Die letzten 15 Jahre habe ich fast ausschließlich in Young- und Oldtimern verbracht, allerdings immer mit einem wachsamen Auge auf das Neue, Umweltbewusste und Fortschrittliche. Am vergangenen Wochenende ergab sich dann in München mit etwa 30 weiteren Bloggern die Gelegenheit, den Komfort und Charme eines modernen, französischen Automobils zu testen: Den Citroën Grand C4 Picasso!

Citroën Lounge, Flughafen München. Vom Empfang bis zur Lounge war alles sehr stilvoll. Ein perfekt organisiertes Team wies die aus verschiedenen Ländern Europas eingetroffenen Blogger ein und schon kurze Zeit später saß ich in einem neuen Picasso am Steuer.

Ziel der Tour würde Berchtesgaden an der österreichischen Grenze sein. Die drei Routen-Vorschläge waren bereits im Navigationssystem eingegeben und nun begann die Qual der Wahl. Es stellte sich als die beste Entscheidung heraus, sich in Etappen fortzubewegen.

Ich war sehr gespannt. Was erwartete ich eigentlich von einem Hersteller, der uns Ikonen wie die »DS« (die Göttin) und die »2CV« (die Ente) beschert hat und sich »Créative Technologie« auf die Fahne schreibt? Die nächsten beiden Tage würden Aufschluss über diese Frage geben können.

Sobald man im C4 Platz genommen hat, findet man nicht nur eine sehr geräumige und helle Atmosphäre vor, sondern ist auch von einer Menge Technik umgeben. Die nahezu knopffreie Bedienung ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, an die man sich allerdings schnell gewöhnt.


Bevor die Fahrt überhaupt mit dem Keyless Start los ging, multi-connected man sich mit dem Picasso: Verbindung zum Internet, Social Media und weiteren Apps, Bluetooth und auch das Laden von Handy und Laptop ist möglich. Alle weiteren Einstellungen der zwei Bildschirme erfolgen entweder über Tasten oder direkt über den Touchscreen.


Ein cooles Feature ist unter anderem der Tote-Winkel-Assistent, der mittels orange-farbenem Warnsignal im Rückspiegel darüber Aufschluss gibt, wenn sich ein anderes Fahrzeug rechts oder links im toten Winkel befindet. Außerdem bietet ein Spur-Assistent insofern mehr Sicherheit, dass bei Befahren einer weißen Linie ohne Setzen des Blinkers eine Vibration im Gurt stattfindet. Dies kann allerdings manchmal als etwas störend empfunden werden.


Positiv überrascht war ich über das gute Fahrverhalten des Minivans. Trotz teilweiser nasser Fahrbahn, alpentypischer Kurven, Bergauf- und Bergab-Passagen, lag der Citroën sehr souverän auf der Straße, beschleunigte spritzig und bremste sicher. Zwar ließ sich die Sonne auf dem 5-stündigen Weg durch die Alpen zu unserem Hotel in Berchtesgaden nicht blicken, aber dafür gab es ein authentisches, deutsches Herbst-Wetter mit viel Nebel und Niederschlag.

Pressekonferenz

InterContinental Berchtesgaden: Informationen über Vergangenheit,  Gegenwart, Entwicklungen und Innovationen. In Zeiten globaler Erwärmung wird aus meiner Sicht das Thema Umweltverträglichkeit bei Fahrzeugen immer wichtiger und sollte daher viel entscheidender sein als der Komfort eines Autos, der ja ohnehin bereits gegeben ist. Der 92 PS-Motor verfügt über den niedrigsten Emissionswert seiner Klasse. Auch die Stop & Start-Automatik trägt zur Reduktion der Co2-Emissionen bei und sorgt gleichzeitig für die Einsparung von Benzin.


Am nächsten Morgen führte die Strecke zurück nach München über die deutsche Alpenstraße und entlang des Chiemsees. Auch an diesem Tag wollten sich nur ein paar Sonnenstrahlen kurz blicken lassen, aber das tat der Fahrt durch die bergige Landschaft und bayerische Dörfer keinen Abbruch.

Diesmal saßen wir in einem C4 mit Automatikgetriebe. Auch, wenn damit einerseits ein entspannteres Fahren gewährleistet wird, hatte ich mehr Fahrvergnügen im Picasso mit Schaltgetriebe. Der Bordcomputer gibt beim Schaltgetriebe übrigens Empfehlungen zum Wechseln der Gänge an, was neben der Stop & Start-Automatik ebenfalls zu einem ökonomischeren Verbrauch führt.


Sonntagmorgen-Idylle am Chiemsee…


Weitere Assistenzsysteme sind neben der Navigation, die übrigens durch zwei unterschiedliche Darstellungen auf beiden Bildschirmen für mehr Übersicht sorgt, zum Beispiel noch Geschwindigkeitsregler und -begrenzer und Abstands-Warner sowie ein automatischer Fernlicht-Assistent. Überraschend fand ich, dass der Grand C4 Picasso trotz seiner Größe als 7-Sitzer weder klobig  noch unübersichtlich wirkt. Auf dem Beifahrersitz kann man zudem den Komfort einer Business-Class genießen, indem man die Rückenlehne nach hinten und die elektrische Fußstütze bequem nach oben fahren kann.


Wer sich beim Parken bei der Fahrzeuglänge von 4,59 m unsicher fühlen sollte, kann sich von dem integrierten Park-Assistenten helfen lassen. Das Einpark-Manöver muss dann nur noch mittels Blinker sowie Gas und Bremse begleitet werden. Zugleich ist ein 360°-View im Screen entweder per Vogelperspektive oder nur per Sicht nach hinten dabei behilflich, problemlos ein- und auszuparken bzw. rückwärts zu fahren.

Fazit

Auch, wenn ich selbst nicht zur primären Zielgruppe des Citroën Grand C4 Picasso gehöre, konnte ich diesem Fahrzeug einige besondere, sehr positive Aspekte abgewinnen: Das besondere Augenmerk auf die Umweltverträglichkeit, das riesige Panorama-Dach und den überdimensional großen Kofferraum, der nach Umklappen der Sitze eine ebene Fläche von 2,75 m zur Verfügung stellt.

Am Köln-Bonner Flughafen angekommen, nahm ich am Abend wieder in meinem 27 Jahre alten Youngtimer Platz und vermisste die Sitzheizung mit der angenehmen Massagefunktion, den multimedialen Bordcomputer und die vielen weiteren technischen Annehmlichkeiten, die das Fahren so viel bequemer machen.

Vielen Dank an CITROËN, dass ich an der Fahrzeugvorstellung des neuen C4 Grand Picasso teilnehmen durfte!

 

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