Als ich vor drei Jahren meine Wohnung aufgab, um für längere Zeit auf Reisen zu gehen, wollte ich mir ein mobiles Heim zulegen, um im Falle eines Falles immer ein Dach über dem Kopf zu haben. Und da ich seit vielen Jahren ausschließlich ältere Autos fahre, sollte der neue Camper ebenfalls älteren Datums sein.

Ein befreundeter Oldtimer-Sammler half mir dabei, einen geeigneten Camper für mich ausfindig zu machen und kurze Zeit später saß ich schon in meinem neuen Gefährt, um für 10 Wochen durch Nordeuropa zu reisen. In den Folgejahren unternahm ich zwei weitere Trips durch Nord- und Mitteleuropa (Übersicht) und inzwischen hat es sich zu meiner liebsten Art zu reisen entwickelt. Man ist vollkommen unabhängig und kann jeden Tag frei entscheiden: Bleiben oder Weiterfahren.

Mit dem Wohnmobil in Island
Eine ganz besondere Reise: Mit dem eigenen Camper auf der Ringstraße Island umrunden!

Mittlerweile gibt es immer mehr Menschen, die sich für das ‚Vanlife‘ entscheiden und das nicht nur für ein paar Wochen, sondern gleich für längere Zeit. Sie leben und reisen darin und viele arbeiten währenddessen online via Laptop. Für viele ein Traum, allerdings birgt das Langzeitreisen auch diverse Nachteile (zumindest allein). Es fehlen die guten sozialen Kontakte und die ständige Suche nach WLAN ist auf lange Sicht nervig. Des Weiteren – und das mag sich komisch anhören – ist das Unterwegssein mit einem Camper für mich so besonders, dass ich diese Art zu reisen nicht verschleißen und zu sehr zum Alltag werden lassen möchte.

 

Das Innenleben des T3 Dehlers

Diese T3 Sonderausgabe »Dehler Profi« wurde in den 80er Jahren für den modernen Geschäftsreisenden entwickelt. Mit 112 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h ist man schnell unterwegs und verfügt im Grunde auf ca. 9 qm über eine kleine, komplett eingerichtete Wohnung mit Küche, Bad, Schlafzimmer mit TV. Zugleich ein schöner Steuer-Trick, denn dieses Auto kann als Bürofahrzeug als Sonder-Kfz abgesetzt werden.

Inneneinrichtung VW BusDie Firma Dehler war ursprünglich Hersteller von Yachten und hat sich bei den T2, T3 und T4 mit einem Innenausbau, der sich insbesondere durch glasfaserverstärkten Kunststoff auszeichnet, als Sondermodell ausgetobt. Dieser Wagen hier ist Baujahr 1989, verbraucht als Benziner etwa 13 Liter/100 km und ist mit momentan 63.000 km in einem seltenen, sehr guten Original-Zustand.

Einrichtung VW T3 Bus - Dehler EditionDiese T3-Variante gilt heute als eher außergewöhnlich, allerdings ist manches nicht so praktisch wie z. B. im Westfalia Joker oder California. So ist dieser Wagen hier trotz Hochdach eigentlich nur für 2 Personen ausgelegt, die Nutzung der Dusche ist bei Teppichfußboden nicht zu empfehlen, das Kochfeld ist klein und der Stauraum fällt geringer aus als bei den anderen Modellen.

Einrichtung des VW T3 DehlersBesonders für eine Person finde ich diesen T3 geradezu perfekt, denn ich kann mich darin in Stehhöhe aufhalten und da ich ohnehin nicht viel Platz benötige, ist der zur Verfügung stehende Platz völlig ausreichend. Manche Dehler-Besitzer, die zu zweit oder zu dritt mit Kind unterwegs sind, bauen sich die Dusche und das Kochfeld aus und nutzen diese Bereiche als weiteren Stauraum.

 

Ausstattung für die Reise

Stauraum und Aufbewahrung

Bedingt durch die wenigen Fächer im Wagen musste ich Alternativen für die Verstauung meiner Sachen finden. Ich verwende hier 8 große und 4 flache Boxen von Ikea, die perfekt in den Kofferraum passen und das Sichtfeld im Rückspiegel nicht beeinträchtigen:

Camping-Idylle in Kroatien mit dem VW Bus T3
Schattige Idylle in Kroatien
  • 8x Groß (22 Liter): (1-4) Kleidung, (5) Lebensmittel, (6) Kochutensilien wie Töpfe, Geschirr, Besteck, Gläser, (7) Handtücher, (8) Behälter für Schmutzwäsche
  • 4x Flach (11 Liter): (1) Kosmetik und Hygiene-Artikel, (2) Utilities wie Bürste, Müllbeutel, Flaschenöffner, Taschenmesser etc., (3) Zeitschriften, Bücher, Reiseführer, Stifte, (4) Waschmittel, Spüli, Schwämme, Reinigungsmittel

Wenn ich die Rückbank zum Schlafen nach unten lege, stelle ich die Boxen einfach in zwei Türmen in den Mittelteil des Wagens. Des Weiteren habe ich noch zwei weitere, robuste Boxen mit Deckel: In einer verstaue ich mein Kamera-Equipment (mit Inlet), in einem weiteren alle Kabel, die ich draußen verwende und gerne mal schmutzig oder noch feucht sind.

Stromversorgung

Nach 20 bereisten Ländern in Europa kann ich sagen: Jeder Campingplatz ist anders. Manchmal braucht man nur das Starkstrom-Kabel, an anderer Stelle braucht man einen Adapter, teilweise benötigt man ein Verlängerungskabel und damit auch wieder einen weiteren Adapter, weshalb ich immer folgende Kabel dabei habe:

Stromkabel Camping Bus Wohnmobil Reiseblog BravebirdNeben der (1) Mehrfachsteckdose im Auto noch 4 weitere Kabel: (2) 10 m Starkstromkabel, (3) Verlängerungskabel, (4+5) Adapter Starkstrom auf 230 V und umgekehrt. Achtung: Alle vier Kabel müssen für den Außenbereich verwendbar sein. Zusätzlich sollte man einen Lappen und ein Handtuch für die Kabel haben, da man sie vor der Weiterreise meist reinigen oder abtrocknen muss.

Kochen unterwegs

Eigentlich könnte ich mit meinen beiden Gasflammen und einer Spüle im Bus kochen, allerdings möchte ich keine Geruchsbildung oder ähnliches im Auto haben, weshalb ich auf mobile Alternativen zurückgreife. Da ich nicht viel brauche, reduziert sich mein Equipment neben den Basics aus der Küche wie Besteck, Teller etc. auf verhältnismäßig wenige Teile:

Equipment zum Kochen beim Camping(1) Gasflasche, (2) Gasbrenner, (3) Herdplatte, (4) Topfset mit Kanne, (5) Windschutz für Gaskocher, (6) Lieblingstasse, (7) Faltbares Nudelsieb, (8) Faltbare Spülschüssel

Ein sehr cooles und stylishes Kochbuch ist das »The Great Outdoors« mit 120 Rauszeit-Rezepten!

Sonstige nützliche Helfer unterwegs

Zusätzlich zur Stromversorgung und den Koch-Utensilien wird man auf der Reise noch einige weitere Dinge brauchen. Hierzu gehören insbesondere eine Outdoor-Lampe, ein Heizlüfter bzw. Ventilator (je nach Jahreszeit bzw. Land), eine Wäscheleine und Fußmatten, um Schmutz und Feuchtigkeit draußen zu lassen. Stylishe Decken für den Roadtrip gibt es im Wildhood Store.

Camping Nützliches für unterwegs Reiseblog Bravebird(1) Hängematte, (2) Kabelloser Lautsprecher (3) Retro Camping-Laterne, (4) 0,5 Liter Thermoskanne, (5) Heizlüfter-/Ventilator-Kombination, (6) Sonnenschutz Windschutzscheibe, (7) Wäscheleine, (8) Fußmatten, (9) Pinkelhilfe für Frauen, (10) Auto-Feuerlöscher

Sonnen- und Regenschutz

Für viele ist eine Markise das absolute Muss. Da ich allerdings keinen festen Aufbau am Wagen haben möchte und die mobilen Varianten alle nicht so richtig funktioniert haben, verzichte ich mittlerweile auf den Sonnenschutz und finde eigentlich immer irgendwo ein schönes Plätzchen im Schatten.

Equipment für den VW Bus T3
Der erste Roadtrip ging durch Südengland.

Mein Set auf der ersten Tour bestand aus einer Zeltplane, zwei Teleskopstangen, zwei Saugnäpfen und einem Seil.

Navigation in Europa

Von A nach B komme ich per Handy-App von Google Maps. Mit einem Handytarif, bei dem 1 GB Datenvolumen im europäischen Ausland inklusive ist, komme ich auch im Ausland problemlos ins Internet. Alternativ gibt es die Offline-Kartenapp maps.me. Die laufende Navigation verbraucht viel Akku, weshalb das Handy meist per USB-Adapter über den Zigarettenanzünder angeschlossen ist.

Die Handyhalterung habe ich am liebsten direkt im vorderen Sichtfeld, mit Gel-Pad-Saugnapf einfach anzubringen bzw. abzunehmen. Zur Not nutze ich zum Aufladen auch das Laptop oder die GoPro-USB-Powerbank.

Sitzgelegenheiten

Bei der immensen Auswahl an Sitzgelegenheiten habe ich mich nach langem Probe-Sitzen und Testen für den Stuhl von Coleman entschieden. Er ist superbequem und lässt sich leicht verstauen. Als Tisch verwende ich einen kleinen Falttisch, den ich im Auto sitzend gleichzeitig auch zum Arbeiten mit dem Laptop verwenden kann.

Fotos und Videos während des Roadtrips

Viele dokumentieren ihre Reisen inzwischen und da gibt es so einige Möglichkeiten:

Kamera-Stativ für das Fenster im AutoFür die Spiegelreflexkamera oder klassische Videokamera gibt es eine Halterung, die man an der Scheibe befestigt. Würde ich allerdings nicht während der Fahrt empfehlen, zumal der Ton dabei leidet.

GoPro Halterung für das Auto mit SaugnapfDie beliebte GoPro kann man sicher und unkompliziert außen am Auto mit einer Saugnapfhalterung befestigen. Super für Timelapse-Videos.

Für das Handy verwende ich ein multifunktionales Gorilla-Pod-Stativ von Joby, das man unterwegs auch in vielen anderen Bereichen einsetzen kann.

Fahrrad und Zubehör

Während ich auf den ersten beiden Touren ein recht unpraktikables Longboard dabei hatte, bin ich auf ein gebrauchtes 60er Jahre Gazelle Klapprad umgestiegen. Mit einem Klick lässt es sich in zwei Teile teilen und kann so einfach im Mittelteil während der Fahrt oder nachts vor den Sitzen verstaut werden. Die neuen Klappräder sind meist noch besser zu verstauen, allerdings muss man dabei einen Wertverlust mit einkalkulieren, was bei den nostalgischen Fahrrädern nicht der Fall ist.

Zweiteiliges Vintage-Klapprad für die ReiseEin Fahrrad möchte ich nicht mehr missen, da man sich damit eher aufrafft, auch mal die Umgebung näher kennenzulernen. Alternativ kann man sein normales Fahrrad natürlich auf dem Gepäckträger namens „Paulchen“ transportieren. Als Zubehör habe ich ein Fahrradschloss dabei (meins ist das Abus 5805c) und eine mobile Tasche von Vaude, in der man Kamera, Geld, Schlüssel usw. schnell verstauen kann. Man kann sie einfach per Klettverschluss am Gepäckträger befestigen und die Halterung außen für eine Trinkflasche ist superpraktisch. Regencape und Schultergurt sind inklusive.

Sicherheit

An das Thema Diebstahl des Wagens möchte man nicht denken, aber mit einer Lenkradsperre kann man sich wenigstens ein wenig besser fühlen. Wenn ich in der Großstadt oder auf einem abgelegenen Parkplatz stehe, kommt daher eine Lenkradkralle zum Einsatz. Kostet nicht viel und schreckt hoffentlich ein wenig ab.

Reisen mit Hund

Einer der Gründe für den Kauf meines Campers damals war unter anderem, dass ich zu dem Zeitpunkt noch einen älteren Hund hatte, der allerdings zwei Wochen vor Abreise verstorben ist. Dann bin ich alleine los und es hat gerade mal ein Jahr gedauert, bis mir auf meiner Weltreise in Mexiko ein neuer Hund über den Weg gelaufen ist: Conchi!

Das Reisen mit Hund ist absolut bereichernd. Gegen Hundehaare und Schmutz (besonders bei Regen) helfen gute Decken, Matten und ein Schonbezug für den Beifahrersitz. An Tankstellen kann man den Wagen regelmäßig mit dem Staubsauger reinigen. Ansonsten habe ich in diesem Artikel alles über das Reisen mit Hund zusammengefasst.

Alleine on the road?

Im Laufe von 14 Jahren habe ich alle Alleinreise-Arten ausprobiert und empfinde das Unterwegssein mit dem Camper als die anspruchsvollste Variante aus mehreren Gründen: Es gibt so gut wie keine Gleichgesinnten, wodurch man eigentlich nur mit Paaren und Familien in Kontakt kommt, was jemandem – der nicht gerne Single ist – durchaus auf’s Gemüt schlagen kann. Zudem ist man auf Campingplätzen viel mit Senioren zusammen und wird auch gerne mal länger von anderen beobachtet, was nicht für jeden die Optimalvorstellung ist.

Campingplatz in Estland
Reisen und Arbeiten im T3 – hier in Estland

Ansonsten ist das Reisen mit einem Auto, in dem man gleichzeitig auch schlafen kann, einfach super. Man muss nicht nach einer geeigneten Unterkunft suchen oder aufwändig buchen, kann überall stehenbleiben oder sich auch mal kurzfristig für eine andere Richtung entscheiden, schläft in seinem eigenen Bett, kann mitten in der Natur übernachten und sich jeden Tag auf ein neues Abenteuer einlassen.

Soll ich besser einen T3 kaufen oder mieten?

Die Antwort hängt von vielen Faktoren ab, die man individuell für sich und seine Bedürfnisse abwägen muss:

Mieten: Dank Portalen wie PaulCamper und SHAREaCAMPER gibt es heute die Möglichkeit, sich einfach einen Camper oder Wohnwagen von einem privaten Wohnmobil-Besitzer zu mieten. Hierbei hat man den Vorteil, dass man nur noch die weiteren Kosten für die Reisezeit bezahlen muss (Miete, Sprit, Campingplatz) und nicht an mögliche Kosten für Reparaturen, Instandhaltung, TÜV, Steuer, Versicherung, Wertverlust durch Unfall, Kratzer usw. denken muss. Man weiß also im Vorfeld genau, was an Kosten auf einen zukommt.

Miet-Kalkulation am Beispiel einer 2-wöchigen Reise: Die meisten T3 kosten pro Tag zwischen 70-120 Euro, also für 2 Wochen wären das zum Beispiel etwa 1.200 Euro. Je nach Reiseziel und Fahrtkilometer kann man an Benzin/Diesel nochmals ein paar hundert Euro einrechnen sowie Camping- oder Stellplatzgebühr mit ca. 20 Euro pro Nacht (abhängig von Personenzahl, Strom, Haustier). Mit einigen Ausgaben für zusätzliches, eigenes Equipment, Reiseführer & Co. kann es sein, dass man am Ende um die 2.000 Euro an Reisekosten mit dem T3 für 2 Wochen bezahlt – Essen & Getränke noch nicht mit eingerechnet. Das sind etwa 150 Euro am Tag und für eine Person extrem teuer, für zwei Personen einigermaßen okay.

T3 Modelle Campingplatz
T3 und T5 in Norwegen

Kaufen: Wer heute einen T3 kaufen möchte, kann je nach Zustand und Modell zwischen 5.000 Euro und 30.000 Euro ausgeben. Hier ist dann die Frage, ob man einen möglichst originalen Wagen haben möchte oder einen, der vielleicht nur optisch ganz gut aussieht und fahrbereit ist. Bei beiden Varianten muss man sich der Tatsache bewusst sein, dass tagtäglich etwas repariert oder ausgetauscht werden könnte. Der T3 wurde zwischen 1979 und 1992 gebaut, die gängigsten Modelle sind ‚Joker‘, ‚Club-Joker‘ und ‚California‘ in unterschiedlichen Ausführungen mit festem Hoch- oder mobilem Hub- oder Aufstelldach. Zusätzlich gibt es noch verschiedene Sondermodelle wie Reimo, Dehler, Syncro (Allrad), Caravelle usw.

Kalkulation: Auch hier gibt es extreme Unterschiede, insbesondere bei Versicherung und Steuer und bei Diesel oder Benziner. Während mein ’89er T3 aktuell noch über 1.000 Euro im Jahr an Versicherung und Steuer kostet, wird er ab 2019 (Oldtimer mit H-Zulassung) nur noch etwa 400 Euro kosten. Zur Reduktion der aktuell hohen Kosten melde ich meinen Camper daher erst kurz vor der Reise an (Kosten ca. 14 Euro) und nach der Reise ab (ca. 7 Euro). Alternativ kann man über ein Saison-Kennzeichen (z. B. 04-10) nachdenken. Was an Reparaturen anfällt, ist nie absehbar. Wenn man neue Reifen braucht und wie ich z. B. kürzlich neue elektrische Fensterheber an Fahrer- und Beifahrerseite, sind 1.000 Euro schnell ausgegeben. Hinzu kommt noch das Unterstellen in einer möglichst trockenen Halle für ca. 30 Euro/Monat.

Endlose Weite in Island

Bei guter Pflege wird man mit einer deutlichen Wertsteigerung im Laufe der nächsten Jahre rechnen können, da der T3 gegenüber den aktuell beliebten und teilweise kostspieligen T2 und T1 innen mehr Platz bietet und sich wesentlich besser und komfortabler fahren lässt. Ich wollte meinen Wagen eigentlich verkaufen, musste allerdings durch die hohe Anzahl von Kaufinteressenten bei 25.900 Euro feststellen, dass ich mit diesem Preis zu günstig gelegen habe. Sogar Fachleute haben mir von dem Verkauf abgeraten, weil der T3 im Laufe der nächsten Jahre noch eine extreme Wertsteigerung erfahren soll. Daher habe ich mich entschlossen, diese Entwicklung noch mitzunehmen und den Wagen vorerst zu behalten.

Fazit – Kauf oder Miete eines T3: Wer mehr als nur ein paar Wochen im Jahr mit seinem VW-Bus verreisen möchte, sollte durchaus über einen Kauf nachdenken. Ob man sich einen eher normalen oder extrem gut erhaltenen T3 kauft, hängt wahrscheinlich in erster Linie vom zur Verfügung stehenden Budget ab. Bei einem relativ originalen Wagen mit zu erwartender, höherer Wertsteigerung lassen sich eventuelle Reparaturen und Instandhaltungs-Maßnahmen meiner Meinung nach besser verkraften. Wer sich unsicher beim Kauf eines bestimmten Wagens ist, kann den Verkäufer fragen, ob es für ihn okay ist, wenn man mit dem T3 zum Beispiel vor dem Kauf zu einer speziellen Werkstatt fährt, die den Wagen fachmännisch überprüft und einem bei der Entscheidung weiterhilft. Das Modell, die Farbe und ob Hub- oder festes Hochdach halte ich für weniger wichtig als den Zustand des Fahrzeuges. Wenn man nur vielleicht 2-3 Wochen im Jahr mit einem Camper verreisen möchte, ist man mit einer Miete wahrscheinlich besser bedient.

Viel Erfolg bei der Suche und viel Spaß auf Reisen!

 

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11 Kommentare

  1. Hej Ute!

    Manchmal beneide ich Dich um deinen Dehler Profi. Wirklich ein sehr schönes Fahrzeug und dazu noch top gepflegt und in einer tollen Farbe. Den würde ich an deiner Stelle auch nicht mehr hergeben :-)

    Ich fahre selber Bus, seit ich 18 bin und den Führerschein habe. Das hat am besten zu meiner Lebensphilosophie gepasst und wenn schon ein eigenes Fahrzeug, dann möglichst flexibel einsetzbar. Da ist der Dehler vermutlich kein „Profi“, weil er sich kaum als Umzugshelfer oder Möbeltransporter einsetzen lässt, bzw. vermutlich nur für 4 Personen zugelassen ist. Aber Kompromisse muss man immer irgendwo machen. Vom T2 bis zum T6 habe ich alle mal gehabt. Nur der T1 gehörte nie zu meinem Fuhrpark. War damals für das schlanke Budget eines Schülers zu teuer und inzwischen ist er als gefragter Oldtimer wieder zu teuer.

    Ich habe alle meine Busse heiß und innig geliebt, selbst wenn die ersten auf Grund der klammen Kasse rechte Rostlauben waren. Aber für tolle Erlebnisse hat es allemal gereicht. Die Fahrzeuge mit Heckmotor habe ich besonders gemocht. Sie hatten besonders gute Fahreigenschaften, waren aber dafür vom Stauraum etwas begrenzt. Der Umstieg auf den T4 mit Frontmotor ist mir schwer gefallen, aber letztendlich hat sich der T4 (vor allem die letzten Baujahre) meiner Meinung nach als ausgereiftester Transporter sehr bewährt. Hätte ich vor einigen Jahren geahnt, wie sich die Fahrzeugtechnologie weiter entwickelt, hätte ich damals meinen T4 behalten. Der hatte alles was ein gutes Auto benötigt, war sparsam und schnell.

    Ich finde deine Tipps alle sehr nachvollziehbar und hilfreich. Allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass man selber erst mal ein paar Jahre und Urlaube lang unterwegs gewesen sein muss um zu erkennen, welche speziellen Features einem wirklich wichtig sind. Ich habe auch schon einen T3 selber ausgebaut, was allerdings zeitaufwändig ist. Außerdem muss man sehr akkurat arbeiten um auch eine lange Freude am Fahrzeug zu haben. Das ist nicht jedermanns Sache und ich würde es heute auch nicht mehr machen. Für ein paar Wochen im Jahr lohnt sich der Aufwand nicht, für eine Weltreise vielleicht schon. Letztendlich lassen sich aber auch die Fahrzeuge von der Stange (California, etc.) noch in vielen Details verbessern und sehr einfach mit Teilen vom Zubehörhandel bestücken. Da kann man sich fast unbegrenzt austoben.

    Ich wünsche Dir jedenfalls noch viel Spaß und zahlreiche tolle Urlaube mit deinem T3.
    Allseits gute Fahrt und liebe Grüße
    Hans-Jörg

    1. Hallo Hans-Jörg,

      super, so viele Details mal von einem erfahrenen VW Bus Kenner zu hören! Und ich bin jetzt gespannt, wie es bei dem grünen T3 und mir weitergeht. Wünsche dir noch viel Spaß mit deiner Experimentierfreude und bis bald, Ute

  2. Danke für den Artikel. Ich habe seit einigen Wochen auch einen VW Bus, allerdings einen T5 und bin noch mit der Einrichtung und der Frage nach dem Schaffen von mehr Stauraum beschäftigt. Dein Artikel gibt mir Inspiration. Hast du irgendwelche Tipps für Mosiktoschutz?

    Herzliche Grüße
    Annika

    1. Hallo liebe Annika,
      freut mich, dass ich da etwas Inspiration verschaffen konnte. Ein Moskitonetz oder ähnliches habe ich bisher nicht benutzt, weil es nicht notwendig war. Also da kann ich dir leider nicht helfen, tut mir leid. Wünsche dir/euch eine tolle Reise mit dem Bus!!
      Liebe Grüße, Ute

  3. Tolle Tipps und vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Ich habe auch schon ein paar Mal mit dem Gedanken gespielt, mir einen zu kaufen! Mal sehen… Wir fahren jetzt erstmal zum Camping in Brixen :) Liebe Grüße, Laura

    1. Oh wie schön, liebe Laura – Südtirol! Bin leider nur kurz durchgefahren auf meiner letzten Reise, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Wünsche euch einen schönen Urlaub und viele Grüße, Ute

  4. Liebe Ute,

    klasse Artikel! Ich muss sagen, eurem T3 sieht man die Jahre noch gar nicht an. Wie zuverlässig war er auf der Strecke? Bin mal in einem T1 verreist, dort mussten wir einmal anschieben, damit der Motor wieder angesprungen ist ;)

    Liebe Grüße
    Oli

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