Südkorea

Seoul – Busan

Aus dem gestrigen Regen wurde heute Schnee… und das im April?! Höchste Zeit, abzureisen: von der größten in die zweitgrößte Stadt Südkoreas im Süden, Busan. 

Kurz vor eins kam ich an der Seoul Station an und erhielt am Schalter ein Ticket für den nächsten KTX-Zug, der schon um 13:30 Uhr starten sollte. Ich erfuhr übrigens, dass man für eine Fahrt am Wochenende das Ticket unbedingt vorher reservieren sollte. Das Ticket für die 2 1/2-stündige Fahrt kostete 53.300 WON (36 Euro).

Auch hier am Bahnhof war natürlich wieder alles übersichtlich und gut organisiert. Da die Endstation bei dieser Strecke Busan war, konnte ich schon mal definitiv nicht falsch aussteigen. Ich hatte gelesen, dass außerhalb von Seoul die Englisch-Kenntnisse der Koreaner rar sein sollen und war ab sofort auf alles vorbereitet…
 
Karte, Wegbeschreibung und Infos zu den möglichen Verkehrsmitteln ab Bahnhof Busan zu meinem Hostel hatte ich mir schon bereitgelegt. Ob das letzten Endes auch so funktionieren würde, wie ich mir das vorgestellt hatte, stand allerdings in den Sternen.

Landschaft und Städte während der Zugfahrt veränderten sich nicht wirklich: Felder und Gewächshäuser im Vordergrund, Berge im Hintergrund, dazwischen Häuser. Sonst winterlich kahle Wälder, wie wir sie auch in Deutschland haben.

Am Bahnhof Busan angekommen, entschied ich mich mit meinen über 20 kg Gepäck für das Taxi, das laut Information der Hostel-Webseite für etwa 45 Minuten Fahrt etwa 15.000 WON (10 Euro) kosten würde. Nachdem mir fünf Taxifahrer eine Absage erteilten, trottete ich zum Bahnhof zurück, um mich bei der Information nach Alternativen zu erkundigen. Eine 1/2 Stunde später saß ich in der Buslinie 139 Richtung Haeundae. Jetzt wurde es mit den Stationen schwierig, denn die wurden nur auf koreanisch durchgesagt. Gott sei Dank habe ich es trotzdem geschafft, am Haeundae Market auszusteigen.

Das Pobi Guest House liegt direkt gegenüber der Haltestelle und befindet sich in der Nähe des Haeundae Beachs. Der berühmteste Strand des Landes wird mir zwar bei dieser Jahreszeit keine Badefreude bereiten, aber hier befinden sich auch viele andere Sehenswürdigkeiten. 

Das einzig verfügbare Zimmer ist leider viel zu groß und daher auch mit etwa 45 Euro pro Nacht nicht günstig; aufgrund der sehr guten Bewertungen wollte ich jedoch kein anderes Hostel nehmen. Die erste Erkundung der Gegend am Abend belief sich aufgrund der sibirischen Kälte in Kombination mit unerträglichem Wind auf nur wenige Minuten. Irgendwie hatte ich insgeheim gehofft, dass es „im Süden“ etwas wärmer werden würde…

Ich habe noch keinen blassen Schimmer, was ich die nächsten zwei Tagen hier anstellen soll. Das Jinhae Cherry Blossom Festival kann ich mir jedenfalls in die Haare schmieren.

 

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