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Warum sich mein Beruf verändern muss

Warum sich mein Beruf verändern muss

Reiseblog und Klimawandel - Was sich ändern muss

Yes! Nur zwei Jahre nach der Gründung dieses Reiseblogs war es soweit, dass ich mein Gewerbe anmelden und mich mit den Einkünften im Zusammenhang mit diesem Blog halbwegs über Wasser halten konnte. Ortsunabhängig arbeiten zu können und gleichzeitig meine große Reise-Leidenschaft zum Beruf zu machen war schon lange mein Traum, der 2015 wahr geworden ist. Nachdem ich ein Jahr zuvor aus meinem stressigen Job ausgestiegen war und Mitte 2015 von einer einjährigen Weltreise nach Köln zurückkehrte, veränderte sich jedoch Vieles.

Während der Weltreise stellte ich bereits fest, dass das oft rastlose Reisen gar nicht das Richtige für mich ist. Es war vielmehr die damit verbundene Freiheit, nach der ich mich immer gesehnt hatte. Diese erstrebenswerte Freiheit habe ich inzwischen erfolgreich zu meinem Lebensinhalt gemacht. Gleichzeitig lebe ich jenseits von Konsumzwang und Leistungsdruck, was sich gewaltig auf das eigene Denken und Handeln und somit auch auf meinen Beruf als Reisebloggerin auswirkt. Die Konsequenz daraus möchte ich nach reiflicher Überlegung hier nun kundtun:

1. Vom Reisenden zum “Influencer”

Als ich mit dem Reisen begonnen habe, gab es noch gar keine Blogs und Social Media Kanäle. Damals ging es um die Erfahrung selbst, die man für immer und ewig in seinem Gedächtnis festhalten wollte. Heute, ein bis zwei Jahrzehnte später, ist das Reisen durch Facebook und Instagram zu einem Status und gleichzeitig festem Lebensbestandteil geworden. Man reist nicht mehr nur für sich, sondern auch für die anderen, die einem beim Lifestylen zusehen.

Je mehr Blogger, Instagrammer und Youtuber über einen Ort berichten und davon schwärmen, umso mehr Menschen wollen dorthin. Die Folge: Je mehr Menschen an diesen begehrenswerten Ort wollen, umso mehr Blogger werden noch zu den bereits existierenden Berichten weitere hinzufügen. Eine Lawine namens Massentourismus entsteht an den ohnehin schon überlasteten Inseln, Städten, Stränden, Naturwundern und günstigen Pauschaltourismus-Zielen.

Artikel über Instagram Tourismus - Reiseblog Bravebird

Da Influencer für viele ein Traumberuf zu sein scheint, schießen neben Instagrammern und Youtubern auch immer mehr Blogs aus dem Boden. Bei dem Überangebot an Reiseberichten haben dann Artikel ohne die Superlative “ultimativ”, “perfekt” und “must see” in der Überschrift kaum mehr eine Chance, auf die erste Seite einer Suchmaschine zu gelangen. Zum großen Reiseglück gehören “Bucket Lists”, “Instagrammable Places” und natürlich Travel Quotes. Und immer häufiger höre ich vor allem junge Menschen sagen, dass sie Land xy noch “machen” müssen.

Instagram Hype - Reiseblog Bravebird
Instagram: Suche nach Must Visit Places für die Bucket List

In diesem Wettbewerb ist es kaum vermeidbar sich diesen Trends zu verschließen, denn wenn man als hauptberuflicher Blogger Geld verdienen möchte, zählen für Aufträge und Kooperationen nunmal die Reichweite und Follower-Zahlen. Dennoch muss ich bei vielen Trends passen, weil ich in erster Linie immer noch reisen möchte und keine Lust habe, ständig mit Hut, Kleid, Crossbody Bag, Lichterkette oder Yoga-Equipment frisch frisiert und gestylt an allen möglichen Plätzen zu posen. Das ist nicht meine Welt.

2. Die subtile Fremdbestimmung: Werbung

Während man früher die minutenlangen, nervigen Werbephasen abends beim Fernsehen gucken genutzt hat, um mal eben auf’s Klo zu gehen oder neue Chips zu holen, ist es heute völlig unmöglich werbefrei zu leben. Ganz im Gegenteil: Wenn man sich die vielen Millionen Follower der Influencer vergegenwärtigt, die sich tagtäglich und bewusst die Fotos, Videos und Stories auf den sozialen Kanälen reinziehen, scheint diese immense Werbedosis nicht nur normal, sondern explizit gewünscht zu sein.

Blogger und Influencer leben von Werbung - Reiseblog Bravebird

Aus meiner beruflichen Sicht als Kommunikationswirtin ist diese Entwicklung allerdings durchaus als positiv betrachten, denn Menschen werden offenbar immer leichter beeinflussbar. Produkte werden ebenso wie die werbenden Influencer nur selten hinterfragt und daher ist es nicht verwunderlich, dass krebsfördernde, gesundheitsschädliche oder auf Ausbeutung basierende Produkte vollkommen selbstverständlich im Warenkorb landen.

3. Klimawandel fordert Veränderung

Immer mehr Menschen konsumieren und immer mehr Menschen reisen. Was das mit einem Reiseblog und dem Klimawandel zu tun hat? Ziemlich viel, denn sowohl Reisen als auch Konsumieren haben extrem viel mit dem Flugzeug zu tun und das ist bedauerlicher Weise das umweltschädlichste Verkehrsmittel. Wir können mit nichts anderem in unserem Alltag unseren persönlichen Fußabdruck so enorm in die Höhe treiben wie mit Flügen oder Kreuzfahrten.

Das gesamte Ausmaß ist mir erst im vergangenen Jahr durch das Buch »FAIRreisen« bewusst geworden und die Hintergründe verschiedener Bereiche bereiten mir seitdem zunehmend Kopfzerbrechen. Seit vier Jahren fliege ich privat gar nicht mehr und für den Blog nur noch 1-2x/Jahr (und kompensiere die Flüge seit zwei Jahren), aber damit fühle ich mich alles in allem nicht mehr wohl.

Fluter Magazin - Da kommt was, Klimawandel - Reiseblog Bravebird
Magazin der Bundeszentrale für politische Bildung – Die Ausgabe kann man kostenlos ansehen unter www.fluter.de/heft70

Ich habe mich daher nach langem Überlegen dazu entschlossen, bis auf weiteres nicht mehr zu fliegen und außerdem zukünftig keine Flugreisen mehr auf diesem Blog anzubieten. Es passt für mich mittlerweile nicht mehr zusammen, wenn ich einerseits sage, dass mir die absehbaren Auswirkungen des Klimawandels Angst machen, und ich andererseits selbst ein überdurchschnittliches Ausmaß an CO2 verursache. In vielen anderen Bereichen habe ich mich bereits reduziert und dies hier ist der nächste Schritt.

CO2 Budget eines Reisenden - Reiseblog Bravebird
Ein durchschnittlicher Reisender überzieht sein CO2-Jahreskonto um das 7-fache
CO2 Fussabdruck bei Flügen - Reiseblog Bravebird
So traurig es ist… Flugreisen sind kein cooler Lifestyle mehr

Gleiches gilt für meine beiden Facebook-Gruppen für alleinreisende und gemeinsam reisende Frauen mit insgesamt 15.000 Mitgliedern. Ursprünglich hatte ich die Gruppen gegründet, um Frauen eine Hilfestellung zur Überwindung für Ihre erste (Allein-) Reise zu geben. Nach 3.500 freigeschalteten Beiträgen musste ich allerdings auch hier den Effekt von Dynamiken feststellen, denn immer öfter ging es hier um das “noch häufiger”, “noch weiter”, “noch billiger”, weshalb ich beide Gruppen abgegeben habe.

4. Flugzeuge – Beginn einer Abneigung

Früher waren sie der Weg in die Freiheit und haben mich zu wunderschönen Plätzen gebracht. Heute sehe ich die Dinge aus einer völlig anderen Sicht. Wenn das Reisen zum Beruf und somit auch zwangsläufig ein wenig zur Normalität wird, bleibt die rosarote Reisebrille immer häufiger abgesetzt und daher haben sich auch dahingehend meine Reisen und Eindrücke sehr verändert. Abgesehen von dem hohen CO2-Ausstoß pro Flug gibt es noch diverse andere Aspekte.

Heute sehe ich im Flugzeug die Unmengen an Plastik und Einwegartikeln, die durch meine Hände wandern. Laut diesem Artikel im Spiegel verballert die Flugindustrie hochgerechnet 5,8 Milliarden Kilo Müll pro Jahr. Tendenz steigend. Gleiches gilt für die Massen an nicht verbrauchten Lebensmitteln, die lt. diesem Artikel allesamt in die Tonne wandern: Obst, Süßes, alles. Kaum vorzustellen, welche unfassbar großen Mengen Lebensmittel sinnlos weggeworfen werden.

Flugzeug Abneigung - Reiseblog Bravebird
Romantischer Strandurlaub (© Ramon Kagie, Unsplash)

Über mögliche Strahlenbelastungen durch Ganzkörperscanner oder den Flug selbst habe ich mir früher nie Gedanken gemacht. Auch nicht über die giftigen Öldämpfe, die in die Flugkabine geraten können (Fume Events). Oder dass ein Flieger bei technischen Problemen bis zu 70 Tonnen Kerosin vor der Landung auf unsere Wälder ablässt (Fuel Dumping).

Und dann gibt es da noch die persönliche Beeinträchtigung am Boden: der notorische Fluglärm. Am Flughafen Köln-Bonn startet oder landet rund um die Uhr im Durchschnitt alle 4 Minuten ein Flieger. Im Büro und überall in der Kölner Natur verfolgt mich das brachiale Turbinengeräusch. Nicht selten wache ich nachts von einem startenden Flugzeug auf und stelle mir vor, wie eine Rakete Richtung Weltraum aufbricht. Für mich ist diese massive Geräuschbelästigung der Hauptgrund, dieser Stadt in absehbarer Zeit den Rücken zu kehren.

Wie geht es mit diesem Blog weiter?

Wenn man für sich herausfindet, dass es zwar wichtig ist, seinen Lebensunterhalt zu sichern, Erfolgsstreben und Leistungsdruck jedoch relativ unwichtig sind, verändert sich eine ganze Menge. Ausgestiegen bin ich damals, weil ich mein Leben so schön und individuell gestalten wollte, wie es auf diesem wundervollen Planeten nur möglich sein kann. Allerdings ist diese romantische Vorstellung irgendwann verloren gegangen, denn vieles um uns herum entwickelt sich ganz und gar nicht gut.

Eine gesunde Zufriedenheit zu erreichen ist wider Erwarten sehr einfach und das auch mit wenig Geld. Mir stellt sich jedoch immer häufiger die Frage, ob ich in Anbetracht des fortschreitenden Klimawandels und anderen problematischen Themen noch alt werden kann. Daher wird sich bei mir folgendes ändern:

  • Klimawandel: Er ist meiner Meinung nach mehr als ernst zu nehmen, weshalb ich nicht mehr nur die bei Reiseblogs allseits beliebten Friede-Freude-Eierkuchen-Berichte schreiben kann. Das erscheint mir überhaupt nicht mehr zeitgemäß. In vielen Bereichen bin ich heute bereits eher “Defluencer” und zugleich der Meinung, dass Aufklärung in der Kategorie Reise einen extrem großen Nachholbedarf hat.
  • Fliegen: Als Einzelner kann ich am meisten bewirken, wenn ich auf das Fliegen verzichte. Bis auf weiteres werde ich daher nicht mehr fliegen (#flightfree) – auch nicht für sogenannte grüne Projekte. Unabhängig davon wird dieser Blog zukünftig keine Beiträge mehr zu Flugreisen anbieten. (Einer wird in Kürze noch von einer Gastautorin über Marokko folgen – aktualisiert: hier ist er; die Kooperation war fest vereinbart.)
  • Zukünftige Hauptthemen: Nachhaltiges Reisen, Aufklärung zu kritischen Themen wie schon zu Bali, Kreuzfahrten und AirBnb erfolgt, flugfreies Reisen mit Zug, Zelt und Hund, Outdoor und Camping, Ferienwohnungen und Tiny Houses, Autark leben, Buchtipps, Less Waste, verschiedene Lebensthemen und Interviews.
  • Nachhaltigkeit: Ab und an werde ich ein luxuriöseres Hotel in Europa vorstellen, wenngleich es nicht so nachhaltig ist wie z. B. eine Ferienwohnung. Urlaub ist nach wie vor wichtig und natürlich werden Menschen immer reisen. Mir ist es nur von der Idee her lieber, ein besonderes Hotel in Europa mit Anreise über Land zu empfehlen als jemanden zum Fliegen zu animieren. Ansonsten freut sich meine Facebook-Gruppe Bravegirls – Nachhaltig reisen über eine wachsende Mitgliederanzahl.
  • Werbung: Gerade das Besondere an einem Blog sollten Autonomie und Authentizität sein. Daher möchte ich – wenn auch sehr zum eigenen finanziellen Nachteil –  weiterhin keine Werbe-Marionette sein, die alle möglichen Dinge in die Kamera hält und behauptet, dass man genau das gerade unbedingt braucht und kaufen sollte. Bei Pressereisen nehme ich ohnehin nur Ziele und Unterkünfte an, bei denen ich sicher bin, dass sie eine Reise wert sein werden. Ganz werbefrei kann ich leider nicht sein, weshalb man sich aber darauf verlassen kann, dass die wenigen Dinge, die ich empfehle, 100% meiner Überzeugung entsprechen.
  • Mein Beruf: Etwas verzwickt. Es bleibt abzuwarten, ob ich mit den zahlreichen Einschränkungen Geld verdienen kann. In Kürze werde ich meinen VW-Bus verkaufen und damit ganz entspannt die nächsten Monate überbrücken. Ich möchte gerne (endlich) ein Buch über das Aussteigen und meine Erfahrungen auf diesem spannenden Weg in die Freiheit schreiben sowie ein paar Petitionen im Sektor Verkehr ins Leben rufen über Dinge, die mehr Aufmerksamkeit benötigen. Es gibt hier so viel zu tun…
  • Mein 2. Blog: Auch mit meinem Mindset-Magazin habe ich eine klarere Ausrichtung gesucht. Ich bin überzeugt, dass wir bedingt durch die Entwicklungen des Klimawandels, einer wachsenden Weltbevölkerung und der Digitalisierung im Laufe der nächsten Jahre einen völlig anderen Lebensstil brauchen werden. Welche Mittel und Wege es gibt und wie Veränderung dahingehend gelingen kann, wird daher Hauptthema des Blogs werden – und einen neuen Namen bekommt er auch.

Viel Veränderung, aber es fühlt sich für mich viel besser an. Träume können sich offensichtlich ganz anders entwickeln, wenn sie in Erfüllung gegangen sind. Und manchmal muss man dann eben Türen schließen, damit sich neue öffnen können. Ich würde mich daher freuen, wenn du mir als Leser treu bleibst.

Zeige Kommentare (70)
  • Liebe Ute,

    ein toller Text und ganz wunderbare Gedanken und Ziele. Ich bin immer noch beeindruckt von deinem mutigen Schritt – denn das ist es, zu sagen: bis hierher und nicht mehr so weiter. Ich wünsche dir gute Kooperationen und uns viele tolle Texte von dir über nachhaltigeres Reisen und wunderschöne europäische Orte.

    Ganz liebe Grüße
    Janine

    • Liebe Janine,
      vielen Dank für deinen Zuspruch und das schöne Feedback! Ich würde mich auch freuen, wenn ich den Blog auf dem “neuen Weg” weiter erhalten und mit nachhaltigem Leben füllen kann.
      Alles Liebe,
      Ute

  • Manchmal muss man Türen schließen, damit sich neue öffnen … mehr muss man nicht sagen. Ich freue mich sehr auf die weiteren Veränderungen bei Dir.
    Liebe Grüsse Daniela

  • Ganz toller Beitrag. Wir können uns alle eine Scheibe von dir abschneiden. Bei sich selbst anzufangen ist immer schwer, gerade wenn es um unsere heißgeliebten Reisen und Erlebnisse geht. Aber mir wird oft auch nur noch schlecht, weil ich im Urlaub die negativen Seiten sehe, die dunklen Abgründe hinter diesem Spaß. Das vermiest es mir so richtig, im vermeintlichen Paradies abzuschalten. Ich hoffe es geht mehr Menschen so in der Zukunft. Und danke für all deine Mühe und Aufklärung. Weiter so! lg Steffi

  • Verdammt großes Lob an dich liebe Ute! Du sprichst einige Punkte an mit denen ich auch schon seit geraumer Zeit Probleme habe… Ehrlich gesagt nerven mich auch Personen, die die ganze Zeit um die Welt jetten, den meisten folge ich schon gar nicht mehr. Insofern freue ich mich sehr, dass du dort einen anderen Weg einschlagen wirst!!

  • Ein vernünftiger (und doch sehr mutiger) Schritt, den ich sehr bewundere und mir sicher zum Vorbild nehmen werde. Ich mache mir auch so meine Gedanken und habe beschlossen in Zukunft auch ein paar Dinge anders zu machen <3

  • Danke für diesen authentischen und soo wichtigen Beitrag. Ich sehe es 100% genau wie du und werde dir sehr gern weiter auf deinem spannenden und mutigen Weg folgen. Ich finde es toll, dass du dich der Verantwortung stellst!

  • Liebe Ute,
    meinen Beifall für diesen mutigen Artikel und Deine Entscheidung müsstest Du eigentlich hören können! ;-)
    Wir haben für dieses Jahr erstmalig keinerlei Flugreise geplant. Stattdessen geht es zweimal mit dem Rad auf Reisen, das Zelt ist auch dabei. Von daher freue ich mich auf neue Artikel von Dir und hoffe, das Dein Konzept für Dich auch finanziell aufgeht.
    Viele Grüße
    Karen

  • Hallo Ute,
    ich kann Deine Gedanken und Schritte nachvollziehen und finde Deine Schlussfolgerungen nur konsequent.
    Der Klimawandel, der Konsumwahn und das immerwährende Streben nach “Mehr” sind nur einige der großen Herausforderungen unserer Zeit, die ein Ändern des Lebensstils nach sich ziehen müssen. Es sind einige Dinge aus dem Ruder gelaufen, dazu gehört auch das Reisen.
    Ich hab aus ganz ähnlichen Gründen kürzlich einen Blog angefangen, in dem es ums Reisen, Fotografieren und um politische/gesellschaftliche Themen geht. Es braucht mehr nachhaltige Influencer – gut, dass Du voran gehst.
    Ich wünsche Dir, dass Du Dir Deine finanzielle Unabhängigkeit erhältst, Dein Leben so gestalten kannst, wie Du es Dir vorstellst und dass Du viele von Deinem nachhaltigen Weg überzeugst.
    Beste Grüße,
    Martin

  • Liebe Ute,
    vielen Dank für deinen tollen Beitrag! Ich habe erst am Wochenende feststellen müssen welch erschreckenden CO2 Abdruck ich alleine im letzten Jahr hinter mir gelassen habe. Natürlich wusste ich das auch schon während der Flugreisen, aber gesammelt hat es mich dann doch sehr erschrocken. Einer der Gründe warum ich dieses Jahr ausschließlich in Europa, vorwiegend mit dem Camper reisen möchte.
    Ich ziehe meinen Hut vor Dir und deiner starken Entscheidung, ganz stark!

    Viele Grüße
    Isa

  • Liebe Ute,
    wieder ein großartiger, erbarmungslos ehrlicher Beitrag! Ich kann alles, was du sagst, sehr gut nachvollziehen. Meine Gedanken gehen in eine ganz ähnliche Richtung, nur dass ich (noch) nicht so radikal in der Umsetzung bin, wie du. Absolut Respekt, dass du das so konsequent durchziehst.
    Ich werde deine Blogs in jedem Fall weiterhin sehr gern lesen, gerade weil du so erfrischend anders/ehrlich schreibst, als der Rest der Blogger. Nur wenige haben diese Einsichten bzw. vermutlich verschließen viele die Augen, weil ja anderenfalls ihr Job – Reiseblogger -eben nicht mehr möglich wäre. Ich bin sicher, dass es für dich auch in Zukunft Einnahmequellen geben wird. Auf das angesprochene Buch freue ich mich jetzt schon.
    Alles Gute und lass uns bitte weiter an deinem Weg teilhaben, du bist ein großes Vorbild & Inspiration für mich.
    Liebe Grüße
    Manuela

  • Meine Liebe,
    ich bin begeistert. Ich bin mir lange sehr einsam vorgekommen mit meinem Anspruch in Sachen Klimaneutralität. Ich bin mit meiner Familie mit dem Zug nach Frankreich gefahren. Wir haben unseren Betrieb 2010 klimaneutral gestellt und wurden immer mit einer Mischung aus Bewunderung und Verständnislosigkeit betrachtet. Irgendwann habe ich es aufgegeben, darüber zu reden, aber es war und ist mir wichtig, selbst zu handeln. Wir haben, als unsere Tochter größer wurde und unbedingt mal warmes Meer sehen wollte, auch mal 3 Flugreisen gemacht und bei atmosfair ausgeglichen. Mit einem blöden Gefühl. Ich kann deine Entscheidung sehr gut verstehen und finde es toll!
    Liebe Grüße
    barbara

    • Liebe Barbara,
      ich habe mich sehr über deine Rückmeldung gefreut! Diese Reise ins Wendland war das beste Beispiel dafür, wie wunderschön Orte in gar nicht großer Entfernung sein können, die sich für immer ins Gedächtnis einbrennen. Kürzlich habe ich bei einem Vortrag mit lauter Hotelbesitzern im Publikum erwähnt, dass es insbesondere die Persönlichkeit eines Hotels ausmacht und das es da eins gäbe, das ich nicht mehr vergessen werde… und das ist im Wendland! :) Ich hoffe sehr, dich/euch/euer schönes Haus bald einmal wieder besuchen zu können und drücke euch ganz fest! Bis hoffentlich bald, liebe Grüße, Ute

  • Herzlichen Glückwunsch, die Entscheidung lag sowas von auf der Hand. Ich habe schon länger gedacht, dass vieler deiner Beiträge gar hier nicht mehr zu dem nachhaltigen Lebensstil passen, für den du dich eigentlich einsetzen möchtest.
    Ich befinde mich in einer ähnlichen Situation. Ich bin mir seit Ewigkeiten über die Schädlichkeit des Fliegens bewusst (habe immerhin Geografie studiert und setze mich schon seit gut 15 Jahren intensiv mit Nachhaltigkeit auseinander) – und fliege trotzdem zu viel. Wegen der beruflichen Flüge (ca. 1-2x pro Jahr) fühle ich mich schon seit Jahren extremst unwohl, aber ich fühlte mich zu abhängig, um mich dem komplett zu verweigern. Und mir fehlte das Selbstbewusstsein, um mal ordentlich auf den Tisch zu hauen. Die nächste Flugdienstreise steht leider auch schon fest. Aber lange möchte ich mit diesem inneren Konflikt nicht mehr leben. Es ist gut, dass wieder Leben in die Klimadebatte gekommen ist. Zum einen hinterfragen wir wieder verstärkt unsere Gewohnheiten und zum anderen werden jetzt vielleicht auch Leute etwas einsichtiger, die sich dem Thema total verweigert haben..,

    • Liebe Heike,
      vielen Dank für diesen wertvollen und ehrlichen Beitrag. Veränderung braucht einfach Zeit und gerade als Sicherheitsmensch, der erstmal alles Mögliche abwägen möchte, braucht es wahrscheinlich noch etwas mehr. Ich habe lange überlegt, ob ich wirklich mit diesem Entschluss leben kann und jetzt – nach nur ein paar Wochen – kann ich es mir schon gar nicht mehr anders vorstellen. Es passiert eben fast alles nur im Kopf.
      Ich wünsche dir weiterhin gutes Gelingen und gute Entscheidungen, die dir mehr Wohlbefinden bringen <3
      Liebe Grüße,
      Ute

  • Liebe Ute,

    es freut mich wahnsinnig für dich, dass du damals als du weltweit unterwegs warst so viele schöne Orte dieser Welt besuchen konnte, wo nicht jeder mit dem Smartphone, dir die Sicht versperrte. Ich finde es sehr schade, dass du deine finanzträchtigen Projekte mittlerweile aufgibst und dir eine neue Einnahmequelle versuchst zu generieren. Ja, es nervt, dass man mittlerweile alles als Werbung kennzeichnen muss, ich verstehe dich.

    Ich wünsche dir alles Gute und bitte übertreibe es nicht mit Schutz des Klimas, es nützt nichts wenn nur 1 Land oder ein paar wenige von den insgesamt 198 Ländern mitmachen. Hier ein klares Bekenntnis, es kann sich nur wetwas ändern, wenn alle an einem Strang ziehen und nicht nur das links grüne Deutschland, mit seinen Spinnern (Die Grünen und dummen Linken Parteien) , die lieber alle Arbeitsplätze schneller auslagern, wegen dem Feinstaub und sonstigen ideologisch grünen und linken Gedankenweise. Schaut bitte nach Asien oder Südamerika wie es dort in Bezug auf die Umweltnormen aussieht, sowas gibt es dort gar nicht!
    Jeder kann etwas bewegen und ich hoffe, dass ich noch sehr viele Artikel von dir liebe Ute zu sehen und hören kriege und lass dich bitte dafür anständig bezahlen.

    Ich wünsche dir von Herzen nur das Beste, aber bitte Denke auch an Dich und deinen Lebensunterhalt. Würde mich sehr über deinen nächsten Trip im Flugzeug oder Auto oder Bahn oder zu Fuß freuen :-)

    • Hallo Eka,
      Danke für deine Meinung und den positiven Zuspruch! Die meisten Presse-Flugreisen werden ohnehin nicht bezahlt, sondern erbitten eine Gegenleistung in Form eines Beitrags usw. Also dahingehend habe ich keine monetären Nachteile. Da ich nun sehe, dass es inzwischen auch viele Menschen gibt, die an nachhaltigen und flugfreien Reisen interessiert sind, scheint es mit der Fortsetzung des Blogs nicht so schwierig zu sein. Dennoch bin ich nicht der Meinung, dass man etwas fortsetzen sollte, was sich als nicht mehr stimmig anfühlt, nur weil es Geld bringt. Aber da bin ich vielleicht auch etwas zu idealistisch :)
      Viele Grüße
      Ute

  • Liebe Ute,

    geil. Und ja, durch Deine verändernde Einstellung und die gezogenen Konsequenzen bleibe ich Dir, als meist stille Leserin, treu. Du gehst den Weg Deines Herzens und das ist für uns alle ein Gewinn. Hör nie auf damit.

    LG Bianca

    • Hallo liebe Bianca,
      ich werde mir größte Mühe geben! Sich völlig frei von irgendwelchen monetären Einflüssen in der Öffentlichkeit äußern zu können und dürfen, ist ja auch irgendwie ein Privileg heutzutage und das werde ich weiterhin im Guten nutzen. Dank dir für den mutmachenden Kommentar und liebe Grüße! Ute

  • Gratuliere zu dem Mut, diesen Weg zu gehen, abseits vom Mainstream. Wir versuchen auch, Flugreisen als absoluten Luxus zu sehen-seit Jahren verzichten wir darauf und sind lieber langsam und gelassen mit unserem Dachzelt unterwegs. Ich wünsche dir sehr, dass du mit deinem Weg deinen Lebensunterhalt verdienen kannst und gleichzeitig noch mehr Menschen aufmerksam machen kannst, dass es auch anders geht und es uns allen besser tun würde.

    • Hi Alex,
      vielen Dank für den Zuspruch! Dachzelt ist möglicherweise auch für mich eine Option in Zukunft, aber dafür habe ich aktuell nicht das richtige Auto. Es wird spannend, wie sich das Thema Mobilität und Reisen in Zukunft entwickeln wird. Super jedenfalls, dass ihr auch das langsame Reisen für euch entdeckt habt!
      Liebe Grüße und gute Fahrt
      Ute

  • Ehrlich gesagt, ist deine neue Ausrichtung ein viel größerer Anreiz für mich deinem Blog zu folgen. Alleine Reisen kann ich. Dazu brauche ich weder Inspiration noch Unterstützung und Instagram habe ich nicht mal…
    Spannend wird es beim Thema nachhaltig zu reisen. Da ist ist es dann nicht mehr ganz so leicht für mich und da freue ich mich sehr auf Inspirationen :)
    Ich bin zwar selbst noch nicht flugfrei, aber auch da freue ich mich auf deine Beiträge. Grundsätzlich kann ich mir das durchaus vorstellen -auch wenn es wohl nicht immer gehen wird, da mein Mann aus Sri Lanka kommt.
    Liebe Grüße,
    Melanie

    • Liebe Melanie,
      Sri Lanka… wie schön! Superklasse, dass du dich für die “neuen” Themen interessierst. Da werde ich mir umso mehr Mühe geben :)
      Alles Liebe, Ute

  • Der Ansatz ist absolut cool und der Schreibstil ist sehr überlegt. Du kannst ja dein Influencer Status nutzen um das Thema Nachhaltigkeit in der Vordergrund zu holen und Möglichkeiten aufzuzeigen. Wie zum Beispiel Müll sammeln am Strand ist cool, mach mit pro Kilo gesammelten Müll gibt es ein kostenloses Ebook von mir etc. halt so nutzen das du am Ende des Tages nicht mit dem Gedanken ins Kissen sinkst das du auch nur einer von vielen bist der zum Massentourismus beiträgt. Zudem könnte man auch Orte in den Vordergrund rücken die Tourismus brauchen, wie kleine Bauernhöfe oder verlassene Ort, so setzt man sich ja auch vom Mainstream ab der immer nur Inselstorys verfasst, mit gefakten Smiley Selfies.

    • Hallo liebe Claudia,
      das sind allesamt gute Tipps, vielen Dank dafür! Es gibt sooo viel, über das man hier schreiben kann, da werde ich nicht müde werden. Freue mich sehr über diesen positiven Zuspruch, denn das macht mir Mut, mehr über diese Themen zu schreiben.
      Liebe Grüße!
      Ute

  • Ein ausgezeichneter Artikel. Er scheint vor unverfälschter Ehrlichkeit nur so überzusprühen und ist wundervoll flüssig zu lesen. Danke dass du deine Gedanken so unverblümt mit der Welt teilst. Ich werde dir definitiv auch weiterhin als Leserin treu bleiben.

    • Tolles Kompliment, Dankeschön! Meiner Meinung nach bringt das Einfärben der Realität keinen weiter. Daher freut es mich sehr, dass du weiter dabei bleibst. Ganz liebe Grüße!

  • Hallo Ute,
    die Gedanken die du dir machst sind interessant. Gibt Anstoß für eigenes Nachdenken.
    Grüße aus Hamburg

  • Hallo Ute,
    sehr gut nachgedacht und prima zusammen gefasst. Ist nichts mehr hinzu zufügen. Ich hoffe (für uns alle), dass du damit auch wieder einen Zeitgeist triffst und Vorbild für Veränderung bist. Themen werden dir nicht ausgehen, denn gerade bei der Suche von alternativen Reisemöglichkeiten kannst du noch vieles neu konzepieren und darüber erzählen.
    Viel Erfolg
    Jürgen

    • Hey Jürgen,
      ganz richtig, die Themen gehen mir sicher nicht aus :) Vor allem das Thema Mobilität wird eine kleine Herausforderung, aber darauf freue ich mich auch sehr. Dank dir für das sehr positive Feedback!
      Viele Grüße und Danke,
      Ute

      • …noch etwas, dass mir sehr wichtig erscheint: #flightfree finde ich toll – gerade, wenn man als Influencer sich als Vorbild sieht. Es kann aber im Netz schnell auch zur Polarisierung führen. “Ich verzichte (Schmerz) und mit euch anderen diskutier ich nicht, weil ihr schlecht seid” – um es überspitzt zu formulieren. Die “Wenig-und-mit-schlechtem-Gewissen”-Flieger werden aber gebraucht, um politische Mehrheiten für eine Änderung zu finden. Sonst wird der freigewordene Sitzplatz im Flieger nur durch jemand anderen belegt, der für 19.99 auf einen Kaffee nach London jettet.
        Gerade in den ökologisch angehauchten Parteien gibt es zu viele Flugbegeisterte. Man muss sie trotzdem auf der Reise in eine emissionsfreiere Welt mitnehmen. Nicht durch Hashtags aussperren.

  • Liebe Ute, ich verfolge deinen Blog fast von Anfang an und freute mich immer sehr auf neue Berichte von den schönen Plätzen unserer Erde. Ebenso interessiert hat mich immer dein eigener Weg. Deinen Mut, alles materielle aufzugeben und dich unabhängig zu machen, habe ich leider nicht. Jedoch zeigtest du die letzten Jahre, dass es möglich ist. Sehr interessant fand ich, was du in einem Bericht über das Thema Freiheit geschrieben hast. Dass – wenn ich mich recht erinnere – dein anfänglicher Motor das Gefühl von Freiheit war, dass dich bewog, dein altes Leben aufzugeben und zu reisen. Du aber später merktest, dass du nicht unbedingt reisen musst um Freiheit zu spüren. (Ich hoffe, dass ich es richtig in Erinnerung habe). Und so konnte ich die Entwicklung, die du in diesem Artikel jetzt beschreibst, miterleben. Schon vor längerer Zeit habe ich mit einer Veränderung in deinem Leben gerechnet und finde es sehr mutig von dir, diesen neuen Weg einzuschlagen. Dafür wünsche ich dir genau so viel Erfolg, wie du dir wünscht um davon leben zu können. Vor allem aber, dass es dir persönlich mit dieser Entscheidung gut geht. Ich freue mich auf weitere Berichte und Inspirationen und das angekündigte Buch natürlich. Auch wenn ich selbst noch nicht ganz aufs Fliegen verzichten möchte, hast du mich sehr nachdenklich gemacht ?
    Beim Thema Fluglärm über Köln kann ich dir absolut zustimmen. Insbesondere nachts ist das eine Katastrophe.
    Alles Liebe und Gesundheit wünsche ich dir von Herzen ?

  • Hallo,
    Ich hab deinen Artikel gelesen und mich sofort wieder erkannt. Aktuell lebe ich meinen Traum und bin gemeinsam mit meinem Mann auf Weltreise . Wir haben ein Jahr Zeit. Am liebsten würde ich aufs Flugzeug verzichten. Funktioniert für uns leider nicht. Obwohl ich privat auf Plastikmüll verzichten möchte, vegan lebe und mich für all die Umweltschutzthemen interessiere. Der Drang nach dieser Freiheit was zu erleben Die Welt zu sehen usw ist einfach so unfassbar groß, dass wir halt auch Fliegen.
    Ich bin da vollkommen im Zwiespalt.
    Überlege, das ganze noch in eine andere Richtung zu steuern. Was schwierig sein wird.
    Ich bin sehr gespannt auf deinen Weg und wünsche dir viel Erfolg.
    Danke für diesen tollen Text.
    Lg Melina

  • Liebe Ute,

    ich werde dir 100%ig als Leserin treu bleiben. Denn dieser Artikel zeigt, dass du dich nicht vor dem verschließt, was in der Welt vor sich geht, obwohl das bestimmt manchmal die einfachere Lösung wäre. Ich empfinde dich als mutig, authentisch und hochgradig inspirierend! Ich fiebere neuen Posts von dir immer sehr entgegen (vor allem auf Caqtus), auch wenn sie oft eine gute Portion Weltschmerz in mir auslösen.

    Jeder, dem ein bisschen was an unserem Planeten liegt, sollte sein Verhalten in vielen Lebensbereichen grundlegend überdenken. Du gehst daher den einzig richtigen Weg.

    Alles Gute für dich!
    Sandra

    • Was für ein wunderschöner Kommentar, Sandra… tausend Dank dafür! Auch, wenn ich persönlich nicht unbedingt Anerkennung oder Schulterklopfen brauche – es ist total wichtig zu wissen, dass meine Texte irgendwie weiterbringen und inspirieren. Daher habe ich mir fest vorgenommen, zukünftig mehr zu schreiben und mehr Gummi zu geben. Die Zeit drängt ohnehin. Bis ganz bald und alles Liebe! Ute

  • Hallo Ute,
    verfolge deinen Blog schon seit vor deinem Ausstieg vor 5 Jahren und deiner anschließenden einjährigen Weltreise und habe auch danach immer wieder Mal reingeschaut. Deine Veränderung finde ich mehr als löblich und sehr vorbildlich von dir. Als Realist muss ich jedoch sagen dass es kaum was bringen wird.

    Warum ? Ich finde dass es kaum etwas bringt wenn sich ein paar tausend Menschen dazu entscheiden nicht mehr zu fliegen. Dadurch wird – denke ich – kaum ein Linienflug ausfallen. Es müsste schon ein weltweiter Trend her dass sich viele Menschen dafür entscheiden und der Klimawandel nicht verhindert sondern verlangsamt werden kann. So lange jedoch Länder wie die USA und China keinen einzigen Cent etwas auf Umweltschutz geben, wird sich am Klimawandel kaum was ändern.

    Ich fliege ebenfalls sehr wenig, fahre trotz Auto mit dem Zug zur Arbeit und erreiche alles städtische zu Fuß oder mit dem Rad. Wenn ich ein Brötchen kaufen lasse ich die Papiertüte weg, kaufe Eis in der Eisdiele mit essbaren Löffel und trenne als einziger in der Firma sorgfältig den Müll (wofür ich oft genug belächelt werde). Ich mache noch viele weitere Dinge die zum Umweltschutz beitragen, jedoch weiß ich das es nicht viel bringt da genug andere Menschen genau das Gegenteilige machen was ich eben aufgezählt habe.
    Aber ich mache es für mich und es gibt mir ein gutes Gefühl. Dir geht es wahrscheinlich ähnlich.

    Ich wünsche dir bei deiner beruflichen Veränderung weiter viel Glück und hoffe dass wir noch viel von dir lesen werden.

    VG
    Stefan

  • Ute, ich drück dir die Daumen, dass deine Pläne in Erfüllung gehen. Ich bin gerade mit meinem Studium fertig geworden und jetzt gehts auch erstmal auf Reisen. Ich habe mir vorgenommen nicht immer nur die beliebtesten Spots, die auch auf Instagram Tag ein Tag aus abgelichtet werden, zu besuchen. Mal schauen wo mich meine Reise durch Asien letztendlich hintreibt. LG

  • Ich kann sowas gut verstehen. Ich habe auch immer viel im Büro gearbeitet. 8 Stunden PC pro Tag oder mehr. Mittlerweile bin ich froh, mal rauszukommen, vielleicht ein paar Nägel in die Hand zu nehmen und irgendwas zu bauen. Ich glaube niemand ist dafür ausgelegt 40 Jahre das Gleiche zu machen.

    • Hallo Fritte,
      total verständlich! Ich möchte auch unbedingt mehr über dieses etwas “andere” Leben schreiben, weil es so unglaublich reichhaltig und lebenswert ist. Viel Freude weiterhin beim Handwerken, Ute

  • WOW!
    Danke für deine Gedanken, danke für deinen Artikel. Ich habe oft viele Ähnliche Gedanken. Und suche auch nach Lösungen für mich und meine Arbeit. Bei mir heißt das, dass ich viel Bahn fahre. Aber ab einer bestimmten Entfernung ist das auch keine Lösung.

    Ich finde es toll das du das alles so aussprichst. Und ich sehe auch oft die gleichen Probleme. Manchmal sehe ich Orte an, über die ich dann nicht mehr berichten mag. Sie wahren schön, aber soooo viele Touristen waren vor Ort, dass ich kaum Spaß an diesem Reiseziel hatte. Und das ist ja nicht Sinn der Sache.

    Ich wünsche dir Grüße
    Miss Jones

  • Toller Artikel! Bringt einen wirklich auch zum Nachdenken. Schon krass, was für Auswirkungen so etwas nehmen kann.

    Liebe Grüsse
    Kathrin

  • Ein toller Beitrag. Bei allem individuellen Streben nach eigener Zufriedenheit dürfen wir nicht ausblenden, mit der Welt da draußen passiert. Ich stimme dir voll und ganz zu, dass jeder mit seinem eigenen Konsumverhalten durchaus viel bewegen kann. Von daher bewundere ich deinen Entschluss.

  • Liebe Ute,
    ich bin gerade völlig zufällig auf diesem Blog gelandet und wollte ihn normalerweise direkt wieder schließen, weil ich mich über die meisten Reiseblogs einfach aufrege und da heute keine Lust zu hatten. Doch dann wurde ich angenehm überrascht!!
    Ich finde deinen Schritt sehr mutig und vor allem sehr richtig. Ich selber fliege auch seit einer Weile nicht mehr, obwohl ich früher sehr viel gereist bin, und bewege mich nur noch mit Fahrrad und Zelt. Dabei habe ich wirklich gemerkt: es gibt auch in der Nähe so viel zu entdecken. Bei mir bekommt außer meinem Umfeld leider keiner was davon mit. Deswegen finde ich es um so wichtiger, dass Menschen wie du mit einer gewissen Reichweite für dieses Thema sensibilisieren und auch so deutlich ihren eigenen Verzicht zeigen. Alles Gute Dir!

  • Hallo Ute

    Ein wirklich grossartiger Artikel! Viele berücksichtigen gar nicht, was influencen alles anrichten kann und wie schlecht es für die Umwelt ist. Daher hast du meinen vollen Respekt und ich wünsche dir für die Zukunft viel Erfolg mit deinem Weg!

    “Defluencer ” :-) davon müsste es mehr geben ;-)

    Gruss
    Dominic

  • Wunderbar geschrieben – “Flugzeuge – Beginn einer Abneigung” passt perfekt.

    Ich finde es großartig, dass sich unsere Gesellschaft verändert – auch wenn es langsam passiert.

    Viele Grüße
    Sandra

    • Liebe Sandra,
      vielen Dank für deine unterstützenden Worte. Ja, es passiert etwas und in der Tat viel zu langsam. Hätte man vor zwanzig Jahren bereits langsam damit begonnen, wären wir heute nicht in der Situation. Jetzt ist es einfach viel schwieriger, weil alles irgendwo mit Verzicht zusammenhängt und wer möchte das schon.
      Ganz liebe Grüße! Ute

  • Ich finde es toll, dass du dir Gedanken gemacht hast und versuchst deinen Job nach deinen (moralischen) Vorstellungen zu gestalten! Viel Glück und Erfolg dabei! LG

    • Liebe Anna,
      vielen Dank für deine mentale Unterstützung :) Verrückter Weise wird der Weg dadurch sogar besser, wie ich festgestellt habe – und das bestärkt mich darin, diesen Weg auch weiterzugehen!
      Viele Grüße und bis bald
      Ute

  • Ich bin beeindruckt. Bin eigentlich kein blog-Leser und reise lieber selbst, so wie es mir gefällt, ohne mich groß nach Tips und schon gar nicht nach influencern umzusehen. Und ich habe das Gefühl, daß die reise-blogger ebenso in einer Art Tretmühle sind, noch mehr, noch besser, noch weiter .. aus der es kein Entrinnen gibt. Vor allem keine Zeit zum Innehalten und über den Sinn nachzudenken. Und Konsequenzen zu ziehen. Bei Dir sehe ich, daß es durchaus anders sein kann und ein Bewußtsein für Freiheit zurückgeblieben ist – Freiheit, anders zu entscheiden und autonom andere Schritte zu gehen. Mein Respekt! Ich wünsche viel Kraft dazu und viel Erfolg!
    Liebe Grüße! Bernd

  • Hallo,
    Ich denke ein bisschen anders, ehrlich gesagt, Reisen hat mehr Menschen zusammen gebracht. Ich finde dass die Vorteile auf die Kulturen Mischung ist nur Realität weil zu Fliegen billiger und einfach geworden. Ich finde besser dass Menschen für Alternativen Fliegen Energie / Technologie fragen. Das ist für mich den Weg. Reisen war die Erste und Wichtigste Schritte in die Richtung auf ein besseres Welt die mit einander kümmern, so es Ende kann nicht die Lösung sein.

    Auch, in 2014, Fliegen repräsentiert 12.6% auf CO2 Emissionen… Auto 72.6%… vielleicht es gibt etwas Erst zu kümmern…

    • Hallo Andrea,
      einfach so zu weiterzumachen, bis irgendwann einmal umweltverträglichere Technologien für Flugzeuge erfunden bzw. durchgesetzt werden, halte ich in der aktuellen Situation für fatal, denn wir sehen ja mehr als deutlich, wie schleppend und ausbremsend sich unsere Regierung verhält. Eigentlich zählt jeder Tag und daher natürlich auch das, was wir selbst tun. Und wenn ein Flug den größten ökologischen Fußabruck hat, kann ich auch weiterhin mit Alternativen reisen (Stichwort “Menschen zusammen bringen”), ohne diese immensen Tonnen CO2 in die Atmosphäre zu jagen. Wenn allein eine Flugreise nach Mallorca so viel CO2 verursacht wie ein ganzes Jahr Autofahren, habe ich hier als Individuum immerhin die Möglichkeit, deutlich emissionsärmer unterwegs zu sein als mit einem Flieger. Und gerade die Fernflüge steigen trotz Klimakrise jährlich weiter an! Man kann als Einzelner viel tun, um klimaschonend zu handeln. Warten auf Innovationen und Reglementierungen seitens der Politik gehören dazu, sind aber für die aktuelle Situation sicher keine Lösung!

  • Liebe Ute,
    Danke. Danke, dass sich endlich jemand traut. nicht bei dieser pastellfarbenen Sonnenuntergangs-Konsum-Instagram-Welt mitzumachen. Ich lese viel lieber einen authentischen Blog von jemandem, der sich auch Gedanken um unsere Welt macht, sie genießt und schätzt, anstatt sie nur zu konsumieren.

  • Spannende Geschichte! Für ein nachhaltiges Leben habe auch ich mich entschieden. Gerade habe ich viel für eine neue Mietwohnung ausgeben müssen, vor allem für die Kaution. Dann gilt es mit anderen Sachen sparsamer umzugehen und eben auch nachhaltig zu leben. In deinem Blog finde ich viele nützliche Tipps die mich unterstützen. Danke dafür!

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