Eine Balireise schadet massiv der Umwelt - Reiseblog Bravebird

Bali. Diese vier Buchstaben gehören nicht nur zu einem der meist eingegebenen Suchworte auf meinem Blog, sondern zählen auch seit Jahren zu den meist gesuchtesten Reisezielen der Deutschen auf Google. Je mehr ich mich mit Umweltthemen beschäftige, umso mehr besorgt mich dabei diese riesige Flut reisewütiger Menschen, die meist für nur kurze Zeit den weiten Weg auf diese indonesische Insel antreten.

Bali war immer schon ein beliebtes Ziel, doch seitdem sich verstärkt Blogger dort ausbreiten und über die vermeintlich ultimative Art zu leben berichten, umso mehr wurde die Insel gehypt. Und daraus entsteht schnell ein unschöner Kreislauf: Je mehr Menschen dorthin reisen, umso mehr Blogger finden sich ebenfalls auf der Insel ein, um Content für ihren Blog zu bekommen und Leser für sich zu gewinnen… Multiplikatoren, soweit das Auge reicht!

Vor kurzem las ich in einem Artikel, dass verschiedene populäre Strände in Thailand und auf den Philippinen gesperrt werden, damit die Natur sich wieder etwas erholen kann (Artikel). Dies brachte mich auf die Idee, das Gleiche auf dem virtuellen Weg zu tun. Ich habe daher nicht nur alle Artikel über Bali gelöscht, sondern möchte hiermit auch ausdrücklich von einer Reise dorthin abraten und das aus folgenden Gründen:

1. Man ist ein mega Massentourist

Eigentlich möchte jeder individuell und besonders sein, aber am Ende kauft und macht man doch das, was alle anderen auch machen. Während man beim Wort Mallorca heute gleich die Nase rümpft (da ja viel zu touristisch), gilt Bali – das auch gern als Mallorca der Australier bezeichnet wird – bei uns als superhip, so spirituell, so easy und einfach nur toll. Balis Kuta ist Mallorcas Ballermann und natürlich findet man auf beiden Inseln auch fernab der Massen ruhige Plätze. Aber warum ist nun das eine hip und das andere ein No-Go?

Bali Einwohner und Touristen Zahlen - Overtourism-Ziel - Reiseblog BravebirdZum Vergleich: In Costa Rica lebt die gleiche Anzahl Einwohner auf einer fast 10x so großen Fläche. Ob man gern mit tausenden anderen Menschen am selben Strand sitzt oder durch Straßen vollgepumpt mit Abgasen läuft, ist sicher Geschmackssache und lässt sich selbst in vielen beliebten Großstädten oft nicht vermeiden. Leider tut man eben nur dem Land, der Insel, der Umwelt, der Natur und am Ende auch sich selbst nichts Gutes.

2. Es ist eine der klimaschädlichsten Reisen

Während man bei Neuseeland oder Australien in der Regel an eine längere, mindestens 4- bis 6-wöchige Reise denkt und viele gleich einen Aufenthalt von mehreren Monaten oder einem Jahr planen, ist das bei Bali anders. Dank billiger Angebote kann man auch mal eben für 10 Tage oder zwei Wochen hinfliegen, selbst wenn die Flugzeit im Zweifel auch mal 24-30 Stunden je Strecke dauert.

Bei dieser Reise werden insgesamt 8.570 kg CO2 verpulvert, das sind bereits 3 1/2 Mal so viel wie man eigentlich lt. Pro-Kopf-Statistik im Jahr verbrauchen dürfte. Und mit diesem C02-Verbrauch hat man noch nicht ein einziges Mal in einem anderen Fahrzeug gesessen, gegessen und getrunken, geheizt oder sonstiges unternommen. Wenn man die Reise durch Klimaschutz-Projekte kompensieren wollte,  könnte man dies durch eine Spende von 200 Euro umsetzen.

Co2 Berechnung Flug nach Bali - Reiseblog Bravebird
Kompensieren z. B. bei Atmosfair.de

Aber in Bezug auf die Umwelt geht es nicht nur um den Flug. Es handelt sich um eine Insel, die fast alles – was über 4 Millionen Menschen jährlich verbrauchen und konsumieren – importieren muss. Auch dieser Umstand verursacht wieder Unmengen Treibhausgas-Emissionen durch Schiffe und Flugzeuge – und das in einer Region, in der in der Regel mangels Wissen auf Umwelt keine Rücksicht genommen wird bzw. aus wirtschaftlichen Gründen genommen werden kann.

3. Nicht jedem gefällt diese Insel

Scheinbar jeder will dorthin! Reiseblogger, Reiseführer und andere Ratgeber präsentieren in der Regel nur die schönsten Seiten und weniger das, was man als Leser eigentlich nicht sehen will und einen von der Reise abhalten könnte. Für viele Interessierte gilt daher automatisch als Botschaft: Wo sich erfahrene Reisende niederlassen, wo gefühlt alle Reiseblogger hinreisen und wo viele Gleichgesinnte sind, muss es einfach wunderschön und sicher sein.

Aber nicht jedem gefällt die Insel so gut wie denen, die es als ihr ultimatives Reiseziel anpreisen. Und es kommen auch immer mehr Stimmen von Reisebloggern hoch, die mit den Zuständen dort überhaupt nicht zurechtkommen. So postete z. B. kürzlich die amerikanische Reisebloggerin Amelia Whelan Bilder verschiedener Bali-Strände. Natürlich gibt es auch idyllische Orte auf der Insel, aber diese verheerenden Zustände sind nunmal ein Teil davon und alles andere als schön anzusehen.

This is Bali. This is the Philippines. This is Asia. This is Indonesia. This is Hawaii. This is the real sh*t that…

Gepostet von Amelia Whelan am Sonntag, 8. April 2018

 

Wer sich neben den euphorischen Stimmen die Erfahrungsberichte derjenigen durchliest, denen es nicht so gut gefallen hat, relativiert sich möglicherweise einiges. Ich selbst war ein Mal vor zwanzig Jahren dort, wo es irgendwie noch aufregend war. Beim zweiten Mal vor sieben Jahren empfand ich es als zu laut, zu abgezockt, zu überlaufen, überhaupt nicht paradiesisch und zu guter Letzt wurde es für mich zu dem einzigen Ort, in dem ich im Laufe von 15 Reisejahren sexuell belästigt wurde.

4. Durch jeden Touristen entsteht noch mehr Plastik

Weit über vier Millionen Menschen produzieren auf dieser verhältnismäßig kleinen Insel jeden Tag Unmengen von Müll! Recycling gibt es so gut wie nicht, weshalb das alles entweder verbrannt wird oder ins Meer gelangt. Wer sich aktuelle Filme wie »A Plastic Ocean« anschaut, wird in die bisher noch recht unbekannte Welt der gesundheitlichen Beeinträchtigung z. B. durch Verbrennen von Plastik eingeführt.

Bereits das Einatmen der Dämpfe von brennendem oder kokelndem Plastik kann der Lunge schaden, da sich bei diesem Vorgang giftige oder zumindest problematische Schadstoffe wie das Klimagas Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Benzol, Dioxin usw. freisetzen. Auch gelangen giftige Schadstoffe des Plastiks in Lebensmittel, wenn Plastik zum Anfeuern beim Grillen von Fisch, Fleisch & Co. verwendet wurde.

Das verheerende Ausmaß der Plastikverschmutzung bei Bali hat kürzlich ein Taucher mit beeindruckenden Bildern festgehalten. Die Rechnung ist denkbar einfach: Je mehr Menschen auf die Insel reisen, umso mehr Plastik entsteht. Je mehr Plastik entsteht, umso mehr Plastik wird verbrannt und ins Meer geworfen. Es handelt sich bei Indonesien um ein Land, in dem ökologische Maßnahmen wie Recycling nur extrem schleppend bis gar nicht vorangetrieben werden. Meist handelt es sich um private Initiativen, denen es jedoch an finanziellen Mitteln mangelt.

In Bezug auf Nahrungsmittel sollte man außerdem bedenken, dass sich Plastikteile im Meer im Laufe der Zeit zu sehr kleinen Partikeln entwickeln, wodurch sie in die Nahrungskette gelangen. Fische können sie nicht von Plankton unterscheiden, wodurch sie auch Plastik aufnehmen. Die Schadstoffe des Plastiks gelangen dadurch ins Muskelgewebe und sofern man lokalen Fisch isst, nimmt man sie damit unweigerlich auf.

5. Gesundheitliche Risiken und Nebenwirkungen

Da unsere Gesundheit am Ende das einzig Wichtige und Lebenserhaltende ist, sollte der Hinweis auf mögliche gesundheitliche Risiken nicht fehlen. Neben den Abgasen und Schadstoffen unterziehen sich viele Reisende extra diversen Impfungen wie Tollwut, japanische Enzephalitis und/oder Typhus. Hierbei wird der Körper mit nicht unerheblichen Erregern konfrontiert. Auch, wenn man vielleicht bewusst nichts merkt, kann man dennoch die Wirkungsweise und eventuelle Spätfolgen nicht nachvollziehen. Das ist also nicht gerade ein Kindergeburtstag.

Malaria- und Dengue-Risiko auf Bali - Reiseblog Bravebird
Quelle: bali.com

Ein weiterer oft unterschätzter Aspekt ist das Risiko einer Dengue-Infektion (s. Artikel des PLOS). Laut des Magazins Zeit werden rund 400 Millionen Menschen weltweit jedes Jahr mit Dengue infiziert, wovon 25.000 bis 50.000 sterben. Das Risiko gilt für Kinder als besonders hoch. Gleiches gilt für Malaria: Lt. Auswärtigem Amt besteht ein geringes Risiko auf Bali und Lombok. Weitere mögliche Krankheiten sind das Chikungunya Fieber, die Vogelgrippe und natürlich klassische Durchfall-Erkrankungen. Katzen, Hunde und Affen sollte man aus verschiedensten Gründen nicht anfassen.

6. Tierquälerei, soweit das Auge reicht

Wenn man eine Tagestour bucht, bei der man die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel abklappert, wird man wahrscheinlich auch zu einer Kaffee-Farm kutschiert, bei der man den außergewöhnlichen Schleichkatzen-Kaffee probieren kann. Die niedlichen, katzenartigen Raubtiere verbringen ihr gesamtes Leben in kleinen Gitterkäfigen und bekommen ausschließlich Unmengen reifer Kaffeekirschen gefüttert. Der Kot wird dann zur Gewinnung des teuersten Kaffees der Welt verwendet. Sorry, das ist absolut krank! Mehr Infos und Videos dazu auf Peta.

Schleichkatzen und Tierquälerei auf Bali - Reiseblog BravebirdViele asiatische Länder haben bekanntlich nicht viel mit Tierschutz zu tun. Man kann die Menschen vielleicht sogar verstehen, weil es eine Einnahmequelle darstellt und möglicherweise ihr Überleben sichert. Dennoch geht es zu Lasten eines Wildtieres und Lebewesens, das genauso ein Recht auf Freiheit haben sollte wie wir. Im Elefanten-Camp werden viele Elefanten rund um die Uhr an kurzen Ketten in Gefangenschaft gehalten oder mit Eisenstangen im Griff gehalten. Auch dieses touristische Vergnügen basiert gänzlich auf Tierleid, siehe z. B. diese Petition. Mehr Infos dazu Peta.

Gleiches passiert im Zoo oder Schildkröten-Park, ein Teil der jährlich ca. 60.000 Hunde landet qualvoll als “Hühner-Saté-Spieße” auf dem Grill (was Gesundheitsrisiken birgt) und blutige Hahnenkämpfe mit Rasierklingen gehören zum balinesischen Alltag. Mit jedem einzelnen Besuch einer touristischen Attraktion mit Wildtieren unterstützt man Tierquälerei – das sollte einem immer bewusst sein. Einen wichtigen Artikel hierzu gibt es auf der Seite der Bali Animal Welfare Association.

Am Ende sterben durch den Plastikmüll an Balis Stränden und im Meer massenhaft Vögel, Fische und andere Meerestiere in Netzen oder durch Verheddern. Vögel verhungern qualvoll, weil der volle Magen das Plastik nicht verdauen kann. In der Hochsaison werden für die Touristen auf Bali täglich ca. 40-60 Haie gefangen und getötet, nur um Haifischflossen-Suppe anbieten zu können. Die Fischer trennen auf See nur die Flossen ab und werfen den Hai wieder ins Meer. Mehr dazu in diesem Artikel.

Fischpediküre ist Tierquälerei - Reiseblog BravebirdDie in Asien weit verbreitete Fischpediküre ist ebenfalls kein lustiges Vergnügen für die Fische. Sie bekommen nichts anderes zu fressen und haben am Ende keine andere Möglichkeit, sich über die ekligen Hautschuppen des Menschen herzumachen. Abgesehen davon taucht man seine Füße in ein Becken voller Bakterien und Krankheitserreger, denn auch Fische produzieren natürlich Kot. Es sind nur kleine Lebewesen, aber das sollte kein Grund sein, sie für einen Gag zu missbrauchen.

7. Man forciert Wasserknappheit

Viele Menschen wissen gar nicht, dass Wasser auf der Erde endlich ist. Die Grundwasser-Ressourcen erneuern sich nur alle 25-100 Jahre und das natürlich regional sehr unterschiedlich. Das bedeutet: Wenn man Trinkwasser zu schnell und in zu großem Umfang verwendet, entsteht Wasserknappheit. Die Tourismuswirtschaft auf Bali verbraucht nach Angaben von Tourism Watch ganze 65 Prozent des auf der Insel verfügbaren Wassers.

Folgen des Tourismus auf Bali - Reiseblog BravebirdMan nimmt also im Prinzip den einheimischen Bauern und der Landwirtschaft das Wasser weg und das sorgt auf der Insel regelmäßig zu Konflikten, von denen man als Tourist natürlich nichts mitbekommt.  Lt. der Wissenschaftlerin Dr. Cole haben 1,7 Millionen Einwohner Balis keinen angemessenen Zugang zu sauberem Wasser. Reisfelder weichen großen Hotelbunkern und das zerstört die Zukunft der Bauern. “Ein balinesischer Bauer stehe schlechter da als ein Bettler an einem Touristenort.” sagt Wayan Windia, Professor für Agronomie an der Universität Udayana.

Neben der traurigen Tatsache, dass Bauern ihr Land an Investoren verkaufen, kommen aufgrund des Anstiegs des Tourismus und weiterer Hotels immer mehr Menschen nach Bali, um in der Tourismusbranche arbeiten zu können. Und das unglücklicher Weise auf einer Insel, die in Bezug auf Naturkatastrophen (Erdbeben-Aktivitäten, drohender Vulkanausbruch 2017) oder seinerzeit Terrorismus (Bombenanschläge in 2002, 2005) schlagartig immense Tourismuseinbußen verzeichnen und damit tausende Menschen von jetzt auch gleich in die Armut treiben kann.

Ja, aber…

Natürlich gibt es immer Vergleiche, andere Länder und Inseln, die auch sehr touristisch und vermüllt sind, aber es dürfte mit riesigem Abstand keine derart weit entfernte Insel geben, bei der so eine negative Prognose in Bezug auf die bestehende und noch kommende Umweltproblematik vorliegt und die unverständlicher Weise gleichzeitig und trotzdem so gehypt wird, dass immer noch mehr Menschen dorthin reisen. Die Summe der obigen und meiner Meinung nach triftigen Faktoren für solch eine recht kleine Insel ist für mich ein Grund, von dieser Reise abzuraten.

Es gibt sage und schreibe mindestens 100 sichere Reiseländer – warum nicht etwas Neues wagen? Wo man noch ein paar eigene Fußabdrücke hinterlassen kann als tief eingetretene Pfade noch tiefer einzutreten. Es gibt tolle Reisebloggerinnen, die über vollkommen andere und spannende Reisen berichten wie z. B. Steffi von A World Kaleidoscope oder Kathrin von Fräulein Draußen, die für ihre bekannten Blogs nicht nach Bali reisen mussten. Oder meine Facebook-Gruppe BRAVEGIRLS, in der tausende Frauen über ihre zum Teil sehr außergewöhnlichen Alleinreise-Erlebnisse berichten.

Jeder, der heute nach Bali reist, positiv darüber schreibt und Fotos postet, muss sich der Tatsache bewusst sein, dass er die ökologische Situation als Multiplikator immer weiter verschlimmert. Mit anderen und vielleicht weniger bekannteren Reisezielen ist man nicht nur viel authentischer unterwegs, sondern verhilft zu einer besseren Verteilung des weltweiten Tourismus und gibt zudem diesen Ländern, Inseln oder Regionen die Möglichkeit, über Tourismus mehr Einkünfte zu erzielen.

Glücklich sein und Reisen - Reiseblog Bravebird

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67 Kommentare

  1. Wahnsinnig Interessanter und mutiger Artikel, der zum Nachdenken anregt. Ich muss zugeben, so kritisch habe ich Bali als Reiseziel vorher nicht betrachtet und werde mir das Ziel meiner nächsten Fernreise doppelt gründlich überlegen und ansehen. Danke für den Anstoß!

    Liebe Grüße,
    Franka

  2. Liebe Ute,
    vielen Dank für diesen ehrlichen Artikel! Ich habe auch auf anderen Blogs schon negative Dinge über Bali gelesen, da ging es aber vor allem um die sehr vermüllten Strände. Dass dort auch eine solche Tierquälerei stattfindet war mir nicht bewusst. Ich hatte allerdings eh nicht vor, dorthin zu reisen ;-)
    Was mich sehr interessieren würde: welche Länder würdest Du aus Deiner großen Reiseerfahrung empfehlen, die besser auf die Umwelt achten und wo Tiere besser behandelt werden (außerhalb von Mittel- und Nordeuropa)?
    Liebe Grüße
    Miriam

    1. Hallo liebe Miriam,
      vielen Dank für deinen Kommentar! Eigentlich ist es meist überall besser, wo mehr Aufklärung herrscht und wenig Touristen sind. Ich persönlich finde das touristische Einbinden von Wildtieren grundsätzlich bedenklich, außer wenn es eine anerkannte Auffangstation für alte oder verletzte Tiere ist und man mit seinem Beitrag etwas Gutes tun kann. Die meisten Inseln haben ein Müllproblem und damit auch ein ökologisches. Ich würde mich heute wahrscheinlich bei einer Fernreise für ein noch völlig unbekanntes Ziel entscheiden oder etwas wählen, was nicht primär ein Strandziel ist.
      Viele liebe Grüße, Ute

      1. Liebe Ute,
        da bin ich ganz bei dir! Ich besuche mittlerweile auch keine Zoos und Tierparks mehr, weil die Tiere in vielen Einrichtungen schlecht gehalten werden. Ein positives Beispiel ist der Bärenpark Müritz, wo Bären aus schlechter Zoohaltung, aus Zirkussen, Stadtzwingern usw. aufgenommen werden und ihre natürlichen Instinkte wiederentdecken können. Ich hoffe auch sehr, dass es bald ein deutschlandweites Verbot von Wildtieren im Zirkus geben wird.

        Inseln bzw. Strandziele sind mit Sicherheit besonderen ökologischen Problemen ausgesetzt, selbst an der Ostsee oder in Südfrankreich gibt es unzählige kleine Plastikteile an den Stränden. Ich versuche immer so viel wie möglich aufzuheben, aber das ist natürlich ein Faß ohne Boden. Ich kann mir gar nicht mehr vorstellen, dass die Menschheit da noch irgendwie positiv rauskommen wird, zumal ja jeden Tag neuer Verpackungsmüll usw. produziert wird und sich aber fast niemand darum kümmert, dass all das auch wieder eingesammelt wird. Das klappt ja nicht mal in Berlin, hier ist es teilweise zugemüllt wie in einem Entwicklungsland :-( In Ländern ohne regelmäßige Müllabfuhr kann es ja dann erst recht nicht funktionieren.

        Viele liebe Grüße,
        Miriam

  3. Hallo,

    ich muss deinen Bericht mit gemischten Gefühlen lesen.
    Ich lebe seit 2 Jahren auf Bali und kenne die Insel, Bewohner und die Probleme hier etwas besser.
    Ich denke nicht, dass es eine Lösung ist, alles negative aufzuzeigen und Menschen von einer Reise nach Bali abzuhalten.
    Bali ist ein wunderschöne Insel, mit Vielfalt und Menschen, die man nur ins Herz schließen kann!

    Ich denke, vor allem als Blogger mit Einfluss auf Menschen, sollte man stattdessen liebe auf die Probleme aufmerksam machen und Reisende dazu anregen, einen Unterschied zu machen.
    Wir haben ein Wasser- und Plastikproblem: JA!
    Vor allem Kuta ist sehr touristisch und wie der “Ballerman”? JA!

    Aber den Menschen hier wird nicht geholfen, wenn man auf seinem Blog verbreitet, wie schrecklich Bali ist. Es gibt wunderschöne, abgelegene Orte mit einer atemberaubenden Natur. Es gibt Hilfsprojekte für Tiere, Organisationen die sich für weniger Plastikverbrauch und Recycling einsetzen.
    Vielleicht solltest du versuchen, Sachen auch mal aus einer andere Sichtweise zu sehen und dich nicht nur auf eine Sicht beschränken.
    Ich habe deine Bericht immer gern gelesen, aber ich bin schockiert von deiner Art und Ansicht in diesem Artikel.

    Ich bin schon sehr viel gereist und habe an vielen Orten gewohnt – Bali verzaubert mich jeden Tag und viele Menschen hier kämpfen jeden Tag für die Schönheit dieser Insel.

  4. Ein wirklich sehr interessant geschriebener Artikel, der sicherlich auch auf viel Gegenwind stößt.
    Wir werden in diesem Sommer für 3 Wochen nach Bali reisen und ich freue mich wahnsinnig darauf, die Insel zu entdecken. Ich denke letztendlich muss und sollte jeder für sich selbst entscheiden, ob und wie nachhaltig er reist (ist ja auch immer eine Frage des Geldes). Und Müll, Tierquälerei und unnötigen Wasserverbrauch sollte man in jedem Urlaub vermeiden.

    Liebe Grüße,
    Anni

    1. Hallo liebe Anni,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Der Beitrag kam bisher extrem positiv an, da immer mehr Bewusstsein da ist, dass Umwelt- und Tierschutz nicht nur eine Sache “der anderen” ist, sondern dass man selbst aktiv daran mitwirken sollte. Ich möchte dir gern in einem Punkt widersprechen, denn Nachhaltigkeit hat tendenziell wenig mit Geld zu tun. Man könnte z. B. für das gleiche Geld – wenn man es denn der Umwelt zuliebe wollen würde – ein sehr schönes, anderes Ziel wählen, in dem man außerdem kein Massentourist ist :) Und auch, wenn man selbst Wasser und Müll reduziert, hat man dennoch durch Dritte (Hotel, Shops etc.) keinen Einfluss darauf.
      Viele Grüße zurück!
      Ute

  5. Da ich nach langem Grübeln (Bali ja oder nein?) erst vor ein paar Tagen Bali gebucht habe, hat mir Dein Post ehrlich gesagt eine etwas schlaflose Nacht bereitet. Grundsätzlich bin ich Deiner Meinung, daß man all Deine genannten Gründen nicht noch unterstützen sollte. Andererseits frage ich mich dann aber auch, ob wir Reiseblogger, die jahrelang solche Destinationen bereist haben (ich war schon 1999 dort) und sie auf unseren Blogs, Instagram und Co. angepriesen habe, nun so bigott sein dürfen und sagen können: Fahrt da nicht mehr hin!
    Den Menschen, die dort leben ist ja nun auch nicht damit geholfen, das man sie nun mit den Problemen und unserem Dreck, alleine zurück lässt. Stattdessen wäre es vielleicht wirklich hilfreicher nach positiven Lösungen zu suchen. Auf Bali scheint in der Hinsicht ja auch schon viel zu passieren. Plastiktüten wurden verboten, Beach Clean Ups werden veranstaltet etc. etc. Mal ganz davon abgesehen, ist gerade die Plastikflut und die verschmutzen Meere nicht nur ein Problem Balis. Vielleicht wird es endlich mal Zeit, daß den Menschen ihr eigener Dreck vor die Füße gespült wird und wenn es am Strand vom Ballermann ist. Dann wachen sie vielleicht doch endlich mal auf. Solange dies nämlich nur die Arktis oder irgendwelche unbekannten Inseln in Indonesien oder Südamerika betrifft, interessiert es nämlich die Meisten einfach gar nicht. LG, Nadine

    1. Hallo Nadine,
      vielen Dank für deine Meinung. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie man als Blogger diesem Desaster – das ich bewusst in Zahlen und belegbaren Fakten dargestellt habe – entgegenwirken möchte. Es ist mir schleierhaft, warum Blogger nicht neue Ziele wählen als genau dorthin zu reisen, wo gefühlt alle sind. Ich habe entschieden, dass ich diese Insel aufgrund des extremen Ausmaßes bei dieser unglaublichen, alternativen Vielfalt auf dem Planeten nicht empfehlen kann und werde. Von “alleine lassen” kann man jedenfalls bei Millionen Besuchern sicher nicht sprechen. Je weniger Touristen, umso mehr Luft für die Natur zur Regeneration usw. Was Leser mit den aufklärenden Informationen dieses Artikels machen, ist jedem und seiner Verantwortung selbst überlassen.
      Liebe Grüße
      Ute

      1. Ich glaube, Du hast mich etwas falsch verstanden. Ich bin völlig bei Dir und kann total nachvollziehen, warum Du nicht mehr dorthin reisen möchtest. Ich habe ja auch lange darüber nachgedacht, bevor ich mich entschieden habe und ziehe in der Regel auch eher Gegenden vor die nicht vom Massentourismus überrannt werden. Mit Kindern fand ich Bali als Einstieg für Indonesien jetzt allerdings erstmal ganz gut. Ich finde jedoch, daß wir Blogger auch eine Mitschuld tragen, daß solche Orte mittlerweile völlig überlaufen sind, denn wir haben es ja jahrelang “angepriesen”. Wenn jetzt über Nacht niemand mehr dorthin reisen würde (also rein theoretisch, aber das wird natürlich niemals passieren), hätte die Insel neben dem riesigen Abfallhaufen den wir hinterlassen haben, noch ganz andere Probleme. Die Menschen dort leben ja mittlerweile fast nur noch vom Tourismus. Das Kernproblem ist, daß wir per se schon mal viel zu viele Menschen auf diesem Planeten sind und Reisen für fast Jedermann erschwinglich geworden ist. Und es werden immer mehr. Irgendwann wirst Du evtl. noch nicht mal mehr im Dschungel von Papua Neuguinea alleine sein und unseren Zivilisationsdreck finden. Was machst Du dann? Auf den Mars fliegen? Ich finde halt, daß sich generell etwas in den Köpfen der Menschen ändern muß. Viel Reisen, viel Fleisch, viel Konsum von Dingen, die die Welt nicht braucht…. all das hat halt seinen Preis und geht auf Kosten unserer Erde.

    2. Hallo Nadine,

      ich war vor kurzem erst auf Bali. Wie kommst, Du darauf das Plastiktüten dort verboten sind? Man wird bei jedem Einkauf gefragt, ob man eine Plastiktüte möchte, wenn man nein sagt und dann seinen Stoffbeutel auspackt auch noch komisch angeschaut. Es gibt nur eine Supermarktkette auf Bali in der muss man diese Tüte dann bezahlen, aber der Preis fällt nicht so sehr ins Gewicht.

      Grüße
      Manuela

  6. Liebe Ute,

    Wunderbarer Artikel und wichtiger Standpunkt! Leider nicht nur für Bali… Ich war zuletzt 2x auf Holbox, es lag nur 1 Jahr dazwischen und die Insel hat sich wahnsinnig verändert: Viel mehr Touristen, mehr Verkehr, mehr Müll. Ich habe seitdem über die schmale Grenze nachgedacht: Einerseits fördert der Tourismus viele Länder, sichert Einkommen und schafft Arbeitsplätze, andererseits zerstört Massentourismus so vieles und gerade wenn es um Natur- und Tierschutz geht, tut mir hier das Herz weh. Ich versuche nun auch nachhaltig zu reisen und fühle mich sowieso an nicht-überlaufenen Orten am wohlsten. LG Moni

    1. Hallo liebe Moni,
      hach Holbox… Ich habe sehr schöne Erinnerungen an die Insel und meinen Hund dort aus dem Tierheim mit nach Hause genommen. Und ja, die Insel hat auch ein großes Problem, steht aber mit extremem Abstand noch lange nicht so im Fokus wie Bali (zumindest nicht bei den Deutschen). Dort hinfahren würde ich allerdings nicht mehr. Toll, dass du dich auch umstellst und andere Orte wählst <3<3
      Liebe Grüße
      Ute

  7. An alle die gerne reisen,
    Ja es stimmt was Ute schreibt, aber deshalb ein anderes Urlaubsziel auswählen? Wie lange soll das gut gehen? Ich bin seit 35 Jahren ständig unterwegs und hab die Idylle und die Ruhe genossen und dabei habe ich mir damals schon gedacht, soll ich das zu Hause erzählen wie schön es hier ist? Und genau das ist der Punkt . Ich habe nicht das Recht darüber zu entscheiden wer wohin reisen möchte und das was ich gesehen. und erlebt habe möchte ich nirmand anderem ausreden es selbst heraus zu finden, das Problem dabei ist das es eigentlich für die die erst anfangen zu reisen eigentlich eh schon zu spät ist , weil der Massentourismus alles kaputt macht und jeder Blog oder jede Veröffentlichung irgendeines schönen Fleckchen Erde führt dazu daß andere auch dahin wollen, warum eigentlich auch nicht . Das Problem dabei ist , wie schön erwähnt, meist sind die Menschen in solchen Ländern Arm und vom Staat allein gelassen , die wittern ihre Chance auch davon zu profitieren bis die grossen Investoren kommen alles aufkaufen und dann ist alles zu spät , egal wo auf der Welt. Unsere Geldgier macht alles kaputt
    Und jetzt was gibt es darauf noch zu sagen…….

  8. Danke für die ehrliche Beleuchtung der Situation auf Bali.
    Leider ist es auf der Welt ( bestimmt auch durch die vielen Blogs und die sozialen Medien) kaum noch möglich wirkliche untouristische Ecken zu finden. Denn jeder Geheimtipp wird übers Internet mit total überfärbten und künstlichen Bildern gehypt.
    Es ist entsetzlich! Länder wie die Seychellen sind jetzt auch schon so überlaufen das wir sie nun auch meiden werden. An den Stränden Drohnen, Selfies, gepose und das ganze dann zu sehen auf Instagram und co. Die Regierung der Seychellen berichtete vor kurzem, dieses Jahr die Kosten für Werbung um ein drittel reduzieren können, weil die Sozialen Medien ihr übriges tun. Und das sehr erfolgreich! Ich kannte die Seychellen noch von früher… ohne Internet und Instagram oder Facebook. Es ist traurig wie solche Länder erst von den Touristen profitieren, Hotels und Gästehäuser aus dem Boden gestampft werden, dann die Kriminalität dazu kommt, die Einheimischen genervt sind, jeder ein Stück davon abhaben will und am Ende das Land kaputt ist. Thailand, Bali, Italien, Mallorca ….. Da gibts einige.
    Nur wird es jemals wieder einen Weg zurück geben? NEIN! Denn wir sind so viele Menschen auf diesem Planeten. Es werden immer mehr. Und vor allem: immer mehr können sich das Reisen leisten und möchten sich auch die Welt ansehen. China ist ein praktisch unerschöpflicher Markt für die Tourismusindustrie weil dort das Reisen nun auch möglich ist und die Bevölkerung nun auch das nötige Kleingeld hat. Bis jetzt hat “nur” jder 3 Chinese einen Reisepass, Tendenz steigend.
    Wir werden uns damit abfinden müssen dass unser Planet immer voller wird.
    Für die Bilder gibts ja Photshop und andere Progarmme die noch vor Ort das Bild zu einem unechten, überzeichneten und perfekten Lockmittel fürs Internet machen.

    Liebe Grüße
    Sandra

    1. Liebe Sandra,
      vielen Dank für diesen tollen Beitrag, dessen Inhalt natürlich auch wahnsinnig traurig macht. Ich hoffe sehr, dass da im Laufe der nächsten Jahre noch ein stärkeres Umdenken stattfindet…
      Alles Liebe!
      Ute

  9. Toller Artikel und ich kann dir echt zustimmen! Ich war 2014 (vor dem großen Blogger-hype) auf Bali und mir hat es damals schon nicht so gefallen. Fand es damals schon voll, zugebaut und total überlaufen.

    Grüße
    Manuel

  10. Menschen wie dich und Artikel wie diesen braucht diese Welt! Ob nun Bali oder ein anderes Reiseziel, noch immer steht bei vielen das persönliche Vergnügen und die eigene Befriedigung zu stark im Vordergrund. Umweltschutz etc. schön und gut, aber bitte nur solange wie ich dadurch nicht eingeschränkt werde…

    Reisen ist etwas Tolles, es öffnet den eigenen Horizont und macht im Hinblick auf Vieles offener und toleranter. Aber bei der Wahl unserer Reiseziele, der Unterkünfte etc., aber insbesondere auch Zuhause müssen wir uns alle ernsthaft überlegen, ob wir es uns noch lange leisten können, so egoistisch zu sein. Denn auch wenn wir als Touristen die lokale Bevölkerung “unterstützen”, so bezahlt doch die Bevölkerung der ärmeren Länder in Asien und Afrika den Preis für unseren hohen Lebensstandard hier.

    1. Hallo liebe Conny,
      genauso ist es leider. Billig steht bei vielen an erster Stelle und daran wird sich wahrscheinlich auch nichts mehr ändern :( Trotzdem bin ich extrem happy zu sehen, wie viele doch anders und umdenken, wie man sich bewusster verhalten kann. Daher Danke für deinen Beitrag! <3
      Liebe Grüße
      Ute

  11. Hey!
    Cooler Artikel! Ich glaube ich werde deinen Blog jetzt öfter besuhen, denn du schreibst ehrlich. Das vermisse ich oft, wenn es immer nur darum geht, wie klasse alles ist, oder wenn eine Kritik nicht Nachhaltig gedacht ist.
    Das finde ich richtig gut!

    MFG
    Miss Jones

    1. Hi Miss Jones,
      je mehr man sich mit gesellschaftlichen Themen beschäftigt, umso mehr wird man feststellen, dass unfassbar viel gefaked ist und dass man vor allem nicht alles glauben darf, was man so aufgetischt bekommt. Gerade deshalb ich mir Ehrlichkeit so wichtig, weil es ein so schönes, wichtiges und leider seltenes Gut ist. Freut mich, dass dir das auffällt und du das gut findest :) Freu’ mich, wenn du wieder vorbei schaust!
      Liebe Grüße
      Ute

  12. Ich war 2016 zum ersten und zum letzten Mal auf Bali. Ich finde die Insel total überschätzt. Ich habe drei Wochen in Ubud verbracht und habe von dort aus Tagesausflüge gebucht. Der Verkehr auf der Insel war eine absolute Katastrophe. Mit einem der Taxifahrer habe ich mich länger unterhalten. Er meinte, neben dem Müll- und Wasserproblem gäbe es auch ein religiöses. Viele Hindus fänden keinen Job mehr, aufgrund der vielen Feiertage, die einige Vorbereitungen und somit Urlaub beanspruchen. So werden von den Tourismusbetrieben hauptsächlich Moslems angestellt. Das steht auch so in den Stellenanzeigen und führt zu bösem Blut zwischen den Religionen…

    1. Hallo liebe Gudrun,
      vielen Dank für diesen wichtigen Beitrag! Die Beeinträchtigung der Einheimischen wäre tatsächlich Punkt 8 wert gewesen. Ich habe bei meinen Recherchen auch gelesen, dass z. B. bedingt durch die vielen Hotels – die die Strände privatisieren und nicht mehr für die Öffentlichkeit zugänglich machen – die Einheimischen ihre Opfergaben gar nicht mehr an ihrem lokalen Strand ablegen können. Aber wen interessiert das schon… Freut mich, dass du die Einstellung teilst, dass sich die Reise so oder so nicht lohnt!
      Liebe Grüße, Ute

      1. Es ist ein extrem komplexes Thema. Ich würde jetzt auch nicht sagen, dass sich die Reise nicht gelohnt hätte. Immerhin habe ich zum ersten Mal gesehen, das Tourismus nicht nur Nutzen bringt, sondern auch Schaden verursacht. Extrem viel Schaden! Und das betrifft selbstverständlich nicht nur Bali, sondern auch andere Destinationen.
        Ich lebe zB in Wien, liebe den Naschmarkt und gehe fast nicht mehr hin. Warum? Horden von Touristen werden Tag für Tag durchgetrieben, man kann als Kunde nicht mehr schauen oder gustieren oder geschweige denn kaufen, denn man wird unweigerlich weitergeschoben. Touristen kaufen aber kein Obst oder Gemüse, die kaufen Souvenirs. So hat sich das Angebot am Naschmarkt stark verändert. Die alten Standler haben aufgegeben und ließen sich ihre Stände teuer ablösen. Mittlerweile gibt es Souvenirstände, kurzfristig hatte sogar eine Parfumerie einen Stand. Vor einigen Jahren brannte einer der Stände ab, man sprach von Brandstiftung…
        Ich denke sehr wohl, dass wir Reiseblogger auch kritisch über Tourismus berichten sollen. Wer, wenn nicht wir…

        1. Stimmt! Mir sträuben sich oft die Nackenhaare, wenn ich von manchen (z. T. auf Bali lebenden) Reisebloggern Slogans zum Verkauf ihrer Produkte lese wie “für einen Flug an dein Traumziel weniger zahlen als für eine Tankfüllung”… :/ Was hilft’s.

  13. Mir gefällt diese Art von kritischen, besser gesagt realistischen Artikeln sehr gut! Die Probleme die hier am Beispiel Bali beschrieben werden, lassen sich grundsätzlich auch auf mehr oder weniger auf viele andere Tourismusziele übertragen. Meiner Meinung nach dürfen wir generell unsere Art zu Reisen und Urlaub zu machen überdenken und ändern. Ich habe auch den Eindruck, dass hier in einem noch sehr kleinen Personenkreis ein erster zaghafter Wander eingesetzt hat – wobei der “Fernreise-/flugirrsinn” insgesamt natürlich zugenommen hat. Ich hoffe ja noch, dass es irgendwann cool und mainstream ist ökologisch und sozial verantwortlicher zu reisen. Grundsätzlich sind z.B. Flugreisen mit der heutigen Technologie einfach vom ökologischen Fußabdruck schon ein Desaster egal wie ökologisch und sozial korrekt man sich persönlich am Zielort verhält. In meinem +35 Lebensjahren habe ich zwei Fernreisen gemacht. Eine davon war unter anderem in Bali. Und wenn ich ganz ehrlich bin: nur wegen dem Internet-Hype. Ich fand es insgesamt nicht schlecht in Ubud. Aber letztendlich ist es ein Irrsinn für ein paar nette Eindrücke (4Wochen) so einen “Ego”-Trip zu machen. Ein wesentlich näheres Ziel hätte seine Zwecke für mich auch erfüllt. Ich würde/werde Vergleichbares nicht mehr machen. Meinen Respekt dafür, dass du diesen Weg gehst, weil du ja auch von dem kommerziellen Ruf dieser Seite teilweise abhängig bist. Danke und bitte mehr in dieser Richtung, deine Art zu berichten finde ich sehr erfrischend! Wir brauchen dringend einen Wandel!

    1. Hallo Alex,
      ein sehr anregender Kommentar, vielen Dank dafür! Ich glaube, dass insbesondere Social Media (Instagram, Facebook) so stark für diese Ziele verantwortlich ist, denn könnten wir diese Fotos nicht mit der Welt teilen und unser ultimativ tolles Leben zeigen, wäre es vielleicht gar nicht so wichtig, an einem besonders “tollen” Ort ganz weit weg zu sein. Da spielen viele Faktoren zusammen und ich wage zu bezweifeln, dass sich das ökologischere Reisen mal durchsetzen wird, denn dafür ist der Mensch zu egoistisch. Und als Blogger verdienst du mit Artikeln wie diesen natürlich kein Geld – im Gegenteil :) Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben!
      Viele Grüße und weiter so!
      Ute

  14. Ich finde es toll, dass es Menschen gibt, die hinter die Fassade blicken und ihre Eindrücke und ihr Wissen mit anderen teilen.

    So haben wir es auch mit unserem Blogartikel “Mit Kindern in Ägypten: Hurghada – Die Stadt der Gegensätze” (https://freeyourfamily.net/2018/03/mit-kindern-in-aegypten-hurghada-stadt-der-gegensaetze/) getan.

    Ich denke, die meisten Touristenhochburgen haben die gleichen Probleme. Jeder (Reise-)Blogger sollte sich seiner Verantwortung bewusst sein. Makellose Fotos und Reiseberichte, in denen alles schöngeredet wird, braucht niemand außer die Touristikindustrie.

    Danke für den Artikel.

    Liebe Grüße
    Patrick

  15. Nachdem ich in Sri Lanka war war Indonesien plötzlich ganz weit weg. Der Müll überall, der pseudo spirituelle Reisewahn, die hippen teuren veganen Restaurants. Und ich dachte mir nur: Das muss auf Bali ja noch viel extremer sein. Mein Bauch sagt mir: Flieg heim, investiere die Zeit und das Geld bei Familie und Freunden zu verbringen. Asien ist aus meiner Sicht der schmutzigste Kontinent und der Tourismus zerstört mehr und mehr. Ich vermisse die Weite Afrikas, das strukturierte Europa, die lebenslustige Art der Südamerikaner und das Gefühl der Grenzenlosigkeit der Amerikaner. Überall sehe ich hier in Asien wie sie Tiere schlecht behandeln, wie Touristen wie laufende Geldbeutel behandelt werden und umgekehrt die Locals wie Dreck. Mich macht das unfassbar traurig und ich hoffe dass dein Bericht viele Menschen erreicht!

    1. Liebe Liane,
      vielen Dank für deinen Bericht. Dieser Artikel hier entstand unter anderem aus dem Grund, weil ich in dem Reiseführer – den ich gerade schreibe – Empfehlungen für Routen und Ziele enthalten sein sollen. Und es fällt mir unglaublich schwer, hier Tipps zu geben… Was empfiehlt man denn heute noch? Eine sehr schwere Entscheidung für mich, denn ich kann schließlich auch jeden verstehen, der an ein bekanntes Ziel möchte. Gestern habe ich gelesen, dass immerhin Singapur zu den saubersten Städten der Welt gehört und man hohe Strafen zahlen oder selbst die Stadt reinigen muss, wenn man erwischt wird – super! Wer weiß, vielleicht ändert sich ja irgendwann auch an derer Stelle mal etwas. Danke dir jedenfalls für deinen Zuspruch, das hilft mir dabei so weiterzumachen <3
      Viele liebe Grüße
      Ute

  16. Liebe Ute,
    was für ein aufweckender Beitrag! Ich habe in diesem Jahr die ursprüngliche Euphorie an Bali verloren und dein Beitrag bestätigt dieses Gefühl, dass ich vorher nicht in Worte fassen konnte. Danke dafür!

    1. Hallo liebe Ute,
      superguter Artikel, den kannte ich noch gar nicht! Bester Satz “…um sich anschließend im Gebiet einer anderen Schimpansenhorde von der Anstrengung zu erholen” :D Den Artikel nehme ich gleich mal oben mit in die Link-Liste. Tausend Dank für deinen positiven und ermutigenden Kommentar!
      Alles Liebe
      Ute

  17. Danke für deinen Mut, hier so klar Stellung zu beziehen! Ich war gerade 3 Monate auf Bali und habe anfangs so sehr mit der Gesamtsituation gekämpft, dass ich zeitweise überlegt habe, die Reise abzubrechen. Stattdessen habe ich mich dann ehrenamtlich im Recyclingprojekt http://mph-bali.org engagiert, so hatte ich das Gefühl wenigstens ein bisschen was zurückgeben zu können.
    Ich habe sehr viel mit ganz verschiedenen Menschen (Einheimischen, NGO Mitarbeitern, Expats, Nomaden) über das Thema gesprochen und bin bis heute sehr gespalten. Ich kann all deine Punkte unterschreiben, finde es sehr zweifelhaft wie dort der Tourismus-Bulldozer (leider oft auch buchstäblich) vieles plattwalzt und der westliche Einfluss die Kultur extrem verändert. Andererseits habe ich bisher noch nirgendwo sonst eine solche Dichte an Vordenkern und Enthusiasten für die positive Veränderung der Welt gefunden. Bleibt nur zu hoffen, dass sich ihr Impact auf Bali und im Rest der ausbreitet.
    Ich weiß jedenfalls, dass ich so bald nicht wieder hin werde.

    1. Hallo liebe Sara,
      vielen Dank für deine persönlichen Eindrücke! Wenn sich der extreme Massentourismus reduzieren würde und die von dir genannten Enthusiasten dort massiv Aufbauarbeit bzw. Schadensbegrenzung leisten könnten, wäre das ein Traum. Ich bin gespannt, wie es dort weitergeht und welchen Effekt zum Beispiel Maßnahmen wie das Sperren von Stränden (wie gerade in Boracay auf den Philippinen geschehen) haben werden. Toll, dass du dort positiv mitgewirkt hast! Ich wünsche dir weiterhin gute Reise!
      Viele Grüße
      Ute

  18. Schön, dass man auch mal nicht nur Friede-Freude-Eierkuchen Berichte liest, am Ende sind bestimmt viele enttäuscht! Danke für den Beitrag :) Mein Freund und ich planen momentan verschiedene Rundreisen, jetzt blicken wir auf jeden Fall mehr über den Tellerrand und das ist bestimmt auch eine Entscheidungshilfe für eine Reise :) Liebe Grüße!

    1. Hallo liebe Maria,
      das freut mich sehr! Nach inzwischen fünf Jahren Reiseberichte-schreiben kann ich nicht mehr immer nur Friede, Freude, Eierkuchen, daher Danke für das schöne Feedback <3
      Liebe Grüße und viel Freude bei der Planung
      Ute

  19. Kann ich nur unterschreiben. War 2014 das erste Mal dort, ich war enttäuscht von Bali. Aber angetan von Indonesien, so sehr dass ich 2016 ganze 8 Monate im Land gereist bin – Bali ist leider nicht mehr zu retten, die 3 berühmten Gili-Inseln auch nicht mehr. Für mich gibt es aus geschilderten Gründen keinen Sinn mehr dorthin zu reisen.

  20. Liebe Ute,

    generell finde ich es richtig in einem Reiseblog auch auf die negativen Aspekte des Massentourismus hinzuweisen. Massentourismus hat für viele Reiseziele nachweislich auch sehr unschöne Folgen. Vieles hast Du ja gut recherchiert und in diesem Beitrag ausführlich beschrieben.

    Ich finde es sehr konsequent von Dir, deine gesamten Beiträge über Bali aus dem Blog zu löschen und somit keine Reisetipps zu diesem Reiseziel mehr zu verbreiten. Ich bin mir allerdings nicht sicher ob Du viele Menschen zum Umdenken bewegst indem Du sie als “reisewütige mega Massentouristen” bezeichnest. Ich kenne Bali nicht, aber ich schätze man könnte sich auch dort noch abseits der ausgetretenen Touristenpfade bewegen und wirklich reisen anstatt einfach nur Pauschalurlaub zu machen. Leider scheint es ja laut deinen Ausführungen so zu sein, dass viele Reiseblogger auch nicht mehr sind als pauschalreisende Massentouristen ohne eigentlichem Interesse an Natur und einheimischer Bevölkerung. Vermutlich ist Bravebird daher einer der wenigen Reiseblogs, die ich gebookmarked habe.

    Über das lemmingartige Verhalten der Menschen habe ich mich schon immer gewundert. Für mich ist ein Reisebericht in einschlägigen Medien eigentlich immer der erste Grund irgendwo nicht hinzufahren. Besonders amüsant finde ich wenn Reiseziele in Massenmedien wie Spiegel Online als Geheimtipp tituliert werden.

    Ich wollte noch nie dorthin wo alle sind. Ein Reiseziel besuchen, welches im Netz gehyped wird ist ja ungefähr so als würde man sich die Staumeldungen anhören und danach in den längsten verfügbaren Stau fahren um dort mit allen anderen Pichnick zu machen.

    Ich war noch nie auf Bali, in Venedig oder Macchu Picchu und werde diese Orte vermutlich auch nie kennenlernen. Ich habe aber auch nicht das Gefühl deswegen ein weniger glückliches Leben zu führen. Tatsächlich habe ich aber auch schon Orte besucht, welche extrem touristisch waren. Das lässt sich leider nicht immer ganz vermeiden. Manchmal muss man sich jedoch nur um 500 Meter von den Zentren entfernen um wieder komplett allein zu sein. Ansonsten halte ich mich ganz grob an den Rat:”Nur wo Du zu Fuß warst, warst Du wirklich.”

    Liebe Grüße und weiterhin viel Spaß am Reisen
    Hans-Jörg

    1. Hallo Hans-Jörg,
      den Artikel habe ich ganz bewusst so verfasst und das natürlich auch mit dem Wissen, dass es viele rote Knöpfe drücken wird. Aber ohne Reibung kein Wachstum. Schön jedenfalls, dass du das Reisen zu Fuß für dich entdeckt hast. Übrigens ist für mich persönlich das Wort »reisewütig« positiv belegt – ich bin es auch :)
      Viele Grüße und einen schönen Feiertag
      Ute

      1. Hej Ute,

        das Reisen zu Fuß musste ich nicht für mich entdecken. Das ist doch die erste und natürlichste Art und Weise für jeden von uns die Welt zu erkunden. Nur ist die „Welt“ am Anfang etwas kleiner. Unseren Antrieb würde ich eher in Neugier und Wissensdrang sehen als in „Reisewut“ :-) Vielleicht sollte man sich wieder eher auf dieses ursprüngliche Verhalten zurückbesinnen wenn man seine Reiseziele auswählt und die Welt erkundet.

        Dir auch einen schönen Feiertag
        Hans-Jörg

  21. wir fliegen anfang juni für 8 tage nach bali – werde mich nachher dazu äussern – lebe zudem seit über 30 jahren in südostasien!

  22. Liebe Ute,
    schon mit deinen vorherigen Artikeln zum Thema Nachhaltigkeit + Umweltschutz hast Du bei mir einen krassen Umdenkprozess im Kopf ausgelöst. Bali gehörte nie zu meinen Traumzielen & ich war nie dort, doch Deinen Artikel finde ich einfach nur super.
    Ich kann gar nicht genug Lob dafür aussprechen, wie toll ich es finde, dass Du so etwas schreibst & ansprichst.
    Dein letzter Artikel vor diesem hier war übrigens auch eins A. Mach’ weiter so. Es ist so wichtig. <3
    Das musste ich mal loswerden. :)

    Liebst,
    Jasmin

    1. Liebe Jasmin,
      vielen vielen Dank für diesen schönen Kommentar! <3 Das spornt an und hilft mir dabei genauso weiterzumachen, weil es doch immer wieder Überwindung kostet.
      Alles Liebe und viele Grüße
      Ute

  23. Hallo Ute
    So ein mutiger und super geschriebener Artikel!
    Danke für die Ehrlichkeit – genau das braucht die Welt und schlussendlich unsere Natur!
    Liebe Grüsse, Marina

    1. Liebe Marina,
      die Natur leidet ja heute leider an sehr vielen Stellen durch vielfältige Gründe. Hier können wir als Reisende immerhin etwas verändern. Dankeschön für deinen mutmachenden Beitrag <3
      Viele liebe Grüße!
      Ute

  24. Sehr interessanter und mutiger Beitrag und ich bin ehrlich gesagt ein wenig schockiert von deinem Bericht und den Bildern. Sowas hätte ich wirklich nicht erwartet.
    Vielen Dank und mach bitte weiter so

    1. Hallo liebe Chrissi,
      in Bezug auf die Vermüllung gibt es inzwischen leider noch viele weitere Orte und Inseln auf der Welt, die so aussehen. Aber keine, die trotzdem so sehr im touristischen Fokus steht :( Daher vielen lieben Dank für deinen Zuspruch, der mich darin bestärkt, so weiterzumachen!
      Alles Liebe
      Ute

  25. Ich hatte vor kurzem Mal einen Bericht im TV gesehen aber gar nicht so wirklich registriert worum es da wirklich geht. Dein Beitrag kann einen echt nur traurig machen und solche Bilder zu sehen bestürzt mich. Ich reise wirklich gerne aber man sieht als Tourist zu selten die Kehrseite.
    Danke das du diesen BEitrag verfasst hast, er sollte uns allen die Augen öffnen und uns zum nachdenken bringen.
    Mich hast du definitiv zum nachdenken gebracht
    Danke und mach bitte weiter so
    Liebe Grüße und alles Gute
    Sascha

  26. Ich glaube, das ist der erste Artikel, in dem ich negatives über Bali lese. Aber ich finde es sehr interessant, auch mal über eine andere Sichtweise zu lesen. Besonders gut gefällt mir, dass du auf die Tierquälerei aufmerksam machst. Ich finde es schrecklich, was wir den armen Dingern täglich antun.

  27. Echt traurig das Menschen so mit der Umwelt, den Tieren und am Ende auch mit sich selbst so umgehen. Wir hatten immer mal vor in dieser Region Urlaub zu machen aber nach deinem Bericht werden wir das definitiv vermeiden und uns unser nächstes Urlaubsziel ganz genau anschauen und auch wenn du sagst das es an vielen Orten so ist werden wir in Zukunft nicht mehr leichtfertig buchen sondern uns sehr genau mit diesen Themen beschäftigen da so was definitiv nicht untertützt werden sollte.

  28. Kann ich dir leider nur zustimmen.
    Wir waren vor 1 1/2 Jahren auch in Bali und ich fand es extrem überlaufen und touristisch.

    Wenn wir nochmal nach Bali reisen sollten, dann nur weiter in den Norden, aber begeistert waren wir keinesfalls von Bali

  29. Toller Artikel, den ich zunächst eigentlich nur gelesen habe, weil Bali eines der wenigen Ziele ist, welches mir bisher überhaupt nicht gefallen hat. Da fühlte ich mich vom Titel direkt angesprochen. :-)
    Ganze 2 Tage habe ich es dort ausgehalten, danach bin ich nach Java “geflohen”.

    Mit deinen ganzen Punkten hast du absolut recht, wobei ich zunächst auch gedacht habe, dass es ja in vielen Ländern so ist – unter anderem auch hier in der Dominikanischen Republik, wo ich lebe, vor allem in Bezug auf Müll und dem ressourchenintensiven All-Inclusive-Tourismus.
    Aber du hast recht, auf Bali ist der Verhältnis aufgrund der überschaubaren Größe der Insel noch etwas krasser.

  30. Hej Ute, ich hatte Deinen Blog im letzten Jahr entdeckt – und es war der Beginn einer großartigen Veränderung für mich. Heute ist es mal Zeit, Danke zu sagen für all die tollen Anregungen und Erfahrungen, die du hier teilst.

    Über die Reiseblogs bin ich in die Finanzblogger-Szene geraten – und beschäftige mich heute sehr viel mit Glück, Zufriedenheit und einfachem Leben. Eigentlich sollten mir die Finanzblogs den Weg ebnen für noch mehr Reisen – aber das Gegenteil ist eingetreten. Heute ist mir einfaches, frugales Leben, viel Zeit mit meinen Lieben und die Sparquote wichtiger als die Sucht nach oder Flucht in noch mehr Reisen.
    Konsum – nicht nur materielle Dinge werden einfach so und gedankenlos konsumiert – auch Reisen; ich finde es krank, für 8 Tage nach Bali zu fliegen. Alles ist möglich und machbar; gelebt wird von paycheque zu paycheque. Schulden sind akzeptiert – und bestimmt wird auch für Reisen das Konto überzogen. Social Media haben diese Entwicklung befeuert, und ein Zurück wird es leider nicht mehr geben.
    Wir haben in Europa so herrliche Landschaften und Orte, die wir mit unserem ausgebauten Mercedes Vario bereisen. In ein paar Jahren sind wir FI – und haben dann die Möglichkeit, lange Reisen zu unternehmen. Ob es dann Fernreisen sein werden? – ich weiß es noch nicht; aber bestimmt werden wir nicht auf ausgetretenen Pfaden unterwegs sein.

    Vielen lieben Dank – dieser Bericht ist richtig und wichtig; vielleicht regt er manchen zum Nachdenken an – aber die Masse wird er nicht erreichen; da würde es mehr helfen, wenn die Flüge einen ehrlichen Preis bekommen würden.
    Maresa

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