Roadtrips USA

USA: Roadtrip von Miami bis Hawaii

Im südlichen Teil der USA wollte ich einmal von Ost nach West reisen. Ursprünglich hatte ich geplant, die ganze Strecke von Miami nach Los Angeles mit dem Mietwagen zurückzulegen.

Dafür hätte ich allerdings zwei bis drei Wochen täglich viele Stunden im Auto verbringen müssen und das erschien mir alleinreisend dann doch etwas zu eintönig.
 
Wie kam es zu der Strecke? Da kam eins zum anderen. Ich wollte immer mal nach New Orleans: Südstaaten-Flair und Jazz, der von morgens bis abends aus den Gassen tönt. Des Weiteren müsste ich unbedingt die Route 66 entlang fahren. Nach Los Angeles zieht es mich ohnehin immer wieder. Hawaii sollte man mal gesehen haben, dachte ich mir. Aber ich war mir aufgrund der gegensätzlichen Erfahrungsberichte nicht sicher, ob es mir gefallen würde. Daher wollte ich dort – sozusagen zum Einstieg – nur ein paar Tage verbringen. Um das Ganze abzurunden, würde ich in Florida beginnen. Mich interessierte, ob ich Miami genauso mögen würde wie die anderen Metropolen N.Y. und L.A.!
 
Statistik

22 Reisetage
7 Flüge: 26.561 Flug-Kilometer
3 Autos: 4.076 Auto-Kilometer
5 Zeitzonen (-6 Std. bis -12 Std.)

 
Wie viel habe ich vorher geplant? Vor Reiseantritt habe ich mir zwar viel angesehen, aber bis auf Hin- und Rückflug sowie die ersten drei Nächte in Fort Lauderdale und Miami sowie den weiteren, kurzen Flug nach New Orleans hatte ich nichts gebucht. Da ich wusste, dass ich nahezu überall WIFI haben würde, konnte ich alle weiteren Schritte (Unterkünfte, Auto, Flüge, Touren) unterwegs kurz vorher buchen. Für die Strecke mit dem Mietwagen wusste ich bereits, dass es überall Motels geben würde, in denen ich ohne vorherige Buchung übernachten könnte. Bei den Flügen nach Hawaii hätte ich etwas Geld sparen können, wenn ich früher gebucht hätte (Hauptsaison).
 
 

USA: Von Ost nach West

 

Fort Lauderdale / Florida: In der kleinen Stadt mit vielen kleinen Wasserstraßen nördlich von Miami wird man mit Pastelltönen bombadiert. Nur eine kurze Fahrt vom Flughafen entfernt, schöne Strände (z. B. in Hollywood), super Wetter, nette Menschen und Sonne satt! Muss man die Stadt gesehen haben? Nicht zwingend, für einen kurzen Besuch ist es eine schöne Abwechslung. 
Hier geht’s zum Blogpost:  Fort Lauderdale – Hollywood Beach
 
 

Miami / Florida: Eine Großstadt mit riesigem Unterhaltungsfaktor. Das Auge wird verwöhnt mit Art-déco-Gebäuden, Pastellfarben und schönen Menschen, der Magen mit unzähligen Restaurants jeglicher Geschmacksrichtung. Ein starker lateinamerikanischer Einfluss sorgt für viel Rhythmus und Kultur in der ansonsten teilweise etwas steril wirkenden Stadt. Muss man ein Mal hier gewesen sein? Schwer zu sagen. Wer die anderen Metropolen noch nicht kennt, sollte diesen eher den Vorzug geben… ist aber vielleicht Geschmackssache.
 
 

New Orleans / Louisiana: Man stelle sich Balu den Bären vor. So in etwa könnte man den ganzen Tag tanzend durch die Straßen der Stadt laufen und sich unterwegs immer wieder ein Leckerchen einwerfen. Essen steht hier an erster Stelle und das am besten kombiniert mit Live-Jazz. Coole, ausgeflippte Menschen, Kunst und eine große Portion Mystik gibt’s gratis dazu. Einen Besuch wert? Ja, definitiv eine Must-Visit-Stadt! Auch die Sümpfe sind eine tolle Erfahrung.
 
 

Santa Fe / New Mexiko: In Albuquerque startete mein Route 66-Roadtrip. Bei einem kleinen Ausflug in die höchstgelegene Landeshauptstadt der USA wird man mit blauem Himmel, etlichen Kunstgalerien (zweitgrößter Kunstmarkt), unzähligen Shopping-Möglichkeiten, ausgefallenen Restaurants und Häusern im Pueblo-Stil verwöhnt. Lohnt der Weg in die Berge? Der Ort ist alles andere als günstig, aber der Anblick ist ggf. schon einen Umweg wert.
Hier geht’s zum Blogpost:  Santa Fe und Start des Roadtrips Route 66
 
 

Grand Canyon / Arizona: Es lohnt sich, die Route 66 für ein bis zwei Tage für diesen riesigen Nationalpark zu verlassen. Je nach Ausdauer und Sitzfleisch kann man den Norden und den Süden des Parks anfahren. Bei der Nordtour wird man den Colorado River überqueren und Bison-Gruppen auf den Wiesen beobachten können. Mit dem nötigen Kleingeld kann man auch in einer Lodge mit atemberaubenden Ausblick übernachten.
Hier geht’s zum Blogpost:  Highlight Crand Canyon – Der Norden und Süden
 
 

Route 66 / Arizona – Kalifornien: Der meines Erachtens beste Streckenabschnitt der Route 66 liegt zwischen Flagstaff und Ludlow mit Geisterstädten, Oldtimern, wilden Kakteen, Wüste, Eseln und alten Motels. Zwischendurch führt die Mutter aller Straßen durch die Berge. Ein tolles Erlebnis, den Mythos gibt es wirklich!
Hier geht’s zum Blogpost:  Der coolste Teil der Route 66!
 
 

Joshua Tree Nationalpark / Kalifornien: Der wahrscheinlich schönste Baum, den es gibt! Der relativ kleine Park, in dem man beinahe das Gefühl bekommen könnte, sich auf einem anderen Planeten zu befinden, kann man nicht nur die Seele baumeln lassen, sondern auch campen, grillen, klettern, wandern und wilde Tiere beobachten. Highly recommended!!!
Hier geht’s zum Blogpost:  Der Joshua Tree Nationalpark
 
 

Los Angeles / Kalifornien: Metropole und Großstadt voller Kontraste. Cooles Strandfeeling mit verrückten Menschen am Venice Beach, Shrimps und Riesenrad am Santa Monica Peer, Eis und Bier am Malibu Beach, Luxus-Shopping am Rodeo Drive und „jawdropping“ Homes in Hollywood. Muss man mal hier gewesen sein? Viele bevorzugen an der kalifornischen Küste eher San Francisco; wer es nicht so clean und eher etwas trashiger und individuell mag, ist hier genau richtig.
Hier geht’s zum Blog:  Traumfabrik L. A.
 
 

O’ahu / Hawaii: Die drittgrößte und populärste Insel Hawaii’s. O’ahu hat zwei Seiten: Eine touristische in Honolulu und Waikiki im Süden und eine relativ natürliche auf dem Rest der Insel. Menschenleere Traumstrände, 70er Jahre Feeling im historischen Hale’iwa im Norden, Surfer-Paradies und neue Heimat vieler Aussteiger und Träumer. Eine Reise wert? Klares Ja!
Hier geht’s zum Blogpost:  Hawaii. – Dem Paradies so nah!
 
 
 
 
 
 
 
Würde ich die Reise so nochmals machen? Ganz sicher! Etwas mehr Zeit wäre schön gewesen, wobei man sich dann am besten gleich mehrere Wochen Zeit für die vielen Nationalparks und mindestens zwei bis drei Hawaii-Inseln nehmen sollte. 

Alleinreisend ist dieser Trip eher etwas für Fortgeschrittene, da man viele Stunden im Auto verbringt, ohne auf eine Menschenseele zu treffen. Allerdings bietet das wiederum eine gute Gelegenheit, an seinen Karaoke-Fähigkeiten zu arbeiten! Auf welche Gedanken man außerdem in der einsamen Mojave-Wüste kommen kann, habe ich in diesem Blogpost festgehalten: 10 glorreiche Reise-Weisheiten.

Als Frau allein kann man die gesamte Strecke problemlos bereisen. Dass man in den Großstädten abends und nachts nicht auf den Straßen rumturnen sollte, versteht sich von selbst. Und auf solch einer Reise könnte man auch auf einen Mann treffen, durch den sich alles verändert. Hat nichts mit Liebe zu tun, aber mit umso mehr Leidenschaft: Wie eine Nacht auf Hawaii mein Leben veränderte…

 
 
 

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8 Kommentare

  • Antworten
    Johanna
    22. September 2013 um 17:11

    Ich habe alle deine Erlebnisse gespannt mitverfolgt und bin im wahrsten Sinne des Wortes hin und weg! Obwohl du, so glaube ich, mit diesen vielen auf einander folgenden Orten eine recht stressige Reise gehabt haben musst, strahlen die Artikel selbst und auch die Fotos doch sehr viel Ruhe aus. Ich würde mir wünschen, dass ich ich auch mal solche Reisen machen könnte. Bis dahin verbringe ich die Zeit mit Lesen ;-) Liebe Grüße, freue mich schon auf deine nächste Reise, wohin auch immer es dich verschlägt.

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    • Antworten
      Ute
      23. September 2013 um 15:15

      Hi Johanna, vielen Dank für die lieben Worte :) Wenn man alleine reist und zum Beispiel tagsüber viel erlebt, hat man trotzdem noch sehr viel Zeit für Entspannung und Erholung und man kann auch eine Menge Ruhe genießen. Warum buchst du nicht einfach einen Flug und probierst es mal aus?

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  • Antworten
    Holger
    15. Juni 2014 um 13:17

    Hey Ute, habe das eben entdeckt und bin total begeistert. Ich grinse gerade bis hinter beide Ohren! :-D In ein paar Tagen fliege ich „rüber“ und werde mir einige Locations davon ansehen. Ich fahre mit einem Campervan von Vegas durch den Westen bis hoch nach Tahoe. Dann mit einem Mietwagen durch das Death Valley und dann geht es nach Vancouver. Von dort aus nach Hawaii… :-)

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    • Antworten
      Ute
      15. Juni 2014 um 13:29

      Hallo lieber Holger,
      na dann hast du ja auch wohl allen Grund zum Grinsen ;) Hört sich toll an! Bin gespannt, was du berichten wirst.
      Viele liebe Grüße
      Ute

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  • Antworten
    Dennis B
    3. November 2014 um 11:23

    Hallo Ute,
    vielen Dank für deinen tollen Blog und die geteilten Erfahrungen! Ich werde mich im neuen Jahr auch mal auf die Reise über den Atlantik hin zum Pazifik begeben und ein paar deiner Stationen in meine Planung einfließen lassen.

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    • Antworten
      Ute
      9. März 2015 um 13:22

      Hi Dennis,
      irgendwie ist dein Kommentar nicht zu mir durchgerungen, daher sorry für meine verspätete Antwort. Dann bist du jetzt wahrscheinlich schon längst unterwegs und hoffe, du hast tolle Erfahrungen gemacht!
      Viele Grüße
      Ute

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  • Antworten
    Silvana
    9. März 2015 um 13:08

    Wow ich bin grad auf deine Erfahrungsberichte gestoßen. Ich hab grad selber meinen Job gekündigt und spiele mit dem Gedanken einen Roadtrip durch die Usa zu machen und lasse mich von dir beinflussen. :D
    Darf ich fragen mit welchem Budget man bei so einer Reise rechnen muss?!?

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    • Antworten
      Ute
      9. März 2015 um 13:27

      Hallo liebe Silvana,
      cool, Glückwunsch zu dieser Entscheidung! Eine USA-Reise ist durch den mittlerweile hohen Dollarkurs recht teuer geworden… Also Mietwagen, Motel und Benzin hauen da jetzt ganz schön rein, um ehrlich zu sein. Kommt darauf an, ob du allein oder zu zweit reist (also ob du dir die Kosten für alles teilen kannst), aber da wirst du mit mindestens 120 US$ rechnen müssen und das ist schon sehr knapp kalkuliert. Wenn du zu zweit reist, kannst du dir das alles teilen und dann wird es angenehmer.
      Wünsche dir viel Spaß und eine tolle Reise
      Ute

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