Alleinreisen

Alleinreisen. Wie es wirklich ist!

Alleinreisen Wirklichkeit

Als ich vor etwas mehr als einem Jahr mit meinem Blog online ging, war ich die einzige mit der Spezialisierung »Alleinreise« im Internet. Der Veröffentlichung gingen zwei Jahre Vorbereitung voraus, in denen ich mit diversen Zweifeln zu kämpfen hatte. Mit gleich zwei Tabu-Themen »Solo sein« und »Alleine reisen« in die Öffentlichkeit zu gehen, die zudem auch noch mit einem persönlichen Blog verknüpft sind, bedurften einiger Bedenkzeit, wenn man eigentlich seine Privatsphäre schätzt…

Bei meinem Start damals gab es nur vereinzelt ein paar deutsche Artikel über das Alleinreisen von erfahrenen Bloggern. Im Laufe dieses einen Jahres sind dann zahlreiche Blogs für Solo-Reisende hinzugekommen oder andere sind auf das Thema umgestiegen. Dies ist an sich auch gut so, denn es war längst Zeit, dass die Soloreise an Normalität gewinnt.

Mittlerweile hat das Ganze allerdings ein Ausmaß angenommen, das mir persönlich ein wenig aufstößt, denn die Inhalte dieser inzwischen unzähligen Artikel wiederholen sich nicht nur permanent, sondern das Alleinreisen wird plötzlich in einer Form idealisiert, die meines Erachtens in vielen Punkten stark an der Realität vorbeigeht!

Behauptungen Alleinreisen

»Ich will es nie mehr anders haben!«

Es mag überzeugte Singles in Deutschland geben, aber diese dürften wohl eher der Minderheit angehören. Die Alleinreise hat Vorteile und ist auch zweifelsohne eine wertvolle Erfahrung im Leben, aber sie ist und bleibt ein Kompromiss! Denn sie birgt auch Nachteile, die fast nie zur Sprache kommen und gerne unter den Tisch gekehrt werden. Das ist so ähnlich wie das beschönigende Einreden, dass das Single-Leben so unglaublich sensationell ist.

Meine Meinung: Es ist nicht sinnvoll, anderen zu suggerieren, dass die Alleinreise die ultimative Reiseform ist und man besser alleine reisen sollte als mit Freund, Freundin oder anderen zur Verfügung stehenden Begleitpersonen. Wir tendieren allgemein immer mehr dazu, uns abzukapseln und „unser Ding zu machen“, aber das ist meines Erachtens eigentlich eine ziemlich traurige und unglückliche Entwicklung. Das Losziehen mit einem Reisepartner ist zwar auch nicht immer ganz einfach, aber wenn man vorher ein paar Grundsätze klärt, birgt diese Reiseform viele Vorteile.

 

»Du bist eigentlich nie allein!«

Ein Spruch, den ich zugegebenermaßen auch lange Zeit verwendet habe. Nur bin ich auch in der ‚glücklichen‘ Situation, dass ich mich nie allein fühle – was für die wenigsten zutrifft. Wer sich mal jenseits der gewöhnlichen Touristenpfade und Backpacker-Hostels à la Lonely Planet aufhält, wird schnell feststellen, dass es mit dem Vorhandensein und Kennenlernen anderer Mitreisender schwer bestellt ist. Sobald man die tief eingetretenen Fußstapfen der Touri-Routen verlässt und individueller zu reisen beginnt, wird man auf weniger Mitreisende und Gleichgesinnte stoßen. Ich habe zum Beispiel in Ländern wie Südkorea, Japan, Russland, in der Karibik und einigen weiteren Ländern lange Zeit keinen einzigen Gleichgesinnten kennengelernt und das kann für jemanden, der damit nicht gut umgehen kann, unter Umständen ganz schön frustrierend sein.

Meine Meinung: Für mich war die Alleinreise bisher immer eine Kombination aus Flucht vor dem Stress zu Hause, Erholung und dem Erleben neuer Abenteuer in der Ferne. Ich habe immer die Ruhe gesucht und dafür ist das Alleinsein – egal, wo man sich befindet – eine gute Lösung. Wer aber in erster Linie neue Leute kennenlernen möchte (und das ist auch eines der Dinge, die das Alleinreisen ausmachen!), sollte sich vorzugsweise in Ländern, Städten und Gebieten aufhalten, die als klassische Backpackerziele bekannt sind. Meine Liste zu geeigneten Reiseländern für Anfänger habe ich unter diesem Gesichtspunkt nochmals aktualisiert.

 

»Jeder kann alleine reisen!«

Klar- man kann alles, wenn man nur will. Jeder kann auch von einem 10-Meter-Turm springen, aber die Konzentration sollte hierbei doch eher bei der Frage liegen, ob das auch wirklich Sinn macht und das Richtige für einen ist. So wahnsinnig mutig ist es in unserer emanzipierten Welt heute heute nun wirklich nicht mehr, ein Flugticket und eine Unterkunft zu buchen, in ein Flugzeug zu steigen und sich an einem – wenn auch fremden – Ort aufzuhalten. Als Single fährt man zu Hause auch ohne Beifahrer Auto, sitzt ohne Begleitung in der Bahn, guckt zu Hause alleine fern oder sitzt mit einer Zeitung oder mit dem Laptop im Café, während der gegenüber liegende Stuhl leer bleibt. Man fliegt schließlich nicht in ein Krisengebiet, wo man sich vor Angst in die Hose macht, sondern im besten Fall an einen entspannten Ort, wo man neue Leute trifft und bestenfalls eine nette Zeit verbringt.

Meine Meinung: Alleine reisen kann tatsächlich jeder, aber es ist nicht für jede/n die richtige Wahl! Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass es nicht zwingend – und das kann ich nach meiner langjährigen Erfahrung mit Sicherheit behaupten – die ultimative Reise für jeden sein wird. Das Reisen mit einem geeigneten Reisepartner (m/w) bietet auch sehr viele Aspekte, die man auf sich allein gestellt nicht erleben wird, und manchmal auch noch eine Dynamik und Komik erreicht, die einen hohen Erinnerungswert erzielt. Auch das ständige alleine Planen, Entscheiden und Buchen kann unter Umständen auf Dauer eine ermüdende Wirkung haben; abgesehen davon, dass man sich nur selten richtig fallen lassen kann und im Falle eines Falles auf sich allein gestellt ist.

 

»In Hostels lernst du immer tolle Leute kennen!«

Während man sich zu zweit meist ein privates Zimmerchen teilen kann, wählt man solo unterwegs je nach Reiseland oft ein Hostel mit Mehrbettzimmern (sog. Dorms). Das ist auch tatsächlich eine interessante Erfahrung und lässt einen in seinen Ansprüchen deutlich bescheidener werden, aber es sind nicht immer nur tolle Menschen und schöne Nächte, die man in diesen Zimmern verbringt. Man kann sich nicht voll ausbreiten, hat es mit schnarchenden, niesenden, hustenden Menschen zu tun, andere kommen spät nachts rein und kichern permanent (da hilft auch Ohropax nichts) und wiederum andere müssen früh raus oder gefühlte 100 Mal nachts auf Toilette.

Meine Meinung: Ja, man lernt mit der Zeit viele supernette Menschen in Hostels kennen. Selbst, wenn man jenseits der 30, 40 oder 50 ist, kann man sich problemlos mit 20-Jährigen austauschen, Touren miteinander unternehmen und viel Spaß haben. Aber auch das kann auf Dauer anstrengend werden. Ich hab mir oft unterwegs einen netten Menschen (w/m) ausgesucht, mit dem ich mir dann ein privates Zimmer geteilt habe. Für die Schüchternen kann es zunächst auch Überwindung kosten, mit anderen Kontakte herzustellen. Patrick von 101places hat hierzu ein paar gute Tipps auf Lager.

 

* * *

Alleinreisen Mythen

1. Man wird von anderen oft bemitleidet

In vielen Ländern dieser Welt ist es überhaupt nicht vorstellbar, aus welchem Grund man eigentlich in Betracht zieht, allein zu verreisen. Meistens sind das Länder, in denen das Familienleben die höchste Priorität besitzt. So wird man immer wieder Fragen beantworten müssen: Warum man alleine reist. Warum man nicht verheiratet ist. Warum man noch keine Kinder hat. Wieso man in dieses Land gekommen ist. Ob man hier einen Mann sucht. Nach einiger Zeit hat man sich seine Standard-Antworten auf diese Fragen zurechtgelegt. Es ist von dem Fragenden nicht böse gemeint, aber es kann einem selbst auf’s Gemüt schlagen, wenn einen diese Fragen selbst beunruhigen, frustrieren oder sogar traurig machen. Das betrifft allerdings weniger die 20-Jährigen als die 30-Jährigen aufwärts.

Häufig wird man aus diesem Grund angeglotzt und beobachtet, was sich nicht verhindern lässt. Möchte ich bemitleidet werden? Eigentlich bin ich ja gerade gar nicht so unglücklich in meiner Situation. Aber hätte ich nicht vielleicht auch Mitgefühl mit einer Person, die da ganz alleine morgens/mittags/abends im Restaurant sitzt und auf ihr Handy oder ihren Reiseführer stiert? Es wird schwache Momente geben, in denen man sich sagen wird »Ja stimmt, irgendwie ist es eine traurige Situation. Ich weiß selbst nicht, warum dem guten Amor bei mir die Pfeile ausgegangen sind. Aber es ist wirklich beknackt.«

Alleine reisen Frau Ausland

 

2. Für Männer ist man immer eine Gelegenheit

Man ist nur kurze Zeit an einem Ort, gut gelaunt und stressfrei im Urlaub und damit eine mehr als gute Gelegenheit, dass sich Einheimische, Guides, Hotelangestellte oder reisende Männer für diesen Moment mit einem verbinden wollen, und das auch körperlich. Außerdem wird man nicht selten als männersuchend eingeschätzt, was dem Ganzen noch mehr Überzeugung liefert, dass man die perfekte Wahl für ein mehr oder weniger kurzes Miteinander ist. Über die verschiedenen Männertypen auf Reisen habe ich hier bereits berichtet.

One-Night-Stands sind heute für viele nichts Besonderes mehr und werden entsprechend ausgelebt. Nur klärt man das meist nicht während des anfänglichen Kennenlernens, weshalb zwei Menschen unter Umständen mit unterschiedlichen Erwartungen an diese Sache herangehen. So kann es passieren, dass man nach einer leidenschaftlichen Nacht am nächsten Morgen im Bett mit Gedanken spielt, ob man sich vielleicht in ihn verlieben könnte, wie es weitergeht usw. – und kurze Zeit später verlässt er das Zimmer mit einem kurzen Abschiedskuss und wurde nie wieder gesehen. Diese und ähnliche Erfahrungen können frustrieren, enttäuschen, verletzen, deprimieren und eine Zeitlang für richtig schlechte Laune sorgen. Auch kann das ein extremes Einsamkeitsgefühl erzeugen.

Man kann einem immer nur vor den Kopf gucken. Wer sich auf den Austausch von Körperflüssigkeiten einlässt, sollte sich daher von Vornherein darauf einstellen, dass es auch nur darum gehen könnte. Wer dafür zu emotional ist, sollte besser die Finger davon lassen. Klassische Einstiegs-Fragen könnten zum Beispiel sein:

  • Möchtest du heute Abend zu mir kommen? (statt zusammen auszugehen)
  • Sollen wir zum Strand gehen/fahren? (nach Sonnenuntergang)
  • Soll ich dich massieren? (unter Umständen schon mit Schulter-Kostprobe)

In manchen Ländern wird sogar bereits beim Annehmen von Getränken (Einladungen) bei gemeinsamen Abenden davon ausgegangen, dass sie danach auch mit einer entsprechenden Gegenleistung rechnen können.

Das Gute: Man hat die freie Wahl und kann immer entscheiden, wie weit es gehen soll und ob man gerade in der Laune dafür ist oder nicht. Manche Frauen behaupten, dass der Mann auf Reisen das größte Risiko einer Alleinreise darstellt. Ich finde das etwas übertrieben, denn wenn man nicht zu naiv ist und dadurch unachtsam in unschöne Situationen rutscht oder sich zu etwas Ungewolltem überreden lässt, wird man viele nette Bekanntschaften und vielleicht sogar langjährige Freundschaften schließen. Trotzdem – gegen Blicke, anzügliche Bemerkungen und lästiges Angraben kann man wenig machen und das gilt es zu ertragen.

Als Frau alleine reisen

3. Was mache ich eigentlich hier?

Sobald man sich von prall gefüllten Backpacker-Hostels entfernt oder mal eine etwas unglücklichere Wahl beim Reiseziel trifft, das nicht vor gleichgesinnten Reisenden strotzt, können unangenehme Fragen in einem aufkeimen. Man befindet sich in einem Robinson-Club, in dem unerwarteter Weise nur Familien mit Kindern sitzen, man steht irgendwo in einer einsamen Landschaft im Nirgendwo oder hat sich für ein Hotel entschieden, in dem nur glückliche Pärchen am Strand liegen, die sich gegenseitig den Rücken eincremen… Es ist nicht unbedingt das Gefühl von Selbstmitleid, sondern vielmehr die Frage, warum ich eigentlich hier an diesem Ort bin. Hat das Ganze einen Sinn? Muss ich mir das wirklich antun?  Die wahrscheinlich nahe liegendste Antwort, dass ich vielleicht nicht so ganz normal bin – was auch nicht schlimm wäre -, stellt einen aber letzten Endes nicht wirklich zufrieden.

Bei der Alleinreise lernt man sich besser kennen und sich selbst zu vertrauen. Die meines Erachtens größte Entwicklung ist allerdings, dass einen das Alleinreisen unglaublich stark macht. Ich weiß inzwischen, dass ich (fast) jede Situation alleine meistern und unangenehme, schwierige Situationen mit Geduld und Durchsetzungskraft bewältigen kann. Aber auch das hat Nachteile: Starke und selbstbewusste Frauen stehen bei Männern auf der Beliebtheitsskala nicht gerade weit oben – sie machen vielen Männern eher Angst. Manche Männer turnt es auch ab, wenn man wesentlich mehr von der Welt gesehen hat als sie selbst. Und es wird für einen selbst auch schwieriger, einen passenden Mann zu finden, der mental ebenso stark und gefestigt ist (sofern man das sucht).

 

FAZIT:

Alleinreisen ist eine tolle Erfahrung und kann vieles im Leben verändern. Es sollte aber nicht als die ideale Reiseart dargestellt werden, denn das Zusammensein mit Partner, Freunden oder Bekannten in einem fremden Land hat viele unschätzbare Vorteile wie eine bessere Ausgeh- und Abendgestaltung, günstigeres Reisen und das Teilen der Tages- und Routen-Planung, Navigation und bietet natürlich auch eine bessere Sicherheit. Man sollte sich im Vorfeld nicht darauf verlassen, dass man ständig andere gute Leute um sich herum haben wird oder permanent per Internet bzw. Wifi im Kontakt mit Daheimgebliebenen stehen wird.

Solo unterwegs zu sein ist nicht für jede/n das Richtige – das findet man bei den ersten drei Reisen heraus. In erster Linie sollte man sich fragen, was einen selbst glücklich machen würde und ob das Alleinsein in weiter Ferne eher Erfüllung oder vielmehr ein unglücklicher Kompromiss wäre. Für mich ist das Alleinreisen heute so normal wie im Supermarkt einkaufen zu gehen und diese Art zu reisen hat mein Leben – wie die meisten vielleicht schon mitbekommen haben – nachhaltig verändert. Aber es ist und bleibt auch für mich nur ein Kompromiss.

 

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85 Kommentare

  • Antworten
    Biki
    27. April 2014 um 6:38

    Vielen Dank, Ute! Dein Beitrag ist gerade sehr wichtig für mich.

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 7:12

      Liebe Biki, freut mich! LG, Ute

  • Antworten
    Jens
    27. April 2014 um 7:10

    Na endlich kommt das mutige Vögelchen zur Vernunft ;))

  • Antworten
    Sarah Althaus
    27. April 2014 um 7:19

    Einmal mehr: Ich kann mich hier nur anschliessen. Trotzdem könnte ich mit dir geradewegs eine Endlosdiskussion über das Thema führen, da selbst seit 5 Monaten alleine unterwegs… Es ist für mich im Moment die beste (und eine gewollte) Entscheidung und ich geniesse es mit allen Vorteilen. :-) Aber als „Die“ Reiseform schlechthin würde ich es nicht bezeichnen.
    Dennoch, auch hier gilt, wie überall, alles hat seine Vor- und Nachteile. Fakt ist, es macht unglaublich stark und du bekommst auch wirklich das Gefühl, dass dich nichts mehr erschrecken kann. Was für die Männer in der Tat erschreckend ist ;-)
    Nichts desto Trotz: Ich bin froh, die Entscheidung alleine um die Welt zu ziehen getroffen zu haben. Was wäre denn die Alternative gewesen? Alleine daheim zu versauern? Aber das ist dann schon wieder ein anderes Thema… ;-)
    Danke für deine – wie immer – ehrlichen Worte.
    Gruss aus KL,
    Sarah

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 7:35

      Liebe Sarah,
      ich möchte die vergangene Alleinreise-Zeit mit unzähligen fantastischen Erlebnissen auch niemals missen, aber ich muss schon zugeben, dass es zurückblickend einige Momente gegeben hätte, die ich gerne mit jemandem geteilt hätte. Daheim zu versauern ist jedenfalls die denkbar schlechteste Alternative! ;)
      Liebe Grüße nach Asien!
      Ute

  • Antworten
    Tinka
    27. April 2014 um 7:24

    Sehr gut geschrieben und auf den Punkt getroffen. Allein reisen hat viele Vorteile, doch es gibt viele Momente die man gerne mit jemanden teilen würde. Es sind auch nicht alle Alleinreisende die man trifft „gleichgesinnte“ und man geht auch nicht jeden Tag mit Kommentaren wie „Warum geht eine Frau allein auf Reisen?“ locker um.
    Allein reisen ist ein aktives auseinandersetzen mit sich selbst und mit dem Land und dessen Bewohnern den man besucht. Es ist nicht immer Sonne im Gesicht. Dafür sind die Erfahrungen, ob angenehm oder schwierig, prägend für ein ganzes Leben. Und das muss man mögen, wollen und mit einkalkulieren : )

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 8:01

      Liebe Tina,
      sehr schön beschrieben!!
      Dank dir & lg
      Ute

  • Antworten
    Timo
    27. April 2014 um 7:44

    Das ist das Problem mit der Überspitzung in der Welt der Schreiberlinge: Eigentlich will man nur erklären, dass es gar keine absolute Katastrophe sein muss, alleine unterwegs zu sein, sondern, dass es auch ganz nett sein kann. Heraus kommt dann „Alleine reisen ist das Beste überhaupt!“.
    Es ist nun einmal wie bei allem – es gibt immer Pros und Contras – und darum ist dies ein schöner Beitrag :)

    • Antworten
      Holger
      27. April 2014 um 7:58

      Diesen Beitrag von Timo unterschreibe ich vollumfänglich!
      :-) :-)

      • Antworten
        Ute
        27. April 2014 um 8:15

        Hi Holger, dank dir! Liebe Grüße in die Karibik *schmacht*

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 8:07

      Hey Timo,
      sehr schön in Worte gefasst und in der Tat eine verrückte Entwicklung ;)
      LG Ute

  • Antworten
    Ute
    27. April 2014 um 8:31

    Liebe Ute,
    Dein Blog ist mein Lieblingsblog – weil Du nicht nur Heititei-Berichte über putzige Reiseerlebnisse schreibst, sondern Dich auch kritisch mit Ländern und Situationen beim reisen auseinander setzt. Und weil Dir manche Dinge in manchen Länder auf die Nerven gehen. Weil Du nicht alles in den Himmel lobst, sondern auch auf nervige Dinge eingehst. Prima, weiter so!
    LG Ute

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 9:21

      Hallo liebe Ute,
      vielen Dank für dieses schöne Kompliment!
      Eigentlich schreibe ich nicht so gerne über negative Dinge, weil ich ein sehr positiver Mensch bin und es deshalb immer einem Drahtseilakt gleicht, nicht so schöne Aspekte noch einigermaßen nett zu verpacken ;)
      Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch,
      Ute

  • Antworten
    Conny Lomoherz
    27. April 2014 um 8:59

    Stark, Ute, sehe ich aus so.
    Schöne Sonntagsgrüße,
    Conny (die mal so(lo), mal so reist)

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 9:30

      Hey Conny,
      sehr schönes Wortspielchen ;))
      Dank dir und schönen Sonntag!
      Ute

  • Antworten
    Martin
    27. April 2014 um 9:53

    Hallo Ute,
    Ein guter Beitrag, der zum Nachdenken anregt. Ich habe bislang nicht wahrgenommen, dass es beim Alleinsein auch dogmatisch wird. Aber Du hast recht – es gibt immer mehr Artikel, die sich damit auseinandersetzen. Ich glaube, wer das Alleinreisen so sehr über den Klee lobt, hat vermutlich genau die von Dir beschriebenen Probleme dabei. Und versucht es sich schön zu reden.
    Daher finde ich Deine ehrlichen Worte gut.
    Ich bleibe aber beim Alleinreisen – trotzdem ;-)
    Gruß,
    Martin

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 10:31

      Hey Martin,
      vielen Dank für deine Meinung und auch für’s Teilen auf FB! Ich muss ja gestehen, dass ich mich mit der Vermittlung der Nachteile bisher auch sehr zurückgehalten habe, weil ich andere dazu ermutigen und nicht abschrecken wollte. Aber mir ist inzwischen schon klar geworden, dass nicht jede/r damit klarkommt und daher finde ich es auch wichtig, das einmal zu thematisieren.
      Also nochmals Danke und schönen Sonntag noch, lG, Ute

  • Antworten
    Fabi
    27. April 2014 um 10:17

    Hi Ute, danke für Deinen Artikel. Ich gehöre zu den Leuten die mal alleine reisen und mal mit jemanden zusammen. Für mich der absolute Vorteil beim zusammen reisen ist, dass ich mich sicherer fühle, z. B. wenn man Abends am Bahnhof ist oder bei der Busfahrt über Stock und Stein bei der man mitten in der Nacht im nirgendwo ankommt. ABER für mich bedeutet Reisen vor allem Begegnung. Und da habe ich festgestellt, dass ich die meisten wunderbaren unvergesslichen Begegenungen immer alleine hatte.
    Aber Du hast vollkommen recht, man muss für diese Reiseform geschaffen sein und es ist wirklich nicht etwas für jeden. Da muss jeder wohl auch ganz ehrlich zu sich selber sein.
    Alles liebe, Fabi

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 10:38

      Hi Fabi, ich kann mich deiner Meinung nur anschließen. Ich finde aber auch, dass – wenn man zu zweit reist – es sehr stark vom Reisepartner und den Gemeinsamkeiten und Vorstellungen abhängt, wie sich eine Reise entwickelt. Wenn man ähnlich drauf ist, sich super versteht und Bock auf Abenteuer hat, ist dieses Erlebnis meines Erachtens nur schwer zu toppen.
      Danke dir für deinen Kommentar!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Stef
    27. April 2014 um 10:20

    Das hast du wirklich perfekt auf den Punkt gebracht. Es hat eben alles seine Vor- und Nachteile. Ich reise teilweise allein, teilweise mit Freunden und möchte keine dieser unternommenen Reisen missen. Es ist schön seine Erlebnisse und Erfahrungen teilen zu können. Auf der anderen Seite lernt man wahnsinnig viel über sich selbst und beobachtet intensiver, wenn man allein ist. Du hast absolut Recht, man muss mit dem Alleinsein klarkommen. Wenn das nicht der Fall ist, sollte man es entweder lernen oder mit anderen reisen. Wenn man niemanden findet, besteht ja immernoch die Chance im Hostel Gleichgesinnte zu finden, sich einer Tour anzuschließen oder zu arbeiten – ob Volunteering, workaway oder auch Sprachkurse. Jeder muss einfach seinen Weg finden, wie er das Reisen am liebsten mag.

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 10:50

      Hi Stef,
      freut mich, dass du das auch so siehst – Danke für’s Teilen deiner Ansicht! Ich finde auch, dass beides seine Vor- und Nachteile hat und beides hat auch seine Reize. Kommt, wie du schon sagst, immer drauf an, was man draus macht ;)
      Liebe Grüße!!
      Ute

  • Antworten
    Florian
    27. April 2014 um 11:55

    Alleinreisen ist sehr charakterbildend und stärkt die eigene Unabhängigkeit. Wie Du sagst, man lernt sich selbst kennen. Vielen Menschen würde eine Soloreise sicher gut tun.
    Trotzdem habe ich in den letzten 3 Jahren unterwegs immer gerne Reisepartner mitgenommen oder mich mitnehmen lassen. Wenns klappt, dann klappts und wenn net, dann zurück zu Plan A wie Alleine.
    Letztendlich geht es doch darum, dass Du nicht zwingend einen Reisepartner brauchst um zu Reisen. Ich möchte sogar behaupten, dass für die meisten von uns ein x-beliebiger Reisepartner eine Reise schnell zur Hölle machen würden.

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 12:08

      Hi Florian,
      ein schlechter Reisepartner kann in der Tat die Hölle sein, weshalb ich seit einem speziellen Erlebnis mit einer Bekannten auch eher das Alleinreisen bevorzuge, wo ich mich immer entscheiden kann, ob und wie es mit einer/einem Mitreisenden weitergeht.
      LG in die Wüste!
      Ute

  • Antworten
    inka
    27. April 2014 um 11:57

    Da kann ich mich Stef nur anschließen. Bei einem Punkt muss ich Dir aber doch vehement widersprechen: „Die Alleinereise ist und bleibt ein Kompromiss“? Nee, niemals! :) Ich bin ja nun sehr glücklich liiert und liebe es auch, mit dem Mann zu verreisen, aber nie nie werde ich mir das Alleinreisen nehmen lassen. Es gibt einfach bestimmte Länder, und das sind eigentlich eher die nicht ganz so easy-peasy zu bereisenden Länder, die ich ganz großartig finde, alleine zu bereisen. Dafür gibt es sicher tausend Gründe, wegrennen vor meinem Alltag hier ist aber keiner davon. Meine Abenteuerlust ist alleine einfach viel größer, ich bin ungefähr dreimal so mutig (warum auch immer, das wird mir echt ein ewiges Rätsel bleiben), ich kann ALLES nach meinem Gustus entscheiden, und das ist mir gerade in diesen Ländern wichtig.
    Der Kompromiss, den ich mache, der ist tatsächlich, in bestimmte Länder nicht (mehr) alleine zu fahren, um mich nicht unnötig höhreren Gefahren auszusetzen, denn ich habe nun eine Familie, und die heißt eben auch Verantwortung für sich selbst (auch wenn ich das ein kleines bisschen hasse). Kasachstan war so ein Beispiel. Zu viele komische Männer und sowas… Naja, Du hast es ja selbst angedeutet. :)
    Liebe Grüße
    /Inka

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 12:18

      Hi Inka,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Da du liiert bzw. mit Familie nicht prioritär oder generell alleine reist oder besser gesagt reisen musst, ist ein Solotrip dann in deinem Fall natürlich auch kein Kompromiss, sondern eine Alternative. Ich kenne viele Mütter, die aus verschiedenen Gründen gerne alleine verreisen und das ist doch auch völlig okay und vor allen Dingen nachvollziehbar!
      Wenn ich mir Streams von reisenden Paaren, z. B. von vimeo.com/weitumdiewelt ansehe, wäre es für mich ehrlich gesagt schwer vorstellbar, dass ich eine Reise ohne Partner bevorzugen würde. Aber da ist ja jeder anders. Sicherheitsaspekte sind für mich persönlich witziger Weise überhaupt kein Grund; bei mir ist es eher das Teilen von besonderen Momenten an besonderen Orten, was mir auf Alleinreisen häufig abgeht.
      In diesem Sinne – liebe Grüße und weiterhin happy travels! ;)
      Ute

  • Antworten
    Susi / Black Dots White Spots
    27. April 2014 um 13:07

    Sehr schön differenziert beschrieben, Ute! Ich gehöre auch nicht zu den „alleine reisen ist das Beste ever!“-Verfechtern und empfinde alleine reisen durchaus als ambivalent – die Unsicherheiten, Einsamkeitsgefühle usw. sollen ruhig mal angesprochen werden. Sei es, dass man unterwegs doch immer wieder mit dem Alleinsein konfrontiert wird, seien es scheinbar ‚einfache‘ Dinge wie alleine irgendwo essen gehen (was ich persönlich gar nicht mag). Trotzdem ist alleine reisen a) immer noch besser als gar nicht reisen und b) ist es zwar manchmal hart, aber insgesamt eine tolle Erfahrung, die einen tatsächlich wie du sagst stark und stolz macht. Außerdem erlebt man alles viel intensiver als in der Gruppe oder zu zweit – in meiner Erfahrung jedenfalls. Denn zu zweit oder zu mehreren reisen kann auch ziemlich ambivalent und anstrengend sein – auf andere Art und Weise eben. Trotzdem höre ich immer wieder von Freunden und Lesern, dass sie gern mehr reisen wollen, aber es nicht dazu kommt, weil mal die eine Freundin nicht kann oder der Freund da nicht hin will und und und. Auch wenn es im ersten Moment wie ein verzweifelter Kompromiss erscheint, dann einfach alleine loszuziehen – ich rate allen, es einfach mal zu versuchen! Denn es stimmt meiner Meinung nach nicht, dass Alleinreisen letztendlich immer nur ein Kompromiss ist, es kann (muss nicht immer) eine tolle intensive Erfahrung sein und hat viele Vorteile. Ich selber werde es bald auch wieder tun – und zwar freiwillig – und das trotz Beziehung und reisewilligen Freunden. Sicher, es wird nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen geben. Aber wird mich das vom Reisen abhalten, wenn ich es so gerne möchte? Nein.

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 13:19

      Liebe Susi,
      vielen lieben Dank für deine Meinung zu diesem Thema! Erst gar nicht zu verreisen, weil gerade kein passender Reisepartner vorhanden ist, ist für mich auch völlig unvorstellbar und abwegig. In Bezug auf den „Kompromiss“ hängt es vielleicht auch mit der aktuellen, persönlichen Lebenssituation zusammen. Ich reise jetzt schon viele Jahre alleine und mittlerweile auch in Gegenden, die ich mir früher nur mit Reisepartner hätte vorstellen können (weil zu anspruchsvoll, nicht ungefährlich oder klassische „Pärchen-Destination“), dass ich mir auch wieder mal eine andere Reiseart wünschen würde. Andere sind vielleicht gerade an einem anderen Punkt und wünschen sich nichts mehr, als nochmals allein zu verreisen und einfach abzuschalten. Aber egal, was kommt: Mich wird – wie dich auch – nichts vom Reisen abhalten können ;))
      LG! Ute

  • Antworten
    Janett
    27. April 2014 um 14:03

    Danke für den tollen Bericht! Tja das Thema Alleinreisen ist sicherlich nicht einfach zu betrachten. Ich denke zum einen, das man diese Erfahrung einmal machen muss, und das Alleinreisen auch dazu dient um etwas über sich selbst zu erfahren – und wenn es nur ist, das man alleinreisen nicht mag. Ich bin ein Mensch, der gerne mit anderen Menschen verreist, aber habe ich den letzten Jahren auch schon häufiger Solotraveling betrieben. Und ich habe festgestellt, das ich es mag, aber nur weil ich über meinen Horizont und Freundeskreis hinaus nette Menschen kennenlerne.

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 14:10

      Hallo liebe Janett,
      das klingt nach einer sehr guten Einstellung, sehr schön beschrieben!
      Liebe Grüße,
      Ute

  • Antworten
    Mandy // Movin'n'Groovin
    28. April 2014 um 2:00

    Mal wieder ein toller Artikel, Ute! Vielen Dank dafür!
    Ich reise auch sehr gerne alleine, hatte aber unterwegs dann doch manchmal ein Gefühl von Einsamkeit, wenn halt mal ein schlechter Tag war, der Himmel grau, die Menschen mies… aber das passiert auch wenn ich zuhause bin. Alleine reisen ist auch für mich eine super Form, abzuschalten und mich gleichzeitig voll auf neue Abenteuer und neue Eindrücke einzulassen. Ich halte noch immer an der Idee mit dem Wohnmobil fest, mit dem ich durch die Welt fahren will… :)

    • Antworten
      Ute
      28. April 2014 um 6:46

      Liebe Mandy,
      lieben Dank für das tolle Kompliment! Die Idee mit dem Camper ist auch schon länger in meinem Kopf. Wer weiß…. ;)
      Viele Grüße nach Israel,
      Ute

  • Antworten
    Christian
    28. April 2014 um 5:19

    Hallo Ute,
    sehr schöner Artikel! Es freut mich immer wenn jemand aus der „Bloggercommunity“solche Themen mal kritisch betrachtet…
    Ich bin früher, auch wegen einer meiner Leidenschaften – dem Tauchen, extrem häufig alleine gereist und viele der Dinge über die Du schreibst habe auch ich auf diesen Reisen wahrgenommen…
    „Gut, Massagen – wurden mir jetzt nicht so häufig von fremden Männer angeboten..“ ;)
    Wirklich deutlich sind mir die negativen Aspekte des „Alleinereisens“ erst aufgefallen, als ich meine jetzige Lebensgefährtin kennengelernt habe – als ich erfahren konnte wie wunderbar es doch ist wenn man seine Erlebnisse teilen kann. In diesem Sinne :
    // „Wahres Glück kann man nur dann erfahren, wenn man es teilt.“ // – – – – Alexander Supertramp
    Liebe Grüße,
    Christian

    • Antworten
      Ute
      28. April 2014 um 6:55

      Hi Christian,
      vielen Dank für deine interessanten Einblicke aus Männer-Sicht, die ich auch als Frau teile ;)
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Steve
    29. April 2014 um 5:19

    Alleinreisen mag vielleicht in den spezifischen (Reise-)Blogs als die ideale Reiseart dargestellt werden, doch ich finde, dass die grundsätzliche Meinung der meisten Leute sich dazu eher nicht geändert hat (= dass es stets als Kompromiss geschieht). Ich glaube, dass die meisten denken, dass Alleinreisende einsam und leichtere Beute für Kriminelle sind wie in diesem Artikel beschrieben:
    http://efa2006.ch/index.php/sind-alleinreisende-einsam-gelangweilt-und-in-gefahr/

    • Antworten
      Ute
      29. April 2014 um 6:28

      Hi Steve,
      danke für deine Meinung und auch für den Link, den ich noch nicht kannte. Lustig ist, dass es sichtlich doch einige gibt, die darauf beharren, dass das Alleinreisen doch so etwas wahnsinnig Tolles ist und bleibt. Ich muss sagen- wenn ich vor der Wahl stünde zwischen einem supergeeigneten Reisepartner und einer Alleinreise, würde ich doch nie und nimmer letzteres wählen?! Aber gut, unterschiedliche Meinung sind ja schließlich erlaubt ;)
      Liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    gabriele
    29. April 2014 um 5:30

    liebe ute, danke für deinen ehrlichen text. wenn man sich in der reisebloggerszene so tummelt, hab ich zumindest das gefühl, werden die texte in denen ganz ehrlich auch mal negative oder nicht ganz so schöne erlebnisse oder auch gefühle beschrieben werden, eher weniger. es ist beim reisen halt auch nicht immer alles toll und super, und gerade blogger könnten theoretisch offen darüber berichten. deswegen schätze ich deine art zu schreiben. danke dafür!

    • Antworten
      Ute
      29. April 2014 um 6:37

      Liebe Gabriele,
      vielen Dank für das Kompliment! Gefühle öffentlich zu teilen fällt mir bis heute schwer, denn man gibt damit schon sehr viel von sich preis. Andererseits merke ich, dass es anderen hilft und eigentlich ist es am Ende auch egal, was andere von mir denken.
      Ich finde, es liegt ein großer Unterschied darin, ob man mit seinem Blog anderen helfen möchte, eine solche Reise anzutreten, oder mit aller Macht Leser davon überzeugen zu wollen, dass es für jeden das Richtige und einfach das ultimative Erlebnis ist.
      Dank dir nochmal und liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Patrick
    29. April 2014 um 8:06

    Hallo Ute,
    wieder einmal eine klare Meinung. Danke!
    Ich denke es gibt nicht die perfekte, einzig richtige Art des Reisens. Ob alleine, zu zweit oder in der Gruppe muss jeder für sich entscheiden.
    Allerdings finde ich es wichtig auch einmal alleine unterwegs zu sein und sich völlig auf sich selbst zu konzentrieren. Finde ich nämlich, dass die Menschen gerade in heutiger Zeit nicht mehr alleine sein können. Und wie Du auch sagst, stärkt gerade dass Deinen Charakter und Dich selbst. Daraus resultierend wirst Du unabhängiger und kannst Situation für Dich besser einschätzen. Und gerade das ist in einer oftmals fremdbestimmten Welt sehr wichtig.
    Meiner Meinung nach geht man auch gerade allein ganz anderst auf Menschen zu bzw. wird von Menschen anderst gesehen, als im Komfortbereich der Gruppe. Was mich sehr beeindruckende Menschen erst hat kennenlernen lassen.
    Da ich seid Jahren allein reise, aber immer mehr dazu übergehe mit Freunden auf Tour zu gehen, kann ich all Deine genannten Punkte nachvollziehen.
    Ich denke, wichtig ist, wie es sich für Dich persönlich anfühlt. Und nicht zu zögern ein Abenteuer auszuprobieren, nur weil niemand dabei wäre.
    Liebe Grüße,
    Patrick

    • Antworten
      Ute
      29. April 2014 um 17:02

      Hi Patrick,
      vielen Dank für deine Meinung, der ich mich voll und ganz anschließen kann! ;)
      Liebe Grüße!!
      Ute

  • Antworten
    Andreas
    29. April 2014 um 9:56

    Hallo Ute,
    sehr spannender Eintrag.
    Insbesondere bei deiner Beschreibung vom „Deplatziertsein“ musste ich schmunzeln und mit dem Kopf nicken.
    Du lässt Männer generell nicht sehr gut wegkommen im Artikel. ;-) Das klingt aus meiner Sicht (ich glaube immer an das gute in den Menschen) sehr frustrierend. Ich persönlich bewundere starke, selbstbewusste Frauen, wobei man „stark“ nicht mit „abgehärtet, gestählt, aufgrund von vielen Entmutigungen abgekapselt, und isoliert“ verwechseln darf (gilt ebenso für Männer).
    Glaubst du nicht auch, dass das Thema „Reise/Weltreise“ generell dazu einlädt, das Abenteuer zu suchen, und deshalb oft eine (oder beide Seiten) unverfänglicher an die Sache herangehen („er/sie zieht ja ohnehin in ein paar Wochen wieder weiter, also lasse ich Gefühle außen vor“)? Im Artikel geht nicht ganz klar hervor ob du dich jetzt auf eine sehr lange Reise, oder eher auf kurzfristige Reisen beziehst. Wenn du von kürzeren Reisen sprichst, z.B. ein paar Wochen, kann ich deine Argumentationslinie wesentlich besser nachvollziehen.
    Danke jedenfalls für einen lesenswerten Artikel!
    Andi

    • Antworten
      Ute
      29. April 2014 um 11:47

      Hallo Andi,
      vielen Dank für deinen Beitrag! Ich hatte nicht vor, Männer schlecht wegkommen zu lassen und daher auch die positiven Kontakte und Freundschaften erwähnt. Aber der emotionale worst case passiert und das oftmals aufgrund kultureller und/oder mentalitätsbedingter Unterschiede, die man nicht immer gleich abschätzen kann.
      Für mich machen die aufgezählten Punkte in der Länge einer Reise keinen Unterschied, denn meist ist man schließlich auch bei einer Langzeitreise nicht über viele Monate an einem einzigen Ort. Auch das Thema Alleinsein steht für mich persönlich nicht zwingend in einem zeitlichen Kontext.
      Viele Grüße und weiterhin viele Abenteuer ;)
      Ute

  • Antworten
    Janine
    3. Mai 2014 um 18:08

    Liebe Ute,
    ich finde deinen Artikel klasse
    Ich selbst war ein Jahr in Irland. Zwar habe ich dort als Au Pair gearbeitet, hatte also vor Ort eine Gastfamilie und auch Freunde, aber ich war doch irgendwie die meiste Zeit mit mir allein.
    Meine Erfahrung dabei war, dass es wirklich schön war, mich auf mein Selbst zu konzentrieren und ganz allein durchs Leben zu gehen. Ich habe viel über mich gelernt, habe Einstellungen und Ansichten überdacht und bin ein ganzes Stück stärker geworden.
    Auf der anderen Seite gab es aber so viele Momente, die ich gern mit jemanden in genau dem Augenblick hätte teilen wollen. Ich war traurig, dass ich manch tolle Erlebnisse, niemals mit jemanden, auch noch Jahre später, noch einmal (in Gedanken) erleben könnte. Ich hatte oft das Gefühl: das Glück zu teilen, macht es doppelt so schön.
    Und so war auch das etwas was ich allein gelernt habe. :)
    Ich finde es toll, wenn man auch alleine reisen kann (wie du schon schreibst: nicht für jeden ist das überhaupt etwas), aber ebenso toll, wenn man Menschen hat, die sich mit in das Abenteuer stürzen.
    Ich wünsche dir auf jeden Fall weiterhin viele tolle Erlebnisse und Erfahrungen, egal ob alleine oder in Begleitung!
    Viele liebe Grüße Janine!

    • Antworten
      Ute
      4. Mai 2014 um 2:20

      Hallo Janine,
      lieben Dank für das Teilen deiner persönlichen Eindrücke. Es ist genau wie du es beschreibst: Bei einer Alleinreise gibt es nicht nach Jahren noch die Momente, in denen man der Freundin einfach mal schreibt »Hey, hab‘ gerade an das und das gedacht…, weißt du noch?«, sondern man muss diese Erinnerungen mit sich selber teilen. Ist natürlich immer noch besser als gar nicht zu reisen, aber verschiedene Emotionen kann die Alleinreise einfach nicht erzielen. Andererseits habe ich auch schon einige sehr gute Freunde und Freundinnen auf Reisen kennengelernt, die ich nicht missen möchte und die ich wahrscheinlich mit Begleitung nicht kennen gelernt hätte. So hat alles seine Vor- und Nachteile ;)
      Dir auch weiterhin viele schöne Reisen, nach Irland zieht es mich übrigens sehr!
      Liebe Grüße, Ute

  • Antworten
    Melanie
    20. Juni 2014 um 8:24

    Zufälliges geklicke auf der Suche nach den informativsten Seiten für die Vorbereitung meiner Reise auf die Lofoten, bin ich über Foto- und Reiseseiten hier „bei dir“ gelandet, liebe Ute.
    Tolle Tipps und schön geschrieben, da ich mich in Ermangelung passender Reisepartner auch nochmal ins Abenteuer „Alleinreisen“ stürzen werde. Für mich kein so leichter Schritt, auch wenn ich bereits mehrfach New York – erprobt bin. Die Einsamkeit in Nordnorwegen ist doch sicherlich noch eine andere Hausnummer. Es soll (m)eine Fotoreise werden und wenn man niemandem mit gleichem Hobby (und ähnlich ausgeprägter Hingabe, auch mal vier Stunden am Strand auf das beste Licht zu warten) an seiner Seite oder im Freundeskreis hat…tsja, dann plant man einfach los. Worauf auch warten? Ich musste bereits mehr als einmal erleben, dass es von jetzt auf gleich vorbei sein kann und dann?! Wenn ich mich gar nicht aus dem Alltag traue, dann kann ich mich nichtmal allein erinnern, auch wenn sich gemeinsame Erlebnisse und daraus entstehende Erinnerungen schon schöner „anfühlen“ – wie ich finde.
    So schlimm ist das Alleinreisen natürlich nicht aber mir machen manche Reiseziele dennoch Sorgen und wenn man quasi ’nen halben Kleinwagen im Rucksack mit sich herumträgt dann überwiegt für mich das mulmige Gefühl momentan noch vor den vielen Reiseplänen in meinem Kopf.
    Daumen bei FB gehoben und hier schaue ich sicher noch öfter vorbei, bis ins letzte Winkelchen weiterlesen… :-)
    Alles Liebe und immer gutes Licht,
    Melanie
    fototante.de

    • Antworten
      Ute
      21. Juni 2014 um 5:46

      Hallo liebe Melanie,
      vielen Dank für deinen Beitrag. Deine Bedenken zum Alleinreisen kann ich nachvollziehen, aber gerade wenn du dich in Norwegen bewegst, hast du sicher schon gelesen, dass es zu den sichersten Ländern gehört. Und auch das mit dem „halben Kleinwagen im Rucksack“ sollte kein Grund sein, eine Reise nicht anzutreten. Wenn jemand morgen in die eigene Wohnung einbrechen und alles mitnehmen würde, wäre auch alles weg. Ein beruhigendes Mittel für unterwegs ist z. B. eine Fotoapparate-Versicherung. Und auch sonst haben wir meines Erachtens immer viel zu viele unberechtigte Bedenken. Daher mein Credo: Einfach machen! Solche Erfahrungen und Erlebnisse kann einem niemand mehr nehmen. Also auf nach Norwegen! ;)
      Wünsche dir eine tolle Reise und melde dich doch gerne mal nach deiner Rückkehr und berichte!
      Liebe Grüße
      Ute

      • Antworten
        Melanie
        5. Oktober 2014 um 11:25

        Liebe Ute,
        da bin ich wieder und würde eigentlich schon gern gleich die nächste Reise auf die Lofoten planen… ;-) Wenn man tatsächlich Wanderern oder anderen Fotografen begegnet, dann ist es eine willkommene Abwechslung, sich u.U. auch mal austauschen zu können. Einsam ist es nämlich schon aber meine Gastfamilie hat weder ihr Haus noch ihr Auto verschlossen. Das wir es in diesem Teil der Welt wohl kaum mit Kriminalität zu tun haben, ist jetzt auch mir klar… ;-)
        Nachts allerdings allein am Strand, wenn es wirklich dunkel wird und die Nordlichter gerade eine Pause einlegen – oha! Da krabbelt’s und raschelt’s – was für meine schwachen Nerven eine echte Herausforderung war…
        Falls dich meine Bilder interessieren, kannst du gern auf meiner Seite oder der gleichnamigen Facebookpage vorbeischauen:
        http://www.fototante.de/index.php/reisen.html?AG_MK=0&AG_form_paginInitPages_1=1&AG_form_albumInitFolders_1=Reisen/Lofoten&AG_form_scrollTop=159&AG_form_scrollLeft=0&AG_MK=0
        -> Ich weiß leider nicht, wie man den Link abkürzen kann aber meine Seite ist ja auch – wie immer – in Arbeit… ;-)
        Alles Liebe und für deine nächste Reise nach Norwegen solltest du unbedingt auch genug Zeit für die Lofoten einplanen… ;-)
        Melanie

      • Antworten
        Ute
        6. Oktober 2014 um 1:20

        Hallo liebe Melanie,
        vielen Dank für deine Rückmeldung und schön, dass es dir „da oben“ so gut gefallen hat. Habe mir selbst schon die Strecke zurecht gelegt, wenn ich irgendwann mal bis zum Nordkap fahren möchte, aber das wird noch eine Weile dauern ;) Fotos schaue ich mir gleich mal an. Link verkürzen geht übrigens z. B. über bitly.com – dort einfach den Link angeben und eine Sekunde später hast du den verkürzten Link. Jetzt bin ich aber gespannt auf deine Bilder!
        Viele liebe Grüße und dir auch weiterhin schönes Reisen!
        Ute

  • Antworten
    Sophie
    20. Juli 2014 um 9:21

    Ein sehr interessanter Post! :)
    Ich persönlich bin noch nie alleine gereist und würde es glaube ich auch nicht tun. Ich liebe es die Erlebnisse einer Reise mit jemandem zu teilen und hinterher gemeinsame Erinnerungen daran zu haben.
    Ich selbst würde mir in einer fremden Stadt oder einem fremden Land ganz alleine auch ein wenig verloren vorkommen. Ich finde es einfach schöner und auch sicherer jemanden dabei zu haben. :)
    Liebe Grüße ♥

    • Antworten
      Ute
      24. Juli 2014 um 14:25

      Hallo liebe Sophie,
      deine Ansicht kann ich total gut verstehen und habe ich in dem Artikel ja auch zum Ausdruck gebracht – die schönen Erlebnisse teilen ist definitiv besser als allein zu sein. Andererseits, wie es auch schon einige hier geschrieben haben, ist es besser, als zu Hause zu hocken, wenn man keinen Mitreisenden hat. Alles Ansichtssache ;) Ich muss aber auch dazu sagen, dass das eine Einstellungssache ist. Eigentlich machen wir recht viel alleine, obwohl es uns gar nicht bewusst ist. Und bei manchen Sachen finden wir es dann einfach ungewöhnlich.
      Ich wünsche dir viele tolle Reisen und ebenfalls liebe Grüße ;)
      Ute

  • Antworten
    Melanie
    13. Oktober 2014 um 14:51

    Liebe Ute,
    eine erneute Antwort kann ich dir leider nicht senden aber vielleicht kannst/magst du meinen Post anpassen. Meine Webseite gibt’s jetzt wieder – mit noch mehr Bildern von den Lofoten – und auch der Link ist jetzt neu (und kürzer…) : http://www.fototante.de/index.php/lofoten.html
    Übrigens habe ich zwischenzeitlich für März wieder eine Reise auf
    die Lofoten gebucht und dieses Mal hat sich eine Freundin angeschlossen, die allein durch meine Fotos und Schilderungen vom „Virus“ angesteckt wurde… ;-)
    Liebe Grüße und viel Glück,
    Melanie

    • Antworten
      Ute
      13. November 2014 um 22:30

      Hallo liebe Melanie,
      Kommentare anpassen kann ich leider nicht, aber so geht’s ja jetzt auch. Die Lofoten würde ich auch gern mal kennenlernen, aber just in diesem Moment steht mir der Sinn nicht nach Autofahren ;))
      Cool, hört sich super an bei dir.
      Wünsche dir viel Spaß und liebe Grüße!
      Ute

  • Antworten
    Mandy
    13. November 2014 um 11:49

    Schönes Fazit und wahre Worte, liebe Ute.
    Mir geht’s da ähnlich. Ich reise gerne in Gesellschaft, liebe es aber auch alleine unterwegs zu sein. Letztlich sind beide Formen jedoch immer ein Kompromiss und es kommt darauf an, dass man selbst damit zufrieden ist.

    • Antworten
      Ute
      13. November 2014 um 22:36

      Hey Mandy,
      das ist genau der Punkt. Du kannst auch in einer schlecht laufenden Beziehung sein und da ist das Alleinreisen dann vielleicht die bessere Wahl ;) Aber alles zu seiner Zeit – ist ja grundsätzlich toll, dass wir heute alle Möglichkeiten haben!
      Liebe Grüße!!
      Ute

  • Antworten
    Sandra
    5. Februar 2015 um 7:56

    Hi Ute, bin grad erst auf deinen Blog gestoßen, da ich soundso keine große Blog-Leserin bin. :—)
    Deine Ausführungen sind toll. Ich überlege mir schon soo lange alleine zu reisen aber bis jetzt hat mich immer etwas davon abgehalten – am meisten wahrscheinlich ich selbst. Ich bin 25 und mein größtes Problem ist wahrscheinlich nicht mal die Tatsache, dass ich meinen Freund hier zurücklassen würde, was natürlich auch keine einfache Entscheidung ist, sondern das liebe Geld macht mir Mühe.
    Aber irgendwann wird ich mir meinen Wunsch schon noch erfüllen! :) danke für deine Inspirationen! Schöne Grüße, Sandra
    PS: Mit Google Chrome ging es jetzt nicht diese Nachricht abzusenden. ;)

    • Antworten
      Ute
      8. Februar 2015 um 7:22

      Hallo liebe Sandra,
      mach‘ dir keinen Stress mit dem Alleinreisen, das kommt vielleicht irgendwann ganz von selbst. Und sparen kann man eigentlich auch ganz gut, wenn man langfristig plant.
      Vielen Dank für das Kompliment und liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Paleica
    20. März 2015 um 4:30

    hallo ute, ein wirklich toller text! ich finde die erzählungen von alleinreisenden immer total beeindruckend, denke aber, dass es in dem ausmaß nichts wäre, wofür ich mich jetzt bewusst unbedingt entscheiden würde. ich könnte mir schon vorstellen, mir allein mal einige tage auszeit zu gönnen, eine weltreise oder ähnliches wäre – unabhängig von anderen faktoren, die das verhindern – für mich ein zu großes abenteuer. es ist schön zu lesen, dass es dafür auch verständnis gibt, oft wird man ja total komisch angeschaut wenn man zugibt, dass man sich so etwas nicht trauen würde oder sich selbst so einschätzt, dass man dabei schwierigkeiten hätte, glücklich zu sein.

    • Antworten
      Ute
      21. März 2015 um 7:19

      Hallo liebe Paleica,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Ich kann dich total verstehen, wenngleich ich dennoch behaupte, dass man eine Alleinreise wenigstens ein Mal ausprobieren sollte – sofern sich gerade die Gelegenheit ergibt.
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Steffi
    20. März 2015 um 7:05

    Ich werde bald knappe 3 Wochen alleine durch Schottland reisen. Vor vielen Jahren war ich schon mal alleine unterwegs, damals aber in Touristenhochburgen und in Touristenhotels. Diesmal in Privatunterkünften und mit dem Mietwagen unterwegs in den Highlands. Und genau deswegen bin ich so dankbar, dass es Deinen Blog gibt mit so schön und offen geschriebenen Texten zum Thema „Als Frau alleine verreisen“. Das wollte ich Dir nur sagen – vielen Dank!

    • Antworten
      Ute
      21. März 2015 um 7:23

      Hi Steffi,
      wow, Schottland ist toll! Das wird eine super Erfahrung werden, mit lautem Singen im Auto, sehr netten Kontakten und traumhafter Landschaft. Wünsche dir eine wunderschöne Reise!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Antworten
    Alen
    10. Juni 2015 um 13:52

    Hallo mein Name ist Alen ich bin 25 Jahre alt und ich habe in Moment eine schwierige Lebensphase. Mir wurde klar, dass ich etwas für mich selbst tun muss. Ohne Geld kann ich nicht reisen also überlegte ich mir, ich brauch eine Herausvorderung.
    Es klingt verrückt, doch ich möchte mit wenig Geld versuchen bis nach Miami zu kommen….. auf Inlineskates (Start Zürich)
    Hast du einen Tipp für jemanden der alleine reist?
    Natürlich werde ich alles auf Video festhalten, werde auch im Facebook posten und die leute können mir so auch einen Schlafplatz anbieten.
    Ich bin nicht der sportlichste jedoch will ich ein Ziel haben und dieses motiviert mich definitiv ;)
    Lieber Gruss

    • Antworten
      Ute
      10. Juni 2015 um 14:14

      Hallo Alen,
      wow, das hört sich aber nach einer verrückten Idee an! Cool! Ich überlege auch schon seit einiger Zeit, mal mit dem Camper von Köln nach Hawaii zu kommen, aber auch das ist nicht gerade günstig und dafür müsste man eine ganze Weile nach Sponsoren & Co. Ausschau halten. Mit Couchsurfing kommst du zum Beispiel schon mal ohne Geld an Unterkünfte und hast immer Leute um dich herum – zum Thema Alleinreisen. Aber wie du mit wenig oder ohne Geld über den Ozean kommen möchtest (und am Ende wieder zurück in die Schweiz)… keine Ahnung. Vielleicht liest du mal das Buch von Michael Wigge „Ohne Geld bis ans Ende der Welt“, der hat das ganz geschickt gemacht – allerdings auch mit einem halben Jahr intensiver Vorbereitung. Wünsche dir viel Glück bei deinem Vorhaben, wäre super, wenn du das schaffst!
      Viele Grüße
      Ute

  • Antworten
    Hermi
    27. Juni 2015 um 13:25

    Danke für diesen ehrlichen Beitrag, der auch mal die nicht so angenehmen Seiten des Alleinereisens anspricht.
    Ich reise eher „aus der Not heraus“ allein. Als eher introvertierter Mensch habe ich eher Bekannte als Freunde und bin auch zuhause recht viel allein. Ich habe auch schon Reisen mit „Freunden“ gemacht und genoss das auch, aber störte mich auch an den Nachteilen (geringere Flexibilität, ständig Kompromisse eingehen müssen). Daher verreise ich seit einigen Jahren ausschließlich allein, auch wenn ich mir immer wieder vornehme, das nächste Mal nicht allein zu verreisen. Aber das sind irgendwie auch Illusionen, denn mit wem sollte ich verreisen. Das wird auch zunehmend schwieriger, wenn um einen herum alle heiraten und Familie gründen. Auf „drittes Rad am Karren“ kann ich auch verzichten.
    Eigentlich macht mir das Alleinreisen nichts aus und ich kann es auch immer wieder genießen. Trotzdem hadere ich manchmal mit meinem Schicksal und fühle mich auch mal einsam.
    Besonders schlimm ist es für mich immer am Anfang einer Reise. Das beginnt schon am Flughafen. Alle anderen sind mindestens zu zweit unterwegs. So jedenfalls meine Wahrnehmung. Ich sitze dann halt da und lese in einem Buch oder starre aufs Handy. Irgendwie halte ich in diesem Moment den Anblick der anderen Reisenden nur schwer aus. Was mir am Anfang auch besonders schwer fällt: Allein in ein Restaurant oder Cafe zu sitzen. Deshalb ziehe ich am Anfang einen Imbiss aus dem Supermarkt oder von einem Straßenverkauf vor. Nach ein paar Tagen legt sich das aber und ich sitze auch allein irgendwo hin, um etwas zu bestellen. Bloß bleibe ich dann nicht so lang sitzen (liegt vielleicht an den fehlenden Tischgesprächen).
    In Hostels finde ich meistens jemand, mit dem ich mich unterhalten kann. Allerdings stelle ich zunehmend fest, dass sich die Alleinreisenden in ihre Handys vergraben und lieber über Skype mit Zuhause telefonieren. Ich versuche das zu vermeiden, mache es dann aber irgendwann auch und bleibe allein. Die schon angesprochene und schwierige Abendgestaltung wurde ja schon angesprochen. Oft sitze ich dann irgendwo allein und trinke mein Bier aus dem Supermarkt und beobachte die anderen Reisenden. Wenn ich sonst immer allein bin, dann kann das auch am Abend so sein. Da ich sowieso ein FrühinsBettgeher bin, ist das kein großes Problem.
    Ich sehe auch die großen Vorteile des Alleinreisens. So ein strammes „Sightseeing“-Programm wie ich es mache, mag nicht jeder. Oft latsche ich viele viele Kilometer am Tag durch die Gegend und bin recht rastlos, weil ich doch noch so viel sehen möchte. Ich bin mir nicht sicher, ob es überhaupt ein Pendant gibt, das diese Art des Reisens überhaupt mitmachen würde.
    Wenn ich zurückdenke an meine vielen Reisen allein, fällt mir aber auch immer ein Tiefpunkt der Reise ein, den es leider immer gibt. Dann sitze ich irgendwo, verfluche das Alleinreisen und schwöre mir, nie wieder allein zu verreisen. „Warum tu ich mir das immer wieder an?“, geht mir dann durch den Kopf. Aber was will man machen? Zuhause bleiben (und dort auch die meiste Zeit allein sein) ist keine Option.
    Gestern habe ich einen Flug gebucht. Wieder nur für eine Person. Das ist mir heute bewusst geworden und musste mal googlen, was es so zu Alleinreisenden im Internet gibt. So bin ich auf deinen interessanten Blog gestoßen. Manchmal traue ich mich kaum zu erzählen, dass ich alleine reise. Ich möchte kein Mitleid, aber jetzt ist mir wieder bewusster geworden, dass man sich als Alleinreisender nicht verstecken muss.

    • Antworten
      Ute
      29. Juni 2015 um 10:06

      Hallo liebe Hermi,
      vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar und Einblick in deine Art zu reisen. All deine Bedenken und Gedanken kann ich total gut verstehen. Ich drücke dir die Daumen, dass du bald eine sehr nette Begleitung neben dir sitzen hast und einen tollen Urlaub machst!
      Viele liebe Grüße und weiterhin schöne Reisen
      Ute

  • Antworten
    Sandra
    28. Juli 2015 um 3:38

    Hallo Ute,
    auf der Suche nach einer schönen Route in Norwegen für mein Köterchen, meinen Bully und mich bin ich auf Deinen Blog gestossen.
    Deine frischen und nicht immer kritikfreien Worte haben mich lesen lassen.
    Ich selbst war schon mehrfach alleine, nur mit Rucksack und Kamera bewaffnet in der Welt unterwegs. Ein Jahr in Asien war dabei meine längste Auszeit. Das allein Reisen ist mir geläufig und hat mich sicher auch geprägt und reifen lassen. Ich weiss alles ist möglich und es gibt nichts was nicht geht.
    Und doch sind meine schönsten Erinnerungen immer auch mit Menschen verknüpft. Schöne Momente zu teilen macht wundervolles noch viel wundervoller.
    Mein Fazit: Ich kann sehr gut alleine losziehen, aber ich bevorzuge Begleitung. Ob das nun Gleichgesinnte, Abschnittsgefährten oder sogar Einheimische sind ist dabei nebensächlich. Geniessen macht gemeinsam doch mehr Spass. In diesem Sinne, vielen Dank für (D)einen schönen Blog und weiterhin viel Erfolg und frohes Sammeln von Eindrücken. LG Sandra

    • Antworten
      Ute
      28. Juli 2015 um 9:08

      Hallo liebe Sandra,
      vielen Dank für den Einblick in deine Erfahrungen und das schöne Kompliment! Mir geht es nach wie vor genauso- Alleinreisen ist eine tolle Erfahrung, lehrreich und sinnvoll, aber das gemeinsame Erleben ist dadurch nicht zu ersetzen. Wünsche dir auch weiterhin tolle Reise-Erlebnisse, alles Liebe
      Ute

  • Antworten
    Diana
    9. September 2015 um 0:39

    Liebe Ute,
    danke! Deinen Artikel kann ich in vielen Punkten unterschreiben und er hat mir interessante Denkanstöße gebracht :)
    Ich bin seit fast 3 Jahren verrückt nach dem Alleinreisen, hatte fünf mehrwöchige Trips nach Asien und Amerika.
    Ich habe festgestellt: Mit jeder Reise kann sich meine Einstellung zum Solo-Reisen wieder komplett ändern, so wie sich auch meine Persönlichkeit und mein Leben verändern und entwickeln. Ich traue dem Hype „Nur noch solo reisen und alles ist immer toll“ daher auch nicht ganz, der nach immer stabilen Persönlichkeiten klingt, die nichts erschüttert und die jahrelang nichts mehr genießen als oberflächliche Hostel-Kontakte. Ja, ich bin versessen aufs Alleinreisen und würde es sofort wieder tun, und ich bin extrem selbstbewusst, abenteuerlustig und kontaktfreudig! Allerdings habe ich mich paradoxerweise zuletzt immer schwerer damit getan… vielleicht auch, weil man als Traveller erfahrener wird – die ersten Euphorien sind vorbei, man „durchschaut“ gewisse Dinge, z.B., dass man für viele Locals ein wandelnder ATM ist (ohne es ihnen vorwerfen zu können), man vergleicht mehr, weiß mehr über Hintergründe in den Regionen, kennt die sich wiederholenden oberflächlichen Gespräche mit anderen Travellern, diese gewisse Austauschbarkeit …
    Ich habe mal einen sehr interessanten Beitrag gelesen, der meinte, dass Reisen ja nicht nur die Suche nach dem perfekten Ort oder Moment bedeutet – sondern dass man auf Reisen ruhig auch schlechte, anstrengende oder traurige Gefühle und Erlebnisse zulassen und „genießen“ soll, dass vor allem das auch echtes Reisen und Er-Fahren bedeutet :) Die Reise als solche, als persönliche Herausforderung und Erfahrung und nicht das Streben nach dem perfekten Instagram-Sonnenuntergang. Das hat mich beruhigt, da ich auf meiner letzten Asien-Reise eher unausgeglichen war, es plötzlich anstrengend fand, mit den Locals und anderen Reisenden zu kommunizieren, mich für meine Verhältnisse sehr zurückgezogen habe und auf gut Deutsch „genervt“ war. Gleichzeitig war es eine meiner schönsten Reisen :-) und ich akzeptiere meine negativen Emotionen als Teil der Erfahrung und versuche, dadurch mehr über mich zu erfahren und akzeptiere sie.
    Und ich weiß jetzt schon: meine nächste Reise alleine wird kommen und ich werde sie wieder komplett anders erleben und empfinden!!! :)

    • Antworten
      Ute
      11. September 2015 um 18:09

      Hallo Diana,
      vielen Dank für diesen schönen Kommentar und den Einblick in deine Erfahrungswerte. Ich erwische mich auch häufiger dabei, den Anspruch zu haben, dass es immer richtig gut laufen sollte. Auf Reisen lernt man schnell, dass man sich den Höhen und Tiefen stellen muss und sich dadurch durchaus stark weiterentwickelt. Schön, dass du diese Erfahrung auch kennen und schätzen gelernt hast!
      Ganz liebe Grüße und weiterhin so tolle Erlebnisse!
      Ute

  • Antworten
    Kaydee
    22. September 2015 um 21:07

    Interessanter Artikel, der mir aus dem Herzen spricht. Ich bin darauf gestoßen, weil ich einfach mal nach „allein reisen“ (oder so ähnlich) gegoogelt habe. Das habe ich gemacht, weil ich mich gerade in einer Phase sehr intensiven Fernwehs befinde, das so recht keiner teilen mag.
    Seit einigen Jahren lebe ich in einer glücklichen Beziehung. Folglich verreisen wir in der Regel zusammen, oft auch mit Gruppen oder Familie. Gruppenreisen mache ich noch notfalls mit, z. B. wenn es darum geht, gemeinsam eine Yacht zu chartern: Das ist zu acht ein direkt preisgünstiger Urlaub, zu zweit wäre er exorbitant teuer. Wenn die Gruppe nett und lustig ist, geht das für eine Woche sehr gut.
    Aber die Familie nervt! Und seine ewigen Bedenken, seine Angst vor Krankheiten, Verbrechen, komischem Essen – meistens muss ich mit ihm in Europa bleiben, und für mehr als zwei Wochen am Stück will er der Arbeit niemals entsagen.
    Die gemeinsamen Urlaube zu zweit genieße ich sehr und bin mir in schönen Momenten vollkommen der Tatsache bewusst, dass dieser Moment vor allem dadurch so schön ist, dass wir ihn zu zweit genießen können. Fahrten in den Sonnenuntergang auf einem gemieteten Boot zum Beispiel. Allein würde ich mir kein Boot mieten (zu teuer), und Sonnenuntergänge unterstreichen dann eher die Einsamkeit, als dass sie romantisch wären. Oder auch der Cocktail an einem schönen Strand – wenn wir das als Paar genießen, wirkt es romantisch, glücklich. Allein einen Cocktail am Strand zu trinken ist weit weniger erfreulich; man denkt dann eher an die einsame Alkoholikern als an Romantik.
    Na ja, aber trotzdem. Als er letztes Jahr insgesamt zwei Wochen seines Urlaubs für Zwecke opfern musste, bei denen ich nicht dabei sein konnte, hatte ich auf einmal zwei Wochen Urlaub frei für mich allein.
    Spontan habe ich geguckt, wohin es so kurzfristig noch preisgünstige Flüge gibt. Die Wahl fiel auf Polen. Und dann bin ich allein dort hin geflogen, mit Rucksack und Zug herumgereist. Als ein Hotel mal nicht so klasse war, dachte ich mir: „Was für ein Glück, dass er nicht dabei ist. Ich kann mich jetzt schulterzuckend damit abfinden. Er würde wieder den ganzen Tag schlecht gelaunt sein und mir Vorwürfe machen, weil ich so einen Mist gebucht habe.“
    Oder als ich eigentlich in Krakau war, um Krakau zu besichtigen, aber kurzfristig beschloss, dass ich mir doch mal Auschwitz anschauen muss. Ganz allein bin ich da durch die Konzentrationslager gestreift, habe mir alles genau angeguckt, mich an Literatur, Filme, Dokumentaraufnahmen aus dem 3. Reich erinnert, bin durch die Außenbezirke gestreift, habe die ganze Sache einfach auf mich wirken lassen. Wäre er dabei gewesen, ich weiß schon, wie das geendet hätte: „Müssen wir jetzt wirklich auch noch da hinten hin gehen? Ey, ich hab’s jetzt gesehen. Ich kenne es sowieso aus dem Fernsehen. Mir reicht es jetzt. Ich habe Urlaub. Im Urlaub will ich was SCHÖNES erleben!“ und so ähnlich.
    Also, in Polen habe ich mich nach anfänglichem Zögern hemmungslos meiner Lust auf Geschichte ergeben, habe historische Stätten und Museen besucht, und abends habe ich Reisetagebuch geschrieben (wozu sonst zu zweit kaum Zeit ist, denn er braucht Aufmerksamkeit).
    Was soll ich sagen – dies war meine dritte längere Reise ganz allein und bei Weitem die glücklichste. Weil das Alleinsein fast ausschließlich von Vorteil war. Hey, und ich habe mir Zugfahrten erster Klasse geleistet, weil Zugfahren dort so unglaublich günstig ist (im Vergleich zu daheim). Da gab es superbequeme Einzelsitze (ohne Sitznachbarn, d. h. ohne aufgezwungene Gespräche). Die langen Zugfahrten habe ich zum E-Book-Lesen genutzt. Dazu komme ich sonst auch viel zu selten.
    Langer Rede kurzer Sinn: Alleine reisen für einen überschaubaren Zeitraum, wenn man einfach mal Ruhe braucht vor anderen Menschen (z. B. bei der Arbeit) oder ein Programm hat, das niemanden außer einen selbst interessiert, das ist ideal. Das würde ich jederzeit unbedingt gerne wieder machen wollen!
    Meine ersten beiden Alleinreisen habe ich aus anderen Gründen gemacht: Einmal, weil ich gerade 18 war und zum ersten Mal alleine verreisen DURFTE – meine Eltern hatten mir das vorher nicht erlaubt. Aber damals hatte ich noch kein Selbstbewusstsein und fühlte mich vor allem einsam.
    Das zweite Mal, als ich einen Job kündigte und bis zum nächsten zwei Wochen Zeit hatte. Ich war Single, keine Freundin hatte kurzfristig Zeit – nun, so war es halt eine Notlösung, besser als gar kein Urlaub.
    Das dritte Mal war das bei weitem beste. Jetzt weiß ich, wie es richtig geht, jetzt bin ich angefixt und will es wieder. Hm. Wie sage ich’s meinem Freund? :-)

    • Antworten
      Ute
      24. September 2015 um 19:18

      Hallo Kaydee,
      wow, was für ein Einblick! Was deine Frage anbelangt… ich glaube, bei einer gut funktionierenden Beziehung dürfte es kein Problem sein, auch einmal alleine zu verreisen :) Einfach mal ansprechen, Männer sind da meist sehr entspannt, wie ich festgestellt habe.
      Viele Grüße und viel Glück!
      Ute

  • Antworten
    Kivi
    27. April 2014 um 12:39

    „Es ist nicht sinnvoll, anderen zu suggerieren, dass die Alleinreise die ultimative Reiseform ist und man besser alleine reisen sollte als mit Freund, Freundin oder anderen zur Verfügung stehenden Begleitpersonen. Wir tendieren allgemein immer mehr dazu, uns abzukapseln und „unser Ding zu machen“, aber das ist meines Erachtens eigentlich eine ziemlich traurige und unglückliche Entwicklung.“
    Dem stimme ich zu. Das Abkapseln nimmt immer mehr zu, und irgendwie ist das schon ein wenig traurig….
    Danke für den Bericht, denn über die Nachteile findet man ja kaum etwas, wenn man danach sucht.
    Beste Grüße,
    Kivi
    von
    http://kivi.dreamwidth.org/

    • Antworten
      Ute
      27. April 2014 um 12:50

      Hi Kivi,
      gern geschehen ;) Man redet ja auch nicht so gern über Negatives, wenn man eigentlich von etwas überzeugt ist. Freut mich, dass du mir zustimmst!
      Liebe Grüße zurück,
      Ute

  • Antworten
    Bea
    15. Januar 2016 um 12:06

    Liebe Ute!
    Vielen Dank für deine ehrlichen Worte in deinem Blog!
    Ich bin 27 (w) und werde im Mai das erste mal für zwei Wochen alleine verreisen. Ich bin seit über 2 Jahren Single und habe das gefühl mein Leben „alleine“ bis jetzt nicht so richtig genossen zu haben. Irgendwie habe ich meine Zeit viel zu sehr von anderen abhängig gemacht und das wurde mir jetzt klar. Ich möchte was erleben und später mal davon erzählen können, dass ich auch alleine mit meinem Leben klar kam. So beschloss ich spontan einen Urlaub zu buchen. Meine Entscheidung fiel auf ein AI Hotel in Boca Chica (Dom.Rep). Zum einen kenne ich die Kultur und die Menschen und mag ihre Mentalität sehr gerne, und zum anderen habe ich vor 2 Jahren Einheimische kennengelernt, zu denen ich heute noch guten Kontakt habe. Ich hoffe, dass wir uns treffen, denn sie versprachen mir das Leben in DR aus ihrer Sicht zu zeigen. Das Gefühl, dass ich evt. nicht den ganzen Urlaub alleine verbringen werde, machte mir den Schritt zum Buchen viel einfacher. Dennoch hatte und habe ich so meine Bedenken, weil ich kein Mensch bin, der gerne alleine ist. Und natürlich mache ich mir Gedanken um meine Sicherheit … eine hellhäutige Blondine in DR… da werde ich wohl einige „heiratswillige“ Dominikaner abwimmeln müssen, aber darin hab ich auch schon ein wenig Übung ;-)
    Ich freue mich irrsinnig auf meine Reise und bin auch unglaublich stolz, dass ich mich traue, mal etwas vom „Strom“ abzuweichen. Es ist nämlich in meinen Kreisen nicht unbedingt üblich alleine zu verreisen und als junge Frau schon garnicht ;-)
    Liebe Grüße aus Österreich!
    Bea

    • Antworten
      BRAVEBIRD
      16. Januar 2016 um 15:55

      Hallo liebe Bea,
      vielen Dank für deinen Einblick. In der DR war ich vor zwei Jahren auch und fand das Reisen dort ziemlich problemlos. Kann dir allerdings empfehlen, ein wenig Spanisch zu lernen (besonders, wenn du ein wenig herumreist), denn viele (auch Bus- und Taxifahrer) können kein Englisch. Sicher wirst du angegraben werden, aber meiner Erfahrung nach hält sich das in Grenzen. Melde dich doch mal bei mir und berichte über deine Erfahrungen, wird sicher eine sehr schöne Zeit! Und generell kann ich dir nur empfehlen, dich von den Zweifeln anderer nicht allzu sehr verunsichern zu lassen. Im 21. Jahrhundert ist es mehr als normal, dass Frauen sich alleine auf den Weg machen :) Es ist eine wertvolle Erfahrung und fördert das Selbstbewusstsein in hohem Maße. Also nichts wie ran! Viele Grüße und eine tolle Reise, Ute

    • Antworten
      Simon
      9. Mai 2016 um 22:13

      Hallo Bea
      Ich bin vielleicht auch in Mai 12 Tage alle in Boca chica vielleicht kann man mal etwas zusammen machen ?
      Melde dich doch bitte einfach kurz

  • Antworten
    Jules
    10. Februar 2016 um 17:52

    Wiedermal ein echt gelungener Artikel.
    Man liest immer nur die Vorteile des Reisens alleine, aber nie die eventuellen Nachteile. Du hast es ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Ich breche in 2 Wochen zu meiner ersten Soloreise auf. Ich habe mich (trotz Freund und Hund) bewusst dazu entschieden. Ängste und Zweifel quälen mich trotzdem immer mehr, je näher die Abreise rückt. Bin schon gespannt, wie es tatsächlich wird.
    Alles Liebe Jules
    http://www.mabelicious.com

    • Antworten
      BRAVEBIRD
      22. Juni 2016 um 15:09

      Hallo liebe Jules,
      wie ich ja sehe, bist du unterwegs und hast viel Spaß :) Freut mich, dass es dir so gut gefällt – weiter so! Liebe Grüße und weiterhin tolle Erfahrungen, Ute

  • Antworten
    Uta
    19. Februar 2016 um 15:41

    Hallo!
    Nun bin ich hier auf dem Blog hängen geblieben seit dem Eintrag zum Video – also echt toll, was du hier schreibst! Das Thema Alleinreisen hat echt einen Boom erlebt, aber ich finde, wie bei allem, ist es immer falsch, etwas als „das einzig wahre“ darzustellen (da gibt es ja viele Bereiche, wo so etwas gepredigt wird, zb gerade im Bereich Ernährung), wie du ja auch schreibst. Ich wechsel meine Reiseform immer wieder, Gruppe, eine gute Freundin, aber eben auch mal allein. was aber leider dann immer noch hochgezogene Augenbrauen und Mitleid und die Frage „warum denn das?“ nach sich zieht. und das finde ich immer noch schade, da können offenbar noch so viele „Allein reisen ist super“ Beiträge nichts daran ändern. Fahre demnächst allein nach Göteborg -bewusst allein, weil ich kurzfristig gebucht habe, es mir zu nervig war, Leute zu fragen und auf deren Ja/Nein zu warten und weil ich den Tag (ist nur ein Kurztrip) so gestalten will, wie ich mag. je nach laune mit sightseeingmarathon oder auch nur mit stundenlangem Kaffeetrinken in einem netten Laden. Bei vielen, die das mit einem „naja, allein würde ich nie“ kommentieren, habe ich dann das Gefühl, dass sie sich einfach minderwertig fühlen, wenn sie was allein machen müssten. Aber das ist man doch nicht, oder?

    • Antworten
      BRAVEBIRD
      22. Juni 2016 um 16:08

      Liebe Uta,
      vielen Dank für deine Meinung! Mittlerweile muss man sich eigentlich wirklich wundern, wenn es noch als „ungewöhnlich“ angesehen wird, (als Frau) alleine zu verreisen, denn wir machen ja schließlich auch sonst im Alltag fast alles alleine… Na ja, umso besser, dass wir diesem Mythos ein Ende bereiten :) Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß auf Reisen! Ute

  • Antworten
    Petra
    21. Februar 2016 um 14:28

    Du sprichst mir absolut aus der Seele, denn es ist genauso wie du es hier schreibst!
    Ich habe beides schon erlebt: die tollste Reise und die schlimmste Reise meines Lebens, alleine! Es hat ganz viel mit der eigenen Verfassung zu tun und ich kann nur jedem raten, Alleinereisen nur in stabilem Gemütszustand zu machen, sonst kann das ganz schnell ein großer Reinfall werden! Selbst wenn man vorher schon wunderbarste Erfahrungen damit gemacht hat! Ja, es macht einen stärker, das stimmt absolut, vor allem, wenn man mal eine Krise auf Reisen durchlebt und überstanden hat, aber nie vergessen und unterschätzen, dass niemand unverwundbar ist!
    Ich werde es bestimmt wieder tun, alleine reisen, aber von der letzten Reise muss ich mich erst mal ordentlich erholen…

    • Antworten
      BRAVEBIRD
      22. Juni 2016 um 16:13

      Liebe Petra,
      haha, das kann ich verstehen :) Danke für die Ergänzung! Krisen sind allgemein nicht leicht zu bewältigen, aber in den eigenen vier Wänden definitiv leichter als irgendwo in der Fremde. Andererseits habe ich schon in nicht so tollen Momenten auf Reisen wundervolle Erfahrungen gemacht, indem mir plötzlich jemand geholfen hat oder mir zur Seite stand, womit ich gar nicht gerechnet hätte. Also am Ende ist da eine sehr schöne Erinnerung bei herausgekommen. Hoffe, du bist inzwischen erholt und neuen, frohen Mutes :)) Liebe Grüße, Ute

  • Antworten
    Basti
    1. April 2016 um 10:05

    Hallo,

    also erstmal möchte ich sagen, dass ich doch durchaus erstaunt bin zu diesem Thema beinahe(?) ausschließlich weibliche Kommentatorinnen zu entdecken. Auf meinen Reisen, die ich bisher gerne mit meiner Freundin aber auch alleine gemacht habe, hätte ich nicht sagen können, dass es eine Tendenz in Richtung eines Geschlechts gäbe.
    Was ich bisher bei meinen Touren (die gerne auch abseits der Wege liegen) über das Reisen alleine gelernt habe ist, dass es anfangs sehr schön ist, für sich zu sein, man seinen Gedanken weniger aktiv nachgeht, als man es vorher gedacht hätte und, dass man sich am Ende doch freut wieder ein anderes Gesicht zu sehen :)

    Viele Grüße aus Kassel
    Basti

    • Antworten
      BRAVEBIRD
      22. Juni 2016 um 16:17

      Hi Basti,
      Dankeschön für den Einblick aus männlicher Perspektive. Mir geht es da aber als Frau auch ganz ähnlich wie dir – so ganz alleine auf Dauer ist’s schwierig… Viele Grüße und weiterhin frohes Alleinreisen :) Ute

  • Antworten
    Arken
    25. Mai 2016 um 11:23

    Also ich muß sagen, ich empfand meine 9 monatige Alleinreise nicht als Problem. Ich konnte meinen Reisekoffer hinpacken wo ich wollte, wie lange ich wollte, und wann ich wollte. Und man ist ja nicht die ganze Zeit alleine. Es gab immer Zeiten oder Gegenden, wo man sich mit anderen getroffen hat, oder auch mal ein paar Tage gemeinsam unterwegs war

  • Antworten
    Ute grebe
    2. August 2016 um 17:38

    Ich bin alleinstehend und möchte mit meinem kleinen Hund mit meinem globecar auf Tour gehen.ich denke das ich Gleichgesinnte finde .

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