich mit einem Lächeln auf den Lippen und leuchtenden Augen sagen: Es war einfach atemberaubend und hat mein Leben in vielfacher Hinsicht bereichert. Aber warum eigentlich genau?

Plötzlich gibt es nur noch die Zeit und mich. Kein Druck mehr, kein Stress, kein lästiger Ballast auf den Schultern und kein »Ich muss unbedingt noch…«. Es ist so, als würde man in ein Boot steigen und sich dem Fluss hingeben, der einen in eine ungewisse Zukunft bringt. Alles ist in ständiger Veränderung und ich muss Vertrauen haben, dass mich das Boot über die ganze Zeit in jeder Phase sicher trägt und in die richtige Richtung treibt.

Auf vier Erdteile hat es mich in zwölf Monaten verschlagen: Mit einem VW Camper Nordeuropa erkundet, in Ozeanien auf Kokospalmen geklettert, in Südostasien von der Megacity in die wilde Natur geflüchtet, auf Kuba die leichte Art zu leben schätzen gelernt und am Ende in Mexiko auf einer kleinen karibischen Insel das Paradies kennengelernt. Eine unglaublich schöne und unvergessliche Zeit, in der es aber nicht nur um die räumliche Veränderung, sondern auch um die Reise nach innen ging. Viele Fragen haben sich geklärt, dessen Antworten mein Leben ziemlich stark verändert haben.

Was kann also während einer Auszeit passieren? Worauf lässt man sich ein? Über viele Jahre hatte ich immer das Vorurteil, dass sich dadurch so viel verändern würde, dass ich nicht mehr in mein „normales“ Leben zurückfinden würde. Aber die Frage, ob das wirklich so schlimm wäre und ob es danach nicht vielleicht viel besser werden könnte, habe ich mir nie gestellt. Hier also 8 Gründe, weshalb eine Auszeit nicht nur Sinn macht, sondern eine ganz besondere Zeit im Leben darstellen kann.

Fidschi: Hängematte, Kokosnuss und Sonnenuntergang <3

Fidschi: Hängematte, Kokosnuss und Sonnenuntergang <3

 

1. Mach‘ dir die schönste Zeit deines Lebens!

Obwohl wir heute eigentlich alle Möglichkeiten haben, um unser Leben so schön wie möglich zu gestalten, sind viele Dinge tagtäglich doch immer gleich: Arbeiten, Einkaufen und eine mehr oder weniger auf Internet und Fernsehen konzentrierte Freizeitgestaltung. Wir sagen uns immer »Genieße jeden Tag, als wenn es dein letzter wäre«, aber dieser Vorsatz ist im Alltag nur schwer bis nicht umsetzbar. Denn Fakt ist: Zum Leben braucht man Geld und dafür muss man wohl oder übel arbeiten. Somit sind für die meisten von uns fünf Tage der Woche bereits mit Arbeit belegt und das Wochenende wird nicht selten mit Verpflichtungen gefüllt, die wir innerhalb der Woche nicht geschafft haben. Und so verstreichen Tage, Wochen und Monate (wenn nicht sogar Jahre), ohne wirklich etwas erlebt oder aus seinem Leben gemacht zu haben. Wir versinken in Träumen und hoffen, dass sich diese irgendwann einmal erfüllen werden. Nur wann soll das geschehen, wenn wir es nicht selbst in die Hand nehmen?

Wenn man sich erstmal zu einer Auszeit entschlossen hat, ist der größte Schritt schon vollbracht. Dann gilt es nur noch zu handeln und alles zu regeln, um sich in die wunderbare Welt der Freiheit zu begeben. Egal, ob man alles im Vorfeld planen oder sich einfach treiben lassen möchte – sich aus den Fängen des Alltags zu begeben und jeden einzelnen Tag so zu gestalten, wie man ihn sich schon immer vorgestellt hat, ist in der heutigen, schnelllebigen Zeit etwas ganz Besonderes. Man fühlt sich wieder wie ein Schüler in der Ferienzeit, dem alle Tore für die perfekte Freizeitgestaltung offen stehen: Schlafen, so lange man möchte. Stundenlang in Cafés sitzen. Ohne Zeitdruck durch die Stadt bummeln. Bei schönem Wetter mit einem Buch im Park liegen. Bis tief in die Nacht Fernsehen gucken, weil man morgens nicht früh aufstehen muss. Oder sich leidenschaftlich in einem Hobby verlieren, für das man bisher nie genug Zeit hatte. All dies sind Dinge, die uns nicht nur eine hohe Lebensqualität bieten, sondern auch Herz und Kopf für neue Visionen und Ideen öffnen.

Myanmar: Morgensonne am Pool im staubigen Bagan

Myanmar: Morgensonne am Pool im staubigen Bagan

 

2. Denke einmal nur an dich!

Job, Haushalt, Familie, Freunde, Termine, Verpflichtungen – alles kostet Zeit und lässt unsere eigenen Bedürfnisse in der Summe manchmal etwas verkümmern. Egoistisch sein gehört nicht gerade zu einer der positivsten Charaktereigenschaften, aber für eine gewisse Zeit kann man sich ruhig mal von diesem gesellschaftlichen Dogma befreien und ausnahmsweise nur an sich denken, also seine Gedanken einfach ausschließlich um sich selbst kreisen lassen: Was wolltest du immer schon mal ohne Rücksicht auf Verluste tun? Welcher Traum nagt schon lange an dir und sehnt sich nach Erfüllung? Gibt es etwas, wofür du richtig brennen würdest, wenn du nur Zeit hättest? Oft halten uns Ängste oder Zweifel anderer davon ab, einen Traum oder Wunsch in die Tat umzusetzen – sei es aus (Für-) Sorge, Neid oder Unwissenheit. Am Ende solltest du aber immer bedenken, dass du es nie allen recht machen kannst. Daher mach‘ am besten das, was dein Herz dir sagt, denn die Person, die am besten weiß, wie du glücklich sein kannst, bist nur du selbst!

Samoa, Südsee: Chillen am schönsten Strand

Samoa, Südsee: Chillen am schönsten Strand

 

3. Lerne dich selbst besser kennen!

Im schnelllebigen Alltag schwimmt man oft zwangsläufig mit dem Strom des Gewöhnlichen, wodurch die eigene Individualität und Persönlichkeit leiden kann. Viele folgen der Einfachheit halber dem, was andere machen und denken gar nicht mehr darüber nach, ob das wirklich auch das Richtige für einen selbst ist. Während einer Auszeit – losgelöst von Standards, Normen und klassischem Konsum – gleicht es einem regelrechten Aufwachen:

  • Mainstream und Werbung verlieren plötzlich an Bedeutung. Ich muss nicht mehr etwas kaufen, nur um anderen zu gefallen oder um mich gesellschaftlich anerkannt zu fühlen. Was andere über mich denken, ist nicht mehr so wichtig.
  • Man wird langsam wieder „normal“. Frust- und Belohnungskäufe hören auf, ich muss mich nicht mehr belohnen oder bemitleiden, weil ich zu viel arbeite, zu wenig Freizeit habe, diesen Lebenswandel eigentlich nicht mehr ertragen kann oder schlicht und ergreifend unglücklich bin.
  • Endlich Zeit, in die Tiefen meines Seins zu blicken! Bisher musste ich mich und meinen Körper tagtäglich einem festgelegten Tagesablauf anpassen. Und auf einmal habe ich einen Biorhythmus: Ich schlafe lieber länger, brauche eigentlich nur zwei Mahlzeiten am Tag und muss mindestens eine Stunde täglich in der Natur verbringen.
  • Nobody’s perfect! Ich habe gelernt zu funktionieren, Leistungen abzurufen und im Job 100% oder auch 200% zu geben. Endlich kann ich mal so sein wie ich manchmal eben bin und das unabhängig von der Tageszeit: schusselig, chaotisch, vergesslich, muffelig, faul. Und dafür muss ich niemandem Rechenschaft ablegen.
  • Gelassenheit… Ist sie endlich und lang ersehnt da, könnte man mit ihr zusammen Bäume ausreißen. Wie durch ein Wunder habe ich bisher ungekannte Gedanken und Ideen und plötzlich scheinen langjährig gehegte Träume laufen zu lernen, die sich durch die vielen Inspirationen auf Reisen nochmals potenzieren.
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Mexiko: In der Karibik zur Nixe werden…

 

4. Kümmere dich um Körper & Gesundheit!

Die vielen Stunden auf dem Bürostuhl und regelmäßige Gänge zum Kühlschrank für ein Stück Schokolade hinterlassen auf Dauer ihre Spuren. Das Resultat: Wir treiben uns zum Sport, machen Diäten und stehen doch die ganze Zeit im Zwiespalt zwischen dem Sich-etwas-gönnen-wollen und dem Es-sich-von-der-Figur-her-eigentlich-nicht-leisten-können. Wir haben ständig Stress und suchen in der geringen Freizeit nach Entspannungs-Methoden, um den Geist wenigstens für eine halbe Stunde am Tag aus dem Alltag in die Ruhe zu bringen. Irgendwie sind wir mit Figur und Wohlbefinden ständig unzufrieden, weil wir den Ausgleich für beides nicht wirklich und nachhaltig finden können.

Und nun ist da plötzlich Zeit. Zeit für gutes Essen, bewusstes Einkaufen, langes Schlafen und schöne Gedanken. Kein Ärger mehr im Job, der gerne für die gemeinen Zornesfalten zwischen den Augenbrauen zuständig ist. Stresssymptome wie Magen- und Gliederschmerzen, rote Augen oder chronische Müdigkeit verschwinden wie von Geisterhand und gleichzeitig braucht man die Süßigkeiten-Rationen zwischendurch nicht mehr. Und nach ein paar Monaten verändert sich durch die gute Ernährung und Bewegung die Figur – ohne Diät und massiven Sport – deutlich zum Positiven und durch das Ausbleiben von Stress kommt ganz automatisch die Tiefenentspannung hinzu. Ich war in 14 Monaten nicht ein Mal krank und habe durch eine ganz normale Ernährung und Bewegung auf Reisen überflüssige 7 kg abgenommen.

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Laos: Yoga am Fluss bei Sonnenaufgang

 

5. Lerne mit Zeit und Geld umzugehen!

Im Alltag wünschen wir uns oft nichts anderes, als einfach mal Zeit zu haben. Wenn sie dann da ist und das gleich für einen längeren Zeitraum, kommt man in eine unerwartete Bredouille: Wie verbringe ich 24 Stunden wirklich sinnvoll? Denn ein Tag ohne Pläne und Termine kann ganz schön lang werden, wenn man bisher gewohnt war, wie ferngesteuert dem klassischen Tagesablauf mit seinen vielen Verpflichtungen zu folgen. Schlafen, Essen, evtl. Einkaufen und sonst? Auf Reisen kann man sich natürlich treiben lassen, aber auch da holt einen unter Umständen irgendwann die Langeweile ein. Vielleicht erkennt man plötzlich, dass der klare Tagesplan vorher gar nicht so schlecht war oder im Gegenteil- dass man zukünftig nicht mehr im 9-to-5 Modus arbeiten möchte. In jedem Fall muss man sich neu organisieren und findet dabei vielleicht heraus, wie man seine Tage und Wochen sinnvoller gestalten kann als bisher.

Und wer in Bezug auf Geld vorher eher gedankenlos damit umgegangen ist, beginnt jetzt genauer hinzusehen. Wie viel brauche ich eigentlich zum Leben? Bin ich eher der Luxus-Typ oder reicht mir Low-Budget aus? Brauche ich das eine oder andere Kleidungsstück wirklich? Muss ich ein Produkt neu kaufen oder reicht es auch gebraucht oder geliehen? Mit all diesen Fragen wird man sich häufig, wenn nicht sogar täglich beschäftigen, wodurch sich eine ganz neue Einstellung zu Qualität, Werten und Preisen entwickelt. Wenn man erst einmal feststellt, wie wenig man zum Leben braucht (auch für ein glückliches), steht Konsum, Werbung und das bisherige Kaufverhalten in einem ganz anderen Licht. Wenn ich weniger Geld ausgeben kann, muss ich weniger arbeiten – für mich nach wie vor ein sehr schöner Gedanke!

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Kuba: Zurück in die Vergangenheit in Pastelltönen

 

6. Wage den Blick über den Tellerrand!

In der Hängematte liegend, weit weg von zu Hause, kann ich meiner Phantasie freien Lauf lassen. Einfach mal rumspinnen und sich das ideale Leben ausmalen. Wie könnte der perfekte Alltag aussehen? Wo würde ich im Idealfall gerne leben? Welchen Wunsch würde ich mir erfüllen wollen, wenn eine gute Fee plötzlich vor mir stünde? Was für einen Menschen brauche ich an meiner Seite? Wie würde mein Leben aussehen, wenn Geld keine Rolle spielen würde? Wäre es das Haus am Meer, der mobile Camper oder die kleine Hütte im Wald am See? Erfüllt es mich, anderen zu helfen und mich sozial zu engagieren? Oder möchte ich mich endlich mit einem lang ersehnten Traum selbst verwirklichen?

All diese Fragen mögen vielleicht auch im normalen Alltag aufkommen, aber am Ende nimmt man sie nicht wirklich ernst, weil die Antworten darauf zu weit entfernt von der Realität zu sein scheinen oder wir unzählige Gründe für die Unmöglichkeit der Umsetzung finden. Die Auszeit würde nicht Auszeit heißen, wenn sie nicht den Alltag aushebeln und die Tür für Neues und Ungewöhnliches öffnen würde. Oft sind die verrückten Ideen die besten und auch mal etwas zu probieren, weil man gerade ohnehin nichts zu verlieren hat, bietet eine Vielfalt ungeahnter Möglichkeiten.

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Irland: Eine Landschaft nicht von dieser Welt

 

7. Werde ein besserer Mensch!

Nicht, dass wir generell keine guten Menschen sind, aber es geht bekanntlich immer noch besser. Im Alltagsstress haben wir zum Beispiel meist weder Lust noch Zeit, uns mit Inhaltsstoffen von Nahrungsmitteln und Kosmetik zu beschäftigen. Was ist gut für meinen Körper und was nicht? Konsumiere ich Dinge, die Tieren oder Menschen schaden? In vielen Punkten haben wir keine Ahnung, dass unser Handeln und Konsumieren unschöne Folgen haben kann.Mit mehr Zeit für diese Dinge können wir uns selbst und andere besser aufklären, bewusster mit Produkten und Lebensmitteln umgehen und tun damit nicht nur uns selbst etwas Gutes, sondern tragen auch zu einer besseren Umwelt bei – und wenn es nur der kleine Tropfen auf den heißen Stein ist, immerhin bewegt man etwas und fühlt sich dadurch gleichzeitig besser! Oder aber man engagiert sich sozial und zieht daraus für sich eine große Zufriedenheit. Anderen Menschen zu helfen, die es nicht so gut angetroffen haben wie wir selbst, kann viel Freude und Genugtuung bringen. Man schafft etwas Sichtbares und bekommt zudem meist noch ein großes Maß an Anerkennung und Dankbarkeit entgegen gebracht.

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Südengland: Land’s End erreicht!

 

8. Verändere dein Leben nach deinen Wünschen!

Mit viel Zeit, Phantasie, neuen Erkenntnissen, Ideen und Einsichten kann man nach diesem Lebensabschnitt ein neues Kapitel aufschlagen, das besser auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Vielleicht mit einem Job, der besser zu einem passt. Oder mit weniger Arbeit, weil einem Geld nicht mehr so wichtig ist wie die eigene Freizeit. Oder mit dem Leben in einem anderen Land, das einem mehr gibt als der bisherige Wohnort. Vielleicht weiß man aber auch einfach nur das Leben in Deutschland, das eigentlich ziemlich luxuriös und angenehm ist, wieder mehr zu schätzen. Ein ruhiges und sicheres Umfeld, die eigenen vier Wände, eine perfekte soziale Absicherung, rund um die Uhr Internet – all dies sind Dinge, die wir als völlig selbstverständlich ansehen, auf Reisen und in vielen fernen Ländern allerdings alles andere als gang und gäbe sind. Die Auszeit ist eigentlich wie ein Sprungbrett. Man hat die Zeit und die Muße, sich mit sich und seinem Leben auseinanderzusetzen und kann entweder in ein modifiziertes, neues Leben springen oder einfach eine sehr schöne Zeit fernab vom Arbeitsalltag mitnehmen und danach wieder frisch und voller Energie an das „alte Leben“ anknüpfen. Alles kann, nichts muss!

Kuba: Spaziergänge an wilden Stränden bei Sonnenuntergang

Kuba: Spaziergänge an wilden Stränden bei Sonnenuntergang

 

Tipps zur Umsetzung

Wie gehe ich mit Zweifeln und Ängsten um?

Meist sind unsere Bedenken größer als all die guten Dinge, die hinter einem Traum oder Vorhaben stehen. Längere Zeit aus dem Job raus sein, die Angst vor einer ungewissen Zukunft, die Reise zu gefährlich oder welche Zweifel einem auch immer im Kopf rumspuken – Warum sich nicht lieber primär auf die positiven Seiten konzentrieren, die bestimmt sogar deutlich überwiegen? Warum nicht die Zweifel über den Haufen werfen und einfach mal machen? Bedenke: Am Ende bereut man immer das, was man nicht getan hat. Wenn man sich nicht die Zeit nimmt, wird man nie erfahren, was sich dadurch alles hätte verändern können.

Wie viel Auszeit macht Sinn?

Normaler Weise müsste man denken »Je länger, desto besser!«, aber das hängt meiner Meinung nach stark von der Persönlichkeit und von den Inhalten einer Auszeit ab. Ein Jahr zum Beispiel kann für jemanden, der seinen Beruf grundlegend gerne ausübt, eine relativ lange Zeit darstellen und für eine Regeneration und Neuorientierung völlig ausreichen. Drei Monate hingegen können unter Umständen als viel zu wenig empfunden werden, weil man sich in dieser Phase mehr oder weniger gerade mal an die Situation von Freiheit und Leichtigkeit gewöhnt hat. Aus meiner Sicht sind 10 bis 12 Monate empfehlenswert und wenn man nebenher ein wenig arbeitet und das Geld ausreicht, auch deutlich länger.

Wie viel Geld brauche ich?

Dieser Punkt hängt stark davon ab, wie man diese Zeit verbringt. Möchte man viel reisen oder einfach nur an einem bestimmten Platz wohnen? Wohne ich nur in Hotels oder suche ich eher günstige, private Unterkünfte? In der Regel gilt: Je schneller man von Ort zu Ort reist, umso höher werden die Kosten. Außerdem hängen die Ausgaben stark vom Preisniveau der jeweiligen Reiseziele ab. So ist z.B. Latein- und Südamerika wahrscheinlich tendenziell doppelt so teuer wie viele Länder Asiens. Neben den Kosten, die in Deutschland weiterlaufen werden wie diverse Versicherungen usw., wird man pro Tag wahrscheinlich im Durchschnitt mit minimum 50 Euro rechnen müssen, wenn man Flüge, Transfers, Unterkünfte, Nahrungsmittel, Visa, Touren, ggf. spezielleres Equipment und sonstige alltägliche Gebrauchsgüter mit einrechnet. Wer seine Wohnung in Deutschland während seiner Abwesenheit gut vermietet bekommt, kann die fortlaufenden Kosten daheim sehr gering halten oder bestenfalls sogar noch ein kleines Plus machen.

Nach meinem Ausstieg wurden die Ausgaben auf Reisen nach und nach immer geringer. Zuletzt auf einer kleinen Insel in Mexiko kam ich bei einem Aufenthalt von 6 Wochen auf 10€ Wohnen und etwa 10€ Essen und Getränke täglich, wobei man dann noch prozentual die Flüge von 600€, Transfers und Touren mit einrechnen muss und dadurch trotz der geringen täglichen Kosten die durchschnittlichen Kosten pro Tag 40€ betrugen. Man kann diese Beträge deutlich reduzieren, indem man sich mit anderen die Unterkunft, Touren und Transfers teilt, zeltet oder über Couchsurfing & Co. umsonst wohnen kann. Auch ist es nicht verkehrt, wenn man sich je nach Möglichkeit zwischendurch etwas Geld dazu verdient, entweder vor Ort oder online z. B. beim alten Arbeitgeber. Wer die Auszeit länger im Voraus plant, kann auch über die Errichtung eines Blogs nachdenken, den er von Anfang an auf eine spätere kommerzielle Verwendung ausrichtet.

Wie soll ich meine Auszeit gestalten?

Die meisten möchten wahrscheinlich in die Ferne aufbrechen und reisen. Also Weltreise, aber wohin? Soll ich einfach so drauf los oder besser alles im Vorfeld planen? Denjenigen, die nicht direkt eine konkrete Vorstellung davon haben, wie man mehrere Monate in Freiheit im Ausland verbringen kann, kann ich versichern: Man muss im Vorfeld nicht sonderlich viel planen! Es reicht im Grunde aus, wenn man sich für das erste Ziel entscheidet und sich dort einfach erst einmal treiben lässt – alles weitere kommt dann ganz automatisch. Wenn man Änderungen zulässt, sich für Neues öffnet und bereit ist, dem Schicksal seinen Lauf zu lassen, wird man viele wunderschöne Erfahrungen machen, mit denen man im Vorfeld gar nicht gerechnet hätte.

 

 

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52 Kommentare

  • Antworten
    Marc
    22. September 2015 um 14:43

    Toller Beitrag, sehr hilfreich und auf den Punkt!
    Meine ‚Auszeit‘ dauert jetzt schon fast drei Jahre und so langsam frage ich mich, wie das noch Enden soll… ;)
    Aber ich kann all deine Punkte unterschreiben und kann nur jedem empfehlen das selbst mal auszuprobieren.

    • Antworten
      Ute
      23. September 2015 um 11:05

      Hi Marc,
      wow – 3 Jahre sind ne lange Zeit! Ich bin auch mal gespannt, wo das noch endet bei dir… so ein Lotterleben! :)
      Viele Grüße und bis bald
      Ute

    • Antworten
      Silke
      17. Januar 2016 um 13:51

      Wow! 3 Jahre?!? Wie finanziert man das??
      Wahrscheinlich mache ich mir zuviel Gedanken..?1?
      Bzw. nicht die richtigen ;) :(

  • Antworten
    Jeannine
    22. September 2015 um 14:44

    Super Bericht ! Schön geschrieben. Sehr anregend sein eigenes “ Ding “ im Leben zu machen und nicht mit dem Strom zu schwimmen.
    Hut ab, dass Du das machst.

    • Antworten
      Ute
      23. September 2015 um 11:09

      Hi Jeannine,
      vielen Dank für das schöne Kompliment! Ich hoffe, dass es für einige ein kleiner Anreiz ist, mal über eine Art zu leben nachzudenken.
      Viele liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Claudia
    22. September 2015 um 20:12

    Mal wieder ein wunderschöner Text von dir. Danke. Man braucht wirklich nicht viel im Leben, um glücklich zu sein. Nur den Freiraum es selber gestalten zu können. Bin gespannt, wie es bei dir weitergeht.
    Lieben Gruß, Claudia

    • Antworten
      Ute
      23. September 2015 um 12:33

      Hallo liebe Claudia,
      der Freiraum ist für mich etwas Wunderschönes, allerdings muss man sich auch organisieren können :) Es bleibt weiterhin sehr spannend und es gibt viel Neues… Bis ganz bald und Dankeschön!!
      Ute

  • Antworten
    Karin
    22. September 2015 um 21:50

    Liebe Ute,
    Deine Texte sind sehr inspirierend und motivierend für meine Planungen. Herzlichen Dank!
    Beste Grüße aus Berlin,
    Karin

    • Antworten
      Ute
      23. September 2015 um 12:34

      Liebe Karin,
      freut mich, wenn ich inspirieren und motivieren kann! Danke für dein Feedback.
      Viele Grüße aus aktuell Köln
      Ute

  • Antworten
    Leonie
    23. September 2015 um 15:06

    Liebe Ute,
    wieder ein sehr schöner Text von dir, der zum Nachdenken anregt. Genau genommen habe ich im letzten Jahr sehr viel an dich gedacht. Genau als du auf deine Weltreise gestartet bist, habe ich einen neuen Job angetreten. Und wenn ich es nun rückblickend betrachte, hast du es deutlich besser hingekriegt in diesem Jahr! Ich habe in diesem Jahr vor allem gelernt, wie ich NICHT leben will. Dennoch ist es so schwer, einfach auszubrechen. Es reicht nicht, zu wissen, was man nicht will, man braucht einen Alternativplan. Du hast es so treffend formuliert „das Gefühl, dieses Leben einfach nicht mehr ertragen zu können“.. dieses Gefühl habe ich oft, mache ich doch einen Job, der mich nicht befriedigt (aber viel Stress bringt), um mit dem Geld diesen Lebensstil zu finanzieren, der mich nicht glücklich macht..
    Dein Text hat mich einmal mehr angeregt, über all das nochmal gründlich nachzudenken (vor allem über den Alternativplan). Danke, dass du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt. Ich bin gespannt, wie es bei dir weitergeht.
    Leonie

    • Antworten
      Ute
      24. September 2015 um 17:18

      Hi Leonie,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Es ist leider wesentlich einfacher herauszufinden, was man alles nicht will als das, was man will. Meiner Meinung nach kann man solche Situationen sehr gut als Chance nutzen, um sich auf den Weg zu machen, etwas an seiner aktuellen Situation zu verbessern (sonst geht es meist immer so weiter). Freut mich, dass ich ein wenig zum Nachdenken anregen konnte!
      Viele liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Mario
    25. September 2015 um 16:51

    Warum diese acht Gründe nur für eine Auszeit anwenden – und nicht für das ganze Leben?
    Ich habe mich vor ein paar Jahren selbständig gemacht, um dem Hamsterrad, das ja bekanntlich von Innen wie eine Karriereleiter aussehen kann, zu entkommen. Denn das Büroleben war einfach nicht mein Ding: Cholerische Chefs, intrigante Kollegen/-innen, fest vorgeschrieben Arbeits- und Urlaubszeiten…
    Seitdem ich mein eigener Chef bin, fühle ich mich endlich wieder frei. Zwar arbeite ich pro Tag auch mindestens 8 Stunden, kann mir die Zeit aber frei einteilen, Pause und Urlaub machen, wann ich will. Im Urlaub wird dann auch wirklich erholt, der Laptop bleibt auf Reisen grundsätzlich zu Hause (also genau das Gegenteil des derzeit so beliebten „Digitalen Nomadentums“). Und damit ich mein Leben weiterhin nach meinen eigenen Wünschen leben kann, halte ich mein Unternehmen bewusst klein.
    Das Ergebnis klingt dann wie oben: Ich denke an mich, habe die schönste Zeit meines Lebens und war seitdem nie wieder krank.

    • Antworten
      Ute
      25. September 2015 um 18:06

      Hi Mario,
      das hört sich super an und ist genau auch mein Ziel: Mit geringstmöglichem Aufwand den größten Effekt erzielen. Denn Geld verdienen muss man ja irgendwann wieder und als eigener Chef ist es – zumindest wenn es gut läuft – sicher am besten. Wünsche dir weiterhin viel Erfolg und Danke auch für deinen Einblick.
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Isabell Jung
    26. September 2015 um 10:16

    Toller Bericht, danke! Wie heißt denn die mexikanische Paradies Insel, die Du für Dich entdeckt hast? Lg

    • Antworten
      Ute
      28. September 2015 um 8:07

      Hallo liebe Isabell,
      vielen Dank! Das war die Isla Holbox, kannst einfach auf das Foto klicken, dann wirst du weitergeleitet :)
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Hauke
    28. September 2015 um 13:29

    Hallo Ute,
    danke für den Beitrag. Besonders hat mir dieses gefallen…
    —Nobody’s perfect! Ich habe gelernt zu funktionieren, Leistungen abzurufen und im Job 100% oder auch 200% zu geben. Endlich kann ich mal so sein wie ich manchmal eben bin und das unabhängig von der Tageszeit: schusselig, chaotisch, vergesslich, muffelig, faul. Und dafür muss ich niemandem Rechenschaft ablegen.—
    Das ist genau das, was ich in meiner Auszeit am meisten genieße!!
    Ich bin wieder ICH!
    Liebe grüße Hauke.
    PS:Ich freue mich schon auf den 01.Okt :-) :-) :-)

    • Antworten
      Ute
      30. September 2015 um 21:50

      Hallo Hauke,
      oh weh… immer dieser Druck :) Den 1. Oktober schaffe ich leider nicht, aber das kommt noch, wird so um die zwei Wochen später werden. Gut Ding will Weile haben, sagt man doch so schön… Aber freut mich, dass du dran gedacht hast.
      Viele Grüße und dann bis bald!
      Ute

  • Antworten
    Neni
    29. September 2015 um 13:57

    Ich muss vor allem Punkt Nummer vier lernen. Das fällt mir wahnsinnig schwer.

    • Antworten
      Ute
      30. September 2015 um 21:54

      Hi Neni,
      ging mir auch viele Jahre lang so und ich erwische mich jetzt auch manchmal wieder im gedankenlosen Einwerfen von Ungesundem & Co. Kann dich also sehr gut verstehen :(
      Liebe Grüße!! Ute

  • Antworten
    Robert
    1. Oktober 2015 um 14:53

    Wie imemr ein sehr schöner Bericht. Eine Auszeit wird heute viel zu kritisch gesehen und oft und gerne ein wenig verteufelt, aber dazu gibt es gar keinen Grund, wie dein Bericht sehr schön zeigt. Meine letzte Auszeit beim Südtirol Camping hat unglaublich gut getan.

    • Antworten
      Ute
      6. Oktober 2015 um 15:27

      Hallo lieber Robert, ich habe mir ja kürzlich auch noch eine kleine 2-wöchige Auszeit in Südtirol genommen und war begeistert von der schönen Landschaft und dem guten Essen! Nächstes Jahr komme ich wieder! Viele Grüße und Danke für deinen Kommentar, Ute

  • Antworten
    kati
    2. Oktober 2015 um 7:24

    danke für diesen bericht – er spricht mir aus der seele. macht mut öfters mal nur an sich zu denken und das zu tun was einem gut tut. ich gönne mir dies auch bald.

    • Antworten
      Ute
      6. Oktober 2015 um 15:28

      Hi Kati, ich kann es dir nur an’s Herz legen – obwohl ich schon vorher ein tolles Leben hatte, hat sich nochmals so viel verbessert und zum Positiven hin entwickelt… von daher ist das meines Erachtens eine tolle Chance für neue Inspiration und persönliche Weiterentwicklung! Viele Grüße und viel Glück, Ute

  • Antworten
    Petra
    7. Oktober 2015 um 13:53

    Was für ein schöner Blogbeitrag, liebe Ute. Besonders hat mir gefallen: „ein besserer Mensch werden“ Man macht das nicht für Andere, man macht das auch für sich. Es ist bereichernd, zu teilen, man muss sich aber auch seiner eigenen Grenzen bewusst sein. Sonst geht der Genuss flöten. Meiner Erfahrung nach.
    Alles Liebe dir!

    • Antworten
      Ute
      13. Oktober 2015 um 8:35

      Hi Petra,
      damit hast du vollkommen Recht und habe ich insbesondere auf Reisen bemerkt: Bei einer Langzeitreise verschwimmt alles ein wenig und die Leidenschaft geht ein wenig verloren, weshalb ich in Zukunft auch wieder kürzere Reisen antrete :) Man lernt nie aus! Dir auch alles Liebe!
      Viele Grüße, Ute

  • Antworten
    Mango Verde
    7. Oktober 2015 um 14:15

    Hi Ute,
    total cooler Artikel, er spricht mir aus der Seele! Schön geschrieben, schön zu lesen.
    LG Vivien

    • Antworten
      Ute
      13. Oktober 2015 um 8:37

      Liebe Vivien,
      Dank dir für das schöne Kompliment, freut mich sehr!!!
      Viele Grüße zurück, Ute

  • Antworten
    Marie
    12. Oktober 2015 um 14:07

    Hallo. Hin und her gerissen denke ich über eine Weltreise nach. Ich denke mir, ich habe jetzt die Möglichkeit und werde sicher bereuen, wenn ich einen Rückzieher mache. Andererseits liegen mir die bekannten Dinge im Nacken – Pflichten, Jobplanung, Familie, Unsicherheit. Dein Text ist aber sehr motivierend und bringt mir wieder ein kleines bisschen mehr Mut. Ich hoffe, ich kann es letztlich auch durchziehen. LG

    • Antworten
      Ute
      13. Oktober 2015 um 17:03

      Hallo liebe Marie,
      man bereut am Ende immer das, was man nicht getan hat. Wenn es dein Traum sein sollte, in die Welt aufzubrechen, kann ich dir nur ans Herz legen, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen. Später hast du vielleicht nicht mehr die Möglichkeit und auch sonst verpasst du viele wunderschöne Erfahrungen :)
      Viel Glück wünsche ich dir, liebe Grüße, Ute

  • Antworten
    Janina
    16. Oktober 2015 um 13:09

    Echt Hammerfotos! Ja, eine Auszeit ist für mich sehr wichtig. Weil ich regelmäßig unter Druch auch noch nachts arbeiten muss, weiss ich dass eine gute Erholung in Form Urlaub wirklich viel bringt. Nach der Auszeit hat man wieder genug Energie, um die lästigen Berufsaufgaben zu erledigen, so lange bis zur nächsten Auszeit.

    • Antworten
      Ute
      17. Oktober 2015 um 20:22

      Hallo liebe Janina,
      es ist so, wie du es beschreibst. Ich habe nach dem einen Jahr wieder richtig Lust zu arbeiten, kreativ und auch produktiv zu sein. Und dann wird sicher irgendwann wieder die Zeit nach einer Atempause bzw. Auszeit sein :) Liebe Grüße und viel Glück und Erfolg bei der Umsetzung!

  • Antworten
    Lucie
    24. Oktober 2015 um 11:26

    Kann eine kreative Auszeit nur jedem empfehlen. Habe dieses Jahr meine persönliche Auszeit genommen. Ich muss sagen, es hat mir sehr viel gebracht an Lebenserfahrung und ich konnte einfach mal abschalten. Probiert es einfach mal aus, wenn ihr die Möglichkeit habt!

    • Antworten
      Ute
      24. Oktober 2015 um 18:21

      Hi Lucie, Danke für deine motivierende Unterstützung! LG Ute

  • Antworten
    Nina
    4. November 2015 um 9:27

    Die Fotos sind wunderbar. Da kann man sich schon direkt für ein paar Minuten wegträumen. :) Ich bin sehr froh, dass ich hier im Defereggental Osttirol eine Ferienregion direkt vor der Tür habe und einfach mal so für ein paar Stunden abtauchen kann. Würde ich in einer Großstadt leben, bräuchte ich sicherlich auch mal so eine richtige Auszeit.

  • Antworten
    Conny Lomoherz
    22. September 2015 um 14:59

    Liebe Ute,
    im Laufe der letzten 2 Jahre hast du irgendwie und irgendwann eine Vorbildsfunktion für mich eingenommen. Klingt das jetzt sehr altbacken? Egal.
    Vielen Dank für die Anregungen, Tipps und Inspiration.
    Alles Gute und liebe Grüße
    Conny

    • Antworten
      Ute
      23. September 2015 um 12:16

      Ach Conny, das ist ja lieb, Danke! ♥ Altbacken find‘ ich ziemlich gut, obwohl ich das überhaupt nicht so empfinde. Sehr gerne, Danke für’s Lesen und Kommentieren!!!
      Dir auch alles Liebe und bis bald
      Ute

  • Antworten
    Freya
    22. September 2015 um 15:35

    Hi Ute,
    Danke für diesen Artikel, er ist dir mal wieder ganz wunderbar gelungen und sehr inspirierend!! Es gibt so viele Möglichkeiten auf Reisen zu sparen und wenig Geld auszugeben, vor allem als Studentin hat man meist nur die Wahl zwischen Low bzw No-Budget Reisen oder zu Hause bleiben, aber mit ein bisschen Kreativität klappts trotzdem :-)
    Liebe Grüße
    Freya

    • Antworten
      Ute
      23. September 2015 um 12:27

      Hi Freya,
      ich denke auch, dass wenn man etwas wirklich durchsetzen will, es irgendwie immer einen Weg gibt – auch mit wenig Geld. Und das sind meistens die Erlebnisse und Reisen, an die man sich am liebsten zurück erinnert :)
      Danke auch für das schöne Kompliment und bis bald
      Ute

  • Antworten
    Ciliegia
    25. September 2015 um 9:36

    Die Bilder lassen mich jetzt schon an Urlaub denken und auch mit deinen Gründen hast du recht. Ich finde viele Menschen Reisen zu wenig, sehen zu wenig und verpassen dadurch viel. Ich denken wenn man sich richtig auf einen Trip einlässt und was völlig neues sieht und erlebt kann man auch abschalten. Ich denke Leute die 10 Tage am Pool hängen denken doch meist nur „9 Tage dann setz ich wieder im Büro, 8 Tage dann sitz ich wieder im Büro… “ Da geht das abschalten obwohl man es vor hat doch verloren.
    Schöner Beitrag :)

    • Antworten
      Ute
      25. September 2015 um 17:56

      Hallo liebe Ciliegia,
      man kann es vielleicht nicht verallgemeinern, denn jeder hat andere Vorstellungen, wie er sein Leben bzw. seine Freizeit gestalten möchte, aber ich gebe dir vollkommen recht, dass viele Menschen einfach nur so dahinleben, ohne ihrem Leben einen Sinn zu geben oder Highlights einzubauen. Dank dir auch für das Kompliment und viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Lomtro
    28. September 2015 um 19:10

    So, jetzt habe auch ich Dich per Google gefunden und gleich abonniert.
    Ich habe mir derzeit eine berufliche Auszeit genommen, um genau die von Dir angesprochenen Punkte Tellerrand und Gesundheit anzugehen. Wohin mich der Weg führen wird weiß ich noch nicht genau, aber ich bin sehr gespannt. Aber das schwierigste ist, die Angst auszuschalten.

    • Antworten
      Ute
      30. September 2015 um 21:52

      Hallo Lomtro,
      vielleicht ist es der 9. Punkt: Lernen, sich selbst zu vertrauen! Es geht am Ende immer irgendwie weiter und das Schöne ist, dass man es selbst in der Hand hat, das Beste aus seiner Zukunft zu machen und sich nicht einfach einer Entwicklung hingeben zu müssen, die einem gar nicht unbedingt zusagt. Drücke dir die Daumen!
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Diana
    7. Oktober 2015 um 13:50

    Hallo Ute,
    „unmöglich,alleine?,…und die Arbeit/das Geld,…du musst verrückt sein !!!!“
    So erging es mir als ich mir ein Jahr nahm,…nur ich sein wollte.
    Das ist niemals vorbei,ich nenne es Heimweh. Weh ja, auch das habe ich wieder. Schmerzen wenn einen der Alltag zurücknimmt. alle Kontinente zubereisen, Mensche und so schöne Naturbilder in den Kopf lassen das es schier unmöglich erschien jemals zurückzukommen. Ich bin wieder da,mit gebrochenem Herzen.
    Ich wünsche dir alles Gute und Reisen ohne Schmerzen.
    Liebe Grüße Diana.

    • Antworten
      Ute
      13. Oktober 2015 um 8:33

      Hallo liebe Diana,
      das klingt fast melancholisch, aber irgendwie auch sehr schön! Ich für meinen Teil habe glücklicher Weise keine Schmerzen, da ich nicht wieder zurück in mein „altes Arbeitsleben“ muss – das war mir das Wichtigste. Und Schmerzen sind in einer Form vielleicht auch etwas Positives, denn so versucht man vielleicht bald wieder etwas an der Situation zu ändern und wieder losziehen zu können :) Wünsche dir alles Gute und Liebe, Ute

  • Antworten
    Mrs Globalicious
    13. Oktober 2015 um 1:28

    Meine Auszeit dauert jetzt erst zwei Monate. Ich bin zwar (noch) nicht reisend unterwegs, jedoch habe auch ich rechtzeitig meine längst überfällige Handbremse gezogen und kümmere mich seither nur noch um mich, um meine Bedürfnisse und die Dinge die mein Herz und mein Bauch mir sagen. Ich werde in den nächsten Monaten auch auf Tour gehen, jedoch war für mich in erster Linie wichtig, den ganzen Ballast abzuwerfen und mich selbe mal richtig an erste Stelle zu setzen. Abschalten, herunterfahren, neu kalibrieren, dabei spielt es keine Rolle wo das ist, Hauptsache ich tue es, weil es mir gut tut.
    Alles liebe und Danke für den tollen Bericht.
    Doris

    • Antworten
      Ute
      13. Oktober 2015 um 17:06

      Hey Doris,
      das klingt toll und klug! Dieses „Aufräumen“ war und ist ein ganz wichtiger Punkt, um den Kopf wieder frei zu bekommen für Neues und Freiheit zu spüren. Wünsche dir eine tolle Reise und noch viel Erfolg beim Aufräumen :)
      Liebe Grüße, Ute

  • Antworten
    Nicki
    13. Oktober 2015 um 4:55

    Auch wir, mein Mann und ich, haben uns eine Auszeit genommen. Sie dauert jetzt bereits zwei Jahre. Was zunächst aus reiner Unzufriedenheit begonnen hat, entwickelte sich im Laufe der Zeit zu der Suche nach uns selbst und nach Antworten auf so viele wichtige Fragen.
    Ich bin jedes Mal erstaunt wie ähnlich wir ticken. Lese ich einen deiner Artikel, habe ich immer den Gedanken „Jaaa, ich sehe das genauso!“ in meinem Kopf.
    Vielen Dank für deine Offenheit.
    Liebe Grüße,
    Nicki von Simplicity – Leben. Reisen. Sein.

    • Antworten
      Ute
      13. Oktober 2015 um 17:12

      Hi Nicki,
      toll, dass ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Diese Suche und das Finden der existenziellen Antworten finde ich eine unglaublich wichtige Erfahrung. Freut mich, dass wir da gleich ticken :) Wünsche euch noch eine tolle Zeit und bis bald, liebe Grüße, Ute

  • Antworten
    Bettina
    27. November 2015 um 13:56

    Hi Ute,
    bin gerade mal wieder auf deine Seite gestoßen. Dieser Artikel hat mich wieder sehr angesprochen. Auch wenn eine „Auszeit“ zur Zeit nicht angesagt ist, hat mir das Lesen gefallen. Ich hatte auch schon meine Auszeiten im Leben ;-) , und sie genossen! :-) Weiterhin viel Spaß am Reisen!
    Liebe Grüße Bettina

    • Antworten
      BRAVEBIRD
      19. Januar 2016 um 13:21

      Hallo liebe Bettina,
      sorry, dein Kommentar ist irgendwie durchgegangen, aber besser spät als nie :) Vielen Dank jedenfalls für deinen Kommentar und die guten Wünsche! Bis bald hoffentlich, viele Grüße, Ute

  • Antworten
    Ulrike
    14. Juli 2016 um 21:07

    Hallo liebe Ute,
    Danke für deinen tollen Post, der genau jetzt mein Thema ist. Ich fühle mich gefangen im Alltag, in der Gesellschaft, im Leben. Habe im Mai einen neuen Job begonnen und dachte, jetzt wird alles anders und besser. Nur leider stehe ich wieder vor den gleichen Problemen wie immer. Keine Zeit für mich und meine Vorhaben. Genervt, abgesetzt und gefangen im Hamsterrad.
    Ich habe nicht annähernd die Idee, wie es weiter gehen soll . Bin nicht mal in der Lage kleine Schritte zu gehen. Was tut man denn in solchen Fällen? Möchte etwas ändern und ausbrechen, meinen Hund aber weiterhin bei mir haben.
    Gleich kündigen und Wohnung und Auto verkaufen erscheint mir nicht richtig, oder doch? Ich kann doch nicht nach 2,5 Monaten schon wieder kündigen, oder Antrag auf weniger Arbeitszeit stellen?
    Wo fängt man an? Muss es denn gleich radikal sein? Gibt es denn keine Mischung?
    LG Ulli

  • Antworten
    Arken
    2. September 2016 um 23:09

    Ich glaube ich hatte noch mehr gute Gründe eine Auszeit zu nehmen. Und ich habe es immer wieder vor mir her geschoben. Alles war wichtiger wie ich und meine Gesundheit. Erst als wirklich nichts mehr ging, habe ich mich besonnen und die Auszeit für mich genommen. Es war wie Detox, eine Reinigung von Innen. Durch Meditation, Yoga und viel Schlaf habe ich so wieder zu mir selbst gefunden

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