2018 - Anders leben und reisen - Reiseblog Bravebird

Gleich zu Beginn des neuen Jahres hat es mich erwischt. Drei Tage Erkältung mit Dahinvegetieren, Decke anstarren und Lust auf rein gar nichts. Und doch waren es im Nachhinein wichtige Stunden, in denen ich ohne Ablenkung darüber nachdenken konnte, wie dieses Jahr verlaufen soll. 2017 war wider Erwarten eher ruhig geworden und galt in erster Linie meiner Persönlichkeitsentwicklung. Aber in diesem Jahr würde sich einiges ändern, das wusste ich bereits.

Ziel meines Ausstiegs vor 3 ½ Jahren war bis heute, kein Mitglied der klassischen Leistungsgesellschaft mehr zu sein und ein Leben ohne Druck und Stress zu führen. Zudem wollte ich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Freizeit finden und im besten Falle möglichst viel mit möglichst wenig Aufwand erreichen. Und natürlich sollte die Arbeit auch Spaß machen. Klingt das zu viel verlangt? Finde ich nicht, denn warum sollte es eigentlich anders sein?

Wenn ich der Theorie nachgehen wollte, dass man genau das lebt, was man glaubt, galt es erstmal unzählige, negative Glaubenssätze abzulegen und gegen neue zu ersetzen, zum Beispiel »Ich habe das beste und schönste Leben verdient, das man sich nur vorstellen kann.« oder »Ich darf auch mit wenig Arbeit viel Geld verdienen und erfolgreich sein.« Ob diese Glaubenssätze auch tatsächlich funktionieren, müsste ich in diesem Jahr versuchen herauszufinden.

Pläne in den Koffer gepackt - Reiseblog Bravebird
All meine Pläne, Wünsche und Ziele kamen Anfang des Jahres in den kleinen Koffer

1. Wohnen

Im ersten Jahr ohne Wohnung war ich auf Weltreise. Im zweiten und dritten Jahr wollte ich auf die hohen monatlichen Kosten einer Mietwohnung verzichten, weil ich noch nicht wieder so viel arbeiten wollte (↠ Leben ohne Wohnung – wie funktioniert das?) und zugleich nicht 100% sicher war, ob Köln der richtige Ort für mich ist. Und das chillige Leben ohne große Ausgaben mit viel Freizeit gefiel mir zudem auch ziemlich gut (↠ Weniger arbeiten, weniger verdienen, besser leben?).

Als das vierte Jahr anbrach, begab ich mich so langsam auf die Suche nach einer günstigen Wohnung, wenngleich mit gemischten Gefühlen. Abgesehen davon, dass eine kleine Wohnung in Köln einem Sechser im Lotto gleicht, war da noch die Frage: Will ich mich wirklich hier festlegen? Dann kam Herbst und Winter… im ganzen Dezember gab es etwa vier Stunden Sonne und die Gummistiefel auf den Spaziergängen mit meinem Hund wurden zunehmend nerviger.

Nun lag ich also nach Silvester im Bett und irgendwie war klar, dass es so nicht weitergehen könnte. Die Dunkelheit, das miese Wetter, der Regen, der Matsch, das Hochwasser, die schlechte Laune der Menschen – all das waren früher mit meinem stressigen Job perfekte Gründe, mich ins Tal des Jammerns zu stürzen. Heute aber muss ich kreativ arbeiten, gute Texte schreiben und dafür brauche eben auch ich eine gute und sonnige Stimmung um mich herum.

Eine Mietwohnung war nicht in Sicht und irgendwie schien es nicht die richtige Wahl zu sein. Mit meinem VW Bus kann und möchte ich nicht bei winterlichen Temperaturen durch Europa reisen und daher gab es eigentlich nur eine einzige, passende Lösung: Leben in Ferienwohnungen! Ich würde mit meinem normalen Auto fahren, könnte mich jeweils in einem neuen und schönen Ort für eine bestimmte Zeit einleben und währenddessen schreiben. Perfekt!

Wenn der Weg schön ist... - Reiseblog Bravebird

2. Arbeiten

Besonders im vergangenen Jahr ist mir aufgefallen, wie sehr man seine freie Zeit mit unnützen Dingen verplempern kann. Das ist für eine Weile mal ganz schön und tut der Seele wahnsinnig gut, aber auf Dauer kommt unweigerlich die Frage nach Sinn und Effektivität auf. So dachte ich mir vor kurzem »Bevor ich die Zeit derart verdödele, kann ich auch wieder einem langweiligen Job nachgehen. Da bekomme ich dann wenigstens Geld dafür.« Aber das konnte nicht mein Ziel sein.

Also galt es auch hier umzudenken. Ein Blog ist häufig eine Zeitvernichtungs-Maschine, wenn man es nicht als reines Business behandelt. Man startet mit viel Emotion, Energie und Persönlichkeit, gibt viel von sich preis und freut sich über eine wachsende Leserschaft. Wenn der Blog dann irgendwann nicht mehr nur Hobby, sondern Teil des Berufes wird, ändert sich die Sichtweise, denn schließlich möchte oder besser gesagt muss man seine Brötchen damit verdienen.

Normaler Weise müsste ich aus diesem Blog eine viel größere Werbeplattform machen, überall Links und Banner einbinden und ständig Produkte empfehlen, aber irgendwie kann ich mich damit nicht anfreunden. Bei Kooperationen mit Unternehmen soll man oftmals als billiger Werbeträger herhalten und diese geringe Wertschätzung bzw. das Ungleichgewicht zwischen Geben und Nehmen passt mir ebenfalls überhaupt nicht.

Daher bleiben meine beiden Blogs (↠ schau’ auch mal bei CAQTUS rein) meine Spielwiese für das Austoben von Gedanken, Erlebnissen und Fotografien rund um die Welt da draußen und drinnen. Das Wichtigste ist hierbei meine Authentizität, über die ich inzwischen viele Aufträge generiere, die nicht nur erfüllender sind als konsumfördernde Werbelinks, sondern genau meiner Vorstellung von kreativer und sinnvoller Arbeit entsprechen:

  • Im Herbst erscheint mein erster Reise-Ratgeber über einen Münchener Verlag im Buchhandel. Mehr darf ich momentan noch nicht verraten.
  • Im Sommer erscheint ein Bildband namens »Waldwunder« von Dumont, an dem ich als Co-Autorin mit zwei Geschichten und Fotografien mitwirken durfte.
  • Mitte Februar halte ich einen Vortrag über Sicherheit für alleinreisende Frauen in Köln. Wer nicht in der Nähe ist, kann sich auch online einschalten. Mehr Infos dazu hier.

Zwischendurch gestalte ich Webseiten, arbeite 3 Wochen im Quartal fix in einem Kölner Büro und damit bin ich vollends ausgefüllt und erfüllt, weil es sehr abwechslungsreich ist, mir alles davon sehr viel Spaß macht und ich die kreativen Dinge an schönen Orten meiner Wahl verbringen kann. Und ganz wichtig: Da ich mir die Zeit stets frei einteilen kann, fühle ich mich nie überarbeitet, gestresst oder überfordert.

Reisen mit dem VW Bus - Reiseblog Bravebird
Reisen mit dem VW Bus durch Europa – ein Traum, der allerdings auch meine Rastlosigkeit fördert

3. Reisen

Bei den vielen Ratgebern, Hörbüchern und Dokumentationen über Lebensthemen, die ich mir in den vergangenen zwei Jahren zu Gemüte geführt habe, kam ich zwangsläufig an den Themen Umwelt und Politik nicht vorbei. Der Einblick in diese zum Teil verstörende Welt hat nicht nur zu einer längeren Missstimmung geführt, sondern auch vieles an meiner Einstellung und Lebensweise verändert. So versuche ich meinen ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten.

Längere Zeit habe ich kritisch hinterfragt, ob ich mit diesem Wissen überhaupt noch einen Reiseblog betreiben kann, da ich Menschen zum Reisen motiviere. Heute weiß ich, dass es geht, indem ich zum Umdenken anzuregen versuche. Besser Auto, Bus und Zug als Flugzeug oder Kreuzfahrtschiff. Besser länger an einem Ort als wild herumreisen (↠ Warum wir nicht hetzen müssen!). Keine Zoos, Delfinarien oder andere Tierveranstaltungen besuchen usw. (↠ 10 Tipps für bewussteres Reisen)

Heute sehe ich es als großen Erfolg an, wenn ich Leser und Leserinnen dazu inspirieren kann, es mir gleich zu tun: Mit dem Auto oder Camper durch Europa reisen, an einem Ort bleiben – und genießen. Oder vegan zu leben, denn tierische Produkte wie z. B. Käse, Fleisch und Butter stehen in Bezug auf die Umweltbelastung noch weit über dem gesamten Verkehrswesen (↠ Warum Vegan mich glücklich macht). Durch das Reisen mit Auto und Hund bekommt man zudem tolle Einblicke in die Natur.

Obwohl Reisen inzwischen mein Beruf ist, unternehme ich seit meiner Weltreise nur 1-2 Flüge pro Jahr. Hierbei handelt es sich meist um Pressereisen zu Zielen, die in der Regel nicht auf den klassischen Top 10-Listen stehen, sondern irgendwie besonders sind. In diesem Jahr wird dies z. B. eine spezielle Region in Japan sein. Auch hiermit möchte ich Lesern ans Herz legen, die Overtourism-Ziele Bali, Mallorca & Co. zu meiden und einfach kreativ in der Planung zu sein.

Reisen und Spaß haben - Reiseblog Bravebird
Durch den Hund kommt man unterwegs oft zu Stellen, die man sonst nie bemerkt hätte

So sieht’s also aus:

Während ich mal in einem Artikel von dem Glück des wunderschönen Wechsels der vier Jahreszeiten in Deutschland gesprochen habe (↠ Auf der Suche nach Heimat), kann ich das inzwischen nicht mehr bestätigen. Auch die Lage von Köln würde ich im Vergleich zu anderen Orten als Ausgangspunkt für Reisen ins Umland als eher suboptimal beschreiben. Es bleibt für mich also nach wie vor bei der Suche nach einem geeigneteren Platz zum Leben und Wohlfühlen.

Ein weiterer Faktor ist, dass ich mich nach einem Aufenthaltsort sehne, in dem ich nicht von ständigen Geräuschen umgeben bin. Von meinem Schlafzimmer aus höre ich permanent die Autos der Hauptstraße, von meinem Büro die nahe gelegene Autobahn und selbst beim Spaziergang im schönen Park am Rhein rauschen LKW und Auto selbst am Sonntagmorgen im Affenzahn über die Brücke. Ich brauche die Großstadt nicht mehr und sehne mich nach Wald, Natur und neuerdings sogar Berg.

Kürzlich wurde ich gefragt, ob ich den Weg nochmals genau so gehen würde. Ja, genau so. Das war eine manchmal nicht ganz einfache Reise durch sämtliche Lebensthemen und auch der Blick auf das Herdenverhalten des Menschen verändert einiges. Ich höre mehr auf meine Sehnsüchte, denn genau sie bringen mich zu mehr Erfüllung in allen Bereichen. Heute bin ich der Meinung, dass man sich sein Leben frei nach seinen Wünschen gestalten kann – man darf nur nicht darauf hoffen, dass plötzlich ein Wunder von oben auf einen herabfällt.

Jahresplan 2018 - Reiseblog Bravebird

Diese Art zu leben, wohnen und reisen ist abwechslungsreich, ich lerne entspannt neue Regionen kennen, die Reisen kann ich absetzen, ich kann innerhalb weniger Stunden mit Zug oder Auto (ohne Flieger) nach Deutschland fahren, ich habe keine leer stehende und somit kostenintensive Mietwohnung in Köln und gleichzeitig kann ich mich nach einem passenderen Ort zum Leben umschauen. Derzeit habe ich sowohl noch ein kleines Büro als auch ein Mini-Zimmer in Köln, aber wie eingangs schon erwähnt – nächstes Jahr kann alles schon wieder ganz anders sein.

 

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29 Kommentare

  1. Liebe Ute,
    alles im Fluss zu sein bei Dir. Wie schön!
    Bin gespannt, wo Du noch landest.
    Freue mich über jeden Artikel von Dir uns noch viel Spaß im Schnee.
    LG
    Ute

  2. Hej!

    Eigentlich hatte ich nicht vor jeden deiner Artikel zu kommentieren. Ist mir schon fast peinlich ;-)

    Aber gerade ist mir wieder aufgefallen warum ich deine Blogs so gerne lese. Wegen der vielen Parallelen. In deinen Gedanken kann ich mich ganz gut wieder finden. Weniger arbeiten, weniger verdienen, besser leben.

    Meine Art der Umsetzung ist ein wenig anders, aber die Grundgedanken welche mich beschäftigen und antreiben sind letztendlich die gleichen. In der Konsequenz und Authentizität deines Handelns bist Du mir weit voraus, aber ich bin auch nicht ganz unzufrieden mit dem bisher erreichten.

    PS.: Das Laufen mit Hund in Gummistiefeln kommt mir auch ziemlich bekannt vor. Anders erging es mir im Süden Deutschlands diesen Winter auch nicht.

    Ich wünsch Dir was …

    Liebe Grüße
    Hans-Jörg

    1. Hallo Hans-Jörg,
      sorry für meine späte Rückmeldung auf deinen Kommentar. Freut mich sehr, dass dich meine Texte interessieren und manchmal auch ein wenig inspirieren!
      Viele Grüße und bis zum nächsten Artikel!
      Ute

  3. Liebe Ute,

    Irgendwie finde ich immer mal Mal wieder her und zu deinen Artikeln, die für mich gerade passen (und wundere mich, wie wenig ich von den verlinkten Artikeln kenne). Es ist toll, dass du deine Entwicklung so deutlich beschreibst und nachvollziehbar machst. Mit Themen wie Nachhaltigkeit beim Reisen und bei der Ernährung, den “schönen” vier Jahreszeiten in Deutschland und allem was zum Leben in unserem ach so tollen Land dazugehört und der Suche nach Methoden, unserer Leistungsgesellschaft zu entgehen, wird man sich als jemand der gerne reist wahrscheinlich früher oder später beschäftigen (müssen). Ich merke gerade auch wieder, dass sich die Themen mit der Zeit ändern und ich unterwegs viel Zeit habe über Dinge nachzudenken, für die ich vorher gefühlt “keine Zeit” hatte. Leider bin ich noch in Indien, wenn du in Köln deinen”Vortrag” hälst, ansonsten hätte ich dich gerne mal kennen gelernt.

    Ich finde toll, wir authentisch du rüber kommst und freue mich natürlich auch, dass hier nicht überall Werbebanner blinken ;)

    Gruß von einer Aachenerin ;)
    Sylvia

    1. Hallöchen liebe Sylvia,
      Indien – wie schön! <3 Ich hab' mich mal auf deinem Blog umgeschaut - sehr schön! Melde dich doch gerne mal, wenn du in Köln oder Umgebung sein solltest, vielleicht bekommen wir das mit einem Treffen mal hin :) Wünsche dir noch eine wunderschöne Zeit in Asien und liebe Grüße!
      Ute

  4. Liebe Ute
    Ich lese Deinen Blog schon sehr lange und finde es immer wieder unglaublich spannend, Deine Artikel zu durchstöbern. Deine unkonventionelle Lebensweise bringt mich immer wieder zum Nachdenken über vieles, das für uns mittlerweile “selbstverständlich” geworden ist. Vielen Dank dafür.
    Liebe Grüsse
    Ariana

    1. Liebe Ariana,
      toller Vorname! Ein sehr schöner Kommentar, vielen Dank zurück :) Es freut mich sehr, andere mit meinem Lebensweg ein wenig inspirieren zu können. Dann freue ich mich, wenn du auch weiterhin dabei bleibst!
      Ganz liebe Grüße
      Ute

  5. Hallo Ute,

    spannende Gedanken, die Du hier teilst. Das Du mit diesen nicht alleine bist zeigen Dir die Kommentare.

    Was ich besonders am Reisen finde sind die Menschen, die man kennenlernt. Wenn man sich mit diesen unterhält und im Gespräch auf den wesentlichen Kern des Mensch sein kommt, so stellt man fest, dass wir alle gar nicht so verschieden sind.

    Reisen erweitert die eigene Perspektive und fördert meiner Meinung ein besseres miteinander der Menschen und Kulturen. Somit sind Reisblogs wie der deine ein wichtiger Baustein für ein harmonischeres miteinander.

  6. Hallo Ute,

    ich finde es super spannend, wie du dich ausprobierst und “einfach” das für dich passende Leben suchst. Noch dankbarer bin ich dafür, dass du das in deinem Blog teilst. Ein wunderbarer Beitrag, der zeigt, dass man sich dem Druck der gesellschaftlichen Normen überhaupt nicht hingeben muss!

    Sonnige Grüße aus Lövenich (auch wenn ich mich mit Köln als Standort auch noch nicht ganz abgefunden habe, weil es immer mega busy ist, so ist es hier doch etwas ruhiger ;-)),

    Christin

    1. Hallo liebe Christin,
      Lövenich ist in der Tat ein schönes Plätzchen mit viel Natur um dich herum :) Freut mich sehr, dass dich meine Beiträge interessieren <3 Da kommt in nächster Zeit noch viel mehr!
      Alles Liebe und hoffentlich bis bald einmal
      Ute

  7. Liebe Ute,

    nachdem mein erster Kommentar zu diesem Artikel nicht wirklich themenbezogen war, versuche ich es nun noch einmal.

    Wir haben sehr viele Gemeinsamkeiten und ich glaube der größte Unterschied zwischen uns ist folgender. Du machst einfach während ich sehr viel über die Dinge nachdenke und nur sehr kleine Veränderungen umsetzte. Ich bewundere deine Konsequenz, wie Du die Dinge angehst.

    Dein neues Wohnkonzept finde ich sehr spannend und es ist sicher passend für deine momentane Lebensweise. Auf den Gedanken in Ferienwohnungen zu wohnen wäre ich so spontan gar nicht gekommen, weil es vermutlich auch keine günstige Art zu Wohnen ist. Abere eventuell täusche ich mich auch.

    Die Frage “Wie will ich eigentlich leben?” beschäftigt mich zur Zeit auch sehr. Dabei steht vor allem der Aspekt, wieviel Platz man denn für ein erfülltes Leben braucht sehr im Vordergrund. Viele Arbeitskollegen und Freunde haben ein geräumiges Haus und gerade bei uns im Schwabenland ist das “Häusle” (die Verkleinerung kann ich mir eigentlich oft nicht erklären) das oberste Ziel was man erreichen kann/will.

    Für mich stellt sich eher die Frage, wo und wie kann ich unauffällig und möglichst ressourcenschonend, im Idealfall sogar völlig autark wohnen und leben? Sehr interessant finde ich dabei das Konzept der Tiny Houses, wenn es denn unbedingt ein ganzes Haus sein muss. Und noch spannender finde ich die mobile Variante. Es gibt Lösungen wie man auf kleinem Raum leben kann ohne dabei die Umwelt über die Maßen zu belasten und wie man sein kleines Reich bei Bedarf sogar noch verlagern kann. Die größte Problematik daran ist wohl rechtlicher Natur. Man kann einfach nicht überall ein Mobilehome hinstellen und dort über einen längeren Zeitraum leben. Ich vermute fast, Du hast dich mich dieser Wohnform zumindest gedanklich auch schon auseinandergesetzt.

    Ich habe schon eine ganze Reihe interessanter Anbieter solcher Konzepte gefunden. Falls Dich das Thema interessiert habe ich hier eine sehr gelungene Umsetzung gefunden: https://www.wohnwagon.at/
    Wenn die Webseite aktuell ist, wird sogar ein Webentwickler gesucht, der sich um die Gestaltung des Internetauftritts kümmert. Eventuell passt das ja in dein sowieso schon spannendes Leben. Durch Mitarbeit mehr über ein spannendes Wohnkonzept erfahren, vielleicht selber ausprobieren und mit Sicherheit würde auch noch ein toller Artikel für einen deiner Blogs dabei herausspringen.

    Viele Grüße und in gespannter Erwartung deiner Meinung dazu
    Hans-Jörg

    1. Hallöchen Hans-Jörg,
      Tiny Houses gibt es inzwischen in allen erdenklichen Größen und Ausführungen und mittlerweile sogar in praktischer Form eines Anhängers. Mir macht nach meiner längeren Erfahrung allerdings der sehr geringe Platz etwas Probleme. Mich engt das auf Dauer zu sehr ein – zumindest vom Gefühl her. Daher ist die Ferienwohnungslösung momentan für mich die beste und schönste, allerdings würde ich sie ohne Hund wahrscheinlich nicht unbedingt favorisieren. Muss man eben, wie du auch sagst, immer für sich selbst herausfinden. Bei mir wird es sicher irgendwann auf ein altes Haus aus dem Land hinauslaufen, mal schauen :)
      Viele Grüße und bis bald
      Ute

  8. Vieler Deiner Gedanken kann ich sehr wohl nachvollziehen und sogar unterstreichen. Vermutlich haben wir Menschen gewisse Grundbedürfnisse und Ansichten- die auf dem Grund des seins verankert sind. Die soziale Säule sollte sicher nie zusammenbrechen oder dafür draufgehn. Alles andere lässt sich neu definieren und erfinden…

    Toller Artikel gespickt mit vielen inspiration-leben-tips! Danke fürs teilen!

    Lg jkb

  9. Hi Ute, ich finde es superspannend wie du das Leben angehst! Bin heute das erste mal auf deinen Blog gestoßen und freue mich auf mehr!

    Wünsche dir ein erfolgreiches Jahr!

    Beste Grüße
    Christoph

  10. Toll wie offen du über dein Leben und den Wunsch nach immer mehr Freiheit schreibst. Ich glaube auch, dass es meist nur die negativen Glaubenssätze sind, die uns einschränken und die Möglichkeiten eigentlich gewaltig sind. Dein Artikel macht Mut mehr zu wagen.
    Liebe Grüsse

    1. Hi Alexander,
      genauso ist es! Man muss die negativen Glaubenssätze meiner Meinung nach noch nicht einmal um 180 Grad in die positive Richtung ändern, sondern eigentlich nur erstmal damit aufhören, sich ständig selbst runterzumachen und sich diese negativen Dinge immer wieder vor Augen zu führen. Das ändert schon einiges. Drücke dir die Daumen für mehr Mut :)
      Viele Grüße
      Ute

  11. Ach, wie nachdenklich und mir so nah. Auch wir/ich sind immer wieder am überlegen, wie es weitergeht und was wir zukünftig machen wollen. Bei uns ist das “Aussteigen” jetzt ein Jahr her. Klar ist bisher, dieses Jahr geht es auf keinen Fall zurück in den alten Trott und eigentlich wollen wir da auch nie mehr hin.
    Übrigens Du hast uns damals mit Deinem Blog viel Mut gemacht uns zu trauen anders zu leben.
    Vielen Dank für dieses Geschenk.

    1. Liebe Sylke,
      wow – das freut mich sehr zu hören!! Dann weiß man auch immer wieder, warum man weitermachen muss :) Super, dass ihr den Schritt gewagt habt und der Schritt danach ist spannend, unter Umständen kräftezehrend und nervenraubend – aber mit etwas Geduld kann man den richtigen Weg für sich finden, der sich wie bei mir dann sehr erfüllend und befreiend anfühlt.
      Ich wünsche euch alles Gute für die Wegfindung und bis bald einmal!! <3
      Liebe Grüße, Ute

  12. Hallo Ute,
    Stille – das ist etwas, was ich im letzten halben Jahr auf eine so positive Art und Weise erfahren habe. Wir wohnen städtisch, sehr zentral, aber in einer ruhigen Straße und im Erdgeschoss ist es fast den ganzen Tag still. Das ist soooo herrlich! Es war mir vorher nicht klar, wie schön es sein kann. Mich hat es nie gestört, dass wir in unserer alten Wohnung die Straße und unsere Nachbarn als Hintergrundgeräusche hatte, glaube aber, dass ich jetzt unser neues Zuhause als so entspannten und wohltuend empfinde, hat definitiv damit zu tun.

    Wie ich meine freie Zeit sinnvoll gestalten kann, das beschäftigt mich gerade auch. Ich habe ein Kleinkind, und nicht so viel freie Zeit, v.a. nicht immer planbar, bin aber auf der Suche nach einer für mich gelungenen Abendgestaltung. Ich finde man muss ja gar nicht effektiv sein, aber wenn bewusstes, genießerisches Rumtrödeln erholen, in Unzufriedenheit kippt, dann passt es für mich einfach nicht. Und ich merke, dass ich viel mehr Zeit am PC abends verbringe als ich eigentlich möchte.

    Ich würde mich freuen, mehr über das Dauerwohnen in Ferienwohnungen zu lesen, wenn du darüber mal was schreiben magst.
    LG Nadine

    1. Hey Nadine,
      der Artikel über das Wohnen in Ferienwohnungen kommt in ca. zwei Wochen und ich freue mich schon darauf, weil ich von dieser Kombination leben – reisen – wohnen total begeistert bin. Vielleicht nicht für immer, aber momentan passt das einfach bombig (zumal ich durch das schlechte Wetter nicht in Deutschland wohnen muss :))
      Wünsche dir viel Erfolg bei der Suche nach einer gelungenen Freizeitgestaltung und liebe Grüße an euch Zwei
      Ute

  13. Hey Nadine, ich bin gerade auf deinen Blog und diesen Artikel gestoßen. Musste sehr schmunzeln, weil ich das Gefühl hatte jemand schreibt meine Gedanken auf ;)
    Werde gleich mal sehen wo du steckst und was sich seit Januar bei dir getan hat. Ich weiss aktuell auch noch nicht wo ich leben möchte. Habe viele Ideen und werde Ende des Jahres aufjedenfall wieder unterwegs sein.
    Lieben Gruss aus Hamburg

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