Australien Planung

Fazit Australien

Zurück in Deutschland. Was kann ich rückblickend zu Australien sagen? Es ist ein riesengroßes Land, für dessen Erkundung man Monate bräuchte, mit unglaublich netten Menschen, atemberaubender Landschaft und tollem Wildlife. Im Grunde kann man sagen, dass für jeden Reisenden etwas dabei sein dürfte: Großstadt, Strand, Natur, Wüste, Regenwald, Sehenswürdigkeiten, Kultur, Szene, Ausgehen, Ureinwohner, Weinanbau-Gebiete, Nationalparks usw. 

Power-Napping an der Goldküste

Dank einer gut ausgebauten Infrastruktur und akzeptablen Verkehrsanbindungen kommt man gut von Ort zu Ort und wer Hilfe braucht, wird fast immer auf extrem freundliche und hilfsbereite Menschen treffen, die einem den Weg weisen. 
 
Das Wetter kann in den Regionen stark variieren, weshalb man sich gut mit der Reisezeit auseinandersetzen sollte. Wüstentouren sollte man z. B. nur im Sommer durchführen und in anderen Gegenden wiederum regnet es in manchen Monaten sehr viel. Wer einen Bade-, Tauch- oder Surfurlaub plant, sollte sich auf extrem kaltes Wasser gefasst machen, denn Australien liegt schließlich nahe der Antarktis. Bei den teilweise hohen Temperaturen von 40° ist das kühle Nass allerdings oftmals eine Wohltat. 

Für Backpacker und Budget-Traveller ist das Reisen nicht ganz so einfach, da es mancherorts nicht viele Hostels gibt und selbst diese schon teilweise recht teuer sein können. Für Solo-Reisende gibt es selten Einzelzimmer, wodurch der Übernachtungspreis in Hotels und Hostels verhältnismäßig hoch ist, sofern es keine Mehrbettzimmer (Dorms) gibt. Auch Langstrecken, die man mit dem Bus zurücklegt, können bei einer 12-stündigen Fahrt mit dem Greyhound-Bus schon 70 Euro und mehr kosten.

Rückblick auf meine Planung:

Diese Reise war für mich in der Gestaltung völlig anders als die bisherigen Reisen. Ich habe die Hälfte der Reisezeit in Privathaushalten gewohnt, zwei Nächte in der Wildnis unter freiem Himmel verbracht und eine Teilstrecke per Mietwagen und Übernachtungen in Motels zurückgelegt. Mit meiner Planung bin ich rückblickend weitestgehend zufrieden; vielleicht hätte ich auch die Unterkünfte auf der Mietwagenstrecke im voraus planen und buchen sollen, da ich durch die geringe Auswahl an Übernachtungsmöglichkeiten vor Ort mehr Geld ausgeben musste als vorgesehen. Hätte mehr Zeit zur Verfügung gestanden, wäre mindestens ein weiterer Tag pro Großstadt angebracht gewesen und Tasmanien hätte ich auch gerne sehen wollen.

Ansonsten freue ich mich, dass ich viele wahnsinnig nette und herzliche Menschen unterwegs kennengelernt habe. Zurück bleiben schöne Erinnerungen an das gemütliche Strandleben an der Ostküste, das aufregende Silvester-Spektakel in Sydney mit den unterschiedlichen Vierteln und beliebten Stränden, Kangaroo Island mit unberührter Natur, Traumstränden und fast unnatürlich anmutendem Wildlife und Lagerfeuer-Atmosphäre, der riesige Grampians Nationalpark im Landesinneren, das Roadmovie-Feeling entlang der Great Ocean Road mit ihren zahlreichen Highlights wie den Twelve Apostles oder der London Bridge, Regenwald-Gebieten und tollen Küstenstraßen und nicht zuletzt die faszinierenden Einblicke in die mehr als außergewöhnliche Vintage- und Restaurant-Szene Melbournes! Die ganze Reise war so kurzweilig, dass ich von den beiden Krimis, die ich mitgenommen habe, nur zwei Seiten geschafft habe. Das einzige, was mir permanent unangenehm im Nacken saß, waren die hohen Preise, angefangen von der einfachen Wasserflasche von 2 Euro bis hin zu den Übernachtungspreisen von mindestens 70 Euro pro Nacht (oder mein Bußgeld für eine Stunde Parken ohne Parkticket von 50 Euro). Im Vergleich zu Asien zahlt man dort teilweise nur 1/10 der genannten Beträge!

Klar hat mich aufgrund dieser tollen Erlebnisse die Lust auf mehr Australien gepackt. Mit der Planung für die Reise an die Westküste mit Perth, in den Norden nach Darwin und natürlich auch in die Wüste Uluru zu den Ureinwohnern werde ich jedenfalls wesentlich früher als nur vier Wochen vorher beginnen, um insbesondere die Kosten so gering wie möglich halten zu können. Ob man für den Hin- und Rückflug einen Stop über Nacht in einer Stadt in Asien, den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Hong Kong verbringt, ist Geschmackssache. Man verliert dadurch auf der einen Seite zwei wertvolle Reisetage (wenn man an der Stopover-Stadt nicht interessiert sein sollte), andererseits bietet sie dennoch ein wenig Erholung und vor allem eine Nacht mit Schlaf.

Vorteile:  
– Großes Angebot an Sehenswürdigkeiten und Ausflugsmöglichkeiten
– Extrem gastfreundliche und hilfsbereite Menschen
– Geeignet für jedes Alter
– Super Wildlife und tolle Natur
– Sicheres Reiseland
– Gutes Essen, guter Wein
– Außergewöhnliche Kulturszene, z. B. in Melbourne

Nachteile: 
– Preise wesentlich höher als in Deutschland
– In der Hauptsaison (australische Ferien) ist vieles teurer und ausgebucht
– Teilweise große Distanzen bei Rundreisen
– Alkohol gibt es nur in speziellen Bottleshops
– In der Regel gibt es keine Einzelzimmer, wodurch man fast immer den Preis eines DZ bezahlt

Wer nach Australien reisen möchte, sollte mindestens drei Wochen Zeit zur Verfügung stehen haben. Besser wären natürlich vier bis sechs Wochen (oder mehr).
 

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4 Kommentare

  • Antworten
    Jana
    18. Juli 2016 um 15:01

    Australien ist wirklich super! Ich habe mich auch vor ein paar Jahren verliebt! :) Die nächste Australien Reise folgt bei mir im nächsten Jahr! Aber ich freue mich schon riesig! :) Besonders die Gastfreundschaft der Menschen, wie du auch schreibst, ist mir im Gedächtnis geblieben und hat mich beeindruckt! LG Jana

  • Antworten
    Marie Herzog
    15. September 2016 um 14:50

    Eines Tages werde ich meinen Traum wahr werden lassen! :) Australien ich komme!
    Liebe,
    Marie http://www.quicklebendigblog.blogspot.de

  • Antworten
    Jessica
    4. Februar 2017 um 9:13

    Toller Blogpost. Ich plane diese Jahr auch nach Australien zu fahren. Leider ist es wie du ja auch geschrieben hast deutlich teurer als Asien, daher bin ich mir noch nicht ganz sicher. Aber 2017 hat ja auch gerade erst angefangen.

    LG Jessica

  • Antworten
    Robby
    4. März 2017 um 10:09

    Australien ist Tag und Nacht zu leben. einzigartige und überwältigende Erfahrung

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