Aussteigen Geld

Aussteigen, aber was ist mit dem Geld?

Ute Kranz aussteigen

Obwohl es sich immer noch irgendwie unwirklich anfühlt, bin ich seit zwei Monaten ein freier Mensch. Keine Verpflichtungen, keine Wohnung, kein Job. Aber diese Freiheit hat auch ihren Preis: Ich verdiene kein Geld mehr! Zurzeit toure ich mit einem alten VW Camper durch Nordeuropa und genieße es, dass meine Gedanken nicht ständig um die Arbeit kreisen und ich einfach nur das tun kann, wofür ich auf der Welt bin: Leben! Aber wird dieses Gefühl so anhalten?

Viele Jahre lang war ich mit meinem Geldausgabe-Verhalten unzufrieden. Ich hatte ein super Einkommen, doch das Geld rann mir ebenso schnell wieder durch die Finger. Frust-, Belohnungs- und Status-Käufe, zu wenig Zeit und Muße für Preisvergleiche oder Kleingedrucktes oder einfach nur das klassische ‚Haben-Wollen‘. Morgens zu bequem, das belegte Brot oder den Latte Macchiato für unterwegs selbst zu machen, im schöner eingerichteten, aber teureren Biomarkt schnell alles Notwendige in den Korb geworfen, in der Mittagspause irgendwas bestellt und abends vielleicht sogar noch mit Freunden was trinken gegangen.

So oder so ähnlich, der Rubel rollte. Und obwohl da immer zwei Stimmen in mir waren, bei denen die kostenbewusste ständig hinterfragte, ob das denn wirklich sein muss, gewann doch meist die spendable, lebenslustige mit durchaus überzeugenden Argumenten wie »Man lebt nur ein Mal!«, »Du hast es dir doch verdient! Tu‘ dir was Gutes!«, »Denk‘ dran: Jeder Tag könnte dein letzter sein!« und »Du kannst es dir doch leisten! (Solange du nicht im Minus bist und davon bist du schließlich weit entfernt.)«

Mit Geld umzugehen habe ich in meinem Job, auf Reisen und im Studium gelernt. Ich investiere seit vielen Jahren in die private Altersvorsorge, bin für alle möglichen und unmöglichen Lebenslagen versichert und konnte in den vergangenen Jahren trotz meines recht hohen Lebensstandards sogar noch Geld zurücklegen. Und trotzdem hat mich diese Art zu leben nicht glücklich gemacht.

Der Beruf als meine Einkommensquelle verlangte mir zeitlich, gedanklich und gesundheitlich so viel ab, dass ich in der wenigen Freizeit wie auf Knopfdruck in den Selbstbelohnungs-Modus rutschte, zum Kopfausleeren auf Reisen flüchtete und auf Durchzug schaltete, wenn ich Anregungen für mehr Achtsamkeit und Bewusstsein hörte, sah oder las. An den Wochenenden lag ich leer und ausgelaugt im Bett und fragte mich – umgeben von all meinen Errungenschaften -, ob das jetzt alles war. Arbeiten, Ausruhen. Arbeiten, Ausruhen. Beim Einschalten des Fernsehers oder Laptops wurde mir in wohlproportionierten Häppchen vermittelt, was mir alles fehlt und was mein Leben einfacher und besser gestalten könnte. Wenigstens das ließ sich regeln, natürlich mit Geld. Aber sollte es wirklich immer nur Geld und Arbeit sein, die mein Leben maßgeblich steuern? Papier, Münzen und ein Bürostuhl?

Aussteiger-Tag

Was wäre aber, wenn ich mehr Zeit hätte?

Ich könnte in Ruhe Preise vergleichen und gesund-kostenbewusst einkaufen, mein Essen selber kochen, alle Versicherungen auf ein reduziertes Optimum trimmen, ohne Stress mit dem Rad fahren und in Buchhandlungen oder Büchereien verweilen statt Bücher kaufen zu müssen. Ich hätte nicht mehr ständig das Gefühl, etwas zu verpassen und müsste mich in meiner geringen Freizeit zum Ausgleich nicht mehr mit teuren, hochwertigen oder luxuriösen Dingen beglücken. Auch bräuchte ich diese vielen Kleidungsstücke nicht mehr, denn ich wäre ja mit mir rundum zufrieden, wie ich auf Reisen mit den wenigen Sachen im Rucksack oder Koffer immer wieder feststellen muss. Auch verreisen könnte ich wesentlich günstiger, weil ich nicht mehr zu den teuersten Zeiten reisen muss und auf echte Schnäppchen zurückgreifen würde. Und letzten Endes bräuchte ich niemandem mehr etwas zu beweisen, denn einen gewissen Status muss ich schließlich nur im Verhältnis zu anderen erzielen und das wäre nun ebenfalls hinfällig… womit auch der letzte Pfeiler des Materialismus „Meine Wohnung, mein Auto usw.“ umgekippt wäre.

»Klingt alles zu schön, um wahr zu sein.«, denken wir uns, weil das aus den unterschiedlichsten, individuellen Gründen nicht möglich oder umsetzbar zu sein scheint. Uns fallen bei diesem Gedanken gleich mehrere vernichtende Faktoren ein und machen damit – obwohl wir vielleicht unzufrieden mit unserer Situation sind – gleich wieder eine ziemlich wertvolle Schublade zu.

Wäre es wirklich so schlimm, in einer kleineren Wohnung zu leben, die nur so viel Platz hat, wie wir wirklich brauchen? Dann müssten wir weniger putzen, bräuchten nur ein paar Möbel und würden weniger Strom, Wasser und sonstige Nebenkosten verbrauchen. Wäre es nicht befreiend, wenn wir nicht mehr ständig Markenklamotten kaufen müssten? Wenn wir uns auf Reisen mal in einem Dorf oder auf einer Insel ohne diese ganzen Shops befinden, haben wir schließlich auch kein Kaufbedürfnis. Sind die Markensachen nicht größtenteils nur dazu da, um unser Selbstbewusstsein aufzupimpen?

Als Kommunikationswirtin weiß ich, wie man Menschen zum Kaufen animiert und mit welchen Mitteln und Strategien man seine Produkte und Dienstleistungen bestmöglich anpreist und doch falle ich selbst immer wieder darauf rein. Und dies baut größtenteils auf unseren Schwächen auf:

 Während man nach dem Krieg froh war, die eigenen Grundbedürfnisse (Dach über dem Kopf, Kleidung, Nahrung) stillen zu können und den Zusammenhalt innerhalb der Familie zu haben, kämpfen wir heute mit einem riesigen Überangebot. Früher freute man sich über kleine Dinge, heute reicht selbst groß nicht mehr. In der Welt der Superlative suchen wir nach Dingen, die uns noch glücklicher machen und lassen uns dabei von der Werbung und Trends leiten. Und wenn alte Menschen bei der Frage nach dem Glück sagen, dass sie darunter einfach Zufriedenheit verstehen, ist das den jüngeren Generationen viel zu wenig. Schon in der Schule leben uns ja die reicheren Kinder ein besseres Leben vor und legen damit den Grundstein für den Glauben, dass nur In ist, wer was zu bieten hat. Gesundheit und Familie verstehen sich von selbst, wir wollen gut aussehen, modern sein, reisen, ausgehen, Spaß haben, diverse Hobbys ausleben und uns mit Dingen umgeben, die unser Leben schöner und einfacher machen. Wir wollen alles und das am besten so schnell wie möglich!

Falscher Umgang mit GeldDieser Lifestyle hat insbesondere für gering Verdienende den Haken, dass die meisten sich auch nach diesem Glück versprechenden Leben sehnen und mehr Geld ausgeben als sie eigentlich haben und damit am Ende genau ins Gegenteil rutschen: Völlige Unzufriedenheit. Sie nehmen unüberlegt Kredite auf für den kommenden Urlaub, den großen Flachbildschirm oder andere – für ihre Verhältnisse – teure Luxusgüter, ohne über die weitreichenden Konsequenzen nachzudenken. Wir haben zwar jeden Tag unser Geld in der Hand, nehmen uns aber fast nie Zeit, uns einen genauen Überblick über unsere Ausgaben zu machen. Meistens möchten wir das wegen einer ziemlich frustrierenden Antwort darauf lieber gar nicht wissen. Schließlich haben wir heute nicht mehr nur einen einzigen Traum, den es zu leben gilt – wir haben unzählige. Das Leben ist schließlich Jetzt. Und »Verzicht« ist ein Wort, das nicht mehr in unseren Alltag passt.

zeitundbequemZeit ist Geld, so das Credo der Leistungsgesellschaft. Damit ist in der Regel gemeint, dass wir in unnötig verlorener Zeit kein Geld verdienen. Aber in Wirklichkeit kostet die Arbeitszeit viel Geld. Wir haben wenig Freizeit und die heißt es bestmöglich zu genießen. Daher brauchen wir alle zur Verfügung stehenden Mittel, die unser Leben angenehmer machen und von lästigen Arbeiten befreit. Dank unserer neuen Bequemlichkeit setzen wir nicht mehr Kopf und Körper ein, sondern lassen nur noch andere oder Maschinen für uns arbeiten. Komfort heißt das Zauberwort, ob das nun die breiteren Sitze in der Business-Class oder speziell zugeschnittene Pflaster für jeden erdenklichen Individualfall sind – da sind der werbenden Phantasie keine Grenzen gesetzt. Es geht immer noch besser, schneller, kleiner, handlicher, kompakter und effizienter. Und wir haben das Gefühl, all das zu brauchen.

 

Alles gut und schön, aber wie kann man aus dem System aussteigen, ohne eine beruhigende Million Euro auf dem Konto zu haben?

Zunächst ist es meiner Meinung nach wichtig, dass Begriffe wie Aussteigen und Auszeit in ihrer Bedeutung nicht zu eng gefasst werden. Aussteigen heißt z. B. nicht automatisch, dass man ab diesem Moment nur noch auf einer fernen Insel rumlungert und sich im Schatten von Palmen massieren lässt. Ich für meinen Teil habe über 16 Jahre lang hart gearbeitet und dabei Unmengen meiner Freizeit geopfert. Aber ohne dem nachzujammern, sehe ich hier die vielen positiven Aspekte: Ich konnte mir dadurch viele wundervolle Reisen und anderen Luxus leisten und mir zudem ein enormes fachliches Know-how aneignen, mit dem ich heute problemlos ein neues Unternehmen gründen oder leiten könnte.

In Coachings habe ich mir sagen lassen »Sie sind der Experte Ihrer selbst.«, was bedeutet, dass niemand besseres als ich selbst entscheiden kann, was gut für mich ist. Ich habe zurzeit nur etwas Erspartes in Höhe eines neuen Kleinwagens und keine Million Euro auf dem Konto. Früher hatte ich immer bei dem Gedanken an die Aufgabe meines Jobs die Angst, dass das Geld alsbald weg wäre und ich dann mit leeren Taschen in die Ausweglosigkeit rutschen würde. Aber warum sollte es so schlecht laufen? Es gibt nicht nur schwarz und weiß, weshalb ich den Ausstieg aus dem Berufsleben ebenso wenig unendlich sehe wie den Ausstieg aus meinem Auto, in das ich irgendwann wieder einsteigen muss, um weiter zu kommen. Für mich ist es eine Art Findungsphase, in der ich für mich selbst und ohne Einflüsse von außen feststellen kann, was und wie viel ich brauche, wo ich leben möchte, was mich interessiert und was mich erfüllen könnte.

Und wie der Zufall es will, las ich kürzlich in einem Ratgeber einer 65-jährigen Autorin ihre Weisheit für ein besseres Leben: »Wähle bei allem, was du tust, den Weg des geringstmöglichen Energieaufwandes bei größtmöglicher Wirkung!« und beschreibt damit ziemlich genau das, was ich mir für mein zukünftiges Leben vorstelle: Wenn ich weniger Geld ausgebe, muss ich weniger arbeiten. Wenn ich weniger arbeite, habe ich mehr Freizeit. Wenn ich mehr Freizeit habe, kann ich meinen kreativen Gedanken freien Lauf lassen. Wenn ich meinen Gedanken freien Lauf lassen kann, fällt mir vielleicht etwas ein, mit dem ich einfacher Geld verdienen kann als bisher.

Ein schöner Traum, aber wird auch einer bleiben, werden viele jetzt denken. Nur wenn man es nicht versucht, wird es ganz sicher einer bleiben. Schon in den letzten zwei Monaten, in denen ich sozusagen frei bin, habe ich auf dem Papier zwei neue Projekte ausgearbeitet, auf die ich im stressigen Arbeitsalltag wahrscheinlich nie gekommen wäre – geschweige denn Zeit gehabt hätte, sie überhaupt umzusetzen. Ich habe etwa ein bis zwei Jahre Zeit, um meinen ganz eigenen Weg zu gehen und wenn wider Erwarten alle Stricke reißen sollten, müsste ich mir eben wieder eine herkömmliche Arbeit suchen. Und auch hier werden nun einige sagen, dass das nicht so einfach sei. Aber wenn man clever ist und nicht auf dem hohen Ross sitzt, nur in seinem eigens erlernten Beruf einen Job zu finden, dürfte das kein Problem sein. (Ich habe aus Arbeitgebersicht eher die Einsicht gewonnen, dass man kaum gute Leute findet…)

Wege entstehen dadurch, dass man sie geht

Aber das Leben ist teuer, wie soll das funktionieren?

Die hohen Preise in Deutschland und Europa sind eines der Punkte, die mich insbesondere seit der Euro-Umstellung regelmäßig umhauen. Vor meiner Abreise hatte ich zum Abschied noch schnell einen Käsekuchen in einem Café gekauft für 24 €, also fast 50 Deutsche Mark nur für einen einfachen Kuchen. Während heute 150 € für einen guten Pullover fast normal sind, hätte ich dafür früher keine 300 DM ausgegeben. Nur unser Gehalt, das hat sich leider nicht verdoppelt. Hinzu kommen die Kosten, gegen die man sich ohnehin nicht wehren kann: Wohnung, Möbel, Strom, Wasser, Nebenkosten, Essen, GEZ, Hausrat-, Haftpflicht- und Unfallversicherung sowie Zusatzkosten bei Ärzten. Dann brauchen wir natürlich noch Telefon, Internet und Mobilfunk. Hinzu kommen Reisen, Frisör, Hobbys, Kleidung, Ausgehen, mindestens ein Fortbewegungsmittel und so weiter.

In Deutschland und vielen anderen Ländern Europas mit wenig Geld zu leben, ist alles andere als einfach. Nicht nur, dass die beschriebenen Grundverpflichtungen schon immens hoch sind – man wird auch ununterbrochen zum Kauf animiert, dem man sich durch die enorme Präsenz kaum entziehen kann. Aber es gibt heute durchaus viele Menschen, die gänzlich ohne Geld leben und sogar auch reisen, was ich bewundernswert finde, jedoch nicht mein persönliches Ziel wäre. Hierbei gilt es meist Opfer zu bringen, die nicht jedermanns Sache sind: Tauschen, Gegenleistungen erbringen oder ähnliches. Das ist Geschmacksache und hängt zudem vom gewünschten Lebensstandard ab.

Der hohe Lebensunterhalt bewegt seit Jahren viele Deutsche dazu, sich in einem Land mit deutlich geringerem Preisniveau niederzulassen. Macht ja auch Sinn bei der Überlegung, dass ich mit meinem Ersparten z. B. in einem asiatischen Land mindestens fünf Jahre länger leben könnte, ohne auch nur einen Finger krümmen zu müssen. Leider geht das nur oftmals zu Lasten der in Deutschland lebenden Bevölkerung, weil viele Auswanderer zwar diverse Sozialleistungen weiterhin aus Deutschland beziehen (und teilweise sogar noch neue Ehepartner über die Krankenkassen mit einbinden), im Gegenzug aber kein Geld mehr in Deutschland einbringen.

Mir persönlich war es daher wichtig, dass mein Ausstieg nicht zu Lasten der Allgemeinheit geht. Ich beziehe kein Arbeitslosengeld oder anderweitige, staatliche Unterstützungen und bediene private Kranken-, Pflege- und Rentenversicherungen. Dafür bezahle ich im Gegenzug aktuell keine Miete mehr, habe keine Nebenkosten und keinen Festnetz- oder Internet-Anschluss, und auch so einiges anderes, was zum alltäglichen Leben dazu gehört, fällt ebenfalls weg. Bis zum Ende des Jahres werde ich meine Versicherungen genauer unter die Lupe nehmen und weiter deutlich einschränken. Wie viel ich also tatsächlich monatlich zum Leben brauche, wird sich noch herausstellen.

Meine Lösung zur Beantwortung der Frage, wie man mit wenig Geld auskommen kann, ist schlicht und einfach Verzicht bzw. Einschränkung und das ist ehrlich gesagt gar nicht mal so wahnsinnig schwer:

  • Unnötige Wertverluste: Durch den Verkauf des Großteils meines Besitzes fiel mir der extreme Wertverlust vieler als eigentlich wertvoll eingestuften Sachen auf. Daher überlege ich inzwischen mehr als zwei Mal, ob der Kauf eines speziellen Produktes wirklich Sinn macht oder ob es Alternativen gibt (z. B. gebraucht kaufen, nur ausleihen oder wirklich notwendig?).
  • Alternativen finden: Auf meiner aktuellen Reise muss ich mich mit dem zufrieden geben, was ich dabei habe. Fehlt etwas, muss ich eine Lösung finden, wie ich ein Problem mit dem wenigen – was da ist – lösen kann und erstaunlicher Weise findet sich da immer ein Weg.
  • Kleinvieh macht großen Mist: Obwohl ich zurzeit nicht wirklich auf jeden Cent achten muss, werden mir die extremen Einsparmöglichkeiten in der Summe immer bewusster. So kann ich z. B. für einen einzigen Coffee to go im Café für 3,50 € über zwei Wochen lang meinen eigenen Café Latte machen. Oder ich stehe vor einem netten Hotel für 69 € die Nacht in einer tollen Großstadt und entscheide mich dann doch für den 15 € Campingplatz, denn dafür kann ich dort 4 Nächte zum Preis von 1 bleiben.

Insbesondere bei letzterem Punkt kann man im Alltag wahnsinnig viel Geld sparen, sofern man das überhaupt möchte. Für die, die Träume haben und diese auch leben wollen (sie kosten ja meistens Geld), ist dies definitiv der richtige Ansatz, um diese zu verwirklichen. Und wenn das nicht reicht, muss man eben vielleicht temporär noch etwas mehr arbeiten als bisher, um das gewünschte Ziel zu erreichen. Leider können wir nicht alles haben und man muss sich auch vielleicht auf einen Traum und nicht viele verschiedene konzentrieren. Wer bereit ist, sich einzuschränken und mit weniger zu leben, kann auch weitere Schritte in Richtung Freiheit  gehen.

 Aussteigen sich reduzieren

Schöne Beispiele von Menschen, die mit wenig oder ohne Geld leben und/oder reisen, sind als Inspiration:

 

Auszeit und Ausstieg für Jedermann?

Nein! Viele wünschen sich möglicherweise einen Ausstieg oder auch irgendwoanders ein neues Leben zu beginnen, wo dann plötzlich alles viel besser wird. Aber ganz so einfach ist das leider nicht. Wer unglücklich oder unzufrieden ist, sollte zunächst nach der Ursache suchen. Manchmal ist es der zu stressige Beruf, eine unglückliche Beziehung oder auch finanzielle Probleme, aber all das wird sich wahrscheinlich nur aufgrund eines Ortswechsels nicht großartig verändern. Außerdem ist zu bedenken, dass man seine gewohnte Umgebung verlässt, von Freunden und Familie räumlich getrennt ist, viele Ängste ablegen muss (Artikel „Traumterroristen & Sehnsuchtskiller„) und auch im Ausland mit diversen Problemen konfrontiert werden wird. Viele übersehen zudem, dass das Leben gerade in anderen Kulturkreisen nicht immer so einfach ist, wie es vielleicht mal im 2-wöchigen Urlaub den Anschein machte. Welche Möglichkeiten es bei einer Auszeit gibt, habe ich in dem Artikel „Job aufgeben… und dann?“ zusammen gefasst.

Für mich als leidenschaftlich Reisende lag es rückblickend eigentlich nahe, dass ich den Rest meines Lebens nicht mit einem 9-7 Bürojob verbringen würde. Hinzu kam, dass ich mich überall auf der Welt immer sehr schnell heimisch fühle, was mir eine einigermaßen große Sicherheit gab, dass ich mich nicht ständig von Ort zu Ort flüchten müsste. Aber dennoch ist mir der Ausstieg aufgrund der vielen gewohnten Dinge um mich herum extrem schwer gefallen, wie ich in „Die Königsdisziplin: Loslassen“ beschrieben habe. Mittlerweile bin ich wiederum unglaublich erleichtert, diesen ganzen materiellen Ballast nicht mehr an den Füßen zu haben und frei entscheiden zu können, wie und wo sich meine weitere Zukunft abspielt.

Eine Auszeit oder ein Sabbatical, wie man es heute nennt, halte ich nach den jetzigen Erfahrungen für einen unglaublich sinnvollen und wertvollen Schritt; und sei es lediglich für drei Monate. Einfach nur, um zu sich selbst zu kommen, loszulassen und mal wieder das Gefühl von persönlicher Freiheit und Genuss zu bekommen. Bei Abiturienten ist es mittlerweile gang und gäbe, sich eine mehrmonatige bis einjährige Orientierungsphase im Ausland vor dem Studium zu gönnen. Für Angestellte und Freiberufler scheint das mal eben zwischendurch nicht möglich zu sein, aber oftmals scheitert es dabei schon allein an der Frage nach einer bestehenden Möglichkeit. Ich selbst hatte früher immer den Wunsch, ein Jahr auf Weltreise zu gehen. Den Traum hatte ich stets sofort verworfen aus Angst, dass ich danach nicht wieder zurück in’s „normale Leben“ finden würde. Auf die Frage, was denn daran so schlimm gewesen wäre, habe ich bis heute keine Antwort gefunden.

 

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205 Kommentare

  • Antworten
    Jonas
    17. September 2014 um 5:57

    Ein schöner und interessanter Text mit vielen wichtigen Gedanken, vielen Dank dafür.
    Ich stehe selbst grad vor einer halbjährigen Auszeit von allem und bin gespannt wie sich meine Gedanken über diese Themen, die immer mal wieder aufflackern, in den nächsten Monaten entwickeln werden.
    Gute Reise weiterhin!

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 5:35

      Hallo Jonas,
      sehr gerne, vielen Dank für’s Lesen und dein Feedback!
      Wirst sehen, das wird eine tolle (und sehr wichtige) Zeit.
      Viele Grüße & viel Glück!
      Ute

    • Antworten
      Michel
      15. August 2016 um 9:39

      Sehr guter Artikel. Vielen Dank dafür!
      Gedanklich und gefühlsmäßig bin auch ich vor einigen Jahren aus den gleichen Gründen „ausgestiegen“. Im Oktober 2015 habe ich es dann wahr gemacht, und bin ab nach Nordkroatien. Allerdings bin ich fast schon 60 Jahre alte heute, habe einfach zu lange Bammel vor dem Schritt gehabt.
      Bin auch nicht als wohlhabender Privatier oder Rentner in der Fremde, sondern überlebe als Teil-Selbstversorger.
      Man ist dem Leben spürbar näher, so empfinde ich das. Allerdings habe ich auch die Erfahrung gemacht, dass Behörden, Krankenkassen u.s.w. oft Schwierigkeiten haben, solche „Aussteiger“ irgendwo einzuordnen. Mit Formalitäten und Formularen habe ich daher sogar aktuell noch ein bisschen zu kämpfen.
      Gruß und alles Gute
      Michel

  • Antworten
    Planet Hibbel
    17. September 2014 um 6:17

    Wie immer ein sehr spannender Bericht, liebe Ute! Wenn ich das so lese bin ich jedenfalls saufroh auf Weltreise gegangen zu sein, als diese noch halbwegs bezahlbar war. Damals hatte ich mir 20.000 Mark angespart und bin damit ein Jahr ausgekommen. Inkl. Flügen. 10.000 € sind heutzutage ja geradezu lächerlich wenig. Allein die Preise in Australien müssen sich seit meiner Zeit dort mehr als verdoppelt haben. Früher hätte ich jedenfalls nie im Leben 7 Mark für nen Kaffee ausgegeben. Den gabs höchstens auf der Piazza Roma in Venedig. Da zahlt man dann heute 16 €. ;). LG, Nadine

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 5:39

      Hi Nadine,
      mich hat in Sachen Preisen vor kurzem Norwegen schockiert und da denkt man noch einmal mehr über die Möglichkeiten des Sparens und Einschränkens nach, also wenigstens ein guter Lerneffekt ;)
      Ich bin jedenfalls selbst gespannt, wie sich mein Ausgabeverhalten in Zukunft entwickeln wird…
      Viele liebe Grüße und Danke für deinen Kommentar!
      Ute

  • Antworten
    Dominique
    17. September 2014 um 6:30

    Hallo Ute,
    ein toller Text – ich kann dem allen nur zustimmen.
    Ich habe vor 2 Monaten meinen Konzernjob gekündigt und bin auch gerade dabei, auszuloten, was ich wirklich will im bzw. vom Leben.
    Und eine Auszeit Anfang nächsten Jahres ist dabei auch schon im Gespräch…! :-)
    Auf jeden Fall finde ich toll, was Du machst und lese gerne Deine Artikel.
    Viele Grüße aus der alten Heimat Kölle,
    Dominique

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 6:10

      Hallo liebe Dominique,
      wow, das klingt aber auch nach einem großen Schritt! Vielleicht fällt dir dann gerade auch – wie mir vor einiger Zeit – auf, wie wenig man durch den Job und das ganze Drum und Dran eigentlich weiß, was man überhaupt möchte. Wünsche dir alles Gute für die weiteren Steps!
      Freue mich schon wieder auf Köln ;)
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Janine
    17. September 2014 um 6:30

    Vielen Dank liebe Ute für diesen tollen Artikel. Dir scheint es richtig gut zu gehen und das freut mich total :)
    Ich verbringe meine Zeit noch im Büro, aber seit diesem Jahr hab ich auch ein Ziel, eine Auszeit, vor Augen. Nicht zuletzt auch deine Entscheidung und Umsetzung hat mir Mut gemacht und mir vor Augen geführt, dass es jetzt wirklich mal Zeit ist. Jetzt oder Nie. Nagut es dauert zwar noch etwas bis das nötige Geld zusammen ist, aber ich übe mich seitdem in Verzicht. Und das klappt super. Aber natürlich nur weil ich einen Traum verfolge und dieser gibt mir die nötige Motivation. :)
    Der letzte Urlaub in Asien hat mir noch einmal bewusst gemacht, dass ich frei sein möchte! Frei, ungezwungen und das Leben in vollen Zügen genießen. Das Besitz nur zweitrangig ist, habe ich in meinem Leben schon früh gelernt. Die Reisen in fremde Kulturen haben dies aber nur noch unterstützt.
    Das einzige was mir Bauchschmerzen bereitet: kann ich mir bis zum großen Absprung überhaupt noch andere Reisen leisten? Eigentlich will ich jeden Cent zur Seite legen, andersrum möchte und kann ich zumindest aufs Reisen nicht verzichten.
    Während ich also versuche dieses Problem zu lösen, wünsche ich dir weiterhin eine ganz ganz tolle Zeit liebe Ute. Bist du noch in Island?
    Liebe Grüße Janine

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 6:17

      Hey Janine,
      oh, deine Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich habe vor meinem Abschluss von allem mehrere Monate keine Reise mehr unternommen, weil das auch zu stressig gewesen wäre – und schließlich kann man dann ja am Ende richtig lang und viel reisen ;) Vielleicht kannst du ein paar Kurztrips einbauen, ich habe in den letzten Wochen die Erfahrung gemacht, dass man gar nicht immer sooo weit fahren muss, um sich an einem schönen Platz erholen zu können oder die Seele baumeln zu lassen.
      Freut mich jedenfalls sehr, dass ich einen kleinen Schritt dazu beitragen konnte!!
      Ganz liebe Grüße und drücke dir die Daumen für deine weitere Vorbereitung und Reise!
      Ute

  • Antworten
    Tanja
    17. September 2014 um 6:45

    Ja, ja, das liebe Geld. Ich versuche trotz Reiseblog jetzt mal Wohnung vergößern, um im Sommer auf einer Terasse und einem kleinen Garten leben zu können. Inventar muss radikal eingespart werden, dafür bleibt nämlich nicht so viel Geld, da ich weiter auch verreisen will. Die Lebenskonzepte was das Thema Geld angeht sind so wild wie unterschiedlich, ich habe mich sehr über deinen Beitrag gefreut und bin soo gespannt wie es bei dir weitergeht.
    Alles Liebe,
    Tanja

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 6:26

      Hallo Tanja,
      Terrasse und Garten sind etwas wunderschönes und gibt immerhin die Möglichkeit für kleine Auszeiten, kann dich gut verstehen. Ich kann dir nur zustimmen, jeder hat seinen Weg und meiner ist vielleicht auch nur eine Zeiterscheinung ;)
      Viele liebe Grüße und wünsche dir einen schönen Herbst,
      Ute

  • Antworten
    Ute
    17. September 2014 um 7:24

    Liebe Ute,
    ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wo es Dich noch hin treibt und Du am Ende landest!
    :-)
    Ich habe mit 29 den ersten Job gekündigt und dann ganz andere Wege eingeschlagen. Der jetzige Job macht viel Spaß, ich werde aber auch Stunden reduzieren, um mehr Zeit für die Hobbys zu haben. Außerdem habe ich mir einen Mitbewohner gesucht, dass reduziert die Miete und man wechselt sich beim putzen ab.
    Und vielleicht werde ich mit 50 noch mal eine 180-Grad -Drehung machen und als übergewichtige tibetanische Tempeltänzerin arbeiten, wer weiß!
    LG
    Ute

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 6:40

      Liebe Ute,
      also als tibetische Tempeltänzerinnen wärst du mir sehr sympathisch, vor allen Dingen übergewichtig ;) Find ich super, was du machst und ich bin sehr gespannt, wie ich das selber umgesetzt bekomme.
      Wünsche dir eine schöne Zeit und Danke für deine immer sehr unterhaltsamen und tollen Kommentare!!
      Ute

  • Antworten
    Ramona
    17. September 2014 um 8:36

    Dieser Bericht kam für mich wie gerufen. Ich überlege schon lange hin und her um weniger zu Arbeiten und mehr Freizeit zu haben. Mich hat es immer so gestresst im Sommer im Büro zu sitzen während man draussen die schönsten Sachen erleben könnte…darum habe ich mich entschieden das ich noch ein wenig Vollzeit arbeite und in etwa einem Jahr runterschraube. Auch ich mag es mal Markenklamotten zu kaufen und habe mittlerweile eine grosse Wohnung, hatte aber früher da Gegenteil. Ich war immer sehr sparsam und die Leute fragten mich immer wie ich soviel Geld sparen konnte, die Antwort ist relativ einfach und doch so schwierig umzusetzen: einfach nicht ausgeben! Ich habe lange in einer kleinen Wohnung gelebt, ein kleines Auto gefahren und immer günstig (und doch gute) Lebensmittel eingekauft. Auch bin ich erst mit 24 von zu Hause ausgezogen. Fazit: Mann kann nicht alles auf einmal haben, man muss Prioritäten in seinem Leben setzen und meine Priorität ist nun mehr Freizeit zu haben.:-)

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 6:58

      Hallo liebe Ramona,
      freut mich, dass du meine Einstellung teilst und auch den Mehrwert der Freizeit siehst. Ich merke schon des öfteren, dass ich immer mal wieder in das alte Geldausgabe-Muster verfalle und denke, dass es eine Zeit braucht, bis man mal auf ein verhältnismäßig niedriges Allgemein-Niveau kommt. Aber das wird schon ;)
      Vielen Dank, dass du deine Gedanken hier geteilt hast!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Patrick
    17. September 2014 um 9:14

    Ich glaube, es ist eine Ausrede, dass in den letzten Jahren oder speziell seit dem Euro alles teurer geworden wäre. Zum einen ist in fast 13 Jahren eine Teuerung von ca. 30-35% völlig normal. Aber das eigentliche Problem ist, dass sich die Einstellung zum Geld geändert hat.
    Ja, vor 13 Jahren hätten wir vielleicht keinen Kaffee für 7 Mark gekauft. Damals wäre aber auch niemand auf die Idee gekommen, den überhaupt anzubieten. Bis dann mal einer damit anfing und seitdem kaufen die Leute das Zeug. Der Kaffee an sich dürfte in dieser Zeit nicht wirklich so teuer geworden sein.
    In meiner Familie wird auch gejammert, dass das Einkaufen im Supermarkt heute doppelt so teuer wäre als „früher“. Aber heute liegt im Kühlschrank auch nicht mehr die billige Rama-Magarine sondern ein dreimal teureres Produkt.
    Die Ansprüche steigen eben und das dürfte das eigentliche Problem sein. Wer Geld hat, wird es schon los. Sich selbst einzuschränken – wie du es hier vorschlägst – ist wesentlich zielführender als sich über die Preise zu beklagen.
    Beste Grüße,
    Patrick

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 7:37

      Hi Patrick,
      vielen Dank für deine Meinung. Ich persönlich sehe in der regelmäßigen Preissteigerung schon auch ein Problem, denn das Einkommen der meisten Arbeitnehmer entwickelt sich der Teuerung leider nicht entsprechend mit. Wenngleich die Preissteigerung in den vergangenen Jahren als durchschnittlich bezeichnet werden kann, hat sich doch die Gewichtung der verschiedenen Ver- und Gebrauchsgüter nach der Euro-Umstellung verändert, welche dem Verbraucher subjektiv stärker aufgefallen sind. Gleichzeitig sehe ich noch weitere Probleme, z. B. Thema Private Krankenversicherung: In den letzten 25 Jahren haben sich die Beiträge zum Teil um mehr als 65% erhöht. In meinem Alter mit einem Beitrag von aktuell über 400 € monatlich fällt es nicht schwer auszurechnen, dass ich mir den entsprechend angepassten Beitrag im Alter von 70 sicher nicht leisten können werde und auch diese Fakten erfordern meines Erachtens ein Umdenken, auch schon zum jetzigen Zeitpunkt.
      Mit der Einstellung zum Geld hast du vollkommen Recht und da hat die Werbung meines Erachtens schon einen sehr großen Einfluss auf uns.
      Wünsche dir eine schöne Zeit in Thailand & viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Nima Ashoff
    17. September 2014 um 12:26

    Hey Ute,
    wieder einmal ein toller Bericht, der mir aus dem Herzen spricht! Wir sparen seit einigen Monaten auf unser Wohnmobil hin, um damit ortsunabhängig zu leben und zu arbeiten. Seit vorgestern ist „Horst“ gefunden und in ca. 12 Monaten soll es dann losgehen. Dafür ist und war Sparen notwendig, was mir aber nicht schwer fällt, denn das meiste brauchen wir doch gar nicht. Klar ist der Kaffee beim Bäcker bequem, hat dann aber auch seinen Preis. Da mache ich mir doch lieber einen zu Hause…
    Mein Motto ist eigentlich immer „keep it simple“ und dazu gehört auch, mich von Ballast freizuhalten. Spart Geld, Platz und bietet mehr Flexibilität.
    Werde deinen Artikel auf jeden Fall teilen, das ist ein Muss!
    Liebe Grüße
    Nima
    ps. Unser WoMo „Horst“ kannst du übrigens auf der facebook Seite von Abenteuer Spanien sehen – ein feuerroter Oldtimer :-)

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 8:20

      Hallo Nima,
      ein sehr schönes Vorhaben, das ihr da habt und vor allem Dingen angenehm geräumig! Und auch super, dass ihr euch so viel Zeit nehmt und das alles in Ruhe zu planen scheint.
      Wünsche euch alles Gute und vielen Dank auch für’s Teilen!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Globetourists
    17. September 2014 um 14:11

    Super Artikel!

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 8:23

      Vielen Dank <3

  • Antworten
    Michael
    17. September 2014 um 14:29

    Ich schreibe dir aus 12 Jahren Erfahrung in ähnlicher Art zu leben:
    Das ist alles wunderbar und ich traue dir auch den angestrebten Verzicht zu. Den habe ich auch gut vollzogen. Es gibt dabei einen ganz anderen Gegner, und der heißt „persönlicher Antrieb“! Du kannst dir noch nicht vorstellen, was die momentan zwanglose Taktung deines Tagesablaufs mit dir anstellen wird. So wunderbar dieses Leben ist, du wirst „ineffektiv“ werden. Achte darauf, wirklich Quellen zu erhalten, die dich in irendeiner Weise anstacheln und nicht träge werden lassen. Eh man es sich versieht, gerät man in eine Frührentner-Motivation, was sich dann leider auch allmählich auf die Arbeit des Kopfes auswirkt. Der Mechanismus des „Nicht mehr müssens“ kann über längere Zeit zu einem „Nicht mehr können“ tendieren (psychomotorisch). Momentan hast du zwei Projekte, mit denen du dich beschäftigst. Erhalte dir immer soetwas, und bedenke dabei auch, dass dieses von allem befreite Leben einen auch von den meisten sozialen Kontakten befreit. Denn all die normentreuen Sollerfüller werden sich kaum noch mit dir beschäftigen wollen, sei es aus Neid auf deine Freiheit, oder aus Intoleranz gegen diesen Lebenswandel. Dir sollte also klar sein, dass du die motivierenden Mechanismen für dich am Laufen halten musst und dir dabei kaum jemand helfen wird, es sei denn du findest einen gleichgesinnten Kreis. Als Inselleben ist das freie Leben inmitten von Unfreiheit nicht leicht zu bewältigen. Und wie gesagt, die Hauptgegner sind der unmerklich entstehende Antriebsmangel und die fehlende Motivation. Denen muss man mit dem eigenen Potenzial und seinen inneren Präferenzen aktiv entgegen arbeiten. Wenn man das wirklich schafft, braucht man in der Tat wenig Geld und schon gar keine „berufliche Erfüllung“.

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 8:39

      Hallo Michael,
      vielen Dank für diesen wertvollen Hinweis! Für mich persönlich kommt diese Gefahr nicht in Betracht, da ich nicht nur diesen (zeitintensiven) Reiseblog betreibe, sondern wie beschrieben auch immer etwas Geld wieder reinkommen muss – und das endet auch nicht nach zwei Projekten. In den vergangenen Monaten und Jahren habe ich beide Seiten von Aussteigern und Auswanderern kennengelernt: Die, die ein entspanntes Verhältnis zur Arbeit haben und sonst ein recht angenehmes, einfaches Leben führen und dann diejenigen, die damit nicht so gut umgehen können und sich mangels Alternativen mehr und mehr dem Alkohol gewidmet haben.
      Daher ist es vielleicht als positiv anzusehen, dass ich keine Million auf dem Konto habe, denn so geht der Antrieb nicht verloren, dass es weitergehen muss ;)
      Wünsche dir alles Gute und nochmals Danke für diesen ergänzenden Ratschlag!
      Viele Grüße
      Ute

    • Antworten
      Daniel
      23. September 2014 um 10:59

      @Michael
      Dieses Phänomenen ist sicher auch vielen Langzeitarbeitslosen bekannt.
      Man glaubt gar nicht wie schnell das geht. Ich habe eine Bekannte in der JVA. Dort gibt es Menschen, die eigentlich nichts schlimmes verbrochen haben, aber in den offenen Vollzug müssen, um es überhaupt auf die Reihe zu kriegen, morgens zu einer bestimmten Zeit aufzustehen. Anders schaffen sie es gar nicht, ihre paar Sozialstunden abzuarbeiten.
      Nun gut, so schlimm steht es glücklicherweise noch nicht mit Ute. ;-)

      • Antworten
        Ute
        23. September 2014 um 12:57

        Hehe, es sieht nicht danach aus, obwohl ich mir genau heute tatsächlich Gedanken darüber gemacht habe, wie viel Faulsein eigentlich gut für einen ist ;) Cool übrigens, dass du meinen Blog liest – habe euch vor kurzem noch einer Leserin empfohlen.
        Liebe Grüße
        Ute

  • Antworten
    Petra
    17. September 2014 um 22:25

    @Michael
    sehe ich ähnlich
    Liebe Ute,
    lieben Dank für deinen wunderbaren Blog und schönen Bilder. Du bist gerade in Island? Ich darf eine Isländerstute reiten, die eine Zeitlang im Hochland leben und aufwachsen durfte, bis sie dann nach D verschippert wurde.
    Jaja, das liebe Geld.
    Habe die Heidemarie Schwermer mal persönlich kennengelernt. Sie ist eine mutige Frau, die irgendwann mal aus dem Konsumwahn ausgestiegen ist.
    Seit 2008 lebe ich ohne einer Erwerbsarbeit nachzugehen oder von staatlichen Hilfen (die ich auch nicht bekommen würde) zu leben.
    Ich habe schon immer viel gespart. Gar nicht mal, weil ich wollte, einfach weil ich nicht viel benötige und dann das Geld einfach angelegt habe. Bei mir kam so mit der Finanzkrise das helle Erwachen, weil ich dachte „so ein Mist, jetzt hast du immer wie ein Eichhörnchen deine Nüsse (äh DM und dann Euros) zusammengetragen und jetzt, alles bald nix mehr wert?“ Und ich bin ausgestiegen, aus dem Hamsterrad (erst innerlich, später auch äußerlich). Bei mir setzte so Mitte dreißig auch die Erkenntnis ein, will ich das so ? oder will mir jemand weißmachen, dass ich das so will? Was will ich überhaupt? War das jetzt alles?
    Habe mir ausgerechnet, wieviel ich im Monat für mein Leben in D benötige und das dann hochgerechnet. Ohne Zinsen.
    Nachdem ich berechnet habe, dass ich bereits genügend Geld habe, habe ich gekündigt.
    Für Urlaube habe ich ein Jahresbudget.
    So war ich dieses Jahr schon auf Ibiza, in Portugal, Barcelona, Mallorca (ebenfalls mit einem alten VW Bus) und Rhodos.
    Eigentlich wollte ich schon immer mal nach Indien, aber bislang habe ich mich das noch nicht getraut, vielleicht im nächsten Jahr. Und da ich nicht nach Indien kam, kam Indien zu mir, in Form einiger netter und lieber Menschen, die ich regelmäßig treffe.
    Ein selbstbestimmtes Leben zu führen war immer mein Ziel. Und dieses Leben lebe ich. Es bedeutet nicht, dass ich immer glücklich bin oder zufrieden wie ein Buddha dasitze, aber ich wundere mich selbst, wie viel oder wie wenig ich benötige, um das Leben zu führen, das ich möchte.
    Wobei ich sagen muss, dass ich nicht annähernd soviel reise wie du. Und so tolle Reisen schon gar nicht, du hast mir da ganz neue Möglichkeiten eröffnet. Danke nochmals!
    Vielleicht werde ich nächstes Jahr mal 6 Wochen Indien am Stück angehen. Ich weiß es noch nicht. Oder Vietnam. Mit einem Freund ist auch eine Woche Irland geplant. Mal sehen.
    Mein Thema ist aber gar nicht so das Reisen (das dachte ich früher immer. Ich dachte, ich muss unbedingt die Welt bereisen), sondern das Thema Freiheit und ein selbstbestimmtes Leben führen. Ob das in D oder irgendwo sonst auf der Welt ist, ist mir im Moment nicht so wichtig, aber auch das kann sich ändern. Ich bin da ergebnisoffen, wie man so schön sagt.
    Wobei, ist das ganze Leben nicht wie eine lange Reise? Eine lange Reise in einem Zug zum Beispiel. Immer mal wieder begegnen uns Menschen, die uns ein Stück begleiten, aber einsteigen (geboren werden) und aussteigen (sterben) müssen wir alleine.
    Eine andere wichtige Erkenntnis:
    Ich muss überhaupt nichts mehr müssen. Es gibt nicht nur schwarz oder weiß, es gibt ein sowohl als auch. Wer a sagt, muss nicht b sagen. Du wirst für dich, liebe Ute ganz wichtige eigene Erkenntnisse treffen, erkennen, wer du bist (oder wer du nicht bist) und danach leben. Es wird immer eine Tür aufgehen und was kommen. Es geht nie zu Ende. Es sei denn, du wirst Alkoholikerin oder Heroin Junkie oder so, was ich jetzt mal nicht glaube.
    Seit 2008 habe ich gelernt, je mehr ich meine anderen Sinne aktiviert habe (also nicht mehr so hirnlastig bin, was uns ja antrainiert wurde) und mehr ins fühlen, sehen, riechen, schmecken und so komme, desto reicher wird mein Leben. Und ich teile gerne.
    Go with the flow, liebe Ute und ich freu mich schon, wenn ich schöne Nordlichtbilder von dir sehe. Das muss ja der Wahnsinn sein. Schon jetzt bist du mehrfache Millionärin im Sammeln von Eindrücken. Wenn das mal kein Reichtum ist.
    liebe Grüße und eine angenehme Reise weiterhin
    Petra

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 8:55

      Liebe Petra,
      vielen Dank für die Schilderung deiner Eindrücke, die ziemlich eindrucksvoll schildern, was da an Erfahrung noch vor mir (und anderen) liegt! Toll! Mit den Nordlichtern ist es leider nicht so gut gelaufen, wir haben uns ständig verpasst…
      Freue mich, wenn du meinem Blog treu bleibst!
      Viele liebe Grüße
      Ute

    • Antworten
      Ernst Mellacher
      21. September 2015 um 14:52

      Hallo Petra eigentlich hab ich diese Texte grade mal so überflogen. Dein Beitrag hat mich jedoch so an mich erinnert das ich dir schreiben möchte.lebst du deinen Traum immer noch, oder hat dich der Alltag wieder.Lg ernst

  • Antworten
    Mischa
    17. September 2014 um 23:06

    Liebe Ute,
    ein wunderbarer Artikel! Obwohl er superlang ist, habe ich jedes Wort verschlungen.
    Ich finde mich in jedem Satz wieder. Job kündigen, VW Bus kaufen, durch Nordeuropa tingeln, entschleunigen, trotzdem arbeiten (bloggen), neue Kreativität entdecken und die Frage: Was kommt dann?
    Habe fast zeitgleich zu dem Thema einen Artikel auf earthcity.de geschrieben :)
    Liebe Grüße
    Mischa

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 9:00

      Hi Mischa,
      freut mich sehr, dass du den Artikel trotz der Länge ganz gelesen hast. Wollte ihn eigentlich kürzen, habe aber kaum etwas gefunden, was ich in diesem Zusammenhang hätte weglassen können. Wen’s interessiert, der liest auch weiter, habe ich mir gedacht ;) Und sehr cool, dass wir ziemlich ähnliche Wege gehen, ist einfach ein sehr schönes Lebensgefühl gerade, oder? Wünsche dir weiterhin eine gute Fahrt, mir wird’s im Auto jetzt langsam ein wenig frisch hier im Norden.
      Viele Grüße & bis bald
      Ute

  • Antworten
    Reni
    18. September 2014 um 4:53

    Die Ankündigung deines Blogeintrags auf Facebook über Beduin Writer hat mich auf deine Seite geführt. Tolle Webseite und freue mich schon auf später, wenn ich Zeit habe den ganzen Artikel zu lesen.

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 9:04

      Hallo liebe Reni,
      freut mich sehr und viel Spaß beim Lesen! ;)
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Sarah
    18. September 2014 um 5:41

    Herzlichen Dank für diesen schönen Beitrag!
    Ich werde mich die nächsten Tage durch den „Rest“ lesen :-)
    Viele Grüße
    Sarah

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 9:05

      Hi Sarah,
      ich hab zu danken!! <3
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Ginni
    18. September 2014 um 7:53

    Ein schöner, unterhaltsamer und lesenswerter Beitrag – vielen Dank dafür! Für mich wäre der komplette Ausstieg, zumindest derzeit, noch nichts. Dazu stehe ich noch viel zu sehr am Anfang meines (Beruf-)Lebens. Interessant fand ich aber beim Lesen, dass ich viele Deiner Ratschläge bereits umsetze – aber eher unbewusst, offenbar lebe ich bereits schon etwas reduzierter, als manch anderer.

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 9:19

      Hallo Ginni,
      hört sich super an! Diese Lebenseinstellung besteht auch aus vielen unterschiedlichen Prozessen, die nicht alle zusammen an einem Tag entstehen, sondern sich langsam entwickeln. Meines Erachtens ist eines der wichtigsten Punkte, dass man nicht so viel Krempel ansammelt, dass man darin irgendwann förmlich erstickt. Aber das wird dir dann nicht passieren und das ist bereits viel wert.
      Vielen Dank für deinen Kommentar und viele Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Kati
    18. September 2014 um 8:10

    Liebe Ute, vielen Dank für diesen Artikel, er spricht mir aus meiner Seele, meinem Herzen und meinem Bauch.
    Weiter so!
    Liebe Grüße

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 9:21

      Hallo liebe Kati,
      vielen Dank für dieses klasse Feedback, freu mich sehr darüber!
      Liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Peter
    18. September 2014 um 8:40

    Klasse Artikel sehr schön geschrieben und bringt es auf den Punkt. Eigentlich bräuchten wir alles kein Geld mehr zum Leben es ist für alle genug da. Unter dem Stichwort „ohne Geld leben“ bin bin ich schon vielfach in meinem Blog http://www.uru-guru.de genau auf dieses Thema eingegangen.
    Einen Wermutstropfen habe ich aber dennoch oder eine Bitte, Die Schriftfarbe, sie dürfte etwas kräftiger sein. Ich habe mich beim lesen etwas schwer getan obwohl ich über einen sehr guten Monitor verfüge.
    Trotzdem weiter so.
    Liebe Grüße aus Uruguay
    Peter

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 9:35

      Hallo Peter,
      vielen Dank für deinen Kommentar und deine Meinung! Du befindest dich in einem Land, das ich sehr gerne einmal kennenlernen möchte! Die Schriftfarbe habe ich etwas dunkler eingestellt, ich hoffe, jetzt passt’s besser. Du nutzt wahrscheinlich Windows, da werden die Schriften meiner Seite leider etwas anders und schwächer dargestellt als beim Mac, wie ich festgestellt habe.
      Wünsche dir noch eine tolle Zeit in Südamerika!
      LG Ute

      • Antworten
        Peter
        18. September 2014 um 9:39

        Hallo Ute,
        nein ich nutze Linux und bin auch grafisch versiert. Ist aber jetzt etwas besser. danke!
        Ja Uruguay ist ein schönes Land und man sollte es unbedingt kennenlernen. Die Wenigsten wissen überhaupt wo es liegt!
        Liebe Grüße aus Uruguay
        Peter

  • Antworten
    Susanne
    18. September 2014 um 9:52

    Liebe Ute,
    vielen Dank – ich muss gestehen, ich dachte erst auch: Wie soll denn das gehen, ganz ohne Erspartes (oder sogar mit Schulden). Aber darum geht es gar nicht: Man muss sich bewusst machen, was man wirklich will und eben vor allem, was einen GLÜCKLICH macht (also nicht das neue Kleid, denn dieses Glück währt meist nicht allzu lange) und dann entsprechende Konsequenzen ziehen. Solange Dinge nicht konkret sind, lebt man vor sich hin, möglicherweise ist man dabei aber maximal unglücklich…
    Danke also für Tipps und Bericht!
    Susanne

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 10:00

      Hallo liebe Susanne,
      vielen Dank für deinen Kommentar und genau darum geht es, super beschrieben ;) Es wird viele Menschen geben, die das Leben genau so lieben wie es ist und das finde ich auch keineswegs verwerflich. Aber für die, die damit nicht zufrieden sind, ist die Reduktion ganz sicher ein guter Weg.
      Ganz liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Elsa
    18. September 2014 um 10:11

    Ziemlich viel Weihrauch!!

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 11:33

      Danke, Weihrauch ist’n geiles Zeug!

  • Antworten
    Godasa Das
    18. September 2014 um 12:09

    Hi there A good place for simple living &Concience thinking Costa Rica Central America info:http://es.wikipedia.org/wiki/Costa_Rica…..Pura vida Herman@s

  • Antworten
    Andreas
    18. September 2014 um 12:27

    Wir sind auf dem gleichen Weg. Die Wohnung ist weg, wir leben in einem 28 Jahre alten Wohnmobil und haben uns konsequent von allem getrennt. Auch wir fühlen uns erleichtert, dass wir den Ballast los geworden sind.
    Viele Grüße
    Andreas

    • Antworten
      Ute
      19. September 2014 um 4:17

      Hi Andreas,
      klasse, super Entscheidung! Mir fehlt jetzt auch nur noch der passende Mann ;)
      Liebe Grüße und alles Gute!
      Ute

      • Antworten
        Ernst Mellacher
        21. September 2015 um 14:58

        ….schade das ich erst jetzt auf deinen Blog gestossen bin. Ich träume von einem Ausstieg aus meinem Super Anzug Business leben seit ich denken kann und schaff es nicht. Wie geht es dir aktuell?? LG Ernst aus Graz

  • Antworten
    rieke
    18. September 2014 um 12:48

    Ute, das ist ein wahnsinnig inspirierender Artikel! So wie du es beschreibst, macht es alles Sinn! Du kannst alles in Worte fassen, was ich denke. Ab November bin ich auch wieder auf Achse und bin total aufgeregt. Diesmal möchte ich mehrere Monate in Südeuropa verbringen. Die Idee kam mir während meiner Auszeit in Oz. Ich meine, wieso schafft man es reibungslos, mehrere 1000 Kilometer entfernt einen gesamten Kontinent zu erschließen, im gleichen Zug aber nicht mal ein Nachbarland wie die Schweiz bereist zu haben?
    Ich denke, dass der gesellschaftliche Druck, der auch aus dem Familien- und Bekanntenkreis kommen kann, die härteste Prüfung ist.Dein Zitat “ niemand besseres als ich selbst kann entscheiden, was gut für mich ist.“ fand ich deshalb umso bedeutender. Ja, ich muss mich gut fühlen. Du hast eine aktive Leserin mehr. Alles Gute auf deinen Reisen!! :) vg rieke

    • Antworten
      Ute
      19. September 2014 um 4:51

      Hallo liebe Rieke,
      super Entscheidung – mich wird es im Herbst wahrscheinlich auch nach Südeuropa ziehen! ;) Der gesellschaftliche Druck ist tatsächlich hart und voller Skepsis, Pessimismus, Angst und Vorurteile. Wenn man sich darüber hinweg setzt, ist der Rest gar nicht mehr so schwer.
      Viele Grüße und freue mich, wenn du weiter dabei bleibst!
      Ute

  • Antworten
    orangetrotter
    18. September 2014 um 13:01

    Liebe Ute,
    Dein Artikel spricht uns voll aus dem Herzen. Genau dass waren die Gedanken, Gefühle und Barrieren vor, und eben auch nach unserer fast zwei Jahre andauernden Weltreise im VW Bulli. Schön ist, dass wir heute auf sehr vielen Schnick-Schnack verzichten können und trotzdem nichts vermissen. Die Freiheit die wir spüren durften, war es allemal wert diesen Schritt zu wagen. Jetzt sind wir halt ziemlich angefixt und wollen uns nicht wirklich kurieren. Also gibt es eine starke Sucht. Die Sucht nach Freiheit. Wir arbeiten dran ;-) liebe Grüße und allzeit gute Reise Helga & Jürgen die Orangetrotter

    • Antworten
      Ute
      19. September 2014 um 5:04

      Hallo Helga und Jürgen,
      die von euch beschriebene Sucht kann ich sehr gut nachvollziehen. Drücke euch die Daumen, dass es bald wieder losgehen kann ;)
      Viele Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Madhavi KAERLIGHED MAGAZINE
    18. September 2014 um 13:15

    Du hast so recht! Ein wirklich toller Artikel. Vielen Dank!

    • Antworten
      Ute
      19. September 2014 um 5:09

      Freut mich sehr, vielen Dank für das Kompliment!

  • Antworten
    Jens
    18. September 2014 um 16:38

    Super Blog!
    Mich wuerde interessieren, ob es Menschen gibt, die sich um die 50 für eine reisefokussierte Lebensweise entscheiden. Das Alter ist irgendwie so, dass man evtl. Kinder hat, die noch nicht alleine laufen können; ein unabbezahltes Haus; alternde Eltern mit voraussehbarem Pflegeaufwand.
    Irgendwie Niemandsland der Selbstbestimmung. Wer geht damit so um, dass einerseits die vorhandenen Verpflichtungen erfüllt, aber auch das Bedürfnis nach reduziertem Leben mit ausgedehnten Reisen Platz finden?
    Herzliche Grüße, Jens

    • Antworten
      Ute
      19. September 2014 um 5:32

      Hallo Jens,
      das kann ich sehr gut nachvollziehen. Vor allen Dingen die vielen Verpflichtungen, die sich im Laufe der Jahre ergeben, treiben einen von dem Thema Freiheit immer weiter weg. Menschen um die 50 mit einer reisefokussierten Lebensweise gibt es ganz sicher, leider kann ich dir nicht mit Informationen dazu dienen. Aber Google hilft da sicher weiter.
      Viele Grüße und alles Gute für dich!
      Ute

  • Antworten
    Martina
    18. September 2014 um 21:32

    Langzeitmieter gesucht fuer ein schoenes Apartment am Meer.Fuer Sabbatical ideal.Bin vor 23 Jahren nach Sri Lanka ausgewandert.und lebe hier bescheiden aber in der Sonne.

    • Antworten
      Ute
      19. September 2014 um 5:39

      Hallo liebe Martina,
      klingt verlockend… vielleicht meldet sich jemand hierüber bei dir.
      Weiterhin alles Gute!
      Ute

  • Antworten
    Nicole
    19. September 2014 um 0:09

    Dieser Bericht hat mich aus den Socken gehauen! Ich las und las und dachte immer mehr; da hat jemand deine Gedanken, dein Leben und Vorhaben geklaut! Das kann nicht wahr sein!
    Ich werde im nächsten Jahr für unbestimmte Zeit auf Reisen sein.
    Vielen Dank für die zusätzliche Bestätigung, dass es der richtige weg ist, alles aufzugeben! Mein Job muss nur noch gekündigt werden, und dann bin ich frei wie noch nie in meinem leben!
    Herzlichen Dank für diesen super Blog!!!
    Lg aus der Schweiz
    Nicole

    • Antworten
      Ute
      19. September 2014 um 5:46

      Hi Nicole,
      hört sich super an, diese Freiheit ist wirklich etwas Wunderbares, auch wenn sie man sie vielleicht nur mal für einen begrenzten Zeitraum hat.
      Drücke dir die Daumen für eine tolle, unvergessliche Zeit!
      Ganz liebe Grüße und vielen Dank auch für das schöne Kompliment!
      Ute

  • Antworten
    kati
    19. September 2014 um 0:21

    danke für diese wertvollen worte.
    trotz der länge muss man diesen artikel bis zum ende lesen!

    • Antworten
      Ute
      19. September 2014 um 5:50

      Hi Kati,
      Danke, dass du dir die Zeit genommen hast ;)
      Liebe Grüße,
      Ute

  • Antworten
    Lena
    19. September 2014 um 6:28

    Hallo,
    hab viel Spaß ! Mein Mann hat seinen Konzern-Superleistungs-Job gekündigt und wir waren gerade mehrere Monate mit unserer fünfköpfigen Familie (incl. 3 Kinder – 11 Monate, 4Jahre und 7 Jahre alt) in einem Mini-Wohnmobil unterwegs mit möglichst wenig Geldverbrauch. Und wir schauen nun, wie es weitergeht ! Herzlichen Gruß
    Lena

    • Antworten
      Ute
      20. September 2014 um 13:12

      Hallo liebe Lena,
      das widerspricht wohl allen, die zu diesem Artikel kommentiert haben, dass das aber mit einer Familie nicht möglich ist – toll und beneidenswert! Drücke die Daumen, dass es so gut für euch weitergeht ;)
      Viele Grüße!!
      Ute

      • Antworten
        Lena
        21. September 2014 um 15:51

        Liebe Ute,
        möglich ist, was man möglich werden läßt; die meisten Barrieren bestehen im Kopf – deshalb dauert es meist auch eine Weile (wenn überhaupt), bis man so etwas unternimmt. Mit Familie ist es nicht unbedingt einfacher, weil halt die Bedürfnisse von mehreren Personen unter einen Hut gebracht werden wollen. Und Reisen verändert auf jeden Fall etwas, innendrin.
        Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Reise,
        Lena

  • Antworten
    Julia
    19. September 2014 um 7:38

    Ein richtig guter Beitrag, der einem, wenn man ihn auf einem iMac liest, mit dem iPad nebendran und dem Smartphone auf dem Tisch (der dennoch recht karg gefüllt ist) ziemlich brutal unter die Nase reibt, was man denn so alles anhäuft. Technik bis zum Abwinken, aber mir geht es momentan immer noch so, wenn ich eine Zeit lang von ihr getrennt bin, dann fehlt sie mir einfach.
    Außerdem hat man so lange dafür gearbeitet um sich das leisten zu können, was einem das Arbeiten schöner macht, und der Gedanke sich dann davon wieder trennen zu wollen… nein… Irgendwie ist zB der iMac auf meinem Arbeitsplatz ein Stück „Ja, da habe ich lange für gespart und harte Nächte für gearbeitet, den geb‘ ich nicht mehr her“.
    Es ist doch erstaunlich, wie groß ein emotionaler Wert an materiellen Gegenständen ist, wenn man sie sich durch Mini- und Nebenjobs finanziert hat während man dann doch jeden Cent umdrehen musste. Aber (neben erreichen des Studienabschlusses) war dann da dieses große Ziel, dieses eine Gerät haben zu wollen und als es dann da war, war es wie ein heiliger Gral. Und obwohl ich es nun seit 2 Jahren habe, will ich das Gerät nicht missen.
    Ich gebe (leider) recht viel Geld für Technik aus, aber die bekommt dann bei mir so einen hohen Stellenwert, dass über den Verkauf nie im Leben nachgedacht wird. Zumal, wenn man dann an etwas anderem arbeitet und man sich nur die Haare rauft, dann ist man doch froh, im Homeoffice das zu haben, womit man auch glücklich ist.
    Für mich ist Aussteigen (noch) nichts, aber irgendwann… Vielleicht. Der Gedanke ist durchaus reizvoll aber die Tipps aus dem Beitrag kann man so oder so auch gut gebrauchen, denn das Geld fällt ja auch nach dem Studium nicht vom Himmel, jedenfalls nicht in unserer Branche.
    LG
    Julia

    • Antworten
      Ute
      20. September 2014 um 13:24

      Hey Julia,
      vielen Dank für den Einblick in deine Denkweise, die absolut nachvollziehbar ist. Ich habe in den vergangenen Jahren im Prinzip wie ein Eichhörnchen neben dem ganzen unnötigen Kram auch alles Wichtige gesammelt, das ich nicht verkauft habe, sondern nun nutzen kann. Dazu gehören natürlich Dinge wie der Mac, Laptop, Kameras, wichtige Bücher usw. Also das eine schließt das andere nicht aus, möchte ich damit sagen ;)
      Viel Spaß noch mit der beneidenswerten Technik und viele Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Daniel
    19. September 2014 um 13:42

    Hallo Ute,
    danke dir für diesen ehrlichen und toll strukturierten Bericht, der mir in mehr als nur einem Punkt aus der Seele gesprochen hat.
    Beim letzten Absatz mußte ich sehr schmunzeln, denn ich bin 2010 tatsächlich für ein Jahr auf Auszeit gegangen und stelle jetzt – 3 Jahre später – fest, daß ich tatsächlich nicht mehr ins „normale“ Leben zurückfinden konnte – dazu sind mir Dinge wie Freiheit und -zeit, selbstbestimmtes Leben und ein gewisser Konsumverzicht zu sehr ans Herz gewachsen.
    Daher habe ich mich entschlossen meinen bisherigen Job Ende des Jahres an den Nagel zu hängen und mich – zumindest vorläufig – treiben zu lassen und die Welt wieder auf 4 Rädern zu erkunden. Ich hoffe ich finde noch weitere spannende Anregungen in deinem Blog und vielleicht trifft man sich mal on the road.
    Alles Gute dir und eine wundervolle Reise, möge sie lange dauern ;)
    Denk dran: wer will findet Wege, wer nicht will findet Gründe

    • Antworten
      Ute
      21. September 2014 um 10:04

      Hi Daniel,
      mit genau der von dir beschriebenen Entwicklung hätte ich auch gerechnet. Aber wie gesagt – da ist ja eigentlich nichts Schlimmes dran. Ich bin ohnehin mittlerweile der Meinung, dass es immer einen Weg gibt, wenn man nur will. Wünsche dir gutes Gelingen und viel Spaß auf den vier Rädern! ;)
      Viele Grüße & Danke für deinen Kommentar
      Ute

  • Antworten
    Jörg Quedeweit
    19. September 2014 um 15:04

    Hallo Ute,
    Dein Artikel hilft hoffentlich vielen Menschen, die sich im „System“ festgefahren haben, die selbst auferlegten Sperren im Gehirn zu lösen und das andere, natürliche Leben kennenlernen zu wollen! Und dieses natürliche Leben ist viel preiswerter als Mensch denkt!
    vor 20 Jahren bin ich aus dem „System“ ausgestiegen, das heißt, ich nutze es nur wenn es mir nützt. Ich komme mit 500 Euro im Monat aus, obwohl es kein Probem ist, durch meine handwerklichen und auch sonstigen Fähigkeiten, ein paar Euro dazu zu verdienen oder auch zu tauschen – Leistung gegen Leistung oder gegen Ware. Alles was überschüssig ist geht sowieso in meine zukünftige Heimat Uganda (Ostafrika). Meine Freunde dort, die ich mit „Kleingeld“ (für unsere Verältnisse) unterstütze, werden mich immer willkommen heißen, so dass ich praktisch, von Heute auf Morgen, alle Zelte in Deutschland abbrechen kann, in dem Wissen, in einem schönen Land mit netten Menschen, jederzeit kostenfrei in der Nacht ein Dach über dem Kopf zu haben. Auch dort ist es kein Problem, schon gar nicht für einen „Weißen“, ein paar Euro/Dollar/ugandische Shilling zum Lebensunterhalt zu verdienen.
    Die Frage die jeder zuerst für sich selbst beantworten muss lautet: „WAS WILL ICH“ bzw. „WAS MACHT MICH GLÜCKLICH“!
    Wenn diese Frage beantwortet ist, dann ist es nicht mehr entscheident voraus zu planen, sondern nur noch sich treiben zu lassen von seinen Gedanken und Ideen, dann öffnen sich buchstäblich „die Wege des Lebens“ und man braucht nur noch seiner Intuition zu folgen und ist immer „auf einem richtigen Weg“!
    Wer erst einmal dem aufgezwungenen Alltagstrott entkommen ist wird merken, wie sich nach und nach die Sinne schärfen und zum Augenöffner werden, für Dinge die man früher nie wahrgenommen hat. Wer dies erst einmal kennengelernt hat, für den gibt es keinen Weg zurück mehr!
    Doch die Realität ist leider so, dass viele nicht mehr aussteigen können, weil ihre körperliche Abhängigkeit von Arzt und Apotheker zu groß ist, so dass die Freiheit dort endet, wo es keine, vermeintlich, schnelle Hilfe mehr gibt! Ich persönlich konsultiere seit über 3 Jahrzehnten keinen Arzt mehr und werde auch bis zum Lebensende keinen mehr besuchen, weil ich selbst weiß wie ich mich gesund erhalten kann und deshalb sind die entlegensten Winkel dieser Erde kein Problem für mich, denn ich bin auch in dieser Hinsicht frei.
    Geniesse das Leben – vielleicht kreuzen sich unsere Wege ja mal in Afrika? Wer weiß, wer weiß!
    LG Jörg

    • Antworten
      Ute
      21. September 2014 um 11:40

      Hallo Jörg,
      vielen Dank für den Einblick in deine langjährige Erfahrung! Die Antworten auf die Fragen „Was will ich?“ und „Was macht mich glücklich?“ sind meines Erachtens extrem schwierig zu beantworten, da man sich diese Fragen in der tief eingefahrenen Alltagsschiene nicht ernsthaft stellt bzw. durch den Konsum als Glücksmacher überdeckt wird (bei mir war das zumindest so). Das mit dem Loslassen und sich sozusagen dem Schicksal hingeben lerne ich so langsam und fühlt sich bisher klasse an. Mir haben das alle „Anderslebenden“ in den vergangenen Monaten und Jahren versucht zu vermitteln, aber wirklich glauben kann man das nicht ;)
      Uganda muss wunderschön sein und würde ich gerne einmal kennenlernen – in Afrika gibt es für mich noch viel zu entdecken.
      Viele Grüße und eine tolle Zeit in deiner zukünftigen Heimat,
      Ute

  • Antworten
    Anne
    20. September 2014 um 3:39

    Vielen Dank für den klasse Beitrag, den ich regelrecht verschlungen habe. Ich selbst versuche immer wieder gegen mein Konsumverhalten anzukämpfen. Ich stimme dir vollkommen zu, dass es keine große Wohnung sein muss. Seit 7 Jahren leben ich ausschließlich in WGs. Das Glück kann nicht darin bestehen, ein tolles Auto zu fahren und sich eine schicke Wohnung einzurichten. All diese Materiellen Dinge bringen viele Abhängigkeiten mit sich, die einen niemals frei werden lassen. Es ist allerdings nicht ganz leicht, wenn man in der Modebranche arbeitet und die ’neusten Trends‘ direkt vor der Nase sitzen hat. Mit 18 denkt man eben bei der Berufswahl nicht so weit ;) Aber Kleiderkreisel tut für mich auf jeden fall gute Dienste.

    • Antworten
      Ute
      21. September 2014 um 11:49

      Hallo liebe Anne,
      vielen Dank für deine Meinung. Kann das mit den „Trends und Mode vor der Nase“ total gut nachvollziehen. Jedes Mal, wenn ich momentan eine Großstadt passiere oder bei einer gut angezogenen Frau coole Sachen sehe, kommt das „Haben wollen“ wieder hoch (ich hoffe, das gut noch weg… ;)) Und solange man die Sachen, die man nicht mehr braucht, direkt wieder verkauft statt sie – wie ich – behält, bekommt man wenigstens etwas Geld wieder dafür zurück.
      Weiterhin viel Erfolg wünsche ich dir!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Silvia Maria Engl
    21. September 2014 um 4:29

    Liebe Ute,
    spitzen Beitrag, ich habe ihn sofort auf Facebook geteilt!
    Du bist bodenständig und trotzdem fliegst du. Solche Beispiele brauchen die Menschen, damit die Ausreden mal ein Ende finden. Tolles Vorbild!
    Gute Reise, alles Liebe!
    Silvia

    • Antworten
      Ute
      21. September 2014 um 11:53

      Liebe Silvia,
      freut mich sehr, Dankeschön! Die Ausreden wird es immer geben und es ist ja wie gesagt auch nicht für jeden der richtige Weg. Nur für die, die darüber nachdenken, ist es vielleicht eine Anregung.
      Vielen Dank für das Kompliment und dir auch alles Gute!
      Ute

  • Antworten
    Helga
    21. September 2014 um 8:25

    Hallo,
    na so schwer ist das alles doch garnicht. Zugegeben, als „Einzelkämpfer“ ists nicht ganz so einfach, aber es gibt schon viele Gemeinschaften wo man sich einer anschliessen kann.
    Schaut mal bei http://www.wirkarte.de vorbei, vielleicht werdet ihr dort fündig.
    Viel Erfolg und alles Gute,
    Helga

    • Antworten
      Ute
      21. September 2014 um 11:56

      Hallo Helga,
      nun ja, für mich war es jedenfalls eines der schwersten Schritte meines Lebens… aber trotzdem Danke für den Link.
      Vielen Dank und alles Gute auch für dich!
      Ute

  • Antworten
    Lutz
    21. September 2014 um 11:21

    Tja, auch ich habe den Artikel mit viel Interesse gelesen und bin zu der Erkenntnis gekommen, dass ich mich trotz Arbeit und ständigem Sparens schon mehr oder weniger auf dem Niveau der Autorin befinde, nur, dass ich mir eine Asienreise zum „Aussteigen“ garnicht leisten könnte. Also was mache ich falsch? Sicher habe ich mir zum Geldverdienen den falschen Beruf (Altenpfleger) ausgewählt, aber dieser Beruf macht Spass und ich kann den Menschen was geben, was nicht alle Menschen geben können. Aber es reicht trotzdem hinten und vorne nicht.
    Ich kann mich den euphorischen Postings nicht anschliessen – in meinen Augen jammert die Autorin selbst auf sehr hohem Niveau. Ich habe auch das Buch von Herrn Fellmer gelesen – die Ausgabe für dieses Schriftstück hätte ich mir wirklich sparen können – es ist das gleiche, wie dieser Artikel hier – eine Aufforderung auf Kosten und der Gutmütigkeit anderer zu leben – mehr nicht!

    • Antworten
      Rodrigo
      21. September 2014 um 11:50

      Das Buch von Raphael Fellmer hättest du kostenlos als PDF oder Ebook herunterladen können.

      • Antworten
        Lutz
        21. September 2014 um 11:54

        … und, steht da was anderes drin, als in der Print-Ausgabe?

    • Antworten
      Ute
      21. September 2014 um 12:11

      Hallo Lutz,
      ehrlich gesagt bezweifle ich, dass du den Tenor des Artikels verstanden hast (falls überhaupt vollständig gelesen), denn deine Interpretation passt irgendwie so gar nicht.
      Ich habe dennoch großen Respekt vor deiner Arbeit und bedaure sehr, dass dieser Berufsstand eine so schwache Entlohnung erhält. Leider ist dies hier nur nicht der Ort für weiterführende Diskussionen zu diesem Thema.
      Ich wünsche dir alles Gute für die Zukunft,
      Ute

  • Antworten
    Rodrigo
    21. September 2014 um 11:42

    Im Grunde ein toller Beitrag, besonders die 10 Wege zum Reduzieren bringen es gut auf den Punkt.
    Ein bisschen gestört hat mich dieser Abschnitt:
    „Ich habe etwa ein bis zwei Jahre Zeit, um meinen ganz eigenen Weg zu gehen und wenn wider Erwarten alle Stricke reißen sollten, müsste ich mir eben wieder eine herkömmliche Arbeit suchen. Und auch hier werden nun einige sagen, dass das nicht so einfach sei. Aber wenn man clever ist und nicht auf dem hohen Ross sitzt, nur in seinem eigens erlernten Beruf einen Job zu finden, dürfte das kein Problem sein.“
    Das entspricht leider der neoliberalen „Jeder ist seines Glückes Schmied“-Maxime und die meisten Arbeitslosen dürften solche Worte als blanken Hohn empfinden.
    Wie man Sozialleistungen (außer Rente vielleicht) aus Deutschland beziehen kann, wenn man im Ausland lebt, ist mir auch nicht ganz klar.

    • Antworten
      Ute
      21. September 2014 um 12:39

      Rodrigo, ehrlich gesagt hatte ich mich schon gewundert, dass sich dazu niemand negativ äußert. Zum Thema Arbeitslosigkeit: Ich habe noch nie eine nachvollziehbare Antwort bekommen, wie man arbeitslos sein kann, wenn man nicht gesundheitlich eingeschränkt ist. Es gibt unzählige Jobs, die man ausüben und mit denen man sich über Wasser halten kann, selbst wenn man einen anderen Beruf erlernt hat und das geht vom Kellnern oder an der Supermarkt-Kasse sitzen bis hin zum Zeitung austragen. Wenn man mal Länder bereist, in denen es überhaupt keine soziale Unterstützung gibt, gewinnt man eine etwas andere Einstellung zu unserer deutschen Vollkasko-Mentalität… Der Bezug von Sozialleistungen aus Deutschland ist unter gewissen Voraussetzungen möglich, allerdings werde ich hier sicher keine Anleitung dafür vorlegen!

  • Antworten
    Patrick
    21. September 2014 um 14:03

    Hallo Ute,
    ich denke auch, dass Aussteigen nicht gleich für immer Aussteigen ist.
    Klar gibt es diejenigen, die auf unbestimmte Zeit unterwegs sind – mit dem Gedanken, nicht mehr heimkehren zu wollen.
    Dann gibt es Menschen wie dich, die zwar auch Brücken abbrechen, aber dennoch für sich sagen, dass eine Rückkehr wohl irgendwann kommen wird – wenn auch noch nicht bald.
    Für die meisten ist ein Ausstieg auf Zeit einfacher. Sabbatical, Elternzeit, unbezahlten Urlaub oder sich bei Vollzeitarbeit Teilzeit bezahlen lassen, um nicht ganz ohne Einkommen unterwegs zu sein.
    Ich finde es bewundernswert, was du gewagt hast. Und auch, was du mit diesem Blog schaffst.
    Alles Gute weiterhin!
    Patrick

    • Antworten
      Ute
      21. September 2014 um 15:02

      Hi Patrick,
      vielen Dank für deinen Beitrag. Genau darum geht es eigentlich- für die, die etwas ändern möchten, gibt es nicht nur den einen Weg, sondern viele verschiedene. Die Pessimisten werden nichts ändern und wer ansonsten glücklich mit seinem Leben ist, belässt es wie es ist.
      Ich wünsche dir auch alles Gute (und Dankeschön für das Kompliment!),
      Ute

  • Antworten
    Doris
    21. September 2014 um 15:10

    Ehrlich gesagt, habe ich den Blog nur mal schnell überflogen. Und dabei ist mir etwas unklar. Wenn man für 1 -2 Jahre aussteigt, ist es doch bestimmt notwendig, auch mal irgendeinen Job anzunehmen, um die privaten Sozialleistungen zu finanzieren. Denn von dem Budget, das einem Kleinwagwen entspricht, kann ich mir kaum vorstellen, die Lebenshaltungskosten plus freiwillig bezahlte Sozialleistungen zu finanzieren. Selbst, wenn man sich sehr reduziert. Die Campinggebühren sind heutzutage auch nicht immer so günstig. Dann Sprit, Nahrungsmittel etc. Und die Bemerkung mit „gesundheitlicher“ Einschränkung“ lässt sich dehnen wie ein Kaugummi. Aber wirklich meilenweit dehnen. Ich verurteile auch keine Menschen, die von ALG leben müssen als Sozialschmarotzer. Dieser Blog wurde schon etwas in einem „ach wie bin ich heilig“ geschrieben, denn ich kann ja meine Sozialleistungen auf freiwillig bezahlen und lebe nicht auf andere Leute Kosten. Trotzdem noch viel Spaß und weiterhin viel Erfolg.

    • Antworten
      Ute
      21. September 2014 um 16:15

      Hallo Doris,
      es gibt leider immer Menschen, die den Weg eines anderes schlecht machen oder verurteilen, daran werde ich mich – auch wenn’s schwer fällt – gewöhnen müssen. Steigt man aus und nutzt Sozialleistungen auf Kosten der Allgemeinheit, wäre es verwerflich; steigt man aus und finanziert sein privates Abenteuer selbst, ist es – zumindest aus deiner Sicht – ebenfalls nicht okay. Schon verrückt, oder? Deine negative Einstellung bzw. Stimmung ist im Hinblick auf deinen Beruf etwas eigenartig, denn du müsstest dich doch eigentlich auf die Übermittlung positiver Energie konzentrieren, während ich mein 3. Chakra nach solch einem Kommentar wieder reinigen muss…
      Aber zu deiner Frage: Neben einem Budget eines neuen Kleinwagens auf meinem Bankkonto besitze ich noch den Camper und natürlich ist es meine Absicht, mit meinen Projekten Geld zu verdienen. Alternativ könnte ich den Camper verkaufen und hätte dann wieder den Wert eines neuen Kleinwagens, den ich als Kapital nutzen kann. Alternativ gibt es auf Reisen verschiedene Möglichkeiten wie Kost und Logie gegen Arbeit usw.
      Ich folge einer Vorstellung, die genau deiner entspricht »Die Stärke ist in Gott und deshalb in dir!« – und ich glaube eben, dass ich das schaffen kann.
      In diesem Sinne wünsche ich dir auch alles Gute!
      Ute

  • Antworten
    Daniel
    21. September 2014 um 15:14

    Hey Ute,
    meine Frau und ich haben es auch bei einer zeitlich befristeten Auszeit belassen. Kurze Zeit nachdem unsere Tochter geboren ist, sind wir aufgebrochen und ein paar Monate durch Skandinavien gereist und haben noch einen kürzeren Ausflug in die Niederlande rangehängt. Es war eine tolle Zeit und ist etwas, was vielen möglich ist. Zum einem bekommt man im 1.Jahr nach der Geburt noch Elterngeld, Kindergeld sowieso und ich habe freiberuflich aus der Ferne noch ein bisschen gearbeitet. Wir mussten glücklicherweise keine Miete zahlen, weil wir Eigentum haben. Und so war das Finanzielle überhaupt kein Problem.
    Wenn ich deinen Blog aber so lese, kribbelt es doch wieder im Bauch. Wir reisen zwar nicht selten, aber meist doch eher kurz.
    Bevor das Kind in die Schule kommt, planen wir einen längeren Aufenthalt im asiatischen Raum. So richtig ausgereift ist es aber noch nicht.
    Ich wünsche dir alles Gute auf deiner Fahrt.
    Lieben Gruß, Daniel

    • Antworten
      Ute
      21. September 2014 um 16:39

      Hi Daniel,
      hört sich super an! Vorgestern habe ich auch ein Paar mit einer 7 Monate alten Tochter kennen gelernt, die für ein paar Monate durch Skandinavien und Island gereist sind und dabei alle zur Verfügung stehenden Reisemittel (Auto, Unterkunft, Wohnwagen, Fähre etc.) problemlos genutzt haben. Sie sagten wie du auch, dass dies ein großartiger Zeitpunkt gewesen sei, sich eine längere Auszeit zu nehmen und haben sogar ganz kurzentschlossen mal eben unterwegs geheiratet. Echt toll, wie ich finde und bewundernswert.
      Wünsche euch viel Glück, dass ihr das familiäre „Kribbeln“ bald in die Tat umsetzen könnt!
      Viele liebe Grüße zurück
      Ute

  • Antworten
    Janina
    22. September 2014 um 1:24

    Liebe Ute,
    vielen Dank für den Beitrag. Es ist schön zu sehen, wie sich immer mehr Menschen auf den Weg machen. Auf den Weg, sich selbst und das Leben zu spühren, was vielen in der (urbanen) Gesellschaft verloren gegangen ist.
    Ich lese deinen Beitrag dennoch mit gemischten Gefühlen. Ich bin alleinerziehende Mutter eines mittlerweile fast 9jährigen Jungen. Als er zwei Jahre alt war, stellte ich fest, dass ich mit meinem gelernten Beruf bis zu seinem Auszug ergänzend Hartz IV hätte beantragen müssen. Also habe ich das Abitur nachgeholt und stecke bis heute im Studium, das ich hoffentlich Anfang nächsten Jahres abschließen werde.
    Ich will damit sagen, dass es für Menschen, die immer kämpfen mussten, um das eigene Kind/die eigenen Kinder in unserem kapitalistischen und eiskalten System durchzubringen, schwer sein kann, deine Worte zu lesen.
    Wir leben sparsam, eine große Wohnung ist nicht wichtig, auch Markenkleidung etc. spielen bei uns keine Rolle. Wir kaufen Kleidung, Möbel usw. gebraucht, tauschen und leihen viel. Dennoch muss ich immer wieder feststellen, dass Geld leider viel bestimmt. Allein der Schulbesuch kostet enorm, was mir vorher gar nicht so bewusst war.
    Ich glaube aber auch, dass es vielen Menschen deshalb ähnlich geht wie es dir ging, dass sie zu viel und vor allem das Falsche gearbeitet haben, dass die klitzekleine Freizeit so wertvoll wurde, dass man gar nicht mehr klar war, was man denn mit ihr anfangen wollte. Ich glaube fest, dass das Leben in der – von dir vorgeschlagenen – kleinen Wohnung in einer Stadt Anfang allen Übels ist. Ich meine damit nicht, dass wir alle große, supertolle Wohnungen brauchen. Aber: Seit ich mit meinem Sohn auf mich alleingestellt bin und die Verantwortung für ihn allein trage, ziehen wir im Prinzip von Wohnung zu Wohnung, schlagen keine Wurzeln und sind nirgends zu Hause. Nie kommen wir an und können durchatmen. Die Wohnungen, die entsprechend günstig sind, schimmeln oder haben uralte Heizanlagen, sodass sie letztlich doch wieder teuer sind. Was aber das Hauptproblem am Leben in Wohnungen in der Stadt ist, ist der permanente Lautstärkepegel. Autos, Musik der Nachbarn etc. Das, was du zur Zeit empfindest und genießt, das, was dich zu dir finden und dich selbst spühren lässt, ist die unendliche Ruhe. Du kannst entscheiden, ob du den einen Moment im Getümmel stehst und dich reizen lässt von all den Eindrücken, oder ob du dich in deinem Camper zurückziehst, fern ab von all dem Lärm.
    Kurz um: Der Mensch ist nicht gemacht für das allzu starke, zu laute und nie pausierende Pulsieren der Stadt. Es macht ihn rastlos und er beginnt zu suchen. Nur weiß er meist nicht wonach.
    Ich habe mir seit Jahren Gedanken gemacht über das LEBEN. Was bedeutet es und was macht es in seiner Gegenwärtigkeit aus?
    Leben. Leben bedeutet Sein. Einfach sein. Für mich gehört dazu, einen Ort zu finden, an dem man seine Wurzeln schlagen kann, zu dem man immer wieder zurückkehren kann. Ein Ort (von mir aus ein winzig kleiner), an dem man Boden (kein Beton) unter den Füßen spührt und an dem man sein kann. Das Leben riecht, sieht und hört. Wo Pflanzen wachsen, Menschen und Tiere leben. Leben. Nicht dienen, nicht funktionieren.
    Diese Vorstellung ist nach reichlichen Überlegungen, Träumereien, Kalkulationen und Gesprächen nur mit Geld umsetzbar. Man muss sich – und seine Kinder – ein Stück weit aus diesem System frei kaufen.
    Denn von jetzt auf gleich ohne Geld sich das zu nehmen, was des Menschen Grundbedürfnis ist, ist jedenfalls dann nicht möglich, wenn man Verantwortung für andere hat. Dieser Umstand allein macht deine Geschichte für Menschen wie mich zu einem Märchen. Ein Märchen für andere.
    Ich gönne es dir und allen anderen vom Herzen.
    Und ich schließe diese Zeilen mit nochmals gemischten Gefühlen.
    Gruß
    Janina

    • Antworten
      Ute
      22. September 2014 um 2:34

      Hallo Janina,
      mein Artikel soll Menschen in einer ähnlichen Situation wie meiner (zu viel Arbeit, zu viel Konsum etc.) helfen, dass es durchaus Wege aus diesem System gibt. Er ist KEINE allgemeine Anleitung zum Glücklichsein, zum Leben mit wenig oder ohne Geld und auch kein anderweitiges Allheilmittel für Jedermann! Dennoch gebe ich dir hier gerne den Raum, deinen Frust loszuwerden. Ich bin weder Lebens- noch Finanzberater und möchte nicht über deine Meinung und Einstellung zum Leben urteilen. Daher wünsche ich dir einfach nur alles Gute für die Zukunft!
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Sven
    22. September 2014 um 3:17

    Ein schöner Artikel um einmal wieder über die persönliche Reduktion nachzudenken, wenngleich mir das Loslassen noch schwer fällt. Aber über Deinen Beitrag habe ich einmal wieder bewusst nachgedacht, dass vieles von dem was ich im Alltag mache, völlig überflüssig ist und nicht zu meinem Glück beiträgt. Das ich jedes Mal völlig entspannt bin, wenn ich ein paar Tage im Bulli zu dritt auf engsten Raum lebe und nichts vermisse um dann @home doch wieder den Reizen und Angeboten zu verfallen. Aber der Erkenntnis kann ja immer auch etwas folgen :-). Ich wünsche Dir viel Glück auf Deiner „Reise“!

    • Antworten
      Ute
      22. September 2014 um 11:40

      Hi Sven,
      der Bulli hat einfach was, egal wie wenig Platz man hat ;) Überlege schon, wohin „wir“ als nächstes fahren werden… ab jetzt dann besser ins Warme!
      Dank dir für deinen Kommentar und viele Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Susann
    22. September 2014 um 8:01

    Danke für diese sehr optimistischen Worte.Viele deiner Gedanken habe ich auch. Allerdings frage ich mich immer, ob dieses Aussteigen und der Wunsch nach Zeit für dies und das nicht auch wieder einfach nur auf den Selbstoptimierungszug aufspringt, der mich seit geraumer Zeit tierisch nervt.Für mich klingt das immer danach, dass wir uns Zeit wünschen, um unser Leben wieder perfekt unter Kontrolle zu bekommen, siehe das Preise vergleichen, sparen, Versicherungen optimieren.Alles soll perfekt und sparsam funktionieren.Wenn ich selbst solche Gedanken habe, frage ich mich immer: ist das Problem tatsächlich die fehlende Zeit oder sind es doch unsere Ansprüche ans Leben und das alles optimiert werden muss, z.B. das Konto, die Seele, das Gewissen,…wollen wir ein Mensch werden, der immer zufrieden,immer ausgeglichen ist, dem nichts und niemand etwas anhaben kann, der nichts haben will,nichts besitzen will,der sich selbst maßregeln kann? Macht nicht gerade das Streben und Träumen von so einem optimierten Leben uns so viel Freude aber auch Leid, welches wiederum ein unglaublicher Motor für Kreativität ist? Ich glaube nicht daran, dass wir den Zustand eines perfekten Lebens nach all unseren Vorstellungen erreichen können.Ich glaube, dass die Sehnsucht danach uns jeden Morgen überhaupt wieder aufstehen lässt…“Pack ich es heute an?“
    Also sollte ich mich mich von meinen Vorstellungen stressen lassen oder mich einfach von meinen Sehnsüchten durch den Tag treiben lassen? Wenn wir uns eine Auszeit nehmen – kann es dann nicht sein, dass wir uns dann wieder so derart stressen, dass wir in dieser Auszeit unbedingt dies und das schaffen müssen? „Ich will es schaffen, einen Plan zum Geldsparen aufzustellen.Ich will es schaffen, immer selbst zu kochen.Ich will es schaffen, 10 Wochen in einem Camper durch Europa zu fahren“……vielleicht stresst das weniger, wenn wir das nicht planen sondern diese Dinge in unterschiedlichen Lebensphasen von selbst angehen…Weißt du was ich meine?
    Sicher ist jeder Mensch anders und hat seinen eigenen Weg.Ich muss ja nicht das umsetzen was du schreibst.Jedoch kursieren so viele von solchen Artikeln über das Thema im Netz, dass ich glaube, dass auch deine Gedanken sehr viele in ihrem Denken beeinflusst.Wir können diese ganzen Blogs mit fremden Gedanken lesen oder uns in der Zeit selbst auf den Weg machen und unsere eigene Form des „Aussteigens“ entdecken…?! Das ist die Frage, die ich mir abschließend, nach dem ich wieder eine Stunde oder mehr im Netz kleben geblieben bin,stelle.

    • Antworten
      Ute
      22. September 2014 um 11:52

      Liebe Susann,
      wir leben von der Inspiration durch andere, weshalb du wahrscheinlich auch auf diesen Artikel gekommen bist. Es ist mein Rezept für ein Leben mit mehr Achtsamkeit, Bewusstsein, Zeit und Genuss – was jemand anderes aus diesem Rezept macht, ist ihm überlassen, denn jeder ist wie gesagt sein eigener Experte.
      Deine beschriebenen Bedenken, Ängste und Fragen zu diesem Thema sind jedenfalls völlig normal (kannst auch mal hier schauen: http://www.bravebird.de/blog/traumterroristen-und-sehnsuchtskiller). Wenn dieser Schritt so einfach wäre, würde es jeder machen. Und ich kann dir jetzt schon sagen, dass sich bei mir kein einziger Zweifel bisher bestätigt hat. Ich genieße jeden Moment, habe kein einziges Mal Stress gehabt, alle psychosomatischen Beschwerden sind nicht mehr da usw.
      Eines der wichtigsten Aspekte bei all diesen Dingen ist meines Erachtens übrigens eine positive Lebenseinstellung und Ablegen des Pessimismus, da gibt es z. B. das Buch »The Power« von Rhonda Byrne.
      Wünsche dir alles Gute,
      Ute

  • Antworten
    Paula
    22. September 2014 um 12:59

    Ich denke, dass große Problem in unserer Gesellschaft ist der Kapitalismus! Jener, der die Menschheit in ihrer Entwicklung massiv ausbremmst. Ein paar wenige „Aussteiger“ werden es nicht schaffen, dem Pendel nur minimal Schwung zunehmen und es in ein andere Richtung zu bewegen. Ich denke, das z,b, das Bedingungslose Grundeinkommen ein Schritt in die richtige Richtung sein könnte.
    Dennoch, Ute, kann dein Bericht für viele Inspirierend sein und zum selbst! denken! anregen.
    Dafür danke ich dir!

    • Antworten
      Ute
      23. September 2014 um 1:13

      Hi Paula,
      für mich ist eigentlich gar nicht so ausschlaggebend, worin der Grund für das Problem liegt, sondern dass ich mich davon so stark habe beeinflussen lassen. Ich denke nicht, dass man durch einen Ausstieg etwas Weltbewegendes verändert, aber es ist ein Schritt. Freut mich, dass ich ein wenig Inspiration verschaffen konnte.
      Viele Grüße und Danke für deinen Kommentar!
      Ute

  • Antworten
    Stefan
    22. September 2014 um 14:09

    Liebe Ute,
    sehr guter Artikel! Danke dafür! :)
    Noch eine Ergänzung dazu, vielleicht als Inspiration für dich die Versicherungen zu überdenken.
    Ich und meine Frau brauchen derzeit für ein Monat 600 Euro! Das sind unsere Gesamtkosten die wir zum Leben brauchen und das bei einer 100 Prozent biologischen (veganen) Ernährung.
    Wie das möglich ist, obwohl wir zu zweit sind?
    Ganz einfach, wir haben keine Unfall, Kranken oder sonstige Versicherung ;-) und GEZ zahlen wir auch nicht. Wir beide waren schon jahrelang nicht mehr bei einem Arzt, außer ich bei einem Zahnarzt, was mich 120 Euro gekostet hat…
    Wir haben uns momentan eine kleine Ferienwohnung am Land für 400 Euro pro Monat gemietet, inklusive 2 Fahrrädern, Internet, Strom, Wasser und Gas. Und dann kommen noch 200 Euro für biologisches Essen hinzu, sind gesamt also 600 Euro. Beim Essen ist es derzeit so günstig, weil ich alle 2-3 Tage in den Wald zum Pilze ernten gehe und regelmäßig viele Äpfel, Birnen und Weintrauben ernte, aus dem Garten den es hier gibt. Auto haben wir keines, wenn wir woanders hinziehen verwenden wir Mitfahrgelegenheit, Bus oder Zug.
    herzlichen Gruß,
    Stefan

    • Antworten
      Ute
      23. September 2014 um 1:32

      Hallo Stefan,
      wow, vielen Dank für diesen tollen Einblick in eine (für die meisten) völlig fremde Welt. Sehr beeindruckend. Zwar leben viele Millionen Menschen auf der Welt ohne Absicherung und soziale Unterstützung, aber für uns ist das doch eher unnormal bis absurd.
      Find’s toll, was ihr macht!
      Ganz liebe Grüße und weiterhin alles Gute für euch,
      Ute

  • Antworten
    Ute B.
    23. September 2014 um 5:42

    Huhu Ute,
    bin total von Deiner Site und Deiner Lebensgestaltung begeistert!
    Miste und reduziere hier auch schon regelmäßig meinen Haushalt aus und würde sofort -hätte ich keine kleinen Kinder- zusammen mit meiner Zwillingsflamme in die Welt hinaus aufbrechen.
    Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute -immer Sonne im Herzen begleitet von Licht und Liebe!
    LG…
    Ute

    • Antworten
      Ute
      23. September 2014 um 7:03

      Hallo liebe Ute,
      ich wünschte, ich hätte schon früher mal mit dem Reduzieren meiner Sachen angefangen, das hätte den Weg zum Ausstieg wesentlich einfacher gestaltet. Aber das ist ja nun Geschichte.
      Deine Kinder sind ja irgendwann mal groß, dann geht es vielleicht später los ;)
      Wünsche dir auch alles Liebe und vielen Dank für das schöne Kompliment!!
      Ute

  • Antworten
    Daniela
    23. September 2014 um 8:11

    Liebe Ute ein ganz ganz herzlicher Wink zu Dir und Deinem „grünen Gefährten“. Du hast es auf dem Punkt gebracht »Wähle bei allem, was du tust, den Weg des geringstmöglichen Energieaufwandes bei größtmöglicher Wirkung!« so wie es auch die Tiere machen. Der Weg auf Verzicht ist dabei der eine Teil, den ich letztes Jahr konsequent umgesetzt habe. Büro aufgelöst und privates wohnen verkleinert. Bekleidung aus dem Grund unseres Konsumwahnes kaufe ich seit Jahren auf den Flohmarkt, Lebensmittel zum grossen Teil vom Bauern und dann mit dem guten Gewissen etwas für unsere Umwelt zu tun. Der Grund waren die vielen Erlebnisse in Afrika die einfach ein Umdenken vollzogen haben … und ja ich bin dabei glücklich.
    Herzliche Grüsse und weiterhin viele tolle Erlebnisse.
    Daniela

    • Antworten
      Ute
      23. September 2014 um 8:50

      Hi Daniela,
      das hört sich alles ziemlich klasse an! Und ohne das Reisen hätte es bei mir wahrscheinlich auch nicht »Klick« gemacht. Umweltbewusstsein ist eines meiner nächsten persönlichen Themen, das kam bei mir in den vergangenen Jahren viel zu kurz. Aber eins nach dem anderen.
      Find’s toll, dass du das Einschränken so konsequent umgesetzt hast und mir damit mein Ziel bestätigst. Dank dir dafür!
      Liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Anna Elisabeth
    24. September 2014 um 15:21

    Ie kann Ich finde es toll, wie einige sich von allem trennen können und sich auf ein Minimum beschränken. Ein Kastenwagen als wohnmobil ist auch mein Traum und ich nehme die Tipps mit dem sparen durch bewustes kaufen usw. Gerne auf. Ich bin 66 Jahre und hoffe, das ich es noch erlebe diese Freiheit zu genießen. Ich hoffe, dass es noch nicht zu spät ist.
    Gerne würde ich mit interssierten Frauen in Kontakt kommen. Ich freue mich über jeden Brief.
    Dir wünsche ich noch eine sehr schöne zeit und die Erinnerungen bleiben dir immer erhalten. Alles gute
    Anna Elisabeth
    Gerne würde ich Kontakt haben mit Frauen, die auch den Traum träumen. Wùrde mich über Post freuen.
    Dir weiterhin ganz viel Freude und tolle Erlebnisse.

    • Antworten
      Ute
      25. September 2014 um 4:06

      Liebe Anna Elisabeth,
      ich habe vor ein paar Tagen eine 60-jährige Isländerin kennengelernt, die ihre Wohnung untervermietet und sich einen Camper gekauft hat und damit nun allein für ein Jahr durch Süd- und Osteuropa reist. Zwischendurch werden zeitweise zwei Schwestern mitreisen. Also es geht offenbar vieles, wenn man es durchsetzt, aber ich kann auch gut verstehen, dass man das nicht unbedingt alleine als Frau umsetzen möchte. Ich könnte mir vorstellen, dass du mit einer Anzeige in Reise-Zeitschriften oder auch im Internet Gleichgesinnte finden könntest. Wenn sich jemand bei mir melden sollte, leite ich die Mail gerne an dich weiter.
      Wünsche dir alles Gute und hoffe, dass sich dein Traum erfüllen wird!
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Nadine
    25. September 2014 um 3:35

    Lange habe ich überlegt, ob ich einen Kommentar posten soll und hoffe du siehst ihn nicht als Kritik.
    Bei Blogposts wie diesem und auch solchen zum Geldsparen im Vorfeld einer Weltreise, stelle ich immer wieder fest, dass ich mein Leben diesbezüglich bereits relativ effizient gestalte. Ich finde es schwer nachzuvollziehen, dass es für andere solch eine große Erkenntnis ist sein Geld mit Bedacht auszugeben. Dies ist aber keine Kritik an deinem bisherigen Lebensstil, sondern lediglich eine Beschreibung der Emotionen die mich beim Lesen solcher Artikel befallen. Ich freue mich sehr für dich und andere, die lernen ihr Geld bewusster auszugeben, was meiner Meinung nach keinem absoluten Verzicht gleichkommt. Auch ich gebe mein Geld gerne für (unnötige) Restaurantbesuche aus, wähle das aber meiner Meinung nach recht bewusst. Dafür lege ich Wert auf niedrige Fixkosten, lebe etwa in einer kleinen Wohnung mit günstigen Miete. Ich habe nur eine Haftpflichtversicherung und einen sehr günstigen Handyvertrag. Zudem kaufe ich gebrauchte Bücher und verkaufe solche die mir weniger gefallen haben, ebenso wie nicht mehr gebrauchte Kleidung. Zudem habe ich kein Auto und kein iPhone. Mein verhältnismäßig günstiges Smartphone habe ich mir erst im letzten Jahr gekauft. Vorher hatte ich Prepaid und kein Internet auf dem Handy. Ich habe keinen Fernseher, kein Tablet und kaufe nicht Unmengen an Klamotten. Habe keine Mitgliedschaft im Fitnessstudio und auch keine Zeitschriftenabos.
    Für mich ist das normal und Alltag, es hat nichts mit besonderem Sparen zu tun. Weggehen und Restaurantbesuche, auch in der Mittagspause sind der Luxus den ich mir manchmal zu oft gönne. Ich liebe es neue Orte zu entdecken und reise gern, nicht immer so weit weg wie du, aber ich freue mich trotzdem, dass dein toller Blog mich immer wieder zum Reisen animiert.
    LG und Danke!

    • Antworten
      Ute
      25. September 2014 um 4:27

      Hi Nadine,
      vielen Dank für deine Meinung, die ich vielmehr als Kompliment statt als Kritik ansehe, denn was will ich mehr, als dass sich jemand über Tage mit dem Inhalt meines Artikels auseinandersetzt ;)
      Jedenfalls schön zu hören, dass du mit deinem Geld gut und überlegt zu haushalten scheinst! Auf der anderen Seite kann ich jeden verstehen, der sich Luxus & Co. gönnt, wenn es seinem Einkommen entspricht und ihn diese Art zu leben erfüllt. Es sind zwei unterschiedliche Lebensformen und beide haben ihre Vor- und Nachteile.
      Freut mich, dass du dir so viele Gedanken dazu gemacht hast!
      Viele liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    daniie
    25. September 2014 um 12:16

    Hi Ute,
    wie toll, dass ich deinen Blog gefunden habe.
    Ich habe mich oft so gefühlt, man beendet die Schule und schon steckt man im System fest und kommt nie wieder raus. Wie viele würden es sich wohl wünschen auszusteigen und gehen es nie an, bis sie es sich irgendwann vielleicht auch gar nicht mehr so sehr wünschen…
    Ich hatte mich mal, leider für meine Begriffe etwas spät, endlich getraut einen Auslandsaufenthalt zu wagen. Naja was heißt getraut, ein Freund hat gesagt „bewirb dich doch einfach mal“ und die wollten diese Bewerbung noch am selben Abend und ich konnte gar nicht mehr groß überlegen. Die Lösung war wohl: Einfach machen :)
    Hätte ich das früher getan, statt ewig rumzuheulen dass ich Single bin (ja, so war ich…)
    Die Vorbereitungen liefen für einen organisationsuntalentierten Menschen wie mich leider nicht ganz optimal… aber alles zusammen war es eine wertvolle Erfahrung an die ich mich immer zurückerinnern werde.
    Diesmal plane ich auszuwandern und habe aus den Fehlern beim letzten Mal gelernt, trotzdem plagen mich manchmal die gleichen Fragen wie du es im Blog beschrieben hast, denn jetzt ist es doch eine etwas andere Situation.
    Darum ist es für mich ganz toll deinen Blog zu lesen, wie du dich mit allem auseinandersetzt und andere Sichtweisen aufzeigst finde ich toll und es hilft mir auch zu wissen dass manche Fragen die ich mir stelle völlig normal sind :)

    • Antworten
      Ute
      26. September 2014 um 1:41

      Hi Daniie,
      find’s auch super, dass du meinen Blog gefunden hast ;)
      Mir hat es bei dem ganzen Vorhaben sehr geholfen, nichts in der Zukunft als unendlich anzusehen. Daher habe ich mir auch erst ein Projekt für 2 1/2 Monate vorgenommen, um dann nochmals zurückzukommen und weiter zu planen, vielleicht wieder für ein paar Monate, vielleicht für länger. Wenn man ein unbekanntes Feld betritt, finde ich es für mich sinnvoller, nicht zu viel und zu weit in die Zukunft zu planen (auch, wenn man ungebunden und frei jederzeit zurückkommen kann). Drücke dir die Daumen, dass diesmal alles einigermaßen so läuft, wie du es dir vorstellst!
      Ganz liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Esther
    27. September 2014 um 12:36

    Hallo Ute,
    ich bin vor ein paar Tagen auf Deinen Blog gestoßen und finde Ihn einfach wunderbar, ehrlich, authentisch, spannend und ansprechend…nun schmökere ich regelmäßig und warte gespannt auf Deinen nächsten Artikel.
    Ich mag Deinen Schreibstil und Deine Art, die Dinge zu sehen. Gerade eben habe ich übers „aussteigen und abrocken“ gelesen und muss sagen, die Variante des Rebells gefällt mir am besten. Wahrscheinlich, weil der auch im Kleinen, also innerhalb meines Alltags alleine mit zwei Kids umzusetzen ist. Seit einem schweren Schicksalsschlag vor zwei Jahren, bin ich auf der Suche nach einem Weg, jeden Tag so zu leben als sei es der letzte, einem Weg, der meine Kinder zu glücklichen Menschen machen wird, und mich auch. Ein wichtiger Punkt für mich ist dabei die Unabhängigkeit, zunächst einfach nur von der Meinung der anderen, vom Mainstream, von meinem Perfektionismus … hin zu mehr Minimalismus. Ich habe das Fernsehprogramm abgeschafft, meine Arbeitszeit reduziert und öffne meine Post nur noch alle drei Tage. Winzige Schritte auf meinem Weg… bin gespannt, wohin er mich noch führen wird.
    Ich bewundere Deinen Mut und freue mich schon, bald mehr zu lesen.
    Danke und lieben Gruß.

    • Antworten
      Ute
      28. September 2014 um 11:30

      Hallo liebe Esther,
      vielen Dank für diese sehr schönen Komplimente <3
      Deine Schritte hören sich super an. Ich habe jahrelang versucht, jeden Tag maximal zu genießen, aber es ist mir überhaupt nicht gelungen. Ganz davon zu schweigen, dass ich gar nicht so genau wusste, was denn Genuss überhaupt ist. Mir hat übrigens ein Buch namens »Lieber schlampig glücklich als ordentlich gestresst« unterstützend dabei geholfen, den Perfektionismus ein wenig abzulegen. Ich denke, dass deine kleinen Schritte und die von dir beschriebenen Prioritäten ein guter Weg sind.
      Ganz liebe Grüße & weiterhin viel Erfolg beim Reduzieren!
      Ute

  • Antworten
    Markus
    28. September 2014 um 2:26

    Hey Ute,
    ich finde es gut wie du genau analysierst, wie die Gesellschaft mehr hat als sie braucht. Ich persönlich habe jeden Monat von meinem Gehalt über 95% gespart. Ehrlich gesagt besitze ich alles was ich brauche. Ich besitze nur was ich wirklich brauche und bin auch nicht willig mehr zu kaufen es sei denn es ist notwendig.
    Großartige Altersvorsorgen sind meiner Meinung nach nur für Leute, die nicht mir Geld umgehen können (ist jetzt nicht darauf bezogen was du über dich geschrieben hast. Mir fällt es nur recht leicht Geld zu sparen und sinnvoll anzulegen daher verstehe ich nicht weshalb sich so viele Leute für möglicherweise ein paar Euro mehr an ominöse Verträge binden).
    Wenn man viel durch arme Länder reist sieht man ja häufig dass Deutschland der pure Luxus ist. Ausserdem verwechseln viele Leute meine Meinung nach „Geld verprassen“ mit hoher Lebensqualität. Meine Anziehsache kosten allerhöchstens 50Euro und werden getragen bis sie kaputt sind. Früher hat man Kleidung sogar noch geflickt, heute fast undenkbar ;-)
    Grundsätzlich läuft ja alles auf die Geschichte von dem zufriedenen Fischer, der von einem Tourist bequatscht wir ein Business aufzubauen, um mit fertigem Business dann das machen zu können was er jetzt eh schon macht. Sein Leben genießen.
    Okay, eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben, aber das Thema spricht mich voll an :-D
    Dann weiterhin gute Reise ;-)

    • Antworten
      Ute
      30. September 2014 um 12:32

      Hi Markus,
      kein Problem – ich freu‘ mich, wenn du viel schreibst ;) Vielen Dank auch für den Einblick in deine Lebensweise. Ich kann mir zwar schwer vorstellen, wie man mit nur 5% seines Gehaltes (über-) leben zu kann, aber wenn dem so ist bzw. war… Hut ab!
      Wünsche dir eine tolle Weiterreise!
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Maurice
    29. September 2014 um 9:38

    Hi Ute,
    Ein wirklich beeindruckender und wahrer Bericht, den du geschrieben hast. Ich denke auch, dass viel zu viele Menschen aus ihrem Hamsterrad nicht mehr herauskommen oder wollen. Zu risikoreich scheint es doch vielen zu sein, eine große Veränderung wie zB. die Jobaufgabe zuzulassen und um die Welt zu reisen.
    Oscar Wilde würde vielleicht sagen: “Das Leben ist das Allerseltenste in der Welt – die meisten Menschen existieren nur.”
    Wenn da mal nicht was dran ist…

    • Antworten
      Ute
      30. September 2014 um 12:38

      Hallo Maurice,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich finde es für mich selbst auch immer noch sehr schwierig herauszufinden, was denn wohl der richtige Weg ist. Selbst, wenn man keine Angst oder Bedenken vor einem eventuellen Fehltritt hat, muss man sich dennoch für einen Weg entscheiden und ich glaube, dass viele in die Richtung denken, dass sie lieber ihren sicheren Job, Wohnung etc. haben, als sich auf ungewisses Glatteis zu begeben, und das möglicherweise auch noch ohne Rückfahrtschein. Super Zitat übrigens, Danke dafür!
      Viele Grüße und in diesem Sinne…
      Ute

  • Antworten
    Anne
    1. Oktober 2014 um 4:03

    Toller Artikel! Ich bin gespannt auf deine Erfahrungen und Stimmungen während dieser Zeit. Ich finds ganz toll :-)

    • Antworten
      Ute
      1. Oktober 2014 um 6:21

      Hi Anne,
      freut mich sehr, vielen Dank! Ich bin selbst nach wie vor gespannt, wie es sich weiter entwickeln wird. (Natürlich werde ich berichten!)
      Viele liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Jean
    1. Oktober 2014 um 15:32

    Hallo Ute,
    deine Entscheidung finde ich super mutig, und es ist sehr spannend, über deine bisherigen Erfahrungen zu lesen. Ich wünsche dir viel Glück auf deinen Reisen!
    Dein Artikel ist super, weil man an manchen Stellen sagt: „Genau!“ ;)
    Liebe Grüße!

    • Antworten
      Ute
      3. Oktober 2014 um 1:14

      Hallo Jean,
      es ist auch immer noch unglaublich spannend, wie sich gerade neue Wege und Optionen auftun! Vielen Dank für deine Wünsche!
      Liebe Grüße zurück,
      Ute

  • Antworten
    Maike (Reisetageblog)
    1. Oktober 2014 um 16:25

    Ein interessanter und sympathischer Beitrag! Mich hat das Aussteigen nie gelockt, weil ich mir mein alltägliches Leben schon immer recht schön gestaltet habe: 1. Traumberuf gewählt, auch wenn mir viele abgeraten haben, weil er „brotlos“ sei (Journalistin/Autorin, Reisebloggerin, seit einigen Jahren ganz frei, ist finanziell zwar manchmal schwankend, aber mit einem Notgroschen-Puffer und mehreren guten regelmäßigen Auftraggebern nicht besorgniserregend) 2. Traumwohnort gefunden (Berlin – immer noch günstig und bietet einfach alles, tolerant, auf eine schräge Art heimelig und sehr nahe an Hamburg bei meiner Familie) 3. Traummann und Traumkatzen auf der Straße aufgegabelt und schnell mitgenommen 4. Lebenshaltungskosten seit Studentenzeiten kaum hochgeschraubt, was sehr frei macht (hatte z.B. nie ein Auto, keine teuren Hobbys außer Reisen, und das habe ich seit meiner Au-Pair-Zeit zum Beruf gemacht). Ich glaube, dass Aussteigen sehr wichtig ist, wenn man merkt, dass man mit seinem Leben unzufrieden ist, so wie Du es beschrieben hast. Dann kann man herausfinden, was einem wichtig ist und dieses Wissen in seine „neues normales Leben“ integrieren. Wenn man das nicht tut, verschleppt man seine Grundprobleme nur in sein „Aussteigerleben“ und wird nie zufrieden, das habe ich bei vielen älteren Aussteigern z.B. in Goa/Indien gesehen, die irgendwie gescheitert wirkten. Aussteigen ist gut, wenn man irgendwann auch wieder einsteigt, denke ich :-)

    • Antworten
      Ute
      3. Oktober 2014 um 2:23

      Hallo liebe Maike,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Nach deiner Beschreibung ist es nachvollziehbar, dass ein Ausstieg keine Option für dich darstellen würde ;) Ich glaube, dass der Wunsch nach einem Ausstieg auch immer ein wenig damit zusammen hängt, wie groß das Bedürfnis nach Freiheit ist und in welchem Ausmaß man sie ausleben möchte. Für mich ist es zum Beispiel gerade das Größte, jeden Tag individuell nach meinen Vorstellungen zu gestalten – für jemand anderes wäre das wiederum vielleicht eine Katastrophe, weil er Pläne und Regelmäßigkeit braucht. Und ich denke wie du, dass man auf lange Sicht ohne eine neue „Aufgabe“ wahrscheinlich den Faden verlieren würde, aber möglicherweise ist auch das eine Typ-Frage.
      Viele Grüße,
      Ute

  • Antworten
    Marcel
    6. Oktober 2014 um 2:27

    Hallo Ute,
    Sehr schöner Artikel. Wir sind seit 2007 unterwegs und aus dem ganzen Hamsterradsystem raus. Haben damals auch gute Jobs, ein Haus, Autos und gaanz viel Besitztum aufgegeben und die Sicherheit gegen das Ungewisse eingetauscht. Bis anhin haben wir es nie bereut und sind froh, dass wir unser Leben komplett geändert haben. Es ist möglich mit ganz wenig ganz viel zu machen. Zur Zeit sind wir noch in Australien auf einem Road Trip, der aber leider zu Ende geht. Mal schauen was danach kommt…
    Sonnige Grüsse aus Ausralien.
    Marcel

    • Antworten
      Ute
      6. Oktober 2014 um 2:50

      Hi Marcel,
      wow, seit 7 Jahren auf Reisen – mein Traum ;) Freue mich auch sehr auf all das, was da noch kommen wird! Wünsche euch noch ganz viel Spaß auf der Weiterreise, grüßt mir die Sonne in diesem schönen Land und vielen Dank auch für’s Mutmachen, dass das Leben so auch möglich ist!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Michael Blahm
    17. Oktober 2014 um 9:45

    manchmal ist es gut alles hinter sich zu lassen und immer geht eine Tür auf und es findet sich ein Weg. ach weiter so

    • Antworten
      Ute
      18. Oktober 2014 um 1:41

      Hallo Michael,
      hätte ich gewusst, dass es wirklich so ist wie du sagst und wie ich es inzwischen bestätigen kann, wäre vorher alles viel einfacher gewesen! Danke für deinen Eindruck.
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Anina Steinlin
    18. Oktober 2014 um 6:24

    Liebe Ute
    Dein Blog ist absolut genial! Es ist der erste Blog, der mir wirklich was sagt. Ich lebe in der Schweiz, habe nach dem Studium ein Jahr Praktikum absolviert und kann wahrscheinlich in diesem Unternehmen ein feste Stelle beginnen. Als mir das angeboten wurde, habe ich gefragt, ob ich nicht erst vier Monate Auszeit haben könnte. Der Gedanke hat schon lange in mir geschlummert, sieht mir aber nicht ähnlich, ich bin immer sehr auf Sicherheit bedacht. Jedenfalls habe ich diese Zeit gekriegt und bin jetzt auf einer Tour durch Frankreich, mit jeweils gemieteter Wohnung. Und habe begonnen, eine Geschichte zu schreiben. Für mich, für andere, mal sehen was draus wird, für mich ist es jedenfalls sehr wertvoll. Das ist nicht so spektakulär, wie all deine Reisen, trotzdem spricht mir sehr vieles, was du in deinen Beiträgen schreibst, aus dem Herz. Du schreibst total ehrlich und benennst deine Zweifel. So getraut man sich, deine Reisen zu verfolgen, auch wenn man keine grosse Abenteurerin ist.
    Ich habe erst gedacht, die ganze Zeit, die ich habe, wird mich überfordern. Tut sie keineswegs. Du hast irgendwo so Kuchendiagramme gezeichnet, und etwa so ergeht es mir auch. Plötzlich füllen schlafen, kochen, essen, lesen, schreiben den Tag. Man kann auch ziellos durchs Internet surfen und findet dabei so tolle Blogs wie deinen.
    Ich wünsche dir alles Gute, viel Vertrauen in dich selbst und du wirst das hinkriegen, hast ja schon eine Menge hingekriegt. Manchmal, wenn ich vor einem Berg stehe, überlege ich mir, wie ich in fünf Jahren daran zurückdenken werde. Und weiss, dass aus der Situation entweder eine gute Anekdote oder ein Erlebnis wird, auf das ich stolz sein werde. Denn bis dahin bleibe ich sicher nicht hier stehen, irgendetwas bewegt sich immer. Aber gute Tips hast du bestimmt bereits genug.
    Anina

    • Antworten
      Ute
      25. Oktober 2014 um 8:14

      Hallo liebe Anina,
      vielen Dank für diesen schönen Kommentar! Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass man so wahnsinnig große Abenteuer erleben muss, um eine Story zu schreiben… es geht doch vielmehr darum, was in einem innen drin passiert und daher möchte ich dich unbedingt dazu ermutigen, deine Geschichte zu schreiben! Life is a journey, jede Erfahrung bringt dich immer einen Schritt weiter ;)
      Ganz liebe Grüße und alles Gute für dich!
      Ute

  • Antworten
    Peter H.
    10. November 2014 um 12:09

    Hallo,
    bin gestern auf Deinen Blog hingewiesen worden. Die ehrliche Schreibe gefällt mir sehr gut – und endlich jemand, der das auch im Großen umsetzt was ich dauernd den Kindern predige: Tut es einfach :-)
    Meine Gedanken zum Thema aussteigen gehen mehr in Richtung Selbstversorgung. Aber da ist ja auch noch die Reiselust. Hm. Zwei Seelen in meiner Brust. Wird sich schon irgenwie auflösen ;-)
    Was ich noch sagen wollte und was der eigentliche Grund für den Kommentar ist: Ich schätze sehr, dass der Blog nicht mit Werbung zugepflastert ist um über Google-Adds o.ä. ein paar Cent zu lukrieren! Danke.
    Alles Gute und
    liebe Grüße
    Peter

    • Antworten
      Ute
      10. November 2014 um 22:15

      Hallo Peter,
      vielen Dank für das Kompliment! Das mit der Werbung mag ich selber auch nicht so gern bei anderen Blogs – hat für jemanden wie mich aber natürlich auf der anderen Seite den großen Nachteil, dass ich mit dem nicht gerade geringen Zeitaufwand für diesen Blog keinen Cent verdiene… Und wenn man – wie ich jetzt – kein regelmäßiges Einkommen mehr hat, macht man sich schon seine Gedanken, ob das der richtige Weg ist. Daher sollte man jeden Blogger verstehen, der Adds auf seiner Seite integriert ;)
      Zum Thema Aussteigen – es ist ja inzwischen einige Zeit vergangen – kann ich nur sagen, dass sich danach vieles verändert und sich die meisten Dinge irgendwie von selbst ergeben. Also, wenn du den Wunsch hast und dich mit kleinen Schritten in die Richtung bewegst, müsste sich der Weg (Selbstversorger oder Reisen) meines Erachtens zu einem bestimmten Zeitpunkt von selbst ergeben.
      Wünsche dir viel Glück und alles Gute!!
      Ute

  • Antworten
    Susanne
    21. November 2014 um 11:00

    Hallo Ute.
    ich bin dir so dankbar für diesen Blog.
    Seit zwei Tagen bin ich in Istanbul, der Anfang meiner geplanten Weltreise. Der Abschied von meiner Familie war schwer. Doch was ich hier lesen darf, war das, was ich nie beschreiben konnte.
    Früher war ich spontan, wollte jeden Tag anders erleben. Doch mit der Zeit gewöhnte ich mich an die Regelmässigkeiten des Alltags.
    Das geplante gab mir irgendwie Sicherheit.
    Jetzt, so auf Reisen, muss ich wieder komplett umdenken. Ich hab mich aber schon so daran gewöhnt, alles in Tage, Stunden und Wochen einzuplanen, dass ich jetzt n bisschen angst habe spontan zu sein. Ich glaub es ist einfach die sch… Bequemlichkeit, die mir die ersten Schritte in mein Abenteuer so schwer machen.
    Daher bin ich wirklich, wirklich froh, auf eine Frau wie dich gestoßen zu sein. Und wie man Sieht sind sehr viel andere genau der selben Meinung und Gesinnung :)
    Ich wünsch dir ganz viel Glück und viel erfolgreiche Reisejahre.
    Lg Susan

    • Antworten
      Ute
      21. November 2014 um 16:08

      Liebe Susan,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Super, dass du dich durchgesetzt und deine Reise trotz aller Widrigkeiten begonnen hast. Du wirst sehen, dass sich jede Woche etwas verändern wird und auch das Durchplanen wird sich möglicherweise etwas reduzieren. Ich weiß mittlerweile manchmal nicht, was ich am nächsten Tag mache und wo ich sein werde und genieße dieses Entscheidungsfreiheit. Wünsche dir eine ganz tolle Zeit und viele unvergessliche Erlebnisse!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Petra
    24. November 2014 um 11:57

    Liebe Ute,
    ich schmunzle, da du mir aus dem Herzen schreibst :) Ich denke mein Leben sah sehr ähnlich aus wie deines. Tolles Einkommen, viel Spaß und viel Arbeit, die ich auch liebte. Und immer der Traum vom langen Reisen.
    Statt Sabatical kündigte ich Ende 2011 meinen Job und plante ein Jahr zu reisen – es wurden 2 1/2 Jahre daraus. Ich liebe das Reisen! Und seltsamer weise bin ich mit dem geplanten Geld so viel weiter gekommen als ich erwartet hätte. All die unnützen Doppelt- und Frustkäufe entfallen. Ich bin so viel glücklicher und brauche die kurzfristigen materiellen Booster gar nicht mehr.
    Ich starte einen Reiseblog, möchte gerne vieles von meinen Erfahrungen, unendlich viele tolle Fotos von atemberaubenden Landschaften teilen und inspirieren – so wie du auf meine Art. Ich freue mich und dann geht es wieder los in die weite Welt.
    Ich glaube ganz fest, dass mich das Universum liebt und immer nur das beste für mich will – ich bin angstfrei, stattdessen freue ich mich und bin neugierig auf alles was kommt :)
    Ein toller Artikel !

    • Antworten
      Ute
      3. Dezember 2014 um 3:09

      Hi Petra,
      vielen Dank für das schöne Kompliment! Der Begriff „Booster“ ist klasse und trifft es genau auf den Punkt. Für mich ist es auch nach einigen Monaten immer noch komisch, dass ich z. B. keine Online-Käufe mehr brauche oder auch in Shops stehe und denke „das kann ich ja jetzt nirgends mehr hinstellen“ – ein super Gefühl! Freue mich für dich, wenn es bald wieder losgeht. Drücke dir die Daumen, dass sich alles so erfüllt, wie du es dir wünschst!
      Liebe Grüße!!
      Ute

  • Antworten
    Cora
    26. November 2014 um 9:51

    Ich kann einem Vorschreiber nur beipflichten.. das ist wirklich der erste Blog, der mir wirklich etwas sagen möchte und dies auch tut. Du gehst sehr sehr tief in das jeweilige Thema hinein und durchleuchtest es von unterschiedlichen Positionen aus. Ich persönlich habe nicht vor auszusteigen, zumindest im Moment ist der falsche Zeitpunkt. Nach abgeschlossenem Studium suche ich zur Zeit intensiv nach einer Arbeitsstelle und habe erstmal richtig Lust… ja…-zu ackern. Mich inspiriert dein Artikel aber in der Hinsicht, dass ich mein materielles Dasein überdenken möchte, loslassen von Dingen, die nicht wichtig sind. Das letzte Mal ist das nach meiner Südamerikareise 2013 passiert. Ich denke ich konnte seitdem schon einiges an meinem Konsumverhalten ändern, aber man rutscht ja doch immer in alte Verhaltensmuster hinein. Sich selbst zu beschäftigen.. das ist etwas was ich verlernt habe. Oder immer mehr verlerne. Rausgehen? Ja gern, unbedingt… aber was tun, allein, wenn nicht in Richtung Stadt wandeln und einkaufen.. Dein Post hat mich wieder einmal wachgerüttelt und dafür danke ich dir. Ich werde deinen (heute über Island entdeckten) Blog gerne weiterverfolgen und immer mal wieder durchstöbern – auf der Suche nach neuen Erkenntnissen!

    • Antworten
      Ute
      3. Dezember 2014 um 3:16

      Hallo liebe Cora,
      wow, was für ein tolles Lob!! Ganz lieben Dank dafür! Freut mich sehr, dass ich ein wenig Anregung verschaffen konnte. Ich wäre auch relativ sicher, dass ich wieder in alte Muster zurückverfallen würde, wenn ich wieder dieses „ganz normale Leben zu Hause“ führen würde. Daher sind solche Wachrüttler immer mal ganz gut, um aus dem Trott – wenigstens mal für eine Zeit – herauszukommen. Wünsche dir alles Gute und freue mich, wenn du immer mal wieder auf meinem Blog reinschaust!
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Dirk
    20. Dezember 2014 um 15:42

    Klingt und bleibt spannend. Wenn nur dieser Sicherheitsgedanke nicht wäre…ich werde hier garantiert öfters vorbeischauen und neidvoll das träumen geniessen…

    • Antworten
      Ute
      24. Dezember 2014 um 20:32

      Hi Dirk,
      es ist und bleibt in der Tat spannend, jeder Tag ist anders mit neuen Eindrücken und Einsichten. Freut mich, wenn du öfter mal bei mir reinschaust! Viele Grüße und schöne Feiertage
      Ute

  • Antworten
    Dinah
    6. Januar 2015 um 3:21

    Hallo,
    ein Thema, über das ich auch schon oft nachgedacht habe und nie zu einem befriedigenden Ergebnis gekommen bin. Vielen Dank für deine Gedanken dazu. So komme ich vielleicht doch noch über meinen Standardurlaub in einem Hotel in Meran hinaus. ;-)
    lg

    • Antworten
      Ute
      7. Januar 2015 um 4:30

      Hallo liebe Dinah,
      bezüglich des letztendlichen Ergebnisses bin ich selbst gespannt. Aber freut mich, dass ich ein wenig zur Motivation beitragen konnte :)
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Sylvia
    22. Januar 2015 um 4:39

    Liebe Ute, bin vor ein paar Minuten auf deinem Blog gelandet und fühle mich total wohl. Vielen Dank! Hab Ende des Jahres mein Dasein als Papiersoldat gekündigt und nun will ich endlich leben! Einfach dorthin gehen wohin mein Herz mich trägt. Vielen Dank für deine inspirierenden Worte, sie machen mir Mut, den richtigen Schritt gewählt zu haben. Alles Liebe und Gute für deine Reise!
    Ganz liebe Grüße Sylvia

    • Antworten
      Ute
      22. Januar 2015 um 10:30

      Hallo liebe Sylvia,
      Glückwunsch zu deiner Entscheidung! Den Ausdruck »Papiersoldat« kannte ich noch gar nicht, witzig. Bei mir ist inzwischen ein halbes Jahr vergangen und ich habe meine Entscheidung bisher keinen einzigen Tag bereut. Ich wünsche dir alles Gute und dass dein Herz dich an die richtigen Orte bringt!
      Viele liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Eliss
    5. März 2015 um 6:33

    Danke für diesen Artikel, regt wirklich dazu an, sein Leben zu überdenken. Du hast vollkommen Recht, man verdient viel, aber gibt so schnell das ganze Geld wieder aus, einfach nur um in die Gesellschaft zu passen. Das ist alles Quatsch. Deine Checkliste werde ich mir zu Herzen nehmen. Danke, dass du deine Erfahrungen mit uns teilst. LG aus dem Meranerland

    • Antworten
      Ute
      5. März 2015 um 9:07

      Hallo liebe Eliss,
      vielen Dank auch für deinen Kommentar! Freut mich sehr, dass du dir die Checkliste zur Hilfe nimmst. Es lohnt sich wirklich, ein bewussteres Leben in dieser Hinsicht zu führen.
      Viele liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Ines
    12. März 2015 um 17:35

    liebe ute, klingt fantastisch was du da alles machst. die tipps zum Geld sparen sind super, hätten von mir kommen können, ich lebe auf diese art und weise seit vielen jahren. ich habe während meiner Studienzeit meine Kinder bekommen und möchte nun gerne mit Ihnen die welt bereisen. nach einer 5 wöchigen Wanderung auf dem jakobsweg möchten wir nun gerne weiter fort. leider fehlt es noch am Geld, denn zum verdienen und sparen dessen, habe ich mit meinen beiden kindern keine zeit gehabt. dennoch wünsche ich mir sehr zeitnah die welt weiter zu bereisen. was gibt es schöneres als diesen traumhaften Planeten erde mit unseren füßen zu beseelen. ich weiß noch nicht woher das Geld kommen soll, doch ich wünsche, dass all mein Engagement im Ehrenamt früchte trägt und ich ebenso wie du die welt mit meinen kindern bereisen kann. viel Freude und glück weiterhin…..
    ines

    • Antworten
      Ute
      19. März 2015 um 10:53

      Hallo liebe Ines,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Nach wie vor bin ich sehr glücklich, diesen Schritt gegangen zu sein und selbst, wenn das Reisen wie momentan wahrscheinlich nicht ewig anhalten wird, war es eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich drücke dir die Daumen, dass du dir deinen bzw. euren Traum bald erfüllen und gemeinsam mit deinen Kindern die Reise antreten kannst!
      Ganz liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Michel
    15. März 2015 um 10:44

    Hmmm….also ich weiß nicht, das alles – vor allem aber auch so einige Kommentare hier – klingen mir wie ein Selbstversuch von Träumern; nicht aber nach gut durchdachten Plänen für ein dauerhaftes Aussteigen aus einem System, das man nicht mehr leiden kann oder will.
    Wo sind die realisierbaren Visionen?
    Trotzdem ganz liebe Grüße an alle Träumer/innen und Ausstiegs-Willigen ;-)
    Michel

    • Antworten
      Ute
      19. März 2015 um 10:59

      Michel, ich finde eigentlich, dass es viel zu wenige Träumer heutzutage gibt (man muss sie ja nicht immer und zwingend ausleben!). Ich persönlich finde es gerade das Besondere, dass man aussteigt und sich Zeit nehmen kann, um herauszufinden, was man wirklich möchte, wo die eigenen Interessen liegen und wie die Zukunft am besten aussehen sollte. Und für meine Begriffe muss man bei einem Ausstieg keinen konkreten Plan für die Zukunft haben, sonst wäre das wohl eher ein „Umstieg“ :)
      Dir auch alles Gute und viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Rene
    7. April 2015 um 23:43

    Hi Ute,
    toller inspirierender Blog mit Motivation zum Nachmachen. Im Moment kreisen meine Gedanken um ein Probe-Ausstieg von ca. 180 Tagen beginnend (nochmal) in Kuba, ABC-Inseln und dann Thailand/Bali…
    Alleine der Gedanke minimalistischer als früher zu reisen macht schon Spaß. Im Moment bin ich noch im Kaufmodus, allerdings Dinge wie Rucksack, GoPro, neues organisiertes Rucksack-Innenleben…
    In einigen Monaten werde ich erst einmal mit Dubai als Probe-Reise beginnen, freue mich auf weitere inspirierende Artikel von Dir…Gruß René

    • Antworten
      Ute
      8. April 2015 um 3:41

      Hallo Rene,
      hört sich super an! Wünsche dir weiterhin viel Erfolg bei deinen Vorbereitungen. In Kürze gibt es in Bezug auf Ausstieg und Finanzen auch nochmals einen aktualisierten Artikel, bin ja inzwischen etwas weiter in meiner Entwicklung.
      Viele Grüße und alles Gute für dein Vorhaben
      Ute

      • Antworten
        Rene
        8. April 2015 um 8:45

        Jo, solche Artikel sind immer sehr interessant…nichts ist so kontinuierlich wie die Veränderung ;o) Alles Gute Rene

  • Antworten
    Frank
    8. April 2015 um 4:42

    Hallo Ute,
    ich bin durch Zufall ;) auf deinen Bericht gestoßen und bin begeistert. Sehr lebendig geschrieben..da bekommt man Lust von jetzt auf gleich loszulaufen..das alles was du beschreibst spiegelt auch meine Einstellung wieder. Ich sehe das absolut genauso…wir werden alle verführt zu konsumieren und immer mehr, höher und weiter..und der Preis ist das Leben. Ein Leben in Glück und Harmonie, welches man nie durch Gegenstände bekommen kann. Je weniger man besitzt, desto weniger Angst muss man um seinen Besitz haben. Die Angst und unsere Bequemlichkeit ist dabei unser größtes Problem…wo befindest du dich zur Zeit und wie geht es dir jetzt?
    Liebe Grüße aus Düsseldorf ;)
    Frank

    • Antworten
      Ute
      10. April 2015 um 7:26

      Hallo Frank,
      vielen Dank der Nachfrage, mir geht es nach wie vor super! Am Sonntag gibt es hier mal ein Update über den Stand der Dinge, vieles hat sich verändert und entwickelt, sehr spannend eigentlich – auch für mich selbst :) Inzwischen bin ich wieder in Deutschland und schon bald wieder auf dem Sprung.
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Max Udo
    15. Mai 2015 um 17:05

    Hallo Ute :-)
    Ich habe in einer Nacht einfach „aussteigen“ bei Google eingegeben und deinen Bericht gefunden. Es ist toll einen Artikel von jemandem zu lesen, der den eigenen Traum bereits lebt und weiß, wie realistisch es ist diesen Traum zu leben. Ich bin relativ früh auf den Trichter gekommen, dass ich die Welt mit meinen Füßen erkunden möchte! Aber nicht allein. Ich brauche einen/mehrere Menschen, die mit mir die Welt sehen wollen und eben auf das normale, finanziell sichere Leben verzichten können.
    Wie schon gesagt ich bin jung, gerade mal 18 Jahre alt :D Deshalb ist es relativ schwer Menschen mit dem gleichen Traum, mit der gleichen Sichtweise vom Leben zu finden. Bis jetzt habe ich nur zwei solche Menschen kennen gelernt. Die ein Person kommt in ca. einem Monat aus Taiwan zurück nach Deutschland! :) Ich freue mich unglaublich darauf mit dieser Person Pläne für das Leben zu schmieden. Relativ interessant ist auch, dass ich mit der Person vor der langen Reise nie viel zu tun (eigentlich gar kein Kontakt) hatte und wir jetzt wo sie in Taiwan lebt intensiven Kontakt pflegen.
    Ich habe den Wunsch „gleichdenkende“ Leute in meinem Alter zu finden. Ziemlich schwierig… leider. Man weiß nicht wo man suchen soll. Und ja ich weiß, dass ich im Moment noch ziemlich naiv denke ;)

    • Antworten
      Ute
      18. Mai 2015 um 14:09

      Hi Max,
      wie sagt man so schön »Wenn wir’s nicht versuchen, werden wir nie wissen, ob es funktioniert hätte«. Es mag sich vielleicht irgendwie esoterisch anhören, aber ich bin der Meinung, dass man seiner inneren Stimme viel mehr Vertrauen schenken sollte. Wenn du den dringenden Wunsch hast, etwas Bestimmtes zu tun, dann solltest du das meiner Meinung nach irgendwie versuchen umzusetzen. Warum sonst solltest du einen immer wiederkehrenden Traum haben und ihn nicht erfüllen? Ich glaube gar nicht mal, dass es so wenige Menschen mit deiner Idee gibt. Vielleicht schaust du mal bei großen Foren wie bei Lonelyplanet vorbei. Hier übrigens ein aktueller Artikel über einen 25-Jährigen, der die Welt zu Fuß bereist hat: http://www.travelbook.de/welt/24-laender-38000-kilometer-25-jaehriger-umrundet-die-welt-zu-fuss-643570.html
      Viel Erfolg wünsche ich dir!
      Ute

  • Antworten
    A+K Weltenbummler
    17. Mai 2015 um 6:55

    Hallo Ute,
    ich wusste gar nicht, dass man soviel über dieses Thema schreiben kann, aber Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen. Bevor wir auf unsere „Weltreise“ gingen, verkauften wir auch unser Hab und Gut und mussten wie Du feststellen, dass alles, wofür wir sehr viel Geld bezahlt hatten, auf einmal nichts mehr wert war. Außerdem braucht der Mensch das alles gar nicht, wo er meint, ohne dem nicht leben zu können. Unsere Weltreise mussten wir zwar abbrechen und sind erst einmal wieder zu Hause. Unsere derzeitige Wohnung ist kleiner und nur mit dem Nötigsten eingerichtet. Im nächsten Jahr wollen wir uns wahrscheinlich wieder auf den Weg machen, unsere schöne Erde zu erkunden. Unsere Art zu reisen ist Camping, immer in der Natur, immer mit wenigen Dingen um sich. Das Wichtigste im Leben sind der Mensch und die intakte Natur. Uns zieht es ebenfalls immer wieder hinaus und vielleicht wird es irgendwann für immer sein.
    Wir wünschen Dir noch viele schöne Reisen und alles Gute.

    • Antworten
      Ute
      18. Mai 2015 um 14:19

      Hallo liebe Angela, lieber Klaus,
      euren Wunsch, viel in der Natur zu sein, kann ich nur allzu gut nachvollziehen. Und für mich ist es auch nach wie vor eine tolle Erfahrung, dass man mit sehr wenigen Dingen sehr glücklich sein kann. Drücke euch die Daumen, dass sich eure Pläne für nächstes Jahr in die Tat umsetzen lassen!
      Viele Grüße und alles Gute für euch!
      Ute

  • Antworten
    Otti & Wolfgang round the world
    2. Juni 2015 um 3:28

    Hallo Ute,
    bei uns geht es Ende Juli für ein Jahr um die Welt. Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Otti und ich hatten so ziemlich die gleichen Gedanken und Überlegungen die Du so schön und ausführlich niedergeschrieben hast.
    Wir wünschen Dir noch viele schöne Touren, tolle Menschen unterwegs und immer genügend Luft im Reifen.
    Viele Grüße
    Wolfgang

    • Antworten
      Ute
      2. Juni 2015 um 20:45

      Hallo Wolfgang,
      ach klasse! Mein erstes Jahr Auszeit ist jetzt bald schon rum und ich hoffe, ich kann noch eine längere Zeit dran hängen :) Wünsche euch eine superschöne Reise mit allem, was dazu gehört! Viel Spaß und tolle Erlebnisse, viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Mario
    8. Juni 2015 um 4:22

    Hi Ute ! im Grunde hast Du mir aus der Seele gesprochen,ich habe das bisherige Leben genau so empfunden und funktioniert. Im letzten Jahr bin ich dann in der Psychotherapie gelandet. Ausgebrannt, Verzweifelt,Hoffend,Antriebslos. Es ist nach der Therapie nicht besser geworden, eher schlimmer. Würde so gerne raus aber da sind genau die von Dir angemerkten Grenzen. Ich suche weiter nach einem Weg. Danke und alles Gute für Dich und dein Leben ! Sei lieb gegrüßt Mario

    • Antworten
      Ute
      8. Juni 2015 um 12:01

      Hallo lieber Mario,
      tut mir sehr leid, dass du diese Erfahrung gemacht hast. Nach all dem, was ich in den letzten Jahren von anderen gehört und gelesen habe, ist genau diese Entwicklung oft dazu da, dass man „aufwacht“ und sich auf die Suche begibt für einen neuen Weg. Einen Weg, der besser zu einem passt als der bisherige. Mir hat das Lesen von Ratgebern sehr geholfen. Lass‘ dir auch ruhig von Freunden und professionellen Beratern helfen, das ist wichtig. Drücke dir die Daumen, dass es dir bald besser geht!
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Jonny
    26. Juni 2015 um 3:39

    Sehr vernünftig was du schreibst. Schwierig nur, wenn die Partnerin, die man liebt dafür kein Verständnis hat, am Luxusleben hängt und von zahllosen Ängsten bestimmt wird. Man muss sich dann nicht nur vom Konsumleben, sondern auch von seiner Liebe trennen, um aussteigen zu können. Und danach steht man den Herausforderungen auch noch alleine gegenüber, nachdem man Jahrzehnte alles immer zu zweit bewältigt hat.
    Mir geht das so und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich so weit gehen kann mich zu trennen und das alleine zu wagen.
    Auch eine neue Partnerin ist extrem schwer zu finden, wenn man vor hat auszusteigen oder bereits ausgestiegen ist… die wenigsten Frauen sehen die Vorteile dieser Lebensarchitektur. Und alleine bleiben, kann ich mir nicht vorstellen.

  • Antworten
    Ute
    27. Juni 2015 um 6:34

    Hallo Jonny,
    deine Gedanken kann ich sehr gut nachvollziehen. Ein Ausstieg ist natürlich viel einfacher, wenn man zu diesem Zeitpunkt solo ist. Und auch das Alleinreisen ist auf Dauer mental zwischenzeitlich durchaus anspruchsvoll und erfordert einen guten Freundeskreis und eine gesunde Mitte. Leider kann man dir da gar nichts raten, außer dass du vielleicht zusammen mit deiner Freundin einen gemeinsamen Kompromiss suchst (z. B. eine 3-monatige Auszeit). Vielleicht ändert sich dann auch etwas bei ihr.
    Alles Gute für dich/euch
    Ute

  • Antworten
    Kathi
    17. August 2015 um 11:39

    Dein Blog und deine Artikel machen mir echt unglaublich viel Mut, liebe Ute! Ich liebäugel schon lange mit so einem Leben, das natürlich aber auch einer guten Planung bedarf. Im Moment werde ich noch ungefähr 2 Jahre sicher hier in Deutschland bleiben und meine Ausbildung zur Redakteurin beenden, aber danach würde ich wirklich sehr gerne noch mal weg. Weit weg. Länger. Und ich hoffe sehr, dann mein Geld auch auf die gleiche Art und Weise wie du verdienen zu können.
    Ich werd deinen Weg auf jeden Fall gern weiter verfolgen!
    Alles Liebe,
    Kathi

    • Antworten
      Ute
      18. August 2015 um 1:57

      Hi Kathi,
      das freut mich, vielen Dank für die netten Worte! Die Ausbildung sollte meines Erachtens immer an erster Stelle stehen, denn sie ist gerade für einen etwas ungewisseren Weg in die Zukunft wichtig, damit man für den Fall der Fälle einen Beruf vorweisen und letzten Endes auch Geld verdienen kann. Drücke dir die Daumen, ich werde weiter berichten!
      Viele liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Petra
    17. September 2015 um 16:13

    Liebe Ute, Dein Text zu diesem Thema ist so auf dem Punkt und trifft den Nagel auf den Kopf! Ich mag Deine Seite sehr und bewundere Deine Konsequenz, mit der Du Dein Ding machst. Ich weiss, was alles dahinter steckt..sowohl hinter Deiner Art zu Leben als auch hinter Deinem Blog. Ebenfalls auf dem Weg zum Ausstieg bzw. Umstieg in ein selbstbestimmtes Leben spornst Du mich/ uns auf unserem Weg an. Ich werde begeistert weiterlesen…und ebenfalls weiter aussteigen…liebe Grüsse Petra

    • Antworten
      Ute
      24. September 2015 um 19:20

      Hallo liebe Petra,
      auch hier ein ganz liebes Dankeschön für deine Zeilen. Für mich ist es auch nach mehr als 14 Monaten immer noch ein großes Abenteuer und spornt mich an, so weiterzumachen und dem Schicksal weiterhin seinen Lauf zu lassen.
      Bis bald, alles Liebe
      Ute

  • Antworten
    vegantraveldreams
    21. September 2015 um 21:19

    Wunderbarer beitrag! <3 Ich seh das ganz genauso. Ich werde jetzt auch erstmal sparen und möchte dann so in 1,5-2 Jahren (noch so lange..) eine längere Reise antreten. Und ja, es macht mir Angst, vor allem, weil ich auch nicht weiß, was danach kommt, ich bin karrieretechnisch bisher nicht so gut dabei, grad auch noch auf Jobsuche. ;) ber mir ist es wichtiger zu leben als Karriere zu machen und dafür nehm ich das Risiko in Kauf. Die Erfahrungen kann einem danach niemand mehr nehme und wer weiß, was sich für Türen öffnen durch's Reisen..

    • Antworten
      Ute
      24. September 2015 um 19:22

      Dankeschön :) Das hört sich super an. Durch die Reise und Zeit für dich können sich viele neue Einsichten und Möglichkeiten ergeben, von daher kann ich dich zu der Entscheidung und Durchsetzung nur ermutigen. Toi to toi und alles Liebe, Ute

  • Antworten
    Diana
    9. Oktober 2015 um 14:54

    Hallo Ute,
    erstmal Respekt vor den Mut. Den habe ich leider nicht und inzwischen auch zu viele Verpflichgunen. Kind, Tiere, Kredite … Geld für Reisen bleibt da nicht auch ohne Luxus und Marken. LG Diana

    • Antworten
      Ute
      16. Oktober 2015 um 9:49

      Hallo Diana, das kann ich gut verstehen. Wer weiß, vielleicht ergibt sich ja irgendwann einmal die Gelegenheit. Viel Glück und weiterhin alles Gute für dich!

  • Antworten
    Birgit
    26. Oktober 2015 um 21:30

    Hallo, eigentlich wollte ich ja nur schnell was im Internet stöbern über den Salar de Uyuni. Bin auf deine Seite gestoßen und komm nicht mehr los davon. Sehr inspirierend, lässt mich über vieles nachdenken. Vielen Dank für diese tolle HP und das Teilen!!!

    • Antworten
      Ute
      27. Oktober 2015 um 10:19

      Hi Birgit, sehr sehr gerne! Freut mich, dass ich andere zum Nachdenken bringen kann :) Liebe Grüße, Ute

  • Antworten
    jkb
    17. September 2014 um 5:54

    Hammer Beitrag zum Thema Nr.1. Der Artikel kommt mir sehr gelegen! Danke fürs Teilen! Dein Schreibstil ist einfach umwerfend, und es ist immer ein grosse Freude deine tollen Berichte zu lesen!
    Weiter so und weiterhin viel Glück auf Deinen Reisen! Wir sind alle sehr gespannt!
    Lieber Gruss aus der sauteuren Schweiz.
    Jakob

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 5:31

      Hi Jakob,
      vielen Dank für das tolle Kompliment, freut mich sehr!!
      Bin selbst gespannt, wo die Reise hingeht ;)
      Ganz liebe Grüße!!
      Ute

      • Antworten
        Hakopa
        3. März 2016 um 9:49

        Hallo Ute,
        ebenfalls grosses Kompliment für deinen Schreibstil. Stimme dir in sehr sehr Vielem zu. Aber für Klausuren musste ich das Ökonomische Prinzip büffeln, das da heisst:
        Bestimmter Einsatz zum grösst möglichen Ertrag oder bestimmter Ertrag mit geringst möglichem Einsatz.
        „Wähle bei allem was du tust den Weg des geringsten Energieaufwandes bei grösst möglicher Wirkung“, wären also zwei Maximen. Hierbei fehlt dann eine Zielvorgabe.
        Ist mein Gedankengang so sehr vom kapitalistischen Wirtschaftsstudium geprägt?
        Auch ich stehe vor der Entscheidung: Reduce to the min.
        Es muss doch noch etwas anderes geben, als ständig nach „mehr haben“ zu streben um in dieser Gesellschft bestehen zu können. Dabei denke ich an die Maslowsche Bedürfnispyramide, deren Spitze die Selbsverwirklichung ist. Dabei ist aber das Fundamet dieser fünften Stufe schon sehr schmall, das heisst auf vieles zu verzichten. Für mich ist dabei das grösste Problemdie zweite Stufe, die Sicherheit.
        1. Grundbedürfnisse, wie Nahrung und vor allem auch Sex, entgegen der Theorie der kath. Kirche
        2. Sicherheit durch Einfriedung, Rücklagen, Versicherungen
        3. Ab hier nach vorangegangenen physischen nun zu psychischen Bedürfnisse, wie z.B. Freunde, Familie
        4. Anerkennung in der Gesellschaft bis hin zur Macht
        5. Als Krone, die Selbstverwirklichung.

        Maslow meint, dass du nur dann in dieser Pyramidenstruktur aufsteigen kannst, wenn die darunter liegende Stufe befriedigt ist.

        Also ist eine finanzielle Absicherung die Basis des Ausstiegs. Eine Reduzierung auf das Minimum ist ein Weg dazu, wenn es dann noch Aussichten auf ein weiteres Bestehen gibt. Leider finden sich aber viele Aussteiger in der zweiten Stufe und kommen nicht darüber hinaus und können damit den Zustand der Harmonie nicht erreichen.

  • Antworten
    Doris / Reiserella
    17. September 2014 um 8:30

    Ich hab bisher auch keinen einzigen Tag bereut, meinen Job gekündigt zu haben. Ich liebe mein unabhängiges Leben, auch wenn es manchmal anstrengend und beängstigend ist – ich tue alles nur für mich. Meinen Mut hab ich zum Teil auch dir zu verdanken, liebe Ute!!!

    • Antworten
      Ute
      18. September 2014 um 6:48

      Hi Doris,
      wow, freut mich sehr!!! Ich kann bisher auch nicht klagen und freue mich auf alles, was da kommen wird. Dass nicht alles perfekt läuft, ist schließlich im normalen Leben nicht anders. Wünsche dir weiterhin alles Gute auf deinen Reisen, mit deinem Blog und dem, was da noch kommt ;)
      Liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Christine
    19. September 2014 um 0:46

    Hi Ute,
    ich bin über einen fb-Post von Planet Backpacking auf deine Seite gekommen.
    Dein Artikel liest sich für mich, als hätte ich ihn selbst geschrieben.
    Mit einer Ergänzung: ich habe diese Freiheit Anfang dieses Jahres auf einer Reis ein paar Monate erlebt. Zurück in Deutschland sind nach wenigen Monaten, als das Angesparte immer mehr schrumpfte, dann jedoch die alten tief verankerten Glaubenssätze wieder angesprungen: du musst jetzt wieder für Sicherheit sorgen – Sicherheit fühlt sich warm und wohlig an.
    So bin ich dann doch wieder in den alten Mechanismus, was das Arbeitsleben angeht, zurück gefallen, angereichert durch einen deutlicheren Drang zu Konsumverzicht und Reduktion, sowie zur Freiheit und Selbstbestimmtheit.
    Jetzt suche ich nach meiner Wahrheit und meinem Weg.
    Sehr schön ist die Erfahrung, immer mehr Gleichgesinnte zu finden, deren Wahrheit eben auch eine andere ist als du-musst – du-brauchst – man-tut……
    Alles Gute weiterhin!

    • Antworten
      Ute
      19. September 2014 um 6:04

      Hi Christine,
      vielen Dank für diesen interessanten Einblick in eine mögliche Form der Weiterentwicklung. Wünsche dir viel Erfolg bei der Suche!
      Ganz liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Gunnar
    19. September 2014 um 1:42

    Gratuliere! Erkenntnisreich, reflektiert, mutig, offen. Sollte dich dein Weg hier vorbeiführen: you’re welcome :-)

    • Antworten
      Ute
      19. September 2014 um 6:10

      Hallo Gunnar,
      vielen Dank für das Kompliment und viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Judith Lu
    19. September 2014 um 3:30

    Mal ein wirklich guter Post! Sehr interessantes Experiment, auch wenn es für dich wahrscheinlich nicht all zu lange dabei bleiben wird, wirst du dein Leben lang glücklich sein, diese Auszeit zur Selbstfindung genommen zu haben!
    Liebste Grüße.

    • Antworten
      Ute
      19. September 2014 um 6:13

      Hallo liebe Judith,
      sehe ich genauso. Alleine die letzten acht Wochen waren einfach atemberaubend und unglaublich befreiend und allein dafür war es das Ganze schon wert! Aber da kommt noch viel mehr und finde es extrem spannend, in eine ungewisse Zukunft zu blicken.
      Dank dir und liebe Grüße zurück
      Ute

  • Antworten
    Axel R.
    19. September 2014 um 5:19

    Toll geschrieben! Danke für den ausführlichen Artikel. Ich denke es ist wichtig im Alltag die nötige Achtsamkeit zu entwickeln und die Lebenskosten auf ein Minimum zu reduzieren, um wirklich „frei“ zu sein. Sprich Zeit für Familie, Freunde, sich selbst und für das Reisen zu haben. Ich denke es sind mehrere Faktoren – Lebe ich selbstbestimmt … Hab ich Freiheiten in meiner Arbeit, hab ich eine gewisse fiananzielle Freiheit usw. – Ich denke zwischen den Extremen gibt es einen Weg. Wünsche dir noch eine super tolle Zeit auf Island und bin gespannt auf deine nächsten Artikel.

    • Antworten
      Ute
      19. September 2014 um 6:45

      Hallo Axel,
      vielen Dank für deinen Beitrag. Ich habe diese Fragen über viele Jahre lang verdrängt, weil die Antworten darauf zu schwer oder besser gesagt die Lösungen unerreichbar erschienen. Mittlerweile denke ich wie du, dass es immer einen (Mittel-) Weg gibt, der einem mehr Freiheit, mehr Selbstverwirklichung und weniger Abhängigkeiten bietet.
      Viele Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Charlotte
    22. September 2014 um 13:20

    Hi Ute,
    danke für deine schöne Sicht. Ich bin auch gerade (zum x-ten Male :)) in einer Orientierungs-Phase. Wünsch mir Glück, dass ich da ankomme, wo ich sein möchte. Für dich soll’s auch das Allerbeste (und DEN Allerbesten ♥) geben.
    Umarmung!
    Charlotte

    • Antworten
      Ute
      23. September 2014 um 1:18

      Hi Charlotte,
      du bist ja süß, vielen Dank! Drücke dir die Daumen, dass sich alles so entwickelt, wie du es dir vorstellst. Das mit dem Allerbesten wird schon noch, da mach‘ ich mir keine Sorgen ;)
      Ganz liebe Grüße!!
      Ute

  • Antworten
    Herumtreiberin
    27. September 2014 um 19:13

    Respekt, dass du diesen großen Schritt gewagt hast. Ich träume davon irgendwann vielleicht auch den Mut zu haben das zu tun, aber aktuell sollte ich erstmal noch mein Studium abschließen. ;) Ich weiß aber jetzt schon, dass ich nach dem Studium nicht direkt in den Beruf gehen möchte, sondern zumindest im kleinen Stil „aussteigen“ werde – work&travel in Australien, Rundreise durch Asien, mit dem Auto durch Europa…who knows, aber so viel Zeit wie ich möchte werde ich mir nehmen.
    LG, Alissa

    • Antworten
      Ute
      29. September 2014 um 14:22

      Hallo liebe Alissa,
      alle genannten Pläne hören sich klasse an! Eine Reise nach einem abgeschlossenen Studium ist auch eine sehr schöne Belohnung, die man sich gönnen sollte, sofern die Gelegenheit besteht.
      Bin gespannt, wo es dich hintreibt… rumtreibt ;)
      Liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Svenja
    15. Dezember 2014 um 9:51

    Halle Ute :-)
    Ich war, vor ein paar Wochen, wo du begonnen hast mit deinem Camper durch die Gegend zu fahren auf deinen Blog gestoßen. Fand ihn super, hatte ihn leider aus den Augen verloren und bin jetzt wieder auf ihn gestoßen! :-) Der Blog ist richtig ansprechend (sowohl gestalterisch , als auch textlich) geworden :-) Kompliment und ein großes Dankeschön für diesen und auch deine anderen Artikel! :-)

    • Antworten
      Ute
      15. Dezember 2014 um 16:39

      Liebe Svenja,
      freut mich sehr, dass du mich bzw. meinen Blog wiedergefunden hast :) – Und mir dann auch noch so ein schönes Kompliment machst!
      Vielen Dank und liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Julia Blume
    2. Juni 2015 um 11:17

    Liebe Ute,
    schon vor über einem 3/4 Jahr habe ich deinen Artikel gelesen und bin jetzt noch einmal auf deiner Seite gelandet, um mich weiter inspirieren zu lassen. Der Ausstieg bzw. gar nicht erst Einstieg ist auch bei mir ab Oktober/November geplant. Dann werde ich erst einmal für längere Zeit nach Süd-Ost-Afrika gehen und über interessante Geschichten (so hoffe ich doch) schreiben. Da ich Studentin bin, muss ich noch etwas mehr auf mein Geld achten und lebe momentan von einem Budget von 400 Euro monatlich – inklusive Miete. Containern, Trampen und Selbstdisziplin machens möglich. Für manche scheint das etwas zu „hart“, ich fühle mich aber kaum eingeschränkt und freue mich schon auf meine Abenteuer. Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinem Blog und viel Spaß auf Deinen Reisen. :)
    P.S.: Mein Blog ist noch nicht online… ;)

  • Antworten
    Julia Blume
    2. Juni 2015 um 11:23

    Und ach ja, das Buch von Raphael Fellmer habe ich auch gelesen. Sehr inspirierend. Hat mich auch noch mehr zum Trampen und zu meinem Abschlussarbeitsthema „Can Money Buy Happiness? – Wie Einkommen das persönliche Glücksempfinden beeinflusst“ inspiriert. Kam mir gerade noch so in den Sinn. Ist total interessant, deinen Blogpost und gleichzeitig verschiedene wissenschaftliche Theorien, die genau das Verhalten, was du beschreibst, erklären. Statustretmühle ist z.B. eines der Buzzwords. ;) Habe eine schöne Woche.

    • Antworten
      Ute
      2. Juni 2015 um 20:51

      Hallo liebe Julia,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Kann man deine Abschlussarbeit irgendwo online finden? Dein Fazit dazu würde mich interessieren, ist schließlich seit einiger Zeit meine tägliche Fragestellung :) Ich finde es ehrlich gesagt eine tolle Erfahrung, mal mit wenig Geld auskommen zu müssen und ein bisschen Lebenskünstler zu spielen. Dabei entstehen oft die Momente, die man im Leben nicht mehr vergessen wird. Wünsche dir eine tolle Reise, Afrika ist ein super Ziel!
      Ganz liebe Grüße,
      Ute

  • Antworten
    me
    16. Januar 2016 um 8:48

    irgendwie durch zufall auf den blog gekommen, begonnen zu lesen und für so gut befunden um zu bleiben.

    die große freiheit gibt es tatsächlich. selber erlebt, oft vermisst da man leider wieder in den alten trott hinein fällt. damals wurde ich oft belächelt für den schritt, heute werde ich beneidet.

    Ich finde es toll dass du dir die „Zeit“ nimmst und dein gelebtes für andere nieder schreibst. der stil gefällt mir und auch die netten ansichtsweisen finde ich durchwegs interessant.
    Ich hoffe für dich, dass du nicht wie ich in den alten „leistungstrott“ hinein fällst und dir eine gewisse freiheit dir wahrst. unsere leistungsgesellschaft die mit noch mehr, noch weiter, noch höher wachsen will, tut alles dafür einem tagtäglich vorzugauckeln wie toll die welt nicht ist, wenn man nur all den materiellen schrott den die menschheit nicht braucht zu kauft.

    LG aus wien

    markus

    • Antworten
      BRAVEBIRD
      16. Januar 2016 um 16:04

      Hi Markus,
      das sind klare Worte, entsprechen aber natürlich der Wirklichkeit (wenn man sich mal davon distanziert und das Ganze objektiv betrachtet). Bisher, und das ist immerhin mehr als 1/2 Jahr, bin ich nicht wieder dem Konsum verfallen und lebe ein extrem bewusstes Leben, das wiederum in vielerlei Hinsicht gar nicht so einfach ist. Danke für deinen Beitrag und viele Grüße aus aktuell Köln, Ute

  • Antworten
    Natalie
    3. Februar 2016 um 17:25

    Liebe Ute,
    ein riesengroßes Danke und Kompliment für diesen tollen Artikel. So viele Punkte die Du darin beschreibst schwirren mir auch gerade in Kopf umher. Überhaupt bin ich sehr angetan von Deinem ganzen Blog. Ich mag Deinen Stil zu Schreiben und finde hier viele nützliche Informationen für mich selber wieder. Gestern bin ich endlich dem lange entgegen gefieberten Traum einer – für mich – recht langen Auszeit näher gekommen und habe einen Urlaubsantrag für 11 Wochen am Ende diesen/Anfang nächsten Jahres eingereicht. Ich will durch Australien reisen und einfach mal machen worauf ich wann Lust habe – zu mir selbst finden quasi. Ich weiß nicht, ob ich „eine Aussteigerin“ bin/werde, aber diese Zeit wird mir bestimmt helfen „klarer zu sehen“. Danke noch mal für das Teilen Deiner Erfahrungen, dadurch steigt die Motivation, selber so einen Schritt (wenn auch im kleineren Ausmaß) zu tun und meine Ängste minimieren sich immer mehr :)
    Liebe Grüße, Natalie

  • Antworten
    BRAVEBIRD
    3. Februar 2016 um 18:56

    Hallo liebe Natalie,
    Glückwunsch zu dieser Entscheidung! Direkt vorweg: Nicht jeder sollte zwingend aussteigen, um glücklicher zu werden. Es kommt immer auf die individuelle Situation an und bedarf zudem viel Vorbereitung und emotionaler Sicherheit, dass dies der richtige Schritt ist. Wünsche dir eine wunderschöne Zeit, du wirst sicher viele tolle Erfahrungen machen. Follow your heart ist ein Spruch, der sich zwar platt anhört, aber dennoch richtig ist! Alles Liebe, Ute

  • Antworten
    Markus Blessing
    19. Februar 2016 um 9:15

    Aussteigen zum Vergnügen…
    Danke für die Gedanken und Ansichten welche du von dir preis gibst.
    Auf Reisen auszusteigen, für ein paar Wochen Monate mit wenig klarkommen und improvisieren. Das würden sehr viele hinkriegen…und kriegen auch viele hin.
    Mhhh…Liegt die eigentliche Kunst nicht darin dies nach der „Rückkehr“ dieses Leben beizu behalten? Sollte man zurückkehren?
    Ich beschreite derzeit den Weg des Teilzeitaussteigers. Trotz Beruf und Familie bin ich einmal im Jahr deutlich länger unterwegs wie meine sonstige soziale Umwelt.
    In Bezug auf Güter, Hab und Gut, Konsum etc. kann ich nur Applaus spenden und mich in deine Gedanken einreihen.
    Du schreibst von Freiheit und der Möglichkeit zu tun und lassen was man will.
    Die habe ich auch wenn ich nicht „aussteige“…und ich glaube es trifft nicht gänzlich den Kern der Sache.

    Der Gedanke „auszusteigen“ und „nichts“ zu tun wird uU romantisiert und stimmt eigentlich ja nicht. Man tut ja nicht „Nichts“. Auch du nicht. Die Kunst ist es zu erkennen in welchen Rahmen und ggf. Zwängen wir leben. Und die hast du sehr sehr schön beschrieben. Ich habe merh als einmal gepflegt in mich grinsen müssen weil ich serh viel wiedererkannt habe.

    Sein Leben aus dem Rahmen, wie wir ihn zum Beispiel in Deutschland haben, in eine andere Gedanken- und Wertewelt zu versetzen ist nicht die einfachste Übung für Menschen die seit vielen Jahren in diesem Rahmen leben und sozialisiert sind.

    Mir gehen dazu noch ein paar hundert Gedanken und Ansichten durch den Kopf die leider den Rahmen eines Bloggs sprengen.

    Ich beglückwünsche dich zu deinem Weg den du gewählt hast und bedanke mich dafür dies auch in die Welt zu bringen. Ich bin davon überzeugt, dass es noch viele Menschen geben wird, welche hier deinen Blogg lesen und für sich selbst den einen oder anderen Stein finden den sie für Ihr elben verbauen werden.

    Auf deinen Reisen suche nicht was du erwartest…finde was dir geboten wird.

    Gruß
    Markus

  • Antworten
    Birgit
    6. März 2016 um 22:13

    Hallo,
    ein toller Artikel, der nachdenklich macht. Das viele Konsumieren geht mir langsam auch auf den Wecker…
    Ich verdiene auch sehr gut, gebe dafür aber auch viel aus – für Unnötiges und Unüberlegtes. Danke für den Gedankenschubs..

  • Antworten
    Alex
    15. März 2016 um 17:15

    Hallo Ute,

    mal wieder ein klasse Beitrag!

    Besonders beim ausgedehnten Reisen um die Welt, lernt man mit Geld umzugehen. Der Standard und die Erwartungen an die Unterkunft sind gering und die Frage, was man zum glücklich sein braucht, sind klar. Um glücklich zu sein, braucht man erstaunlich wenig.

    Neben einem Schlafplatz ist das nur die Nahrung, das Gefühl von Freiheit & die Zeit. Dabei ist es egal, ob man auf dem Boden schläft oder nur Früchte und kalten Reis zum Essen hat. Die Freiheit & die Zeit sind das Wichtigste auf dieser Welt.

    Aussteigen ist der Ausbruch aus dem Alltag und ist mit Veränderung und dem Gehen neuer Wege verbunden. Das Aussteigen ist aber auch ein Auftritt aus der Gesellschaft, denn man verlässt die Normen und Vorschriften der Allgemeinheit und geht seinen eigenen Weg. Damit beginnt die Ungewissheit und das Abenteuer.

    Liebe Grüße aus Hanoi

    Alex

  • Antworten
    Aras Orhon
    28. Juni 2016 um 8:11

    Danke für dieses Thema,

    es gehört angesprochen und wir erlauben uns es aktuell zu ergänzen: Der Ausstieg funktioniert, wenn er partiell erfolgt und pragmatisch erlebt wird. Wir sind viel unterwegs gewesen die letzten Monatr, jetzt wieder hier, aber nur weil wir wissen: nach der Reise ist vor der Reise. In diesem Sinne, viele Grüsse von
    http://wegsite.net/unser-weg/

  • Antworten
    Patricia
    8. Juli 2016 um 14:48

    Danke für den Artikel – auch hier identifiziere ich mich mit vielem (der Coffee to go, der sich aufs Monat gerechnet summiert), vor allem auch die Sicht, dass nicht alle Aussteiger Systemschmarotzer sind. Ich finde toll, dass du auch ein paar Lebensmodelle als Inspiration angibst. Am meisten Angst machen würde mir das Thema „alt oder krank werden – was dann?“. Vielleicht das Thema, das mich momentan noch vom Schritt in die Selbständig-Aussteigerwelt etwas abschreckt.

    • Antworten
      Michel
      15. August 2016 um 9:57

      „alt oder krank werden – was dann?“
      Genau das war mein größtes Angst-Thema. Ich glaube, es ist SEHR vernünftig, wenn man sich darüber intensiv Gedanken macht, aber auch selbst recherchiert. Gesund bleiben, das lässt sich schlecht planen. In jüngeren Jahren sind die Chancen, dass man keine oder nur harmlose gesundheitliche Maläste bekommt, sicher größer als im Alter.
      Aber grundsätzlich sollte man krankenversichert sein, egal wohin es einen gerade treibt.
      Gruß Michel

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