Dänemark Roadtrips

Eine Nacht auf einem Frachtschiff

In meiner Idylle auf der grünen Insel im Nordwesten kam mir reichlich spät in den Sinn, mich um meine Weiterreise zu kümmern. Mein nächstes Ziel sollte Island sein, aber das war schließlich nicht gerade um die Ecke. Vor meiner Abreise hatte ich zu Hause mal kurz recherchiert und Karten gefunden, die Fähr-Verbindungen von Schottland auf die Färöer und von dort aus weiter nach Island anzeigten. Null Problemo also. Dachte ich…

Als ich mich endlich mit der Buchung der drei Fährfahrten befassen wollte, wollte ich meinen Augen nicht trauen, denn es gab sowohl bei Google als auch sogar bei Fähranbietern zwar Bilder mit eingezeichneten Routen nach Island, aber keine Preisangaben. Wegen schlechter Internetverbindung vor Ort bat ich noch eine Freundin in Deutschland um Unterstützung bei der Recherche, aber es half leider nichts: Alle Fährverbindungen von England bzw. Schottland nach Island waren in den letzten Jahren eingestellt worden. Das Resultat: Die einzige Fährverbindung nach Island geht vom hohen Norden Dänemarks aus.Nun war ich in Irland und gerade ziemlich deprimiert. Wie sollte es jetzt weitergehen? Ich hatte keinen Bock, die immense Strecke über England, Belgien, Holland, Deutschland bis hoch nach Dänemark abzufahren. Das wäre mit einem riesigen Zeitverlust und abgesehen davon bei satten 2.000 km mit nicht gerade geringen Kosten für Benzin und Übernachtungen verbunden gewesen. Sollte ich einfach den Rest der Zeit in Irland bleiben und noch den Norden kennenlernen? War das jetzt einfach ein hinzunehmendes Schicksal?

Frachtschiff Überfahrt England Dänemark
Glücklicherweise fand ich dann doch noch die rettende Information, dass es eine Fähre von England nach Dänemark gab. Nur war auch hierbei die gute Laune von kurzer Dauer, da in den nächsten beiden Wochen für mein Auto und mich kein Platz mehr war; und wenn, dann kostete allein die Kabine für die eine Nacht 400 €, womit diese eine Strecke im günstigsten Falle fast 1.000 € gekostet hätte. Es wäre wahrscheinlich am Ende genauso teuer gewesen, wenn ich den Weg über Land mit dem Camper zurück gelegt hätte, aber beides konnte ich kosten- und zeittechnisch ausschließen. Also am Ende doch Irland?

In einem Forum fand ich eine Info, die mein letzter Strohhalm zu sein schien: Frachtschiffe! Die DFDS Seaways fährt von Ost-England verschiedene skandinavische Länder an und dort musste ich jetzt einfach irgendwo unterkommen. Ich schrieb Emails, kam bei einem Büro auf die Warteliste, von anderen Büros erhielt ich Absagen (die Schiffe seien nur für Lastwagen) und wiederum andere teilten mir utopische Preise mit. Egal, an der Wartelisten-Option hielt ich fest.

Von Dublin ließ ich mich sicherheitshalber schonmal mit der Fähre nach Liverpool im Westen Englands bringen und dann hieß es warten, bis sich das Büro wegen eines Platzes meldete… oder eben auch nicht. Auf gut Glück fuhr ich einfach schonmal gen Osten quer über die Insel Richtung Immingham, wo der Frachter ablegen würde. Als ich gerade mitten im idyllischen Peak District Nationalpark in einen leckeren Wrap beißen wollte, klingelte mein Handy: Eine Männerstimme sagte kurz angebunden, dass ich in vier Stunden am Hafen sein müsse. Kosten: 390 Euro für 20 Stunden mit Übernachtung in einer Kabine und Ankunft im dänischen Ort Esbjerg am nächsten Nachmittag.

Frachtschiff England Dänemark
Den Snack umgehend beiseite gelegt, düste ich jetzt durch eigentlich schöne englische Orte wie Chesterfield und Gainsborough, aber für die war leider keine Zeit mehr. Mehr als überpünktlich stand ich im Hafen an einer etwas ungewöhnlichen Annahme, deren Fenster für LKW-Fahrer bestimmt war und so hoch für mich unerreichbar. Ich fühlte mich wie ein Zwerg vor dem Haus eines Riesen. Also musste ich in ein Büro, meinen Personalausweis vorlegen und warten. Stundenlang stand ich zwischen riesigen Doppellastern und hoffte nur, dass man mich nicht vergessen würde, denn so etwas wie eine Information oder Caféteria gab es auf diesem großen, anonymen Feld nicht.

Aber ich hatte Glück: Als letzter Wagen wurde ich rückwärts in den riesigen Schlund des 170  m langen Frachters kommandiert und kurze Zeit später von einem russischen Mitarbeiter im Blaumann abgeholt, der sogar meine Taschen bis einem Versammlungsraum trug, wo sich bereits zwölf LKW-Fahrer eingefunden hatten. Als die Türen unten lautstark verriegelt wurden, brachte uns der Russe (weiter meine Taschen tragend) über das Deck zum Flur, wo sich die Kajüten befanden. Eine ebenfalls russische Lady führte mich zu meiner Kabine für die kommende Nacht, die ich Gott sei Dank trotz der zwei Betten im Raum alleine nutzen konnte, was einen der LKW-Fahrer dazu veranlasste, einen Fluch durch die Zähne zu pressen.

Kurze Zeit später wurde im Esszimmer mit angeschlossenem Fernsehraum deftiges Essen serviert: Gulasch mit Sauce, frittierter Fisch, selbst gemachte Pommes, Pellkartoffeln und Gemüse. Da ich mit drei Brüdern aufgewachsen bin, ahnte ich schon, dass sich die Jungs hier schnell das Beste auf die Teller stapeln würden und so war es dann auch. Ich musste zugeben, dass ich schon länger nicht mehr so gute Hausmannskost bekommen hatte und war froh, dass ich mich unter den russischen, rumänischen und ungarischen Kraftfahrern nicht um eine gute Etikette bemühen musste. Elf der zwölf Herren waren ungewöhnlich schüchtern, was wohl darauf zurückzuführen war, dass nach Aussage eines sehr redseligen Rumänen seines Wissens noch nie eine Frau als Passagier auf solch einem Schiff gewesen sei.

Dänemark Küste
In den zwei weiteren Stunden am Esstisch bekam ich einen Einblick in das Leben von LKW-Fahrern, das meines Erachtens alles andere als rosig ist, aber für viele offensichtlich doch wesentlich lukrativer als das, was sie in ihrer Heimat verdienen. Die deutsche Polizei sei außerdem die unfairste in ganz Europa und oft würden sie mit ihren Lastern unerlaubte Strecken fahren und dabei auch ein Bußgeld in Kauf nehmen, weil manche Umgehungen einfach unlogisch wären und viel zu viel Zeit kosten. Im Anschluss an diese Debatte packte der Rumäne sein Laptop aus und zeigte mir sein Heimatland in einer zähen Foto-Präsentation, die mich nach und nach immer häufiger zum Gähnen brachte, wodurch ich mich zu später Stunde mit unübersehbarer Müdigkeit aus der Affäre ziehen konnte.

Um acht war ich am nächsten Morgen eine elementare halbe Stunde zu spät, in der diese Termiten die guten Sachen wie Rührei und Tomaten rücksichtslos vernichtet hatten. Ich entzog mich weiteren Tisch-Diskussionen über wilde Abenteuer auf Europas Autobahnen und dem Anblick von Adidas-Schlappen und Ballonseiden-Shorts und setzte mich ins Fernsehzimmer. Das war trotz allem die beste Fährfahrt, die ich bisher hatte. Normaler Weise sind Fähren vollgestopft mit Massen umherirrender, kaufsüchtiger, hungriger Menschen; das verbunden mit einem ohrenbetäubenden Geräuschpegel und schlimmstenfalls hohem Wellengang sind einfach nur das Grauen. Aber das hier war wahnsinnig angenehm. Am Nachmittag befand ich mich bereits auf dänischem Boden und das nun wieder für den Rest dieser Reise im Rechtsverkehr.Der dänische Hafen Hirtshals als Start für meine Überfahrt nach Island lag jetzt eigentlich nur etwa vier Stunden entfernt, aber den Stress musste ich mir nicht machen, denn auch die Buchung meiner Reise nach Island gestaltete sich schwieriger als gedacht. Die Hauptsaison hätte eine frühere Buchung verlangt und somit musste hier ebenfalls eine Planänderung her. Ich beschloss, die nächsten zwei Wochen in Südnorwegen zu verbringen, um danach endlich nach Island zu gelangen. Wenigstens die Fähre nach Langesund südlich von Oslo war ohne Probleme buchbar.

Dänemark Esbjerg Dänemark Dünen Dänemark Strand Sonnenuntergang
Aber vorher konnte ich Dänemark noch etwas besser kennenlernen. Mein erster Besuch war über zehn Jahre her und seitdem hatte ich ein recht teures Land in Erinnerung, was sich erfreulicher Weise nicht bestätigte. Ich entschied mich für die Fahrt entlang der Westküste und war von den Stränden positiv überrascht. Übernachten konnte ich auf riesigen, teils unebenen Wiesen unmittelbar an den Dünen mit direktem Zugang zum Strand und freute mich über das wieder mal gute, wenn auch ziemlich windige Wetter.

Mit einem letzten Spaziergang am dänischen Strand bei Hirtshals mit Blick auf den schönen Leuchtturm würde ich morgen wieder auf einer prall gefüllten Fähre sitzen, diesmal Richtung norwegischer Hauptstadt. Nach den aufregenden Tagen auf See war ich nun gespannt, was das beliebte Norwegen zu bieten hat.

 

NOCH EIN PAAR TIPPS:

  • Währung in Dänemark: Dänische Kronen
  • Verkehr: Rechtsverkehr, Licht muss immer eingeschaltet sein
  • Einreise/Überfahrt: Personalausweis oder Reisepass
  • Der Campingplatz Hirtshals ist der beste und ruhigste im Norden, liegt direkt am Strand und ist nur ein paar Minuten vom Fährhafen entfernt.
Die Route dieser Teilstrecke:

Frachtschiff England Dänemark Route

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32 Kommentare

  • Antworten
    Maya
    10. September 2014 um 4:22

    wow, was für ein erlebnis, auf einem frachte mitzufahren.
    das sind plötzlich ganz neue perspektiven :)
    bin gespannt was dir weiter so passieren wird auf deinem Trip. und sehr gespannt auf Islandfotos :)

    • Antworten
      Ute
      11. September 2014 um 14:14

      Hi Maya,
      das war in der Tat überraschend ;) Aber im Nachhinein wirklich ein lustiges Erlebnis. Vor Island kommt jetzt erstmal Norwegen, aber die Insel im Norden ist wirklich klasse, so viel kann ich schonmal vorwegnehmen ;)
      Viele liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Stefanie
    10. September 2014 um 4:26

    Liebe Ute,
    wie aufregend! Ich bin schon sehr gespannt was du aus Island berichten wirst. Ich liebe diese Insel :-) Kann dir in Reykjavik die Q-Bar empfehlen – vor allem an den Karaoke-Abenden. Nicht zu verleichen mit deutschen Karaoke-Bars.
    Liebe Grüße
    Steffi

    • Antworten
      Ute
      11. September 2014 um 14:17

      Hi Steffi,
      die Liebe ist bei mir schon am zweiten Tag entfacht und Reykjavik ist einfach nur der Wahnsinn, hätte ich niemals mit gerechnet. Das Nachtleben zu erleben ist alleine ja immer etwas blöd, aber das wird definitiv beim nächsten Mal nachgeholt ;)
      Liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Peter
    10. September 2014 um 4:26

    Hallo Ute,
    schöne Geschichte. Etwas mehr Fähre hatte ich letztes Jahr auf meinem Trip nach Litauen. Aber das war schon sehr ähnlich und neben den Fernfahrern, die alle becherten, als ob es ihr letzter Geburtstag sei, waren da auch noch ein paar Touristen, ähnlich betrunken.
    Hirtshals finde ich auch eine schöne Ecke. Fahr das nächste Mal noch etwas höher bis nach Skagen, wo Nordsee und Ostsee zusammenfließen. Das sieht man sogar am Wasser.
    Ansonsten allzeit gute Reise!
    Peter

    • Antworten
      Ute
      11. September 2014 um 15:00

      Hallo Peter,
      guter Tipp, ich komme ja bald wieder in Hirtshals an, dann werde ich dort mal vorbeifahren.
      Das mit der Becherei lief dort eher dezent ab, die Sixpacks haben die sich mit auf’s Zimmer genommen… Aber ich glaube auch, dass „meine“ Mitfahrer noch verhältnismäßig niveauvoll waren ;)
      Vielen Dank für die Wünsche und deinen Kommentar!
      Ute

  • Antworten
    Yvi
    10. September 2014 um 4:32

    Wow, was ein Erlebnis – die Bilder allein sind schon faszinierend! Ich glaub, ich hätte zunächst ziemlich Schiss gehabt und den ganzen Männern :-D
    Ich bin gespannt, wie es weiter geht..

    • Antworten
      Ute
      11. September 2014 um 15:02

      Hi Yvi,
      Schiss hätte ich glaube ich gehabt, wenn ich mit einem eine Kajüte geteilt hätte. Aber so war das alles sehr entspannt. Schade, dass ich kein Foto von dem Aufenthaltsraum gemacht habe, das wäre auch noch witzig gewesen.
      Bis bald und Danke für deinen Kommentar!
      Ute

  • Antworten
    Sandra
    10. September 2014 um 4:43

    Liebe Ute, es ist so spannend Deine Reise zu verfolgen. Du beschreibst alles so anschaulich – ich musste mehr als einmal schmunzeln :-) Kann mir richtig vorstellen, wie da so 11 eingeschüchterte Brummi-Fahrer vor dir sitzen und große Augen machen :-) Auch deine anderen Reiseberichte sind echt hilfreich. Bei uns soll es im November nach Bali/Gili und evtl. auch nach Java gehen. Darf ich fragen bei wem du damals die Bromo-Tour gebucht hast? Ich wünsch dir weiterhin eine tolle Zeit und bitte mehr von deinen großartigen Fotos! LG Sandra

    • Antworten
      Ute
      11. September 2014 um 15:15

      Hallo liebe Sandra,
      für mich ist es auch nach wie vor immer noch spannend… Jeder Tag ist völlig anders und es ist tatsächlich ein echtes Abenteuer, zumindest unter den vorliegenden Umständen ;)
      Aber Java ist ebenfalls aufregend! Habe gerade mal meine Mails bezüglich der Tour-Agentur durchsucht, aber leider nichts gefunden. Du findest auf Bali aber zig Agenturen, die Touren dorthin anbieten. Oder in Surabaya auf Java ebenfalls. Oder im Internet. Sorry, dass ich dir hier nicht weiterhelfen kann.
      Liebe Grüße, eine schöne Reise und bis bald
      Ute

  • Antworten
    Claudia
    10. September 2014 um 4:56

    Hallo Ute,
    was für eine abenteuerliche Geschichte. Ich muss gestehen, dass du echt Mut hast. Ich glaube, ich würde ein wenig verzweifeln. Freue mich schon auf die nächsten Berichte.
    Viel Erfolg weiterhin…
    Claudia

    • Antworten
      Ute
      11. September 2014 um 15:18

      Hallo liebe Claudia,
      also ich muss schon sagen, dass solch eine Reise (insbesondere alleine) einiges von einem abverlangt, wenn man das vorher noch nie gemacht hat. Von daher bin ich auf alles gefasst ;)
      Als nächstes geht’s jetzt in den Norden!
      Dank dir für deinen Kommentar und liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Anke
    10. September 2014 um 4:56

    Chaos kann so wundervoll sein. Ein großartiges Erlebnis über das du da berichten kannst! Ich bin unendlich gespannt auf deine Eindrücke von Island!

    • Antworten
      Ute
      11. September 2014 um 15:23

      Hallo liebe Anke,
      grundlegend bin ich ja kein Freund von Chaos, mich stresst das meist. Aber im Nachhinein dann doch ein sehr nettes Erlebnis. Sehr schönes Theme habt ihr übrigens!
      Bis bald und liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Sven
    10. September 2014 um 6:50

    Auch wenn es (noch) nicht das ersehnte Ziel ist, so sind doch genau das die Abenteuer, von denen man nachträglich noch lange zehrt. Toll geschrieben. :-)

    • Antworten
      Ute
      12. September 2014 um 5:04

      Hi Sven,
      vielen Dank ;) Stimmt, dieses Erlebnis werde ich so schnell nicht vergessen…
      Viele Grüße und bis bald
      Ute

  • Antworten
    regina von travelschick
    10. September 2014 um 7:03

    Hallo Ute, du erlebst wirklich einen meiner Träume. Reisen auf einem Frachtschiff. Bisher hatte ich noch nie die Gelegenheit dazu und ehrlicherweise als Frau auch etwas Angst, dies alleine zu unternehmen. Aber du machst mir echt Mut, doch irgendwann dies mal zu machen. Ich freue mich schon auf deine Ankunft in Island. Ich bin gespannt was du bis dahin noch so erlebst. Viel viel Spass bis dahin.
    Regina

    • Antworten
      Ute
      12. September 2014 um 5:07

      Hi Regina,
      hehe, jeder hat ja so seine eigenen Träume… also der wäre jetzt nicht direkt auf meiner Wunschliste gewesen, aber trotzdem eine tolle Erfahrung. Würde ich jedenfalls immer einer normalen Fährfahrt unter den Menschenmassen bevorzugen!
      Island ist toll, so viel kann ich schon mal sagen, aber das kommt bald ;)
      Liebe Grüße!!
      Ute

  • Antworten
    Katharina
    10. September 2014 um 8:00

    Wow, so eine Frachterüberfahrt finde ich total spannend. Und für die seltsame Romantik von Containerhäfen- und schiffen habe ich sowieso eine Schwäche. Auf deine Zeit im Norden bin ich natürlich ganz besonders gespannt! :-)

    • Antworten
      Ute
      12. September 2014 um 5:10

      Hi Katharina,
      ich bin echt überrascht, wie viele von Frachtern und Häfen angezogen sind!! Nach mittlerweile mehr als zehn kürzeren und längeren Fährfahrten auf dieser Reise ist die Leidenschaft dafür noch nicht wirklich entfacht, aber vielleicht kommt das noch ;) Berichte über den schönen Norden kommen bald!
      Liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Hannah
    11. September 2014 um 9:23

    Wow, ich bewundere deine Flexibilität und Spontanität! Planungen sind zwar gut und schön, aber die richtigen Abenteuer erlebt man eigentlich erst, wenn man alles nicht so glatt läuft. Ich muss zugeben, die schönsten Reiseerfahrungen habe ich dort gemacht, wo etwas völlig Unerwartetes passiert ist. Zuerst kommt dann vielleicht Trauer oder Ärger auf, weil irgendwas nicht ganz so am Schnürchen läuft. Dafür wird man aber oftmals mit Orten belohnt, die man sonst nie entdeckt hätte. Und Erlebnisse, die einfach einmalig und unkonventionell sind. Wie deine Schifffahrt auf dem Frachtschiff. Einfach toll, würde ich auch gern mal machen!

    • Antworten
      Ute
      12. September 2014 um 5:22

      Hallo liebe Hannah,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Wenn man keine andere Wahl hat, macht man das dann einfach, denke ich. Ich finde unerwartete, spontane Dinge auch super (vor allen Dingen, wenn man wie ich jetzt Zeit hat und nicht auf nur zwei oder drei Wochen beschränkt ist), aber in dem Moment, wo sich alle Pläne auflösten, hätte ich echt fast geheult… Jetzt bin ich froh, dass ich nicht mit der Suche aufgegeben habe. Life is a journey ;)
      Ganz liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    simone
    12. September 2014 um 1:23

    Ojemnie, das klingt nach einem echten Abenteuer. Aber wenn immer alls glatt laufen würde, wäre das doch auch langweilig, oder? :)
    Ich bin schon sehr gespannt auf deine weitere Reise.
    Liebste Grüße,
    Simone

    • Antworten
      Ute
      12. September 2014 um 5:27

      Hey Simone,
      das war echt unerwartet aufregend! Also überwiegend glatt und gleichzeitig aufregend finde ich besser ;))
      Viele liebe Grüße zurück!
      Ute

  • Antworten
    Neni
    12. September 2014 um 4:37

    Auf diese Idee wäre ich nie gekommen. Beeindruckend, was für ein Organisationstalent du bist. Tolle Fotos von dieser ungewöhnlichen Fahrt. Freue mich auf deinen Islandbericht!

    • Antworten
      Ute
      12. September 2014 um 5:33

      Hallo Neni,
      ich auch nicht, wenn ich nicht in meiner Verzweiflung auf dieses Forum gestoßen wäre, wo diese Verbindungen aufgelistet waren. Islandbericht kommt, aber erstmal ist Norwegen an der Reihe ;)
      Viele liebe Grüße und Danke für deinen Kommentar!
      Ute

  • Antworten
    Jenny
    22. September 2014 um 15:06

    Huhu Ute,
    ich habe direkt bei dem Titelbild von diesem Blogeintrag gedacht: Na, die ist doch gleich um’s Eck bei mir. Den Gletscher kenne ich doch? Falls du Zeit und Lust hast dich zu treffen, würde ich mich sehr freuen. Das hört sich alles super spannend an. Respekt. Meine E-Mail-Adresse hast du ja. Ich wohne im Süden Islands ;o)
    Viele liebe Grüße,
    Jenny

    • Antworten
      Ute
      23. September 2014 um 7:44

      Hi Jenny,
      oh wie schade, ich bin inzwischen schon wieder auf dem Festland :( Habe ich irgendwie total verpeilt ehrlich gesagt… hätte den Wagen am liebsten gleich dort irgendwo untergestellt und wäre dann im Frühjahr zurück gekommen. War eine wunderschöne Zeit, hoffe auf ein baldiges Wiederkommen und dann bitte auch Treffen!
      Viele liebe Grüße!!
      Ute

  • Antworten
    ReiseFreak
    10. September 2014 um 8:12

    Allein unter Brumm(i)Bären. Was für ein Erlebnis.
    Aber, wie wir Bayern sagen: A bissl was geht immer. Nicht im Hinblick auf die Brumm(i)Bären, aber im Hinblick auf die Beförderung des Mobils.
    So viel Glück hätte ich vor Jahren im Hafen von Mersin auch haben wollen, als uns ein Frachtmitarbeiter versprach, für uns (Wohnmobil) eine Passage nach Israel oder Ägypten zu organisieren.
    Der Türke sah wohl, dass das nicht so einfach war, bzw. ganz unmöglich. Traute sich aber nicht, dies uns mitzuteilen, und so hielt er uns hin, bis es (fast) zu spät war. Wir mussten nämlich nach 3 Monaten aus der Türkei ausreisen. Die Lösung war: Das Wohnmobil in den abgeschlossenen Zoll, und wir nach Zypern ausgereist.
    Gerade noch einmal gut gegangen!

    • Antworten
      Ute
      12. September 2014 um 5:16

      Hallo Wolfgang,
      das klingt aber auch abenteuerlich! Also ich für meinen Teil werde das in Zukunft – wenn ich mit dem Camper unterwegs bin – immer vorab anfragen, weil man dabei viel Geld sparen kann. Bin mal gespannt, wie das sich bei anderen Strecken verhält.
      Dir noch viele tolle Abenteuer!
      Viele Grüße,
      Ute

  • Antworten
    Lila
    12. September 2014 um 17:06

    Wow, spannend. Ich glaube ich hätte auf dem Frachter ein wenig Angst gehabt, allerdings ist das natürlich mal wieder eigentlich nicht wirklich begründet ist.

    • Antworten
      Ute
      15. September 2014 um 14:47

      Hallo Lila,
      hätte ich wahrscheinlich auch gedacht, aber verrückter Weise war es ganz anders, da diese Art Mann glaube ich noch einen recht starken Beschützerinstinkt versprüht ;) Wirklich lustig.
      Viele Grüße!
      Ute

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