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Abenteuer Campingplatz

Abenteuer Campingplatz

Eigentlich würde ich in diesem Moment auf einer Insel im Südpazifik im Schatten einer Palme genüsslich am Strohhalm einer Kokosnuss knabbern. Genau das schwebte mir beim Gedanken an meine große Freiheit mit viel Zeit und etwas Erspartem vor. Wenn da nicht mein 14-jähriger Hund gewesen wäre, den ich in meine Reisepläne irgendwie hätte integrieren wollen. Und so kam es, dass nach einigem Hin und Her aus der tropischen Insel ein 25 Jahre alter, grasgrüner VW T3 Camper wurde…

Wie das alles funktionieren würde, wusste ich nicht. Und um darüber nachzudenken hatte ich in dem ganzen Wohnungsauflösungs- und Jobaufgabe-Stress keine Zeit. Es musste einfach sein, denn ich fühlte mich schon wie das ungestüme Wildpferd, das schnaubend auf der eingezäunten Weide mit den Hufen scharrt und darauf wartet, bis sich endlich das verdammte Gatter öffnet. Nur musste ich wieder mal feststellen, dass sich manche Dinge nicht planen lassen, denn kurz vor der Abreise musste ich mich von meinem lieben Hund beim Tierarzt für immer verabschieden.

Pläne Camping

Jetzt hatte ich einen Camper, aber keinen Hund mehr. Somit war das – was ich mir für die nächsten 10 Wochen vorgestellt hatte – hinfällig, denn es waren gerade die Spaziergänge in der Natur, auf die ich mich gefreut hatte. Und ein Camping-Trip alleine war nicht gerade das, was bei mir auf der Top 10 Must Unbedingt Do-Liste stand. Aber der Wagen war nun mal da, hatte bereits einen frischen TÜV-Stempel bekommen und wurde in der Werkstatt weiter für die Tour vorbereitet. Im Grunde war das gesamte Vorhaben ganz schön leichtsinnig, denn ich hatte bis dato noch nie in einem Camper geschlafen und wusste noch gar nicht, ob mir das überhaupt dauerhaft gefallen würde.

Ob und wie gefährlich es sein könnte, allein in einem Camper zu reisen und darin zu übernachten, war ebenfalls unklar. Mir kamen immer wieder Stories zu Ohren, die nachts in ihrem Wagen mit K.O.-Gas betäubt und dann im benebelten Zustand ausgeraubt wurden. Geschichten, die mich letzten Endes dazu bewogen haben, den als sicherer geltenden Norden Europas zu wählen, also England, Irland, Island, Norwegen, Schweden und Dänemark. Auch würde ich (erstmal) nicht einfach irgendwo parken, sondern brav auf sicheren Camping- oder Stellplätzen stehen.

Als ich am 15. Juli völlig fertig alles geschafft hatte und am nächsten Tag losfahren wollte, fiel mir zugegebenermaßen recht spät auf, dass man nicht nur ein Auto zum Fahren und Übernachten braucht, sondern auch einiges an Equipment: Kocher, Tisch, Stuhl, Gasflaschen, Kabel, Vordach und sonstigen Kram. Es zogen drei Tage ins Land, in denen ich keine Wohnung und somit keine Toilette und keine Dusche mehr hatte. Die Zeit ohne diese beiden lebensnotwendigen Einrichtungen in einem Camper in einer Autohalle zu überstehen, stellte sich als eine äußerst interessante Erfahrung heraus. Man weiß Dinge immer erst dann zu schätzen, wenn man sie nicht mehr hat – und dazu gehört definitiv ein eigenes Badezimmer.

Endlich konnte es losgehen. Mal wieder viel zu viel eingepackt, musste ich jetzt auch feststellen, dass für meinen großen Hund ohnehin nicht genug Platz vorhanden gewesen wäre. Außer, wenn ich die Hälfte meines Gepäcks und einen Teil der Rückbank zu Hause gelassen hätte. Das Sondermodell meines VW T3 namens „Dehler Profi“ hat zwar einige luxuriöse Features wie Dusche, Küche, Fernseher usw., aber diese Extras nehmen wiederum eine Menge wertvollen Stauraums weg. Selbst, wenn man zu zweit damit reist, sollten bei dem nur etwa 1,20 m breiten Bett beide Beteiligten mindestens Idealgewicht haben.

Als erstes Ziel stand England auf dem Plan, wofür ich Belgien durchqueren müsste. Um sicherzustellen, dass bei dem Auto alles korrekt funktionierte und ich nichts Elementares vergessen hatte, wählte ich für die erste Nacht ein deutsches Ziel und entschied mich für die Eifel. Das lag kurz vor der belgischen Grenze und gab mir noch mal die Möglichkeit, ohne Roaming telefonieren zu können und mich intensiver mit den Funktionen dieses Campers vertraut zu machen, die ich allesamt noch nicht kannte. Wie und wann läuft der Kühlschrank, wie funktioniert die Heizung bzw. die Stromverteilung und wie gestalte ich die Sortierung meiner Sachen – alles Fragen, auf die ich bisher noch keine Antwort hatte.
Camping Vorbereitung
Mit Hilfe des Campingplatzführers suchte ich mir einen Platz in Simmerath heraus, genauer gesagt im Ort Hammer. Wie das mit den Reservierungen in der Schulferienzeit und damit Hauptsaison funktionierte, galt es noch herauszufinden. Eigentlich war ich überhaupt kein Fan von Campingplätzen. Ich halte mich zwar für einen multikompatiblen und sehr toleranten Menschen, aber ob ich mit den traditionellen Bewohnern dieser lokalen Urlaubsdestinationen auf Dauer klar kommen würde, stand noch in den Sternen. Allein bei dem Gedanken an die betagteren Herren mit nacktem Oberkörper und kurzer Hose, bei denen sich die dem Alter geschuldete Schwerkraft deutlich abzeichnet, kräuseln sich mir die Fußnägel.

Das Camp, in dem ich unterkommen wollte und das mir vorher telefonisch grünes Licht gegeben hatte, war wenige Stunden später ausgebucht, wodurch ich auf einem wesentlich kleineren und weitläufigeren Platz direkt nebenan landete. Ich parkte parallel zum Fluss, legte als Gebühr für den Platz mit Strom und Wasser 12,50 Euro auf den Tisch und machte mich mit den neuen Abläufen zum Thema Kochen, Waschen und Spülen vertraut. Dinge, die aus Zeitmangel vorher Geräte für mich übernommen hatten, würden die nächsten zehn Wochen meine Hände verrichten müssen. Jetzt hatte die Reise begonnen.

Und dann saß ich irgendwann dort, wo es Internet gab: Im Biergarten des benachbarten Campingplatzes. Zwischen Gruppen bierbäuchiger Männer, die sich laut lachend die 0,5 Liter-Gläser Pils reinzogen, und Familien mit kreischenden, quengelnden Kindern. Hier war ich genau an dem Punkt angelangt, an dem ich nicht sein wollte. Und auch nach dem Reiseauftakts-Gericht »Schnitzel Hawaii mit Fritten und Salat« und einem solidarischen Bier merkte ich, dass es so nicht weitergehen könnte. Weder finanziell noch kalorientechnisch. Seit Januar hatte ich mich durch den ganzen Stress von meinem persönlichen Traumgewicht jeden Monat ein weiteres Kilo entfernt und könnte als Walross von Island zurück schwimmen, wenn ich so weitermachen würde. Das musste sich ändern.

Im Vorfeld hatte ich mir selbst vorgegeben, auf der ganzen Tour täglich nicht mehr als drei Stunden Fahrt einzuplanen. Diese Regelung musste ich mir nach meinen bisherigen Roadtrip-Erfahrungen auferlegen, denn bei mir ist das Auto das, was für den kleinen Muck die Zauberschuhe sind: Wenn ich drin sitze, fahre ich bis zum bitteren Ende – und das sollte nicht das Ziel einer Reise sein, die in erster Linie dem Runterkommen und Entspannen dienen sollte. Ob ich mit dieser Vorgabe die angedachte Route überhaupt schaffen würde, hatte ich nicht nachgerechnet, aber das würde schon irgendwie passen.

Um nach England zu kommen, müsste ich jedenfalls erstmal die Autofähre nutzen. Also war das nächste Ziel die belgische Nordseeküste, um am nächsten Tag mit der Fähre von Calais in Nordfrankreich in nur 1 1/2 Stunden nach Dover in Südengland überzusetzen. Von der Eifel aus fuhr ich an diesem Sonntag durch ein sehr verschlafenes Belgien, in dessen kleineren Orten die Bürgersteige hochgeklappt zu sein schienen. Kaum eine Menschenseele begab sich an dem recht düsteren Vormittag nach draußen und die klassischen, dunklen Backsteinhäuser trugen ihr übriges zu diesem etwas gespenstischen Eindruck bei.

Eifel Campingplatz Eifel Campingplatz Blog
Bei Erreichen des Ortes Westende in Strandnähe veränderte sich das Bild. Wahrscheinlich war ganz Belgien am Wochenende an die Küste gefahren. Während der Strand sich gegen Abend langsam leerte, war die Promenade mit Massen aneinander gereihter Restaurants prall gefüllt. Eine echte Touri-Meile und Horror eines jeden Individualreisenden. Aber auch der Campingplatz war nicht weniger gut besucht. Kinder stolperten über die gespannten Leinen meines Vordachs, Hunde verteidigten kläffend ihr Revier und die gefürchtete Spezies älterer Herren mit dickem Bauch und dünnen Beinen lief mir mit Kulturbeutel unter dem Arm über den Weg.

Langsam wurde mir bewusst, dass es bei dieser Art zu reisen wahrscheinlich wenige Momente geben wird, in denen ich wirklich für mich alleine sein würde. Immer und überall Menschen. In den Sanitärbereichen, in den Waschräumen und auf dem Weg dorthin. Und dann wäre da noch das Thema Hygiene. Am liebsten würde ich mir permanent mit Lady P & Co. behelfen, nur ist das leider ein teurer und auch wenig umweltbewusster Spaß. Und nicht nur, dass man seine kleinen und großen Geschäfte plötzlich ständig im Beisein fremder Menschen verrichten muss – man kommt auch an einem mehr oder weniger großen Ekelgefühl nicht vorbei. In den Duschen warten Spinnen, Motten und der gemeine Fußpilz auf ihren Auftritt, während ich mir bei meinem Reinigungsprozess dank einer offenen Badgestaltung Furzkonzerte vom Allerfeinsten anhören muss.

Belgien Strand Camper Belgien überfüllter Campingplatz
Im Vergleich zu den Zuständen in Kneipen oder Clubs findet man hier nämlich noch ein paar weitere Souvenirs, die man sonst nur selten zu Gesicht bekommt: Wellige Schamhaare von einer Länge, die man sich gedanklich irgendwie mit der Hoffnung schönreden möchte, dass es doch bitte Achselhaare sein mögen. Oder Kopfhaare. Aber nicht die von da unten. Auch Würste in allen Formen und Farben bekommt man auf diesen stillen Örtchen zu Gesicht und ich wusste bereits, dass es trotz einer vorhandenen Abhärtung einige Zeit dauern würde, bis ich mich an all diese visuellen Katastrophen gewöhnen würde.

Nach diesen beiden Tagen und Nächten wurde mir klar, dass es bei dieser Reise gar nicht primär darum gehen würde, ob ich das von der Strecke her schaffe oder ob ich es über diesen langen Zeitraum in einem Camper aushalte. Eine viel größere Herausforderung würde sein, mit den Bewohnern von Campingplätzen und deren Verhaltensweisen klar zu kommen. Meine letzte Hoffnung war nun, dass sich der Spruch »Andere Länder, andere Sitten« bewahrheiten und ich in den weiteren Ländern bessere Bedingungen vorfinden würde, die das Ganze etwas erträglicher machen.

England, ich komme!

 

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51 Kommentare

  • Antworten
    Sonja
    3. August 2014 um 3:33

    Durchhalten! Je weiter Du nach Norden kommst, desto weniger voll wird es.. Und nicht von den Dauercampern ( Männer mit dicken Bäuchen 😉) erschrecken lassen, die sind in Simmerath ( hab ich mal im Krankenhaus St Brigida gearbeitet) leider weit verbreitet. Wir ( Mann, Kinder und ich) sitzen z Z in Leksand im schönen Schweden am Siljansee auf einem Campingplatz und geniessen die Ruhe, von dicken Männnern keine Spur, nur viele Familie mit Kindern. Wenn Ddu fernab von Allen sein möchtest, musst Du nach Nordschweden oder Norwegen ( hier solltet Du allerdings regenfest sein). Für dieses Jahr sind für Nordschweden auch viele Nordlichter vorhergesagt, vielleicht hast Du Glück? Also: durchhalten, es wird besser..😉

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    • Antworten
      Ute
      4. August 2014 um 3:42

      Hi Sonja,
      ab England wurde es auch bereits schlagartig besser ;) Freue mich schon sehr auf Skandinavien und die Nordlichter zu sehen wäre natürlich noch die Krönung des Ganzen. Bin schon sehr gespannt!
      Wünsche euch noch eine tolle Zeit!!
      Bis bald & liebe Grüße
      Ute

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  • Antworten
    Anna
    3. August 2014 um 3:34

    Hallo Ute,
    toller Artikel, der mir aus der Seele spricht, was Campingplätze angeht. Nach 10 Tage Wild-Campen in den polnischen Waldkarpaten war ich allerdings immer ganz froh, wenn wir endlich mal auf einem Campingplatz Halt gemacht haben. Fließend Wasser ist sooo ein Luxus!
    Die polnischen Waldkarpaten kann ich dir übrigens nur empfehlen, falls du mal in der Ecke sein solltest. Wir waren im Mai (zwei Mädels) dort unterwegs und es gab (außer vielleicht wilden Bären) nichts, wovor man sich fürchten musste. Zudem gab es nicht mal auf den Campingplätzen Touristen, weil noch keine Saison war. Traumhaft leer und still!
    Viele Grüße aus Köln :)

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    • Antworten
      Ute
      4. August 2014 um 3:47

      Hi Anna,
      Polen kenne ich bis jetzt noch gar nicht und würde ich wahnsinnig gerne mal genauer unter die Lupe nehmen. Das, was du beschreibst, hört sich jedenfalls traumhaft an. Zu zweit Campen ist allerdings auch völlig anders als das Camping-Erlebnis alleine. Solo finde ich Campen irgendwo in der Einsamkeit irgendwie so gar nicht reizvoll – mit Hund wäre das sicher anders gewesen. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich das ja noch ;)
      Ganz liebe Grüße an meine Lieblingsstadt!
      Ute

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      • Antworten
        Alex
        17. September 2014 um 9:34

        Wir sind gerade aus Polen zurück gekommen.
        Wir waren mit Motorrad und Zelt in den Masuren unterwegs.
        Ich kann es nur bestätigen – Polen ist ein Land, welches Du auf Deine „Liste“ setzen solltest.
        Weiterhin gute Reise – ich bin schon gespannt wie es weiter geht.
        Viele Grüße
        Alex

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      • Antworten
        Ute
        18. September 2014 um 5:22

        Hi Alex,
        ich höre das in letzter Zeit immer und immer wieder, werde das auf jeden Fall in den nächsten Jahren mal umsetzen! Danke für den Tipp! ;)
        Viele liebe Grüße und dir auch weiterhin gute Reise!
        Ute

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  • Antworten
    Nora
    3. August 2014 um 3:37

    Hallo Ute! Danke für diesen durch und durch ehrlichen Bericht – ich habe etliche dieser „Campingplatz-Highlights“ auch schon erlebt und kann dich beruhigen – frau gewöhnt sich an so einiges ;-) In Südengland war ich auch schon auf Campingplätzen unterwegs (allerdings im Zelt) und hab eigentlich recht gute Erfahrungen gemacht… Falls du an Folkestone vorbeikommen solltest, hat der Campingplatz „Little Switzerland“ eine traumhafte Aussicht aufs Meer und echt leckere Scones :-) Alles Gute weiterhin!

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    • Antworten
      Ute
      4. August 2014 um 3:50

      Hallo liebe Nora,
      ich kann dir absolut zustimmen – in (Süd-) England ging es wesentlich gesitteter, hygienischer und angenehmer zu ;)
      Den Tipp mit Folkestone bewahre ich mir für’s nächste Mal auf, denn da bin ich leider schon dran vorbei.
      Vielen Dank übrigens auch für die lieben Wünsche und dir auch einen schönen Restsommer!
      Liebe Grüße
      Ute

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  • Antworten
    Steffi
    3. August 2014 um 4:04

    Hallo Ute!
    Ein wundervoller Bericht und ich freue mich schon sehr auf weitere Berichte Deiner Reise. Ich bin gespannt wie es weiter geht!
    Mit dem Camper unterwegs ist ein Punkt auf meiner Bucketlist.
    Mich würde Interessieren wie und wo Du Deinen Camper gefunden hast.
    Liebe Grüße und eine wunderbare Reise
    Steffi

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    • Antworten
      Ute
      4. August 2014 um 3:55

      Hey Steffi,
      ich kann dich (nach weiteren Tagen Erfahrung) nur dazu ermutigen, das mit dem Camper einmal auszuprobieren. Ist wirklich toll, alles Notwendige immer direkt um sich herum zu haben und vor allen Dingen fast rund um die Uhr in der Natur an der frischen Luft zu sein <3
      An meinen Camper bin ich durch einen riesengroßen Zufall gekommen. Ein Freund und Oldtimer-Sammler hatte sich den gekauft und ihn schweren Herzens nach großer Drängelei hergegeben. Durch Inserate an ein gutes Fahrzeug dran zu kommen, gleicht meiner recht kurzen Erfahrung nach leider einem Sechser im Lotto…
      Dank dir für die guten Wünsche!
      Alles Liebe,
      Ute

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  • Antworten
    Naninka
    3. August 2014 um 5:16

    In Südengland ists auch recht voll und in den Gaststätten an Campingplätzen wird alles mit Fritten serviert – sogar Lasagne. Ich glaube, ich würde sehr schnell die Plätze verlassen und wild campen. Viel Glück!

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    • Antworten
      Ute
      4. August 2014 um 4:00

      Hi Naninka,
      wahrscheinlich habe ich in Südengland bisher viel Glück gehabt, denn ich habe dort einige sehr ruhige Plätze und Dörfer gefunden, die verträumt und wenig touristisch waren. Ich hatte mir das – gerade bei diesem fantastischen Wetter – viel überfüllter vorgestellt. Wild campen ist nicht so einfach (auf Rastplätzen sind z. B. überall Schranken, auf die ich durch die Höhe meines Wagens nicht drauf komme) und zudem nicht so mein Ding – ich reise zwar gern allein, aber ein bisschen Anschluss an den Rest der Welt ist dann doch ganz nett ;)
      Vielen Dank auch für das Glück, das ich weiterhin gut gebrauchen kann!
      Liebe Grüße
      Ute

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  • Antworten
    MH
    3. August 2014 um 8:12

    Hehe.. schon irgendwie lustig zu lesen auch wenn es sicherlich ne harte Nummer ist.
    Was mir allerdings total Leid tut ist dass dein treuer Begleiter, nach so vielen gemeinsamen Jahren, gerade vor diesem tollen Abenteuer von dir gegangen ist. Echt traurig! :(
    Wie ich schonmal auf FB geschrieben habe. Versuche doch wirklich einfach wild zu campen. Das ist um sooo viel schöner und du kannst dir die geilsten Stellen aussuchen. Mit einem VW Bus kannst du wirklich super unauffällig stehen.
    In all den Monaten auf Tour jetzt, finde ich diese Flexibilität absolut überragend.
    Ich bin auf deine nächsten Erfahrungen gespannt und drücke die Daumen dass es angenehmer und entspannter wird.
    – mh

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    • Antworten
      Ute
      4. August 2014 um 4:07

      Hallo ihr Zwei,
      vielen Dank für eure Anteilnahme, das war wirklich ein trauriges Ereignis, zumal ich jetzt endlich viel Zeit für ihn gehabt hätte. Aber es sollte wohl nicht sein.
      Wild campen würde ich zu weit oder mit Hund sicher auch machen und favorisieren, aber so ganz alleine ist das für mich ein ziemlich unspektakuläres Ereignis, zumal ich auch keine Lust habe, dass irgendwann nachts die Polizei an mein Fenster klopft und mich vom Platz verweist. Wie beim „normalen“ Alleinreisen auch geht es da schon um die Kommunikation mit anderen und das ist in der Abgeschiedenheit leider nicht möglich ;)
      Wünsche euch weiterhin viel Spaß und Erfolg auf eurer abenteuerlichen Tour!
      Liebe Grüße
      Ute

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  • Antworten
    Tanja
    3. August 2014 um 8:46

    Hallo Ute,
    das mit deinem Hund tut mir sehr Leid. Hatte ich gar nicht mitbekommen :-(
    Ich finde es toll wie du dich da durchschlägst und freue mich immer über deine Bilder auf instagram. Richtig glücklich klingst du nicht. Drücke dir die Daumen, dass das noch wird. Ich bin bisher nur einmal mit dem Camper rumgefahren, da aber mit eigener Toilette, dass war für mich damals die Mindestkomfortvoraussetzung. Weshalb ich sehr Respekt, ob deines Campers habe.
    Freue mich schon zu lesen wie es weiter geht.
    Bis bald
    Tanja

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    • Antworten
      Ute
      4. August 2014 um 4:16

      Hallo Tanja,
      vielen Dank für deine lieben Worte. Der Tod meines Hundes hat mich neben all den anderen großen Abschieden auch nochmals sehr getroffen. Hatte gehofft, er lebt noch ein paar Monate…
      Und keine Sorge – ich hatte bereits damit gerechnet, dass die ersten Tage nicht gerade rosig werden würden, aber das ist für mich kein Grund, mich unglücklich zu fühlen. Dass ich nun frei bin, ist für mich das größte Glück überhaupt ;)
      Freue mich, dass du an meinem Weiterkommen interessiert bist – ich werde berichten!
      Ganz liebe Grüße
      Ute

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  • Antworten
    Jens
    3. August 2014 um 10:39

    Endlich kommt hier mal die derbe Wortwahl zu Tage, die ich bei dir so sehr zu schätzen gelernt habe :)
    In dieser Halle würde ich übrigens auch ganz gern mal übernachten. Dann aber mit einem anderen Wagen als einem T3 rausfahren :))
    LG*

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    • Antworten
      Ute
      4. August 2014 um 4:19

      Hehe, das kann ich gut nachvollziehen. Für jeden Mann und Autofan ein Traum da drin, denke ich.
      Wir schreiben ;*

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  • Antworten
    Bettina
    3. August 2014 um 11:50

    Liebe Ute,
    ich habe sehr gelacht bei deinen Camper Beschreibungen…und bin ganz bei dir.Das ist schon eine spezielle Spezies, die mich depressiv machen kann:).
    Bei der Beschreibung des Schamhaars war dann zappenduster. Oh Gott!
    Aber es wird bestimmt besser werden.
    England muss ein Traum sein und traumhafte menschenleere Strände haben. Alles wird gut.
    Es tut mir sehr leid um deinen Hund. Da ich selbst einen habe, kann ich die Motivation Hund/Camper sehr gut nachvollziehen.
    Stell ich mir auch in meinen Träumen so vor, exakt die von dir gewählte Route. Deswegen interessieren mich deine Berichte um so mehr.
    Ich hoffe du konntest dich gut von deinem Hund verabschieden und wer weiß…..vielleicht begenet dir ja ein neuer Vierbeiner auf Reisen.
    Liebe Grüße aus Köln Bettina

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    • Antworten
      Ute
      4. August 2014 um 4:24

      Hallo liebe Bettina,
      so gerne ich auch wieder einen Hund hätte, birgt er leider auch viele Nachteile – besonders, wenn man gerne und viel reist. Daher warte ich noch etwas, bis ich mir wieder einen zulege. Aber ohne ist’s auch eine echt große Umstellung, muss ich sagen.
      Bisher war die Route auch fantastisch und ich bin extrem gespannt, wie die weiteren Länder und Landschaften werden. Südengland war wunderschön, Bericht kommt bald.
      Ganz liebe Grüße und dir auch noch eine schöne Restsommerzeit,
      Ute

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  • Antworten
    Eva
    3. August 2014 um 14:24

    Hi Ute,
    ich habe eben in Frankreich und Spanien festgestellt, dass aus mir auch kein passionierter Camper werden wird. Wir waren zwar autark mit dem Womo unterwegs, haben uns auf Campingplätzen aber keinesfalls wohl gefühlt und sind dann auch auf Stellplätze umgestiegen. Wildcampen ist in der Gegend leider nicht. Hast Du den ADAC Atellplatz-Führer? Den kann ich Dir ans Herz legen. Ich habe dort wunderbare Stellplätze direkt hinter Dünen gefunden für lau oder sogar umsonst. Dort war durchaus ein nettes, bunt gemischtes Völckchen anzutreffen – vom Surfer, Aussteiger, Family bis zum Weltreisenden alles dabei.
    Wirst sehen, alles wird gut, wenn man sich mal eingegroovt hat!

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    • Antworten
      Ute
      4. August 2014 um 4:33

      Hallo Eva,
      das mit den Stellplätzen habe ich auch für mich entdeckt und ist die beste Lösung. Der ADAC Stellplatzführer beschreibt in England und Irland leider ein extrem geringes Angebot, weshalb ich auf andere Ressourcen umgestiegen bin. Je weniger der Stellplatz in irgendwelchen Medien, desto besser ;)
      Das Eingrooven dauert in der Tat eine Weile, aber es wäre ja auch komisch, wenn’s anders wäre.
      Aber Danke für die guten Tipps!
      Viele liebe Grüße
      Ute

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  • Antworten
    Claudia
    4. August 2014 um 1:47

    Hallo Ute,
    das klingt ja sehr abenteuerlich. Deinen Beschreibungen über das Camper-Leben kann ich nur beiwohnen. Für mich wäre das auch absolut nichts. Einmal die Erfahrung gemacht und es reicht für den Rest meines Lebens. Ich hoffe, du findest auf der weiteren Wegstrecke angenehmere Ort zum Verweilen. Sicherlich wird es in Skandinavien besser. Das mit deinem Hund tut mir übrigens sehr leid.
    Viel Glück weiterhin und ganz liebe Grüße
    Claudia

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    • Antworten
      Ute
      4. August 2014 um 4:38

      Hi Claudia,
      sagen wir mal so: Das Campen ist gewöhnungsbedürftig und hat, wie ich mittlerweile festgestellt habe, unerwartet viele Facetten. Ich bin da inzwischen sehr guter Hoffnung, dass ich eine Lösung gefunden habe, die Reise im und als Camper eine sehr angenehme wird ;)
      Danke für die lieben Wünsche und deine Anteilnahme, das hilft!
      Liebe Grüße,
      Ute

      View Comment
  • Antworten
    Jutta
    4. August 2014 um 6:22

    Hallo Ute,
    wie schade, dass dein vierbeiniger Freund nicht mehr dabei ist! Ich kann mir vorstellen, dass er dir sehr fehlt.
    Meine Campinplatz-Erfahrung beschränkt sich auf eine einzige Nacht – Island, schön sauber und nette Gesichter in der Runde:) Ich hatte für meinen Filius und mich einen Mini-Camper gemietet, aber es ist bei der einen Nacht geblieben. Wir hatten dann einfach keinen „Schnüff“ mehr (wenn du weißt, was ich meine…). War auch etwas kalt in dem Ding … Trotzdem finde ich die Idee immer noch reizvoll. Aber Bäder teilen und Beinahe-Open-Air-Klo sind irgendwie auch nicht so mein Ding. In der Wildnis wäre das wahrscheinlich alles kein Problem. In der Zivilisation meine ich immer, es müsste ein ordentliches Bad her. Spielt sich wohl alles im Kopf ab : ) Bin gespannt, wie die einzelnen Länder in puncto Campingplatz bei dir abschneiden werden! Und ich werde wahrscheinlich nie begreifen, warum es für manche Menschen ein Problem ist, die Toilette abzuspülen oder die Dusche hinter sich sauber zu brausen … oh :) Gute Fahrt!
    Jutta

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    • Antworten
      Ute
      5. August 2014 um 3:46

      Hey Jutta,
      ich kann mir vorstellen, dass sich genau die Frauen so saumäßig verhalten, die zu Hause immer genervt alles für andere sauber machen müssen und sich hier sagen „Jetzt sollen mal andere meinen Scheiß wegmachen“, aber das ist nur eine Vermutung ;)
      Meine Wahl und Einstellung hat sich inzwischen sehr verändert, aber dazu bald mehr. Bin allerdings auch gespannt, wie ich die Kälte auf Island aushalten werde…
      Ganz liebe Grüße!!
      Ute

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  • Antworten
    Maya
    4. August 2014 um 8:43

    uuuuh, sorry aber das war too much information!
    ich weiß schon warum ich keine campingplätze mag. und ich weiß auch, warum wir bei unserem australien-trip dieses jahr immer wild geparkt haben mit dem camper… ;)

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    • Antworten
      Ute
      5. August 2014 um 3:50

      Hallo liebe Maya,
      sorry ;) Mittlerweile – nach einigen Camping- und Stellplätzen – habe ich festgestellt, dass es unzählige Varianten gibt und davon einige sehr angenehme. Und hängt auch stark vom Land oder der Region ab, wie ich finde. Aber dazu bald mehr. In Australien mit dem Camper stelle ich mir traumhaft vor <3
      Ganz liebe Grüße
      Ute

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  • Antworten
    Planet Hibbel
    5. August 2014 um 4:39

    Uuuuh, Schamhaare, dicke Bäuche und kreischende fremde Kinder. Fängt ja gut an. Aber genau so würde ich mir Camping in unseren Breitengraden auch vorstellen. Ich bin mir sicher das es besser wird sobald Du weiter nördlich kommst. Den Norwegern sind Deutsche in rollenden Konservendosen nämlich sehr suspekt und lachen heimlich über uns. Ich habe norwegische Verwandte und weiß das aus erster Hand ;)). Ich habe ja ein Jahr in einem Camper in Australien gelebt. Da war es voll cool, aber ich habe auch oft wild im Outback gecampt. Ansonsten ist das mit Deinem Hund naütlich voll tragisch und es tut mir total leid. War sicher sehr sehr traurig für Dich. GlG, Nadine

    View Comment
    • Antworten
      Ute
      5. August 2014 um 5:09

      Hi Nadine,
      waaas, ein Jahr in einem Camper in Australien?? Das ist ja ein Träumchen! Ich bin mir noch nicht sicher, wie sich meine „Camper-Karriere“ fortsetzen wird, aber momentan fühl ich mich ziemlich wohl, muss ich sagen. Gerade wohne ich direkt an der wilden, irischen Küste auf einem urwaldähnlichen Gelände und das ist ganz was anderes als das, was sich da anfangs vor meinen Augen abgespielt hat ;) Und das mit meinem Hund war in der Tat sehr traurig. Man weiß zwar, dass ein 14-jähriger Vierbeiner nicht mehr ewig leben wird, aber der Abschied ist dann trotzdem schwer… Danke für deine Anteilnahme <3
      Ganz liebe Grüße und bis bald!!
      Ute

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  • Antworten
    Markus
    7. August 2014 um 22:48

    Hi Ute, bei deinem Bericht muss ich ja echt schmunzeln. Du bist ja total pingelig und unentspannt :-D lol
    Ich kann nur weiterhin wildes Campen empfehlen. Ruhe, traumhafte Plätze und kostenlos. In Yukon und Alaska gehe ich nur im Notfall auf einen Campingplatz :-D
    Viel Spaß noch
    Markus

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    • Antworten
      Ute
      8. August 2014 um 2:58

      Hi Markus,
      nun ja, ich würde es mal als Sensibilität bezeichnen, aber über die verfügt offensichtlich nicht jeder…
      Viel Spaß noch,
      Ute

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      • Antworten
        Lisa
        8. August 2014 um 6:00

        Tolle Antwort, Ute! :)
        Und wie immer ein toller Beitrag! Ich lebe in London und denke gerade darüber nach, ob ich mir über das Wochenende nicht ein Auto mieten sollte um einfach mal ins Grüne zu fahren (das klingt so einfach, aber ich habe es tatsächlich noch nie gemacht seitdem ich hier bin!).
        Ich bin gespannt was du das nächste Mal zu berichten hast :)
        Liebe Grüße, Lisa

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      • Antworten
        Ute
        8. August 2014 um 11:08

        Hallo Lisa,
        kann deine Bedenken gut verstehen!
        Mmh, also die Küste im Süden (z. B. Brighton oder auch Southhampton) ist verrückter Weise ja gar nicht so weit weg. Gibt wahrscheinlich auch Busse, die diese Orte anfahren, falls du das Auto meiden möchtest. Ansonsten kannst du dir einfach ein Hostel in einem netten Ort aussuchen oder auch auf einem Campingplatz zelten (sofern du ein Zelt hast). Tagsüber dann entweder an den Strand legen, auf einem der Piers Eis essen, in den netten kleinen Läden der Örtchen stöbern und abends auf einer netten Terrasse eines Pubs irgendwo draußen mit einem Buch einen Cidre trinken.
        Ich bin selbst auf meinen Bericht gespannt ;)
        Liebe Grüße und viel Spaß!
        Ute

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        Markus
        8. August 2014 um 16:53

        Hallo Ute,
        du hast natürlich Recht :-) Bedenke ich, dass ich deinen aktuellen Hintergrund ignoriert habe und selber mal ähnlich angefangen habe war der Kommentar sicher arrogant und unpassend. Ich hoffe du nimmst mir das nicht krumm %-)
        Ich verfolge gespannt deinen Blog und habe die ganze Zeit dein Gedicht „Wenn ich nochmal 20 wär…“ vor Augen und warte gespannt und beide Daumen drückend was als nächstes passieren wird :-)
        Weiterhin gute Reise :-D

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      • Antworten
        Ute
        9. August 2014 um 4:17

        Hey Markus,
        kein Ding. Ich warte auch schon sehnsüchtig darauf, mit meinen neuen Gummistiefeln in Pfützen zu springen, aber es scheint ja leider immer die Sonne…. ;)
        Viele Grüße und bis bald
        Ute

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  • Antworten
    Michael
    10. August 2014 um 4:15

    Hallo Ute,
    ich bin vor ein paar Wochen auf Deinen genialen Blog gestoßen. Echt toll.
    Nun schaue ich hier regelmäßig rein und lese soviele interessante und schöne Dinge. Es ist mein erster Blog, den ich immer wieder aufrufe. Mit diesem Bericht hast Du echt „den Vogel abgeschossen“. Ich müsste mehrmals LAUT lachen, was mir wirklich fast nie passiert.
    Tolle Beschreibung – und Du sprichst mir an manchen Stellen richtig aus der Seele.
    Mein einziges Bedenken:
    Ich weiß noch nicht, wie ich mit der in mir wachsenden Fernweh in Zukunft umgehen werde. ;-)
    Freue mich wieder von Dir zu hören, alles Gute
    Michael

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    • Antworten
      Ute
      10. August 2014 um 4:52

      Hallo Michael,
      wow, vielen Dank für das tolle Kompliment! Ich bin ehrlich gesagt manchmal selber überrascht, wie viele Menschen an meinem Reise-Leben teilhaben und freue mich über solche schönen Komplimente natürlich sehr!
      Das mit dem Fernweh musst du dann schon ertragen ;)
      Viele Grüße und bis bald,
      Ute

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  • Antworten
    Lisa
    11. August 2014 um 4:00

    Da hast du Recht! Eastbourne wird es wohl dieses Wochenende werden! Vielen Dank für deine Inspiration Ute! :)
    Liebe Grüße,
    Lisa

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    • Antworten
      Ute
      14. August 2014 um 15:08

      Hey Lisa,
      wie cool, das war jetzt aber mal kurzentschlossen ;)
      Dann viel Spaß!! (Gute Wahl übrigens.)
      Ute

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  • Antworten
    Svenja
    17. August 2014 um 20:40

    Hallo Ute,
    toller Artikel :) Bewunderswert , dass du dich alleine mit einem Camper auf den Weg machst – Traue ich mir ja bisher noch nicht zu – würde aber auch so gerne für ein paar Wochen mal mit einem Camper (und ja, vllt noch einer 2ten Person ^^) verreisen :)
    Das mit dem Campingplatz klingt nicht so toll und deine Beschreibungen sind bestimmt sehr zutreffend :D Ich hatte bisher eig. immer mittelmäßig / bis gute Erfahrungen (Spanien, Frankreich und Italien) – hätte gedacht das die skandinavischen Länder da reinlich sind :D Sauber wars bisher eig. immer – nur ja , die schreienden kinder – oder noch schlimmer, die eltern, welche ihre kinder im sekunden tackt ermahnen, rufen, suchen, beschimpfen :D
    In Schweden und Dänemark (bestimmt noch mehr Ländern) gibt es jedoch auch das Allerlandsrecht oder Alltermannsrecht (irgendwie so heißt das), was besagt das jeder das Land frei nutzen kann um da einen Tag zu Campen. Die Regeln sind lediglich, dass
    – es sich um kein priv. Grundstück handelt und du außer Sicht von Privathäuser bist
    – du den Platz sauber hinterlässt
    – du nicht länger als einen Tag bzw. eine Nacht bleibst
    Das Recht basiert darauf, dass das Land keinem (naja, außer dem Staat) gehört und es dir auf Grund dessen keiner verbieten darf , dort zu campen. In den südlichen Ländern gibt es das gleiche Recht, allerdings wird es da leider anders ausgelegt . Da wird von ausgegangen, dass das Land wieder keinem (außer dem Staat) gehört und es dir deshalb keiner erlauben kann ;-) – naja, kurz: in skandinavischen Ländern darf man oft wildcampen und in südlichen ländern nicht ;-)
    Liebe Grüße und eine wunderbare Reise wünsche ich dir weiterhin! :)

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    • Antworten
      Ute
      2. September 2014 um 15:27

      Hi Svenja,
      mit einer 2. Person oder auch – wie ursprünglich geplant mit Hund – wäre das alles völlig anders und zweifellos auch schöner, entspannter und lustiger, aber so ist es nun ein echtes Abenteuer, das mich das ein oder andere Mal auch ganz schön auf die Probe stellt. Ich find’s trotzdem nach wie vor klasse und habe nach den ersten Campingplatz-Schocks auch Mittel und Wege gefunden, wie es sich auf Stell- und Campingplätzen aushalten lässt. Auch die Tatsache, dass inzwischen Nebensaison ist, macht vieles sehr viel angenehmer.
      Drücke dir die Daumen, dass es bei dir auch mal klappt! ;)
      Liebe Grüße und Danke für deinen Kommentar!
      Ute

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  • Antworten
    Julia
    18. August 2014 um 14:04

    Oh ja! Campingplätze sind kleine parallele Universen. Dein Artikel spricht mir aus der Seele. Besonders die Geräusche sind allgegenwärtig. Auch wenn man noch so kontaktfreudig ist, manchmal möchte man sich trotzdem ausklinken. Erst heute habe ich mir ein Angebot für einen individuellen Gehörschutz machen lassen. Meistens übernachte ich im Zelt, da ist der Faktor sicherlich größer als in Deinem Camper. Freu mich auf die Fortsetzung. LG

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    • Antworten
      Ute
      19. August 2014 um 13:06

      Hi Julia,
      wow – ein individueller Gehörschutz? Hab ich ja noch nie gehört, klingt aufregend ;) Ich habe das große Glück, Doppelverglasung zu haben und daher wenig Probleme mit Geräuschbelästigung. Aber ich kann dich gut verstehen, viele können mit Ohropax nicht schlafen.
      Dann drücke ich die Daumen für schöne Nächte ;)
      Liebe Grüße
      Ute

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  • Antworten
    Chris
    27. August 2014 um 7:20

    Schöner Bericht. Wie sagt man so schön?
    Deutsche bekommen den besagten Kulturschock erst wieder im eigenen Land?^^
    Was das solo Campen angeht kann ich ein Lied von singen.
    Habe am Anfang meiner Reise (Ende Juni) in Schweden Campen mit Reisen verwechselt und bin prompt auf die Schnauze geflogen.
    Fünf Tage war ich irgendwo im nirgendwo unterwegs mit einem 20 Kg schweren Rucksack und wollte damit echt 450 km in vier Wochen laufen.
    Am vierten Tag waren meine Füße völlig hinüber und konnte mich 1.600 km und 30 Stunden lang nach Hause fragen mit Auto, Bus, Bahn und Fähre.
    Die Weisheit am Ende der Geschichte:
    – Die Menschen sind im Norden viel freundlicher als in Deutschland.
    – Setze dir realistische Ziele während einer Reise.
    – Reise nie mit zuviel Gepäck.
    Fast drei Wochen hat es am Ende gedauert, bis meine Füße wieder startklar waren und habe nicht nur die restliche Reise fast komplett überarbeitet, ich habe mein Gepäck um die Hälfte reduziert und aufgehört mir solch einen Stress zu machen.
    Nur weil man unterwegs ist, muss man nicht jeden Tag wie bescheuert durch die Gegend hetzen, sondern kann gut und gerne mal den ein oder anderen Tag mit einem guten Buch/Musik usw. den Reiseort genießen.
    Spätestens nach dieser Erfahrung konnte ich dieses stressige Leben der letzten Jahre ablegen… und dafür musste man erst bluten.
    Wieder schöne Grüße aus Paris
    (Am Samstag geht es weiter nach Irland)
    Chris

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    • Antworten
      Ute
      2. September 2014 um 15:16

      Hi Chris,
      krasse Story! Aber das ist doch mit das beste am Reisen – man lernt jeden Tag was Neues dazu ;) Das mit dem Hetzen und Sightseeing-Wahn hatte ich auch und dauert ein paar Wochen, bis man da mal runterfährt, das Ganze entspannter angehen lässt und nicht auf Teufel komm raus alles auf der Strecke mitnehmen muss.
      Du bist jetzt wahrscheinlich schon in Irland und wirst es hoffentlich genau so sensationell finden wie ich!
      Viele Grüße aus Island!
      Ute

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  • Antworten
    Thorsten
    15. August 2015 um 1:21

    Servus Ute,
    als selber von der Krankheit der Reiselust befallener Mensch, liebe ich solche Geschichten. Tatsächlich habe ich auch schon oft über eine Reise im Camper nachgedacht, habe diese Pläne aber aus den von dir hier beschrieben Gründen immer wieder verworfen. Immerhin war ich nun schon ein paar mal mit meiner Tochter in Oberbayern zum Campen im KURZ – Urlaub, was ja eine erste Annäherung an diese Thema ist. Vielleicht gewöhne ich mich ja dran und schicke dir irgendwann meinen Reisebericht vom Urlaub im Camper.
    Grüße aus dem Bayerischen Oberland,
    Thorsten

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    • Antworten
      Ute
      18. August 2015 um 2:11

      Hi Thorsten,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich hätte ehrlich gesagt auch nicht gedacht, dass mich das Campen an sich so faszinieren würde. Ich werde hoffentlich auch bald wieder aufbrechen und Campingplätze unsicher machen :)
      Viele Grüße zurück nach Bayern
      Ute

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  • Antworten
    Andreas Kühn
    4. August 2014 um 5:38

    Hallo,
    ich habe beim Lesen schmunzeln müssen. Du hast das „Leben“ auf Campingplätzen zutreffend beschrieben. Wir meiden selbige wie der Teufel das Weihwasser – es sei denn, sie sind klein und wenig besucht. Mit genügend Fantasie findet man in ganz Europa schöne Plätzchen, zumal für ein kleines Gefährt.
    Wir gehen am Donnerstag auf Tour gen Schweiz, Frankreich und Spanien. CP werden wir kaum aufsuchen. Dir allzeit gute Reise und angenehme Zeitgenossen unterwegs. Habe deinen Beitrag bei facebook geteilt (http://facebook.com/Reiseleo)
    Alles Gute!

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    • Antworten
      Ute
      5. August 2014 um 3:32

      Hallo Andreas,
      vielen Dank für deinen Kommentar und die Weiterempfehlung! Ich habe mittlerweile ein gutes und sehr zufriedenstellendes Mittelding gefunden. Eure Route hört sich auch klasse an, viel Spaß wünsch‘ ich euch!
      Viele Grüße & gute Fahrt
      Ute

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