Nun reise ich schon über viele Jahre alleine, schreibe darüber, lese an anderen Stellen etwas über die Erfahrungen anderer, aber es gibt dabei ein Thema, über das nie gesprochen oder geschrieben wird: Die zwischenmenschlichen, intimen Beziehungen auf Reisen! 

Wer alleine in der weiten Welt unterwegs ist, kommt unweigerlich mit anderen Menschen und Kulturen in Kontakt. Man trifft auf Mitreisende und Einheimische, tauscht sich aus, verbringt Zeit miteinander und vielleicht verliebt man sich auf kurz oder lang an einem fremden Ort in einen fremden Menschen. Und hier beginnt ein großes Abenteuer mit unbekanntem Ausgang.

War es nur ein Urlaubsflirt oder die große Liebe? Hat sich nur ein ungewöhnlicher One-Night-Stand ergeben oder hat sich die anfängliche Begegnung zu einer Fernbeziehung entwickelt? Vielleicht bist du auch an einen bestimmten Ort gereist, um dich mit einem bestimmten Menschen zu treffen, den du kennenlernen wolltest?

Leidenschaft auf Reisen - Buch - Reiseblog Bravebird

Liebe, Sex & Leidenschaft – Existenziell und doch tabu

Es betrifft eigentlich jeden Menschen und jeder hat seine ganz persönlichen Erfahrungen gemacht – und trotzdem wird nicht oder nur unter vorgehaltener Hand darüber gesprochen. Gerade als Frau wird man schnell in die Schlampen-Schublade gesteckt, wenn sie über die eine oder andere Erfahrung spricht. Dabei geht es noch nicht einmal um außergewöhnliche Extrem-Erfahrungen, sondern einfach um Momente und Ereignisse, die passieren und rückblickend oft als besonderes Erlebnis im Gedächtnis zurückbleiben. Allerdings sind es meist Erlebnisse, die man nicht teilen kann, obwohl sie vielleicht so besonders waren, dass man sie am liebsten mit allen teilen würde.

Je mehr ich mich mit der heutigen Gesellschaft beschäftige, umso mehr fällt mir auf, wie wenig Leidenschaft und Lebendigkeit im Zwischenmenschlichen bei uns herrscht. Die meisten sitzen den ganzen Tag stur vor ihrem Computer, liegen abends gestresst auf der Couch und freuen sich auf ihren Urlaub, in dem sie dann wiederum auch nur die Leidenschaft anderer in fremden Ländern bewundern, die ihre Zeit ungezwungen und Salsa tanzend verbringen. Bei uns ist vieles unglaublich steif und seitdem man Partner durch einen Wisch mit dem Handy kennenlernen kann, erlebt man auch hier nur selten eine gewisse Kreativität.

Leidenschaft im Gepäck - Sex auf Reisen - Reiseblog BravebirdDiese Passion möchte ich gerne mit meinem neuen Projekt in die heimischen Wohnzimmer, gepackten Koffer und Rucksäcke zur Inspiration zurückholen:

Ein Buch mit leidenschaftlichen Geschichten

Nun weiß ich natürlich, was sich auf meinen eigenen Reisen bisher so ereignet hat (oder eben nicht), aber ich habe keinen blassen Schimmer, was andere auf ihren Reisen allein in der weiten Welt erleben – und ich möchte es wahnsinnig gerne wissen und andere sicher auch! Daher möchte ich gerne ein Buch mit authentischen, anonymen Kurzgeschichten von Alleinreisenden schreiben und damit eine Perspektive schaffen, was auf einer Alleinreise in Sachen Liebe passieren könnte. Und hierfür brauche ich eure Stories!

Lernt ihr häufig Männer oder Frauen auf euren Reisen kennen? Habt ihr euch schonmal unsterblich auf einer Reise in einen Mitreisenden oder Einheimischen verliebt? Wenn ja, wie war das? Habt ihr auf einer Reise mal etwas Verrücktes oder Außergewöhnliches gemacht, was ihr eigentlich nie für möglich gehalten hättet? Oder seid ihr vielleicht sogar mal an einen bestimmten Ort gereist, um dort Sex zu haben? Habt ihr euch irgendwo verliebt und seid heute fest zusammen?

Ähnlich wie bei meinen Rucksäcken soll dies wieder ein Community-Projekt werden, d. h. LeserInnen können aktiv an diesem Projekt mitwirken. Wenn du also eine ungewöhnliche Story hast, kann sie in einem ebenso ungewöhnlichen Buch verewigt werden, ohne dass jemand je erfährt, dass sie von dir ist. Da ich keine Vorstellung davon habe, wie viele Erfahrungsberichte ich erhalte, wird das Buch zwischen 10 bis 40 Kurzgeschichten umfassen. Die Kosten für Design, Lektorat und Druck werde ich wahrscheinlich per Crowdfunding realisieren, so dass es noch vor Weihnachten fertig sein müsste.

Passion stories auf Reisen - Reiseblog Bravebird

Jetzt bist du dran! Wie du mitmachen kannst:

Ich bin so wahnsinnig gespannt und würde mich sehr freuen, wenn du deine Secret Story mit mir und allen anderen Interessierten teilst! Wirf dabei deine Scheu oder Scham beiseite und beschreibe dein Erlebnis so detailliert wie möglich.

  1. Schreibe deine Erfahrung auf! Einfach ein Word-, Pages- oder anderes Schreibprogramm öffnen und die persönliche Geschichte runter schreiben. Hierbei ist neben dem Erlebnis selbst interessant: Reiseland, Orte, Alter von beiden, deine Gefühlswelt und weitere Details, damit ich die Story möglichst realitätsnah wiedergeben kann – umso ausführlicher, desto besser! Du kannst so intim werden, wie du möchtest. Ganz wichtig: Mir geht es nur um den Inhalt, du brauchst hier weder eine perfekte Rechtschreibung oder Grammatik noch einen super Schreibstil berücksichtigen. Die Datei dann abspeichern und mir per Email übermitteln. Wenn du dir nicht viel Arbeit machen möchtest, kannst du deine Erfahrung auch nur in ein paar Sätze zusammenfassen und mir übersenden. Ich schreibe dir dann, ob ich gerne mehr erfahren würde.
  2. Erzähl‘ mir deine Geschichte via Tonaufnahme! Handy vor sich auf den Tisch legen, die App Sprachmemos öffnen, auf Start drücken und loslegen. Es wäre mir ehrlich gesagt fast die liebste Variante, da ich hier noch mehr über die Gefühlswelt erfahre. Also erzähle so ausführlich wie möglich, damit ich die Geschichte authentisch in Worte fassen kann. Es ist kein Problem, wenn du dich hierbei versprichst oder verhaspelst, also einfach erzählen ohne Rücksicht auf Verluste. Dann die Datei abspeichern und mir easy per Email zuschicken. Sollte die Datei zu groß geworden sein, kannst du sie einfach per wetransfer versenden.
  3. Tagebucheinträge abfotografieren! Solltest du deine Erfahrungen während oder nach deiner Reise aufgeschrieben haben, kannst du diese Seiten einfach mit dem Handy abfotografieren und mir die Bilder als jpg oder pdf per Email übermitteln. Sollten Inhalte darin enthalten sein, die dir z. B. zu intim sind, kannst du vor dem Abfotografieren einfach ein Stück Papier auf den Bereich legen. Solltest du deine Geschichte lieber per Hand aufschreiben als mit dem Laptop, kannst du die Seiten natürlich genauso abfotografieren oder einscannen und per Mail verschicken.

Liebe und Leidenschaft auf Reisen - Buchprojekt - Reiseblog BravebirdPrivatsphäre: Das Wichtigste an deiner Geschichte ist für mich, dass sie real und 100% authentisch ist. Ich brauche daher nicht unbedingt deinen Namen oder andere Daten von dir. Auch, wenn ich dir absolute Privatsphäre und Vertraulichkeit versichere, kannst du mir deine Story anonym schicken. Wenn du hierfür extra eine Email-Adresse einrichten solltest, stelle bitte sicher, dass du unter dieser Adresse für eventuelle Rückfragen noch ein paar Wochen lang erreichbar bist.

Einsendeschluss: Je schneller du mir deine Geschichte schickst, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Teil des Buches wird und umso schneller kann ich das Crowdfunding-Projekt starten.

Ich bin unglaublich gespannt! ♥

 

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18 Kommentare

  1. Liebe Ute, mir sind da einige Dinge noch nicht so ganz klar. Bei welchem Verlag möchtest du veröffentlichen? Gibt es da schon Gespräche? Oder ev. sogar Eigenverlag? Welche Auflage ist angedacht? Gibt es für die Menschen, die dich mit Content beliefern, irgendeine Gegenleistung dafür, dass sie private bis intime Inhalte für ein Buch zur Verfügung stellen, dessen Herausgeberin vermutlich du bist?

    1. Hallo Regina,
      vielen Dank für deine Rückmeldung. Zu deinen Fragen:

      – Ich werde das Buch zunächst selbst verlegen, später wahrscheinlich über Amazon. Über Titel, Auflage & Co. kann ich mir erst Gedanken machen, wenn die Inhalte und das Interesse klar sind. Das ergibt sich in den nächsten Wochen, wenn ich das Crowdfunding-Projekt realisiere.
      – Eine Gegenleistung kann ich leider nicht bieten. Ich verwende hier lediglich die Inspiration und beschriebene Situation – den künstlerischen Autoren-Beitrag leiste ich.

      Was ich immerhin anbieten kann, ist die Tatsache, dass man seine außergewöhnliche Geschichte in einem Buch veröffentlichen kann, die wahrscheinlich sonst nie jemand erfahren wird. Natürlich könnte ich mir auch einfach Geschichten selbst ausdenken, aber mir geht es ja darum, dass man sich an realen Situationen orientieren kann und dafür brauche ich die Hilfe anderer. Ich hoffe, das beantwortet alles soweit.

      Viele Grüße, Ute

  2. Danke, Ute, das beantwortet meine Fragen voll und ganz. Ich bin mir sicher, du findest viele interessierte Teilnehmer, die ihre Geschichte gerne erzählen und dir zur Verfügung stellen.
    Ich für meinen Teil bin der konservativen Meinung, dass Liebes- oder Sexerlebnisse auf Reisen – so wie im normalen Alltag – genau zwei Menschen etwas angehen. Vielleicht liegt darin auch der Grund, warum kaum oder, wie du schreibst, nur hinter vorgehaltener Hand darüber gesprochen wird. Dein Projekt finde ich übrigens einen sehr interessanten Ansatz vor dem Hintergrund deines Artikels „Sorry, das ist privat!“, den du hier auf dem Blog mal veröffentlicht hast. Alles Gute!

    1. Freut mich zu lesen, dass du meine Artikel aufmerksam liest und somit meinen immer kostenfreien Content und Service in Anspruch nimmst. Ich bin allerdings etwas irritiert, dass du diese Fragen stellst, wenn du ohnehin nicht teilgenommen hättest.

      Zum Thema Privatsphäre: Es ist etwas völlig anderes (man könnte sogar sagen völlig gegensätzlich), ob ich als öffentliche Person über meine persönlichen, privaten Erlebnisse auf meinem eigenen Blog berichte oder ob man anonym in einem Buch gemeinsam mit anderen seine Erfahrungen schildert! Genau deshalb biete ich diesen Weg an.

  3. Liebe Ute, ich bin mir sicher, die Fragen, die ich gestellt habe, sind auch für andere Leserinnen und Leser von Interesse. Immerhin hast du in den Kommentaren dadurch die Möglichkeit, Missverständnissen vorzubeuen und Teilnehmer/-innen, die noch am Überlegen sind, zu überzeugen.

    Eine intime Geschichte zu erzählen bedeutet sehr, sehr oft – nicht immer – ein Stück seiner Gefühle, seines Herzens, seiner Seele an andere Menschen weiterzugeben und zwar egal, ob man nun eine öffentliche Person oder eine Privatperson ist. Egal ob man es einem Freund/einer Freundin erzählt, einer breiteren Leserschaft auf einem Blog oder anonymisiert von dir in einem Buch erzählen lässt. Wie schon weiter oben geschrieben, wird es gewiss viele Menschen geben, für die es aufregend ist, ihr intimes/privates Erlebnis, ihr Stück Gefühl/Herz/Seele von dir überarbeitet in einem Buch wiederzufinden. Sex sells. Nochmals alles Gute für das Projekt!

  4. Nachtrag: Als ausgebildete Journalistin und Autorin kann ich dir den Eigenverlag empfehlen: Ist zwar mit einem gewissen Aufwand verbunden, vor allem in der Distribution, aber die Wertschöpfung ist hier sicher am höchsten. Und die Urheberrechte bleiben auch bei dir.

    1. Liebe Regina,
      ich möchte deine Kritik – die man bei solch einem Thema einkalkulieren muss – nicht bewerten, zumal ich das eigentliche Bedürfnis dahinter zu kennen glaube. Es frustriert mich dennoch, dass ein positiv orientiertes Projekt mit einem banalen „Sex sells“ belegt wird, denn wie du sicher weißt, wird man von einem Buch nicht reich, sondern kann in den meisten Fällen froh sein, wenn man seine Leistung und Kosten für den intensiven Aufwand einigermaßen ausgeglichen bekommt. Es geht doch hier um etwas anderes: Wie wird denn Liebe und Sex heute insbesondere durch die Medien geprägt? Da gibt es fantasie-basierte Romane wie Fifty Shades, Filme à la Rosamunde Pilcher oder im erotischen Bereich Pornos, an denen sich viele Menschen orientieren und es für die heutige Realität halten – obwohl vieles davon sogar frauenverachtend ist. Mein Ansatz ist daher, realistische Geschichten zu präsentieren, die das wahre Leben und die Bedürfnisse von Frauen widerspiegeln. Zudem helfen diese Zeilen im Buch bestimmt vielen Frauen dabei, sicherer im Umgang mit Männern auf ihrer Alleinreise zu werden. Übrigens ist es für viele Menschen etwas wahnsinnig Schönes, ein „Stück ihres Herzens“ mit anderen zu teilen. Was wären wir ohne die Inspiration durch andere, die ihre Lebenswege schildern? Ich habe ehrlich gesagt zunehmend Schwierigkeiten mit Diskussionen auf einem negativ basierten Hintergrund, denn sie ersticken alles Neue, Frische und Andere. Daher bitte ich dich zu respektieren, dass ich die Diskussion hiermit als abgeschlossen betrachte. Alles Gute auch für dich!

  5. Es gab immerhin mal vor bereits einigen Jahrzehnten das Buch „Die sexuellen Phantasien der Frau“ von Nancy Friday. Sie hatte dazu genau wie Ute um anonyme Meldungen gebeten und jede Menge bekommen. Und sehr, sehr viele (Männer wie Frauen) haben das Buch dann gelesen, ich auch. Und es war sehr interessant. Ich befürchte zwar auch, dass viele so wie Regina reagieren (absolut wertfrei gemeint) und drücke Ute die Daumen, dass sich doch einige für das Projekt begeistern werden. Ich finde es auf jeden Fall interessant.

    1. Liebe Andrea,
      vielen Dank für deinen Kommentar und den Buch-Hinweis! Wenn man andere Wege als die der Masse gehen möchte, wird man immer auf Kritik stoßen. Ich habe heute ein schönes Sprichwort gelesen »Die Normalität ist eine gepflasterte Straße – man kann gut darauf gehen, aber es wachsen keine Blumen darauf!« – ich möchte gerne mehr Blumen sehen.
      Viele Grüße, Ute

  6. Leider habe ich nichts beizusteuern, weil ich meine Erlebnisse lieber für mich behalte. Einige deiner Ideen zur Übermittlung der Story-Ideen finde ich allerdings echt originell. Deshalb hier von mir Dank und Anerkennung für diese Inspirationen, verbunden mit dem Wunsch für viel Erfolg und mehr Gelassenheit im Umgang mit konstruktiver Kritik.

    1. Lieber Toaster,
      vielen Dank für die guten Wünsche. Konstruktive Kritik auf Augenhöhe und das Formulieren von möglichen Lösungen ohne Polemik würde ich mir auch sehr wünschen, passiert jedoch erfahrungsgemäß extrem selten. Gruß

    1. Hallo Dirk,
      vielen Dank für deinen Link! Ich freue mich sehr, dass mir auch einige Männer ihre Geschichten geschickt haben, wobei sie irgendwie sehr anders sind als die der Frauen – aber das macht es ja gerade so spannend!
      Viele Grüße und bis bald
      Ute

  7. Hi!
    Ich bin gespannt was Du für Rückmeldungen erhältst. Vermutlich gibt es auf Reisen genau die gleiche Bandbreite an zwischenmenschlichen und intimen Beziehungen wie im Alltag auch. Mir ist noch nicht so ganz klar, ob Du mit dem Projekt auf etwas bestimmtes hinaus willst.

    Ich als stark introvertierter Charakter werde mich auf Reisen genauso schwer tun mit dem anderen Geschlecht wie zuhause während ein extrovertierter Extremsportler vermutlich permanent umlagert und umgarnt wird. Wir können ja nicht aus unserer Haut heraus.

    Leidenschaftlicher Sex wäre in meinen Augen der uninteressanteste Aspekt deines Projekts, aber vielleicht fehlt mir da auch die Phantasie. Ich glaube jedoch dass es dabei keine Rolle spielt ob man sich in einer Bambushütte auf Mauritius befindet oder im heimischen Bett. In diesem Moment sollten Leidenschaft und Zweisamkeit den höchsten Stellenwert einnehmen und der Ort des Geshehens egal sein.

    Es gibt aber durchaus Dinge, die mich interessieren würden.
    1. Würde man sich in eine Urlaubsbekanntschaft auch verlieben, wenn man der Person zuhause in der Stammkneipe begegnen würde? Oder haben wir auf Reisen andere Filter, vielleicht sogar andere Interessen?
    2. Gibt uns das Reisen eventuell eine Art Schutz durch Anonymität, wie es z.B. auch bei der Partnersuche im Internet der Fall ist? Nutzen wir das ebenfalls aus um uns anders darzustellen als wir sind um jemanden zu erobern? Wir können ja gegebenenfalls ganz schnell und ohne unsere wahre Identität zu hinterlassen wieder aus dem Leben des anderen verschwinden.
    3. Haben wir auf Reisen eine positivere Grundeinstellung und sind wir offener für Bekanntschaften, weil der Alltagstrott so fern ist und weil man ein anderes Zeitgefühl hat?

    Grundsätzlich denke ich schon, dass Reisen schon eine sehr gute Möglichkeit ist Menschen kennenzulernen und sich dabei auch auf leidenschaftliche und intensive Beziehungen einzulassen. Man trifft einfach viel mehr Menschen als wenn man nur zwischen Arbeit und Stammkneipe verkehrt und man hat mit dem gewählten Reiseland, der Kultur sofort Anknüpfungspunkte und gemeinsame Interessen über die man sich austauschen kann. Dafür ist vielleicht manchmal der Zeithorizont für ein „sich näher kommen“ zu kurz, weil man eine andere Reiseroute hat.

    Ich würde gerne eine passende Geschichte zu deinem Projekt beitragen, aber leider kann ich bisher auf Grund meiner introvertierten Art nur von Begegnungen berichten, die nicht zur großen Liebe und nicht zum leidenschaftlichen Urlaubsflirt geworden sind.

    Viel Erfolg für dein Projekt!
    Hans-Jörg

    1. Lieber Hans-Jörg,
      Ziel des Buches ist in erster Linie Aufklärung und Inspiration. Es gibt zum Beispiel viele introvertierte Menschen und doch kann etwas Emotionales oder Intimes irgendwo passieren, da man sich gerade auf Reisen oft viel schneller viel näher kommt als im Alltag zu Hause. Zudem gibt es viele, die noch nie gereist sind und überhaupt nicht wissen, was diesbezüglich überhaupt passieren könnte. Die meisten Begegnungen haben kein Happy End, aber sie bleiben einem ganz besonders im Gedächtnis. Man kann über alle Facetten des Alleinreisens lesen, aber nicht über die zwischenmenschlichen Begegnungen und Gefühle – die eigentlich gerade so besonders und wichtig sind. Ob deine Fragen anhand der Kurzgeschichten geklärt werden können, musst du dann selbst herausfinden :) Ansonsten freue ich mich über Feedback.
      Viele Grüße und Danke für deine Einblicke
      Ute

  8. Liebe Ute,

    ich wünsche Dir ganz viel Erfolg für dieses inspirierende Projekt und finde es klasse, dass Du Leidenschaft auf Reisen thematisiert.
    Für mich, bedeutet Leidenschaft einfach so viel mehr als „Sex sells“, denn ich finde gerade im westlichen Alltag haben wir nach meiner Beobachtung das zwischenmenschliche Umgarnen/Flirten (wie auch immer man das nennen mag) total verlernt.
    Gerade Frauen empfinden, so glaube ich, Leidenschaft auch ganz anders als Männer.
    Besonders spannend finde ich den künstlerischen Aspekt. Wenn ich es richtig verstehe, dann wirst Du Dich ja in die Situation hineinversetzen, diese beschreiben und Charaktere ausschmücken, um daraus eine spannende Kurzgeschichte zu erschaffen. Eine Aufgabe, die sicherlich recht gewagt ist, bei Gelingen aber Dein Können als Schreiberin zum Ausdruck bringen wird.

    Chapeau und viel Freude beim kreativen Prozess wünscht Dir
    Sonja

    P.S.: Wird es auch (anonyme) Geschichten von Dir geben? ;)

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