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Ein Palast, ein geheimnisvoller Garten und Verirrungen

Kaum zu glauben- ich habe auf dem dünnen Futon auf dem Boden super geschlafen! Was es in Sachen Frühstück im Hostel in Mapo zu wenig gab, ist mir hier fast schon zu viel. Mein Gastgeber gab mir alle möglichen Delikatessen zum Probieren: aus einer Tüte gab es weiße und grüne, zähe Klumpen, die angeblich aus süßem Reis und Kräutern gemacht werden (schmeckte aber ganz anders…). Dann kochte er mir in „traditioneller“ Art und Weise Eier in einem Keramiktopf ohne Zugabe von Wasser. Die schmeckten wiederum genauso wie bei uns. Ich gab an, dass ich früh los müsse, und machte mich schnell aus dem Staub, bevor er mir weitere koreanische Delikatessen auftischen konnte.
Der nur etwa 200 m entfernte Changdeokgung Palace gehört zum Weltkulturerbe der Unesco und… na ja, es ist eben ein weiterer Palast. 
 
Der dazu gehörige und vielversprechend klingende „Secret Garden“, den man nur in einer 1 1/2-stündigen Gruppenführung betreten darf, stellte meine Geduld ganz schön auf die Probe. Da zurzeit noch weder Bäume noch Blumen blühen, die Sonne nur bedingt schien und zudem eine Eiseskälte herrschte, war das Ganze ziemlich karg, leblos und schlichtweg langweilig. 
Der Frühling ist in diesem Jahr wohl spät dran, was meine Hoffnung auf tausende blühende Kirschbäume schwinden lässt. Aber es sind ja noch ein paar Tage, bis ich Richtung Jinhae im Süden reise.

Zur Folge des frustigen Spaziergangs musste ich gleich ins benachbarte Viertel Jongno-gu zum Shoppen. Hier gibt es kleine Geschäfte mit ausgefallenem Design-Accessoires und moderner, filigraner Keramik – und natürlich wieder unzählige kleine, schicke Cafés und Restaurants.

Ich bewundere die Koreaner für ihren Sinn für Ästhetik und ihren guten Geschmack, besonders in Sachen Design, Einrichtung und Farben. Und die Tatsache, dass alles so gut schmeckt – egal, ob Restaurant, Café oder Garküche – macht das Ganze noch besser! Mir gefällt Seoul echt gut und ich kann immer noch nicht nachvollziehen, warum Südkorea ein nicht so populäres Reiseland ist – ich bin ja schließlich auch erst jetzt darauf gekommen.
Ein bisschen geht mir gerade die Puste aus… zu viel Sightseeing in den letzten sechs Tagen. Noch zwei Tage bleiben mir hier in der Hauptstadt und da werde ich es mal etwas ruhiger angehen lassen.
 

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