Abschied vom Paradies. Auch, wenn es auf einer einsamen Insel mit wenigen Bungalows eigentlich nicht viel zu erleben gibt, wäre ich gerne länger hier geblieben. Es wirkt alles so friedlich hier und das Wetter war einfach fantastisch. Dieser Morgen macht es mir noch schwieriger, denn die Sonne und die tollen Pastellfarben des Himmels zeigen sich gerade jetzt von ihrer besten Seite. So kommt es selten vor, dass ich mich über die verbleibende Zeit bis zum Abflug freue.

Das Dorf Ukupseni ist mit dem Festland über eine lange Brücke verbunden, die direkt an der kleinen Landebahn mündet. Sie ist für die Bewohner wichtig, um nicht ständig auf ein Boot angewiesen zu sein. So bringen Einheimische ihre Waren zum Flughafen, andere wiederum warten auf das Flugzeug, um Waren vom Festland in Empfang zu nehmen. Es ist ein etwas ungewöhnliches Bild, dass Kuna Frauen in ihrer auffälligen traditionellen Kleidung wie selbstverständlich mit in den Flieger steigen, um nach Panama Stadt zu fliegen.

Panama San Blas Islands

Panama Stadt

Zurück in der Hauptstadt wollte ich diesmal einen anderen Stadtteil ausprobieren und bezog somit für die letzten drei Nächte mein Zimmer im Casa Margarita, einem B&B in San Francisco. Die Lage ist okay, es gibt einige Restaurants in der Nähe und das kleine Hotel hat einen schattigen großen Garten zum Entspannen. Mir ging auch gerade ein wenig die Puste aus, schließlich waren die letzten Tage (und Länder!) sehr ereignisreich und gaben mir wenig Möglichkeit, das Erlebte zu verarbeiten. Trotzdem wollte ich noch die Altstadt und den Panama-Kanal sehen, wenn ich schonmal hier war.

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Ich buchte eine Tagestour, wieder mit Kevin von Barefoot Travel. 70 US $ waren zwar wieder eine hohe Ausgabe, aber ein Taxi zu den verschiedenen Plätzen wäre wahrscheinlich am Ende nicht günstiger gewesen. Zuerst ging es zu der riesigen Schleuse, die man vom gegenüber liegenden Museum von den höheren Etagen aus gut beobachten konnte. Warum auch immer kommen einem die Frachter und Kreuzfahrtschiffe hier wesentlich größer vor, als wenn sie in einem Hafen liegen.

In dem alten Stadtgebiet Casco Viejo kann man sich an den alten Kolonialbauten erfreuen und wird an Szenen des James Bond-Films „Ein Quantum Trost“ erinnert. Hier gibt’s schicke Restaurants und Bars, allerdings alles nicht ganz günstig… Die Fahrt durch die Stadt wirkte weniger beschaulich. Müll, Graffiti und heruntergekommene Häuser dominieren teilweise das Stadtbild und laden nicht gerade zu einem Spaziergang ein.

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Mit Kevins Pickup ging es dann hoch auf den Berg zum Cerro Ancon, wo sich ein toller Blick auf die Skyline der Stadt und den Panama Kanal ergab. Nach einem kurzen Spaziergang führte er meine beiden amerikanischen Mitreisenden und mich danach zum Punta Culebra Nature Center. Die Ausstellung, die hauptsächlich Meerestiere und Pflanzen beherbergt, soll über die Meereslebewesen und die Ökosysteme des Landes aufklären. Ich fand das Ganze nicht so spektakulär, aber es waren dennoch ein paar gute Hinweise zur Flora und Fauna Panamas dabei.

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Auf dem Rückweg, der durch einen immensen Stau durch die Stadt beschwerlich war, wurde mir bei dem Blick auf das Meer bewusst, dass der Abschied naht. Die Hauptstadt hat mich zwar nicht so in ihren Bann gezogen, aber insbesondere die letzten Erlebnisse auf San Blas hatte zweifelsohne unvergessliche Momente. Und auch sonst finde ich es immer wieder erstaunlich, wie viel man in so kurzer Zeit erleben kann. In nur drei Wochen vier Länder bereist mit unzähligen Kontrasten, Höhen und Tiefen, Sonne und Regen, Stadt und Strand – und ich werde einige Zeit brauchen, bis ich diese vielfältigen Eindrücke wirklich realisiert habe. Klar hätte ich an dem einen oder anderen Ort länger bleiben müssen, nur ermöglicht mir das mein Job leider nicht. Ich freue mich schon auf die nächste Reise!

 

2 Kommentare

  1. liebe ute,
    ich war vor ein paar monaten im zuge meiner mittelamerika-reise selbst in panama unterwegs und mir ging es vor der abreise ähnlich…panama bietet so viel wunderschöne ecken, in die man aber nur kommt wenn man etwas mehr zeit hat und flexibel ist. aus meinen 3 wochen in panama hätten locker 3 monate werden können. nächstes mal dann! :)
    lg isabella

    1. Hallo liebe Isabella,
      wenn ich mir jetzt die Fotos nochmals anschaue, bekomme ich auch wieder Sehnsucht ;) Wäre auch gerne noch länger dort geblieben, aber was nicht ist, kann ja noch werden!
      Viele Grüße zurück
      Ute

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