Sri Lanka

Tee, Tee und Tee in Kandy

Mit meinem Tuktuk-Fahrer von gestern habe ich eine Halbtagestour vereinbart. Wir einigten uns nach längerer Verhandlung auf 2.500 LKR (15 Euro) für eine Tagestour- er sollte mich an diesem Tag zu den besten Sehenswürdigkeiten Kandys bringen… ob das auch funktionieren würde, bliebe abzuwarten. 
Unter den Tuktuk-Fahrern befinden sich leider oft Idioten, was man aber meist nicht auf den ersten Blick erkennen kann. Immerhin war der aktuelle sehr nett, was schon einmal die Hälfte der Miete ist…
 

Der erste Anhaltspunkt war der große weiße Buddha, der hoch oben auf dem Berg über Kandy mit einem tollen Blick über den Ort thront. Bei den meisten größeren Buddha-Statuen kann man sozusagen den Rücken per Treppe besteigen. Leider war hier der Kopfbereich gesperrt. Mein Fahrer konnte als Muslim meinen Enthusiasmus für diese riesige Statue nicht nachvollziehen, was mich nicht davon abhielt, dort länger zu bleiben. Hier wird man natürlich wieder mit Eintrittsgeld, Bitten um Spenden im Tempel und bei der Schuhrückgabe zur Kasse gebeten. Nach einiger Zeit auf dieser Insel lernt man allerdings abzuwägen, wann man wie viel ausgibt oder ablehnt.

Als nächstes ging es zu einer Werkstatt für Schnitzereien mit entsprechendem Shop. Hier wurden mir die verschiedenen Hölzer Sri Lankas gezeigt und deren Verarbeitung. Was ich bisher noch nicht kannte, war das sogenannte Rainbow Wood; wenn man die Späne in Wasser auflöst, verfärbt sich dieses rot. Weitere Farben entstehen durch Zugabe von Zitrone usw., echt cool. Diese Farben werden für das Bemalen von Holz verwendet. 


Die nächste Station galt einem Spice Garden. Hier gab’s auch eine Führung mit der Intention, mir sämtliche Öle, Cremes und sonstige Produkte anzudrehen. Hier gab es unzählige Wundermittel, so auch eine Creme, die nach mehrmaligem Auftragen den Haarwuchs hemmen soll. Na ja…
Und weiter ging es mit den Präsentationen in einer Tee-Factory, auch hier nur schwarzer Tee. Wieder wurden die Prozesse Trocknung, Verarbeitung, Häckseln etc. mit dem Resultat verschiedener Sorten vorgestellt mit anschließender Tee-Verkostung und natürlich gewünschtem Kauf von Produkten.
Langsam reichte es mit den Verkaufsveranstaltungen! Mein Tuktuk-Fahrer fuhr mich nun zu einem Elefanten-Park oder besser gesagt Dorf, in dem man auf Elefanten reiten und sie im Fluss abschrubben konnte. Nur eine halbe Stunde kostete bereits 2.000 LKR (13 Euro). Irgendwie war mir nicht nach Elefanten und wollte weiter. Mein Tuktuk-Mann war nun auch überfordert und fuhr mich in einer ziemlich langen Fahrt von über einer halben Stunde zurück in den Ort. Das Wahrzeichen schlechthin, den Tooth Temple mit dem Zahn Buddhas, fand er offensichtlich als Moslem nicht so spektakulär und ließ diesen Punkt aus… Den Rest des Tages verbrachte ich in meinem gemütlichen Zimmer. Morgen geht es ja schon wieder weiter nach Colombo mit dem Schnellzug.

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