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7 gute Gründe, nicht nach Bali zu reisen

7 gute Gründe, nicht nach Bali zu reisen

Eine Balireise schadet massiv der Umwelt - Reiseblog Bravebird

Bali. Diese vier Buchstaben gehören nicht nur zu einem der meist eingegebenen Suchworte auf meinem Blog, sondern zählen auch seit Jahren zu den meist gesuchtesten Reisezielen der Deutschen auf Google. Je mehr uns die verheerenden Auswirkungen des Klimawandels vor Augen geführt werden, umso mehr scheint die riesige Flut reisewütiger Menschen besorgniserregend, die meist für nur kurze Zeit den weiten Weg auf diese indonesische Insel antreten.

Bali war immer schon ein beliebtes Ziel, doch seitdem sich verstärkt Instagrammerïnnen bzw. Influencerïnnen dort ausbreiten und über die vermeintlich ultimative Art zu leben berichten, umso mehr wurde die Insel gehypt. Und daraus entsteht schnell ein unschöner Kreislauf: Je mehr Menschen dorthin reisen, umso mehr Blogger finden sich ebenfalls auf der Insel ein, um Content für ihren Blog zu bekommen und Leser für sich zu gewinnen… Multiplikatoren, soweit das Auge reicht!

Vor kurzem las ich in einem Artikel, dass verschiedene populäre Strände in Thailand und auf den Philippinen gesperrt werden, damit die Natur sich wieder etwas erholen kann (Artikel). Dies brachte mich auf die Idee, das Gleiche auf dem virtuellen Weg zu tun. Ich habe daher nicht nur alle Artikel über Bali gelöscht, sondern möchte hiermit auch ausdrücklich von einer Reise dorthin abraten und das aus folgenden Gründen:

1. Man ist ein mega Massentourist

Eigentlich möchte jeder individuell und besonders sein, aber am Ende kauft und macht man doch das, was alle anderen auch machen. Während man beim Wort Mallorca gern die Nase rümpft (da ja viel zu touristisch), gilt Bali – das auch gern als Mallorca der Australier bezeichnet wird – bei uns als superhip. So spirituell, so easy und einfach nur toll. Balis Kuta ist Mallorcas Ballermann und natürlich findet man auf beiden Inseln auch fernab der Massen ruhige Plätze. Aber warum ist nun das eine hip und das andere ein No-Go?

Quelle Statistik: baliprov.go

Zum Vergleich: In Costa Rica lebt die gleiche Anzahl Einwohner auf einer fast 10x so großen Fläche. Ob man gern mit tausenden anderen Menschen am selben Strand sitzt oder durch Straßen vollgepumpt mit Abgasen läuft, ist sicher Geschmackssache und lässt sich selbst in vielen beliebten Großstädten oft nicht vermeiden. Leider tut man eben nur dem Land, der Insel, der Umwelt, der Natur und am Ende auch sich selbst nichts Gutes.

2. Es ist eine der klimaschädlichsten Reisen

Während man bei Neuseeland oder Australien in der Regel an eine längere, mindestens 4- bis 6-wöchige Reise denkt und viele gleich einen Aufenthalt von mehreren Monaten oder einem Jahr planen, ist das bei Bali anders. Dank billiger Angebote kann man auch mal eben für 10 Tage oder zwei Wochen hinfliegen, selbst wenn die Flugzeit im Zweifel auch mal 24-30 Stunden je Strecke dauert.

Bei dieser Reise werden insgesamt 8.570 kg CO2 verpulvert, das sind nur für Hin- und Rückflug schon 3 1/2 Mal so viel wie man eigentlich lt. Pro-Kopf-Statistik im Jahr verbrauchen dürfte. Und mit diesem C02-Verbrauch hat man noch nicht ein einziges Mal in einem anderen Fahrzeug gesessen, gegessen und getrunken oder sonstiges unternommen. Wenn man die Reise durch Klimaschutz-Projekte kompensieren wollte,  könnte man dies durch eine Spende von 200 Euro umsetzen.

Co2 Berechnung Flug nach Bali - Reiseblog Bravebird
Kompensieren z. B. bei Atmosfair.de

Aber in Bezug auf die Umwelt geht es nicht nur um den Flug. Es handelt sich um eine Insel, die fast alles – was über 4 Millionen Menschen jährlich verbrauchen und konsumieren – importieren muss. Auch dieser Umstand verursacht wieder Unmengen Treibhausgas-Emissionen durch Schiffe und Flugzeuge – und das in einer Region, in der in der Regel mangels Wissen auf Umwelt keine Rücksicht genommen wird bzw. aus wirtschaftlichen Gründen genommen werden kann.

3. Nicht jedem gefällt diese Insel

Scheinbar jeder will dorthin! Blogger, Reiseführer und andere Ratgeber präsentieren in der Regel nur die schönsten Seiten und weniger das, was man als Leser eigentlich nicht sehen will und einen von der Reise abhalten könnte. Für viele Interessierte gilt daher automatisch als Botschaft: Wo sich erfahrene Reisende niederlassen, wo gefühlt alle Influencer und Lifestyle-Blogger hinreisen und wo viele Gleichgesinnte sind, muss es einfach wunderschön und sicher sein.

Bali schlechte oder negative Erfahrungen - Massentourismus - Reiseblog Bravebird

Aber nicht jedem gefällt die Insel so gut wie denen, die es als ihr ultimatives Reiseziel anpreisen. Dies sind nur einige beispielhafte Kommentare wie auch dieser aktuelle Erfahrungsbericht einer Leserin. Und es kommen immer mehr Stimmen von Bloggern hoch, die mit den Zuständen dort überhaupt nicht zurechtkommen. So postete z. B. kürzlich die amerikanische Reisebloggerin Amelia Whelan Bilder verschiedener Bali-Strände. Natürlich gibt es auch idyllische Orte auf der Insel, aber diese verheerenden Zustände sind nunmal ein Teil davon und alles andere als schön anzusehen.

Plastikmüll auf Bali - Bloggerin Amelie Whelan

Wer sich neben den euphorischen Stimmen die Erfahrungsberichte derjenigen durchliest, denen es nicht so gut gefallen hat, relativiert sich möglicherweise einiges. Ich selbst war ein Mal vor zwanzig Jahren dort, wo es irgendwie noch aufregend war. Beim zweiten Mal vor sieben Jahren empfand ich es als zu laut, zu abgezockt, zu überlaufen, überhaupt nicht paradiesisch und zu guter Letzt wurde es für mich zu dem einzigen Ort, in dem ich im Laufe von 15 Reisejahren sexuell belästigt wurde.

4. Durch jeden Touristen entsteht noch mehr Plastik

Weit über fünf Millionen Menschen produzieren auf dieser verhältnismäßig kleinen Insel jeden Tag Unmengen von Müll. 2017 wurde ein „Müllnotstand“ wegen der Plastikmengen an Stränden und in Gewässern erklärt. Laut der Umweltbehörde werden jeden Tag 3.800 Tonnen (!) Abfall produziert, wobei nur 60% auf Mülldeponien landen. Der Rest wird entweder verbrannt oder vergraben oder landet im Meer.

Wer sich aktuelle Filme wie »A Plastic Ocean« anschaut, wird in die bisher noch recht unbekannte Welt der gesundheitlichen Beeinträchtigung z. B. durch Verbrennen von Plastik eingeführt. Bereits das Einatmen der Dämpfe von brennendem oder kokelndem Plastik kann der Lunge schaden, da sich bei diesem Vorgang giftige oder zumindest problematische Schadstoffe wie das Klimagas Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Benzol, Dioxin usw. freisetzen. Auch gelangen giftige Schadstoffe des Plastiks in Lebensmittel, wenn Plastik zum Anfeuern beim Grillen von Fisch, Fleisch & Co. verwendet wurde.

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Das verheerende Ausmaß der Plastikverschmutzung bei Bali hat ein Taucher mit beeindruckenden Bildern festgehalten. Die Rechnung ist denkbar einfach: Je mehr Menschen auf die Insel reisen, umso mehr Plastik entsteht. Je mehr Plastik entsteht, umso mehr Plastik wird verbrannt, vergraben oder ins Meer geworfen. Es handelt sich bei Indonesien um ein Land, in dem ökologische Maßnahmen wie Recycling nur extrem schleppend bis gar nicht vorangetrieben werden. Meist handelt es sich um private Initiativen, denen es jedoch an finanziellen Mitteln mangelt.

In Bezug auf Nahrungsmittel sollte man außerdem bedenken, dass sich Plastikteile im Meer im Laufe der Zeit zu sehr kleinen Partikeln (Mikroplastik) entwickeln, wodurch sie in die Nahrungskette gelangen. Fische können sie nicht von Plankton unterscheiden, wodurch sie auch Plastik aufnehmen. Die Schadstoffe des Plastiks gelangen dadurch ins Muskelgewebe und sofern man lokalen Fisch isst, nimmt man sie damit unweigerlich auf.

5. Gesundheitliche Risiken und Nebenwirkungen

Da unsere Gesundheit genau genommen das einzig Wichtige und Lebenserhaltende ist, sollte der Hinweis auf mögliche gesundheitliche Risiken nicht fehlen. Neben den Abgasen und Schadstoffen unterziehen sich viele Reisende extra diversen Impfungen wie Tollwut, japanische Enzephalitis und/oder Typhus. Hierbei wird der Körper mit nicht unerheblichen Erregern konfrontiert. Auch, wenn man vielleicht bewusst nichts merkt, kann man dennoch die Wirkungsweise und eventuelle Spätfolgen nicht nachvollziehen. Das ist also nicht gerade ein Kindergeburtstag.

Malaria- und Dengue-Risiko auf Bali - Reiseblog Bravebird
Quelle: bali.com

Ein weiterer oft unterschätzter Aspekt ist das Risiko einer Dengue-Infektion (s. Artikel des PLOS). Laut des Magazins Zeit werden rund 400 Millionen Menschen weltweit jedes Jahr mit Dengue infiziert, wovon 25.000 bis 50.000 sterben. Das Risiko gilt für Kinder als besonders hoch. Gleiches gilt für Malaria: Lt. Auswärtigem Amt besteht ein geringes Risiko auf Bali und Lombok. Weitere mögliche Krankheiten sind das Chikungunya Fieber, die Vogelgrippe und natürlich klassische Durchfall-Erkrankungen. Katzen, Hunde und Affen sollte man aus verschiedensten Gründen nicht anfassen.

6. Tierquälerei, soweit das Auge reicht

Wenn man eine Tagestour bucht, bei der man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel abklappert, wird man wahrscheinlich auch zu einer Kaffee-Farm kutschiert, bei der man den außergewöhnlichen Schleichkatzen-Kaffee probieren kann. Die niedlichen, katzenartigen Raubtiere verbringen ihr gesamtes Leben in kleinen Gitterkäfigen und bekommen ausschließlich reife Kaffeekirschen gefüttert. Der Kot wird dann zur Gewinnung des teuersten Kaffees der Welt verwendet. Das ist absolut krank! Mehr Infos und Videos dazu auf Peta.

Schleichkatzen und Tierquälerei auf Bali - Reiseblog Bravebird

Viele asiatische Länder haben bekanntlich nicht viel mit Tierschutz zu tun. Man kann die Menschen vielleicht sogar verstehen, weil es eine Einnahmequelle darstellt und möglicherweise ihr Überleben sichert. Dennoch geht es zu Lasten eines Wildtieres und Lebewesens, das genauso ein Recht auf Freiheit haben sollte wie wir. Im Elefanten-Camp werden viele Elefanten rund um die Uhr an kurzen Ketten in Gefangenschaft gehalten oder mit Eisenstangen im Griff gehalten. Auch dieses touristische Vergnügen basiert gänzlich auf Tierleid, siehe z. B. diese Petition. Mehr Infos dazu Peta.

Gleiches passiert im Zoo oder Schildkröten-Park, ein Teil der jährlich ca. 60.000 Hunde landet qualvoll als „Hühner-Saté-Spieße“ auf dem Grill (was Gesundheitsrisiken birgt) und blutige Hahnenkämpfe mit Rasierklingen gehören zum balinesischen Alltag. Mit jedem einzelnen Besuch einer touristischen Attraktion mit Wildtieren unterstützt man Tierquälerei – das sollte einem immer bewusst sein. Einen wichtigen Artikel hierzu gibt es auf der Seite der Bali Animal Welfare Association.

Trauriger Weise sterben an Balis Stränden und im Meer massenhaft Vögel, Fische und andere Meerestiere in Netzen oder durch Verheddern. Vögel verhungern qualvoll, weil der volle Magen das Plastik nicht verdauen kann. In der Hochsaison werden für die Touristen auf Bali täglich ca. 40-60 Haie gefangen und getötet, nur um Haifischflossen-Suppe anbieten zu können. Die Fischer trennen auf See nur die Flossen ab und werfen den Hai wieder ins Meer. Mehr dazu in diesem Artikel.

Fischpediküre ist Tierquälerei - Reiseblog Bravebird

Die in Asien weit verbreitete Fischpediküre ist ebenfalls kein lustiges Vergnügen für die Fische. Sie bekommen nichts anderes zu fressen und haben am Ende keine andere Möglichkeit, sich über die Hautschuppen des Menschen herzumachen. Abgesehen davon taucht man seine Füße in ein Becken voller Bakterien und Krankheitserreger, denn auch Fische produzieren natürlich Kot. Es sind nur kleine Lebewesen, aber das sollte kein Grund sein, sie für einen Gag zu missbrauchen.

7. Man forciert Wasserknappheit

Viele Menschen wissen gar nicht, dass Wasser auf der Erde endlich ist. Die Grundwasser-Ressourcen erneuern sich nur alle 25-100 Jahre und das natürlich regional sehr unterschiedlich. Das bedeutet: Wenn man Trinkwasser zu schnell und in zu großem Umfang verwendet, entsteht Wasserknappheit. Die Tourismuswirtschaft auf Bali verbraucht nach Angaben von Tourism Watch ganze 65 Prozent des auf der Insel verfügbaren Wassers.

Folgen des Tourismus auf Bali - Reiseblog Bravebird

Man nimmt also im Prinzip den einheimischen Bauern und der Landwirtschaft das Wasser weg und das sorgt auf der Insel regelmäßig zu Konflikten, von denen man als Tourist natürlich nichts mitbekommt.  Lt. der Wissenschaftlerin Dr. Cole haben 1,7 Millionen Einwohner Balis keinen angemessenen Zugang zu sauberem Wasser. Reisfelder weichen großen Hotelbunkern und das zerstört die Zukunft der Bauern. „Ein balinesischer Bauer stehe schlechter da als ein Bettler an einem Touristenort.“ sagt Wayan Windia, Professor für Agronomie an der Universität Udayana.

Neben der traurigen Tatsache, dass Bauern ihr Land an Investoren verkaufen, kommen aufgrund des Anstiegs des Tourismus und weiterer Hotels immer mehr Menschen nach Bali, um in der Tourismusbranche arbeiten zu können. Und das unglücklicher Weise auf einer Insel, die in Bezug auf Naturkatastrophen (Erdbeben-Aktivitäten, drohender Vulkanausbruch 2017) oder seinerzeit Terrorismus (Bombenanschläge in 2002, 2005) schlagartig immense Tourismuseinbußen verzeichnen und damit tausende Menschen von jetzt auf gleich in die Armut treiben kann.

Welche Konsequenzen das Vertrauen auf 100% Einnahmen durch den Tourismus in einem Land ohne Sozialsystem bedeutet, lässt sich auch eindrucksvoll in Zeiten des Corona-Virus feststellen: „No tourism in Bali means locals have no money to feed their families!“. Alternative Einnahmequellen gibt es für die Einheimischen nicht mehr, die ihr Land verkauft haben. Und es gibt keinen Staat, der einem finanzielle Unterstützung zum Überleben bietet.

Ergänzung Okt. 2021: Wie auch der eingangs erwähnte Artikel des Guardian belegt, heißt es heute: Balis Gouverneur sagte diese Woche, vom Tourismus habe (vor Corona) „eine Handvoll Menschen, insbesondere ausländische Investoren“ profitiert, aber nicht die breite Öffentlichkeit.

Ja, aber…

Natürlich gibt es immer Vergleiche, andere Länder und Inseln, die auch sehr touristisch und vermüllt sind, aber es dürfte mit riesigem Abstand keine derart weit entfernte Insel geben, bei der so eine negative Prognose in Bezug auf die bestehende und noch kommende Umweltproblematik vorliegt und die unverständlicher Weise gleichzeitig und trotzdem so gehypt wird, dass immer noch mehr Menschen dorthin reisen. Die Summe der vorgenannten triftigen Faktoren für solch eine recht kleine Insel ist für mich ein Grund, von dieser Reise abzuraten.

Es gibt sage und schreibe mindestens 100 sichere Reiseländer – warum nicht etwas Neues wagen? Wo man noch ein paar eigene Fußabdrücke hinterlassen kann als tief eingetretene Pfade noch tiefer einzutreten. Es gibt tolle Reiseblogs, die über vollkommen andere und spannende Reisen berichten und nicht extra nach Bali reisen mussten.

Jeder, der heute nach Bali reist, positiv darüber schreibt und Fotos postet, muss sich der Tatsache bewusst sein, dass er die ökologische Situation als Multiplikator immer weiter verschlimmert. Mit anderen und vielleicht weniger bekannteren Reisezielen ist man nicht nur viel authentischer unterwegs, sondern verhilft zu einer besseren Verteilung des weltweiten Tourismus und gibt zudem diesen Ländern, Inseln oder Regionen die Möglichkeit, über Tourismus mehr Einkünfte zu erzielen.

Glücklich sein und Reisen - Reiseblog Bravebird

Informative Links

Zeige Kommentare (190)
  • Wahnsinnig Interessanter und mutiger Artikel, der zum Nachdenken anregt. Ich muss zugeben, so kritisch habe ich Bali als Reiseziel vorher nicht betrachtet und werde mir das Ziel meiner nächsten Fernreise doppelt gründlich überlegen und ansehen. Danke für den Anstoß!

    Liebe Grüße,
    Franka

      • Ich war schon des Öfteren auf Bali, bin sehr begeistert. Hauptsache ihr kauft bei C&A und Netto ein. Es sind völlig übertriebene Horrorberichte. Es kommt auch immer auf die betreffende Schicht an. Fleisch am Straßenrand kaufen nur dumme und uninformierte Touris. Die Europäer verursachen weniger Probleme. Es sind die Millionen Chinesen die für 200€ für eine Woche inklusive Flug hier alles verwüsten. Diese wurden jetzt von der Regierung teilweise verbannt. Besser informieren, weniger Fake News.

        • Kannst Du Dich mit deinen falschen Äußerungen auch gleich selbst löschen? Woher kommt zum Beispiel die Plastik, die in Bali am Strand liegt – Deutschland! Warum? Recycling in Deutschland bedeutet auch den Export von Plastikmüll nach Indien und China. Kennst du die Projekte der Balinesen, Um die Natur zu retten?

          Ich hoffe Du bist Vorbild, fliegst nie wieder irgendwo hin, fährst Fahrrad zur Arbeit oder noch besser Du gehst zu Fuß, da der Abrieb deines Reifens auf der Straße CO2 verursacht. Du hast dermaßen die Klugheit gefressen, Wahnsinn.

      • Ich war noch nie auf Bali und habe es auch eigentlich nicht vor, obwohl viele meiner Bekannten mir oft schon vorgeschwärmt haben wie toll es doch dort sei und das ich das unbedingt auch noch einplanen solle.
        Für mich persönlich kommt Bali irgendwie genau aus diesem Grund nicht in Frage – weil dort ALLE sind.

        In deinem Artikel geht es hauptsächlich um Umwelt- und Tierschutz. Das sind alles wichtige Themen die man auch bedenken muss. Ich frage mich allerdings, welche Reiseziele in Südostasien du stattdessen empfehlen kannst? Ich würde gerne Namen der Ziele hören, nicht nur „Eine andere, unbekannte Insel“ – das meine ich aus ernstem Interesse, nicht aus Provokation. Ich hab nämlich auch oft gehört (und in Thailand und Sumatra z.b. selbst gesehen), das es dort auch nicht wirklich besser aussieht.
        In ärmeren Länder ist es meiner Meinung nach überall ähnlich und wenn jetzt die Massen alle auf unbekanntere Reiseziele umschwenken, dann wird es dort auch noch schlimmer.
        Das ganze ist eine schwierige Situation für die es keine einfache Lösung gibt. Ich verstehe dich und deine Ansätze gut, jedoch ist mir, nachdem ja genau Zahlen und Fakten aufgelistet wurden, das Aufzeigen von alternativen Orten zu schwammig.

        LG
        Sarah

        • Hallo Sarah,
          in diesem Artikel geht es nicht um Alternativen! Deine Annahme, dass Massen auf andere unbekanntere Reiseziele umschwenken werden und es das schlimmer mache, kann ich nicht unterschreiben. Es wäre zwar wünschenswert, wenn es eine gleichmäßige touristische Verteilung auf der Welt gäbe, aber das wird bedauerlicherweise nie passieren. Es würde die Lebensgrundlage der Einheimischen in vielen Entwicklungsländern sichern, aber das ist wie gesagt utopisch. Natürlich gibt es auch Inseln, bei denen die Situation in Sachen Massentourismus und Müll ähnlich schlimm ist, jedoch nicht in diesem extremen, oben beschriebenen Ausmaß.
          Beste Grüße
          Ute

          • Ich war noch nie auf Bali, und das obwohl ich halb balinesisch bin und dort Familie habe. Der Massentourismus zerstört die Insel einfach vollständig, und auch mit einer Spende sind die CO2-Emissionen kaum zu kompensieren. Ich weiß noch nicht, ob ich in ein paar Jahren mal für etwas länger dorthin möchte, da fliegen eigentlich ein absolutes No-Go ist, gerade weil ich auch bei Fridays for Future aktiv bin. Darüber hinaus finde ich das Verhalten der Tourist*innen einfach unverständlich, denn wenn mensch einen Ort findet, an dem es einem gefällt, ist es doch naheliegend zu versuchen, ihn so zu erhalten wie er vorgefunden wurde. Es wäre wesentlich umweltfreundlicher, sich als Tourist*in dem Leben der Einwohner etwas anzupassen, anstatt jede endlosen Luxus und unzählige Touri-Attraktionen zu erwarten. Denn sich einfach auf das alltägliche Leben einzulassen, ist bestimmt mindestens genauso interessant. Ich finde es nicht falsch nach Bali oder gennerell weit weg zu reisen, allerdings sollte mensch sich das vorher gut überlegen, nicht nur für 2 Wochen bleiben, den Tourismus vor Ort möglichst nachhaltig und umweltschonend gestalten und zusehen, dass mensch sich nicht auf Kosten der Tierwelt oder der Bewohner vergnügt. Es sollte doch im Sinbe aller sein, die Schönheit dieser Onsel zu erhalten:)

    • Eigentlich ist die Müllproblematik und auch Tierschutzthematik in vielen Ländern mit großer Tourismusindustrie ein Thema.

      Schon 1995 haben wir in Indonesien überlegt, welche Insel den aktuell das beste Reiseziel ist, weil noch nicht so verschmutzt oder überlaufen. Da Indonesien sooo viele Inseln hat, meinte man vor knapp 25 Jahren eben, dass dieses Inselhopping (immer zu nächsten noch nicht vermüllten Insel) auch ein wenig zur Lösung beitragen könne, würden doch die Geschäftsleute und lokalen Behörden der Inseln mit Tourismusrückgang mit verbessertem Umweltschutz reagieren. Doch diese Überlegung – quasi eine Marktlösung oder Abstimmung mit den Füßen – hat so nicht funktioniert. Das konnte man sich auch 95 schon denken.

      Ich finde es sehr gut, dass dieser Artikel hier mal das Problem so eindrücklich vorstellt. Südostasiens Natur ist eben auch endlich – egal wie viele Inseln die südostasiatischen Staaten aufzuweisen haben.

  • Liebe Ute,
    vielen Dank für diesen ehrlichen Artikel! Ich habe auch auf anderen Blogs schon negative Dinge über Bali gelesen, da ging es aber vor allem um die sehr vermüllten Strände. Dass dort auch eine solche Tierquälerei stattfindet war mir nicht bewusst. Ich hatte allerdings eh nicht vor, dorthin zu reisen ;-)
    Was mich sehr interessieren würde: welche Länder würdest Du aus Deiner großen Reiseerfahrung empfehlen, die besser auf die Umwelt achten und wo Tiere besser behandelt werden (außerhalb von Mittel- und Nordeuropa)?
    Liebe Grüße
    Miriam

    • Hallo liebe Miriam,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Eigentlich ist es meist überall besser, wo mehr Aufklärung herrscht und wenig Touristen sind. Ich persönlich finde das touristische Einbinden von Wildtieren grundsätzlich bedenklich, außer wenn es eine anerkannte Auffangstation für alte oder verletzte Tiere ist und man mit seinem Beitrag etwas Gutes tun kann. Die meisten Inseln haben ein Müllproblem und damit auch ein ökologisches. Ich würde mich heute wahrscheinlich bei einer Fernreise für ein noch völlig unbekanntes Ziel entscheiden oder etwas wählen, was nicht primär ein Strandziel ist.
      Viele liebe Grüße, Ute

      • Liebe Ute,
        da bin ich ganz bei dir! Ich besuche mittlerweile auch keine Zoos und Tierparks mehr, weil die Tiere in vielen Einrichtungen schlecht gehalten werden. Ein positives Beispiel ist der Bärenpark Müritz, wo Bären aus schlechter Zoohaltung, aus Zirkussen, Stadtzwingern usw. aufgenommen werden und ihre natürlichen Instinkte wiederentdecken können. Ich hoffe auch sehr, dass es bald ein deutschlandweites Verbot von Wildtieren im Zirkus geben wird.

        Inseln bzw. Strandziele sind mit Sicherheit besonderen ökologischen Problemen ausgesetzt, selbst an der Ostsee oder in Südfrankreich gibt es unzählige kleine Plastikteile an den Stränden. Ich versuche immer so viel wie möglich aufzuheben, aber das ist natürlich ein Faß ohne Boden. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, dass die Menschheit da noch irgendwie positiv rauskommen wird, zumal ja jeden Tag neuer Verpackungsmüll usw. produziert wird und sich aber fast niemand darum kümmert, dass all das auch wieder eingesammelt wird. Das klappt ja nicht mal in Berlin, hier ist es teilweise zugemüllt wie in einem Entwicklungsland :-( In Ländern ohne regelmäßige Müllabfuhr kann es ja dann erst recht nicht funktionieren.

        Viele liebe Grüße,
        Miriam

  • Hallo,

    ich muss deinen Bericht mit gemischten Gefühlen lesen.
    Ich lebe seit 2 Jahren auf Bali und kenne die Insel, Bewohner und die Probleme hier etwas besser.
    Ich denke nicht, dass es eine Lösung ist, alles negative aufzuzeigen und Menschen von einer Reise nach Bali abzuhalten.
    Bali ist ein wunderschöne Insel, mit Vielfalt und Menschen, die man nur ins Herz schließen kann!

    Ich denke, vor allem als Blogger mit Einfluss auf Menschen, sollte man stattdessen liebe auf die Probleme aufmerksam machen und Reisende dazu anregen, einen Unterschied zu machen.
    Wir haben ein Wasser- und Plastikproblem: JA!
    Vor allem Kuta ist sehr touristisch und wie der „Ballerman“? JA!

    Aber den Menschen hier wird nicht geholfen, wenn man auf seinem Blog verbreitet, wie schrecklich Bali ist. Es gibt wunderschöne, abgelegene Orte mit einer atemberaubenden Natur. Es gibt Hilfsprojekte für Tiere, Organisationen die sich für weniger Plastikverbrauch und Recycling einsetzen.
    Vielleicht solltest du versuchen, Sachen auch mal aus einer andere Sichtweise zu sehen und dich nicht nur auf eine Sicht beschränken.
    Ich habe deine Bericht immer gern gelesen, aber ich bin schockiert von deiner Art und Ansicht in diesem Artikel.

    Ich bin schon sehr viel gereist und habe an vielen Orten gewohnt – Bali verzaubert mich jeden Tag und viele Menschen hier kämpfen jeden Tag für die Schönheit dieser Insel.

    • Schade, das wäre schon angebracht gewesen, das Erschrecken näher zu erläutern. So ist es nur eine pauschale, sehr oberflächliche Abwertung einer persönlichen Meinung / Erfahrung.
      In meinen Augen beschreibt Hannah sehr gut, das es Initiativen in Bali gibt, die es wert sind, unterstützt zu werden. Der dumpfe Tourist, dem alle lokalen Probleme egal bzw nur ein Dorn im Auge sind, ist ein Problem. Touristen und Reiseanbieter die Tierquälerei anprangern, die ausdrücklich keine Haifischflossen bestellen, können das Gesetz von Angebot und Nachfrage deutlich positiv beeinflussen.

      • Lieber Martin,
        Initiativen sind ja schön und gut, dennoch ändern sie am Ende nichts an der Grundproblematik des Wachstums mit den beschriebenen Konsequenzen. PS: „Pauschal und sehr oberflächlich“ ist ebenfalls eine Abwertung ;)
        Beste Grüße!

        • Betrachten wir das wirklich aus der richtigen Perspektive?

          Ich finde es so schade, dass dieses Thema so emotional und kontrovers diskutiert wird und man meistens nur passiv-aggressiven Meinungen aufgedrückt bekommt. In meinen Augen haben beiden Seiten recht! Es ist grausam, was der Massentourismus aus einigen früher einmal traumhaften und unberührten Fleckchen Erde gemacht hat. Aber seien wir doch mal ehrlich, die Probleme die Bali stemmen muss wurden durch den Tourismus zwar akuter, haben jedoch nicht alle genau hier ihren Ursprung. Es sind viele Faktoren.. Politik, Aufklärung, Infrastruktur und und und…

          Aber die Tatsache ist auch, dass diese kleinen Entwicklungsländer gleichzeitig auf den Tourismus angewiesen sind, weil sie ohne ihn in Armut versinken würden. Ich halte solche Tipps wie an Hilfsprojekten teilzunehmen durchaus für berechtigt. Denn seien wir doch mal ehrlich, die Art Tourismus die wir hier alle anprangern hat absolut gar nichts mit Bali zu tun. Die Leute die mit Augenbinden durch die Welt ziehen und dabei keine Sekunde über ihren Ökologischen Fußabdruck achten sollten nicht nur aus Bali sondern aus allen Ländern verbannt werden.

          So wie es nun ist sollte es nicht bleiben, aber wie helfen wir der Insel, wenn wir ihr einfach den Rücken zukehren?

          • Hallo Jayell,
            vielleicht noch ein paar Gedanken dazu, wenngleich die Links im Artikel alles beantworten sollten:
            Massentourismusziele zahlen immer ihren Preis, in diesem Fall einen extrem hohen. Es macht überhaupt keinen Sinn, dass immer mehr Menschen aus Indonesien dorthin ziehen, weil sie dort Arbeit finden wollen – an einen Ort, der so extrem vor Erdbeben bedroht ist. Was machen all diese Menschen, wenn wieder ein Unglück passiert? Die Bauern, die ihr Land an Hotelketten verkauft haben usw. Dann hat diese wachsende Anzahl an Einwohnern nicht nur wenig, sondern gar nichts mehr. Vom steigenden Wassermangel ganz abgesehen. Es kann keinen Sinn ergeben, dass alles so bleibt wie es ist – also sogar immer noch mehr Touristen auf die Insel kommen (davon zum Beispiel mindestens 1 Millionen Pauschaltouristen – sog. Zero-Dollar-Touristen – aus China, die dort außer Müll keinen Cent lassen).
            Dass Leute dorthin reisen, um zu helfen, ist sinnvoll und steht doch außer Frage. Es irritiert mich allerdings die Auffassung, was ein „Rücken zukehren“ damit zu tun hat, wenn man ein Massentourismusziel meidet und dafür lieber an einen Ort reist, der wirklich Tourismus gebrauchen kann? Es gibt an sehr vielen Orten sehr arme Menschen, was ist aus deiner Sicht mit denen? Warum soll man in einem Massentourismusziel noch mehr anrichten als es irgendwo besser zu machen? Es ist doch genau das Problem, dass Menschen in Massen an einen Ort reisen und andernorts fehlen, wo ihr touristischer Einfluss Nutzen bringt.

    • Diese Reaktion erschreckt mich.
      Hannah hat es gut geschrieben – man sollte die Menschen, die die Insel verbessern wollen, unterstützen und nicht mit ihren Problemen allein lassen, nachdem Blogger Bali jahrelang als DAS Reiseziel angepriesen haben und somit auch ein Stück weit für die Problematik verantwortlich sind.

      • Ich habe nochmals nachgeschaut, kann aber im Artikel keinen Hinweis finden, der deine Auffassung bestätigt, dass man für ein soziales oder ökologisches Hilfsprojekt nicht dorthin reisen sollte. Das dürften schätzungsweise weniger als 1% aller Reisenden sein. Huch, das wären ja schon 56.000 helfende Menschen im Jahr, also dann wahrscheinlich irgendetwas im 0,x %-Bereich. Dieser Artikel hier zielt aber auf die 99% derer, die den Massentourismus weiter verstärken.

  • Ein wirklich sehr interessant geschriebener Artikel, der sicherlich auch auf viel Gegenwind stößt.
    Wir werden in diesem Sommer für 3 Wochen nach Bali reisen und ich freue mich wahnsinnig darauf, die Insel zu entdecken. Ich denke letztendlich muss und sollte jeder für sich selbst entscheiden, ob und wie nachhaltig er reist (ist ja auch immer eine Frage des Geldes). Und Müll, Tierquälerei und unnötigen Wasserverbrauch sollte man in jedem Urlaub vermeiden.

    Liebe Grüße,
    Anni

    • Hallo liebe Anni,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Der Beitrag kam bisher extrem positiv an, da immer mehr Bewusstsein da ist, dass Umwelt- und Tierschutz nicht nur eine Sache „der anderen“ ist, sondern dass man selbst aktiv daran mitwirken sollte. Ich möchte dir gern in einem Punkt widersprechen, denn Nachhaltigkeit hat tendenziell wenig mit Geld zu tun. Man könnte z. B. für das gleiche Geld – wenn man es denn der Umwelt zuliebe wollen würde – ein sehr schönes, anderes Ziel wählen, in dem man außerdem kein Massentourist ist :) Und auch, wenn man selbst Wasser und Müll reduziert, hat man dennoch durch Dritte (Hotel, Shops etc.) keinen Einfluss darauf.
      Viele Grüße zurück!
      Ute

  • Da ich nach langem Grübeln (Bali ja oder nein?) erst vor ein paar Tagen Bali gebucht habe, hat mir Dein Post ehrlich gesagt eine etwas schlaflose Nacht bereitet. Grundsätzlich bin ich Deiner Meinung, daß man all Deine genannten Gründen nicht noch unterstützen sollte. Andererseits frage ich mich dann aber auch, ob wir Reiseblogger, die jahrelang solche Destinationen bereist haben (ich war schon 1999 dort) und sie auf unseren Blogs, Instagram und Co. angepriesen habe, nun so bigott sein dürfen und sagen können: Fahrt da nicht mehr hin!
    Den Menschen, die dort leben ist ja nun auch nicht damit geholfen, das man sie nun mit den Problemen und unserem Dreck, alleine zurück lässt. Stattdessen wäre es vielleicht wirklich hilfreicher nach positiven Lösungen zu suchen. Auf Bali scheint in der Hinsicht ja auch schon viel zu passieren. Plastiktüten wurden verboten, Beach Clean Ups werden veranstaltet etc. etc. Mal ganz davon abgesehen, ist gerade die Plastikflut und die verschmutzen Meere nicht nur ein Problem Balis. Vielleicht wird es endlich mal Zeit, daß den Menschen ihr eigener Dreck vor die Füße gespült wird und wenn es am Strand vom Ballermann ist. Dann wachen sie vielleicht doch endlich mal auf. Solange dies nämlich nur die Arktis oder irgendwelche unbekannten Inseln in Indonesien oder Südamerika betrifft, interessiert es nämlich die Meisten einfach gar nicht. LG, Nadine

    • Hallo Nadine,
      vielen Dank für deine Meinung. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie man als Blogger diesem Desaster – das ich bewusst in Zahlen und belegbaren Fakten dargestellt habe – entgegenwirken möchte. Es ist mir schleierhaft, warum Blogger nicht neue Ziele wählen als genau dorthin zu reisen, wo gefühlt alle sind. Ich habe entschieden, dass ich diese Insel aufgrund des extremen Ausmaßes bei dieser unglaublichen, alternativen Vielfalt auf dem Planeten nicht empfehlen kann und werde. Von „alleine lassen“ kann man jedenfalls bei Millionen Besuchern sicher nicht sprechen. Je weniger Touristen, umso mehr Luft für die Natur zur Regeneration usw. Was Leser mit den aufklärenden Informationen dieses Artikels machen, ist jedem und seiner Verantwortung selbst überlassen.
      Liebe Grüße
      Ute

      • Ich glaube, Du hast mich etwas falsch verstanden. Ich bin völlig bei Dir und kann total nachvollziehen, warum Du nicht mehr dorthin reisen möchtest. Ich habe ja auch lange darüber nachgedacht, bevor ich mich entschieden habe und ziehe in der Regel auch eher Gegenden vor die nicht vom Massentourismus überrannt werden. Mit Kindern fand ich Bali als Einstieg für Indonesien jetzt allerdings erstmal ganz gut. Ich finde jedoch, daß wir Blogger auch eine Mitschuld tragen, daß solche Orte mittlerweile völlig überlaufen sind, denn wir haben es ja jahrelang „angepriesen“. Wenn jetzt über Nacht niemand mehr dorthin reisen würde (also rein theoretisch, aber das wird natürlich niemals passieren), hätte die Insel neben dem riesigen Abfallhaufen den wir hinterlassen haben, noch ganz andere Probleme. Die Menschen dort leben ja mittlerweile fast nur noch vom Tourismus. Das Kernproblem ist, daß wir per se schon mal viel zu viele Menschen auf diesem Planeten sind und Reisen für fast Jedermann erschwinglich geworden ist. Und es werden immer mehr. Irgendwann wirst Du evtl. noch nicht mal mehr im Dschungel von Papua Neuguinea alleine sein und unseren Zivilisationsdreck finden. Was machst Du dann? Auf den Mars fliegen? Ich finde halt, daß sich generell etwas in den Köpfen der Menschen ändern muß. Viel Reisen, viel Fleisch, viel Konsum von Dingen, die die Welt nicht braucht…. all das hat halt seinen Preis und geht auf Kosten unserer Erde.

    • Hallo Nadine,

      ich war vor kurzem erst auf Bali. Wie kommst, Du darauf das Plastiktüten dort verboten sind? Man wird bei jedem Einkauf gefragt, ob man eine Plastiktüte möchte, wenn man nein sagt und dann seinen Stoffbeutel auspackt auch noch komisch angeschaut. Es gibt nur eine Supermarktkette auf Bali in der muss man diese Tüte dann bezahlen, aber der Preis fällt nicht so sehr ins Gewicht.

      Grüße
      Manuela

  • Liebe Ute,

    Wunderbarer Artikel und wichtiger Standpunkt! Leider nicht nur für Bali… Ich war zuletzt 2x auf Holbox, es lag nur 1 Jahr dazwischen und die Insel hat sich wahnsinnig verändert: Viel mehr Touristen, mehr Verkehr, mehr Müll. Ich habe seitdem über die schmale Grenze nachgedacht: Einerseits fördert der Tourismus viele Länder, sichert Einkommen und schafft Arbeitsplätze, andererseits zerstört Massentourismus so vieles und gerade wenn es um Natur- und Tierschutz geht, tut mir hier das Herz weh. Ich versuche nun auch nachhaltig zu reisen und fühle mich sowieso an nicht-überlaufenen Orten am wohlsten. LG Moni

    • Hallo liebe Moni,
      hach Holbox… Ich habe sehr schöne Erinnerungen an die Insel und meinen Hund dort aus dem Tierheim mit nach Hause genommen. Und ja, die Insel hat auch ein großes Problem, steht aber mit extremem Abstand noch lange nicht so im Fokus wie Bali (zumindest nicht bei den Deutschen). Dort hinfahren würde ich allerdings nicht mehr. Toll, dass du dich auch umstellst und andere Orte wählst <3<3
      Liebe Grüße
      Ute

      • Ich finde es generell gut, dass du auf die Probleme auf Bali aufmerksam machst. Ist alles richtig, aber eben auf viele Regionen und auch kleine Inseln anwendbar. Die Augen vor den Problemen in Holbox zu verschließen finde ich da etwas kurzsichtig. Jeder empfiehlt Holbox momentan, da dauert es noch 5 Jahre und es sieht da im Zweifel ganz ähnlich aus. Bali sah vor 5 Jahren auch noch vollkommen anders aus als heute. Natürlich kein Vergleich zu vor 20 Jahren.

        • Hallo Tina,
          zunächst einmal werden vor anderen problematischen Inseln nicht „die Augen verschlossen“, denn es gibt mittlerweile viele touristisch stark frequentierte Inseln, die große ökologische Probleme haben. Wenn du Bali mit dem kleinen Holbox vergleichen möchtest, gibt es da ein paar gravierende Unterschiede! Angefangen von der Größe der Insel (Bali ist von der Fläche her 100x größer), der Anzahl der Einwohner (Bali hat 2.500x mehr Einwohner), Holbox liegt nicht wie Bali in der geologisch aktivsten Zone der Erde mit hoher Vulkanaktivität und zu erwartenden Naturkatastrophen, die Einwohner mit touristischen Jobs von heute auf morgen arbeitslos machen können usw. Unabhängig davon verpufft man mit seinem Flug nach Bali nochmal mindestens 50% mehr CO2 als bei einem Flug nach Cancun!
          Ich persönlich bin gegen jede Form des Massentourismus, nur kommen bei der Insel Bali – wie im Artikel beschrieben – viele gravierende und extreme Aspekte zusammen, die man nicht unter den Tisch kehren kann oder besser gesagt darf.
          Viele Grüße
          Ute

  • An alle die gerne reisen,
    Ja es stimmt was Ute schreibt, aber deshalb ein anderes Urlaubsziel auswählen? Wie lange soll das gut gehen? Ich bin seit 35 Jahren ständig unterwegs und hab die Idylle und die Ruhe genossen und dabei habe ich mir damals schon gedacht, soll ich das zu Hause erzählen wie schön es hier ist? Und genau das ist der Punkt . Ich habe nicht das Recht darüber zu entscheiden wer wohin reisen möchte und das was ich gesehen. und erlebt habe möchte ich nirmand anderem ausreden es selbst heraus zu finden, das Problem dabei ist das es eigentlich für die die erst anfangen zu reisen eigentlich eh schon zu spät ist , weil der Massentourismus alles kaputt macht und jeder Blog oder jede Veröffentlichung irgendeines schönen Fleckchen Erde führt dazu daß andere auch dahin wollen, warum eigentlich auch nicht . Das Problem dabei ist , wie schön erwähnt, meist sind die Menschen in solchen Ländern Arm und vom Staat allein gelassen , die wittern ihre Chance auch davon zu profitieren bis die grossen Investoren kommen alles aufkaufen und dann ist alles zu spät , egal wo auf der Welt. Unsere Geldgier macht alles kaputt
    Und jetzt was gibt es darauf noch zu sagen…….

  • Danke für die ehrliche Beleuchtung der Situation auf Bali.
    Leider ist es auf der Welt ( bestimmt auch durch die vielen Blogs und die sozialen Medien) kaum noch möglich wirkliche untouristische Ecken zu finden. Denn jeder Geheimtipp wird übers Internet mit total überfärbten und künstlichen Bildern gehypt.
    Es ist entsetzlich! Länder wie die Seychellen sind jetzt auch schon so überlaufen das wir sie nun auch meiden werden. An den Stränden Drohnen, Selfies, gepose und das ganze dann zu sehen auf Instagram und co. Die Regierung der Seychellen berichtete vor kurzem, dieses Jahr die Kosten für Werbung um ein drittel reduzieren können, weil die Sozialen Medien ihr übriges tun. Und das sehr erfolgreich! Ich kannte die Seychellen noch von früher… ohne Internet und Instagram oder Facebook. Es ist traurig wie solche Länder erst von den Touristen profitieren, Hotels und Gästehäuser aus dem Boden gestampft werden, dann die Kriminalität dazu kommt, die Einheimischen genervt sind, jeder ein Stück davon abhaben will und am Ende das Land kaputt ist. Thailand, Bali, Italien, Mallorca ….. Da gibts einige.
    Nur wird es jemals wieder einen Weg zurück geben? NEIN! Denn wir sind so viele Menschen auf diesem Planeten. Es werden immer mehr. Und vor allem: immer mehr können sich das Reisen leisten und möchten sich auch die Welt ansehen. China ist ein praktisch unerschöpflicher Markt für die Tourismusindustrie weil dort das Reisen nun auch möglich ist und die Bevölkerung nun auch das nötige Kleingeld hat. Bis jetzt hat „nur“ jder 3 Chinese einen Reisepass, Tendenz steigend.
    Wir werden uns damit abfinden müssen dass unser Planet immer voller wird.
    Für die Bilder gibts ja Photshop und andere Progarmme die noch vor Ort das Bild zu einem unechten, überzeichneten und perfekten Lockmittel fürs Internet machen.

    Liebe Grüße
    Sandra

    • Liebe Sandra,
      vielen Dank für diesen tollen Beitrag, dessen Inhalt natürlich auch wahnsinnig traurig macht. Ich hoffe sehr, dass da im Laufe der nächsten Jahre noch ein stärkeres Umdenken stattfindet…
      Alles Liebe!
      Ute

  • Toller Artikel und ich kann dir echt zustimmen! Ich war 2014 (vor dem großen Blogger-hype) auf Bali und mir hat es damals schon nicht so gefallen. Fand es damals schon voll, zugebaut und total überlaufen.

    Grüße
    Manuel

  • Menschen wie dich und Artikel wie diesen braucht diese Welt! Ob nun Bali oder ein anderes Reiseziel, noch immer steht bei vielen das persönliche Vergnügen und die eigene Befriedigung zu stark im Vordergrund. Umweltschutz etc. schön und gut, aber bitte nur solange wie ich dadurch nicht eingeschränkt werde…

    Reisen ist etwas Tolles, es öffnet den eigenen Horizont und macht im Hinblick auf Vieles offener und toleranter. Aber bei der Wahl unserer Reiseziele, der Unterkünfte etc., aber insbesondere auch Zuhause müssen wir uns alle ernsthaft überlegen, ob wir es uns noch lange leisten können, so egoistisch zu sein. Denn auch wenn wir als Touristen die lokale Bevölkerung „unterstützen“, so bezahlt doch die Bevölkerung der ärmeren Länder in Asien und Afrika den Preis für unseren hohen Lebensstandard hier.

    • Hallo liebe Conny,
      genauso ist es leider. Billig steht bei vielen an erster Stelle und daran wird sich wahrscheinlich auch nichts mehr ändern :( Trotzdem bin ich extrem happy zu sehen, wie viele doch anders und umdenken, wie man sich bewusster verhalten kann. Daher Danke für deinen Beitrag! <3
      Liebe Grüße
      Ute

  • Hey!
    Cooler Artikel! Ich glaube ich werde deinen Blog jetzt öfter besuhen, denn du schreibst ehrlich. Das vermisse ich oft, wenn es immer nur darum geht, wie klasse alles ist, oder wenn eine Kritik nicht Nachhaltig gedacht ist.
    Das finde ich richtig gut!

    MFG
    Miss Jones

    • Hi Miss Jones,
      je mehr man sich mit gesellschaftlichen Themen beschäftigt, umso mehr wird man feststellen, dass unfassbar viel gefaked ist und dass man vor allem nicht alles glauben darf, was man so aufgetischt bekommt. Gerade deshalb ich mir Ehrlichkeit so wichtig, weil es ein so schönes, wichtiges und leider seltenes Gut ist. Freut mich, dass dir das auffällt und du das gut findest :) Freu‘ mich, wenn du wieder vorbei schaust!
      Liebe Grüße
      Ute

  • Ich war 2016 zum ersten und zum letzten Mal auf Bali. Ich finde die Insel total überschätzt. Ich habe drei Wochen in Ubud verbracht und habe von dort aus Tagesausflüge gebucht. Der Verkehr auf der Insel war eine absolute Katastrophe. Mit einem der Taxifahrer habe ich mich länger unterhalten. Er meinte, neben dem Müll- und Wasserproblem gäbe es auch ein religiöses. Viele Hindus fänden keinen Job mehr, aufgrund der vielen Feiertage, die einige Vorbereitungen und somit Urlaub beanspruchen. So werden von den Tourismusbetrieben hauptsächlich Moslems angestellt. Das steht auch so in den Stellenanzeigen und führt zu bösem Blut zwischen den Religionen…

    • Hallo liebe Gudrun,
      vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag! Die Beeinträchtigung der Einheimischen wäre tatsächlich Punkt 8 wert gewesen. Ich habe bei meinen Recherchen auch gelesen, dass z. B. bedingt durch die vielen Hotels – die die Strände privatisieren und nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich machen – die Einheimischen ihre Opfergaben gar nicht mehr an ihrem lokalen Strand ablegen können. Aber wen interessiert das schon… Freut mich, dass du die Einstellung teilst, dass sich die Reise so oder so nicht lohnt!
      Liebe Grüße, Ute

      • Es ist ein extrem komplexes Thema. Ich würde jetzt auch nicht sagen, dass sich die Reise nicht gelohnt hätte. Immerhin habe ich zum ersten Mal gesehen, das Tourismus nicht nur Nutzen bringt, sondern auch Schaden verursacht. Extrem viel Schaden! Und das betrifft selbstverständlich nicht nur Bali, sondern auch andere Destinationen.
        Ich lebe zB in Wien, liebe den Naschmarkt und gehe fast nicht mehr hin. Warum? Horden von Touristen werden Tag für Tag durchgetrieben, man kann als Kunde nicht mehr schauen oder gustieren oder geschweige denn kaufen, denn man wird unweigerlich weitergeschoben. Touristen kaufen aber kein Obst oder Gemüse, die kaufen Souvenirs. So hat sich das Angebot am Naschmarkt stark verändert. Die alten Standler haben aufgegeben und ließen sich ihre Stände teuer ablösen. Mittlerweile gibt es Souvenirstände, kurzfristig hatte sogar eine Parfumerie einen Stand. Vor einigen Jahren brannte einer der Stände ab, man sprach von Brandstiftung…
        Ich denke sehr wohl, dass wir Reiseblogger auch kritisch über Tourismus berichten sollen. Wer, wenn nicht wir…

        • Stimmt! Mir sträuben sich oft die Nackenhaare, wenn ich von manchen (z. T. auf Bali lebenden) Reisebloggern Slogans zum Verkauf ihrer Produkte lese wie „für einen Flug an dein Traumziel weniger zahlen als für eine Tankfüllung“… :/ Was hilft’s.

  • Mir gefällt diese Art von kritischen, besser gesagt realistischen Artikeln sehr gut! Die Probleme die hier am Beispiel Bali beschrieben werden, lassen sich grundsätzlich auch auf mehr oder weniger auf viele andere Tourismusziele übertragen. Meiner Meinung nach dürfen wir generell unsere Art zu Reisen und Urlaub zu machen überdenken und ändern. Ich habe auch den Eindruck, dass hier in einem noch sehr kleinen Personenkreis ein erster zaghafter Wander eingesetzt hat – wobei der „Fernreise-/flugirrsinn“ insgesamt natürlich zugenommen hat. Ich hoffe ja noch, dass es irgendwann cool und mainstream ist ökologisch und sozial verantwortlicher zu reisen. Grundsätzlich sind z.B. Flugreisen mit der heutigen Technologie einfach vom ökologischen Fußabdruck schon ein Desaster egal wie ökologisch und sozial korrekt man sich persönlich am Zielort verhält. In meinem +35 Lebensjahren habe ich zwei Fernreisen gemacht. Eine davon war unter anderem in Bali. Und wenn ich ganz ehrlich bin: nur wegen dem Internet-Hype. Ich fand es insgesamt nicht schlecht in Ubud. Aber letztendlich ist es ein Irrsinn für ein paar nette Eindrücke (4Wochen) so einen „Ego“-Trip zu machen. Ein wesentlich näheres Ziel hätte seine Zwecke für mich auch erfüllt. Ich würde/werde Vergleichbares nicht mehr machen. Meinen Respekt dafür, dass du diesen Weg gehst, weil du ja auch von dem kommerziellen Ruf dieser Seite teilweise abhängig bist. Danke und bitte mehr in dieser Richtung, deine Art zu berichten finde ich sehr erfrischend! Wir brauchen dringend einen Wandel!

    • Hallo Alex,
      ein sehr anregender Kommentar, vielen Dank dafür! Ich glaube, dass insbesondere Social Media (Instagram, Facebook) so stark für diese Ziele verantwortlich ist, denn könnten wir diese Fotos nicht mit der Welt teilen und unser ultimativ tolles Leben zeigen, wäre es vielleicht gar nicht so wichtig, an einem besonders „tollen“ Ort ganz weit weg zu sein. Da spielen viele Faktoren zusammen und ich wage zu bezweifeln, dass sich das ökologischere Reisen mal durchsetzen wird, denn dafür ist der Mensch zu egoistisch. Und als Blogger verdienst du mit Artikeln wie diesen natürlich kein Geld – im Gegenteil :) Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben!
      Viele Grüße und weiter so!
      Ute

      • nur……..wie ökologisch werden Flugreisen werden? wenn ich nirgends hinfliege, wieviele tausende Tonnen CO2 kann ich dann für andere Dinge verbrauchen?

        aber was ist die Lösung? wenn ich es mir leisten kann, kaufe ich mich frei durch – wie heißt das? CO2-Gutscheine? – das CO2 wird dann trotzdem produziert, aber ich habe ja mein schlechtes Gewissen mit Geld beruhigt?

        andererseits kann ich auch niemandem verbieten, zu fliegen, nach dem Motto, ich war eh schon da, aber ab nun ist die CO2-Bilanz voll und du hast eben Pech gehabt, bleib zu Hause

        • Hallo liebe Bettina,
          vielen Dank für deine kritischen Überlegungen. Ich denke, dass anhand der aktuell vorliegenden und bedenklichen Klimasituation und -prognose jeder heute darüber nachdenken müsste, weniger Ressourcen zu verbrauchen. In Bezug auf das Fliegen zum Beispiel nur 1x im Jahr statt 4x Billigflieger oder auch mal gar nicht. Noch vor 50 Jahren gab es diese Luxus-Fragen überhaupt nicht. Je mehr Verbraucher auf umweltschädliche Produkte und Dienste verzichten, umso mehr Unternehmen werden auf umweltfreundlichere Produkte und Dienste umsteigen. Allgemein geht es einfach um ein bewussteres Handeln (Fliegen, Essen, Strom verbrauchen etc.). Aber du hast vollkommen Recht: CO2 kompensieren ist mehr etwas für das schlechte Gewissen als wirklich eine gute Tat zu vollbringen :)
          Viele Grüße!

  • Ich finde es toll, dass es Menschen gibt, die hinter die Fassade blicken und ihre Eindrücke und ihr Wissen mit anderen teilen.

    So haben wir es auch mit unserem Blogartikel „Mit Kindern in Ägypten: Hurghada – Die Stadt der Gegensätze“ (https://freeyourfamily.net/2018/03/mit-kindern-in-aegypten-hurghada-stadt-der-gegensaetze/) getan.

    Ich denke, die meisten Touristenhochburgen haben die gleichen Probleme. Jeder (Reise-)Blogger sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein. Makellose Fotos und Reiseberichte, in denen alles schöngeredet wird, braucht niemand außer die Touristikindustrie.

    Danke für den Artikel.

    Liebe Grüße
    Patrick

  • Nachdem ich in Sri Lanka war war Indonesien plötzlich ganz weit weg. Der Müll überall, der pseudo spirituelle Reisewahn, die hippen teuren veganen Restaurants. Und ich dachte mir nur: Das muss auf Bali ja noch viel extremer sein. Mein Bauch sagt mir: Flieg heim, investiere die Zeit und das Geld bei Familie und Freunden zu verbringen. Asien ist aus meiner Sicht der schmutzigste Kontinent und der Tourismus zerstört mehr und mehr. Ich vermisse die Weite Afrikas, das strukturierte Europa, die lebenslustige Art der Südamerikaner und das Gefühl der Grenzenlosigkeit der Amerikaner. Überall sehe ich hier in Asien wie sie Tiere schlecht behandeln, wie Touristen wie laufende Geldbeutel behandelt werden und umgekehrt die Locals wie Dreck. Mich macht das unfassbar traurig und ich hoffe dass dein Bericht viele Menschen erreicht!

    • Liebe Liane,
      vielen Dank für deinen Bericht. Dieser Artikel hier entstand unter anderem aus dem Grund, weil ich in dem Reiseführer – den ich gerade schreibe – Empfehlungen für Routen und Ziele enthalten sein sollen. Und es fällt mir unglaublich schwer, hier Tipps zu geben… Was empfiehlt man denn heute noch? Eine sehr schwere Entscheidung für mich, denn ich kann schließlich auch jeden verstehen, der an ein bekanntes Ziel möchte. Gestern habe ich gelesen, dass immerhin Singapur zu den saubersten Städten der Welt gehört und man hohe Strafen zahlen oder selbst die Stadt reinigen muss, wenn man erwischt wird – super! Wer weiß, vielleicht ändert sich ja irgendwann auch an derer Stelle mal etwas. Danke dir jedenfalls für deinen Zuspruch, das hilft mir dabei so weiterzumachen <3
      Viele liebe Grüße
      Ute

  • Liebe Ute,
    was für ein aufweckender Beitrag! Ich habe in diesem Jahr die ursprüngliche Euphorie an Bali verloren und dein Beitrag bestätigt dieses Gefühl, dass ich vorher nicht in Worte fassen konnte. Danke dafür!

    • Hallo liebe Ute,
      superguter Artikel, den kannte ich noch gar nicht! Bester Satz „…um sich anschließend im Gebiet einer anderen Schimpansenhorde von der Anstrengung zu erholen“ :D Den Artikel nehme ich gleich mal oben mit in die Link-Liste. Tausend Dank für deinen positiven und ermutigenden Kommentar!
      Alles Liebe
      Ute

  • Danke für deinen Mut, hier so klar Stellung zu beziehen! Ich war gerade 3 Monate auf Bali und habe anfangs so sehr mit der Gesamtsituation gekämpft, dass ich zeitweise überlegt habe, die Reise abzubrechen. Stattdessen habe ich mich dann ehrenamtlich im Recyclingprojekt http://mph-bali.org engagiert, so hatte ich das Gefühl wenigstens ein bisschen was zurückgeben zu können.
    Ich habe sehr viel mit ganz verschiedenen Menschen (Einheimischen, NGO Mitarbeitern, Expats, Nomaden) über das Thema gesprochen und bin bis heute sehr gespalten. Ich kann all deine Punkte unterschreiben, finde es sehr zweifelhaft wie dort der Tourismus-Bulldozer (leider oft auch buchstäblich) vieles plattwalzt und der westliche Einfluss die Kultur extrem verändert. Andererseits habe ich bisher noch nirgendwo sonst eine solche Dichte an Vordenkern und Enthusiasten für die positive Veränderung der Welt gefunden. Bleibt nur zu hoffen, dass sich ihr Impact auf Bali und im Rest der ausbreitet.
    Ich weiß jedenfalls, dass ich so bald nicht wieder hin werde.

    • Hallo liebe Sara,
      vielen Dank für deine persönlichen Eindrücke! Wenn sich der extreme Massentourismus reduzieren würde und die von dir genannten Enthusiasten dort massiv Aufbauarbeit bzw. Schadensbegrenzung leisten könnten, wäre das ein Traum. Ich bin gespannt, wie es dort weitergeht und welchen Effekt zum Beispiel Maßnahmen wie das Sperren von Stränden (wie gerade in Boracay auf den Philippinen geschehen) haben werden. Toll, dass du dort positiv mitgewirkt hast! Ich wünsche dir weiterhin gute Reise!
      Viele Grüße
      Ute

  • Schön, dass man auch mal nicht nur Friede-Freude-Eierkuchen Berichte liest, am Ende sind bestimmt viele enttäuscht! Danke für den Beitrag :) Mein Freund und ich planen momentan verschiedene Rundreisen, jetzt blicken wir auf jeden Fall mehr über den Tellerrand und das ist bestimmt auch eine Entscheidungshilfe für eine Reise :) Liebe Grüße!

    • Hallo liebe Maria,
      das freut mich sehr! Nach inzwischen fünf Jahren Reiseberichte-schreiben kann ich nicht mehr immer nur Friede, Freude, Eierkuchen, daher Danke für das schöne Feedback <3
      Liebe Grüße und viel Freude bei der Planung
      Ute

  • Kann ich nur unterschreiben. War 2014 das erste Mal dort, ich war enttäuscht von Bali. Aber angetan von Indonesien, so sehr dass ich 2016 ganze 8 Monate im Land gereist bin – Bali ist leider nicht mehr zu retten, die 3 berühmten Gili-Inseln auch nicht mehr. Für mich gibt es aus geschilderten Gründen keinen Sinn mehr dorthin zu reisen.

  • Liebe Ute,

    generell finde ich es richtig in einem Reiseblog auch auf die negativen Aspekte des Massentourismus hinzuweisen. Massentourismus hat für viele Reiseziele nachweislich auch sehr unschöne Folgen. Vieles hast Du ja gut recherchiert und in diesem Beitrag ausführlich beschrieben.

    Ich finde es sehr konsequent von Dir, deine gesamten Beiträge über Bali aus dem Blog zu löschen und somit keine Reisetipps zu diesem Reiseziel mehr zu verbreiten. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob Du viele Menschen zum Umdenken bewegst indem Du sie als „reisewütige mega Massentouristen“ bezeichnest. Ich kenne Bali nicht, aber ich schätze man könnte sich auch dort noch abseits der ausgetretenen Touristenpfade bewegen und wirklich reisen anstatt einfach nur Pauschalurlaub zu machen. Leider scheint es ja laut deinen Ausführungen so zu sein, dass viele Reiseblogger auch nicht mehr sind als pauschalreisende Massentouristen ohne eigentlichem Interesse an Natur und einheimischer Bevölkerung. Vermutlich ist Bravebird daher einer der wenigen Reiseblogs, die ich gebookmarked habe.

    Über das lemmingartige Verhalten der Menschen habe ich mich schon immer gewundert. Für mich ist ein Reisebericht in einschlägigen Medien eigentlich immer der erste Grund irgendwo nicht hinzufahren. Besonders amüsant finde ich wenn Reiseziele in Massenmedien wie Spiegel Online als Geheimtipp tituliert werden.

    Ich wollte noch nie dorthin wo alle sind. Ein Reiseziel besuchen, welches im Netz gehyped wird ist ja ungefähr so als würde man sich die Staumeldungen anhören und danach in den längsten verfügbaren Stau fahren um dort mit allen anderen Pichnick zu machen.

    Ich war noch nie auf Bali, in Venedig oder Macchu Picchu und werde diese Orte vermutlich auch nie kennenlernen. Ich habe aber auch nicht das Gefühl deswegen ein weniger glückliches Leben zu führen. Tatsächlich habe ich aber auch schon Orte besucht, welche extrem touristisch waren. Das lässt sich leider nicht immer ganz vermeiden. Manchmal muss man sich jedoch nur um 500 Meter von den Zentren entfernen um wieder komplett allein zu sein. Ansonsten halte ich mich ganz grob an den Rat:“Nur wo Du zu Fuß warst, warst Du wirklich.“

    Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß am Reisen
    Hans-Jörg

    • Hallo Hans-Jörg,
      den Artikel habe ich ganz bewusst so verfasst und das natürlich auch mit dem Wissen, dass es viele rote Knöpfe drücken wird. Aber ohne Reibung kein Wachstum. Schön jedenfalls, dass du das Reisen zu Fuß für dich entdeckt hast. Übrigens ist für mich persönlich das Wort »reisewütig« positiv belegt – ich bin es auch :)
      Viele Grüße und einen schönen Feiertag
      Ute

      • Hej Ute,

        das Reisen zu Fuß musste ich nicht für mich entdecken. Das ist doch die erste und natürlichste Art und Weise für jeden von uns die Welt zu erkunden. Nur ist die „Welt“ am Anfang etwas kleiner. Unseren Antrieb würde ich eher in Neugier und Wissensdrang sehen als in „Reisewut“ :-) Vielleicht sollte man sich wieder eher auf dieses ursprüngliche Verhalten zurückbesinnen wenn man seine Reiseziele auswählt und die Welt erkundet.

        Dir auch einen schönen Feiertag
        Hans-Jörg

  • wir fliegen anfang juni für 8 tage nach bali – werde mich nachher dazu äussern – lebe zudem seit über 30 jahren in südostasien!

  • Liebe Ute,
    schon mit deinen vorherigen Artikeln zum Thema Nachhaltigkeit + Umweltschutz hast Du bei mir einen krassen Umdenkprozess im Kopf ausgelöst. Bali gehörte nie zu meinen Traumzielen & ich war nie dort, doch Deinen Artikel finde ich einfach nur super.
    Ich kann gar nicht genug Lob dafür aussprechen, wie toll ich es finde, dass Du so etwas schreibst & ansprichst.
    Dein letzter Artikel vor diesem hier war übrigens auch eins A. Mach‘ weiter so. Es ist so wichtig. <3
    Das musste ich mal loswerden. :)

    Liebst,
    Jasmin

    • Liebe Jasmin,
      vielen vielen Dank für diesen schönen Kommentar! <3 Das spornt an und hilft mir dabei genauso weiterzumachen, weil es doch immer wieder Überwindung kostet.
      Alles Liebe und viele Grüße
      Ute

  • Hallo Ute
    So ein mutiger und super geschriebener Artikel!
    Danke für die Ehrlichkeit – genau das braucht die Welt und schlussendlich unsere Natur!
    Liebe Grüsse, Marina

    • Liebe Marina,
      die Natur leidet ja heute leider an sehr vielen Stellen durch vielfältige Gründe. Hier können wir als Reisende immerhin etwas verändern. Dankeschön für deinen mutmachenden Beitrag <3
      Viele liebe Grüße!
      Ute

  • Sehr interessanter und mutiger Beitrag und ich bin ehrlich gesagt ein wenig schockiert von deinem Bericht und den Bildern. Sowas hätte ich wirklich nicht erwartet.
    Vielen Dank und mach bitte weiter so

    • Hallo liebe Chrissi,
      in Bezug auf die Vermüllung gibt es inzwischen leider noch viele weitere Orte und Inseln auf der Welt, die so aussehen. Aber keine, die trotzdem so sehr im touristischen Fokus steht :( Daher vielen lieben Dank für deinen Zuspruch, der mich darin bestärkt, so weiterzumachen!
      Alles Liebe
      Ute

  • Ich hatte vor kurzem Mal einen Bericht im TV gesehen aber gar nicht so wirklich registriert worum es da wirklich geht. Dein Beitrag kann einen echt nur traurig machen und solche Bilder zu sehen bestürzt mich. Ich reise wirklich gerne aber man sieht als Tourist zu selten die Kehrseite.
    Danke das du diesen BEitrag verfasst hast, er sollte uns allen die Augen öffnen und uns zum nachdenken bringen.
    Mich hast du definitiv zum nachdenken gebracht
    Danke und mach bitte weiter so
    Liebe Grüße und alles Gute
    Sascha

  • Ich glaube, das ist der erste Artikel, in dem ich negatives über Bali lese. Aber ich finde es sehr interessant, auch mal über eine andere Sichtweise zu lesen. Besonders gut gefällt mir, dass du auf die Tierquälerei aufmerksam machst. Ich finde es schrecklich, was wir den armen Dingern täglich antun.

    • Hallo Damaris,
      ja das stimmt leider und gibt es leider fast überall auf der Welt. Es freut mich, wenn ich dadurch ein wenig Aufklärung schaffen konnte :)
      Viele Grüße
      Ute

  • Echt traurig das Menschen so mit der Umwelt, den Tieren und am Ende auch mit sich selbst so umgehen. Wir hatten immer mal vor in dieser Region Urlaub zu machen aber nach deinem Bericht werden wir das definitiv vermeiden und uns unser nächstes Urlaubsziel ganz genau anschauen und auch wenn du sagst das es an vielen Orten so ist werden wir in Zukunft nicht mehr leichtfertig buchen sondern uns sehr genau mit diesen Themen beschäftigen da so was definitiv nicht untertützt werden sollte.

  • Kann ich dir leider nur zustimmen.
    Wir waren vor 1 1/2 Jahren auch in Bali und ich fand es extrem überlaufen und touristisch.

    Wenn wir nochmal nach Bali reisen sollten, dann nur weiter in den Norden, aber begeistert waren wir keinesfalls von Bali

  • Toller Artikel, den ich zunächst eigentlich nur gelesen habe, weil Bali eines der wenigen Ziele ist, welches mir bisher überhaupt nicht gefallen hat. Da fühlte ich mich vom Titel direkt angesprochen. :-)
    Ganze 2 Tage habe ich es dort ausgehalten, danach bin ich nach Java „geflohen“.

    Mit deinen ganzen Punkten hast du absolut recht, wobei ich zunächst auch gedacht habe, dass es ja in vielen Ländern so ist – unter anderem auch hier in der Dominikanischen Republik, wo ich lebe, vor allem in Bezug auf Müll und dem ressourchenintensiven All-Inclusive-Tourismus.
    Aber du hast recht, auf Bali ist der Verhältnis aufgrund der überschaubaren Größe der Insel noch etwas krasser.

  • Hej Ute, ich hatte Deinen Blog im letzten Jahr entdeckt – und es war der Beginn einer großartigen Veränderung für mich. Heute ist es mal Zeit, Danke zu sagen für all die tollen Anregungen und Erfahrungen, die du hier teilst.

    Über die Reiseblogs bin ich in die Finanzblogger-Szene geraten – und beschäftige mich heute sehr viel mit Glück, Zufriedenheit und einfachem Leben. Eigentlich sollten mir die Finanzblogs den Weg ebnen für noch mehr Reisen – aber das Gegenteil ist eingetreten. Heute ist mir einfaches, frugales Leben, viel Zeit mit meinen Lieben und die Sparquote wichtiger als die Sucht nach oder Flucht in noch mehr Reisen.
    Konsum – nicht nur materielle Dinge werden einfach so und gedankenlos konsumiert – auch Reisen; ich finde es krank, für 8 Tage nach Bali zu fliegen. Alles ist möglich und machbar; gelebt wird von paycheque zu paycheque. Schulden sind akzeptiert – und bestimmt wird auch für Reisen das Konto überzogen. Social Media haben diese Entwicklung befeuert, und ein Zurück wird es leider nicht mehr geben.
    Wir haben in Europa so herrliche Landschaften und Orte, die wir mit unserem ausgebauten Mercedes Vario bereisen. In ein paar Jahren sind wir FI – und haben dann die Möglichkeit, lange Reisen zu unternehmen. Ob es dann Fernreisen sein werden? – ich weiß es noch nicht; aber bestimmt werden wir nicht auf ausgetretenen Pfaden unterwegs sein.

    Vielen lieben Dank – dieser Bericht ist richtig und wichtig; vielleicht regt er manchen zum Nachdenken an – aber die Masse wird er nicht erreichen; da würde es mehr helfen, wenn die Flüge einen ehrlichen Preis bekommen würden.
    Maresa

    • Hallo Maresa,
      was Du schreibst kommt mir sehr bekannt vor. Habe früher gar keine Blogs gelesen. Durch Bravebird hat sich für mich auch einiges zum Positiven verändert.

      Ich beschäftige mich seither ebenfalls mit finanzieller Freiheit und dem einfachen aber zufriedenen Leben. Eigentlich musste ich dafür gar nicht so viel tun. Bravebird und andere hilfreiche Blogs haben mir nur gezeigt, dass ich kein Einzelgänger und Außenseiter bin sondern schon immer auf dem richtigen Pfad war. Diesen kann ich nun mit viel mehr Selbstbewusstsein verfolgen.

      Viele Grüße und viel Erfolg auf dem Weg zur finanziellen Freiheit.
      Hans-Jörg

  • Hey.
    Mich interessiert tatsächlich ob das nur für Bali gilt oder ganz Indonesien. Ich würde gerne im Herbst oder Winter dorthin, hab Bali aber vorher schon ausgeschlossen.
    Jetzt wo ich den Artikel gelesen habe, bin ich mir allerdings sehr unsicher.
    Gruß,
    Barbara

    • Hallo liebe Barbara,
      deine Unsicherheit ist total nachvollziehbar. Da in Indonesien eigentlich nur Bali mit Lombok und den Gilis im Fokus des extremen Massentourismus steht, wirst du auf den anderen Inseln und auf dem Festland diese Problematik nicht haben. Du kannst z. B. mal auf der Seite „Indojunkies“ nachschauen, die haben viel Inspiration zu ganz Indonesien :)
      Wünsche dir eine gute Reise und liebe Grüße
      Ute

    • Hallo liebe Dani,
      vielen Dank für deinen Kommentar und toll, dass du über weitere Länder aufklärst! <3 Bei den 10 Punkten würde ich gerne noch erwähnen, dass man in vielen Ländern einfach auch auf normales Trinkwasser zurückgreifen kann, denn leider ist auch eine Pfand-Glasflasche am Ende nicht wirklich nachhaltig. Und "GoodTravel“ ist ein tolles Portal mit wunderschönen Unterkünften :)
      Ganz klasse, mach‘ bitte weiter so und viele Grüße
      Ute

      • Liebe Ute,

        Du meinst, man kann das Wasser aus der Leitung bedenkenlos trinken? Ich bin außerhalb von Deutschland und Österreich immer sehr vorsichtig. :-) Das Reiseportal ist toll, danke für den Tipp!

        Herzliche Grüße
        Dani

        • Hallo liebe Dani,
          in vielen Ländern ist Leitungswasser völlig problemlos und meist als Trinkwasser ausgewiesen. Dazu gibt es mittlerweile viele Artikel im Netz. Viele Reisende nehmen daher heute einfach nur eine Trinkflasche mit und füllen sie am Flughafen oder im Hostel auf.
          Liebe Grüße
          Ute

  • Ok… Ich bin geschockt. Mein Bild von Bali hat sich soeben drastisch verändert… Aber hätte ich ehrlich gesagt auch selber drauf kommen können. Bali ist weit weg, ein paradiesischer Surfspot, mit ganz vielen tanzenden Mädchen im Strohrock und Blumen im Haar… So war bisher das Bild was mir vermittelt wurde. Nur Blöd das das natürlich jedem vermittelt wird. Ok… Neues Traumziel suchen.
    Ich bin gerade echt enttäuscht :D

    • Hi Jones, tut mir leid ;) Die meisten Probleme lassen sich auch auf andere „Traumziele“ übertragen, allerdings ist Bali im Hinblick auf die Summe aller Faktoren meiner Meinung nach Spitzenreiter. Es gibt viele Alternativen! Gute Reise wünsche ich dir und viele Grüße!

  • Ich versuche seit längerem meinen Freund zu einer Reise nach Bali zu überzeugen. Er meinte zu mir das die Tollen Bilder aus dem Netz und Urlaubskatalogen nur Fassade sein um vom wesentlichen abzulenken. Das wollte ich nicht wirklich glauben. Deswegen vielen Dank für diesen Beitrag mit allen Fakten auf einen Blick. Unsere nächste Reise geht definitiv nicht nach Bali . Die Vermüllung werden wir nicht unterstützen.

    Lg Sina

    • Hallo liebe Sina,
      natürlich hat Bali einige schöne Flecken, aber die gibt es ehrlich gesagt auf der ganzen Welt und nicht nur auf dieser einen kleinen Insel :) Wünsche euch eine gute Reise – wohin sie euch auch führen wird!
      Liebe Grüße, Ute

  • Liebe Ute,

    danke für deinen Artikel. Auch auf meinem Blog wird viel nach „Bali“ gesucht, ich war selbst noch nie dort und es gibt keine Artikel darüber. Du sprichst mit diesem Beitrag an Thema an, über das ich seit längerem nachdenke: Das Über-Verkaufen von Reisezielen. Viele teilen nur die schönen Seiten ihrer Reise, darunter fallen Bilder von Traumstränden mit super Wetter. Aber so ist es eben nicht immer, nicht immer ist das Wetter perfekt und nicht immer ist das Reiseziel perfekt sauber. Ebenfalls denken viele Reisende gar nicht über ihren (negativen) Impact nach, denn es ist ja Urlaub und da muss alles komfortabel und super sein. In Jordanien ist mir aufgefallen, wie schlecht dort die Tiere behandelt werden und wie wenig Touris darüber nachdenken, weil es ihnen wichtiger ist nicht laufen zu müssen. Ich frage mich nur, was man nachhaltig dagegen machen kann. Wenn ich etwas darüber schreibe und erzähle fühle ich mich immer sehr machtlos und werde häufig sogar angemeckert, weil Leute sich angegriffen fühlen.

    Don’t Panic!
    Alise

    • Hallo liebe Alise,
      Danke für deine Ehrlichkeit! Und ja, es gibt einfach wahnsinnig viel Oberflächlichkeit, die in ihrem Urlaub auf nichts Rücksicht nimmt, weil der eigene Spaß- und Erlebnisfaktor an erster Stelle steht. Ich denke, dass Aufklärung eines der allerwichtigsten Dinge heutzutage ist. Wie du zum Beispiel auch an diesem Artikel siehst, gibt es sehr viele, die einiges davon noch gar nicht wussten und das hilft ungemein bei einer Umverteilung des Tourismus. Von daher möchte ich dir unbedingt empfehlen, mit der Aufklärung und der Beschreibung deiner Gefühlswelt weiterzumachen!
      Alles Liebe <3

  • Hallo Liebe Ute da muss man dir auf jeden Fall Recht geben !
    Mit Sicherheit gibt es dort super schön Orte wo mann sich toll erholen kann, jedoch gibt es zu viele Faktoren die eine Reise dorthin nicht gut heißen.
    Also liebe Leute überlegt euch gut ob der nächste Trip nach Bali gehen soll …

    Mit freundlichem Gruß
    Anke

  • Also mein Freund und ich haben letztes Jahr ein super tollen Urlaub auf Bali verbracht und uns der Lifestyle off Bali super gefallen *__*
    Lg Linnea & Finn

    • Hallo liebe Miriam,
      da wird in der Tat ein Artikel kommen über AirBnb und seine Schattenseiten, die sich insbesondere in Großstädten wie Berlin, Barcelona & Co. sehr negativ auswirken. Wenn du magst, kannst du mir gerne ein paar der nachteiligen Aspekte zu Berlin per Email übersenden, die nehme ich gerne mit auf!
      Viele Grüße
      Ute

  • Hallo Ute ,
    Ich finde deinen Bericht sehr informativ , er regt durchaus zum nachdenken an.
    Auch ich habe schon festgestellt das die Welt sich verändert und die schönen Stellen
    nun nicht mehr allein den ‚reichen ‚Europäern vorbehalten sind.
    Aber man hat auch leicht Reden … wenn man Reisebloggerin ist und schon alles gesehen hat , was vermutlich der Umwelt auch nicht gut getan hat und die Notwendigkeit eines Bloggers sei mal dahingestellt ( ich bin Jahrgang 1959 :-) )
    Ich möchte nach Bali um die Tempelanlagen zu besichtigen und die Reisterrassen Landschaft.
    Strände gibt es definitiv schönere und einsamere und saubere und vor allem: viel näher
    Es wäre also schön , wenn du auf dieser Seite gleich alternativen bietest …. ich glaube da gibt es keine … an die ich als Durchschnittstouri komme.

  • Du hast in so gut wie jedem Punkt recht. Da besteht absolut kein Zweifel. NUR. Nach dieser Argumentation sollte man sich besser in sein Zimmer verkriechen und nie wieder rauskommen.
    Es wäre wünschenswert, realistisch an die Sache ranzugehen. Es ist nicht alles Gold was glänzt. Jeder Ort der Welt ist nicht „wie auf Instagram“. Und das ist auch okay und gut so. Wer das glaubt, ist ziemlich naiv. Diesen Artikel kann man also über jedes Reiseziel der Welt schreiben und er würde passend sein.

    Und was du vergessen hast: Erdbeben, Vulkan, Brände. Man könnte sterben! ;)
    Aber das könnte man auch allein in seinem Zimmer, ohne je einen Finger gerührt zu haben.

    • Hallo Olivia,
      die Aussage in punkto „zutreffend auf jedes Reiseziel der Welt“ entbehrt jeglicher Logik und Realität. Gerne möchte ich dir Bücher wie FAIRreisen oder 10 Milliarden an’s Herz legen. Hier kannst du dir die aktuell „realistische“ Situation in der Welt zum Thema Reise und Verkehr in Zahlen, Fakten und Prognosen anschauen. Wenn dein Kommentar jedenfalls die uneingeschränkte Rechtfertigung für gedankenloses Reisen in der heutigen Zeit darstellen soll, würde mich das sehr beunruhigen!
      Beste Grüße

  • Wow! Richtig toller und vor allem wichtiger Artikel. Das immense Müllproblem, welches wir weltweit eh schon haben, wird in Zukunft noch viel, viel größer werden. Ich lebe seit 6 Monaten in den USA und mir kommt jeden Tag das Kotzen, wie man als Mensch so blind und egoistisch sein kann. Diese Gleichgültigkeit, wie Amerikaner mit Recycling umgehen, habe ich noch nirgendwo anders erlebt. Ein voller Einkaufswagen beinhaltet nicht nur die ganzen Kunststoffverpackungen die man ohnehin nicht vermeiden kann, sondern wird in durchschnittlich 26 Plastiktüten verpackt. Recyclingcontainer existieren fast gar nicht und wenn, dann nur einer für alles (Karton, Plastik, Glas und Plastik) – also auch Schwachsinn. Naja über das Thema könnt ich mich stundenlang aufregen.

    Ich war vor Kurzem in Jamaica in einem All-inclusive Club der komplett ohne Strohhalme geführt wird – sehr löblich und definitiv ein kleiner Schritt in die richtige Richtung.

    Liebe Grüße
    Valentin

    • Hi Valentin,
      vielen Dank für deine Meinung. Ja, das Plastikproblem wird noch vieles negativ verändern, bis Regierungen und Länder endlich Verbote und Strafen einführen werden. Es ist eine verrückte Welt, in der wir den Konsequenzen voller Bewusstsein in die Augen schauen, ohne dass sich wirklich etwas bewegt. Klasse, dass du das auch so siehst.
      Viele Grüße
      Ute

  • Wenn ich deinen Bericht nur schon frührt gelesen hätte.
    Wir sind gerade hier. Und schockiert! Ich kann gar nicht alles schreiben, aber Bali ist von A is Z nicht unseres. Bei unserer letzten großen Reise nach Hawaii war auch nicht alles perfekt, trotzdem haben wir unser Paradies gefunden. Wir suchen unberührte Natur, ab und zu Ruhe oder schöne Wanderungen, alles findest du sowas von gar nicht auf Bali!
    Ich habe mit vielen Leuten gesprochen die auf Bali waren, aber niemand hat mich gewarnt. Ich finde auch die einsamen Dörfer schrecklich. Alles vermüllt, von den Balinesen selbst. Dort hat man gar keinen Sinn für Umweltschutz. Zwar irgendwie verständlich, aber ich finde es trotzdem schrecklich wenn alles nur in den Fluss geworfen wird. Da müssen wir beim nächsten Urlaub besser recherchieren. Liebe Grüße von Manuela

    • Hallo liebe Manuela,
      vielen Dank für dein Feedback und tut mir sehr leid, dass ihr diese Erfahrung machen musstet :( Ich hoffe, ihr könnt die Zeit trotzdem noch ein wenig genießen… vielleicht z. B. nach Java ausweichen. Vielleicht habt ihr ja Lust auf den Vulkan Mt. Bromo oder den Krater Ijen.
      Alles Liebe und gute Weiterreise
      Ute

  • Die Kehrseite eines Massentourismus wird leider oft ausgeblendet, da es einen selbst ja nur für ein paar Tage betrifft. Im Bereich des Tierschutzes könnten Touristen sicher einiges bewegen, nehmen das Ganze aber oft nur als Folklore wahr.

    • Hi Martin,
      das stimmt leider. Habe kürzlich in einer Doku gesehen, dass immer mehr Kinderheime errichtet werden, weil so viele Menschen dort für ein paar Wochen „was Gutes“ für Kinder tun möchten. Die Kinder sind dann oft nicht verwaist, sondern lediglich eine Geldeinnahmequelle. Die Leidtragenden sind die Kinder… Komische Welt.
      Viele Grüße
      Ute

  • Unglaublich interessanter Beitrag. Bali stand zur Auswahl für unseren nächsten Familienurlaub aber nun sind wir nicht mehr so sicher. Vielen Dank, dass du mit uns dein Wissen und Erfahrung teilst.

    Alles Liebe
    Jessika

    • Hallo liebe Jessika,
      sehr gerne! Es gibt noch so viele schöne andere Inseln und Orte, die Tourismus wesentlich besser gebrauchen können :)
      Liebe Grüße
      Ute

  • Danke! Viele Gedanken, die ich mir tagtäglich (aktuell in Bali lebend) und bei jedem Instagram-Post mache. Danke auch für den Link zu BAWA, werde mich mit der Organisation in Kontakt setzen.
    Responsible Tourism und ‚grünes Reisen‘ – spannende Themen und vielleicht (sicher!) wert, sich intensiver damit zu beschäftigen, ich suche aktuell tatsächlich auch nach Jobmöglichkeiten in diesem Bereich. Tips: gerne.
    Liebe Grüße von der Insel

    • Hallo Sara-Duana,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Verantwortliches Reisen wird – zwangsläufig – unsere Zukunft sein müssen, daher bist du voll und ganz auf dem richtigen Weg :)
      Beste Grüße
      Ute

  • Das ist wirklich Herzreissend ich kann nun keine Leute mehr mit gutem gewissen nach Bali schicken.
    Jedoch habe ich die erfahrung auf Koh Pagnan nicht gemacht, wie du auf Bali…

    Vielen dank für diesen Blogbeitrag denn wir haben nämlich nur einen Planeten !

    lieben gruß didi

    • Hallo Didi,
      Bali ist im Grunde nur der Gipfel des (nicht mehr lange vorhandenen) Eisbergs. Ich hoffe sehr, dass in Zukunft diesbezüglich mehr Aufklärung stattfindet und Menschen mehr verstehen, dass wir eben wirklich nur einen Planeten haben und man es selbst in der Hand hat, die rollende Lawine in Sachen Klimawandel etwas aufzuhalten oder zu beschleunigen. Danke jedenfalls, wenn du zu einer Reise dorthin eher abrätst, damit ist schon viel geschafft – wenn auch im Kleinen!
      Liebe Grüße,
      Ute

      • Hey Bravebird ich habe also gesehen das Sie mittlerweile keine Plastiktüten mehr anbieten sondern biologisch abbaubare, welche im Wasser aufgelöst werden, dass ist eventuell der erste Schritt zur Besserung. Es ist der wahnsinn auch durch diese 10 Years challange was man alles zu sehen bekommt… Naja ich bin 24 wenn unsere Generation die Welt nicht verändert haben wir in Zukunft ein goßes Problem.
        Das traurige ist auch bei uns im Land das alles im Fluss landet und von dort in die Ost bzw Nordsee schwimmt.

        Schön zu sehen das es noch Menschen gibt die diesen Planeten lieben es ist für mich ein positives zeichen danke Bravebrid :)

        • Hallo Didi,
          ja, die Zustände an vielen Stränden und Orten dieser Welt machen sehr traurig und oft hilflos. Das mit den Plastiktüten klingt nach einem wirklich guten Schritt. Hoffen wir, dass bald weitere folgen!
          Liebe Grüße,
          Ute

  • Liebe Ute,
    vielen Dank für diesen Atikel!
    Leider habe ich ihm zu spät gelesen und bin für 2 Monate in Indonesien unterwegs gewesen.
    Als ich gerade deinen Atike gefunden habe hätte ich das Gefühl du sprichst mir aus der Seele und gibst ein gutes Fazit zu meiner Reise.
    Etwas naiv bin ich in der Hoffnung das Paradies in Bali zu finden aufgebrochen.
    Aber dieses habe ich nicht gefunden. Es ist so schlimm mit anzusehen wie sehr die Gesellschaft unter dem Massentourismus leidet.
    Danke, dass du als Blogger endlich mal die Wahrheit geschrieben hast und nicht nur das was alle lesen und hören wollen!
    Liebe Grüße
    Antonia

    • Hallo liebe Antonia,
      vielen vielen Dank für dein Feedback von der aktuellen Situation und deinen Empfindungen. Mich macht dieses Phänomen Massentourismus auch oft traurig, weil es so viel Schönheit und Ursprünglichkeit wie eine riesige Lawine unaufhörlich unter sich erdrückt. Ich wünsche dir dennoch eine gute Weiterreise und alles Liebe!
      Ute

  • Sehr interessanter Ansatz von dir!
    Ich muss zugeben, dass ich ebenfalls auf Bali war. Und ja, mir hat es gut gefallen. Aber: deutlich besser hat es mir in den nicht so touristischen Teilen gefallen, wenn man die noch so bezeichnen darf. Ich bin überzeugt davon, das es vor 10 Jahren auf Bali schöner war als heute!

    Allerdings muss man auch die andere Seite betrachten. So habe ich mit 2 Taxifahrern gesprochen, welche von Jakarta nach Bali sind wegen der besseren Verdienstmöglichkeiten durch die Touristen. So könne der eine sich überhaupt 1x im Jahr einen Flug nach Australien leisten wo seine Freundin lebt (und herkommt)

    Es hat alles Somnen- und Schattenseiten…
    Ich kann mir kein abschließendes Ergebnis liefern, also nicht sagen:
    Ja bitte fliegt nach Bali, macht euch einen schönen Urlaub und lässt euer Geld auf der Insel.
    Oder nein, sucht euch einen anderen Urlaubsort. Sogar Mallorca, Kreta und viele anderen Ziele haben große Probleme. Gerade auch mit dem Müll. Nur ohne Touristen sind dort fast alle arbeitslos… ? Ich denke auf Bali geht es einfach zu schnell. Dem Ansturm ist die Insel (noch) nicht gewachsen.

    • Hallo Steven,
      vielen Dank für deine Meinung. Es geht ja um mehrere Dinge, wie ich es besonders im letzten Abschnitt beschrieben habe. Die große Gefahr ist, dass immer mehr Bauern ihr Land verkaufen und auf Tourismus setzen. Andere kommen aus anderen Regionen auch noch dorthin und wollen dort Geld verdienen. ABER: Es ist die Region mit der höchsten Wahrscheinlichkeit von Erdbeben auf diesem Erdball. Ergo: Wenn diese riesigen Massen an Touristen durch Naturkatastrophen plötzlich wegbleiben, verlieren Unmengen von Menschen ihr Heim, haben gar nichts mehr, können sich nicht selbst versorgen und sind vollkommen mittellos. Von daher ist es mir mit meinem Blog wichtig darzulegen, dass es nicht nur diese eine, überquillende Insel auf der Welt gibt, sondern mir ist an einer Umverteilung von Tourismus gelegen, damit mehr Menschen woanders hinreisen und mehr Menschen dadurch möglicherweise an ihrem Heimatort wohnen bleiben. Wachstum auf dieser Insel ist das Schlechteste, was Bali passieren kann!
      Beste Grüße
      Ute

      • Hallo Ute,
        ich gebe dir in einigen Dingen vollkommen Recht. Eine Umverteilung ist extrem wichtig, allerdings ist das aufgrund der Massen an Reisenden schwer. In Thailand findet man kaum Regionen die nicht auch voll von Touristen sind. Über Inseln wie Mallorca, die Kanaren oder griechischen Inseln brauchen wir da überhaupt nicht reden. Es gibt natürlich noch viele andere Regionen, den meisten Urlaubern ist aber eine gewisse gesundheitliche Versorgung (Ärzte etc) und eine Infrastruktur etc. wichtig. Trotzdem muss natürlich ein Umdenken vieler Menschen her.

        Den letzten Satz von dir kann ich persönlich nicht unterschreiben. Wachstum hat noch nie einer Region geschadet. Ohne Wachstum herrscht Stillstand. Das ist immer schlecht! Der Wachstum auf Bali geht nur viel zu schnell. Die Region und die Menschen müssen gemeinsam langsam wachsen. Es ist richtig, dass dort viele Bauern ihr Land verkaufen und vom Tourismus leben. Aber das liegt daran, dass sie mit dem jetzigen Leben nicht voll zufrieden sind. Die hygienischen Umstände und oftmals „Häuser eher Lehmhütten“ der Einheimischen sind sehr schlecht. Es fehlt an Geld und Fortschritt. Klar können die Touristen ausbleiben nach einem schweren Erdbeben oder einem Tsunami. Das passiert zum Glück aber ja nicht ständig bzw Bali blieb bisher so gut wie verschont. Aber auch ein Wiederaufbau nach einer Katastrophe braucht Gelder. Felder und die Hütten sind dann sowieso zerstört. Warum also nicht jetzt mit ANGEMESSEN Tourismus für dortige Verhältnisse viel Geld verdienen. Gute Häuser etc bauen, welche einer Katastrophe standhalten und Sicherheit bieten. Zumindest ist aber dann genug Geld für den Wiederaufbau und das Anlegen von Feldern da.

        Trotzdem finde ich es toll von dir, dass du solch ein kritisches Thema ansprichst und auch darüber eine Diskussion entsteht. So etwas regt zum Nachdenken und verändern an.

        Grüße
        Steven

        • Hi Steven,
          schön, dass du dich mit dem Thema auseinandersetzt! Wachstum ist keinesfalls gleichzusetzen mit Entwicklung, das ist ganz wichtig. Wenn du dich für das Thema interessierst, möchte ich dir gern das Buch „10 Milliarden“ ans Herz legen – danach hat sich zumindest meine Sichtweise dazu völlig geändert und ins Gegenteil umgekehrt, denn es gehört heute zu einem der größten Probleme überhaupt.
          Viele Grüße und bis bald
          Ute

  • Hallo Ute,

    vielen Dank für diesen ungeschönten Kommentar.
    Bali stand nie auf meiner Liste, obwohl ich leidenschaftlich gern tauche und Yoga praktiziere. Gerade was die Tierquälerei angeht, auch in Bezug auf Halalschlachtung etc. kenne ich noch ganz andere Geschichten, die ich hier jedem erspare.
    Aufgrund all der von Dir genannten Dinge, bin ich noch nie in Asien gewesen (trotz Tauchen und Yoga). Ich sehe das auch alles sehr kritisch und was mir ebenfalls völlig unverständlich ist, dass gerade in Asien trotz Buddhismus, Hinduismus und Shintoismus die Tiere so schlecht behandelt werden. Das macht doch gar keinen Sinn!

    Viele Grüße Yvonne.

  • Hallo Dominik,
    wenn du von übertriebenen Horrorberichten sprichst, wäre es sinnvoll, wenn du anderslautende Fakten bzw. „right news“ anbringen würdest. Es ist leider eine gängige Methode vieler Menschen, sich eine Umweltproblematik schön zu reden (an der man selbst beteiligt ist), indem man eine andere dagegen setzt – obwohl die eine mit der anderen nichts zu tun hat. Und wenn dich eine Insel „begeistert“, die Millionen Chinesen zu verwüsten scheinen – wie du schreibst -, irritiert mich das ehrlich gesagt umso mehr.

  • Liebe Ute, wir haben das Ganze auf Bali ähnlich empfunden und es ist gut das Leute nicht nur das romantische Bild Balis gezeigt bekommen sondern eben auch die andere Seite. Es gibt aber auch Orte auf der Insel die eben anders sind und vielleicht ist es gut das diese kaum bekannt sind ;)

    Liebe Grüße
    Santa und Daniel

  • Ich schreibe ja nie Kommentare!
    ABER!!! Es ist mir selten so ein mitreißender Artikel unter meine “ Augen“ gekommen!
    Ich stimme absolut deiner Meinung zu. Schon damals vor 10 Jahren kam mir Bali überlaufen und die Einheimischen unfreundlich vor. Bedauerlicherweise unsere eigene Schuld mit diesem unkontrollierten Massentourismus.
    Es gibt so viele andere schöne Reiseländer, fernab vom Tourismus wie zum Beispiel Sumatra.
    Schreib weiter so tolle Berichte! Ich freue mich diese zu Lesen.
    Schöne Grüße Artemis

  • Hallo Ute,
    wir waren im letzten Jahr auf einer Rundreise durch Java und Bali.Vieles von dem was du geschrieben hast können wir bestätigen. Da wir aber absolut keine Strandtouristen sind haben wir auch viele schöne und ruhige Orte auf Bali gefunden mit freundlichen Menschen. Trotzdem hat uns persönlich Java wesentlich besser gefallen. Java hat immer noch relativ wenig europäischen Tourismus und viele der einheimischen wollen sogar Fotos mit Europäern für ihr Instagram Profil. Dein Beitrag bringt einen auf jeden Fall zum nachdenken und hat viele nützliche Infos. Mach weiter so…

    Grüße
    Verena und Andreas

    • Hallo ihr beiden,
      vielen Dank für eure Erfahrungen! Java fand ich auch wesentlich besser und (zumindest 2011) noch sehr authentisch. Danke auch für das schöne Feedback, mein Einsatz geht dieses Jahr natürlich weiter :)
      Liebe Grüße und weiterhin gute Reise!
      Ute

  • Klasse Beitrag, der das allseits beliebte Reiseziel Bali mal von einer anderen Seite beleuchtet! Richtig gut! Geteilt! Ich denke die meisten Punkte sind den klassischen Bali-Touris so gar nicht bewusst.

    Viele Grüße
    Stephan

    • Hi Stephan,
      vielen Dank für deine Meinung und natürlich auch für’s Teilen! Vieles lässt sich natürlich auch auf andere Inseln und andere Massentourismusziele übertragen, aber ich wüsste ehrlich gesagt kein Ziel, dass Bali dahingehend toppen könnte.
      Viele Grüße
      Ute

  • Tja Bali – Ich dachte immer Bali hätte diese traumhaften weißen Stände. Wir haben im Internet tolle Fotos gesehen und dachten uns damals, dass Bali ein Traum sein muss. Dann ging nach ziund wir waren schockiert. Kuta ist überlaufen von Sauf-Touristen und die Strände einfach nur abartig hässlich und schmutzig. Überall liegt Plastikmüll und die Touristen steigen über diesen Müll und gehen im Wasser schwimmen. Es ist eigentlich schade, dass viele Städte in Bali den Massentourismus unterliegen und die Menschen mit dem Müll leben müssen. Tatsächlich war nur Canggu die Stadt, welche uns etwas überzeugen konnte.

    • Gestern habe ich deinen Artikel gelesen, denn wir sind grad auf Bali. Wir sind schon länger unterwegs und haben vorher die Zeit in Thailand verbracht. Überall wo es schön, kulturell besonders reizvoll ist
      ect., kommen die Menschen von überall her und wollen nur Fotos machen. Der Blick durch das Handy verblendet die meisten Touristen. Es geht vielen nur darum. Sehr erschreckend es life zu sehen und sowieso all das, was du angesprochen hast.
      Ich denke, ein Umdenken und Impulse können die jenigen unterwanderem in die Welt raustragen die viel Bloggen. Darauf aufmerksam machen ist ein Muss und es liegt in der Verantwortung jedes Reisenden.
      Jeder der ein Interesse am Reisen hat kann schauen was man wieder gut machen kann, was andere fabrizieren. Es gibt so viel wie man unterstützen kann.
      Und wenn man zu sehr erschüttert ist von allem, dann guckt man eben in seinem Umfeld zu Hause.
      In vielen Menschen steckt ja trotzdem die Lust zu reisen, Nomaden sein, die Welt erkunden. Das kann man nicht so schnell ändern.
      Ich lerne viele Menschen kennen die genauso denken und wir dürfen niemals aufhören darüber zu sprechen oder es auf anderen Ebenen kommunizieren. Das große Ganze ist zu viel aber im kleinen kann jeder was tun.
      Es ist die Verpflichtung jedes Reisenden der erkennt wo wir bald landen, wenn sich nichts ändert.
      Ach… ich könnte noch so viel schreiben… es ist ein sehr all umfassendes Thema… manchmal denke ich auch, dann halt gar nicht mehr in die Ferne reisen… wir machen ja alle fleißig mit, was auch den CO2 Ausstoß betrifft. Wo soll man anfangen und aufhören?!

  • Der Bericht ist mit ganz viel Herzblut geschrieben und hat eine Menge an Recherchekraft benötigt. Das mit den Kaffeebohnen ist so extrem pervers und zeigt wie überbordender Luxus den Menschen verdirbt. Das Thema Plastik muss genau so behandelt werden. Zudem ist das schlimme an Plastik der Zerfall in Mikroplastik und die damit verbundenen Schäden des Ökosystems. Selbst in Deutschland wurde in jeder Glas und Plastikflasche Mikroplastik entdeckt (Studie Emscher Lippe) . Super geschrieben und tolle Statistiken, so jetzt muss ich mal weiter machen, meine Seite braucht einen Anstrich und die Arbeit ist gerade so Monoton :-) Mach bitte WEITER SO! genau diese Art Berichte braucht es um die Selfiemonster zu beschwichtigen.

    • Liebe Claudia,
      vielen Dank für den Zuspruch! Dieser Artikel ist überraschender Weise auch nach vielen Monaten noch einer der meist gelesenen auf meinem Blog und es freut mich, dass er auf diese Weise doch viel zur Aufklärung beitragen kann.
      Viele Grüße und viel Erfolg bei der mir bestens bekannten monotonen Arbeit :)
      Ute

  • Guten Tag,
    ich habe mir hier nun einiges durch gelesen und bin zu dem Schluss gekommen, dass jemand der so viel reist und somit wahrscheinlich den größten CO2 Fußbdruck von uns allen hinterlassen hat, gut darüber nachdenken sollte, anderen das Reisen zu verbieten. Die Problematik die du aufzählst kann man sehr leicht auf jedes asiatische Land, bzw touristische interessante dritte Welt Land übertragen. Überall herrscht das Problem mit den Abfällen und der Tierquälerei. Dazu finde ich deine „Lösung“ auch nicht ganz durchdacht. „Man sollte in weniger touristische Gebiete fliegen, die noch nicht so bekannt sind“. Also das Problem verlagern. Dein Artikel ist Oberflächlich, wie deine Reaktionen auf negative Kommentare zu diesem. Mir scheint es eher so, als wolltest du auf den „wir retten die Erde Zug“ auf springen, ohne darüber nach zu denken, wie man solche Probleme lösen könnte, ohne gleich den Tourismus in solchen Ländern ab zu schaffen. Jeder macht seine eigenen Erfahrungen und hat daher auch unterschiedliche Sichtweisen auf ein Land. Jeder sollte vorallem für sich entscheiden, welche Ziele er aus lässt wegen des Klimas. Aber von einer Reisebloggerin, lasse ich mir sicher nicht sagen, dass ich wegen der Umwelt nicht weiter weg fliegen soll.

    • Danke Mo.

      Bin ganz deiner Meinung.
      Selbst Reiseblogger sein, 5 Jahre durch die Welt reisen, und dann einen auf FFF-Apostel machen.
      Wenn jeder respektvoller mit der Umwelt und Kulturen umgehen würde , .. ach ja..

      • Anonym – richtig schwach.
        FFF gibt es in Deutschland seit 10/2018 und dieser Artikel hier ist von 04/2018. Scheiße gelaufen.
        Es würde mich freuen, wenn du deine Energie tatsächlich RESPEKTVOLL und sinnvoll mit Energie und Kultur verbringen würdest.

  • Liebe/r Mo, ehrlich gesagt verstehe ich deine Aufregung und den persönlichen Angriff nicht so ganz, denn wenn du „dir nichts sagen lässt“ (wie du diesen Artikel zumindest zu interpretieren scheinst), kannst du doch einfach dein Ding weitermachen?! Die Fakten stehen für sich und sind nachvollziehbar dargestellt. Wer die spezielle Problematik nicht sehen möchte (sofern er den Artikel überhaupt ganz gelesen hat), könnte dies zum Beispiel zum Anlass nehmen, sich intensiver mit dem Thema Massentourismus zu beschäftigen.
    Mit deiner Vermutung des „größten CO2-Fußabdrucks von uns allen“ muss ich dich leider enttäuschen. Viele Länder habe ich auf meinen Reisen miteinander kombiniert und eine große Menge davon ohne Flugzeug erreicht. Gegen Politiker, Geschäftsleute, Sportler & Co. sowie Influencer, die alle paar Tage für ein paar Tage in ein anderes nahes oder fernes Land reisen, bin ich daher immer noch ein Waisenkind ;)

  • Danke für diesen Artikel. Ich war zwar noch nie auf Bali, aber deine Beschreibung & Analyse lässt sich nahezu eins zu eins auf andere Destinationen übertragen, etwa in Thailand/Kambodscha. Oder auch in Mexiko/Belize. Auch im Mittelmeerraum ist das so. Ich habe beispielsweise den Niedergang Santorinis beobachtet, eine Insel, die ich Ende der 70er zum ersten Mal mit Rucksack bereist habe. Damals ursprünglich und wunderbar ruhig, ist die Insel heute in jeglicher Hinsicht zerstört.
    Alle von dir angesprochenen Probleme lassen sich letztendlich auf die Gier oder Sucht, immer mehr zu konsumieren, zurückführen. Die meisten Touristikunternehmen .. ob klein oder groß .. sind nicht wirklich an Nachhaltigkeit interessiert, sondern an Gewinnmaximierung. Und der Verbraucher wird durch GreenwashingProjekte geblendet.
    Ich habe seit einigen Jahren einen Hund , der mich auch im Urlaub begleiten soll, daher habe ich seit 7 Jahren keine Flugreise gemacht. Ich reise also in die nähere Umgebung. Aber auch dort beobachte ich Mechanismen, die sicherlich nicht gut für bestimmte Destiantionen sind (den Ort möchte ich lieber für mich behalten). Die Tourismusverantwortlichen fördern auch hier kommerzielle Events, die dazu führen werden, dass immmer mehr Leute an diesem wunderschönen Ort ihren Urlaub verbringen möchten und das wahrscheinlich nicht nachhaltig, sondern mit Action und Halligalli.

  • Guten Tag,

    ich habe erst heute zu diesem Blog gefunden und gleich diesen Artikel gelesen. Was mir aufgefallen ist: Wer trägt denn eigentlich maßgeblich dazu bei, dass angesagte Ziele überrannt werden und nicht so bekannte Ziele bekannt gemacht werden (und irgendwann ebenfalls überrannt werden). Sind es nicht gerade die Reiseblogger, die genau jene Verhältnisse schaffen, die sie hinterher beklagen?

    Ich habe jedenfalls das alleine reisen für mich entdeckt und denke nicht im Traum daran, aller Welt von den tollen Dingen und Orten zu erzählen, die ich so entdecke (und ja, das geht immer noch). Diese Schätze teile ich nur mit sehr guten Freunden, damit es auch Schätze bleiben.

    PS: Nach Bali zieht mich eh nichts.

    • Aloha Reno64,
      du sprichst ein interessantes Phänomen an. Es wird eine Selfie Welt. Manche haben sich beim Selfie schießen schon von der Klippe gestürzt. Leider gelingt dies nur wenigen. ;)
      LG
      Stef

  • Wow! Ich bin gerade durch die Insta-Story einer Tattoowiererin der ich folge auf diesen Blogbeitrag aufmerksam geworden und es hat mich echt schockiert das hier lesen zu müssen. Ich hab immer so viele schöne Bilder von Bali gesehen und meine Freundinnen und ich sind gerade am Urlaub planen und ich muss sagen, Bali war eine meiner Favoriten Ziele. Allerdings werde ich nach diesem Beitrag nicht dort hin reisen. Ich habe immer den Drang helfen zu wollen und die Sachen besser zu machen, allerdings geht es bei so einem Problem nicht immer so einfach und vor allem nicht allein aber wenigstens kann ich es nicht noch schlimmer machen indem ich auch dort Urlaub mache.

    Lg Liz

    • Hallo liebe Liz,
      es ist gut und wichtig, dass Reisende vor Ort über die Zustände hinter den Kulissen berichten – und nicht nur die Ubud-Bilder posten, wo alles so wunderbar idyllisch ist (bzw. sein soll). Der Massentourismus wächst und mangels Müllverwertung sieht es an vielen Stellen dieser Welt schon katastrophal aus. Schön, dass euch mein Beitrag etwas weitergeholfen zu haben scheint. Ich wünsche dir/euch eine gute Reise – wohin euch auch immer der Wind weht :)
      Liebe Grüße
      Ute

  • Ist die gute Dame auch auf dem Klimatripp!. Will auch noch schnell ein Stück vom Kuchen haben.
    War schon oft in Indonesien . Auch auf Bali. Das muss wohl ein anderes Bali sein was sie dort sah und erleben haben will.
    Joachim Freese

  • Sehr gut! als aufgeklärte Menschen sollten wir unser Handeln kritisch reflektieren können und dieser Beitrag hilft dabei. Es gibt viele andere Möglichkeiten, zu reisen und trotzdem keinen allzu großen Fußabdruck auf dieser Erde zu hinterlassen. Und wenn schon reisen, dann lieber langsam und mit Empathie für die Menschen, die in der Zielregion leben. Ob nun an der Ostsee oder in Fernost.

  • Hallo Ute,
    Kuta hat nicht so viel mit der lokalen Kultur zu tun und ist sehr touristisch. Der Strand ist sehr voll und auch etwas dreckig. Ubud ist sehr schön, da kann man schon mal ein paar Tage verbringen. Das ist aber kein Grund so einen langen Flug zu machen. In Europa gibt es vergleichbar schöne Orte.

    Ich glaube Deutsche die nach Bali reisen sind auf der Suche nach dem ganz besonderen Reiseziel. Bali klingt so exotisch und ist weit weg. Nur wenn man dann vor Ort ist stelle man fest, dass es eigentlich gar nicht so exotisch ist, weil es sich den westlichen Touristen anpasst. Das sieht man schon an der Anzahl Hotelzimmer. Ich werde vermutlich nie wieder nach Bali reisen, einfach weil es ein Ort von Massentourismus ist und ich auf die Lange Reise keine Lust habe.

    Ich finde Orte wie Alaska oder die Färöer Inseln exotisch. Bei letzteren ist die Flugreise auch deutlich kürzer und ich kann mir ziemlich sicher sein, dass dort die wenigsten hin reisen.

    Mit den aktuellen Diskussionen zum Klima ist es mir eigentlich am liebsten für meine Reise am Boden zu bleiben. D.h. mit Bahn oder Auto zu verreisen. Und da ich mittlerweile extrem viel von der Welt gesehen habe (wobei meine Langstreckenflüge an einer Hand abzählbar sind) kann ich ruhigen Gewissens sagen, dass es auch in Europa so viel zu sehen gibt, dass Fernreisen gar nicht nötig sind.

    Also ich finde es sehr schön einen kontroversen Artikel zu lesen und stimme voll zu. In Reiseblogs liest man ja normalerweise, dass alles immer super ist. Kritik ist eher die Ausnahme.

    Viele Grüße
    Markus

  • Ich wusste bis heute nicht, dass Bali so ein klimaschädlichstes Land ist. Ich finde, man sollte generell nicht zu solchen Länder reisen, denn so zeigt man dennen, dass man kein Problem mit dieser Umweltverschmutzung hat.

    • Hallo Daniel,
      mittlerweile leiden immer mehr touristisch stark frequentierte Inseln unter dem Müllproblem und Massentourismus. Deine Einstellung finde ich super!
      Viele Grüße
      Ute

  • bravo! interessant wie jemand im namen der einheimischen uber den reiseimperialismus wettert, sich aber nichtmal von seinem eurozentristischen blickwinkel loesen kann… dabei auch nicht realisiert wie er die balinesen dezent (und rassistisch) beleidigt, nur weil der lebensstil, esthetik, kultur ein grosser unbekannter blei ben. wozu also uberhaupt reisen, wenn kein aufnahmebereitschaft fur neues da ist? wenn hahnenkampf unmenschlich ist und wir doch keine hunde essen…??

  • Tomáš, leider ist es ein gängiges Phänomen dieser Zeit, dass jemand einem anderen Abwertung vorwirft, obwohl er gerade selbst derjenige ist, der sich abwertend, bewertend oder verurteilend verhält. Ebenso schick ist es inzwischen, jemandem Rassismus vorzuwerfen – und an dieser Stelle finde ich es dann nicht mehr lustig! Dir fehlt der Respekt für andere Menschen? Dann fange doch bitte erst bei dir selbst im Umgang mit anderen an. Das wäre schon sehr hilfreich.

  • Du hast Vollkommen recht Balli ist überbewertet.. der Strand schmutzig an sich ist ganz Bali schmutzig der Tourist wird abgezogt wenn es geht und irgendwie sind die hier mir zu freundlich und etwas unterbelichtet …bin gerade dort 2019 November

  • Finde die punkte alle sehr interessant und war selber schon öfters in Thailand und Vietnam unterwegs wo die Lage ähnlich war aber Punkt 5. mit den Impfungen passt für mich nicht in die reihe aus dem Grund das die anderen Punkte zutreffen für Bali sind aber das Thema der Impfungen eigentlich sehr viele Regionen der Welt betrifft und Zitat (Reisende extra diversen Impfungen wie Tollwut, japanische Enzephalitis und/oder Typhus…)Und Tollwut auch in Europäischen Regionen verbreitet ist . Deswegen finde ich den punkt nicht ganz korrekt in der liste .

    p.s meine persönliche Meinung ist sich impfen zu lassen verstehe aber auch die Meinung der jenigen die das nicht tun.

  • Sehr sehr gute Geschäftsidee Dein Blog, Ute!
    Mir stellt sich die Frage: Warum muß ein Profi-Blogger (die/der Geld mit der Werbung auf dem Blog verdient), anders denkende Profi-Blogger an den Pranger stellen? WIR reden/schreiben nicht schlecht über unsere Wettbewerber, das gehört sich nicht.
    Warum muß jemand der scheinbar die ganze Welt mit dem Flugzeug besucht hat nun andere unter dem Deckmantel CO2 davon abhalten eigene Erfahrungen zu sammeln?
    Die erwähnte Fridays-for-future-
    Bewegung unterstreicht mit ihrem Passiv-Programm die Ernsthaftigkeit. Bildung war schon immer eine Holschuld, zu keiner Zeit eine Bringschuld.
    Na klar, wir bleiben in Deutschland (DU hast ja schon die ganze Welt gesehen). Mit schicken E-Autos. Weißt Du eigentlich wie das Kobald das Kinder in Afrika schöpfen in die Batterie-Fabriken in China und Deutschland kommt? Nein, nicht mit der Galeere, auch nicht mit dem Segelschiff. Ebenso mit dem Lithium.
    AUFWACHEN!!!
    Ich wünsche Dir weiterhin ganz viele Werbeeinnahmen pro Klick. Ich klick jetzt auch noch auf ein paar Banner damit die Kasse klingelt bei Dir.
    Viele Grüße, Wolfgang

  • Lieber Wolfgang,
    es freut mich für dich, dass du an diesem grauen Morgen einen Ort gefunden hast, wo du deinen abwertenden Frust ablassen konntest. Das machen „Wettbewerber“ übrigens nicht. Offenbar hast du den Hintergrund dieses Beitrags nicht verstanden. Ansonsten zum Thema Kobalt – das du hier völlig zusammenhanglos einbringst – solltest du dich etwas besser informieren; wofür die 95% des Kobalts schon seit vielen Jahren verwendet werden (nur 5% gehen auf die Autoindustrie), hat bisher keinen Menschen interessiert: Magnete, Färben, Entschwefeln von Diesel-Kraftstoffen (!) usw. Wenn du vom Fach wärst, wüsstest du, dass ein Blog wie dieser keine „Geschäftsidee“ ist und außerdem diese Banner so gut wie keinen Cent durch bloßes Klicken einbringen, aber darum geht es dir gar nicht. In diesem Sinne, viel Glück weiterhin!

  • Liebe Ute

    Wir sind seit 11 Monaten auf Weltreise und dein konstruktiv-kritischer Artikel bringt so ziemlich alles, was wir bisher so in Südamerika und Südostasien erlebt haben, auf den Punkt. In Sachen Umweltverschmutzung, insbesondere durch Plastik, wussten wir, dass Asien in einer ganz anderen Liga spielt als der Rest der Welt.
    Wir waren auf Bali nur aus einem bestimmten Grund, nämlich um unsere Visa in Denpasar zu verlängern. Dabei wussten wir von den fürchterlichen Zuständen auf Bali (Massentourismus, Umweltverschmutzung durch Plastik, Wasserknappheit, Tierquälerei) im Vorhinein Bescheid. Daher nutzten wir die Zeit sinnvoll und versuchten, der Insel und den menschlichen und tierischen Bewohnern so viel es ging, Gutes zu tun.
    Wir assen, bis auf zwei Ausnahmen, ausschliesslich in lokalen Warungs, schliefen in kleinen lokalen Guesthouses und nicht in Hotels oder Airbnbs, mieden Touri-Hochburgen, machten so oft es ging mini-clean-ups zu zweit und wir hatten bei BAWA Freiwilligenarbeit geleistet.
    Wir sind froh, Bali wieder verlassen zu haben und werden sie auch in Zukunft nie wieder betreten.

    Ein Umdenken in die richtige Richtung braucht Zeit. Der Mensch ist nun Mal ein Gewohnheitstier und sich für die Umwelt einzusetzen, um sie zu konservieren und zu schützen, damit noch viele weitere Generationen teilhaben dürfen, scheint noch für viele in ihren Köpfen weit weg zu sein.

    Daher bin ich dir sehr dankbar, liebe Ute, dass du alles super auf den Punkt gebracht und einigen Leuten einen Denkanstoss gegeben hast.

    • Liebe Maria,
      vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht! Toll, wie ihr euren Aufenthalt dort umgesetzt habt. Und ja, immer mehr der früheren Paradiese werden untergehen – entweder durch Massentourismus oder Anstieg des Meeresspiegels.
      Ich wünsche euch eine gute Weiterreise mit vielen tollen Eindrücken, macht weiter so!
      Viele Grüße
      Ute

      • Hallo Ute

        Sehr gerne, danke auch dir für dein Feedback.
        Der Mensch zerstört nicht nur seinen Lebensraum, sondern schlussendlich auch noch sich selbst. Es ist traurig, aber wahr. Umso wichtiger ist es, mit eigenen Schritten, seien sie noch so klein, dem Disaster entgegenzuwirken.

        Mach ebenfalls weiter mit deinen Texten und Artikeln, sie sind echt spitze, regen an und sensibilisieren den einen oder anderen Leser.

        Ganz liebe Grüsse aus Vietnam.
        Maria

  • Hallo Bravebird,
    danke für die zahlreichen Gründe.
    Ich bin jetzt seit gut einem Jahr im Kampf mit mir selbst, ob ich nach Bali reisen soll oder nicht. Anfangs war es für mich noch eine Insel, die aufregend klingt und ich wusste nicht viel darüber. Mittlerweile ist das ganze anders: Instagram und Co. scheinen es mir nach und nach zu versauen. Jeden Ort auf der Insel habe ich gefühlt 100 Mal gesehen und langsam vergeht mir die Lust. Es ist für mich schlichtweg nichts besonderes mehr. Danke an Social Media.
    Sorry, das musste mal raus.
    Grüße, Harald

    • Hallo Harald,
      so wie Bali werden viele einst „magische“ Orte ihren Reiz verlieren, was mich persönlich traurig stimmt, aber es gibt Gott sei Dank noch viele andere Plätze auf der Welt zu entdecken. Dir wünsche ich einen guten Rutsch und viel Erfolg bei der Auswahl eines für dich passenderen Reiseziels.
      Viele Grüße
      Ute

  • Ein Bericht zum Nachdenken. Und ich finde es super, dass das Thema mal angesprochen wird. Vor 20 Jahren haben mein Mann und ich das Land bereist, da haben wir auch geheiratet und uns die Trauringe überreicht. Heute ist es nicht mehr das was es mal war. Schade…:/

    • Hallo Fernis,
      das ist in der Tat wahnsinnig schade. Ich wünschte, ich hätte Bali auch „nur“ das eine Mal vor 20 Jahren bereist und so in Erinnerung behalten. Allerdings hätte es dann möglicherweise diesen Artikel nicht gegeben, alles hat immer zwei Seiten :)
      Viele Grüße, Ute

  • Ohne die Touristen wäre Bali ein schönes, unberührtes und ARMES Land. Da freut sich der Balinese, wenn er wieder allein am Strand sitzt und sich von Reis ernährt. Oder eben nicht.

    Ich fliege jetzt ERST RECHT nach Bali. Und meinen Koffer wickele ich für den Flug in Plastik ein, damit er nicht verkratzt.

    • Zwischen einem „OHNE Touristen“ und diesem extremen „Massentourismus“ gibt es eine unfassbar große Spanne, du bist da offensichtlich einem klassischen Schwarz-Weiß-Denken unterlegen. Die Grundsteuer für das Land ist auf Bali inzwischen so hoch, dass es sich heute kaum ein Bauer noch leisten kann, sein Land zu bewirtschaften – dank Massentourismus und neuer Hotels. Wovon ernährt sich dann wohl der Bauer, wenn das nächste Erdbeben da ist und wirklich kein Tourist mehr kommt… Von Plastik wird er sich nicht ernähren können. Aber immerhin wird dann vielleicht wieder mehr Wasser zur Verfügung stehen.

      Zu deinem „erst recht“: Es ist auch DEINE Umwelt, DEINE Natur, DEINE Verantwortung, DEINE Zukunft, die du mit deinem Handeln veränderst – in diesem Falle im negativen Sinne.

      • Wir Deutschen denken ja immer, wir könnten die Welt retten. Leider ein Trugschluss, dem auch du unterliegst. Selbst wenn wir (Deutschen) ALLE einen nachhaltigen Lebensstil pflegen würden, hätte das keine Auswirkungen auf das globale Klima. Also NULL. Der einzige Effekt ist, dass wir abends mit reinem Gewissen ins Bett gehen. Dann lieber ehrlicher Egoismus als geheuchelter Altruismus.

        Es liegt also gar nichts in meinen Händen. Es gibt einige wenige Menschen auf der Welt, die wirklich etwas beeinflussen könnten. Sie machen es aber nicht. Viele Grüße aus Davos.

        Also entspann dich und genieße dein Leben.

        • Ich für meinen Teil bin extrem entspannt; du allerdings offenbar weniger, wenn du schon eine anonyme Email-Adresse verwendest und dich dieser Beitrag getriggert hat. Man sagt zwar „Don’t feed the troll“, aber hier noch ein paar Infos für dich für die Zukunft: Ein Kommentar muss erst freigeschaltet werden, nachdem du ihn abgeschickt hast – und wird nicht gelöscht. Kannst dich also auch hier entspannen. Deinen dargelegten Pessimismus kann ich weder teilen noch entspricht er einer nachvollziehbaren Logik. Es wird nie der Fall sein, dass ALLE einen nachhaltigen Lebensstil pflegen werden. Und hier sei noch gesagt, dass die Deutschen zu den TOP 5 der privilegierten Reiseweltmeister gehören und somit liegt deinerseits auch hier wieder ein Schwarz-Weiß-Denken vor, wenn man zwei Extreme vergleicht respektive in einen Topf wirft. Wenn du der Ansicht bist, dass du nichts verändern kannst und dir nichts zutraust, ist das auch okay und du kannst dein Leben so weiterführen wie du möchtest. Dann sollte es für dich allerdings auch okay sein, dass andere eine andere Ansicht haben und auch ein geiles Leben ohne Massentourismusziele oder riesigen ökologischen Fußabdruck führen können und wollen. (PS. Mehr getrollt wird hier allerdings nicht.)

          • Hi Ute,
            an dem Massentourismus und deren negativen Folgen tragen mE die größte Schuld alle Reiseunternehmen, Hotels, und ganz besonders Blogger, influencer als deren Ausführer von Werbung und Marketing. Reiseblogger werden immer mehr und mehr = steigende Anwerbung und Marketing der Zielländer. Jeder xy Blogger und influencer will mitschwimmen und fliegt in all diese Länder um seine Blogs mit insta Futter zu befüllen. Der Massentourismus ist erst dank social media, Internet und dessen Sklaven tödlich geworden. Warum machen all diese social media Junkies keinen Urlaub am eigenen See zuhause und fliegen nicht mehr um die ganze Welt, damit diese nicht noch weiter zerstört von ihnen zerstört wird? Ich mag das einfache Prinzip Ursache und Folge bzw. Auswirkung sehr gern. Vielleicht solltest du deinen claim Artikel dort vorstellen wo er hingehört: auf reisemessen, touri essen, mit den Veranstaltern direkt sprechen!, social media Events, Blogger
            und influencer Events oder bei social media awards usw…. Dort ist dein Artikel nämlich genau an der richtigen Stelle, nicht hier.
            Auf das unsere ganze Welt im besten Fall irgendwann wieder gesund wird. Meine Hoffnung darauf sinkt jedoch stetig.

          • Liebe Maria,
            vielen Dank für deine reflektierte Meinung. Ich teile leider deine Zweifel, dass diese Welt irgendwann wieder gesund wird. Allein die vielen Arten, die jeden Tag sterben, werden nie mehr zurückkommen. Der Artikel ist hier auf diesem Blog genau richtig aufgehoben, denn inzwischen haben ihn mehr als 100.000 Leser:innen gelesen (oder zumindest angeklickt) und die kann ich nur schwer irgendwo live erreichen. Ich bin sicher, dass auch einige Influencer:innen ihn lesen und vielleicht ans Nachdenken kommen. Die Hoffnung stirbt zuletzt!
            Alles Liebe, Ute

  • Ich habe mir beim Lesen schon gedacht, dass sich Einige über deinen Post aufregen werden. Es gibt ja auch immer solche Leute, die einem vorwerfen selbst etwas getan zu haben aber dann andere davon abhalten zu wollen. Ich finde deinen Artikel gut, denn er zeigt negative Auswirkung anstatt Reisende zu verteufeln. Man könnte auch einfach aus den Erfahrungen anderer lernen, statt aggresiv auf kritische Gedanken zu reagieren. LG

    • Liebe Nava,
      vielen Dank für deine Meinung. Alle Beiträge mit Inhalten, die Menschen vermeintlich etwas „wegnehmen“ wollen, bekommen Aggressionen ab, aber damit muss man leben, wenn man etwas verändern möchte. Im Gegensatz dazu gibt es auch sichtlich viele, die sich für die Fakten bedanken und darüber freue ich mich. Es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, wie man so schön sagt, aber immerhin :)
      Viele Grüße!
      Ute

  • Bravebird sollte VOR jeder Reise konsultiert werden . Jedes Reiseziel in ein Land woTiere missachtet, ja sogar misshandelt werden hinterlässt beim Erholungssuchenden anhaltende traurige Gedanken, anstelle erhebende, motivierende Erlebnisse, Ich selber habe gleich außerhalb eines Luxushotels in Marrakech arme, streunende Hunde gesehen, Affen mit entsetztem Gesichtsausdruck die an der Eisenkette dem Turisten gegen Geld vorgeführt werden. Das entfacht keine erhebende Erinnerungen. Bali haben wir besucht indem wir uns einfach – zugegebener Weise nur in der Umgebung unseres Hotels St. Regis aufhielten, aber nach Lesen Ihres Berichtes werden wir dort nicht mehr hin gehen, Wir ueberwintern nun, wie meist, auf verschiedenen Hawaii Inseln, alles ist ideal: Infrastruktur, Sauberkeit, Klima, Wassertemperatur, Wholefood…. Da kommt kein Bora Bora oder asiatisches Land mit, auch Suedamerika kann man vergessen. Von Maerz bis Oktober ist Parco San Marco am Luganersee das ideale Ziel, Hunde haben dort eingezäuntes Gartenstueck vor den Suiten, eigenen Teil am Strand, denn Hunde sind Familienmitglieder.

  • Ein wirklich interessanter Artikel, den ich in vielen Dingen nachvollziehen kann.
    Ich verstehe diesen Hype um Bali nicht.
    Ich war im September auf Nusa Penida. Dort war es zwar auch sehr touristisch, aber im Vergleich zu Bali noch sehr ruhig. Die Einheimischen waren sehr freundlich und zuvorkommend.

  • Hallo, ich bin nur zufällig über Deine Seite „gestolpert“, habe mich aber bei dem „Anti-Bali“-Artikel gleich festgelesen und fand Deine Sichtweise sehr interessant und überdenkenswert! Ich war vor über 20 Jahren zum Honeymoon auf Bali und selbst da war Kuta schon überlaufen und irgendwie „billig“, der Rest aber noch schön. Glücklicherweise gab es die Seuche „Instagram“ bzw. die Instagrammer, denen es nur um Fotos und Likes, aber wenig um den eigentlichen Ort geht, noch nicht, ich habe also sehr schöne Erinnerungen (und Fotos auf Papier…) an Bali. Danke fürs Anregen zum Umdenken und weiterhin viel Erfolg! Schöne Grüße, Kirstin

    • Liebe Kirstin,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Sei froh, dass du es so wie vor 20 Jahren in Erinnerung behalten kannst. Ich wünschte, ich hätte mir die zweite Reise dorthin auch erspart und die vorherige Version in Erinnerung behalten.
      Viele Grüße!
      Ute

  • Ich glaube ja kaum, was ich hier zu lesen bekomme … was ist mit den Menschen, die sich in die Schwingung dieser Insel verliebt haben, wie in einen Menschen … ? Kann Bali dafür, dass es von Idioten überrannt wird … unglaublich … haarsträubende Zeilen … selten etwas so menschenverachtendes gelesen … 💚 … Karin … verliebt in Bali

    • Liebe Karin,
      ich fürchte, du hast die Intention dieses Artikels nicht verstanden. Macht es nicht stark betroffen, dass all die Einheimischen, die zum Beispiel für den Massentourismus ihr Land verkauft haben oder des Massentourismus wegen ihre Familie verlassen haben und dorthin gezogen sind, nun über viele Monate gar keine Lebensgrundlage mehr haben? Diese „Schwingung“, das immense Aufkommen an Plastikmüll, die Luftverpestung, der Wassermangel für die ländliche Bevölkerung – all das hat diese Insel wahrlich nicht verdient. Vielleicht magst du dich ja etwas mehr mit Massentourismus und den damit einhergehenden Problemen für die Natur, die Einheimischen und die Kultur beschäftigen, dann klärt sich hoffentlich einiges für dich.
      Beste Grüße

  • Schon wieder ein grünes Schmarotzer-Scheiß, das andere lernt wie richtig zu leben ist und gleichzeitig selber auf alle Bequemlichkeiten der modernen Technik und Welt—Reisen nicht verzichten kann.

  • Liebe Bravebird / Ute,

    War vor ein paar Jahren auch auf Bali und war total enttäuscht von dem Müll und Dreck welcher außerhalb der Luxus Resorts so liegt. Das Problem hat man vermutlich aber überall so ist es mir auch auf Fiji ergangen. Nun ja, allerdings bezweifle ich mal dass es immer die bösen Touristen sind. Denn fährt man mal ins Landesinnere wo meistens viel weniger Touris kommen, sieht man die Müllberge voller Plastik ebenfalls. Nun aber würde mich tatsächlich interessiert wie sich denn die Situation zum positiven geändert hat, nachdem ja dank Corona der Tourismus ausgefallen ist. Sind die Einheimischen wirklich so viel glücklicher wie man es ja in diversen Kommentaren lesen konnte? Hat sich die Natur erholt? Wurde der Müll auf der Insel eingesammelt getrennt und ordentlich entsorgt? Freue mich auf eine ehrlichen Rückmeldung dazu. Grüße Marius

    • Hallo Marius,
      zum Thema Plastik bzw. Müll: es geht nicht nur um herumliegenden Müll, sondern insbesondere um die mangelnden oder unzureichenden Entsorgungsmöglichkeiten. Ich denke, du wirst zustimmen, dass es einen erheblichen Unterschied macht, ob auf einer solchen Insel 4.2 Millionen Menschen in einem Jahr Müll produzieren oder fast 10 Millionen. Hinzu kommt noch, dass statistisch zwei von drei Kilogramm Müll täglich durch Touristen entstehen.
      Bali hat in Zeiten des Lockdowns aufgeräumt und viele Strände und Wälder von Müll befreit (z. B. hier zu sehen) und Artikel bzw. Aussagen wie „Wir wollen keine Backpacker mehr“ dürften mehr als deutlich signalisieren, dass die Einsicht da ist, dass der extreme Weg vor Corona nicht so 100% klug war.
      Die Frage, ob die Balinesen nun glücklicher sind, müsste man sicher anders stellen: Wie würde es ihnen jetzt wohl gehen, wenn viele von ihnen für den Massentourismus nicht ihr Land verkauft oder ihre Heimat verlassen hätten, um nun auf Bali ohne Arbeit dazustehen? Abgesehen davon: Jeder, der mit Tourismus sein Geld verdient, dürfte während Corona nicht „glücklicher“ sein (zumindest im monetären Sinne), denn das Reisen steht ja alles andere als im Fokus seit Beginn der Pandemie.
      Beste Grüße

  • hallo bravebird, ein sehr bewegender artikel. als ich vor ueber 20 jahren auf bali und java war, hatte ich schon ein echt schraeges gefuehl … hatte mir das ganz anders vorgestellt. nun einige jahre spaeter suchen wir einen schoenen ort zum ueberwintern und merken, wie schwer es ist, einen passenden ort zu finden. thailand sehr schoen, wir lieben das essen (wer nicht) aber auch voellig ueberrant. die chinesen sind ueberall … als grosse angkor wat fans haben wir schon erfahrungen mit den horden aus china gemacht. unertraeglich. wo findet man denn eine unterkunft – muss nicht billig sein – wir wollen mit unserem geld dort die menschen unterstuetzen und es direkt ausgeben, kein backpacking – aber lange und auf einen halbwegs westlichen niveau 3-4 monate leben — da waeren wir fuer jeden tip dankbar. wir machen eben nur max. 2 fluege im jahr, compensieren diese doppelt und dreifach – wollen aber raus aus dem scheuslichen deutschen winter … im herbst sind wir meist in den NP´s in den USA – auch da wird es immer voller und schlimmer – wir weichen meist auf kleine einsame state-parks aus … aber wo koennte man den ueberwintern – warm – sonnig – fair? bali traue ich mich nun nicht mehr … dein bericht brachte alle erinnerungen zurueck. nebenbei – die plastikverbrennungen rund um den pewar-see im nepal und/oder auf der gesamten annapurna runde war auch nicht von touristen verursacht … sonder von den einheimischen … ist erst ein paar jahre her. die kippen ihren plastikmuell ueberall hin und verbrennen den schamlos. da nuetzt meine trinkflasche und das vermeiden von gekauften plastikflaschen auch erstmal leider wenig… viele gruesse andreas

  • Ich bin gerade auf Hochzeitsreise auf Bali und es ist jetzt schon der schlechteste Urlaub ever. Wir sind mit einem großen deutschen Anbieter über ein nerviges Portal (kennt man aus der Werbung) zu unserer Destination gelangt. Meine Frau hat es ausgesucht, um mich zu überraschen. Wir sind in einem 4,5 Sterne Resort in Candidasa Ostküste. Das Ganze ist so aufgebaut, dass alles Geld kostet und auf Tourismus ausgelegt ist. Die Lebensmittelpreise und Getränke betragen überall das 3- bis 4-fache. Die Locals gehen alle woanders hin. Man sieht sie nicht. Dies gilt auch außerhalb der Anlage. Die Wohnverhältnisse auserhalb der Anlage an der Küstenstrasse sind äußerst schlecht. Das gilt für alle Orte, die wir besichtigt haben. Überall wird Eintritt verlangt teilweise europäische Preise und nichts wird geboten. Ob Wasserfälle, ohne geringste Sicherheitsmaßnahmen auf dem steilen und rutschigen Weg oder die uberteuerten Barong-Tänze in Ubud. 10 Euro Eintritt pro Person ohne ordentliche Toiletten (ich war 4 Monate in Brasilien und habe nichts Schlechteres gesehen). Täglich über 100 Touristen schätze ich (habe ca. 130 gezählt) und dann solche Horrortoiletten. Jeder Furz kostet und alles ist mit Touristen überfüllt. Die Strände sind voller Plastikmull, zwar nicht wie auf deinen Bildern, aber ca. 50% davon. Schnorcheln in der Blue Lagoon ist eine Katastrophe. Alles überfüllt und ein Local kommt im Kajak, um nochmals bei den Organisatoren abzukassieren. Die versicherten Touren zahlen dem nichts, aber die zahlreichen Privatführer, die im übrigen auf dem Resort-Areal Werbung machen dürfen, schon. Verunreinigtes Wasser, Mücken und null Umweltschutz ist natürlich Tagesordnung. Ich habe den Eindruck, dass alle Locals und die örtlichen Politiker bzw. Kommunen alles dafür tun, um die Touristen mit minimalem Aufwand abzukassieren und bei Laune zu halten. Das alles auf Kosten der Natur. Klar, es ist Regenzeit und tropisches Südostasien. Aber der künstliche Overhype und die ganzen Möchtegern-Hobby-Insta-Aussteiger sorgen dafür, dass es im Netz so gut davon kommt. Ich habe schon einiges gesehen und erlebt. Darunter echte Gastfreundschaft in einfachen Ländern, aber hier nehme ich dieses Aufgesetzte niemandem ab. Übrigens würde ich nach 12 Tagen behaupten, dass hier 40% Deutsche, 30% Russen, 25% Australier und US-Bürger und 5% restliche Nationen vertreten sind. Das war auch der Eindruck in Ubud und Kuta. Fazit: Bali ist im Preis-Leistungsverhaltnis trotz des vorteilhaften Kurses eine völlige Katastrophe. Note 5-! Gesundheit und Risiken gehen gegen 6. Schmutz, schlechtes Wasser, durch Insekten übertragene Krankheiten sind ein starker Verneinungsgrund. Nicht einmal Vororte von Rio waren im Straßenverkehr gefährlicher. Ok, Kriminalität ist hier glaube ich kein Problem. Da ist es in einigen Teilen Südamerikas wesentlich schlimmer. 

    Diese Socialmedia und Blogger Influencer sowie die Reiseportale tragen eine große Mitschuld an der durch Massentourismus stattfindenden Umweltzerstörung. Hinweise auf Nachhaltigkeit, Wassersparen, Energiesparen und Mülltrennung habe ich nirgends entdecken können. Das in 2023!

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