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Meine Petition gegen das Dauerparken von Wohnmobilen & Vans

Meine Petition gegen das Dauerparken von Wohnmobilen & Vans

  • Petition beim Deutschen Bundestag bis zum 21.09.22
Petition gegen das Dauerparken-Privileg von Wohnmobilen und Vans - Bravebird

Seit ein paar Jahren steht es bereits an derselben Stelle und rottet vor sich hin. Viele hundert Mitarbeiter des gegenüberliegenden Gebäudes oder Anwohner hätten in dieser langen Zeit auf diesem Platz tagtäglich parken können. Das dauerparkende Wohnmobil steht dort jedoch völlig legal und mit etwas Pech vielleicht auch noch viele weitere Jahre.

Das Dauerparken von Pkw ist bislang uneingeschränkt auf öffentlichen Parkplätzen bzw. Straßen erlaubt, sofern dort kein entsprechendes Hinweisschild die Parkzeit beschränkt. Bei entkoppelten Wohnwagen bzw. Caravans wurde die Parkfrist immerhin auf zwei Wochen limitiert:

§ 12 StVo, Abs. 3b: „Mit Kraftfahrzeug-Anhängern ohne Zugfahrzeug darf nicht länger als zwei Wochen geparkt werden. Das gilt nicht auf entsprechend gekennzeichneten Parkplätzen.“

Fun Fact: Selbst, wenn man nach wochenlangem Dauerparken mal erwischt wird und ein Bußgeld vom Ordnungsamt erhält, zahlt man gerade mal maximal 30 Euro. Es ist dann immer noch günstiger als ein kostenpflichtiger Stellplatz im Monat.

Die Zeiten haben sich geändert!

Trotz Klimakrise und dem Wissen um die dringend notwendige Reduktion von CO2-Emissionen, fossilen Energien, Mikroplastik und Feinstaub legen sich immer mehr Menschen Wohnmobile und Vans zu. Dank durchweg positiver Berichterstattung über „Glück & Freiheit“ seitens Magazinen, Verlagen, TV- und Radio-Sendern, Influencern und dem Lobby-Verband ADAC ist die Anzahl allein in einem Jahr von 2020 auf 2021 um bis zu 20% in manchen Bundesländern angestiegen.

Dauerparken von Wohnmobilen - Reisemagazin Bravebird
Steht ein Dauerparker da, gesellt sich kurze Zeit später der nächste dazu

»Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt«.

– Immanuel Kant
Dauerparker Wohnmobile im Herbst - Reisemagazin Bravebird
Zustand im Herbst: Seitenstraßen werden zur Dauerparker-Zone für Wohnmobile und Vans

Die zunehmende Flut der großen, schweren Fahrzeuge hat Konsequenzen, die auf Kosten der Allgemeinheit gehen:

  • Im Gegensatz zum klassischen, regelmäßig genutzten Pkw stellen die Freizeit-Fahrzeuge meist ein Zweit- oder Drittfahrzeug eines Haushalts dar und stehen über Wochen oder Monate auf regulären Parkplätzen, um die monatlichen Unterstell-Gebühren in einer Halle oder eines speziellen Stellplatzes zu umgehen.
  • Sie behindern die Sicht für Fußgänger, Radfahrer und andere Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr.
  • Sie verengen die Fahrbahn und stellen eine größere Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer (besonders Fahrradfahrer) dar.
  • Durch ihr hohes Gewicht belasten sie Fahrbahnen und können Straßenschäden verursachen.
  • Die unangenehme, optische Beeinträchtigung des Straßenbildes sowie für Anwohner, besonders im Erdgeschoss.
Dauerparker Wohnmobile - Reisemagazin Bravebird
Wohnmobil und Caravan stehen ungefähr 80% des Jahres auf diesen Parkplätzen in einer Wohngegend mit nur wenigen Parkplätzen
Vororte als Abstellräume von Wohnmobilen und Caravans - Reisemagazin Bravebird
Monatelanges Parken in einem Kölner Vorort

Es wird Zeit für Veränderung

Wir befinden uns (eigentlich) inmitten einer Verkehrswende, in der wir nicht nur auf die oben genannten Kraftstoffe und umweltbelastenden Schadstoffe verzichten sollten, sondern es liegt auch an uns, ein Verkehrsbild zu konstruieren, das für Menschen – und nicht für Autos gemacht ist.

Es ist traurig genug, dass man für so etwas überhaupt eine Petition einreichen muss, die zudem wahnsinnig viele Stimmen braucht (50.000), um überhaupt in der öffentlichen Ausschusssitzung angehört zu werden. Da darf es nicht verwundern, dass so wenig passiert in dieser Richtung.

Meine Forderung an den Deutschen Bundestag ist daher, das Parken von Wohnmobilen und Vans wie bei Wohnwagen/Caravans ebenfalls auf eine Parkzeit von zwei Wochen zu befristen. Ich würde mir wünschen, dass hier auch LKW und Lieferwagen eingebunden werden, daher habe ich bewusst den Begriff „Vans“ (= Lieferwagen) integriert.

Was du tun kannst

Unterzeichne die Petition hier, es dauert nur eine Minute:

Dir ist die Zunahme an dauerparkenden Wohnmobilen auch schon aufgefallen? Dann sende mir gerne Fotos von Situationen mit einer großen Anzahl parkender Busse, Vans und/oder Wohnmobile, damit ich mehr Material zur Veröffentlichung und Darstellung der Situation zur Verfügung habe.

Danke für deinen Beitrag!

Zeige Kommentare (2)
    • Interessante Logik… Der Hintergrund sollte eher sein, dass Freizeitfahrzeuge auf einem extra Stellplatz oder in einer Halle untergebracht werden, um anderen Fahrzeughaltern, die auf wohnungs- oder arbeitsnahe Parkplätze tagtäglich angewiesen sind, die Plätze freizuhalten. Wer Geld für ein extra Fahrzeug hat, müsste auch das Geld für eine gesonderte Unterstellmöglichkeit aufbringen können.

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