Australien

Adelaide

Tag 12: Was schaut man sich in einer fremden Stadt an, wenn einem genau ein ganzer Tag Zeit zur Verfügung steht? Zugegeben, ich bin noch etwas geschlaucht von der Kangaroo Island Tour und hatte daher heute kein Power-Sightseeing vor. 
Meine Hotelwahl war ein Glückstreffer. Das Hotel Metropolitan liegt superzentral schräg gegenüber des Central Markets. Gute Cafés, Bars und Restaurants befinden sich in unmittelbarer Nähe und auch der hoteleigene Pub bietet gutes Essen und Drinks in guter Atmosphäre, was gerade für Alleinreisende angenehm ist. Die 70 AUD (54 €) pro Nacht sind für die gute Lage akzeptabel.
Der Tag begann mit einem guten Frühstück in einem nahe gelegenen Café in der Nähe des Central Markets: Rührei mit Basilikum-Pesto und Toast, dazu Saft und einen Latte Macchiato – und das für sage und schreibe 21 AUD (17 €). Schmeckte alles fabelhaft, aber es ist und bleibt selbst für einen Europäer teuer! 

Gestärkt und voller Tatendrang ging es in die Shopping-Zone auf der Rundle Street, die mich ehrlich gesagt nicht sonderlich geflasht hat. Auf dem Weg zum Botanischen Garten ging es vorbei an beeindruckenden Gebäuden wie der Art Gallery of South Australia, dem South Australian Museum und einigen weiteren Prachtbauten. 

Auf dem Rückweg entlang des Flusses habe ich mich glücklicherweise verlaufen und noch einige weitere sehr nette Gegenden kennen gelernt. Das Bus-, Tram- und Zug-System ist hier übrigens extrem gut ausgebaut und manche Strecken innerhalb der Stadt sind sogar kostenfrei nutzbar (was ich erst nicht glauben konnte).

Heute Abend hatte ich mich mit Daniel in Glenelg zum Essen verabredet. Ein letzter kleiner Ausflug zum Strand, den ich mit der Tram in einer halbstündigen Fahrt entspannt und ausnahmsweise einmal kostengünstig erreichen konnte. In der Bar The Backpackers am Strand gab’s gute Drinks und auch noch einen schönen Sonnenuntergang.

Spät abends genoss ich die Stille der Grote Street. Adelaide ist zwar definitiv einen Besuch wert, wäre aber nicht unbedingt eine Stadt, in der ich leben wollte – sofern ich das nach der kurzen Zeit überhaupt beurteilen kann.

Morgen stand meine Fahrt nach Melbourne mit dem Mietwagen an. Ein etwas mulmiges Gefühl hatte ich dabei schon, weil es für mich das erste Mal im Linksverkehr sein würde. Und das gleich für eine Woche. Aber meine Neugier auf die Great Ocean Road war größer.

Dir könnte auch gefallen

Keine Kommentare

Schreibe einen Kommentar