Bei French-Toast, Kaffee und Orangensaft habe ich glücklicher Weise etliche Tokio-Reiseführer in einem Regal meines Hotels entdeckt – die letzten 3 1/2 Tage wollen mit Aktivitäten gefüllt werden. Für den heutigen Tag habe ich mir die beiden relativ nahe liegenden Viertel Akihabara und Ginza ausgesucht. Laut Lonely Planet Tokyo hat Akihabara die größte Elektronik-Auswahl der Welt und Ginza kaufen die reichen Japaner ein.

Das Elektronik-Mekka liegt vier Subway-Stationen entfernt. In Akihabara gelandet, tauchte ich nur zwei Minuten später in den größten Electronic Store Yodobashi ein.

Jeder Winkel in diesem Kaufhaus ist mit Artikeln, Aufklebern und Unmengen von knalligen Angeboten versehen, und das gleich über mehrere Stockwerke. Durch die Lautsprecher werden unaufhörlich Informationen in mehreren Sprachen durchgegeben. Mein persönliches Interesse lag natürlich in der Foto- und Kamera-Abteilung und musste feststellen: Das ist das ultimative Elektronik-Paradies! Hunderte Kameras zum Testen und Zubehör, soweit das Auge reicht. Dennoch ging ich letzten Endes mit leeren Händen raus, was allerdings mehr an den hohen Preisen als an meiner Kauf-Bereitschaft lag. Jedenfalls alles in allem die totale Reizüberflutung.

Kaffee, Bananen-Muffin und zurück in die U-Bahn. Noch sieben Stationen und ich würde im Shopping-Paradies stehen: Ginza!

Die Ginza Street ist die teuerste und exklusivste Straße Japans. Hier gibt es unzählige Shopping Center mit den bekannten Designer-Labels, die aber sehr viel teurer sind als bei uns in Deutschland. Daher schone ich auch hier mein Portemonnaie und erfreue mich am Anblick der Reichen und Schönen.

Japanische Frauen legen nicht nur in diesem Viertel extremen Wert auf ein gepflegtes, weibliches Äußeres. Kurzhaar-Frisuren sieht man zum Beispiel bei jüngeren Frauen fast gar nicht. Viele haben ein fast püppchenhaftes Aussehen, was aber zu den meist extrem schlanken Frauen gut passt.

Ein Taxi habe ich übrigens bisher erst einmal in Anspruch genommen. Hierbei sollte man als Ausländer wissen, dass man nur hinten einsteigt und der Fahrer die Tür selbst elektronisch öffnet und schließt (wer das nicht weißt, wird wohl gleich als provinziell abgestempelt).

Kurz vor der Heimkehr in mein Ryokan machte ich mich auf die Suche nach etwas Essbarem. Das kleine Restaurant auf dem Foto unten sah von außen einladend aus. Als ich eintrat, stand ich mitten in einem vollgestopften Wohnzimmer mit Kartons, Eimern, Fernseher und allerlei Krimskrams. Die Inhaberin kam gleich auf mich zu, bot mir einen Platz auf dem weichen Sofa an und fragte, ob ich Ramen und Bier haben wolle. Wieso Bier? Na ja, ich entschied mich für das Angebot ohne Getränk und machte es mir auf der Couch neben einer älteren Dame gemütlich. Für 500 Yen zwar kein Schnäppchen, aber dennoch in Ordnung.

Eines steht jetzt schonmal fest: Nach den letzten 2 1/2 Wochen Großstadt-Reise ist mein Bedarf an Geschäften und Shopping für die nächsten Monate mehr als gedeckt!

 

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