Aussteigen

Aussteigen und abrocken?

Was wäre eigentlich, wenn man die Würfel noch einmal in die Hand nehmen und sein Leben ganz neu gestalten könnte? Würde man einfach so weiter machen wie bisher oder alles über den Haufen werfen? Nach etwa drei Wochen vollkommener Freiheit eröffnen sich mir so langsam ganz neue, ungeahnte Perspektiven auf eine Zukunft, die ich nach meinen eigenen Wünschen gestalten kann. Nur wie hinterlasse ich am besten meinen ganz persönlichen Fußabdruck? 

Man lebt nur ein Mal, das Leben ist kurz und die Zeit rast. Phrasen wie diese führen wir uns immer wieder vor Augen, dass wir dieses eine kurze Leben bestmöglich genießen sollten. Nur nicht heute, denn heute ist dafür keine Zeit. Vielleicht morgen. Oder übermorgen. Oder auch erst am Wochenende. Mehr als zehn Jahre waren das meine klassischen Ausreden, um eigentlich schöne Ereignisse bewusst zu verpassen. Das Verschieben auf unbestimmte Zeit und dieser ständige Druck, in seiner Freizeit alles in einer ausgeglichenen Verteilung unter einen Hut bringen zu müssen – das konnte für mich irgendwann nicht mehr so weitergehen.

Wenn mir früher der Spruch der Älteren »Die Zeit läuft immer schneller, Kind!« noch zu den Ohren rausquoll, muss ich mir heute eingestehen, dass sie leider recht hatten. Vorgestern war ich noch 18 und wenn das so weitergeht, bin ich nach ein paar Mal Fingerschnippen 88 und das war’s dann. Aus die Maus. Dann werde ich mir nach etwa vierzig Jahren den Bürostuhl-Hintern richtig platt gesessen haben und mit ein wenig Glück eine Rente bekommen, die mich gerade so vor dem Flaschensammeln bewahrt. Falls ich überhaupt so alt werde bei all den Krankheiten, Kriegen und Naturkatastrophen.

Mit dieser Perspektive wollte ich nicht länger weitermachen. Ich werde wie jeder andere auch älter, die Zeit läuft weiter und ich muss das beste draus machen. Ergo: Meine Wohnung mit dem ganzen Krempel, von dem ich mindestens 80% ohnehin nicht brauchte, musste weg. Allerdings auch vor dem Hintergrund, dass ich nach der Aufgabe meines Jobs keine hohe Miete mehr zahlen könnte. Mit dem Ersparten würde ich mich eine längere Weile über Wasser halten können, um mich neu zu orientieren.

Und dieser Moment ist genau jetzt! Seit drei Wochen lebe ich inzwischen in totaler Freiheit, ohne Verpflichtungen und ohne permanent schlechtes Gewissen. Und während das Hamsterrad – ohne mich – nun so langsam quietschend an Fahrt abnimmt, entwickeln die Synapsen in meinem Gehirn schon neue Ideen auf einer Basis, die mir erst jetzt langsam klar zu werden scheint:

DU BIST VOLLKOMMEN FREI!
DU KANNST JETZT MACHEN, WAS DU WILLST!
DIE WELT LIEGT DIR ZU FÜßEN!

Whaaaa! Stimmt eigentlich! Die Zeiten des Anstands sind vorbei. Muss man eigentlich immer höflich und freundlich sein und es allen um sich herum recht machen? Die meisten passen sich heute so an, dass sie völlig unauffällig in der breiten Masse untergehen. Wobei der Grund dafür wohl eher darin liegen dürfte, dass man keine Zeit mehr in die Umsetzung einer Selbstverwirklichung verschwenden möchte. Die Medien geben uns ja auch einfach verpackt vor, welche Klamotten uns im Trend liegen lassen, welche Möbel wir kaufen sollen und welche Medikamente uns vermeintlich gesund machen.

Was aber, wenn ich nicht mehr zu diesem zähen Mus der Allgemeinheit gehören möchte? Dazu habe ich mir mal ein paar mögliche Ansätze überlegt, wie man seinem Leben eine ganz neue Entwicklung verpassen könnte:

Immer häufiger stoßen wir auf Hürden, seien es demokratische oder schlichtweg Unternehmen, die sich auf unsere Kosten bereichern möchten. Wir müssen GEZ bezahlen, auch wenn wir weder Fernseher noch Radio haben, Versicherungen kürzen ungerechtfertigt Leistungen oder erstatten unter Angabe wenig nachvollziehbarer Gründe gar nichts oder eine Bank will dir nach einem Kreditkartenbetrug den Betrag nicht zurückerstatten. Die großen Unternehmen sitzen vermeintlich am längeren Hebel und wir lassen es mit uns machen, weil wir entweder keine Zeit, zu wenig Muße oder keine Rechtsschutzversicherung haben. Nur verschlimmert unser defensives Verhalten die Situation fortlaufend, weil diese Unternehmen die Schraube mit Erfolg immer weiter anziehen. Warum also nicht öffentlich über diese Missstände aufklären oder Petitionen einreichen? Wir denken immer, dass das mal andere machen sollen. Aber warum sind wir nicht mal einer dieser anderen?

 

1. REBELL WERDEN

Rebell Nudelsieb
Mit mehr Zeit und Arsch in der Hose lässt sich überraschend vieles durchsetzen, wie zum Beispiel Niko Alm eindrucksvoll belegt. Weil er auf dem Passfoto seines Führerscheins nicht mit Kopfbedeckung abgebildet werden durfte, suchte sich der Österreicher ein Schlupfloch. Er gründete die Kirche des fliegenden Spaghetti-Monsters und wurde »Pastafari«, wonach er  nach einem dreijährigen Kampf mit den Behörden rechtens mit einem Nudelsieb auf dem Kopf auf dem Passfoto seines Führerscheins abgebildet werden durfte. Einige Jahre später tat es ihm ein Tscheche nach. In Deutschland geht das übrigens auch, wer Interesse daran haben sollte. Thumbs up!

2. EINEN BESTSELLER SCHREIBEN

Ein Buch schreiben und veröffentlichen ist heute einfacher als je zuvor. Was spräche also dagegen, es einfach mal zu versuchen? Sich zwei bis drei Monate in einen dunklen Raum einsperren, keinen Sex haben und dann seine in unendlichen Tiefen befindlichen Gedanken und Phantasien in Worte fassen. Wie wir gesehen haben, verkauften sich »Feuchtgebiete« und »Shades of Grey« nicht nur als Buch sensationell, sondern sind auch noch verfilmt worden. Aber das wäre dann vielleicht für den Anfang etwas zu viel verlangt…Alternativ würden sich da noch Selbstversuche – welcher Art auch immer – anbieten, die man dann sozusagen hautnah auf’s Papier bringen könnte, aber Sex verkauft sich eben offensichtlich und vielleicht auch leider am besten und es sollte schließlich schon ein Bestseller werden.

3. EINEN KÜNSTLERNAMEN ZULEGEN!

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich’s gänzlich ungeniert, heißt es. Wenn man keinem mehr Rechenschaft schuldig und nur noch für sich selbst verantwortlich ist, gibt es so einige Möglichkeiten, die Sau rauszulassen. Warum also nicht einfach in eine neue Rolle mit einem ganz frischen Namen schlüpfen? Der bisherige Name war vielleicht ohnehin etwas zu langweilig und jetzt habe ich endlich selbst die Fäden in der Hand.Mit einem Künstlernamen wie zum Beispiel »Joleen Platz« (wie der Pseudonym-Künstlernamen-Generator spontan für mich ausgeworfen hat) würde sich wiederum vielleicht auch der Bestseller noch besser verkaufen und ich könnte mich besonders vor dem Hintergrund meines schlüpfrig abenteuerlichen Romans verbal noch etwas weiter aus dem Fenster lehnen.

4. GUTES TUN!

Gerade durch England fahrend von Robin Hood inspiriert, wäre es vielleicht auch keine so schlechte Idee, ausnahmsweise mal ganz selbstlos für das Gute zu kämpfen und die Armen zu beschenken. Es gibt Büchervitrinen und Pfandflaschen-Bäume. Warum also nicht die Initiative ergreifen und mit Gleichgesinnten für Behältnisse neben Mülltonnen kämpfen, in die man noch haltbare Lebensmittel legen kann. Oder warum nicht aktiv an Projekten mitwirken, die Lösungen gegen die Vermüllung der Städte entwickeln (ja, auch in Deutschland).

Oder warum nicht für PETA oder Greenpeace aktiv werden? Wir denken immer, dass man alleine bzw. als Einzelner nicht viel erreichen kann. In diesem Zusammenhang nannte mir eine Freundin kürzlich ein Sprichwort des Dalai Lama »Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.«. Wenn keiner aktiv wird, passiert gar nichts. Ein sehr schönes Beispiel dürfte wohl Raphael Fellmer sein, der ursprünglich mit seiner Familie in den Geldstreik trat und sich daraufhin gegen Lebensmittelverschwendung in Haushalten, Supermärkten und auf Bauernhöfen einsetzte. Die entstandene Initiative Foodsharing gewann immerhin letztes Jahr den größten Preis Europas für grüne Technologien. Tolles Projekt!

5. VORBILD WERDEN!

Sie werden immer weniger, die Vorbilder der heutigen Zeit. Gerade, wenn man als Frau mal nach oben schauen möchte, wird es eng. Klar haben wir Angie, die mit einer beeindruckend sanften Art und Weise ein ganzes Land regiert, sowie unzählige erfolgreiche Geschäftsfrauen, die große Unternehmen und Konzerne leiten. Aber wir haben auch Supermodels, die ihre kleinen Töchter Pumps tragen lassen, und Politiker, die sämtliche ihnen zur Verfügung stehenden Schlupflöcher nutzen und trotz ihres verantwortungsvollen Amtes bescheißen.

Wenn man aber zum Beispiel Frauen wie die beeindruckende Fotografin und Pulitzer-Preisträgerin Anja Niedringhaus betrachtet, die mit dem Ziel einer besseren Aufklärung über viele Jahre lang in Krisengebiete gereist ist und das leider im April 2014 in Afghanistan mit ihrem Leben bezahlen musste, wird einem erst einmal bewusst, wie winzig klein und bedeutungslos das eigene Handeln im normalen Alltag überhaupt ist.

Warum also nicht sein Bestes geben und mit seiner Arbeit, seinen Werken und seinem Handeln anderen ein Vorbild sein wollen? Das hört sich vielleicht größenwahnsinnig an, aber es muss ja nicht im ganz großen Rahmen stattfinden. Es heißt nicht umsonst »Nur wer groß denkt, kann Großes erreichen.« Einfach mal nicht darüber nachdenken, was Freunde, Familie oder andere über einen sagen und eine Ewigkeit über Konsequenzen des eigenen Tuns sinnieren, sondern einfach machen.

 * * *

Es ist wie immer bei offenen Fragen – man hat die Qual der Wahl. Die Freiheit ist das größte Land der unbegrenzten Möglichkeiten und die gilt es sorgsam auszusuchen, denn unsere Zeit auf Erden ist wie gesagt kurz. Aber warum nicht mal gegen den Strom schwimmen, aus dem Raster fallen, das System – das die meisten von uns so nervt – auf die Schippe nehmen und zeigen, wie bescheuert manche Gesetze und Regeln sind? Warum nicht anders sein als andere, warum nicht seine eigene Individualität leben? Jeder einzelne von uns ist etwas ganz Besonderes, aber die meisten wissen noch nicht mal, was sie überhaupt besonders macht. Oder sind zu bescheiden, um sich das überhaupt einzugestehen. Oder gucken sich ständig Dinge von anderen ab und imitieren deren Stil anstatt ihren eigenen zu finden.

Natürlich ist es auch Teil unserer guten Erziehung, dass wir uns anpassen, zu allen immer nett und freundlich sind, allzeit gute Manieren vorweisen und uns am besten so verhalten, dass wir möglichst wenig im Leben anecken. Aber ist das im Grunde nicht auch total langweilig? Früher fanden wir Pipi Langstrumpf cool, die einfach ihr Ding machte und sich nicht um das scherte, was andere über sie dachten. Nur wenn man erwachsen ist, geht das ja nicht mehr. Aber wer sagt das eigentlich? Wir stempeln Menschen als Freak ab, die sich aus unserer Sicht komisch anziehen oder anders verhalten. Aber eigentlich sind es die wenigen, die sich nicht dem 0815-Schema angepasst haben, das uns alle so furchtbar gleich und wenig einzigartig erscheinen lässt.

Nach nunmehr einigen Wochen ohne Einfluss von Werbung oder anderen Konsum-Verlockungen beginne ich langsam festzustellen, wie fremdgesteuert wir eigentlich sind und uns von fast allem, was auf uns einprasselt, unreflektiert leiten lassen. Mein Ziel wird es sein, auch ungewöhnliche Gedanken zu Ende zu denken, der Phantasie freien Lauf zu lassen, über den Tellerrand zu schauen und sich nicht von irgendwelchen Pessimisten beeinflussen lassen. Wenn man es genau nimmt, bin ich inzwischen »obdachlos« und »arbeitslos« – zwei Worte, die den meisten einen Schauer über den Rücken jagen, weil wir aber auch meist in Problemen und nicht in Lösungen denken. Ich sehe es als ganz große Chance!

 

Dir könnte auch gefallen

47 Kommentare

  • Antworten
    Mandy // Movin'n'Groovin
    11. August 2014 um 7:15

    Wieder mal ein großartiger Artikel, Ute!
    Ich finde auch, dass wir viel öfter aus der Routine ausbrechen, über den Tellerrand schauen und nicht alles als gegeben hinnehmen sollten. Deine Vorschläge sind herrlich, einer besser als der andere…
    Ich wünsch dir weiterhin ne schöne Reise und viele neue Gedanken und Ideen und Fragen und Antworten! :)

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:03

      Hi Mandy,
      auch hier nochmals ganz lieben Dank für das Kompliment! Ich bin sehr gespannt, was da noch so aus dem Köpfchen rauskommt ;)
      Ganz liebe Grüße!!
      Ute

  • Antworten
    Synke
    11. August 2014 um 7:17

    Liebe Ute,
    viele Gedanken die auch in meinem Kopf immer wieder aufploppen und raus wollen…sie wissen nur noch nicht so recht wo sie lang sollen ;) Bin gespannt auf mehr.
    LG Synke

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:05

      Hi Synke,
      diese Gedanken hatte ich vorher noch nicht, da ging es eher um das „Wie komm‘ ich endlich hier raus?“-Ding. Drück dir die Daumen für die richtige Richtung ;)
      Liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Carina
    11. August 2014 um 7:21

    Das kommt mir nur zu gut bekannt vor – man hat endlich die Freiheit, die man sich immer gewünscht hat – und dann?
    Wir lassen uns wirklich viel zu sehr von allem, was uns umgibt lenken, ablenken, verführen, einschränken und ich habe in meinen 2,5 Wochen, die ich letztens in Schottland mehr oder weniger abgeschottet von allen Medien war auch gemerkt – 1. es geht auch ohne Internet ect. und 2. ich habe endlich Zeit genau das zu tun, worauf ich Bock habe – und wirklich nur ich allein!
    Ein paar schöne Ansätze hast Du Dir da überlegt!
    Ich persönlich würde mich jedenfalls über ein Buch (ob schlüpfrig/Bestseller oder nicht ;) ) von Dir freuen!

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:10

      Hey Carina,
      tja, es ist irgendwie immer die Qual der Wahl da… aber es ist wirklich, wie du sagst – ohne Einflüsse von außen werden keine Bedürfnisse geweckt und eigentlich braucht man zum Leben recht wenig. Lassen wir uns überraschen, welcher der Ansätze am Ende Wirklichkeit wird (vielleicht) ;)
      Ganz liebe Grüße und freue mich auf weitere Schottland-Eindrücke!
      Ute

  • Antworten
    astrid
    11. August 2014 um 8:06

    Ich sitze grade im auto vor der Grenze Mongolei China in drr Wüste Gobi. Arbeitslos, Wohnungslos, aber vollkommen glücklich und zufrieden. Das halbe Jahr das wir jetzt unterwegs sind hat mir vor Allem gezeigt, wie wenig man doch braucht um glücklich zu sein! Materielle Dinge sind es nicht! Reisen um des Reisens willen, das war mein Traum und den lebe ich jetzt! Gute Fahrt und allzeit Diesel im Tank
    Astrid

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:13

      Ach Astrid, das hört sich traumhaft an! Obwohl ich mich gerade überhaupt nicht beschweren darf und möchte, aber da – wo du grad bist – wäre ich jetzt auch sehr gerne! Ich bin ebenso wie du glücklich und dankbar, dass ich das Reisen des Reisens willen jetzt auch so ausleben kann.
      Viele schöne Erlebnisse noch in der Mongolei und viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Paulina
    11. August 2014 um 8:38

    Hi Ute,
    mal wieder ein toller Beitrag. Ich bin nun wieder seit gerade mal 10 Tagen wieder in Berlin und möchte auch nur noch ganz schnell wieder raus. Obdachlos, aber dafür frei sein. Viele schütteln nur mit dem Kopf, wenn ich meine weniger konkreten Pläne erzähle. Einfach mit dem Bus raus, keine Ahnung wohin.
    Mir fällt das ganze Leben hier auf den Kopf. Ich habe das Gefühl jeden Tag zu wenig Zeit zu haben und schaffe im Endeffekt sowieso nur ganz wenig, weil der Druck, der auf einen lastet es einem unheimlich schwer macht überhaupt motiviert zu sein.
    Am Strand liegend und ein Land zu erkunden, zu diesem Zeitpunkt war ich produktiver, als sitzend auf meinem Bürostuhl. Ich habe am Abend und Morgen effektiver gearbeitet, als gezwungenermaßen im Büro. Wie gut, dass ich mir selbst aussuchen kann, wann ich endlich den Mist wieder los bin.
    Bye „normales“ Leben sag ich nur dazu :)

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:17

      Hallo liebe Paulina,
      genau so, wie du es beschreibst, ging es mir auch über viele Jahre. Und so komisch es sich anhört, ich kann dir nur empfehlen, diesen Frust und das Unglück nicht zur Seite zu schieben und anzunehmen, denn sonst passiert nichts. Wenn man sich die ganze Zeit Ausreden sucht, warum es ja doch nicht so schlecht ist, wird man das – was man sich eigentlich im tiefsten Inneren wünscht – nie umsetzen. Also ab in den Bus und los geht’s ;)
      Liebe Grüße und drücke die Daumen!
      Ute

  • Antworten
    Sarah Althaus
    11. August 2014 um 8:41

    Ich bin für Rebell! Eindeutig! :-) Am besten als Rebell ein Vorbild sein. Gruss von einer ebenfalls arbeits- und obdachlosen

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:20

      Jaaaa, Rebellin! ;) Einziger Nachteil dieses Vorhabens ist nur, dass man es dann ständig mit Auseinandersetzungen zu tun hat, über die man sich permanent aufregen wird. Macht auf Dauer auch nicht wirklich viel Vergnügen. Aber vielleicht gibt es da auch andere Lösungen.
      Liebe Grüße nach, äh Sri Lanka? (Ich komm‘ da gar nicht mehr mit…) Ute

  • Antworten
    Greena
    11. August 2014 um 9:59

    Hallo Ute,
    ganz toller Artikel, der mir aus der Seele spricht! Finde, wir sollten alle rebellischer werden und öfter querdenken… ;) Beneide dich um deinen derzeitigen Lebensstil – das wünsche ich mir auch irgendwann!
    Vielleicht interessiert dich mein Blog-Artikel – perfekt für Minimalisten, Reisende & Rebellen: http://www.greenaliving.de/4-allroundtalente-koerperpflege/
    Alles Gute! LG Greena

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:25

      Hallo Greena,
      so ein Vorhaben braucht Zeit, das entscheidet man in der Regel nicht mal eben so von heute auf morgen. Danke für den Link, werde ich mir gern mal anschauen.
      Viele Grüße und viel Glück,
      Ute

  • Antworten
    Julia
    11. August 2014 um 11:44

    Also eins muss ich dir mal sagen Ute. Du motivierst und inspirierst mich MAXIMAL <3

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:26

      Hej Julia,
      ja was will man mehr? ;) Freut mich!
      Liebe Grüße,Ute

  • Antworten
    Klara
    11. August 2014 um 15:28

    Vielen Dank wieder mal für deine schöne innere Reisezusammenfassung der letzten Wochen, die du sehr schön in den Blog gezaubert hast.
    Ich bin sehr gespannt, wie dein Weg weitergeht!

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:28

      Hi Klara,
      vielen Dank für deinen Kommentar, das ist immer ein tolles Feedback, wenn man so etwas schreibt! Ich bin selbst auch gespannt ;)
      Viele liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Ute
    12. August 2014 um 1:14

    Liebe Ute,
    wie immer, toller Bericht. Das schätze ich an Deinen Beiträgen so sehr, nicht immer dieses „Hier ein paar schöne Bilder vom Tempel auf Bali und hier ein Selfie vom mir mit leckeren Banana-Pancakes“, sondern Du machst Dir wirklich Gedanken – auch um den Rest der Welt.
    Nicht immer dieses Gelaber über den „goldenene Käfig“ in dem sich so viele eingesperrt fühlen. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Die Menschen z.B. im Irak, die auf der Fluch sind vor einem Terrorregime haben das Recht, von einem Käfig zu sprechen, aber nicht wir Deutsche, die mit Ihrem Reisepass bequem in mindestens 193 Länder reisen können ohne irgendwelche Probleme.
    Und für die Leser, die sich orientieren wollen, wofür oder wogegen man sich engagieren kann, sei die Seite von Campact empfohlen:
    https://www.campact.de/
    Viele Spaß weiterhin und erfreue mich mit Deinen Gedanken!
    Gruß
    Ute

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:35

      Mmmh, Banana-Pancakes… lecker! Also ich muss ehrlich gestehen, dass ich das mit dem goldenen Käfig auch des öfteren verwendet habe. In der von dir erwähnten Relation ist die Absurdität natürlich vollkommen zutreffend, aber man vergleicht ja meist das, was sich so um einen herum abspielt.
      Danke für deine übrigens immer sehr tiefgründigen Kommentare und auch den Link, den ich mir mal in Ruhe anschauen muss.
      Bis bald und viele liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Claudia
    12. August 2014 um 2:15

    Liebe Ute,
    da hast du der Menschheit wieder viele Anregungen mit deinem Beitrag gegeben. Ich fürchte nur, dass viele gar nicht verstehen was du eigentlich sagen willst, da die meisten derart in ihrem Muster verstrickt sind, dass sie andere Eventualitäten als nicht für wahr erachten. Mir gefällt besonders der „Rebell“ – ist eh mein zweiter Vorname – und das „Gutes Tun“ an deinen Vorstellung für die Zukunft. Anders sein ist in der Tat nicht leicht, aber befreiend. Dem einzigen Zwang dem man nicht entkommen kann ist das Liebe Geld. Leider braucht man für alles irgendwie was, gäbe es da eine andere Möglichkeit, wären wir die ersten die es umsetzen werden. Sollte dir auf deiner Reise eine Idee kommen, lass sie uns bitte wissen.
    Viel Spaß weiterhin auf deiner Tour und bis hoffentlich bald….
    Liebe Grüße vom Rebell Claudia

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:39

      Rebellin Claudia, das mit der mangelnden Nachvollziehbarkeit hatte ich auch bedacht – diese Themen wären mir ja früher auch nie in den Sinn gekommen. Umso mehr freue ich mich doch, dass den Artikel schon so viele gelesen und sich eingebracht haben. Das Thema Geld ist eines meiner nächsten Themen, u. a. auch, weil ich so oft darauf angesprochen werde und das ist in der Tat alles andere als einfach.
      Vielen Dank auch für die guten Wünsche und bis ganz bald,
      Ute

  • Antworten
    Nima Ashoff
    12. August 2014 um 6:25

    Hi Ute,
    (nicht nur) bei dem Punkt „Künstlernamen zulegen“ musste ich ziemlich schmunzeln. Ich bin vor 2 Jahren aus meinem damaligen Leben ausgebrochen und nach Spanien gezogen: ohne job,ohne Pläne, ohne Sprachkenntnisse. In diesem Zuge habe ich mir einen neuen Vornamen ausgesucht. Den bisherigen mochte ich nämlich noch nie, weder seinen Klang, noch seine Bedeutung.
    Dieses Jahr habe ich offiziell eine Namensänderung beantragt und sie wurde bewilligt! Also, alles ist möglich – just do it! :-)
    Liebe Grüße
    Nima

    • Antworten
      Ute - noch ohne Künstlernamen ;)
      12. August 2014 um 16:45

      Hi Nima,
      das klingt ja mal richtig cool! Ich hatte mit meinem Vornamen auch schon so manche Probleme, der macht mich immer älter als ich bin und im Englischen weiß neben der schwierigen Aussprache nie jemand, ob ich männlich oder weiblich bin, wodurch ich in den letzten Jahren nicht selten in Männer-Mehrbettzimmer eingeteilt wurde ;) Aber das wäre für mich nicht der primäre Grund. Wer weiß, vielleicht fällt mir ja irgendwann ein guter ein und dann mach‘ ich das auch. Warum nicht? ;) Aber echt super, mach‘ weiter so!
      Viele Grüße nach Spanien,
      Ute

  • Antworten
    Anja
    12. August 2014 um 6:40

    Liebe Ute, ich wünsche dir ganz viel Glück auf deinem Weg… „langsam festzustellen, wie fremdgesteuert wir eigentlich sind und uns von fast allem, was auf uns einprasselt, unreflektiert leiten lassen.“
    Du hast den Nagel auf den Kopf getroffen!! Vielen Dank für diesen Artikel.
    lg

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:47

      Hi Anja,
      vielen Dank für dein Feedback, freut mich sehr!!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Harald
    12. August 2014 um 7:00

    Hallo Ute,
    Tolle Worte, ein grossartiger Artikel. Ich empfinde nicht nur ähnlich sondern genauso. Und deshalb werde ich im Janur 2015 aus diesem Hamsterrad ausbrechen. Ich werde endlich loslassen. Dir wünsche ich viele tolle Erfahrungen und weiterhin eine gute Reise. LG Haralg

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:49

      Hallo Harald,
      vielen Dank für das Kompliment und toll, dass du dich im nächsten Jahr verändern möchtest bzw. wirst. Das Loslassen von fast allem empfand ich als die schwierigste Aufgabe.
      Drücke dir die Daumen, dass alles sich so entwickelt, wie du es dir vorstellst!
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    alex
    12. August 2014 um 16:49

    Folge dir schon seit einiger Zeit auf Facebook aber muss gestehen, dass ich heute das erste Mal einen deiner Artikel gelesen habe!
    Toll geschrieben! Beim Lesen bekommt man direkt dieses „Ich will auch etwas ändern!“ – Gefühl!
    Das wird nicht der letzte Artikel sein den ich gelesen habe!
    Ich hoffe, selbst einmal den Mut zu haben, Träume und Ideen einfach zu verwirklichen und dem Trott des Alltags und den stressigen aber doch immer gleichen und eintönigen Tagen, irgendwann zu entrinnen.
    Weiter so!

    • Antworten
      Ute
      12. August 2014 um 16:56

      Hi Alex,
      Danke für die Ehrlichkeit und freut mich, dass dieser Artikel es diesmal bei dir geschafft hat ;) Ich habe viele Jahre lang versucht, diese Sätze wie „Du musst jeden Tag so leben als wenn es dein letzter wäre“ usw. umzusetzen, aber das hat leider nie funktioniert. Bis heute weiß ich aber auch keine Lösung, wie man das in den stressigen Alltag integrieren soll, was ich sehr schade finde, denn das komplette Aussteigen ist schließlich auch nicht für jeden die optimale Lösung…
      Viele Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Esra
    14. August 2014 um 14:55

    Wow, wie toll!!
    Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Vorhaben und viel Zufriedenheit!
    „Glück“ wird nämlich von unserer Gesellschaft ebenfalls überbewertet ;)
    Ich bin freie Künstlerin und lebe zwischen angepasst und unangepasst. Und es macht echt Spaß!
    Die Ideen, die du zeigst, sind toll!! Über die Fotos mit dem Sieb auf dem Kopf musste ich echt schmunzeln! Aber das ist wichtig, dass man sich wehrt!
    Z. B. wurde ich als Aushilfe fristlos und mündlich gekündigt, und ich war DIE EINZIGE in dieser Firma (Einzelhandel, sehr bekannt), die sich wehrte, und Geld und Recht bekam!
    Ich frage mich, warum sich sonst niemand traute… Selber schuld. Aber auch unverantwortlich den Anderen gegenüber!
    lg
    Esra
    http://nachgesternistvormorgen.de/

    • Antworten
      Ute
      14. August 2014 um 15:07

      Hi Esra,
      cool, Danke für deine Einblicke! Mir ging es mit dem Durchsetzen vieler Dinge auch ähnlich, aber leider hat es den großen Nachteil, dass man sich über diese Dinge ständig aufregen muss (zumindest, wenn man ein ausgeprägtes Gerechtigkeits-Empfinden hat).
      Wünsche dir weiterhin alles Gute und Erfolg bei deinem Projekt! ;)
      Liebe Grüße
      Ute

      • Antworten
        Esra
        14. August 2014 um 16:54

        Das mit dem Aufregen stimmt, aber ich habe einen Mittelweg gefunden – sich für bestimmte Sachen einsetzen, und trotzdem sich dabei abgrenzen! Wenn die Leute, die sich in Kriegsgebieten engagieren, das ganze Leid ZU nah an sich ranlassen würden, wären sie irgendwann innerlich so kaputt, dass sie niemandem mehr helfen könnten, denk ich…
        lg

  • Antworten
    Sergey
    16. August 2014 um 13:29

    Ja, es sind die vielen Kleinigkeiten um uns herum, die uns das Wichtigste vergessen lassen. Und sind diese erstmal weg, muss man zunächst mit diesem Leerraum zurecht kommen. Und damit, das da plötzlich nicht mehr ist, das einen ablenkt.
    Liebe Ute, ich wünsche dir alles Gute für deinen Weg. Dein Blog ist großartig.
    Ich verstehe nur nicht, was dieser Mann auf deiner Startseite soll. Wir wollen doch lieber dich sehen. ;-)
    Gruß Sergey

    • Antworten
      Ute
      17. August 2014 um 8:27

      Hallo Sergey,
      das schmeichelt mir jetzt aber ;) Ich fand den Typ am Strand einfach herrlich und er wird auch noch ein wenig auf meinem Cover bleiben müssen. Ohnehin stehe ich lieber hinter einer Kamera als davor…
      Vielen Dank für die guten Wünsche, die sich hoffentlich erfüllen werden ;)
      Viele Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Leonie
    17. August 2014 um 7:16

    Liebe Ute,
    danke für den schönen, reflektierten Artikel und auch, dass du ein Lebenszeichen von deiner Reise sendest. Habe oft an dich gedacht und mich gefragt, wie es dir ergeht in der ersten Zeit. Ich habe ja fast zeitlich wie du auch einen neuen Lebensabschnitt begonnen (neuer Job, neue Stadt), und kann für mich sagen, dass es zwar spannend, aber auch (psychisch) sehr anstrengend ist.
    Dein Text spricht mich sehr an, ich habe sehr oft in meinem Alltag das Gefühl, dass ich „so“ nicht leben will. Leider hab ich für mich noch nicht die Lösung gefunden, wie das optimale Leben aussehen könnte. Ich reise auch sehr, sehr gern, aber komplett auszusteigen ist noch mal was anderes. Der Artikel hat mich einmal mehr zum Nachdenken gebracht (zudem frage ich mich, warum hier im Web so viele tolle Leute mit ähnlichen Gedanken rumschwirren, ich im wahren Leben aber nur wenige von der Sorte treffe..)
    Ich bin gespannt, wie es bei dir weitergeht.
    Alles Liebe
    Leonie

    • Antworten
      Ute
      17. August 2014 um 8:33

      Hallo liebe Leonie,
      vielen Dank für deinen tollen Kommentar! Ich kann mir sehr gut vorstellen, was du mit dieser psychischen Anstrengung meinst. Die habe ich Gott sei Dank überhaupt nicht, weil ich allerdings auch ständig in Bewegung bin (das war mir für den Anfang ganz wichtig).
      Das komplette Aussteigen ist – und das möchte ich auch immer wieder betonen – nicht für jeden das Richtige, weshalb ich vielen eher zu einer Auszeit raten würde, die sich zu Hause im Alltag nicht mehr wohl fühlen. Da kann man seine Gedanken nochmals neu sortieren und „zur Besinnung kommen“. Ich denke mittlerweile, (auch wenn es sich komisch anhört), dass man Veränderung vom Kopf her zulassen muss. Dann wird es schon einmal etwas einfacher. Aber darüber schreibe ich bestimmt auch nochmal was in nächster Zeit.
      Ich hoffe und wünsche dir, dass sich das mit deinem neuen Job in der neuen Stadt bald etwas beruhigen wird und sich als beste Entscheidung herausstellen wird.
      Ganz liebe Grüße und Danke auch für die lieben Wünsche! ;)
      Ute

  • Antworten
    Aylin
    21. August 2014 um 18:46

    Liebe Ute, ich glaube, vielen Menschen wäre schon geholfen (wenn man sich denn unwohl fühlt), etwas Verzicht zu üben. Zumindest richte ich mich schon mal auf ein minimalistisches Leben ein, damit ich nicht den Druck habe, viel Kohle zu verdienen, um Dinge zu kaufen & zu unterhalten, die ich eigentlich nicht brauche :-) Was dann mit der gewonnenen Zeit angefangen wird, kann sich ja stets von Rebell zu Bestsellerautorin zu Hippie zu ? ändern…
    LG, Aylin

    • Antworten
      Ute
      25. August 2014 um 1:31

      Hi Aylin,
      genau das wäre auch mein Rat. Wir machen uns im Alltag viel zu wenig Gedanken darüber, was wir mit unserem Geld anfangen sollen und geben es so aus, wie es gerade kommt. Daher bin ich sehr dankbar, jetzt mal eine Zeitlang ohne Arbeit leben und sich vom Schicksal überraschen lassen zu können. Gute Einstellung, die du da hast!
      Viel Glück weiterhin und liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    jessie
    24. August 2014 um 5:59

    Ach ja. spricht mir irgendwie ein wenig aus der Seele.
    Ich bin auch an einem Punkt, wo mir so viele Ideen im Kopf rumschwirren. Aber wo fängt man an? Was macht man zu erst?
    Was ist wenn man seine Zeit verschwendet, weil es nicht so klappt wie man sich wünschte? Wäre ein anderer Weg dann besser gewesen?
    Sollte man sich so etwas überhaupt fragen?

    • Antworten
      Ute
      25. August 2014 um 1:40

      Hi Jessie,
      es gibt da diesen Spruch, dass man im Nachhinein meist genau das bereut, was man nicht getan hat. Oder wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und zuguterletzt noch: Wege entstehen dadurch, dass man sie geht. Ich hatte die von dir genannten Zweifel über lange Zeit, genauer gesagt viele Jahre lang auch und habe deswegen dem Alltag, dem ich eigentlich so gerne entkommen wäre, nachgegeben.
      Ich glaube nicht, dass man in einer Auszeit seine Zeit verschwenden wird, denn genau in dieser Phase hast du endlich viel ZEIT, um dir Gedanken über dein Leben zu machen. Und selbst, wenn es mal nicht so gut läuft, bist du an einem Punkt angelangt, wo du es wieder ändern kannst. Denn du bist ja frei. Das ist der riesige Vorteil gegenüber dem Gefangensein im 0815-Alltagstrott.
      Fragen und Zweifel finde ich persönlich sehr wichtig, denn sonst entwickelt man sich nicht. Aber zu viel davon können einen blockieren. Wie schon beschrieben, sollte man sich mehr auf seine innere Stimme oder Intuition verlassen und ihr mehr Gehör schenken.
      Weiterhin viel Erfolg, du machst das schon!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Chris
    26. August 2014 um 16:26

    Hallo Ute,
    bin heute über deine Seite gestolpert und was soll ich schreiben?
    Bin positiv überrascht welche Eindrücke und Gedanken du mit uns teilst.
    Dein Blog hebt sich meiner Meinung nach positiv von den meisten anderen 0815-(Reise)Blogs ab.
    Du gehst mit vielen weiteren Gedankengänge tiefer in die Materie, anstatt nur zu schreiben, wie freudig doch jede einzelne Reise ist (selbst wenn diese auch mal nicht so schön war).
    Auf mich wirkt diese ganze Seite irgendwie „aufgeräumter“ und vom Herzen.
    Um 0 Uhr bin ich übrigens bereits zwei Monate frei, arbeits- und (streng genommen) obdachlos.
    Habe mich ebenfalls Jahre lang durchs Hamsterrad jagen lassen und habe eine Zeit lang versucht meine Erfüllung im Job und Erfolg zu suchen bzw. meine innere Zerrissenheit damit zu kurieren.
    Tja, am Ende hat mein Job mich eher aufgefressen und Erfolg ist nicht so nennenswert wie es sich viele einreden.
    Nach einigen gesundheitlichen Tiefschlägen im Bekannten, Freundes und Verwandtenkreis, in den letzten 12 Monaten, hat es in mir dann endgültig „klack“ gemacht (das Lebens ist kurz) und habe nach einem gedankenvollen Wochenende meine Kündigung eingereicht und innerhalb von vier Wochen fast 70% von meinem Hab und Gut verkauft, verschenkt oder weggeschmissen.
    Nun befinde ich mich in Woche 5 meiner Europareise.
    Und was soll ich schreiben?
    Man fühlt sich frei und ist für vieles offen(er).
    Es kommen ein zig Ideen – selbst wenn ich noch nicht weiß, wo mich diese am Ende hinführen – man legt viele Muster unserer Gesellschaft ab und wird sich wirklich bewusst, welche Menschen, Hobbys usw. tatsächlich lohnenswert sind.
    Letzte Woche hat es sich angeboten bei der Familie reinzuschauen und war überrascht, dass alles was mir Materiell bleibt, in einen ca. 3,5 m³ Raum passt. Und wie es sich anfühlte? Befreiend!
    Über all die Werbung konnte ich in einigen Großstädten dann nur noch lachen.
    Interessant, wenn man das mal so beobachtet, wie viele Menschen im Kaufrausch, wie die Zombies vollgestopft mit Einkaufstüten, durch die Straßen rennen.
    Denn das wird uns schön eingeredet was wir alles besitzen müssen, um glücklich zu sein.
    Brot und Spiele für die Masse fällt mir dazu nur noch ein…
    Schöne Grüße aus Paris
    Chris

    • Antworten
      Ute
      27. August 2014 um 4:10

      Hi Chris,
      wow, vielen Dank für diesen tollen, langen Kommentar (und natürlich auch das Kompliment!).
      Dann sind wir ja praktisch gerade auf dem gleichen Erfahrungsstand mit ähnlichen Hintergründen für den Entschluss. Für mich ist gerade immer noch der schwierigste Faktor, mehr runterzufahren und dem ständig etwas tun müssen zu entkommen. Aber auch das ist nur eine Frage der Zeit, denke ich.
      Für mich hat sich das Ganze schon allein für den Einblick gelohnt, mitzuerleben, wie wir im wahrsten Sinne des Wortes ferngelenkt werden – wie du es ja auch beschreibst. Ich bin gespannt, wie sich das alles weiter entwickeln wird und zu welchen neuen Einsichten wir weiterhin kommen werden ;)
      Viele liebe Grüße und noch eine schöne Zeit in Frankreich!
      Ute

  • Antworten
    Lars
    25. Januar 2015 um 5:51

    Hi Ute,
    dein Blog mit deinen Erfahrungen ist mega!
    Aber ich wollte noch anmerken, dass man nicht mal weite Reisen in die unbekannte Welt unternehmen muss um aus dem Alltagstrott auszubrechen! Zum Beispiel eine spontane Wanderung von mir…da wollte ich was Unternehmen weil mir die Decke auf den Kopf gefallen ist, und bin dann einfach Abends um 10 losgewandert! Die Nachtwanderung (am ende waren es dann 80 km am Stück) hat mir für die paar stunden auch vollig frei von Alltagssorgen werden lassen!
    Einziges Problem an so spontanen Aktionen: man bekommt Bock auf mehr! Mittlerweile denke ich auch ..verdammt raff dich und verschwinde mal,,,da wartet eine wahnsinnig tolle Welt auf dich! – die Welt um mich herum und in mir drinne muss entdeckt werden.
    Dein Blog stimmt mich melancholisch, weil ich sehnsuchtig auf den augenblick warte in die freiheit zu treten… bis dahin bleibts bei kleinen Aktionen…
    sry war etas durcheinander der text…aber so kamen die Gedanken…
    Grüße Nils

    • Antworten
      Ute
      25. Januar 2015 um 14:52

      Hallo Lars (oder Nils?),
      vielen Dank für deinen Kommentar und das tolle Kompliment! Die Tatsache, dass du ab und an mal aus dem Alltag „ausbrichst“, ist ja immerhin schon mal ein erster Schritt. Wenn du weiterhin daran glaubst und an dieser Sehnsucht festhältst, wirst du vielleicht irgendwann den richtigen Zeitpunkt finden, um in die Freiheit zu treten. Ich drücke dir die Daumen, dass du es schaffst!
      Viele Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Charlie
    31. März 2015 um 13:56

    Deine Bilder sind sehr faszinierend. Ich habe mich selbst wie im Urlaub gefühlt während des Lesens. Super gelungen :). Gruß aus Vals Jochtal

    • Antworten
      Ute
      7. April 2015 um 11:31

      Hallo Charlie,
      das freut mich sehr, vielen Dank!
      Viele Grüße
      Ute

    Schreibe einen Kommentar