Jedes Land hat so seine Klischees. Bei der drittgrößten Karibik-Insel Jamaika schießen uns gleich Bob Marley, Reggae-Musik, Rum und Marihuana-rauchende Rastafaris in den Kopf. Aber es ist auch ein beliebtes Ziel für Pauschaltouristen. Egal, ob per Kreuzfahrtschiff oder Billigflieger, Touristen aus aller Welt werden hier direkt in die großen Resorts transportiert und verbringen dort all inclusive ihre Zeit, ohne etwas vom Land zu sehen. Ich wollte herausfinden, ob die Insel mehr als das zu bieten hat.

Bis auf die erste Übernachtung hatte ich weder etwas gebucht noch mich sonderlich mit dem Land beschäftigt. Erst auf dem Hinflug blätterte ich im Reiseführer und staunte nicht schlecht über die Inhalte zur Sicherheit im Land, in denen von einer der höchsten Mord-Raten der Welt die Rede war. Bewaffnete Überfälle sowie Vergewaltigungen könnten vorkommen. Nun war klar, warum sich Reisende nur in ihren Resorts aufhielten. Für mich wiederum würde es dann wohl ein aufregender Urlaub werden!

Die “gute” Nachricht: Die meisten Morde finden in den Ghettos fernab der Touristenzentren statt und die als gefährlich geltende Hauptstadt Kingston sowie Spanish Town im Süden würden sicher nicht auf meinem Reiseplan stehen. Und so landete ich auf der gegenüber liegenden Seite der Hauptstadt im Norden der Insel, in Montego Bay. Die Landessprache Englisch würde mir die Kommunikation im Land erleichtern und auch die Möglichkeiten der Zahlweise in US $ und Jamaikanischem Dollar waren angenehm.

Jamaika Reiseblog Jamaika Hotel
Es schien also Vorsicht geboten zu sein, obwohl die Umgebung rein äußerlich keinen gefährlichen Anschein machte… bis auf die bis unter die Nase bewaffnete Polizei mit Maschinengewehr im Arm. Die anfängliche Idee, ein Auto zu mieten, hatte ich gleich im Flugzeug wieder verworfen. In einem lizensierten Taxi ging es daher für 15 US $ vom Flughafen zum Hotel, das auf dem sogenannten Hip Strip in Montego Bay lag.

Das Caribic House war mit 55 Euro die Nacht nicht wirklich günstig (zumindest für eine Einzelperson), aber die Lage hätte besser nicht sein können: Perfekter Blick vom Balkon aus auf das türkise Meer, gegenüber der private Strand Doctor’s Cave sowie das Strandrestaurant Bigg’s mit guten Drinks (mein Favorit: Passionate Smokey), nebenan ein kleiner Supermarkt und zwei Häuser weiter das Restaurant Waterfalls für’s Frühstück. Hier ließ es sich aushalten, auch wenn das hohe Security- und Polizeiaufkommen teilweise etwas abschreckend wirkte.

Spätestens bei der Planung der weiteren Ausflüge und Unterkünfte wurde mir klar, dass diese Reise allgemein nicht ganz günstig werden würde, zumal bei vielen Preisangaben noch Steuern und Service drauf gerechnet werden müssen. Ein Tag am privaten Doctor’s Cave Beach mit Liege und Sonnenschirm kostet allein 18 US$, Cocktails liegen um die 8 US$, Gerichte beginnen bei 9 US$. Das Essen bestand meist aus einer Mischung aus Fisch, Fleisch und Früchten und war einfach fantastisch, was selbst für die kleinen Snacks am Strand galt. Kurzum: Ich war in der Karibik angekommen!

Jamaika Essen
Die angebotenen Tagestouren, z. B. zum Dunn’s River im Osten, zu den Windsor Caves oder zur blauen Lagune Glistening Waters waren mit Preisen zwischen 70 US$ und 140 US$ recht kostspielig, wodurch ich dankend ablehnte. Demnach galt es nun zu entscheiden, ob ich mich gegen oder im Uhrzeigersinn Richtung Hauptstadt bewegen sollte. Ich wählte den Weg Richtung Westen, wo Negril – der touristischste Ort und vermeintlich schönste Strand der Insel namens Seven Mile Beach – der erste Stopp sein würde.

Das Zentrum von Negril war nicht unbedingt schön, weshalb ich mich für eine etwas entlegenere Unterkunft im West End namens Xtabi entschied. Mein Bungalow war groß mit einer sichtgeschützten Außendusche und das Restaurant lag direkt an den Klippen mit tollen Badestellen im Meer und einem unterirdischen Höhlensystem, in dem mir ein paar Fledermäuse über den Kopf flogen. Die Bungalows an den Klippen kosten gleich mehrere hundert US$ pro Nacht und waren somit leider nur schön anzusehen.

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Das traditionell jamaikanische Frühstück und Nationalgericht besteht aus Stockfisch (“Saltfish”) mit der Frucht Ackee, Zwiebeln, Speck, Tomaten und Gemüse, kombiniert mit frischen Teigtaschen und leckeren Kochbananen. Spätestens am vierten Reisetag habe ich meine Zurückhaltung in Sachen Essen beiseite gelegt und in Anbetracht der Tatsache, dass alle Jamaikanerinnen ihre Rundungen mehr als selbstbewusst zur Schau stellen, brauchte ich mir auch diesbezüglich keine Gedanken mehr zu machen. Also Bauch und Po raus und Essen und Cocktails genießen ohne Reue, die mich erst wieder zu Hause mit ein paar Kilos mehr auf den Hüften einholen würde.

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Der Seven Mile Beach war nicht so spektakulär, wie er in Reiseführern angepriesen wurde. Vielleicht lag es daran, dass die Sonne gerade nicht schien oder weil einige Strandabschnitte verlassen wirkten. Wenigstens hielt sich das nervige Anbaggern von Strandverkäufern in Grenzen. Ansonsten vertrieben sich einige ältere Damen mit jungen, muskulösen Jamaikanern ihre Zeit und in kontinuierlichen Abständen zog Marihuana (Ganja)-Duft in meine Nase, was allerdings auf dieser Insel völlig normal ist. Einheimische Männer wie Frauen rauchen hier regelmäßig Gras, obwohl es offiziell verboten ist.

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Nach dem etwas mageren Stranderlebnis und dem ebenso unspektakulären Shopping Center Time Square entschied ich mich am Ende doch noch für die Investition in eine 2-stündige Tour zum großen Sumpf- und Mangrovengebiet Royal Palm Reserve. In dem Naturschutzgebiet läuft man über mehr als 1 km auf Holzstegen über Wasser durch den Dschungel.

Für mich war das allerdings eine adrenalintreibende Aktion, denn dieses riesige Gebiet schien bis auf ein paar Enten vollkommen verlassen zu sein und ich malte mir unterwegs – mutterseelenallein – wirre Situationen mit Killerspinnen, Giftschlangen, Krokodilen und Drogendealern aus, denen ich dort schutzlos ausgeliefert wäre.

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Diese Nacht würde ich zum ersten Mal in meinem Leben in einem Baumhaus schlafen. Das T-Bird on the Cliffs lag schräg gegenüber dem Place to be in Negril bzw. Jamaika: Rick’s Café. Das kleine Holzhaus mit seinen zwei Zimmern hatte eigentlich alles, was man zum Leben braucht, sogar eine Dachterrasse. Aus dem Radio dröhnte laute Reggae-Musik, zwei Ventilatoren gaben ihr Bestes und gleich 5 Meter weiter befand sich der Pool. Ein sehr cooles Plätzchen!

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Rick’s Cafe. Es besitzt eigentlich fast alles, was Menschen glücklich macht: Eine traumhafte Aussicht, einen Pool, in dem man sogar am Tisch sitzen kann, ein gutes Restaurant, eine Bar mit guten Drinks, eine Bühne mit Live-Reggae-Musik und nicht zuletzt ein Abenteuer zum Ausprobieren: Klippenspringen! Etwa 20-25 m kann man sich hier als Mutprobe in die Tiefe ins türkise Wasser fallen lassen und das trauten sich erstaunlich viele.

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Zwischendurch gab es Show-Einlagen von ultramuskulösen Jamaikanern, die mit Flips und Schrauben ihr hohes Podest verließen, als wenn es das normalste der Welt wäre. Die Sprünge der Normalos dienten dagegen eher der Belustigung… durch die Bank sprang hier alles runter, was Arme und Beine hatte – dick, dünn, Rasta, jung, alt, mit oder ohne Alkohol-Einfluss.

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Kurz nachdem sich die Sonne verabschiedet hatte, verließen neben mir noch weitere 80% der Gäste das Gelände. Ich verbrachte den Abend im kleinen Mango Tree Restaurant, das eigentlich eine Bretterbude war und zu meiner Unterkunft gehörte. Gleichzeitig schien es das Stammlokal der männlichen Lokalprominenz zu sein, die sich hier ein paar Bierchen Red Stripe hinter die Binde kippte.

Jamaika belegt im Happy Planet Index den 6. Platz (Deutschland den 46.) und es schien, als würde es da auch einige überzeugende Argumente geben: Geniales Wetter, immer coole Mucke, fantastisches Essen und eine Lebenseinstellung, mit der man den Tag genießt und nicht an’s Morgen denkt. Sterben muss man sowieso, das Leben ist kurz und sollte Spaß machen waren Sprüche, die ich nicht nur ein Mal auf dieser Reise gehört habe.

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Da mein Weg wider Erwarten doch nach Kingston zur Weiterreise in die Dominikanische Republik führte, musste ich mich weiter Richtung Süden bewegen. Ich entschied mich für einen letzten Zwischenstopp in Treasure Beach (von Negril je nach Transportmittel ca. 2-5 Stunden entfernt), einem ruhigeren Ort mit kleinen Fischerdörfern. Meine private Unterkunft lag im Grünen in einem riesigen Blumengarten mit Blick auf’s Meer. Hier war es friedlich, ruhig und scheinbar völlig ungefährlich.

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Die Fahrt in die Hauptstadt Kingston trat ich mit gemischten Gefühlen an. Nicht nur, weil es dabei durch die als gefährlich geltenden Orte Spanish Town und Kingston gehen sollte, sondern auch, weil ich gerne noch länger geblieben wäre. Ich hatte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass mir diese Insel – die ich mit so vielen Vorurteilen betreten hatte – so gut gefallen könnte… Aber nun wartete die Dominikanische Republik, für die ich ebenfalls einige Klischees im Gepäck hatte. Ob die sich diesmal bestätigen würden?

Pauschal- vs. Individualreise

Aufgrund meiner anfänglichen Vorurteile gegenüber dieser Insel mit Kiffern, Gigolos und Massen von Pauschaltouristen hatte ich mir vorgestellt, dass man außerhalb der riesigen Resorts wenig Spannendes erleben kann. Aber genau das Gegenteil ist der Fall: Da es offenbar nur sehr wenige Individual-Reisende gibt, kann man ein sehr authentisches Land kennen lernen!

Die großen Resorts befinden sich in Negril, die allerdings nur auf der Durchreise auffallen. Wenn man nicht wüsste, dass die Insel eine beliebte Pauschaltourismus-Destination ist, würde man davon fast gar nichts mitbekommen. So fährt man zum Beispiel stundenlang mit Route Taxis durch das halbe Land und wird dabei maximal ein bis zwei weiße Menschen unterwegs zu Gesicht bekommen – ein Traum!

Reggae ♥

Reisetipps für Jamaika

  • Meine Route kann man sich hier auf Google Maps ansehen.
  • Verkehrsmittel: Der Knutsford Express ist ein renommiertes Busunternehmen, mit dem man auch große Strecken günstig und sicher zurücklegen kann. Die Fahrt von Montego Bay nach Negril kostet z. B. 14 US$, von Negril nach Kingston 25 US$. Alle anderen Strecken legt man mit sogenannten Route Taxis zurück, die man an ihrem roten Nummernschild erkennt und sich mit bis zu vier weiteren Leuten teilt. Dadurch zahlt man auch für längere Strecken nur einen Bruchteil einer regulären Taxi-Fahrt. Von Negril bis Treasure Beach steigt man z. B. 4x um und bezahlt dabei insgesamt nur ca. 10 US$. Dem Fahrer sollte man immer das Endziel nennen; er wird sich dann darum kümmern, dass man an die richtige Stelle zur Weiterfahrt kommt. Normale Taxis sind verhältnismäßig teuer, z. B. 2 Stunden Fahrt ca. 100-150 US$.
  • Vorsicht: Schwule Paare (insbesondere Männer) sollten sich für ein anderes Reiseziel entscheiden. In dem christlichen Land herrschen extreme Vorurteile gegen Homosexualität, wodurch es zu Gewaltanwendung oder schlimmer kommen kann.
  • Männer: Meines Erachtens wird es extremer dargestellt als es wirklich ist. Klar kann man hier Sex mit einem Mann (oder mehreren Männern) haben, aber wo kann man das nicht? Wichtig zu wissen ist, dass Jamaika eine sehr hohe Aidsrate hat, weshalb man auf jeden Fall auf ein Kondom bestehen sollte!
  • Unterkünfte: Bei den Preisen im Internet immer darauf achten, ob Steuern (10%) und Service (10%) im Preis bereits inbegriffen oder exklusive sind! Das gilt auch für Gerichte und Getränke in Restaurants.
  • Währung: Bezahlen kann man sowohl in US$ als auch in Jamaikanischem Dollar. Auch die Kreditkarte kann man fast immer und überall einsetzen. Den Jamaikanischen Dollar sollte man dabei haben für Route Taxis und andere lokale Unternehmungen. Theoretisch kann man immer mit beidem zahlen.
  • Internet: Gibt es fast überall, WIFI ist meist kostenlos in Unterkünften und Restaurants, auch am Flughafen und nicht selten ohne Code.
  • Sicherheit: Vor der Anreise beim Auswärtigen Amt nachschauen, auf was man achten sollte. Abends und nachts möglichst nicht alleine auf der Straße aufhalten. Ansonsten gelten für Frauen die normalen Sicherheits-Vorkehrungen im Hinblick auf Männer. Weitere allgemeine Informationen zur Sicherheit auf Reisen. Als Frau alleine? Meines Erachtens ist das nur etwas für Fortgeschrittene. Als Paar oder zu mehreren Frauen aber kein Problem.

 

25 Kommentare

  1. Schöner Reisebericht und klasse Fotos! Jamaica hat mich irgendwie schon immer interessiert. Was ich jetzt nicht finden konnte war deine Einschätzung zur Sicherheit. Hältst du es für gefährlich, ohne Reisegruppe dorthin zu reisen? Was meinst du? Lg und Danke im voraus, Tine

    1. Hallo Tine,
      vielen Dank! Stimmt, das Thema Sicherheit hatte ich völlig ausgeblendet. Habe es jetzt nachgetragen :) Ob sicher oder nicht ist ja immer relativ, da es zum einen eine persönliche Empfindung ist und gleichzeitig viele Aspekte wie Körpersprache, Kleidung etc. eine Rolle spielen, wodurch es nie ein Patentrezept gibt. Aber grundsätzlich kann man meines Erachtens sagen, dass man sich normal bewegen kann, wenn man die Verkehrsmittel wie von mir beschrieben nutzt und sich nachts nicht auf den Straßen oder in der Stadt aufhält. Ich hoffe, das hilft ein wenig :)
      LG Ute

  2. Toller Bericht! Ich kann Jamaica auch nur empfehlen, ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht im Dezember 2013. Sogar ähnliche Fotos ;) Ich war auch als Frau allein unterwegs, fern von Massentourismus, und hatte keine unangenehme Erfahrungen. Dafür eine wunderschöne Insel entdeckt, tolle Menschen und tolle Lebensart kennengelernt. Teuer? Kann sein muss aber nicht, es gibt Wege die Kosten enorm zu reduzieren. Drei Wochen waren für mich günstiger als es drei Wochen Italien gewesen wären. Sicherheit? Ich fühlte mich nicht mehr unsicher als sonswo. Es gibt überall Gebiete die man nicht nachts alleine besuchen sollte. Frauen allein in Jamica? Ja, da kriegt man ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, Komplimente und Angebote aber ein “Nein” wird akzeptiert, und es ist manchmal einfach lustig. Ich war auch nicht das letzte Mal ;)

    1. Hallo Tinka,
      ich möchte mit einer Freundin im Oktober/ November für max 22 Tage nach Jamaika fliegen..Meine Freundin resit von den USA aus dort hin..ich komme aus Norddeutschland….würden gerne das Land und die Leute kennen lernen- also nicht der typische Pauschalurlaub….würdest du uns ein paar Tipps geben, wieviel man OHNE ZEITSTRESS in drei Wochen sehe kann und welche Orte zu empfehlen sind?, Interessant wäre auch zu wissen, welche Unterkünfte du vom Preis- Leistungs- Verhältnis empfehlen würdest….bzw. mit wieviel Geld man mindestens rechnen muss, um drei Wochen gut über die Runden zu kommen? Werden mit dem Rucksack anreisen und wünschen uns einen einfachen und abenteuerlichen Urlaub :)))
      Viele Grüße Lisa
      Falls du die Zeit findest, freuen wir uns über ein paar Informationen…. :)))

  3. hallo,
    wirklich toller Bericht, ich freue mich immer sehr wenn ich feststelle das auch Frauen gut und Sicher durch die Welt Reisen können , wenn Sie ihren Verstand nicht zu hause lassen.

  4. Hallo Ute,
    Kompliment zu Ihrem kompetenten, umfangreichen Reisebericht zu Jamaika! Auch die Fotos sind sehr gelungen und bringen die Stimmung auf Jamaika gut rüber!
    Wenn Sie mal Urlaubserinnerungen an Jamaika kulinarisch aufleben lassen möchten, würde ich mich über einen Besuch meines Onlineshops http://www.jamaikashop.de von Ihnen freuen.
    Dort finden Sie Lebensmittel und Lifestyle aus Jamaika und der Karibik.
    Mit freundlichen Grüßen aus Aschaffenburg
    Ulrich Wolff

    1. Hallo lieber Ulrich,
      vielen Dank für den tollen Tipp! Denke oft an die schöne Zeit dort zurück und hoffe, dass ich irgendwann einmal Gelegenheit habe, auch die Ostseite der Insel kennenzulernen. Und deinen Shop schaue ich mir gleich mal an.
      Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg!
      Ute

  5. Hey
    Ich bin gerade auf der Suche nach spontanen Zielen für mich und meinen Freund. Dein Bericht ist echt toll :)
    Wie viel Zeit und Geld sollte man denn deiner Erfahrung nach auf jeden Fall einplanen?
    Lg Natascha

    1. Hi Natascha,
      über das notwendige Budget kann man ehrlich gesagt pauschal schwer etwas sagen, denn das hängt stark von Unterkünften, Restaurant-Wahl usw. ab… Am besten einfach mal googlen.
      Bezüglich der Zeit: In zwei Wochen kann man eine Hälfte der Insel problemlos und angenehm bereisen, aber auch das hängt etwas von der eigenen Mentalität ab.
      Wünsche euch einen tollen Aufenthalt dort!
      Viele Grüße
      Ute

    1. Hi Noemi,
      vielen Dank für das tolle Kompliment! Ob man auf Jamaica helfen kann, weiß ich ehrlich gesagt nicht so genau, das müsstet ihr vielleicht mal googlen. Kann mir aber vorstellen, dass davon abgeraten wird, weil das Land ja in Sachen Sicherheit nicht so ganz ohne ist (teilweise). Das geht auf anderen karibischen Inseln da etwas einfacher :) Wünsche euch eine tolle Reise, würde auch gern nochmals dorthin!
      Liebe Grüße
      Ute

  6. Wow, was für Eindrücke!
    Jamaika ist auch noch auf meiner Liste, da muss ich unbedingt hin! =)
    Danke für deinen Artikel!

  7. Insbesondere die Bilder des stahlblauen Wassers und weißen Sand haben mich verzaubert. :) Schön, dass du mit diesem Beitrag den alleinreisenden Frauen ein bisschen Mut machst! :)

  8. Hallo, ich weiß, dass dein Bericht schon einige Jahre zurück liegt, ich bin jetzt aber erst drauf gestoßen.
    Schön, dass du dich für dieses tolle Land entschieden hast und die Zeit dort genossen hast. Ich muss aber auch leider Kritik äußern. Ich (weiblich 22) habe den ganzen letzten Sommer auf Jamaika verbracht und muss schon Schlucken, bei den ganzen Vorurteilen die du hattest/hast. Mit Negril und dem Westen hast du dir den aller touristischsten Teil der ganzen Insel ausgesucht und das richtige Jamaika kaum erlebt. Auch deine Angst vor Kingston halte ich für absolut unbegründet. Sicher sollte man dort als weiße Frau alleine nicht nach Downtown ins Ghetto fahren. Uptown ist jedoch völlig sicher und wirkt schon fast amerikanisch. Schade, dass du dem keine Chance gegeben hast. Die Jamaikaner sind das netteste Völkchen auf der Erde und sie sind so warme, ehrliche und vor allem lustige Menschen. Da wäre etwas weniger Mißtrauen angebracht. Ich kann Portland empfehlen, es ist nicht touristisch, wunderschöne Natur und liebe, einfache Menschen. Dort ist es absolut sicher, ich habe dort ein Auto gemietet und auch Gepäck offen stehen lassen können. Niemand will dir dort etwas böses…ganz im Gegenteil, sie freuen sich sehr, wenn sie dich sehen. Jeder winkt dir zu wenn du dort durchfährst.
    Also mein Tipp: gebt diesem unglaublichen, wunderschönen Land eine richtige Chance und seht von euren Vorurteilen ab! In jeder Gr0ßstadt auf der ganzen Welt ist es im Ghetto gefährlich…das ist nichts besonderes.
    ONE LOVE

    1. Hallo Julia,
      freut mich, dass es dir auf Jamaika gut gefallen hat. Die Aspekte zur Sicherheit kamen allesamt aus Reiseführern, Informationen des Auswärtigen Amtes und Webseiten und entsprachen – wie ich es auch dargestellt habe – nicht meinem persönlichen Eindruck. Dennoch ist/war das Aufgebot an bewaffneter Polizei wesentlich höher als auf vielen anderen karibischen Inseln und das ist meiner Meinung nach schon ein Hinweis, dass man nicht ganz so blauäugig durch die Insel reisen sollte, wenn man fremd und unwissend ist, wie es eben nun mal für die meisten Urlauber der Fall sein wird. Leider haben die wenigsten die Möglichkeit, sich wie du viele Monate lang auf einer Insel aufzuhalten und sich zusammen mit Einheimischen an die Do’s und Don’ts heranzutasten. Auf der Reise habe ich mit vielen Einheimischen gesprochen und viel über Armut, Klischees und sonstige Vibes erfahren, die sich nicht so himmelblau wie deine Schilderungen darstellten. Aber so macht jeder seine eigenen und individuellen Erfahrungen. Vielleicht hat sich das mit der Sicherheit inzwischen weiter verbessert, das vermag ich nicht zu beurteilen und muss man aktuellen Berichten entnehmen.
      Für mich gehört Jamaika neben Kuba nach wie vor zu den schönsten karibischen Inseln, die ich bisher kennengelernt habe und hoffe, dass die Insel des Reggae weiterhin relativ authentisch bleiben wird, denn ich möchte unbedingt noch den östlichen Teil kennenlernen.
      Grüße und alles Gute für dich!

  9. Hi Bravebird,

    danke für deinen Beitrag.
    Ich, 23, männlich möchte für zwei Wochen alleine nach Jamaika, mit Handgepäck.

    Bist du die gesamte Route mit dem Taxi gefahren?! Was kostete das und wie lange warst du unterwegs?

    Freue mich auf deine Antwort,
    Ed.

  10. Ihr Lieben, ich war schon mindestens zehnmal auf Jamaika, habe immer von Negril aus meine Ausflüge etc. gemacht und viele Tage auch dort verbracht. Ich war alleine da, ich war mit Freunden da, ich bin alleine ausgegangen, aber ich hatte nie das Gefühl einer Unsicherheit oder Angst. Man muss sich einfach wie ein normaler Mensch benehmen. Wer Alkohol oder andere Drogen nicht verträgt, sollte die Finger davon lassen. Die meisten Jamaikaner*innen sind arme Leute (arm in unseren Augen), daher sollten wir nicht US$ prahlen, vielleicht mal einen Menschen zum Essen oder auf 1 Drink oder Zigaretten einladen. Sich für das Land interessieren, – die Jamaikaner sind stolz auf ihre Heimat – kann schon der erste Schritt sein. Dann garantiere ich einen unvergesslichen Urlaub und ihr werdet wieder kommen. Obwohl ganz günstig ist es ja nicht auf Jamaika, daher muss ich immer mindestens 3 und mehr Jahre sparen, ehe ich wieder reisen kann. Also dann erst 2019!

    1. Wir haben in 5 Jahren Jamaika ähnliche Erfahrungen mit den Menschen dort gemacht. Wer sich nicht nur für Sonne, Reggae und Ganja interessiert und sich auf die Menschen einlässt, wird anders von ihnen wahrgenommen. Wenn man sich dann noch ein wenig in Geschichte und Kultur Jamaikas einliest, wird klar, warum Jamaikaner*innen so sind wie sie sind und so handeln, wie sie handeln. Wir haben auf unseren Touren in Jamaika verschiedene Gegenden besucht, verschiedene Menschen kennengelernt und in den Jahren wurden aus Kontakten schon Freundschaften. Unsicher haben wir uns nie wirklich gefühlt, nicht mal, als wir zu Fuss das Trenchtown Culture Yard ge-und besucht haben.

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