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Job aufgeben… und dann?

Job aufgeben... und dann

Irgendwie ist es ganz schön beknackt: Seit einer halben Ewigkeit träume ich davon, meinen Job zu kündigen, alles hinter mir zu lassen und dann leicht wie eine Feder mit dem Wind durch die Welt zu schweben. Und in sechs Wochen wird es sogar tatsächlich so weit sein. Aber: Ich habe keinen blassen Schimmer, was ich machen soll! Überall liest man darüber, wie toll dieses moderne Nomadenleben sei und wie gut es sich anfühlt, frei zu sein. Nur wie ich mein Leben dann am besten gestalten soll, lese ich nirgends…

»Hiermit bestätigen wir Ihre Kündigung zum 15.07.2014 und wünschen Ihnen alles Gute«, entnahm ich vor wenigen Tagen dem Schreiben meines Hausverwalters. Was da so emotionslos in ein paar Sätze gepresst wurde, verändert mal eben mein ganzes Leben.

Ab diesem Tag werde ich keine eigenen vier Wände mehr haben und keinem Beruf mit Einkommen mehr nachgehen. Außerdem habe ich mich bewusst dazu entschlossen, aus unserem Sozialsystem auszusteigen. Daher wird es keine Sozialleistungen geben, kein Arbeitslosengeld, keine Krankenkasse und keine gesetzliche Altersvorsorge.

Ab diesem Tag gibt es nur noch meinen Hund, verschiedene Klamotten sowie sonstige Dinge, die man zum Leben braucht und etwa 50.000 Euro. Viel ist das eigentlich nicht, wenn man davon eine längere Zeit leben und reisen möchte sowie eine Unterkunft bezahlen bzw. einen Camper kaufen und unterhalten muss. Aber es wird ausreichen, um mindestens ein bis zwei Jahre über die Runden zu kommen, ohne einer regelmäßigen Arbeit nachgehen zu müssen und trotzdem noch die private Krankenversicherung, sonstige Versicherungen und die private Altersvorsorge zu bedienen.

 

Warum das alles?

Weil ich so vieles leid bin. Ich mag nicht mehr jeden Tag im Büro sitzen, immer und immer wieder das Gleiche machen und die Zeit an mir vorbeiziehen sehen. Ich habe keine Lust mehr, viel Geld für unnütze Dinge auszugeben, die nur der Erfüllung meines Status dienen. Ich möchte nicht länger ständig zum Arzt laufen müssen, um meine stressbedingten, psychosomatischen Beschwerden behandeln zu lassen. Alles dreht sich ums Geld und Verpflichtungen, die meinen Alltag belasten und mir meine kreativen Gedanken rauben. Ich möchte nicht mehr permanent keine Zeit haben und dadurch auf die wirklich wichtigen Dinge in diesem einen Leben verzichten müssen.

So viel zu dem, was ich alles nicht mehr will.

Reisepläne

Genau an diesem Punkt muss ich feststellen, dass ich mir noch nie ernsthaft Gedanken darüber gemacht habe, welche Form des Lebens mich wirklich erfüllen könnte! Ich habe mich von allen Verpflichtungen und Lasten befreit und ab jetzt stehen mir eigentlich alle Türen offen – aber ich habe keine Ahnung, in welche Tür ich eintreten soll.Es fühlt sich an, als hätte ich mein Leben lang in ein und dem selbem Zug gesessen, der von Jahr zu Jahr immer mehr Geschwindigkeit aufgenommen hat. Manchmal wurden die Weichen anders gestellt und die Schienen führten vielleicht in eine etwas andere Richtung. Aber aus- und umgestiegen bin ich nicht. Irgendwie kam immer eins zum anderen und lief weiter, ohne dass ich mal in mich gegangen bin und mich gefragt habe, ob das wirklich alles sein muss und ob mich das alles wirklich glücklich macht. Ich habe meinem Schicksal einfach freie Bahn gelassen.

Und da ist es nun, das große schwarze Loch!

Obwohl ich schon so viel von der Welt gesehen habe und entsprechend gut einschätzen können müsste, wo ich mir das perfekte Leben vorstellen könnte, stehe ich zwischen tausenden Bäumen und sehe vor lauter Möglichkeiten den Wald nicht mehr. Wie soll mein Leben in Zukunft aussehen, wenn ich schon – zumindest für eine gewisse Zeit – die freie Wahl habe? Wo soll ich schlafen, wie möchte ich meinen Tag gestalten, in welchem Land möchte ich leben und worauf kommt es mir eigentlich an? Wie wird es sein, so ohne Freunde und Familie um mich herum? Was ist mit Arbeiten – ja/nein, viel/wenig, anspruchsvoll/relaxt? Und was wird aus Deutschland?

Die Qual der Wahl:
200 Länder und tausend Möglichkeiten!

Noch vor kurzem habe ich gesagt, dass ich einfach drauf los fahren will. Ohne Plan und ohne Ziel. Aber ist das wirklich das Richtige? Oder soll ich mich weiter auf mein Schicksal verlassen und darauf vertrauen, dass es mich irgendwohin führen wird, wo es gut für mich ist? Oder kommt es auf den Ort an sich vielleicht gar nicht an?

Wenn sich die Frage nach dem »Was« und »Wohin« schon nicht einfach durch das Bauchgefühl beantworten lässt, habe ich versucht, die Problematik rational anzugehen: Welche Alternativen habe ich denn?

 

1. Weltreise

Es ist wahrscheinlich die Lösung, zu der sich die meisten entschließen. Die restlichen, übrig gebliebenen Siebensachen in seinen Rucksack packen, ein oneway Flugticket buchen und schon kann die Reise losgehen. Irgendwo landen, bleiben und weiterziehen, wenn man Lust dazu hat. Keine Frage, das ist Freiheit pur!

Aber: Eine Welt- oder Langzeitreise bringt eine gewisse Rastlosigkeit mit sich. Ständig neue Unterkünfte, kleinere und größere Kompromisse, gute und schlechte Nächte, wechselnde Kontaktpersonen und emotionale Höhen und Tiefen. Das permanent neue Pläne-Schmieden und die vielen Einflüsse können auf Dauer eine etwas ermüdende Wirkung haben. Und dann muss man sich fragen, ob man über diese lange Zeit wirklich nur mit dem Inhalt eines Rucksacks leben möchte.

2. Wohnung mieten

Meike Winnemuth hat es uns mit ihrem »Großen Los« vorgemacht: In einem Jahr in zwölf verschiedenen Städten der Welt leben, jeweils einen Monat lang in einer möblierten Wohnung. Es ist die entspanntere Form einer Weltreise, denn man kann es sich in den – zumindest temporär – eigenen Wänden gemütlich machen, muss Bad, Küche & Co. nicht mit fremden Menschen teilen und kann trotzdem die weitere Umgebung kennenlernen.

Aber: Es wird unter Umständen nicht die günstigste Variante sein und gerade, wenn man Touren mit Übernachtungen außerhalb plant, kommen weitere Reisekosten oben drauf. Gleichzeitig ist man relativ stark festgelegt und eine Rundreise ist – sofern gewünscht – insbesondere bei größeren Ländern nur schwer möglich. Auch könnte sich ein Einsamkeitsgefühl einstellen, wenn man zu viel zu Hause hockt und sich noch keine neuen Freunde oder andere soziale Kontakte ergeben haben.

3. Camper

Ein mobiles Heim klingt im ersten Moment nach der perfekten Lösung. Man kann mehr Sachen mitnehmen als in einen Rucksack passen, fast überall übernachten und hat eine eigene Küche zur Selbstversorgung sowie unter Umständen Dusche und WC. Fahren, anhalten, rasten und weiterfahren. Das Tempo kann man nach den eigenen Vorstellungen gestalten und kommt zudem noch in engen Kontakt mit der Natur.

Aber: Heute leider kein mehr ganz so günstiges Vergnügen: Versicherung, Steuer, Benzin, Schutzbrief, Campingplatz-Gebühren, Strom, Internet, eventuelle Reparaturen usw. Auch Fährgebühren bei Insel-Besuchen sind zum Teil richtig teuer und können die Budget-Planung ordentlich durcheinander bringen. Außerdem ist es gar nicht so einfach, einen verhältnismäßig guten Camper zu einem günstigen Preis zu finden.

4. Hilfsprojekt

Eine eigentlich tolle Kombination von unterschiedlichen Faktoren: Etwas Gutes und damit Sinnvolles tun, ein neues Land und Kultur erleben, vielleicht sogar eine neue Sprache lernen, längerfristige Freundschaften schließen und sich in einer gleichbleibenden Umgebung aufgehoben fühlen. Die Projekte können unter Umständen getauscht werden, wodurch auch Abwechslung in den Alltag kommt, der eine eventuell aufkommende Routine vertreibt.

Aber: Bei verschiedenen sozialen Projekten verdient man kein Geld, sondern zahlt sogar ordentlich drauf. Wenn man sich viel Freiheit wünscht, ist man bei einem solchen Projekt tendenziell eher festgefahren und unterliegt Arbeits- und Zeitplänen, die eingehalten werden wollen. In Entwicklungsländern muss je nach Projekt-Art mit einem sehr geringen Lebensstandard gerechnet werden, auf den man sich dauerhaft einstellen muss.

5. Freunde und Familie besuchen

Die meisten haben irgendwo auf der Welt Freunde, Verwandte oder Bekannte, denen man theoretisch einen längerfristigen Besuch abstatten könnte. Sofern sie mal eine Einladung ausgesprochen haben, wäre das jetzt eine gute Gelegenheit, sich ein wenig dort einzunisten. Man wäre dann gleich in einem geborgenen Umfeld, zahlt im besten Falle wenig oder gar kein Geld und kann auf dieser Basis aufbauen.

Aber: Anderen auf der Tasche zu liegen ist nicht jedermanns Sache und möglicherweise wird von einem erwartet, dass man eine Menge Gegenleistung erbringt, um den Aufenthalt irgendwie auszugleichen. Es könnte auch das Gefühl aufkommen, dass man sich wie das fünfte Rad am Wagen fühlt oder der ständige Austausch und das Zusammensein eine einengende Wirkung hat.

6. Reise-/Auftragsblogger 

Für viele hört sich dieser Job traumhaft an: Für lau auf Reisen gehen, in luxuriösen Betten schlafen, die Welt erkunden und dann ein bisschen darüber schreiben.

Aber: Bis es erstmal dazu kommt, dass es überhaupt Aufträge regnet, muss ein gewisser Bekanntheitsgrad erreicht sein. Dann reist man oft mit mehreren Bloggern zusammen, was die eigene Individualität ein wenig in die Knie zwingt. Gleichzeitig wird meist ein straffes Sightseeing-Programm gefahren, das wenig Freiraum bietet. Nicht zuletzt bekommt man in der Regel nur die Reise an sich bezahlt und verdient keinen einzigen Euro damit – und das Schreiben zusammen mit dem Betreiben des Blogs ist sehr viel Arbeit. Die gesponserten Artikel werden darüber hinaus weniger gelesen und können sich auf die Authentizität des Blogs auswirken. Außerdem muss man sich fragen, ob man gern das (unterbezahlte) Aushängeschild für Fluggesellschaften & Co. sein möchte und bereit ist, z. B. zig Bilder eines Fliegers oder Hotels aus allen erdenklichen Positionen in seinen sozialen Kanälen zu posten, die eigentlich niemand sehen möchte.

7. Arbeit gegen Unterkunft

Arbeiten und dafür im Gegenzug freies Wohnen in einem schönen Land in Anspruch nehmen zu können, klingt auf Anhieb super. Als Deutscher genießt man in der Welt immer das Image des fleißigen Bienchens und ist damit eigentlich überall willkommen. Wer z. B. in einer Unterkunft aushilft, kann dort oft als Gegenleistung unentgeltlich wohnen. Alternativ gibt es auch das WWOOFen: Auf einem ökologischem Bauernhof gegen freie Unterkunft und Verpflegung dort wohnen.

Aber: In vielen Fällen benötigt man ein Working-Holiday-Visum oder Work & Travel-Visum und das wird in den meisten Ländern nur bis zu einem Alter bis 30 bzw. maximal 35 ausgestellt. Des Weiteren wäre da noch die Frage, ob dieser Job einen auf Dauer erfüllt oder eher langweilt bzw. unterfordert. Langfristiges Planen stelle ich mir persönlich für diese Alternative eher schwierig vor.

Orientierungslosigkeit als Chance

Orientierungslosigkeit als Chance?

Vielleicht ist diese Situation jetzt genau das, was den Schritt »Aussteigen« am Ende ausmacht: Sich endlich konkret damit auseinandersetzen müssen, was einen wie und wo glücklich machen könnte. Bei den meisten von uns reihen sich die Ereignisse von Kleinauf aneinander: Schule, Ausbildung oder Uni, Arbeit, Partner, gemeinsame Wohnung, Kinder usw., wodurch wir erst gar nicht die Gelegenheit bekommen, anzuhalten und umzudenken, sofern dieser Wunsch überhaupt in uns steckt.

Bald steige ich daher aus meinem gewohnten Schnellzug aus und in einen neuen, fremden Zug mit wenig materiellem Ballast und geringem Tempo ein. Ob die große Freiheit wirklich so erstrebenswert ist und ob ein Leben ohne Job, Pläne und Ziele tatsächlich Sinn macht und erfüllt, wird sich herausstellen. Es wird in Kürze eine Entscheidung fallen müssen, wie ich meine nahe Zukunft gestalten möchte – auch, wenn die Möglichkeiten sichtlich nicht vielfältiger sein könnten. Aber Wege entstehen bekanntlich dadurch, dass man sie geht.

 

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52 Kommentare

  • Antworten
    Markus
    25. Mai 2014 um 8:41

    Hi Ute,
    Ich kann die Punkte die du auflistest alle gut nachvollziehen. Bei mir sah das so aus:
    Ich habe fast ein halbe Jahr bei Familie, Freunden auf der Couch und wo auch immer geschlafen. Ein eigenes zu Hause hatte ich seit Jahren nicht mehr. Da kommt die rastlosigkeit in Spiel von der du implizit (z.B. im Punkt Weltreise) gesprochen hast ins Spiel, ich halte es in meinen eigenen vier Wänden nicht lange aus. Ich sitze lieber in einer öffentlichen Bibliothek oder im Park oder sonstwo als zu Hause.
    Nachdem meine Arbeit beendet war bin ich also auf Umwegen nach Kanada gegangen. Mit einem Working Holiday Visum, ich kann hier also arebeiten wenn es sein muss.
    Aber ich habe auch nicht gewusst was passieren soll und geplant habe ich mal gar nicht (ausser natürlich meinen Zielflughafen). Jetzt fahre ich mit meinem Camper durch Kanada, zwei neue Freunde begleiten mich immer.
    Ich nenne es das Spiel des Lebens :-D
    Viel Glück!

    • Antworten
      Ute
      25. Mai 2014 um 9:16

      Hi Markus,
      vielen Dank für diesen interessanten Einblick! Ich persönlich möchte eigentlich gerade mal etwas weg von dieser Rastlosigkeit, dem ständigen Packen und ewigen Weiterziehen. Mal sehen, was sich da in den nächsten Wochen als idealste Lösung entpuppt…
      Viele Grüße und viel Spaß in Kanada!
      Ute

  • Antworten
    Markus
    25. Mai 2014 um 9:28

    Danke, Ute :-)

  • Antworten
    Patrick
    25. Mai 2014 um 9:55

    Pass mal auf, eines Tages wird jemand eine Studie mit uns tollen Nomaden durchführen und feststellen, dass der Mensch die absolute Freiheit gar nicht ertragen kann ;-)

    • Antworten
      Ute
      25. Mai 2014 um 10:03

      Es könnte darauf hinauslaufen ;)

  • Antworten
    Tinka
    25. Mai 2014 um 10:11

    Liebe Ute,
    ich kann deine Gedanken soo nachvollziehen!
    Ich spiele mit dem Gedanken auszusteigen seit ein paar Jahren und meine letzte Reisen bestätigen mich darin dass das meine Wunsch ist und das Leben in vermeintlichem Wohlstand und Sicherheit mich auf Dauer nicht Glücklich macht oder sogar das Gegenteil. Vieles erscheint mir nicht richtig und die Anstrengungen und Zeit nicht Wert. Mein Job in der Medienbranche erscheint mir immer mehr virtuell und ich vermisse den Kontakt zu Menschen und Natur.
    Aber wie soll das Aussteigen aussehen? Und dann kommen all die Gedanken und Ängste. All das wofür man gearbeitet und gekämpft hat aufzugeben und kein Backuplösung zu haben „wenn etwas schief geht“. Ab einem gewissen Alter kann man auch nicht mehr zu Mama zurück. Ich bin mir allerdings sicher dass es ziemlich sicher anders kommen wird, egal wie man auch plant, und ich habe Vertrauen dass das Leben viele neue Chancen bietet, wenn man den ersten Schritt wagt.
    Ich wünsche dir Erfolg und ganz viel Spaß bei deinem Weg ins neue Leben. Du bis gut vorbereitet und machst – aus meiner Sicht – sehr vernüftige Gedanken, ich bin zuversichtlich dass das eine gute Reise sein wird.
    Bin sehr gespannt auf deine Berichte wenn es los geht. Und bis dahin mache ich meine Gedanken, ähnlich wie deine und freue mich aus deine Erfahrungen zu profitieren :-) Danke!
    Lieben Gruß,
    Tinka

    • Antworten
      Ute
      25. Mai 2014 um 14:04

      Liebe Tinka,
      sehr schön beschrieben! Diese Gedanken hatte ich auch über viele Jahre und für mich ist mittlerweile das Wichtigste und Entschiedenste an diesem Schritt, dass ich mir vertrauen kann. Wenn ich sicher sein kann, einen Ausweg zu finden, wenn es schlechter als erwartet laufen sollte oder ich doch wieder in mein „altes Leben“ zurück möchte, ist der jetzige Schritt eigentlich nicht so groß.
      Ich drücke dir die Daumen, dass du auch deinen Weg finden wirst, der richtige Zeitpunkt kommt bestimmt noch.
      Viele liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Sabine
    25. Mai 2014 um 11:37

    Hallo Ute, ich bin irgend wann mal auf Deinen Block gestoßen und hab noch nicht Alles gelesen, über das Du bis jetzt geschrieben hast.
    Ich möchte ganz klar sagen, Hut ab vor so viel Mut, in dieser Gesellschaft und in Deinem Alter diese Entscheidung zu treffen. Ich habe in meiner Jugend vieles ausprobiert, nicht so extrem wie aussteigen und so, dazu fehlte mir der Mut, aber so eben mal Alleine reisen und Interail, das war zu meiner Zeit Abenteuer genug, mein erstes Auto im Urlaub durch meinen Übermut platt zu machen und nicht heulen sofort nach Hause zu fahren. Sondern einfach mit meiner Freundin in Frankreich unseren Urlaub weiter zugeniesen zwar mit Wehmut wegen des Käfers, trotzdem noch mit jede Menge Spass und echt wenig Geld. Ich hab eine Tochter von 14 Jahren und sie gehört nicht so zu der Masse, einmal ist es ganz in Ordnung zum anderen auch ganz schön anstrengend. Da eben auch Außenseiterin. Egal. Ich würde mir wünschen das sie genauso wie Du so neugierig ist und bleibt und den Mut hat ihren, und Du Deinen Weg zu finden. In dieser Welt oder eher Deutschen Gesellschaft hat sich der Blick leider so verengt, das das Herz langsam erblindet und die Wahrnehmung für unsere Umwelt immer vernebelter wird. Ich bin 51 Jahre und war lange im Hamsterrad. Ich weiß viele Dinge neu zu schätzen und das es ganz viel und ganz Wichtige nicht zu kaufen gibt. Und gibt es etwas schöners als Geschichten die wir selber erlebt haben und uns keiner mehr nehmen kann. Ich bin sicher Ute, Du wirst das finden das genau für Dich paßt und Dich immer wieder sehr glücklich machen wird. Ganz liebe Grüße aus Köln Sabine

    • Antworten
      Ute
      25. Mai 2014 um 14:30

      Hallo Sabine,
      vielen Dank für deinen ehrlichen Kommentar! Ich finde Außenseiter eigentlich immer spannend, da sie – wie du es auch sagst – nicht mit dem Strom schwimmen. Individualisten und Andersdenkende sind interessant, weil sie einen anderen Blick auf die Welt ermöglichen. Jedenfalls schön, dass du deinen Weg gefunden hast! Ich wünsche dir und deiner Tochter alles Gute!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Simon
    25. Mai 2014 um 11:43

    Hallo Ute
    Der „Schnellzug“ oder das Aneinanderreihen von Schule bis Familie finde ich überhaupt nicht schlecht. Wichtig ist einfach, dass man sich bewusst macht, ob einem gefällt, was man tut.
    Mit deinem Schritt gibst du dir die Möglichkeit, gründlich darüber nachzudenken. Was am Ende herausfällt ist doch egal, du hast mit deinem Entscheid bereits gewonnen.
    Liebe Grüsse, Simon

    • Antworten
      Ute
      25. Mai 2014 um 14:37

      Hi Simon,
      vielen Dank für deine Meinung. Ich bin sehr gespannt, wo die Reise hinführen und mit welchen Erkenntnissen es weitergehen wird.
      Wünsche dir noch einen schönen Sonntag.
      Liebe Grüße zurück,
      Ute

  • Antworten
    Kai Thrun
    26. Mai 2014 um 1:53

    Liebe Ute,
    ein großer Schritt und ein spannender zugleich. Ich wünsche Dir alles Gute, wo auch immer es Dich hintreiben mag: Es wird schon schief gehen. Egal was passiert, denk daran: Es geht weiter.
    Ich will nicht sagen, dass ich Dich beneide, aber einfach mal etwas verrücktes tun, bringt immer Schwung ins Leben. Ich denke, Du wirst in der Zeit schnell rausfinden, was Du alles nicht willst. Was dazu führt, dass Du sehr genau wissen wirst, was Du willst. Es entsteht hoffentlich eine neue Lebensqualität und eine „Rückkehr“ ist ja auch genrell nicht ausgeschlossen.
    Viel Erfolg,
    Kai Thrun

    • Antworten
      Ute
      26. Mai 2014 um 14:18

      Hallo lieber Kai,
      im Moment ist alles um diesen Zustand herum noch sehr weit weg und irgendwie fremd, aber das wird sich wohl bald ändern. Das Wissen, dass es immer weiter geht – egal was kommt -, macht diese ganze Vorbereitung und Ablösung momentan wesentlich erträglicher.
      Dank dir jedenfalls für die gute Motivation, die kann ich zurzeit gut gebrauchen!
      Liebe Grüße,
      Ute

  • Antworten
    Ute
    26. Mai 2014 um 3:23

    Hallo Ute,
    ganz schön viele „Abers“ in deinem Post. :-)
    Was ist aus Deinem Plan geworden, mit Hund und Auto in Richtung Süden zu ziehen? Hattest Du nicht schon in einem anderen Beitrag einen Ort, wo Du hin wolltest?
    Was das Geld betrifft: Du bist clever, machts den Eindruck, als könntest Du haushalten und das Geld reicht für mindestens 1,5 bis 2 Jahre.
    Und wenn was passieren sollte: Wir in Deutschland sind so gut abgesichert, Du kannst immer zurück und die erste Zeit wird für dich gesorgt. Du hast eine Ausbildung, Berufserfahrung und noch viel wichtiger Lebenserfahrung etc.
    Meinen Oma hatte immer zwei Sprüche auf Lager wenn es uns Kindern schlecht ging:
    1) „Schlimmer geht immer“
    2) „Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her.“
    Ich glaube fest daran, dass Dir ein Licht aufgeht und Dir die Richtung weist.
    Wie wäre es zum Einstieg mit dem Hund mit Olivenernte in Italien? (Trauben lesen an der Mosel kann ich nicht empfehlen: kalt, feucht und nicht gut bezahlt) :-)
    Also mach Dir keinen Kopp.
    LG Ute

    • Antworten
      Ute
      26. Mai 2014 um 14:34

      Hi Ute,
      vielleicht hätte ich die 7 Aufzählungs-Aber’s besser als „Nachteile“ deklarieren sollen ;) Alles hat seine Vor- und Nachteile und ich gehe lieber realistisch an etwas ran als zu blauäugig. Es gab bisher viele verschiedene Ideen, die sich ständig gegen neue Möglichkeiten und Optionen abgelöst haben. Mir ging es mit diesem Artikel auch eigentlich nicht um Angst vor einer möglichen, falschen Entscheidung, sondern einfach nur um die Tatsache, dass die Auswahl so extrem groß ist, dass die Entscheidung umso schwerer fällt. So wäre Italien zum Beispiel toll, aber ich war schon so viele Male dort und ich würde gerne etwas Neues kennenlernen. Die Mosel wäre gerade auch nicht unbedingt auf meiner Top 10 Favoriten-Liste ;)
      Dank dir für deine Hilfe!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Aylin
    26. Mai 2014 um 6:05

    Hi Ute,
    wieder mal ein toller Post!
    Ich bin 25 Jahre alt, stecke auch wie die meisten im Hamsterrad, arbeite nun seit ich 18 bin und besitze seitdem trotzdem nie Geld. Ich besaß eigentlich nie etwas, weil alles in dieser Gesellschaft auf Finanzierung läuft, jeder Schritt kostet viel Geld. Man arbeitet Monat für Monat für seine Rechnungen.. Geld regiert alles. Letztes Jahr im August dann habe ich einen großen Schritt in meinem Leben gewagt, einen Schritt in ein selbstbestimmtes Leben. Ich habe mich von meiner Beziehung & Job gelöst, die mich unglücklich machten, habe viele Menschen aus meinem Leben aussortiert. „Selbstbestimmt Leben“ bedeutet in dieser Gesellschaft, Unabhängigkeit in Form von eigener Wohnung und Job. Ich habe seit kurzem eine eigene Wohnung, die mich beinahe finanziell in den Ruin getrieben hat und noch immer habe ich mich nicht davon erholen können, da ich monatlich 690 € warm für eine 1 Zimmer Wohnung (München) zahle und ein durchschnittliches Einkommen habe. Mein neuer Job ermöglichtes mir zwar, Bücher zu lesen während der Arbeitszeit, doch erfüllen tut es mich auch nicht. Ich habe das Gefühl um meine Hände sind unsichtbare Handschellen angelegt. Ich fühle mich in dieser Art und Weise des Lebens, gefangen.
    Von heute auf morgen auszusteigen wäre naiv und unüberlegt, da keine Ersparnisse, aber wenn ich daran denke weiterhin jeden Monat 690 € Miete zahlen zu müssen was ja die Hälfte meines Gehalts ist und immer den gleichen Trott zu machen, dann schnürts mir echt die Kehle zu… Denn ich wüsste wirklich nicht wie ich 50000 € zusammen kriegen soll… Zwickmühle.. Warten? Wie lange? Auf was?
    Ich bin so froh dein Blog entdeckt zu haben, denn du ermutigst mich dazu irgendwann das zu tun was ich möchte.
    Alles Gute,
    Aylin

    • Antworten
      Ute
      26. Mai 2014 um 14:59

      Hallo liebe Aylin,
      Danke für diesen tollen und offenen Beitrag! Das Thema Geld ist etwas, was auch mich unglaublich nervt. Alles ist wahnsinnig teuer und selbst, wenn man mehr davon hat, rinnt es einem wie Sand durch die Finger. Ich wünsche mir ein Leben, das man auch dann genießen kann, wenn nicht viel Geld zur Verfügung steht – ohne unter der Brücke schlafen zu müssen -, man dafür dann aber mehr Zeit und weniger Verpflichtungen hat.
      Ohne meine Ersparnisse im Rücken wäre mir diese Entscheidung auch wesentlich schwerer gefallen, wenngleich ich mittlerweile sicher bin, dass man immer einen Weg findet, über die Runden zu kommen. Egal, wo man ist; man muss es einfach nur tun!
      Ich drücke dir die Daumen, dass du deinen Weg findest!
      Ganz liebe Grüße,
      Ute

    • Antworten
      Bianca
      9. Juli 2014 um 6:13

      Liebe Aylin,
      ich habe deinen Post gelesen und glaube das diese Webseite dir vielleicht ein paar Tipps geben könnte, etwas Geld auf die Seite zu legen: http://weltreise-info.de/budget/finanzierung.html
      Hoffe die Seite hilft dir weiter und wünsche dir viel Erfolg deinen Weg zu finden.
      Liebe Grüsse,
      Bianca

  • Antworten
    Eva
    26. Mai 2014 um 7:31

    Liebe Ute,
    wirklich wunderbar zusammengefasst :) Finde mich darin auch ganz wieder.
    Dennoch hab ich die Erfahrung gemacht, dass wir sehr gerne im außen suchen, was wir nur tief in uns drinnen finden können, den verborgenen Wunsch unserer Seele, der sich durch dieses Sehnen nach Reisen, Erlebnissen und Abenteuer bemerkbar machen möchte!
    Wenn auch gleich das Reisen für mich ein wichtiger Bestandteil meines Lebens ist, ist dennoch die wichtigste Reise, die Reise zu mir selbst und die einzelnen Reisen auf meinem Weg sind die Schlüsseln zu meinem wahren Selbst. Durch Meditation und somit achtsames Hinhören finden wir das, was wir im außen suchen, im innen oder besser gesagt, es findet uns. Die Dinge werden plötzlich ganz von alleine zu uns geführt und auch die Orte, die uns auf unserem Weg weiterhelfen, kommen durch viele verschiedene Hinweise in unser Bewusstsein. Und wir dürfen hinhören und dem Weg mutig folgen.
    Und so ist für mich jede Reise ein eigenständiges Wesen, ein Puzzleteil auf der Reise zu mir selbst. Jede Begegnung mit Menschen, jedes Erleben bekräftigt unser Vertrauen und unsere Hingabe an das Leben, damit wir unserer „Seelenreise“, die sich in uns entfalten möchte, folge leisten können.
    Und die wichtigsten Fragen auf meinem Weg: „Wer bin ich? Woher komme ich? Womit kann ich dienlich sein? Welche Gaben und Talente möchte ich zum Ausdruck bringen?“
    Und auf einmal sind wir der Erfüllung so nahe und ein Gefühl des Friedens stellt sich ein.

    • Antworten
      Ute
      26. Mai 2014 um 15:15

      Liebe Eva,
      ganz toll beschrieben und ich kann dir in jeder Hinsicht zustimmen! Ich habe mich im Laufe der letzten Jahre im stressigen Alltag ständig fremdgesteuert und vom Materiellen erdrückt gefühlt, weshalb ich mich auch von fast allen Besitztümern trenne, um mich endlich frei fühlen zu können.
      Auf die neuen Puzzleteile freue ich mich sehr, denn sie werden ganz anders, intensiver und wichtiger werden als die bisherigen.
      Wünsche dir alles Gute!
      Ute

  • Antworten
    Lilli
    26. Mai 2014 um 10:17

    Liebe Ute
    Erst einmal schön, dass ich Deine Seite gefunden habe, es spricht mir vieles aus der Seele.
    Auch ich kann mich nur Deiner Liste voll und ganz anschliessen. Ich reise mehr oder minder seit meinem 20igsten Lebensjahr, war auch schon mal ausgewandert, bin dann mit 45 und meinem damaligen Mann ausgestiegen und wir waren zusammen 10 Jahre unterwegs. Nun bin ich seit 2 Jahren geschieden und kann mir kein sesshaftes Leben mehr vorstellen, bzw mich treibt mich zur Zeit die Sinnfrage nach allem dahinter wesentlich um. Vor allem da ich jetzt alleine meine Entscheidungen zu treffen habe.
    Vor dem Hintergrund früher schon immer meine Ersparnisse in diverse Reisen gesteckt zu haben und auch bewusst die Entscheidung getroffen zu haben, sich aus dem deutschen Sozial- und Rentensystem auszuklinken habe ich nach meiner Scheidung die Variante mit dem Wohnmobil und den Freunden gewählt. Brauche einfach mein privates Schneckenhäuschen um mich. Dies ist nicht so einfach, wie Du schon schreibst, nur wenige bleiben, bei denen man sich angenommen und zu Hause fühlen kann. Um dem deutschen/europäischen Winters entfliehen treibt es mich bis jetzt nach Afrika, dem Kontinent, dem ich schon immer verbunden war. Dort finde ich meist für ein paar Monate Arbeit und kann von diesem Geld dann wieder einige Zeit in Deutschland überbrücken, aber was will ICH wirklich ??? Die Antwort auf diese Frage steht noch aus… Zur Zeit gibt es viele Zweifel ob ich alles richtig mache, doch es bleibt nur abzuwarten und einfach weiter zu leben und zu reisen, um doch noch irgendwann das eigene Eden zu finden.
    Schön fand ich daher auch den Kommentar von Eva – es bleibt noch Hoffnung.

    • Antworten
      Ute
      26. Mai 2014 um 15:39

      Hallo liebe Lilli,
      wow, was für ein toller Einblick in deine Lebensgeschichte! Ich gehöre ja auch zu den „ewig Suchenden“, was irgendwo Fluch und Segen zugleich ist, denn einerseits entwickelt man sich ständig weiter und erweitert seinen Horizont, aber anderseits kommt man nie wirklich zur Ruhe.
      Für mich persönlich zählt es, Zufriedenheit zu finden und auszutarieren, wie man sie am besten leben kann und was man dafür tun muss, um diesen Zustand vielleicht sogar dauerhaft zu erhalten. Möglicherweise werde ich sie nicht finden und dann muss ich einfach akzeptieren, dass ich immer suchend bleiben werde. Eventuell trifft das ja auch auf dich zu. Ich wünsche dir jedenfalls alles Gute und viel Erfolg auf deinem weiteren Weg!
      Ute

  • Antworten
    Carmen
    26. Mai 2014 um 15:12

    Hallo Ute, sehr interesster Post! Ich habe meine einjährige Auszeit schon hinter mir und bin in der Zeit mit dem Motorrad entlang der Panamericana von Alaska nach Feuerland gereist. So sehr mir das reisen auch Spass gemacht hatte, hat mir nach einigen Monat der regelmässige Job sehr gefehlt und ich habe mich wieder richtig auf die Arbeit gefreut. Dies war für mich eine sehr interessante Erfahrung. Bin gespannt wie es dir ergehen wird! Den Beitrag von Eva finde ich auch sehr gut. Für mich steckt dadrin so einiges Wahres.
    Viele Grüsse!
    Carmen

    • Antworten
      Ute
      26. Mai 2014 um 15:49

      Hallo liebe Carmen,
      das klingt aber auch mal nach einem coolen Projekt, Hut ab! Ich bin total gespannt, wie sich das Verhältnis zum Thema Heimat und Arbeit verändern wird. Kann sein, dass ich in ein paar Monaten wieder zurück komme, Deutschland als Homebase wähle und wieder nur mehrwöchige Trips in die Welt unternehme. Kann aber auch sein, dass alles anders kommt. Das Tolle ist, dass alles offen ist, auch wenn die Entscheidung „Wohin“ und „Was überhaupt“ wie beschrieben wirklich schwer ist.
      Liebe Grüße zurück und Danke auch für deinen Kommentar,
      Ute

  • Antworten
    Myriel
    27. Mai 2014 um 1:16

    Hey Ute,
    ich hab gestern deinen Text gelesen und gleich heute morgen das Lied ‚Auf dem Weg‘ von Mark Forster auf meinem iPod gehört und dachte mir gleich: Das kann kein Zufall sein! Ich bin zwar erst 26, aber mache mir trotzdem dauernd Gedanken darüber, ob das, was ich gerade so mache, alles so richtig ist. Im Moment hätte ich zwar keine Ahnung, wie mein Leben anders aussehen könnte, dass mich glücklich macht, aber vielleicht kommt das noch.
    Wünsche dir nur das Beste und dass du einen Weg findest, den ich vielleicht auch gehen könnte.

    • Antworten
      Ute
      27. Mai 2014 um 14:45

      Hi Myriel,
      der Song passt ja echt genau, sehr cool! Wenn man den Wunsch hegt, folgt der weitere Weg in kleinen Schritten. Bei mir war das zumindest so. Man hört wie du ein Lied oder liest einen Blog wie meinen, trifft irgendwo in der weiten Welt auf einen Menschen, der einem eine ganz neue Sicht auf etwas eröffnet und irgendwann passiert es dann plötzlich, dass man eine Entscheidung trifft. Oder vielleicht auch nicht, aber dann ist es möglicherweise auch gut so.
      Ich drücke dir die Daumen, dass es bei dir irgendwann „Klick“ macht!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Jana
    28. Mai 2014 um 9:24

    Hallo Ute,
    ich bewundere deinen Mut. Ich kann dich voll und ganz verstehen. Der Gedanke einfach mal alles stehen und liegen zu lassen und das machen was einem Spaß macht klingt eigntlich eher nach „Leben“ als ein Tagesplan dem man jeden tag nachgehen muss. Ich bin erst 21 und bin schon sehr viel gereist. Das ist der grund warum cih Arbeite…Geld verdienen, sparen und dann die Welt entdecken. Wenn du auf deinen Reisen allein sein möchtest wird dies kein Problem sein. Fühlst du dich jedoch allein, so wirst du viele Leute kennen und auch lieben lernen. Das ist das Abenteuer was für mich eigentlich das Leben mitbringen sollte. Ich selber habe dauerhaft fernweh. Aber eins gebe ich dir mit auf den Weg: Lass den Job und deinen geregelten Alltag hinter dir, jedoch nicht aber deine Familie und deine Freunde. Komm zwischenduch immer mal wieder heim und dieh nach dem rechten. Deine Familie kann dir niemand ersetzen. Und so hart es klingen mag aber vielleicht ist es irgendwann zu spät um zu der Familie zurückzukehren. Ich wünsche dir alles Gute für deine Reisen. Ich bin gespannt auf deine Berichte.
    LG
    Jana

    • Antworten
      Ute
      28. Mai 2014 um 11:35

      Hallo liebe Jana,
      dein Plan klingt sehr gut und vor allen Dingen schlüssig! Ich habe meinen Ausstieg ja indirekt auch schon seit einigen Jahren im Hinterkopf und freue mich umso mehr, dass ich mich jetzt für ein bis zwei Jahre zurücklehnen kann, ohne großartig über’s Geldverdienen nachdenken zu müssen.
      Danke auch für deinen Ratschlag in Bezug auf Familie und Freunde, den ich definitiv beherzigen werde, denn das ist – trotz Fernweh – ein sehr wichtiger Teil in meinem Leben.
      Wünsche dir noch viel Spaß bei deinen weiteren Reisen!
      Ute

  • Antworten
    Stephan
    28. Mai 2014 um 11:04

    Ute, ich hab mir irgendwann einfach den Rucksack gepackt und adioz! alles weitere ergibt sich von allein, alles andre hat mit Freiheit nix zu tun, LG Stephan

    • Antworten
      Ute
      28. Mai 2014 um 11:39

      Hi Stephan,
      hätte ich auch gern so gemacht, ging aber insbesondere beruflich nicht. Aber ist auch okay, bald ist es ja soweit.
      Lg und Danke für deinen Kommentar!
      Ute

  • Antworten
    Susi
    29. Mai 2014 um 5:52

    Liebe Ute,
    erstmal herzlichen Glückwunsch zu deiner Entscheidung. Auch wenn du jetzt nicht weißt wohin der Wind dich treibt und wozu er dich treibt – du wirst erholt und glücklich daraus hervorgehen! Im besten Fall erfährst du wie du dein Leben verbringen möchtest. Unsere Welt zwingt uns in Muster und Regeln, da ist es schwer zu wissen was man eigentlich möchte. Wer schonmal „weg“ war, weiß wie es sich anfühlt wieder zurück zu sein, von dem Gefühl „ich will wieder weg ..“
    So gehts mir auch, meiner inzwischen 24jährigen Tochter die auch um die Welt gereist ist- und eins weiß ich sicher, sobald ich kann bin ich an mehr als nur einem Ort seßhaft. Ich mag den Wechsel aber ich schätze inzwischen auch die Sicherheit die ich mir aufgebaut habe.
    Viel Glück und noch viel mehr Spaß!

    • Antworten
      Ute
      29. Mai 2014 um 13:08

      Liebe Susi,
      das Thema Sicherheit und die Einstellung dazu wird mich in Zukunft wahrscheinlich noch stark beschäftigen und ich bin gespannt, wie sich das entwickeln wird.
      Zwei Wohnsitze zu haben ist möglicherweise die perfekte Alternative, aber wie du schon sagst nicht die günstigste…
      Wünsche dir auch alles Gute!
      LG Ute

  • Antworten
    Aylin
    29. Mai 2014 um 7:30

    Liebe Ute,
    Danke für den ehrlichen Einblick in Deine Gedankenwelt. Ich glaube, es muss kein Entweder-Oder entschieden werden. Vielleicht möchtest Du ne Zeit lang im Camper herumziehen, dann für ein paar Monate in einer Großstadt in ein kleines Appartment ziehen, danach ein Hilfsprojekt unterstützen… Und durch Deinen Blog hast Du eine konstante „Beschäftigung“, die gleichzeitig auch Raum für Reflektion bietet.
    Mein Partner und ich sind einen ähnlichen Schritt vor 10 Monaten gegangen und haben vor Kurzem ein paar Gedanken zum Gang ins Ungewisse verfasst:
    http://www.todaywetravel.de/2014/04/destination-unknown.html
    Alles Liebe, Aylin

    • Antworten
      Ute
      29. Mai 2014 um 13:20

      Hallo liebe Aylin,
      dein erster Absatz wäre exakt der Inhalt meines Fazits zu diesem Thema gewesen, wenn ich es nicht hätte offen lassen wollen.
      Vielen Dank auch für den Link und den Einblick auf eure Sicht auf das Unbekannte. Wünsche euch noch eine tolle Reise – wenn ich es richtig gesehen habe zurzeit in Nepal!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Claudia
    30. Mai 2014 um 3:52

    Liebe Ute,
    dein Beitrag ist inspirierend und ehrlich. Und es ist schön, hier auf deinem Blog von Leuten zu lesen, die genauso Fernweh haben. Auch ich war von 2 Jahren für 9 Monate in Australien und habe mir damit meinen Lebenstraum erfüllt.
    Danach bin ich aber erst in ein Loch gefallen: was ist, wenn du alles gemacht und gesehen hast, was du vor hattest, was ist das nächste Ziel? Da suche ich bis jetzt noch :)
    Ich hoffe, dass dein Geld lange hält und dass du – egal wie doof die Situation werden wird – immer optimistisch bleibst.
    Diese Woche hatte ich noch die Angst, gekündigt zu werden (puh, zum Glück nicht…), trotzdem bin ich nur befristet angestellt und weiß auch noch nicht, wie es nach November weitergehen soll. ABER ich vertraue darauf, dass das was kommt, für irgendetwas gut ist. Auch wenn ich den Sinn noch nicht verstehen kann. Das ist ein Rat von meinem Paps, und ich find ihn echt gut.
    Für mich wirds wahrscheinlich irgendwann auf einen Kompromiss hinauslaufen: ein paar Monate unbezahlten Urlaub nehmen oder Jobwechsel und dann reisen können, um später wieder normal einsteigen zu können. Ich denke auch, dass wir fremdgesteuert sind von der Diktatur des Geldes und Konsums, aber das es auch ein sicheres Netz sein kann, von dem man aufgefangen wird. Durch meine Zeit als Backpacker habe ich auch diese Vorzüge schätzen gelernt, auch wenn ich mich nach Plumsklo mit tausend Spinnen zurück sehne :D
    Ich wünsch dir alles Gute! Save travels!
    Claudia

    • Antworten
      Ute
      30. Mai 2014 um 8:33

      Liebe Claudia,
      der Grund, warum ich bisher keine längere Weltreise gemacht habe, war immer die Angst, dass ich danach nicht mehr in mein „normales“ Leben zurück finde. Bis ich dann irgendwann gecheckt habe, dass ich dieses normale Leben gar nicht mehr leben mag. Von daher kann ich ich deine Gefühle nach deiner Australien-Auszeit sehr gut nachvollziehen ;)
      Danke auch für deine kritischen Hinweise, denn ich bin ebenfalls der Meinung, dass diese Freiheit nicht unbedingt nur Vorteile hat und definitiv jeden glücklich macht (wie man das meistens liest). Ich gehe daher an die Sache derart ran, nach einem guten Kompromiss zu suchen, der ein Maximum an Zufriedenheit bieten wird. Aber wie der aussehen wird, gilt es noch herauszufinden…
      Dir auch noch viele schöne Reisen, mit und ohne Spinnen ;)
      Liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Bianca
    30. Mai 2014 um 6:30

    Ich gratuliere dir in der Welt der FREIHEIT wo alles möglich ist.
    Ich lebe seit 1,5 Jahren so wie du beschreibst, ich kann dich nur ermuntern, du wirst Dinge in deinem Leben erleben von denen du nie gedacht hast, dass es passiert. Oft wird man aber auch mit den harten Seiten des Lebens konfrontiert, jedoch liebe ich das Leben dafür. Ich bin genauso wie do lieber frei und muss niemanden es recht machen und glaube mir, es ist jede Sekunde wert so ein Leben zu führen. Es ist oft hart, aber da du genauso wie ich ein weltoffener Mensch bist, wirst du die richtigen Menschen finden, die dir die Kraft geben, die du brauchst. Hart meine ich auch, da du mit Situationen konfrontiert wirst, mit denen du nicht rechnest. zB.: 5-jährige Kinder arbeiten siehst am Feld, da sie keine Eltern mehr haben und ums Leben kämpfen. Dieses Bild lässt mich bis heute nicht los, da es nicht erfahren wird, wie es ist eine Kindheit zu haben oder in die Schule zu gehen. Doch deine Reise wird auch viele schöne Dinge bringen, freue dich darauf!!!! Ich wünsche dir auf deiner Reise alles Gute ….du weisst ja, „Der Weg ist das Ziel“ ;-)

    • Antworten
      Ute
      30. Mai 2014 um 8:45

      Hi Bianca,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Finde es total klasse, so viele Erfahrungen und Mutmacher von anderen reisenden Frauen und Aussteigerinnen zu bekommen!
      Ich persönlich gehe nicht mit dem Ziel an die Sache heran, nur noch Schönes zu sehen und zu erleben, denn das würde sich mit intensivem Reisen widersprechen. Ab spätestens nächstem Jahr werde ich mich auch mehr mit sozialen Projekten beschäftigen, denn dafür hatte ich – wie du ja auch treffend beschreibst – bisher nie genug Kraft und Muße.
      Vielen Dank für deine Einblicke und die guten Wünsche, die ich sehr gut gebrauchen kann <3
      Liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Martin
    30. Mai 2014 um 15:33

    Hallo Ute,
    Ich hatte diese Gedanken auch vor mittlerweilen 7 Jahren. Ich bin damals nach Finnland ausgewandert, hatte ein Jobangebot als Doghandler in einer Huskyfarm. Hatte alles verkauft, und bin mit 2 Taschen, ca 5000€ und meinen Hunden los in ein neues spannendes Leben.
    Am Anfang war es hart, in einem fremden Land, man versteht die Sprache nicht, und Finnisch ist nicht eine Leichte Sprache. Aber mit Englisch kommt man gut durch. Zum Glück war die Huskyfarm auf welcher ich arbeitete Deutsch sprachig.
    Heute Lebe ich in Schweden und sage im Nachhinein das ich es keine Sekunde bereut habe und ich mache diesen Job, nun nicht mehr als Doghandler sondern als Schlittenhunde Guide seit 7 Jahren. Es war für mich die beste Entscheidung.

    • Antworten
      Ute
      30. Mai 2014 um 15:44

      Hallo Martin,
      das hört sich nach einem echten Traumjob an… Wunderschöne Landschaft und eine Menge Hunde <3 Bin sehr gespannt, welche Überraschung die große weite Welt für mich bereit hält. Für den Fall, dass ich nach Skandinavien reisen sollte, kann ich dich vielleicht mal besuchen, Hundeschlitten-Fahren würde ich wahnsinnig gerne einmal!
      Viele Grüße,
      Ute

  • Antworten
    Isabelle
    31. Mai 2014 um 5:13

    Hallo Ute,
    ich kann deine Gedanken so gut nachvollziehen, da ich auch immer wieder ähnliche Gedanken hatte. Ich bin immer viel gereist, habe mir unbezahlte Urlaube gegönnt, um dann wieder in die Komfortzone zurückzukehren. Welches Privileg, reisen zu können und dann zu wissen, dass man nach der Rückkehr wieder da einsteigen kann, wo man aufgehört hat.
    Das hat ja auch lange gestimmt für mich, und unterwegs wurde ich von andern Travellern insgeheim benieden wegen meiner Sicherheit. Ich fand das auch ganz angenehm, nur irgendwann hab ich dann auch gemerkt, dass ich die Komfortzone und die Routine gar nicht mehr will, sie füllte mein Leben nicht mehr aus und mein Beruf (Kindergärtnerin) forderte mich auch immer mehr, ich war nicht mehr glücklich! Immer nur zu geben und die Schwierigkeiten anderer Menschen wieder glattzubügeln, grrrrr…..
    Dann machte ich ein Housesitting auf La Gomera (auch gute Alternative, http://www.mindmyhouse.com ) und anschliessend 6 Monate Karibik, um wieder in den Alltag zurückzukehren, und es stimmte definitiv nicht mehr. Ich habe mich in dieser Zeit auch noch verliebt, und mit diesem Mann lebe ich nun auf La Gomera seit fast einem Jahr! Ich habe meinen Job gekündigt, meine Wohnung gekündigt, meine Versicherungen gekündigt und wir zogen einfach mal los nach La Gomera. Wir kannten uns grad mal 1 Jahr und wollten probieren, uns zusammen niederzulassen auf La Gomera. Weder wussten wir, wo wir wohnen werden, noch wieviel das kosten würde, noch ob unsere Beziehung dauern würde….einfach mal los, und ich werde dieses Jahr 50!
    Ich kann dir sagen, es war richtig, diese Entscheidung, ich weiss zwar heute auch noch nicht, wie die Zukunft aussehen wird, ich arbeite nichts, geniesse aber jeden Morgen den fantastischen Meerblick, jeden Tag die Zeit, die ich mir selbst einteilen kann, die Wanderungen und das Schwimmen im Meer, keine Verpflichtungen zu haben…..
    Und das Leben kostet nicht viel hier, mehr als 500 Euro geb ich pro Monat nicht aus, also mit 50 000 Euro könnte ich gut ein paar Jährchen hier leben! Allerdings besitze ich viel weniger, ich habe mir grad mal 1 T-Shirt gekauft dieses Jahr. Ich brauche aber den ganzen Kram auch nicht mehr, den ich vorher hatte.
    Ich möchte dir nur Mut machen, aufzubrechen zu neuen Ufern, ohne zurück zu schauen, ich bin fest davon überzeugt, das Leben zeigt uns den Weg und öffnet auch Türen!
    Ich habe kein festes Ziel im Moment, lebe wirklich „nur“ in den Tag hinein und das geht auch! Ich bin niemandem Rechenschaft schuldig, und insgeheim beneiden mich ein paar Leute…
    In diesem Sinne, lass los und brich auf, es lohnt sich IMMER!
    Alles Gute, Isabelle

    • Antworten
      Ute
      31. Mai 2014 um 6:17

      Liebe Isabelle,
      vielen Dank für diesen unglaublich interessanten Einblick! Mit nur 500 Euro im Monat ein normales und zufrieden stellendes Leben führen zu können, hört sich absolut traumhaft an. La Gomera muss auch wunderschön sein, kenne ich leider noch nicht. Mittlerweile finde ich es nicht mehr erstrebenswert, genau zu wissen, was in 5 oder 10 Jahren passiert. Meistens kommt es eh anders als man denkt und außerdem liebe ich Überraschungen!
      Ich wünsche dir alles erdenklich Gute auf der Insel und dass du noch viele schöne Jahre dort haben wirst! Auch nochmals ganz lieben Dank für deine mutmachenden Worte.
      Alles Liebe, vielleicht besuche ich dich ja mal…
      Ute

  • Antworten
    Paulina
    5. Juni 2014 um 15:00

    Hi Ute,
    die selben Überlegungen habe ich aktuell auch. Ich bin jetzt seit einer Woche raus aus meiner Wohnung und schlage mich noch in Berlin durch. In einigen Tagen geht es nach Thailand mit einem guten Freund für sechs Wochen.
    Ich wäge auch alle deine o.g. Punkte ab und kann mich auch nicht so richtig entscheiden.
    Ich hoffe, dass ich in Thailand die Erleuchtung finde.
    Ich werde danach also auch entweder wiederkommen und mir eine neue Wohnung suchen oder weiterreisen (auch mit Hund).
    Am besten gefällt mir bisher die Camper Idee. Müsste man sich mal ausrechnen, was es kosten würde. Ich werde als Digitaler Nomade weiterarbeiten, von daher wird ein kleines Einkommen da sein. Dafür hab ich kaum Ersparnisse für die Reise.
    Mal schauen… Ich bin gespannt, wie sich das so bei uns beiden entwickelt ;)
    Grüße
    Paulina

    • Antworten
      Ute
      5. Juni 2014 um 15:30

      Hallo liebe Paulina,
      du bist mir einen Monat voraus und hast die letzten Unannehmlichkeiten vor dem Aufbruch schon hinter dir – Glückwunsch! Thailand ist ein toller Ort für den Start und wer weiß, was sich dort für neue Eindrücke und Ansichten ergeben. In Sachen Camper glaube ich mittlerweile, dass das Leben (je nach Reiseland) in Asien zum Teil wesentlich günstiger sein kann als das in Europa mit einem „Schlafwagen“. Sprit, Campingplatzgebühren usw. sind zum Teil ganz schön happig, aber das werde ich ja bald herausfinden.
      Wünsche dir eine wunderschöne Reise, wir bleiben dann ja in Kontakt :)
      Liebe Grüße!
      Ute

      • Antworten
        Paulina
        8. Juni 2014 um 5:15

        Hey Ute,
        danke für deine Antwort.
        Klar, das Leben ist dort unten sehr viel günstiger. Ich überlege nur immer, wie man das am besten mit Hund macht. Die Flugreise dorthin ist 1. nicht ganz so günstig (mit Hund) und er muss vermutlich auch in Quarantäne und 2. ist es nicht überall möglich mit Hund zu übernachten. Mit Camper könnte man oft an der Übernachtung sparen. Meistens zahlt man ja für den Hund bei der Übernachtung mit.
        Daher tendiere ich zum Camper. Ich hatte auch überlegt den Jakobsweg zu gehen, aber auch dort sind Hunde leider nicht gerne gesehen. Ich bin mir auch noch sehr unsicher, wie man merkt.
        Daher bin ich auch so gespannt darauf, wo es für dich hingeht.
        Liebe Grüße
        Paulina

  • Antworten
    Selin Güngör
    10. Dezember 2014 um 5:21

    Hallo Ute,
    ich durchstöbere jetzt doch zum erstenmal deine Homepage genauer. Bis auf das Luxusproblem ( da war ein Kommentar vorher meinerseits und auch da hab ich erklärt das ich es nicht nachvollziehen kann, auch weil ich selbst noch keine lange Reise gemacht habe), werde ich mir deine Seite wohl besonders genau ansehen in nächster Zeit, denn das was ich jetzt gelesen habe, spricht mir so dermaßen aus der Seele und ich hab leider nicht das Glück, wenigstens „Karrieretechnisch“ auf der sicheren Seite zu sein ( bin 23, fange hoffentlich im kommenden Jahr meine Ausbildung an). Ich denke dank deiner Artikel und Erfahrungen werde ich für meine zukünftige Reise viel mitnehmen !
    Danke für die Mühen ! Ehrlich !
    Liebe Grüße
    Selin

    • Antworten
      Martina
      31. Mai 2015 um 8:44

      Liebe Ute,
      ich lese seit längerem im Netz ALLES ;-) was mit Aussteigen zu tun hat. Vor allem Aussteigen OHNE Geld.
      Ich bin jetzt 51 und habe mich bis zu diesem Alter von Sachzwängen beherrschen lassen, auch, weil ich die Verantwortung für ein Kind hatte.
      Jetzt lebe ich mit 2 vierbeinigen Findelkindern und recherchiere einen Komplettausstieg. Noch bin ich gesundheitlich fit wie ein Turnschuh und habe eine Menge an Lebenserfahrung und auch Know-how anzubieten, allerdings nicht i. S. der gängigen „skills“.
      Ich hoffe, die für mich beste Variante zu finden, mich nicht weiter „modern“ versklaven zu lassen, noch mich selbst zu versklaven (Konsumterror).
      So bin ich auch an Deinen Blog gekommen. Die Einträge hier enden in 2014. Was ist aus Dir und Deinen Plänen geworden? Geht es Dir gut/besser ???
      Ich hoffe das sehr, Du bist eine mutige, kluge junge Frau.
      Ich wünsche Dir alles Liebe und grüße Dich ganz herzlich.
      Martina

      • Antworten
        Ute
        1. Juni 2015 um 13:01

        Hallo liebe Martina,
        vielen Dank für den Einblick in deine Situation. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es ab einem gewissen Alter möglicherweise nicht mehr ganz so einfach ist, sich von allem loszulösen. Allerdings bin ich mittlerweile der Meinung, dass man alles irgendwie schaffen kann, wenn man es wirklich will. Bei mir ist nun inzwischen ein Jahr rum und es geht mir nach wie vor blendend. Es könnte immer so weiter gehen, aber klar muss ich bald wieder an’s Geldverdienen denken. Aber das wird schon und ich werde berichten :) Wünsche dir alles Gute und drücke die Daumen, dass du dich nach und nach von dem loseisen kann, was dich stört.
        Viele Grüße!
        Ute

  • Antworten
    Valeria
    25. Mai 2014 um 14:07

    Top, wirklich toller Artikel!
    Ute, dass du weißt, was du NICHT machen willst, ist bereits ein guter Anfang. Nun geht es quasi ans Eingemachte und an das „Folgen der Leidenschaft“ bzw. dem Herzen.
    Du sagst „Job aufgeben… und dann?“
    Ja, dann kannst du (endlich) das machen, was du willst. Du sagst doch selber, dass das dein Traum ist – also sei mutig und habe Vertrauen. Sei im Fluss des Lebens… Aus meiner Erfahrung kann ich dir sagen, dass gerade in „Not“ die „besten“ bzw. gar die richtigen Ideen kommen. Folge diesen…
    Orientierung ist okay, aber das folgen eines Plans, hat bei mir auch nie geklappt. Immer kam etwas „dazwischen“. Das Leben halt. Und genau das ist das Leben: Das „dazwischen“.
    Du weißt nicht, was du machen sollst? Dann mache (erstmal) einfach nichts. Genau diese Freiheit hast du doch dann… Und wenn du Klarheit hast, dann mach das, was du willst. :)
    Ich zum Beispiel bin broke… Würde mit deinem Budget vermutlich ein Leben lang leben können und davon auch noch Freunde und Familie ernähren können, also mache dir weniger Gedanken. Finde du hast sehr gute Basics.
    Bin gespannt wohin es dich führt. Und wünsche dir Mut, Kraft, Gelassenheit, Vertrauen, offene Augen, ein offenes Herz, Gesundheit uvm.
    Alles Liebe!

    • Antworten
      Ute
      25. Mai 2014 um 14:51

      Hallo liebe Valeria,
      zurzeit habe ich noch keine klare Idee, aber irgendwo ist ja immer ein Anfang und eine Entscheidung wird gefällt werden müssen. Vielleicht ist es auch einfach ungewohnt, keine fixen und langfristigen Pläne mehr schmieden zu müssen.
      Du würdest mit 50 Tsd. Euro ein Leben lang mit deiner Familie leben können? Das klingt beneidenswert, aber irgendwie schwer vorstellbar. Allein die monatlichen Verpflichtungen (Versicherungen, Altersvorsorge etc.) kann man nur schwer runterschrauben und auch die allgemeinen Lebenshaltungskosten – selbst super low basic – sind gerade in Deutschland immer noch sehr hoch. Das Reisen ist natürlich ebenfalls teuer, weshalb es momentan schwer abzuschätzen ist, wie viel Geld ich pro Tag, pro Monat brauchen bzw. ausgeben werde. Es bleibt spannend!
      Dank dir für deine Ratschläge und die lieben Wünsche!!
      Dir auch alles Liebe,
      Ute

      • Antworten
        Valeria
        30. Mai 2014 um 8:48

        Ja, genau. Du schaffst das! Step by Step und ruhig Blut! :)
        Hmm ja okay, Versicherungen und Co habe ich nicht bedacht, weil ich das derzeit nicht zahle. Nichtsdestotrotz ist dein Budget ordentlich, aber ich weiß auch wie schnell „soviel“ Geld futsch sein kann…
        Das ist wirklich spannend, aber alles möglich – denke daran. Gerne, Danke und Liebe Grüße.
        Am Liebsten würde ich dich treffen und dich ein wenig beruhigen, falls Bedarf besteht.. Na, vllt. sieht man sich mal. Ciaoii

  • Antworten
    Nils
    31. Januar 2016 um 22:03

    Ich glaube 80 % der arbeitenden Bevölkerung würden das genauso gern machen wie Du. Einigen fehlt der Mut, anderen die Sicherheit und wieder anderen das Geld um einfach loszufahren. Bei mir ist es die dritte Option. Deshalb arbeite ich nebenbei an meinem neuen Standbein um genau wie Du einfach zu sagen: „Chef hier hast Du meine Kündigung und Du kannst mich mal“. Gut das habe ich schon des öfteren gemacht, aber es wurde von Stelle zu Stelle nicht besser, sonder der Drang zum selbstständig sein und Reisen wird immer stärker. Mein großes Ziel ist es ab 2018 soweit zu sein und unser erstes Ziel ist es für ein halbes Jahr Australien und Neuseeland zu bereisen. Danach schauen wir mal weiter. Danach wird sich das mit dem Reisen ein bisschen einschränken, da die große in die Schule kommt. Ich bin gespannt was noch kommt.

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