Wenigstens das üppige Frühstück ließ meine Laune kurzfristig steigen. Der Rest des Vormittages ging für Recherche und Buchungen drauf. Sofern ich nicht in Taiwan bleiben möchte, gibt es nur die Möglichkeit, auf Hong Kong oder Japan auszuweichen. Früher zurückfliegen scheidet aus. Da ausgerechnet jetzt Ostern mit den dazu gehörigen Feiertagen ist, kann ich mich nicht mit Lufthansa auseinandersetzen und nach möglichen Flugänderungen bzw. -umbuchungen fragen. Hin- und Rückflug nach Japan mit Ana Nippon Air kosten 295 Euro. Das sind zwar ungeplante Mehrkosten, andererseits kann ich die Zeit dort besser nutzen als hier, denn die meiste Zeit würde ich wahrscheinlich im Hotel verbringen. Gesagt, getan. Noch einige Zimmeranfragen in Tokyo gestartet und raus ging’s zum Sightseeing.
Ich entschied mich primär für den Taipei Tower 101 und Umgebung. Auch hier ist die Metro bzw. Subway ähnlich strukturiert wie in Südkorea, nur sind die Züge hier rappelvoll. Ausstieg bei Sun Yat-Sen Memorial Hall. Memorial Hall, Taipei City Hall… irgendwie kann ich mich gerade nicht so für diese Dinge begeistern.
Der Taipei 101 Tower ist dennoch beeindruckend. Im Eingangsbereich die teuren Designer-Marken und in einer höheren Etage mit einer Plattform ein Café namens Sweet Tea, in dem ich mir eine taiwanesische Schwarzwälder-Kirschtorte mit Kirsch-Verzierung in Blattgold und einen Vanille-Shake einverleibt habe, bevor es in die Höhe geht.
Das Ticket für den Aufzug kostet 450 TWD (12 Euro). Etwa eine 3/4 Stunde musste ich mich dann allerdings in der Schlange gedulden, bis es endlich aufwärts ging. Der Aufzug geht in einer atemberaubenden Schnelligkeit hoch: 89 Stockwerke = 382m in 38 Sekunden! Da muss man sich über Ohrdruck nicht wundern.
Wegen des starken Windes war eine Seite der offenen Aussichtsplattform gesperrt, Gott sei Dank die nicht so interessante. Der Ausblick von dieser Höhe aus (388m) war faszinierend, auch wenn das pfeifende Geräusch des Windes irgendwie beunruhigend war. Daher ging es auch zügig wieder runter, die ersten drei Etagen zwangsläufig per Treppe, wodurch man gezwungenermaßen an Verkaufsständen vorbeigetrieben wurde, die Unmengen von Korallenschmuck verkaufen, was ich persönlich überhaupt nicht gut finde!
Der Abend verlief ähnlich wie gestern. Tütensuppe, diesmal in Kombination mit Packen und weiteren Buchungen für Japan. Eigentlich wollte ich noch meine Foto-Freundin Albee treffen, aber das haben wir auf den Tag meiner Abreise von Taipeh verschoben.

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