Nach der Nacht in meinem sauberen, etwas muffigem MountView Hotel und einem einfachen Frühstück fuhr ich mit dem Tuktuk zur Railway Station in Nanu Oya. Um 9.30 Uhr würde mein Zug nach Kandy gehen. Hoffentlich würde es bald wieder wärmer werden, denn hier war es schon ganz schön kühl.

Der kleine Mann vom Misty Hills hatte mir zwar eine Fahrkarte für den 1. Klasse Observation Saloon besorgt, nur leider kein Fensterplatz. Inzwischen habe ich festgestellt, dass die Sitzplätze hier für die ganze Fahrt nur 1x vergeben werden, d.h. wenn jemand zum Beispiel nur 2 Stationen fährt und die Tickets für die Frontsitze gekauft hat, bleiben diese über den Rest der ganzen Fahrt unbesetzt. Wirtschaftlich gesehen ein wenig unklug, aber gut für mich, denn so konnte ich mir den besten Platz vorne am Fenster für über eine Stunde lang sichern. Auch bei dieser Fahrt tauchten wieder tolle Landschaften auf inklusive Nebel, Sonne und Regen.

Der Zug fuhr nicht direkt nach Kandy, woduch ich in Peredeniya Junction ca. 6 km vor Kandy noch einmal umsteigen musste. Mittags am Bahnhof Kandy angekommen, stellte sich meine Hotelbuchung als ungünstig heraus. Mein Elegant Hotel lag relativ weit entfernt (von allem) und hätte hohe Fahrtkosten erfordert. Daher entschied ich mich kurzerhand für eine Unterkunft hier im Center. Mein Tuktuk-Fahrer kannte einige private Unterkünfte und brachte mich im 2. Anlauf dann auch zu einem äußerst schönen Haus auf einem Berg in der Nähe des Sees. Kostenpunkt 19 Euro pro Nacht.

Der Ausblick erinnert ein wenig an Frankreich oder Italien. Auch die Temperaturen sind hier angenehm bei ca. 24°C. Bis ins Zentrum sind es gerade mal 15 Minuten am See entlang, an dem sich auch die Hauptsehenswürdigkeit, der Zahntempel befindet. Dieser beherbergt den Zahn Buddhas und ist Pilgerstätte und Kloster zugleich.

Der Ort selbst ist nicht besonders schön, bestückt mit unzähligen Schmuckgeschäften  und lädt nicht unbedingt zum Bummeln ein. Auf einer der größeren Straßen namens Sri Dalada Veediya habe ich immerhin ein ganz nett aussehendes Restaurant namens Whitehouse und einen Supermarkt gefunden.

Nun bleibt abzuwarten, wie schön Kandy bei der morgigen Tour mit meinem Tuktuk-Fahrer wirklich ist.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*