In einem Land vor unserer Zeit. So oder so ähnlich stellen wir uns die Bilder vor, wenn wir an das Dach der Welt im Himalaya-Gebirge denken. Mönche in roten Kutten, Frauen mit langen Zöpfen und Gesichtern, die von extremen Wetterverhältnissen gezeichnet sind. Einsame, karge Landschaften bestückt mit gehörnten Yak-Rindern zwischen braunen Bergen. Und dann Lhasa, die verbotene Stadt mit ihrem riesigen Palast. Das alles klingt so fremd und doch zieht es uns irgendwie magisch an.

Tibet GrenzeEine Reise nach und durch Tibet ist einfacher, als man es sich vorstellen würde. Wer zum Beispiel eine Reise nach Nepal planen sollte, kann diese Tour sehr gut mit einbinden. Die Einreise-Bestimmungen für Tibet ändern sich gelegentlich, aber in der Regel ist es möglich, in einer Gruppe von mindestens vier Personen nach Tibet einzureisen. Aktuelle Infos gibt es beim Auswärtigen Amt. Auch aus Kostengründen bietet es sich an, eine Gruppenreise in Kathmandu zu buchen. Der Preisvergleich bei verschiedenen Agenturen vor Ort lohnt sich! Das Visum organisiert die Reise-Agentur und sollte rechtzeitig, also einige Tage vorher beantragt werden.

Die Tour besteht meist aus 7-11 Tagen (mit oder ohne Besuch des Everest Base-Camps) und führt von Kathmandu mit dem Bus nach Lhasa. Von dort aus fliegt man dann z. B. zurück nach Kathmandu. Alternativ startet man in Lhasa und fährt zurück in die Hauptstadt Nepals.

Bei der Budget-Tour geht es am ersten Tag mit dem Bus mit bis zu 20 Personen von Kathmandu Richtung Nyalam. Bei der etwa 7- bis 8-stündigen Fahrt wird man über die tibetische Grenze gebracht, durchquert Bergdörfer wie den im Nebel liegenden Ort Zhangmu auf 2.300 m Höhe und endet dann irgendwann in der Dunkelheit in Nyalam.

Die erste Nacht verbringt man bereits auf etwa 3.800 m Höhe, was bei dem einen oder anderen Kopfschmerzen verursachen kann. Die Unterkünfte unterwegs sind dürftig, man schläft zum Teil mit 4-6 Personen in einem Zimmer und es ist kalt. Richtig kalt! Einen warmen Schlafsack und Aspirin sollte man daher auf jeden Fall dabei haben.

Tibet Yaks Land
Am zweiten Tag passiert man den Nyalam Thong-La Pass auf 5.100 m mit fantastischen Ausblicken auf Shisapangma, den höchsten Berg Tibets – sofern das Wetter mitspielt. Am Mittag erreicht man den kleinen Ort Tao Tingri, in dem man ein sehr authentisches Leben der Tibeter beobachten kann. Hier gibt es auch den legendären Buttertee zu probieren, der allerdings meines Erachtens nichts ist, was man im Leben einmal probiert haben muss…

Tibet Dorfleben Tibet Landsleute Tibet Yaks
Tibet GauchoDie Fahrt geht vorbei an großen Yak-Herden in den Bergen und gelb blühenden Wiesen. Wenn das Wetter klar ist, kann man unterwegs den Mount Everest und den Mt. Cho-Uyo sehen. Der Tag einer insgesamt etwa 7- bis 8-stündigen Fahrt endet in Lhatse auf ca. 3.950 m.

Auch in dieser Nacht heißt es sich warm halten. Mehrere Lagen Kleidung übereinander im dicken Schlafsack reichen noch nicht aus und ich lege noch eine Decke drüber. Am nächsten Morgen mit eiskaltem Wasser draußen waschen ist dann die nächste extreme Herausforderung.

Tibet See Tibet Einheimische Fotografien Tibet See
Die nächste Etappe geht von Lhatse nach Shigatse, der zweitgrößten Stadt Tibets. Langsam gewöhnt man sich an die Höhe, die ungefähr auf 3.900 m bleibt. Auf der etwa 5-stündigen Fahrt passiert man kleine Dörfer mit Bauernhöfen und Einheimischen, die ihr Leben in den Bergen bestreiten. Kinder kommen angerannt, sobald sich die Bustür öffnet, um Geld oder Süßigkeiten abzustauben.

Tibet Einheimische Ziege Tibet Kinder
Bei einem Besuch des berühmten Tashilungpo Klosters in Shigatse beginnt dann der bisher authentische Eindruck des alten Tibets langsam etwas zu bröckeln… Die Tibeter bringen zum Gebet Massen von kleinen Scheinen mit, um sie an den verschiedensten Stellen im Kloster zu deponieren. Und die Mönche, auf Bänken sitzend, sind nicht selten mit dem Zählen der Scheine beschäftigt, die sie in zum Teil großen Bündeln in Händen halten. In der anderen Hand befindet auch des öfteren ein Handy, mit dem sie gemütlich Telefonate führen.

Tibet Kloster Mönche
Das Beobachten der Gebets-Rituale der Tibeter in den Klöstern ist eines der spannendsten Aspekte dieser Tour. Sie bringen Butter in Kannen mit, die sie in die großen Kelche auf den Tischen gießen, und selbst die ältesten Ladies krabbeln in Windeseile im Uhrzeigersinn unter engen Regalen umher. Teilweise herrscht an manchen Stellen ein Andrang, als würde es etwas umsonst geben. Man selbst steht als Besucher mittendrin und kann nur staunen über diese etwas hektische Vorgehensweise.

Tibet Mönch Tibet bei Nacht Tibet Kloster zeremonie Tibet Kloster Zeremonien
Der letzte Part der Reise geht von Shigatse to Gyantse, bevor man die Hauptstadt Lhasa erreicht. Diesmal nur etwa 3-4 Stunden Fahrt und der Besuch dreier Klöster, die mittlerweile eine gewisse Besichtigungs-Ermüdungserscheinung aufkommen lassen. Und dann ist er endlich da. Der Moment, an dem man endlich auf der linken Seite des Buses den riesigen Potala Palast in Lhasa erreicht, dessen unzählige Stufen man wenige Zeit später schnaufend erklimmen wird.

In zwei bis drei Tagen kann man Lhasa gut kennenlernen. Man wird schnell feststellen, dass hier selbst die Jugendlichen kein Wort Englisch sprechen. Und doch ist es hier teilweise extrem fortschrittlich. Wer eine Disco in der Stadt besucht, wird sich unter Umständen über eine hypermoderne Einrichtung auf mehreren Stockwerken mit Karaoke-Zimmern wundern. Auch Coffee-Shops haben mittlerweile Einzug gehalten.

Tibet Lhasa Pothala Tibet Potala Palace Potala Palace
Am Flughafen in Lhasa geht diese aufregende Tibet-Reise zu Ende und führt zurück nach Kathmandu. Alternativ kann man auch mit der Tibet-Bahn von China aus einreisen, z. B. von Peking, Shanghai oder Guangzhou. Den Zug kann man an neun verschiedenen Stationen für 15 Minuten verlassen, um die Landschaft zu bewundern. Die Fahrt dauert ca. 50 Stunden; vorzeitige Reservierung ist ratsam.

  • Beste Reisezeit: April bis Oktober, die Temperaturen liegen am Tag zwischen 15°-25°C. Nachts kann es sehr frisch werden. Daher sollte man warme Sachen und einen guten Schlafsack mitnehmen. Der Winter ist extrem kalt mit hohen Minustemperaturen und eher etwas für Hartgesottene.
  • Visum/Einreise: Bevor man eine Reise nach Tibet bucht, sollte man sich erkundigen, ob dem zu dem angegebenen Zeitpunkt nichts im Wege steht. Manchmal sind die Grenzen für Einreisende geschlossen.
  • Kosten: Die Preise können je nach Reisezeit und Agentur sehr unterschiedlich ausfallen. Das Visum kostet 85 US$, der Flug um die 450 US$ und die Tour (Budget) um die 450 US$. Also alles in allem um die 1.000 US $ für einen einwöchigen Tibet-Trip. Wer noch das Everest Basecamp und somit weitere Reisetage plant, muss natürlich mit höheren Kosten rechnen.
  • Tipp: Wenn man diese Tibet-Reise schon einmal antritt, sollte man das Everest Basecamp ruhig mit einplanen. Diesen Trip wird man wahrscheinlich nur ein Mal im Leben machen und eine bessere und einfachere Gelegenheit, dorthin zu kommen, wird es vielleicht nicht geben.

 

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41 Kommentare

  1. Wow, bemerkenswert tolle Fotos hast du da gemacht. Ich beneide die Menschen ja immer die soweit und so tolle Reisen machen können. Mir fehlt dazu leider das Geld. Dabei würde ich so gerne einmal weiter wegfahren. Wenigstens gibt es im eigenen Land Hotels die für alleinreisende gemacht sind. Zumindest etwas wenn ich schon nicht weiter wegkomme. :(
    lg Michaela

    1. Liebe Michaela,
      vielen Dank für das Lob! Also, wenn jemand das Geld für ein Hotel für mindestens 100 Euro/Nacht hat, würde ich ihn nun nicht gerade als arm bezeichnen. Ist wohl immer eine Frage der Prioritäten und wie man sein Geld für die verschiedenen Reisebestandteile verteilen möchte. Trotzdem vielen Dank für den Tipp!
      LG Ute

  2. Schön! Und ein kleiner Kommentar für Michaela: Ich werde auch oft ganz sehnsüchtig, aber können wir nicht auch in Gedanken und über Blogs wie diesen in die Ferne reisen? Und: Selbst vor der Haustür gibt es ganz fantastische Dinge zu entdecken … zumindest stelle ich das immer wieder fest : )
    Jutta

    1. Wenn die Sehnsucht nicht wäre, würden wir vielleicht gar nicht verreisen… Nicht auszumalen, was wir dabei alles verpassen würden :) LG + Danke! Ute

    1. Liebe Ulrike,
      diesen Artikel habe ich in der 3. Person verfasst, weil es sich um einen Reisetipp handelt, der die Informationen beinhaltet, wenn „man“ eine Reise dorthin plant. „Ich“ war bereits vor ein paar Jahren dort und möchte meine Tipps gerne weitergeben. Ich hoffe, dass dir diese Information weiterhilft, wofür auch immer sie nützlich sein mag.

  3. Erstaunlich (und erschreckend) wie die Chinesen die Infrastruktuoffenbar ausgebaut haben. 2006 war die Befahrung des „Friendship Highways“ zwischen KTM und Lhasa nur mit Land Cruiser (so na Art Land Rover – einfach Chinesisch) möglich – der grösste Teil der Strecke bestand aus (im Vergelich zu Nepal) guten Schotterpisten.
    Es lohnt sich, die Preise zu verleichen (zumindest tat es das 2006). Denn egal wie viel die Leute bezahlt hatten. Spätestens in Nyalam waren alle Leute, die am gleichen Tag von KTM zur tour aufgebrochen waren, in genau derselbsen Gruppe mit denselben beschissenen Unterkünften.
    Ich finde es bedauerlich, dass in deinem Bericht nichts darübe steht, wie die Chinesen von Lhasa Besitz ergriffen haben. 2006 fielen mir die unzähligen riesigen, meist leeren Verwaltungsbauten auf. Sie sollten der einheimischen Bevölkerung klar zeigen, wer hier Meister ist und wer das sagen hat.
    Und ganz ehrlich: Statt einer Beschreibung eine Disco in Lhasa hätte ich eine Beschreibung der tibetischen Pilgerinnne und Pilger am Jokhang erwartet. Für mich das eindrücklichste Reiseerlebnis ever – und ich bin doch schon mehr als 3 Jahre in der Welt herumgereist…
    PS: Man sollte daran denken, dass der Dalai Lama in China persona non grata ist. Also ja nicht irgendwen auf ihn ansprechen! Oder gar Bilder einführen!!!

    1. Liebe Karin,
      vielen Dank für deine ergänzenden Informationen. Ich kann deine Einwände verstehen, allerdings ist es mein Ziel, meine Leser für ein Land zu begeistern und nicht abzuschrecken! Es gibt zum Beispiel auch viele Gegner von Tibet-Reisen, aber wem hilft das hier weiter? Mir gefallen diese negativen Formulierungen ehrlich gesagt nicht und ich lebe auch ungern in der Vergangenheit, sondern schaue gern in die Zukunft und genieße die Eindrücke, die auf mich in einem neuen Land und in einer anderen Kultur auf mich einprasseln.
      So hat jeder seine Vorzüge und Vorlieben. Es gibt viele andere Blogs und Seiten, in denen du alles über die Pilger lesen kannst. Bei mir ist es eben leider nur eine Disco geworden, die meines Erachtens allerdings mehr als erwähnenswert war, denn sie hätte ich in dieser Form weniger in Lhasa erwartet als Pilger.
      Ich wünsche dir weiterhin alles Gute auf deinen Reisen, liebe Karin!
      Viele Grüße
      Ute

      1. Man kann natürlich von den Chinesen halten, was man will, aber für mich fehlt halt einfach etwas, wenn man in Lhasa nicht die vielen Plattenbauten zumindest erwähnt (und ich gehe davon aus, dass diese seit 2006 nicht weniger geworden sind), da sie das Stadtbild extrem dominieren.
        Natürlich kann eine chinesische Diskothek in Lhasa interessant und eindrücklich sein, ich glaube aber nicht, dass jemand deswegen nach Lahasa gehen wird. Und wenn ja, dann tun mir diese Personen echt leid! Mir ist schon klar, dass Tibetische Pilger, die den Weg über hunderte von Kilometern durch ständiges sich hinlegen zurückgelegt haben, nicht jeden beeindrucken. Aber für mich sind es solche Sachen, die eine Reise erst speziell machen.

    2. Liebe Karin,
      ich hätte zu allen einzelnen Destinationen dieser Tibet-Reise noch viel mehr schreiben können, aber es handelt sich hierbei lediglich um Impressionen und nicht um einen hundertseitigen Reiseführer über Geschichte, Traditionen & Co.!
      Tut mir leid, dass dir die Inhalte meines Artikels nicht ausreichend zu sein scheinen. Dann passen wir zwei vielleicht einfach nicht zusammen und ich bin sicher, dass du einen anderen Reiseblog über Tibet finden wirst, der deinen persönlichen Ansprüchen gerecht wird.
      Alles Gute!

  4. Smile, ich hatte hier ein Häkchen für Kommentar-Updates gesetzt und die letzten in mein Postfach bekommen … Ist ein persönlicher Reiseblog nicht tatsächlich ein Spiegel dessen, was uns selbst auf einer Reise bewegt? Allumfassend kann und will er ja gar nicht sein. Dafür gibt es andere Plattformen. Aber du gehst ja immer sehr souverän mit jeder Art von Kritik um, Ute. Das musste ich hier jetzt schnell loswerden : ) Einen schönen Abend wünsche ich dir,
    Jutta

    1. Hahaha, Dankeschön Jutta! Gerade der Spiegel ist ja das, was einen persönlichen Reiseblog ausmacht. Ich verstehe diesen kritischen Ton ehrlich gesagt auch nicht so ganz, aber man muss nicht alles und jeden verstehen. Wünsch‘ dir auch noch einen schönen Abend! Liebe Grüße, Ute :)

  5. Liebe Ute
    Deine Bilder sind fantastisch und auch dein Bericht macht Lust auf mehr. Du schreibst von einer Budgettour. Hattest du hier einen bestimmten Anbieter oder kannst du einen empfehlen? Lg, Christin

    1. Liebe Christin,
      vielen Dank für das Lob! Ich hatte einen Anbieter, der sich im Nachhinein als zu teuer herausgestellt hat; allerdings habe ich mir die Differenz nachher zurück geholt :) Meines Wissens werden die Leute, die bei all den kleinen Unternehmen gebucht haben, gesammelt und dann zusammen gewürfelt. Von daher hilft wahrscheinlich letzten Endes nur das Vergleichen der Preise. Inhaltlich ist das fast immer das gleiche Programm. Ich würde dir auf jeden Fall die Budget-Tour empfehlen. Sie ist zwar zum Teil echt strapaziös, aber das macht es auch gerade aus!
      Viel Spaß und liebe Grüße, Ute

  6. Hallo Ute
    Danke für deinen Einblick in das Leben von nepal udn Tibet. werde in 3 Wochen zum ersten Mal nach Nepal reisen udn konnte mci hso richtig gut einlesen.
    Ich grüsse dich herzlich
    Maggy

  7. Hi Ute,
    Ich bin im Oktober in Nepal und durch Deinen Bericht auf die Idee mit dem Trip nach Tibet gekommen. Allerdings will ich nicht zwingend meinen dicken Schlafsack mitnehmen. Oder macht es zu der Zeit Deiner Erfahrung nach Sinn?
    Liebe Grüße,
    Ivana

    1. Hallo liebe Ivana,
      super, freut mich!! Ich würde dir dringend empfehlen, deinen eigenen dicken Schlafsack mitzunehmen, denn die Decken, die du in den einfachen Unterkünften bekommst, sind schwer und manchmal sogar feucht. Die Sachen trocknen da oben nur sehr schlecht, es gibt nur selten warmes Wasser, weshalb man alles in allem eher selten wäscht und daher nicht gerade von frischen Sachen gesprochen werden kann.
      Also, wenn es bisher auf der Welt ein Gebiet gab, wo ich den Schlafsack definitiv mitnehmen würde – dann auf dieser Reise! (Noch ein Tipp: Manche möchten sich in Nepal einen (Marken-) Schlafsack kaufen, weil die dort sehr günstig sind. Die meisten davon sind allerdings billige China-Imitate und taugen überhaupt nichts. Daher besser den eigenen mitnehmen.)
      Wünsche dir eine tolle Reise!!
      LG Ute

  8. Beim Everest-Basecamp auf tibetischer Seite hast Du nix verpasst. Es ist eine kleine Zeltstadt, die als reine Touri-Attraktion aufgezogen wurde. Kein Bergsteiger macht sich von Tibet aus auf den Weg zum Gipfel der Welt. Wir haben nach mehr als 3 Stunden Holperstrasse einfach ca. 3 Stunden gewartet ob der Everest mal aus den Wolken spitzt. Richtig gesehen habe ich ihn dann erst in Darjeeling in Indien. Völlig unnötig…
    Deine Einstellung zur Vergangenheit von Tibet teile ich, aber Deine Einstellung zum superleckeren Buttertee nicht (;

    1. Hallo Florian,
      vielen Dank für den wichtigen Hinweis zum Basecamp!
      Du magst den Buttertee? Uaaahh…. Da bekomme ich direkt eine Gänsehaut. Aber Geschmäcker sind ja unterschiedlich ;)
      Viele Grüße
      Ute

  9. Hallo Ute,
    Mein freund und ich starten im September eine Weltreise und wollen auf eigene Faust viel erleben.Wie ich allerdings schon überall gelesen hab kann man nicht so einfach alleine durch Tibet reisen!!!
    Mit den Bus zu reisen finde ich ein Tolle Idee , um so auch viel von der Landschaft und der Kultur der einheimischen zu erleben. Meinst du vor Ort in Kathmandu ist es vorteilhafter zu buchen als im Voraus? Vielen Dank schon mal im voraus!! Liebe Grüsse Nikoletta

    1. Hallo Nikoletta,
      es gibt Möglichkeiten, alleine bzw. mit einem Fahrer zu reisen, aber das ist nicht ganz günstig. Du kannst mal bei Manish von http://timeinnepal.com nachfragen, er ist ein sehr erfahrener Guide in Nepal und kann da meines Wissens etwas organisieren.
      Ich würde wahrscheinlich eher in Kathmandu ein paar Agenturen abklappern und den günstigsten Preis aushandeln. Das ist wesentlich einfacher und im direkten Kontakt auch besser als anonym per Email. Ich hoffe, das hilft ein wenig ;)
      Liebe Grüße und eine tolle Reise!
      Ute

  10. Hallo Ute,
    kennst du in tibet zufällig eine argentur die touren organisiert von tibet nach kathmandu, die du empfehlen kannst?
    grüße :)

    1. Hi Christina,
      bei fast allen Agenturen wirst du am Ende mit anderen sozusagen in einen Topf geworfen, d. h. im Prinzip ist es egal, wo du buchst, weil fast alle die gleiche Tour anbieten. Also meines Erachtens kannst du da inhaltlich nicht viel falsch machen. Es ist dann nur wichtig, dass du einen guten Preis aushandelst. Du kannst also einfach bei Agenturen in Kathmandu (vor Ort oder per Mail) den Preis und die Route anfragen. Meist siehst du die Route auch schon auf deren Webseite. Ich hoffe, das hilft ;)
      Viele Grüße
      Ute

  11. Hallo Ute!
    Danke für deine Ausführung und Bilder über Tibet. War selber vor 4 Jahren für 5 Tage dort. War bis jetzt der Urlaub, der mich am meisten beeindruckt hat.
    Lg aus Wien
    Andreas

  12. Hallo Ute, super toller Bericht. Ich möchte Ende Dezember für 4 Wochen in diese Richtung aufbrechen. Wenn ich nun nach Kathmandu fliege ist es denn dann wirklich problemlos nach Tibet einzureisen ohne vorher ein chinesisches Visa zu haben? Könnte ich damit dann auch weiter in China reisen u z.B von Peking o.ä. zurückfliegen? Ich weis. das sind recht viele Fragen auf einmal. Wäre mir aber eine große Hilfe da ich die Ausführungen des AA etwas kompliziert finde. LG Karsten

    1. Hi Karsten,
      ich denke, dass es Ende Dezember extrem (!) kalt dort sein wird, bin mir nicht sicher, ob ich das machen würde ehrlich gesagt… Ich habe das chin. Visum in Kathmandu ein paar Tage vorher beantragt. Wie das mit der Weiterreise nach China ist, kann ich dir leider nicht sagen, müsstest du ggf. mal im Internet recherchieren.
      Trotzdem eine superschöne Reise!!
      Viele Grüße
      Ute

    2. Hi Karsten, sehr interessanter Kommentar: ich überlege nämlich derzeit das gleiche: ab Weihnachten nach Kathmandu zu fliegen, eine Tour nach Tibet zu machen und im Optimalfall dann bis nach Peking zu reisen bzw. von dort wieder zurückzufliegen. Wurde im Internet bislang allerdings auch noch nicht viel schlauer, ob das Ganze möglich ist – oder ob es ggf. einfacher wäre, die Tour andersherum zu machen. Hast du vielleicht schon was rausgefunden? Können uns sonst gern auch direkt austauschen!
      und @Ute: tolle Blogeinträge und Fotos von Nepal! Die feuern meine Lust auf das Land nochmal kräftig an :-)

  13. Hallo Ute,
    Vielen Dank für deine tollen Bilder und den Bericht – mir macht er meine Reiseplanung nur noch schmackhafter!
    Ich möchte im März von Kathmandu aus nach Tibet reisen und bin schon unglaublich gespannt und aufgeregt. Ich bin bisher noch nicht so sicher, ob ich die Zeit für den Ausflug zum Everest Base Camp investieren soll, oder nicht. Was hat Dir denn dieser Ausflug bedeutet? Lohnt sich das wirklich? Ich bin nämlich voher einige Wochen in Pokhara und werde vermutlich von dort aus einige Wanderungen unternehmen und dort einiges sehen.
    Ich wollte Dich noch fragen, ob es sich in Kathmandu lohnt den Preis für die Tibettour aggressiv zu verhandeln, oder ob der reine Vergleich schon ausreicht. Man hört ja doch, dass die Nepalesen gerne einen viel zu hohen Preis angeben, in der Erwartung dass vielleicht von Touristen nicht gehandelt wird, weil wir das nicht gewohnt sind.
    LG aus München

  14. Hi Philipp,
    Ich bin im März 2006 von Nepal nach Tibet gereist. Damals waren die Strassen noch schlecht ausgebaut und die Reise war nur mit Jeeps möglich – gut möglich also, dass die Strassen in zwischen besser sind. Die Chinesen waren damals auf jeden Fall schon sehr gut darin, Schnee zu räumen.
    Wenn du den Trip in KTM buchst, solltest du auf jeden Fall fragen, ob die Strasse zwischen Zhangmu und Nyalam frei ist. Im März 2006 war sie durch zahlreiche Lawinen verschüttet. Statt am ersten Tag bis Nyalam zu fahren, kamen wir nur bis Zhangmu, wo wir zwei Nächte feststeckten. Am dritten Tag fuhren wir dann mit Jeeps so weit wie möglich auf der vereisten Strasse (der Fahrer murmelte unaufhörlich Mantras), bevor wir dann mehrere Stunden zu Fuss die blockierte Strecke überwanden. Um die verlorene Zeit aufzuholen überwanden wir dann am gleichen Tag noch die drei 5000-er-Pässe, was nicht nur für uns wegen der Höhe sondern auch für die Fahrer (wegen der Dauer) eine echte Strapaze war. Falls es also Ausweichmöglichkeiten gibt, lieber ein paar Tage später gehen!
    Meinerzeit war es übrigens so, dass alle Reisenden ab KTM am Schluss unabhängig vom bezahlten Preis in der gleichen Gruppe landeten. Vielerorts gab es sowieso nur eine Unterkunft. Und wenn du erst einmal in China bist, hat der Nepali-Guide nur noch wenig zu sagen…
    ich wünsch Dir eine eindrückliche Reise!
    Karin

    1. Hallo Karin, danke für deine superschnelle Antwort!
      Leider kann ich nicht später gehen, aber in jedem Fall vielen herzlichen Dank für die Tipps, ich werde das auf jeden Fall nachfragen. Ich werde vermutlich in der letzten Märzwoche bis in den April gehen oder so um den Dreh. Bin vorher mit Arbeit in Pokhara beschäftigt und kann leider nicht länger als bis Anfang April bleiben. Deshalb kann ich den Zeitpunkt für die Tibetreise nur bedingt wählen. Ich hoffe um betende Fahrer wegen so gefährlicher Strecke komme ich herum! Das klingt nach einem echten Abenteuer. Ich habe schon mitbekommen, dass alle am Ende in gemeinsamen Gruppen landen, meine Frage bezog sich eher darauf, ob man nur Preise vergleichen soll, oder auch handeln sollte.
      In jedem Fall nochmals herzlichen Dank für deine rasche und Informative Antwort!
      Philipp

  15. Hej Bird,
    vielen Dank erst einmal für den Bericht – ist sonst schwer, etwas darüber zu finden. Bei mir steht diese Tour in einem Monat an, oder anderthalb, ganz danach, was ich noch so in Nepal mache:)
    Aber, was ich fragen wollte: Die Höhenkrankheit – wie steht es damit? Ist es nicht so arg, wenn schnell mit dem Bus hoch und runter gefahren wird? Wenn doch, gibt es Möglichkeiten des Ausstiegs wie beim Trecken? Und dann noch: ich werde so gegen Ende Mai hoffentlich diesen Trip machen – immer noch kalt dann und wenn ja, bekommt man ordentlich Decken in den Lodges. Fragen über Frage, ich weiß, aber dafür denke ich auch ganz doll an dich,wenn ich in Nepal bin. Und baue irgendwo eine Stupa für dich:)
    Ole

    1. Hi Ole,
      was die Höhenkrankheit angeht, kann ich dir leider keine Information geben, denn ich habe damit überhaupt keine Probleme… müsstest du vielleicht mal in Foren nachschauen. Die Unterkünfte sind in der Regel sehr (!) einfach und ich würde dir schon empfehlen, einen dicken Schlafsack und etwas zum Bedecken deines Kissens (Schal o.ä.) mitzunehmen. Die Decken werden nicht so oft gewaschen und ich schlafe dann doch lieber in meinen eigenen Sachen. Ich hoffe, das hilft ein wenig. Wünsche dir eine superschöne Reise, bin ein wenig neidisch :)
      Viele Grüße!
      Ute

  16. Das möchte ich auch irgendwann mal amchen, wenn ich genug Geld gespart habe und mich schon fast in den Ruhestand zurückzeihen kann. Einen Bus mieten und einfach mal die Welt bereisen :-)
    Ich finde das ist eine herrliche Vorstellung und mein absoluter Traum, so viele Kulturen und so viele Menschen kennenzulernen.
    Doch dafür braucht man Zeit und Geld und muss sich lange von Zuhause trennen können, was mir auch sehr schwer fällt ;-)
    Lg

  17. Echt eine Reise die manmachen sollte, ich glaube selbst das es ein großes Erlebniss ist eine solche Busreise zu unternehmen , ein interessanter Artikel ich war echt überrascht das man solche Reisen macht.

  18. As my mother tongue is Tibetian and i had spent most of my childhood in Tibet. I had visited most of the place in Tibet but its been long since i haven’t been Tibet.

    But after looking above pic it reminded me of Tibet.

    Thanks for sharing such a beautiful pic.

  19. Liebe Ute!
    Ich finde deinen Blog spannend, danke dafür! Eine Anregung, die mir beim Durchsehen des Tibet Beitrages eingefallen ist, nachdem es hier sehr viele Bilder von Menschen gibt: Ich finde es immer sehr wichtig, den Menschen, die wir auf unseren Reisen treffen, größtmöglichen Respekt entgegenzubringen, und das inkludiert für mich auch ihr Einverständnis, Fotos von ihnen machen zu dürfen und, in diesem Fall, sie auch veröffentlichen zu dürfen. Mir ist bewusst, dass das nicht immer einfach ist aufgrund eventueller sprachlicher oder anderer Barrieren. Im Zweifelsfall würde ich dann davon absehen und mich auf Landschaften konzentrieren, um die Privatsphäre der Menschen, die wir in ihrer Lebensumgebung besuchen dürfen, zu respektieren. Ich war auch schon mal in der Rolle derer, von denen ungefragt Fotos gemacht werden, weil sie „exotisch“ und „fremd“ aussehen – das ist kein schönes Gefühl. Ich denke da tragen die Reisenden auch Verantwortung dafür, dass die Begegnungen respektvoll, sensibel und auf Augenhöhe ablaufen.
    Danke dir Ute!

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