China. So wahnsinnig groß und kulturell so anders hatte ich mich bisher noch nicht für ein Reiseziel in diesem riesigen Land entscheiden können – und jetzt war es endlich soweit! Ich freute mich darauf, mich in einer der größten Städte der Welt unter 24 Millionen Chinesen mischen zu können und war gleichzeitig gespannt, wie das Leben abseits dieser Metropole aussehen würde. Erfreulicher Weise kann ich an dieser Stelle schonmal vorwegnehmen, dass die Ausflüge rund um Shanghai äußerst lohnenswert sind!

Shanghai Rundreise Karte - Reiseblog BravebirdBei der 7-tägigen Rundreise waren neben Shanghai noch die Städte Suzhou und Hangzhou vorgesehen, beide nur wenige Bus- oder Zug-Stunden voneinander entfernt. Außerdem sehenswert war die Wasserstadt Zhouzhuang.

Ausgangspunkt und Abschluss war Shanghai ebenso wie der Flughafen, den es per etwa 11-stündigem Direktflug von Frankfurt mit China Eastern Airlines zu erreichen galt. Mit An- und Abreisezeit war es insgesamt eine 9-tägige Reise. Wer einen visumsfreien Stopover von bis zu 144 Stunden plant, findet hier ebenfalls hilfreiche Tipps für schöne Touren ins Umland!

1 Shanghai.

Wie man sich in der drittgrößten Stadt der Welt zurechtfindet? Gar nicht so schwer, wie man vielleicht denken würde. Einer der ersten Anlaufpunkte könnte die Skyline von Pudong sein. Vier der 30 höchsten Gebäude der Welt stehen in dieser Stadt. Das meiner Meinung nach schönste ist der Oriental Pearl Tower, der ein wenig an unseren Berliner Fernsehturm erinnert.

Shanghai Tower Weitblick - Reiseblog BravebirdDas dritthöchste Gebäude der Welt ist der Shanghai Tower, dessen höchste Plattform man in nur wenigen Sekunden per Aufzug erreicht und einen atemberaubenden Blick auf diese riesige Stadt preisgibt. Von hier aus sehen selbst hohe Wolkenkratzer winzig aus. Und wenn man dann noch zufällig auf einen gut gelaunten Fensterputzer auf 560 m Höhe trifft, kann einem erst recht schwindlig werden.

Shanghai Skyscraper Fensterputzer - Reiseblog BravebirdAuf der gegenüberliegenden Seite des Huangpu Flusses – auf der Zhongshan Road – liegt der Bund, dem 25 prächtige Gebäude des Finanz-, Wirtschafts- und Hotelsektors angehören. Die größtenteils aus der Kolonialzeit stammenden Gebäude kann man sich entweder bei einem Spaziergang auf der breiten Uferpromenade anschauen oder besser noch mittels einer Flussrundfahrt bei Dunkelheit, um zwischen den größten Wolkenkratzern und bunt beleuchteten Gebäuden entlangzufahren.

Shopping-Möglichkeiten befinden sich in der Nanjing Lu-Fußgängerzone, der größten Einkaufsstraße Chinas (Bahn-Stationen Volksplatz und Nanjing Donglu). Etwas gediegener geht es auf der 6 km langen Nobeleinkaufsstraße Huaihai Lu zu, der chinesischen Variante der Fifth Avenue von New York. Wer sich lieber auf einen großen Markt mit einer Mischung aus fast allem von Antiquitäten, Kunst und Kitsch begibt, wird auf dem Dongtai Lu-Markt fündig.

Einen spannenden Kontrast zu den vielen Skyscrapern stellt die Altstadt von Shanghai dar. Hier trifft man wider Erwarten noch auf eine große Anzahl Häuser mit nur wenigen Geschossen.

In kleinen Seitenstraßen hängen Bettlaken auf Wäscheleinen und ältere Damen und Herren sitzen vor der Haustür und lesen Zeitung. In diesem Stadtteil erinnern nur die hohen Türme am Horizont daran, dass man sich in einer Megacity befindet.

Zu den meist besuchten Sehenswürdigkeiten Shanghai’s gehört die Zickzack-Brücke und das Teehaus Hu Xin Ting im Zentrum der Altstadt. Direkt angrenzend findet man den idyllischen Yuyuang-Garten mit traditionellen Häusern und Teichen mit Goldfischen, der zum Entspannen einlädt. (Bahnstation Yuyuan)

Wer gerne etwas europäisches Flair erleben möchte, ist im Viertel Luwan der Französischen Konzession bestens aufgehoben. Hier gibt es neben verschiedenen Einkaufsmöglichkeiten schöne Häuser im Art-Déco-Stil sowie einladende Straßen mit schattenspendenden Platanen.

Das hier ebenfalls befindliche Viertel Tianzifang besteht aus vielen schmalen Gassen mit etwa 200 Shops, Cafés und Restaurants in zum Teil alten Shikumen-Häusern und ist durchaus einen Besuch wert.

Den langen Tag in dieser riesigen Stadt lässt man am Abend am besten mit einem Drink ausklingen! Als geeignete Location hat sich die ausgefallene Bar Rouge am Bund herausgestellt, die bei guter Musik auf der riesigen Dachterrasse den direkten Blick auf die Skyline von Pudong preisgibt. Mein Hotel war das Central Hotel Shanghai, das sehr zentral liegt.

Wie viele Tage man in solch einer riesigen Stadt am besten verbringt, kann man schwer einschätzen, da jeder individuelle Vorlieben hat. Die hier aufgeführten Sehenswürdigkeiten und Viertel kann man durchaus in zwei bis drei vollen Tagen anschauen, um sich einen kleinen Überblick über Shanghai zu verschaffen.

Dennoch ist die Stadt natürlich groß genug, um gleich drei Monate oder länger zu bleiben. Ich für meinen Teil bevorzuge mehr die Natur als die Großstadt, weshalb ich nun zu den Touren kommen möchte, die ich sehr abwechslungsreich, interessant und somit absolut empfehlenswert fand:

2 Suzhou.

Nur 2 1/2 Autostunden (1/2 Zugstunde) entfernt von Shanghai bietet sich ein ganz anderes Bild von China und diese Wasserstadt in der Provinz Jiangsu hat es mir zugegebenermaßen angetan! Bedingt durch die unzähligen Kanäle wird sie auch Venedig des Ostens und Stadt der Gärten genannt und hat einfach einen ganz besonderen Charme.

Die Altstadt Suzhou’s in der Nähe der Pinjiang Road ist eine gelungene und irgendwie romantische Mischung aus Alt und Neu. Kleine Läden, Cafés und Restaurants liegen direkt am Fluss, manche klassisch chinesisch und andere stylish modern. Mein Lieblingscafé war das Momi Café, in dem es neben Kaffee, Tee, Snacks und Kuchen sehr schöne Papeterie und sonstige kleine, ausgefallene Mitbringsel gibt.

Nur selten schaut man abseits der Metropole Shanghai in ein westliches Gesicht und so hat man auf solch einer Reise durch China tatsächlich noch die eher selten gewordene Gelegenheit, Einblick in eine recht ursprüngliche Kultur zu erhalten. Chinesen sind sehr freundlich und es wird einem während der Reise wahrscheinlich häufiger passieren, Teilnehmer eines fröhlichen, chinesischen Gruppenfotos zu werden.

Trotz der vielen Hochhäuser, die man während der Fahrt durch die verschiedenen Regionen sieht, ist ein Teil Chinas extrem grün. Dies zeigt sich nicht zuletzt in den großen Gärten mit interessanten Bezeichnungen wie “Garten des ungeschickten Politikers”, “Löwenwald”, “Tigerhügel”, “Garten des Pavillons der Azurblauen Wellen” oder “Garten des Bescheidenen Beamten”.

Letzterer ist der größte Garten in Suzhou, hat UNESCO-Welterbe-Status und gehört zu den bedeutendsten des Landes. Von Bescheidenheit kann hier bei einer unglaublichen Größe von mehr als 40.000 qm keine Rede sein und macht einem mal wieder deutlich, wie extrem unterschiedlich die Vorstellungen von Größe sein können.

Auch das Zentrum von Suzhou kann man per Boot erkunden. Die Straßen der Fußgängerzone sind mit roten Lampions gesäumt, die einen aber auch sonst auf der ganzen Reise angenehm begleiten werden.

Auch hier gab es wieder ein hübsches Momi Café sowie andere interessante Shops mit bekannten und unbekannten Inhalten. Wer noch ein wenig Platz im Koffer bei der Heimreise hat, sollte sich übrigens unbedingt eine handgemachte Teekanne mit passenden Tassen kaufen – es lohnt sich!

Ein bekanntes und gutes Restaurant ist das SongHeLou (Shantang Jie 198). Beim abendlichen Spaziergang durch die engen Straßen und über die runden Brücken fühlt man sich tatsächlich ein wenig wie in Venedig, nur dass die Boote hier eben ein wenig anders aussehen. Mein Hotel in Suzhou war übrigens das sehr schöne Scholars PingJiangFu Hotel, das zudem über ein ausgesprochen gutes Restaurant verfügt.

3 Zhouzhuang.

Diese mehr als 900 Jahre alte, romantische Wasserstadt ist die bekannteste Wasserstadt Chinas und liegt zwischen Shanghai und Suzhou. Sie besteht nicht nur aus unzähligen Kanälen, sondern ist zusätzlich noch von Seen umgeben. Man erreicht sie am besten per Bus von Shanghai oder Suzhou.

Auch hier findet man wieder ein Labyrinth von engen Gassen vor, in dem man sich gut und gern verlieren könnte. Eine abwechslungsreiche Mischung aus Handwerks-Betrieben, Cafés und Geschäften mit chinesischen Tees oder ausgefallenen, kleinen Gimmicks lädt zum Verweilen ein und hat außerdem etwas sehr Gemütliches. Ich wäre gerne noch länger geblieben.

Es gibt insgesamt sechs historische und restaurierte Wasserstädte, die bekannteren sind Tongli (am besten erhalten geblieben), Wuzhen und Luzhi (Kulturstadt mit vielen Flüsschen und Seen).

 4Hangzhou.

Die Chinesen bezeichnen die 9 Millionen Einwohner-Stadt als irdisches Paradies, was in erster Linie dem populären Westsee zu verdanken sein dürfte. Und der ist tatsächlich eine riesige Oase, die zu jeder Tageszeit eine andere Faszination bereithält: Am kühlen Morgen steigt man bei dichtem Nebel ins Boot, am Nachmittag färbt Sonnenuntergangs-Licht die Lotusblätter gelb und am Abend wird er in buntes Neonlicht getaucht.

Neben der idyllischen Bootsfahrt über den See kann ich zudem den Besuch der etwa 4 km entfernten Lingyin Tempelanlage empfehlen. Der zen-buddhistische Tempel der Seelenzuflucht ist einer der größten Klöster Chinas und auf seine Art verwunschen mit wild bewachsenen Pagodendächern, klaren Flüssen – um nur einige Punkte zu nennen.

  Kommen wir zum Thema Tee! Der Drachenbrunnen Tee gilt als der populärste grüne Tee Chinas, weshalb man Hangzhou auch gerne als Hauptstadt des Tees bezeichnet. Und so lag der Besuch einer Teeplantage nahe. Das Meijiawu Tea Village liegt im Westen des Westsees etwa 1/2 Autostunde von Hangzhou entfernt und zählt zu den bedeutendsten Teeflächen Chinas. Hier kann man den Arbeitern bei der Ernte zuschauen, eine Tee-Zeremonie durchführen oder einfach nur die Teefelder in den Bergen bewundern.

Eine weitere Empfehlung für einen schönen Ausflug in die Natur im Raum Hangzhou ist der Xixi National Wetland Park. Er liegt nur etwa 5 km vom Westsee entfernt und hier wird einem die Kombination aus städtischem, landwirtschaftlichem und kulturellem Feuchtland geboten. Gemeinsam mit einigen Bauern war es also möglich, selbst Gemüse zu ernten und dieses später im Restaurant essen zu können. Verschiedene Wege sind entweder mit dem Boot oder zu Fuß begehbar.

Ein schönes Viertel ist der Gongshu District, etwa eine 3/4 Stunde von Hangzhou entfernt. Auf beiden Seiten des Flusses gibt es Parks, Museen und Restaurants aller Art. Auch hier findet man wieder eine kontrastreiche Mischung aus Altem und Neuem sowie Traditionellem und Modernem.

 Wenn man zum Beispiel nach qualitativ hochwertigen, chinesischen Handwerks-Produkten oder modischen Accessoires sucht, wird vielleicht im Hangzhou Arts and Crafts Museum fündig. Hier kann man auch unter Anleitung selbst etwas gestalten oder Handwerkern bei der Anfertigung ihrer aktuellen Produkte zuschauen.

Ein besonderer Abschied von Hangzhou könnte die Lightshow auf dem Westsee sein – sehr beeindruckend und sehenswert! Täglich 19.45-20.45 (März-Sept.), 19.15-20.15 (Okt.-Dez.), VIP-Seat (ca. 50 Eur/Person). Bei einem Spaziergang entlang des Sees wird man auf zahlreiche Restaurants stoßen, in denen man einkehren kann.

Für mich war es eine sehr schöne Reise, die Lust auf mehr China macht, vor allem in Bezug auf die vielen Naturparadiese, die dieses große Land bereithält. Vielen Dank an dieser Stelle für die kostenlose Einladung an das chinesische Fremdenverkehrsamt.

Reisetipps für Shanghai, Suzhou & Hangzhou

  • Visum: Ja! Muss bei der Chinesischen Botschaft beantragt werden. Die Beantragung wird nach Bundesländern geregelt, auf VisaForChina wird man entsprechend weitergeleitet. Per Post sollte man mindestens 3 Wochen einplanen. Wer persönlich bei einem der Ämter Frankfurt, Berlin, Hamburg oder München vorbeischauen kann, muss mit nur wenigen Tagen Bearbeitungszeit rechnen. Zudem ist die persönliche Abgabe und Abholung um einiges günstiger (Vor Ort 125 Euro / per Post 161 Euro).
  • Stopover: Mittlerweile gibt es die Möglichkeit, sich bis zu 144 Stunden (also 6 Tage) in Shanghai visumsfrei aufzuhalten! Hierfür muss man lediglich ein fest gebuchtes Flug- oder Schiffsticket für die Weiterreise vorlegen können. Bei dem Stopover darf man sich allerdings nur in Shanghai und in den Regionen Jiangsu und Zheijiang aufhalten. Mehr Infos zu den Regeln gibt es hier.
  • Icon Büchlein zur Verständigung - Reiseblog BravebirdSprache: In den größeren Städten sind die Straßennamen und Bahnstationen meist chinesisch-englisch gehalten. An Sehenswürdigkeiten sprechen die Mitarbeiter und Guides auch Englisch. Am besten lässt man sich im Hotel sein Ziel (z. B. eine Sehenswürdigkeit, das nächste Hotel, Restaurant oder eine andere Adresse) in chinesischen Zeichen auf ein Blatt notieren, damit es der Bus- oder Taxifahrer leichter hat. Englisch ist keine Selbstverständlichkeit, weshalb man mit Geduld an die Sache herangehen sollte. Am Ende macht genau das ja Reisen und Entdecken aus! Eine sinnvolle Hilfe kann hier z. B. ein Icon-Büchlein* sein. Alternativ gibt es noch eine ganze Reihe Übersetzungs-Apps, die teilweise nicht nur übersetzen, sondern auch das Wort bzw. den Satz sprechen, was hilfreich sein kann. Ich habe z. B. iTranslate verwendet.
  • Beste Reisezeit: Am besten eignet sich der Frühling und Herbst. Dann ist es nicht so heiß und die Temperaturen sind angenehm. Die Regenzeit ist von Mitte Juni bis Mitte Juli. Unbedingt vermeiden würde ich die Feiertage, denn die Chinesen reisen gern und dann kann es gerade an bestimmten Sehenswürdigkeiten und Sights voll werden. Das gilt insbesondere für die Zeit um den 1. Mai und den 1. Oktober eines Jahres.
  • Wetter/Klima: Feuchtes, subtropisches Klima mit entsprechend hoher Luftfeuchtigkeit. Im Sommer wird es bis zu 30°C, im Winter recht kühl bis zu 3°C.

Shanghai Essen - Dumplings - Reiseblog Bravebird

  • Essen: Auch, wenn es hier nur ein Unterpunkt ist – Essen ist ein ganz großes und außergewöhnliches Erlebnis in China! Ich habe zig Dinge probiert, von denen ich vorher je etwas gehört noch gesehen habe – Hammer. Es gibt besonders viele tolle Gemüse und Früchte, die man unbedingt probieren sollte. Allerdings muss man dazu sagen, dass die Esskultur der Chinesen völlig anders ist als unsere. Fisch isst man z. B. am liebsten mit wahnsinnig vielen Gräten oder bei Fleisch verwendet man vorzugsweise die Bestandteile, die für Laufen und Schnelligkeit verwendet werden. Überraschender Weise ist Reis kein Standard beim Essen, also eher Beilage oder wenn nicht genug übrig geblieben ist. Als Nachtisch gibt es meist Früchte, Süßspeisen sind eher unüblich. Nach chinesischer Tradition muss bei den Gerichten immer etwas übrig bleiben, was einem zwar in der Seele weh tut, aber so ist es nun einmal. Als Vegetarier kommt man dank des großen Angebotes an Gemüse gut zurecht. In Restaurants ist es üblich, dass man nach dem Essen zügig den Tisch verlässt, um Platz für neue Gäste zu machen.
  • Flüge: Gleich mehrere Airlines wie Lufthansa, China Eastern, Air China und einige andere fliegen Shanghai per Direktflug an. Der Flug von Frankfurt dauert ca. 11 Stunden.
  • Verkehrsmittel: Mit modernen Hochgeschwindigkeitszügen ist man in nur 1/2 Stunde in Suzhou (25 Euro) und in 1 Stunde in Hangzhou (49 Euro)! Wer z. B. nach Peking weiterreisen möchte, braucht nur 5-6 Stunden.

  • Strom: Wie bei uns 220V, allerdings würde ich dennoch einen Adapter mitnehmen, da es auf dem Land schonmal andere Steckverbindungen geben kann.
  • Internet: WLAN bekommt man nahezu überall, öffentlich sogar häufig ohne Passwort. Auch Prepaid-Karten kann man vor Ort kaufen. Wichtig: Wenn man auf Apps wie Facebook, Instagram, Whatsapp usw. zugreifen möchte, muss man sich vor der Reise eine sogenannte VPN-App runterladen. Gleiches gilt für’s Laptop! Hier gibt es kostenfreie und kostenpflichtige, am besten lädt man sich gleich mehrere runter und probiert dann vor Ort aus, welche funktioniert. Bei mir waren es immer unterschiedliche Apps, manchmal kam ich allerdings auch mit diesen nicht in Facebook & Co. rein. Das muss man auf dieser Reise mit einkalkulieren und ist eigentlich auch mal ganz heilsam. Gute Apps waren z. B. SurfEasy VPN und Best VPN Proxy Betternet.
  • Kleidung: Leichte Kleidung nach dem Zwiebelprinzip. Ganz wichtig ist ein Schal, eine Jacke oder ein Kapuzenpullover zum Schutz vor kühlen Temperaturen in Verkehrsmitteln oder Geschäften.
  • Gesundheit: Erkältung und Durchfall können vorkommen. Erkältungsgefahr wegen des häufigen Wechsels von hohen Temperaturen draußen und sehr kühlen Temperaturen in Geschäften und Verkehrsmitteln. Durchfall wegen der für den Magen zum Teil völlig neuen Gerichte. Empfohlen wird eine Hepatitis-A-Impfung, besonders bei Reisen in ländlichere Gebiete.

Shanghai Smog - Reiseblog Bravebird

  • Smog: Besonders Peking und Shanghai haben eine extrem hohe Feinstaubbelastung. Sie ist besonders im Winter hoch, allerdings ist diese Zeit aufgrund der niedrigen Temperaturen ohnehin keine beliebte Reisezeit. Ein Mundschutz hilft lt. Medizinern wenig; die Belastung für die Gesundheit (z. B. Atemwege) dürfte bei einem Aufenthalt von ein paar Wochen aber kein Problem darstellen.
  • Geld: Währung ist der chinesische Renmimbi, auch Yuan genannt. 1 Euro entsprechend etwa 7 Yuan. Geldautomaten findet man in größeren Städten überall, auf dem Land sollte man auf jeden Fall Bargeld mitnehmen. Auch empfiehlt es sich, für den Fall der Fälle Euro-Banknoten für den Wechsel mitzunehmen. Preise sind ähnlich wie bei uns.
  • Trinkgeld: In ländlicheren Gegenden und kleinen bzw. lokalen Restaurants ist Trinkgeld nicht üblich. Je touristischer ein Restaurant ist, umso eher sollte man welches geben – empfohlen werden hier 10% des Rechnungsbetrages, die man auf dem Tisch liegen lassen und nicht direkt übergeben sollte.
  • Sicherheit: China gilt als sehr sicheres Reiseland, ich habe mich überall völlig sicher gefühlt – also auch als Frau alleine meiner Meinung nach völlig unproblematisch. Aber wie überall auf der Welt gilt natürlich die Faustregel: Wertsachen nicht offen liegen lassen!
  • Zeitverschiebung: + 7 Stunden (es gibt keine Sommerzeit)

  • Fotografieren: Die Chinesen sind hier sehr entspannt; man wird selbst oft fotografiert oder zu gemeinsamen Fotos gebeten. Ich empfehle dennoch immer aus Respekt vorher nachzufragen und um Einverständnis zu bitten.
  • Reiseführer: Erfreulicher Weise gibt es einen deutschen Lonely-Planet Reiseführer* für Shanghai und Umgebung. Eine schlankere Variante wäre der Marco Polo Guide*. (* Links führen zu Werbepartner Amazon)

 

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6 Kommentare

  1. Hallo Ute,

    vielen Dank für den informativen und sehr langen Artikel… ich seh schon, ich muss nochmal nach China :).
    Noch ein Tipp für die Umgebung von Shanghai – nimm die Fähre nach Putuo Shan! Dieses kleine Inselparadies wird von vielen Pilgern besucht, hier findet man Klöster und buddhistische Sehenswürdigkeiten, aber auch tolle lange Sandstrände (hier gibts auch ein paar Bilder http://www.alltag-raus.de/putuo-shan/).

    LG
    Robert

    1. Hi Robert,
      superklasse, vielen Dank für den Tipp! Ich hätte wirklich gern noch mehr Zeit für die schöne Natur drumherum gehabt. In Magazinen habe ich noch weitere tolle Orte gesehen, aber wie du schon sagst – es gibt einen Grund, nochmals dorthin zu fahren :)
      Viele Grüße und weiterhin gute Reise
      Ute

  2. Hallo Ute,
    super zusammengefasst. Kann Dir nur zustimmen. Ich finde deine Bilder toll! Du hast wirklich super Orte und Motive gefunden!
    Für mich persönlich war noch der Punkt Visum wichtig. Ich habe mich in diesem Bereich sehr unsicher gefühlt. Wenn man mal da ist ist alles halb so wild aber die Vorbereitung hat mich verunsichert um ehrlich zu sein.
    Daher mein Tipp am Rande: Lasst das Visum von einer Agentur machen. Hier ist die Agentur meiner Wahl: http://www.1avisum.de/china.
    Man fühlt sich einfach sicherer. Ich war beim ersten Mal in der Botschaft, gut vorbereitet mit allen Dokumenten im Rucksack – und natürlich hat ein Zusatzdokument von dem ich nirgendwo was lesen konnte gefehlt. Das war mir zu doof.

    1. Hallo liebe Marianne,
      vielen Dank für das schöne Kompliment und den Tipp mit der Visumsagentur. Es stimmt – der Visumsantrag ist nicht so einfach, weshalb man über eine Agentur durchaus nachdenken kann, wenn man sich selbst nicht zu sehr einlesen möchte.
      Alles Liebe und weiterhin gute Reise,
      Ute

  3. Sehr schöner Überblick über die klassischen Sehenswürdigkeiten in und um Shanghai! War gerade erst wieder dort. Es gibt wirklich viel zu entdecken. 144 Stunden oder 1 Woche reichen kaum aus.
    Ein Hinweis: Die Züge von Shanghai nach Suzhou (Jiangsu) brauchen in der Regel ca. 25 bis 35 Minuten. Hast Du das eventuell mit Suzhou (Anhui) verwechselt? Du warst auf jeden Fall in Suzhou in der Provinz Jiangsu.
    LG
    Ulrike

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