England Roadtrips

Südengland, ein Sommermärchen

Südengland Tour

England war nun die zweite Etappe meines Roadtrips mit einem VW Camper durch Nordeuropa. Nachdem die ersten Erfahrungen in der Eifel und an der belgischen Küste einen mittelschweren Kulturschock ausgelöst hatten, konnte es jetzt nur besser werden. So war ich froh, dem touristisch übervölkerten Küstenort Westende in Belgien entkommen zu können und bewegte mich nun Richtung Calais in Nordfrankreich. Hier wartete die Autofähre für die Überfahrt nach Dover auf mich…

Der Hafen von Dover in Südostengland ist von hohen, weißen Kreidefelsen umringt, wodurch England gleich seinen ersten Pluspunkt in puncto Natur bekam. Ursprünglich war mein Hauptziel Irland, wodurch England eigentlich nur einer zweitägigen Durchfahrt bis zur nächsten Fähre auf die irische Insel dienen sollte. Aber aus diesen zwei Tagen wurden ganze elf!

Nachdem ich den Hafen verlassen hatte, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, wenigstens einen kleinen Blick auf die Orte und Strände Südenglands zu werfen: Wunderschöne, alte Häuser mit üppigen, bunten Blumen in Gärten und Parks, blitzsaubere Strandpromenaden und flanierende Menschen, für die das Wort Hektik ein Fremdwort zu sein schien.

Cornwall England Südengland Strand Südengland Dörfer
Als dann noch im Radio ein überdurchschnittlich fröhlicher Moderator ankündigte, dass dies heute der heißeste Tag des Jahres sei, kam für einen kurzen Moment der Gedanke in mir hoch, ob das hier möglicherweise gerade eine neue Verfilmung der »Trueman Show« war, denn das schien mir doch alles irgendwie viel zu glatt. Keine Staus, keine Polizei, überall freundliche Menschen und selbst Hupen scheint hier ein verpöntes Medium zu sein, um andere zu ermahnen oder zurechtzuweisen.

Und dann diese wunderbaren Kreisverkehre, die einem vor dem ständigen Stop and Go der lästigen Ampelschaltungen bewahren. Nur fielen irgendwann die vielen auf dem Asphalt platt gefahrenen Silhouetten toter Kaninchen, Katzen und anderer, kleinerer Wildtiere auf, wodurch der Gedanke an den besagten Film langsam verblasste. Als ich dann in einer 40 m/h-Zone geblitzt wurde, war ich wieder im normalen Leben angelangt. Jetzt blieb nur noch abzuwarten, ob sich meine bisherige Campingplatz-Pleite auch in diesem Land weiter fortsetzen würde.

Südengland Strände Südengland Beach England Pier
Die Engländer sollen das Campen erfunden haben, hatte ich irgendwo gehört. Und sie sind auch Fans von Young- und Oldtimern, wodurch mir permanent VW Camper aller Farben und Ausstattungen entgegenkamen. Die Fahrer von T1, T2 und T3 grüßen sich herzlich bis überschwänglich, T4 und T5 sind raus. Zu neu, zu wenig Nostalgie, zu wenig Herzblut.

Wie sich herausstellte, ist Südengland übersät mit Stell- und Campingplätzen, wodurch sich Vorausplanungen oder -buchungen erübrigten. Das hoffte ich zumindest, obwohl gerade Hauptsaison und zugleich fantastisches Wetter war. Einen Reiseführer hatte ich in Anbetracht meiner Ursprungsplanung – einfach nur quer durch’s Land zu jagen – nicht mitgenommen und beschloss daher, einfach die Küste Richtung Westen entlang zu fahren. Egal, wie viel Zeit das in Anspruch nehmen würde.

Brighton Pier  Südengland Natur
Südengland Strand
Etwas gewöhnungsbedürftig sind die Wetterverhältnisse, die bei der Kleidung das Zwiebelprinzip als einzig vernünftige Lösung nahe legen. Während es nachts regnet, wird man morgens von Nebel umhüllt, wenige Stunden später von dunklen Wolken erdrückt und kurz bevor man die Hoffnung auf einen schönen Tag verliert, drängt sich die Sonne in den Vordergrund und schafft es sogar bis zum späten Nachmittag, trotz Lichtschutzfaktor 30 einen kleinen Sonnenbrand auf der Haut zu hinterlassen.

Der weitere Weg führte mich an einen wunderschönen Ort namens Seaford. Der Platz namens Buckle Caravan Park lag unmittelbar hinter einer Düne am Meer und die kilometerlange Strandpromenade endete erneut an hohen Kreidefelsen. Irgendwie seltsam, dass ich noch nie etwas über diese unzähligen, traumhaften Strände Englands gehört hatte. Die ganze Küste Südenglands besteht aus tollen, sauberen und sehr einladenden Stränden, die überwiegend aus größeren Kieseln und nicht aus feinem Sand bestehen.

Südengland Küste Südengland Reiseblatt Südengland Strand
Mittlerweile hatte sich erfreulicher Weise meine in Belgien entstandene Campingplatz-Allergie gelegt. In England sind die Plätze pro Camper bzw. Wohnwagen tendenziell wesentlich großzügiger angelegt, die älteren Herren laufen nicht mit nacktem Oberkörper oder Feinripp-Unterhemd durch die Gegend und selbst in Bezug auf die Hygiene scheint man hier offensichtlich eine bessere Erziehung genossen zu haben. Nichtsdestotrotz habe ich mir angewöhnt, eher nach Stellplätzen Ausschau zu halten oder Campingplätze weiter im Landesinneren zu wählen, die weniger besucht werden.

Zudem habe ich mir eine antizyklische Vorgehensweise angeeignet, die es mir als Frühaufsteher leicht macht, mich in frisch gereinigten Sanitärräumen aufzuhalten. Wild campen ist in England nicht erlaubt, weshalb die meisten Parkplätze mit Schranken für Fahrzeuge ab 2 m Höhe versehen sind. Ein ärgerlicher Umstand für jemanden wie mich, denn dadurch muss ich bei vielen Parkplätzen an Stränden, Parks und in Städten ständig nach meist weit entfernten Alternativen Ausschau halten.

Unterwegs bin ich auf eine Kommune gestoßen, die sich für eine etwas andere Art der Unterkunft entschieden hat: Man lebt dort in zum Teil verrotteten, zum Teil aufwändig umgebauten Schiffen:

Eines der Nachteile am Reisen mit einem Camper ist, dass man sein Hab und Gut mit sich herumfährt, wodurch sich bei mir ein zwanghafter Tick entwickelt hat, ständig alle Türen mehrmals auf ihren abgeschlossenen Zustand zu überprüfen. Die Sorge, dass in meiner Abwesenheit (oder noch schlimmer in meiner Anwesenheit) jemand in das Auto einbricht und all meine Sachen klaut, wäre insofern ziemlich verheerend, weil es mehr oder weniger meine letzten Siebensachen sind, auf die ich noch Wert lege.

Diese Sorge in Kombination mit der ungünstigen Parksituation machen es mir oftmals nicht leicht, mich entspannt an einem Ort aufzuhalten, ohne meinen Wagen in sichtbarer Reichweite zu haben oder ihn an verhältnismäßig sicherer Stelle zu wissen. Vielleicht hätte ich auch nicht gleich zu Anfang der Reise mit dem Psychothriller »Der Beobachter« lesen sollen, der meine Sicherheitsbedenken nicht gerade verringert hat.

Hafen Südengland England Strand Südengland Hafen Boote
Nach sechs Tagen hatte ich nach unzähligen Fischerdörfern und kleinen, idyllischen Orten den südwestlichsten Punkt des Landes erreicht: Land’s End. Auf der Strecke wird man mehr und mehr mit immer enger werdenden Straßen konfrontiert, die bei den meisten Fahrzeugen sichtbare Linien im Lack von Ästen und Büschen auf der Beifahrerseite hinterlassen, denn hier zählen Millimeter.

Wenn man sich auf einer dieser kleinen Gassen trifft, heißt es Rücksicht nehmen. Wer entweder vor oder hinter sich eine Einbuchtung sieht, muss teilweise viele Meter vor- oder rückwärts fahren, um dem anderen Platz zu gewähren. Alles stets mit einem im Anschluss von beiden Seiten kommentierten Handheben zum Dank. Ein guter Effekt, um die Dimensionen seines Fahrzeugs besser kennenzulernen.

Cornwall England Lands End England Cornwall
Also war ich im schönen Cornwall, das mindestens alle Rosamunde Pilcher-Herzen höher schlagen lässt. Und das vollkommen zu Recht, wie ich feststellten musste. Bis auf die Tatsache, dass – und das wird alle Fans erschüttern – die gut aussehenden Männer für die Filme nur eingeflogen werden, denn der klassische Cornwall-Bewohner scheint Rentner zu sein. So kam es mir zumindest vor.

Eigentlich war mir bereits von Beginn an auf der Insel aufgefallen, dass trotz der anfänglichen, nur geringen Distanz zum vibrierenden London der größte Teil der Bewohner wesentlich älter zu sein scheint. Menschen in meinem Alter oder jünger habe ich nur selten zu Gesicht bekommen, außer wiederum zum Teil sehr junge Familien mit kleinen Kindern. Ein etwas ungewöhnlicher Eindruck, der sich bis zum Schluss meiner Reise durch England nicht mehr aufgelöst hat.

Cornwall England Cornwall Sonnenuntergang Cornwall Häuser
Ehrlich gesagt hätte ich allein in England meine zehn Reisewochen locker verbringen können, zumindest sofern das Wetter so geblieben wäre. Inzwischen hatte sich herausgestellt, dass dies der schönste und heißeste Sommer der letzten zehn Jahre war und somit hatte ich wahnsinniges Glück gehabt.Langsam ließen jetzt auch die blauen Flecken an Kopf, Armen und Beinen nach, die ich mir permanent durch das Hantieren in meinem Camper zugezogen hatte. Das ständige Verteilen und Suchen hunderter kleiner Einzelteile auf nur etwas mehr als 4,50m Länge ist gewöhnungsbedürftig und es dauert einige Zeit, bis man sich erstmal richtig sortiert hat.

Cornwall England Strand Südengland Hafen England Cornwall Sunset
Der sinnvollste Übergang nach Irland lag im Westen Englands, wo sich die Orte Fishguard und Pembroke anboten. Von Land’s End aus konnte ich daher nun noch die schöne Küstenstraße kennenlernen und wollte dabei die letzten Übernachtungen in der Nähe von Nationalparks verbringen, was sich als gute Entscheidung herausstellte. Ich landete im Exmoor Nationalpark und später im Brecon Nationalpark, wo es mir der Platz des Pencelli Castles angetan hatte. Eingebettet in eine grüne Landschaft mit kleinen Kanälen, auf denen man den Nachmittag mit einem kühlen Cidre in einem Hausboot oder mit einem höherprozentigen Bier im Garten eines rustikalen Pubs verbringen kann.

Aber jetzt war dann endlich Irland an der Reihe!

 

Noch mehr Strände:

 

TIPPS:

  • Fahrt: Eigentlich ist man (je nach Ausgangspunkt) recht schnell in England. Von Köln zum Beispiel sind es gerade mal etwa vier Stunden bis zur belgischen Küste, nach einer weiteren Stunde befindet man sich in Calais und mit der Autofähre nach Dover setzt man dann nach entspannten zwei Stunden seine Füße bzw. Reifen auf englischen Boden.  Fähren nach England starten sowohl von Belgien als auch von Frankreich; alternativ bietet sich der Eurotunnel an, der in meinem Falle allerdings 3x so teuer gewesen wäre und auch diese schöne Aussicht auf Dover nicht geboten hätte. Meine Fähre P&O Ferries von Calais nach Dover hat 47 Euro über ferrysavers.com gekostet und war die günstigste Alternative. Auf den Fähren gibt es teilweise kostenfreies WIFI, Restaurants, ATMs, Geldwechsel-Stuben und Duty Free Shops.
  • Outdoor-Unterkünfte: Für die Suche nach Campingplätzen eignet sich zum Beispiel die Seite pitchup.com, über die man den Platz auch schon buchen kann. Das ist besonders dann sinnvoll, wenn man z. B. erst spät abends ankommt (die meisten Plätze schließen zwischen 17-20 Uhr); in diesem Fall bekommt man meist eine Info, wo man sich hinstellen kann. Wenn man zwar mit dem Auto nach England fahren möchte, aber weder Zelten möchte noch einen eigenen Camper hat, kann sich einen sogenannten Caravan mieten bzw. bieten verschiedene Camps kleine Hütten an, die zudem auch recht günstig sind.
  • Tolle Bücher für ein Outdoor-Abenteuer in England sind:
    »Wild Guide – Devon, Cornwall and South West« (Amazon, Kindle), »Wild Swimming« (Amazon) und »Wild Swimming Coast« (Amazon)

 

Und hier noch ein paar Songs, die mich auf dem Roadtrip begleitet haben:

 

Dir könnte auch gefallen

36 Kommentare

  • Antworten
    Claudia
    18. August 2014 um 5:35

    Hallo Ute,
    das sind ja traumhafte Einblicke, die ich niemals so für möglich gehalten habe. Aus irgendeinem Grund habe ich mir England anders vorgestellt, vor allem grauer, aber da du wohl die schönste Zeit des Jahres erwischt hast, liegt es bestimmt auch mit daran. Auf jeden Fall sehen die Küsten mit den Fischerbooten total schön aus. Ich mag ja diese verträumten Orte. Bin schon so gespannt auf deine weiteren Turns. Auf jeden Fall schön, dass das Campen leichter geworden ist. Viel Glück weiterhin.
    Liebe Grüße,
    Claudia

    • Antworten
      Ute
      18. August 2014 um 12:04

      Hi Claudia,
      das mit dem Wetter war wirklich ein riesiges Glück! Ich habe gerade relativ viel Regen und merke schon, dass das einen extrem großen Unterschied macht. Irland war auch toll, kommt bald ;)
      Liebe Grüße und Danke für die guten Wünsche!
      Ute

  • Antworten
    Anne
    18. August 2014 um 5:55

    Ein schöner Artikel mit tollen Fotos! In einem muss ich Dir aber sofort widersprechen: Wir als T4-Fahrer sind ebenfalls durchaus nostalgisch und haben viel Herzblut – leider nur viel weniger Kohle, um sich einen älteren VW leisten zu können ;-)

    • Antworten
      Ute
      18. August 2014 um 12:08

      Hallo liebe Anne,
      ich wusste, dass ich damit einigen auf die Füße treten würde, aber ich hab’s trotzdem gewagt ;) Die T3 und T4 liegen gar nicht so weit auseinander, wie ich festgestellt habe. Nichtsdestotrotz, man kann das natürlich nicht pauschalisieren mit dem Herzblut und ich freue mich, dass ihr als Ausnahme das Gegenteil bestätigt! ;))
      Liebe Grüße und bis bald
      Ute

  • Antworten
    Tanja
    18. August 2014 um 7:05

    Hallo Ute,
    das ist so schön, dass ich weinen könnte. Dieses Licht – wie hast du das so einfangen können?! Die Instagram Bilder waren ja schon vielversprechend, aber das was du da abgebildet hast, ist ja ein Werbekatalog für die Region. Wenn da nicht die Ausnahme des Jahrzehntsommers wäre, würde ich da auch sofort hin wollen. So fürchte ich ein bisschen am Ende im Regen zu sitzen …
    Freue mich schon auf Irland und auf die weitere Reise mit dir!
    Alles Liebe,
    Tanja

    • Antworten
      Ute
      18. August 2014 um 12:12

      Hey Tanja,
      tolles Kompliment, Dankeschön! Ja den Regen… den gibt es leider auch an anderen Stellen, wie ich gerade bitter feststellen muss. Bin jedenfalls glücklich, dass es dort so wunderschön war. Irland war auch toll, kommt bald.
      Ganz liebe Grüße und schön, dass du dabei bleibst!
      Ute

  • Antworten
    Anna
    18. August 2014 um 16:57

    Hallo Ute,
    was für schöne Fotos! Die machen richtig Lust auf Südengland (hatte ich bisher gar nicht als Reiseziel auf dem Zettel). Es macht total Spaß etwas von dir zu lesen! Eine schöne Zeit in Irland mit etwas weniger Regen ;)
    Lieben Gruß, Anna

    • Antworten
      Ute
      19. August 2014 um 8:58

      Hi Anna,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Ohne den Camper wäre ich hier auch wahrscheinlich nie drauf gekommen. Danke auch für das schöne Kompliment ;)
      Liebe Grüße und Irland war superklasse, Bericht kommt bald!
      Ute

  • Antworten
    Dave
    18. August 2014 um 23:31

    Wie funktioniert das jetzt eigentlich mit dem Knöllchen wenn du keinen festen Wohnsitz mehr hast?

    • Antworten
      Ute
      19. August 2014 um 9:00

      Hi Dave,
      ich bin auf ein Familienmitglied gemeldet, wo auch einige meiner Sachen liegen und ich – wenn ich immer mal wieder in der Heimat bin – wohne. Das mit der kompletten Aufgabe des Wohnsitzes war mir zu kompliziert und hat diverse Nachteile. Daher kommt das Klöllchen leider an :(
      Gruß, Ute

  • Antworten
    Natascha
    19. August 2014 um 6:36

    Hallo Ute,
    Ich lese deine Berichte schon länger und immer gerne! :-) Ich mag deinen Schreibstil und auch die Fotos. Was ich fragen möchte, mit welcher Kamera hast du fotografiert? Wurden die Bilder noch bearbeitet?
    LG und noch viel Spass beim Entdecken und Reisen!

    • Antworten
      Ute
      19. August 2014 um 9:03

      Hallo Natascha,
      die Kamera ist eine Canon 70D. Jedes Foto schaue ich mir vorher auf Photoshop an, auch um es u. a. zu verkleinern. Da ich immer manuell fotografiere, muss ich oft noch die Tonwertkorrektur verwenden und zum Teil natürlich auch ein wenig gerade rücken. Aber die Farben sind echt und nicht verändert, falls du das meinst.
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Jutta Ellwood
    20. August 2014 um 3:20

    Dieser Blog ist genial! Gerade war ich am Überlegen wohin ich auf meiner ersten Solo-Reise fahren soll und mich entschlossen habe, mit einem VW-Camper nach GB zu reisen, stoße ich auf deinen blog! Ich kenne England sehr gut, bin aber noch nie selbst dort gefahren, das wird also schon mal die Herausforderung werden. Mit oder ohne Hund?

    • Antworten
      Ute
      20. August 2014 um 3:38

      Hallo liebe Jutta,
      Glückwunsch zu dieser Entscheidung! Ich persönlich finde den Linksverkehr wesentlich angenehmer und irgendwie auch logischer. In der ganzen Zeit hatte ich keine einzige Situation, in der sich die Verkehrslage nicht eindeutig logisch erklären ließ, was ich von anderen Ländern nicht unbedingt behaupten kann. Und das mit den engen Straßen bekommen die Omis dort unten auch hin, also das schaffst du definitiv auch ;)
      Ich wollte ursprünglich mit meinem Hund losziehen, doch leider ist er kurz vorher verstorben. Hunde sind dort gern gesehen, viele haben einen dabei, aber du musst ihn eigentlich immer und überall an der Leine halten. Kostenpunkt auf C-Plätzen meist um die 3 €.
      Möchtest du jetzt noch losfahren oder erst nächstes Jahr im Sommer? Mir persönlich wäre es jetzt eventuell schon zu unsicher mit dem Wetter (kalt, Regen) und würde mich an deiner Stelle vielleicht eher für eine Region weiter südlich entscheiden wie Italien, Frankreich, Spanien, Portugal. Ich habe gerade seit fünf Tagen Regen und Kälte und das ist auf Dauer echt etwas frustrierend…
      Ich hoffe, diese Infos helfen dir ein wenig ;)
      Liebe Grüße und viel Spaß!
      Ute

      • Antworten
        Jutta Ellwood
        21. August 2014 um 13:17

        Hallo Ute,
        ich bin doch auch schon Omi (61) :-) Ja, ich denke auch, dass ich das gebacken krieg. Und ja, erst nächstes Jahr.
        Bin gespannt, wie deine Tour weitergeht! Hoffe, das Wetter bessert sich.
        Halt die Ohren steif.
        LG, Jutta

      • Antworten
        Ute
        23. August 2014 um 1:12

        Hallo Jutta,
        es mag sein, dass du bereits Enkelkinder hast, aber für mich ist man mit 60 noch keine Omi ;) Aber finde ich klasse, dass du das machst. Würde mich freuen, wenn du mir danach mal eine Rückmeldung gibst!
        Viele Grüße und Glück für dein tolles Vorhaben!
        Ute

      • Antworten
        Brigitte
        1. Juni 2015 um 7:10

        Hallo Ute,
        deine Reiseberichte über Eng./Irl. sind toll. Auch ich bin schon 60J und möchte gerne einen Tripp dorthin wagen. Ist es für weibl Personen kompliziert oder hast Du da keine Bedenken gehabt?
        Würde mich über eine Antwort freuen.
        LG Brigitte

      • Antworten
        Ute
        1. Juni 2015 um 10:11

        Hallo Brigitte,
        aus meiner Sicht kannst du dort bedenkenlos reisen, auch mit dem Auto und in diesen kleinen Hütten auf Campingplätzen – die haben mir besonders gut gefallen. Ist wirklich toll, mit sehr netten Menschen unterwegs und viel Ruhe! Ich kann’s dir nur empfehlen.
        Viele Grüße
        Ute

  • Antworten
    Conny Lomoherz
    20. August 2014 um 13:04

    Liebe Ute,
    ich habe mich ehrlich gesagt schon gefragt, wie du in nur 2 Tagen England durchfahren willst…vielleicht mit Scheuklappen? ;) Umso mehr freut es mich, dass du dich dort ein bisschen treiben lassen hast, ohne Plan und mit bestem Sommerwetter. Was für wunderschöne Fotos das geworden sind.
    Auf meinem Land’s End Foto steht noch 2006, was mich richtig melancholisch stimmen würde, wenn ich nicht in wenigen Tagen in Southampton andocken würde Wir verbringen nur einen Tag in Bath, doch meine Vorfreude reicht für ein Jahr…
    Eben lief ‚Ferry to Dublin‘ von Stu Larsen im Radio, da musste ich an dich denken .. :)
    Viel Spaß, Ute, und grüß mir alle schön.

    • Antworten
      Ute
      23. August 2014 um 1:18

      Hi Conny,
      bei „nur“ zehn Wochen Reisezeit kann man leider nicht ganz Nordeuropa sehen und England stand da eigentlich gar nicht auf dem Programm. Von Dover bis Pembroke oder Fishguard sind es gerade mal 6 Stunden Fahrt und das wäre eine entspannte Fahrt über zwei Tagen durch’s Land gewesen. So machen es zumindest die, die nach Irland wollen ;) Aber ich bin auch froh, dass es anders gekommen ist!
      Dann bist du vielleicht jetzt schon dort, grüß mir dieses schöne Flecken Erde ;)
      Ganz liebe Grüße und eine schöne Zeit – hoffentlich mit den Lomos
      Ute

  • Antworten
    Ulli alias Smutje Rosa
    21. August 2014 um 8:43

    Liebe Ute,
    wir waren zur gleichen Zeit mit unserer Reise-Ente in Südengland. Allerdings sind wir gleich auf der Isle of Wight verhängt, weil es so herrlich sommerlich war. Ich kann Deine Eindrücke nur bestätigen. Überall freundliche und hilfsbereite Menschen, ganz junge Familien und Ältere. Die wirkten so entspannt, aber das ist ja kein Wunder, bei diesem Wetter. :-) Und die Strände, auch ich war nur positiv überascht. Ich freue mich, daß Du die gleichen Erfahrungen sammeln konntest. :-)
    Ich klink mich mal an Dich dran, damit ich deine weitere Reise fast live mitverfolgen kann.
    lg ulli

    • Antworten
      Ute
      23. August 2014 um 1:21

      Hallo Ulli,
      na da kann ich ja schon fast froh sein, dass ich die Isle of Wight ausgespart habe (hatte ich eigentlich vor), sonst wäre ich mit meinem Reiseplan noch mehr durcheinander gekommen ;) Mit einer Ente zu reisen ist ja auch ziemlich cool, klasse!
      Freut mich jedenfalls, dass wir das gleich schön erlebt haben.
      Ganz liebe Grüße und Danke für deinen Kommentar,
      Ute

  • Antworten
    Nancy
    21. August 2014 um 15:51

    Hi Ute, deine Reiseberichte sind großartig. Habe mich die letzte Stunde auf deinem Blog durchgeklickt. Wirklich schön. Dein Bericht aus England hat Erinnerungen an unseren Trip im T1 durch Cornwall geweckt. Vor auf den Tag genau einem Jahr waren wir dort. Es war unsere schönste Reise bislang. Ich wünsche Dir noch ganz Spaß auf Deiner 70-Tage Tour! :) für mich und meine Familie gehts im Oktober auch endlich wieder los. Viele liebe Grüße aus Köln, Nancy

    • Antworten
      Ute
      23. August 2014 um 1:26

      Hallo liebe Nancy,
      mit einem T1 durch Cornwall zu fahren dürfte so ziemlich der Traum schlechthin sein! Ich merke erst jetzt im Nachhinein im Vergleich mit anderen Ländern, wie wahnsinnig entspannt es dort war.
      Wünsche euch auch eine tolle Reise und viele Grüße ;)
      Ute

  • Antworten
    Berit
    25. August 2014 um 18:47

    Liebe Ute,
    ich persönlich finde England ganz toll. Deine Eindrücke und Fotos sind wunderschön! Ich drücke dir die Daumen, dass das Knöllchen gar nicht erst ankommt :)
    viele Grüße
    Berit

    • Antworten
      Ute
      27. August 2014 um 4:00

      Hallo liebe Berit,
      vielen Dank für das Kompliment und ich hoffe auch sehr, dass das Knöllchen nicht ankommt… dürfte aber auch nicht viel sein, hoffe ich zumindest :(
      Ganz liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Annika
    18. September 2014 um 9:15

    Ich bin gerade auf deinen Blog aufmerksam geworden & finde dich mit deiner Geschichte total faszinierend, du hast eine neue Leserin, die sich wahnsinnig auf mehr Beiträge von dir freut. Ich bin vor einigen Jahren auch mit dem Mietwagen & einem Zelt im Kofferraum durch Südengland gefahren, die Tour bei mir: London – Oxford – Bath – Glastonbury – Tintagel – St. Ives – Land’s End – Polperro – Exeter – Torquay – Brixham – Arundel -Brighton – Dover … Übernachtet wurde je nach Planung im Bed&Breakfast, auf dem Campingplatz oder im Auto. Das Land ist wirklich schön, tolle Atmosphäre …
    Liebe Grüße.

    • Antworten
      Ute
      19. September 2014 um 3:26

      Hallo liebe Annika,
      das freut mich sehr, vielen Dank!! Kann mir genau vorstellen, wie toll diese Reise gewesen sein muss für dich, hört sich nach einer klasse Strecke an! Rückblickend würde ich nicht mehr in der Hauptsaison bzw. Ferienzeit fahren, aber ansonsten war es richtig super!
      Viele liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Hanna+Albi
    13. August 2015 um 16:30

    Liebe Ute,
    du beschreibst diese Kommune, in der die Leute in umgebauten Booten leben. Darfst du verraten, wo genau sich dieses gemütliche Eckchen befindet? :)
    Liebe Grüße aus Dungeness,
    Hanna und Albi

    • Antworten
      Ute
      18. August 2015 um 2:23

      Hallo Hanna und Albi,
      das ist eine echt gute Frage, die ich im Moment (unterwegs in Italien) ehrlich gesagt gar nicht beantworten kann… müsste ich mal nachschauen, wenn ich wieder in Köln bin. Sorry :(
      Viel Spaß noch in Dungeness und bis bald
      Ute

  • Antworten
    Freya
    17. September 2015 um 12:37

    Hi Ute,
    Ich folge dir schon recht lange und bin immer wieder begeistert über deine schönen Beiträge! Vor einigen Monaten habe ich meinen eigenen Reiseblog über Großbritannien und Irland gestartet und bin sehr gespannt wie es für mich weitergeht.
    Zurzeit bin ich in Cornwall unterwegs und mag gar nicht mehr weg hier :)
    Liebste Grüße und mach weiter so!
    Freya

    • Antworten
      Ute
      18. September 2015 um 14:27

      Hallo liebe Freya,
      oooh, das kann ich sehr gut nachvollziehen! Denke auch sehr oft an diese schöne Zeit dort zurück und würde zu gerne wieder einmal dorthin reisen… hoffentlich bald :) Wünsche dir viel Erfolg mit deinem Blog und zudem natürlich auch eine wunderschöne Zeit dort!
      Viele liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Svenja
    22. August 2014 um 11:24

    Hello Ute,
    es freut mich, dass du dich länger als die 2 geplanten Tage in England aufgehalten hast. England ist echt wunderschön – die Strände und die Natur sind traumhaft schön und die Gassen, alten Häuser, Städte und Dörfer stehen dem in keinster Weise nach!!
    Ich denke England wird auf Grund des schlechten Wetters von den meisten nicht als potentielles Urlaubsziel gesehen. Die meisten wollen Sonne und Wärme und kein erhöhtes Regenrisiko. Ich war selbst 3 Monate im Sommer in England und kurze-Hose-Tage gab es nicht sehr viele. Aber die Natur die ich dort kennen gelernt habe , war sehr schön :)
    Viel Erfolg auf deiner Weiterreise.

    • Antworten
      Ute
      23. August 2014 um 1:30

      Hi Svenja,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Wenn es in Strömen geregnet hätte, wäre ich wahrscheinlich auch wirklich nur die zwei Tage dort geblieben. Daher bin ich froh, dass das Wetter es gut mit mir gemeint hat ;)
      Lieben Dank für die Wünsche und dir auch weiterhin viel Erfolg mit deinem Blog
      Ute

  • Antworten
    Familienzelt Test
    5. März 2016 um 17:53

    Sehr cooler Artikel!

  • Antworten
    Siegrid Mayer
    4. April 2016 um 11:17

    Es ist zwar ein langer Weg, aber mit einem EU Wagen kann man da auch hinkommen. Ich finde dann ist man einfach flexibler und nicht auf öffentliche Verkehrsmittel gebunden.

  • Hinterlasse einen Kommentar